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Alt 16.04.2008, 12:26     #4
Martin   Martin ist offline
BMW-Treff Team
 

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9 Nationen – 1 Ziel: der Sieg beim BMW Sailing Cup Weltfinale.

Die Hauptdarsteller in Dubai im Team-Portrait.


München/Dubai. Von Spanien bis Neuseeland, von Dänemark bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten: In neun Ländern wurde in der Saison 2007/08 ein nationaler BMW Sailing Cup ausgetragen, die siegreichen Teams stehen sich nun in Dubai gegenüber. Für viele der Amateursegler, die das Weltfinale des BMW Sailing Cup erreicht haben, markiert die Qualifikation einen Höhepunkt in ihrer Karriere - und eine Chance in einem globalen Wettbewerb zu glänzen, der äußerlich von einer Grade-One-Regatta nicht zu unterscheiden ist.


Team Dänemark.


Team Baadkommissaeren Kim Haugaard (40 Jahre) Peter Nibe Hansen (41 Jahre) Bjørn Normann (40 Jahre) Thomas Fauerby (32 Jahre) Kim Plett (32 Jahre)

Die Qualifikation:
Das Team „Baadkommissaeren” setzte sich beim „Danish National Fleetrace“, das gleichzeitig das Landesfinale des BMW Sailing Cup Dänemark war, gegen 41 weitere Teams durch.

Das sagt das Team:
„Unser Segelteam ist Teil eines Teambuilding-Projektes in unserem Unternehmen. Alle Teammitglieder gehören der Vertriebsabteilung an und haben gemeinsam einen starken Teamgeist entwickelt. Mit guter Vorbereitung und diesem Teamspirit ist es uns gelungen, uns für das Weltfinale zu qualifizieren.” (Peter Nibe Hansen, CEO Baadkommissaeren).


Team Deutschland.

Die Crew:
Steuermann: Thorsten Hülsmann (26 Jahre)
Genuatrimmer: Christian Knoll (24 Jahre)
Vorwind-Trimmer: Maximilian Jockenhövel (20 Jahre)
Vorschiff: Daniela Schulte-Bisping (25 Jahre,
die einzige Frau im Teilnehmerfeld)
Stratege/Taktiker: Dr. Ingo Ehrlicher (38 Jahre)

Die Qualifikation:
Das Team Münster gewann beim BMW Sailing Cup Deutschland zunächst eine von 15 Qualifikationsregatten. Ausgetragen wurde diese auf dem Aasee in Münster. Beim extrem spannenden Deutschlandfinale auf der Hamburger Außenalster setzte sich Team Münster punktgleich gegen die Sieger der Qualifikationsregatta in Bad Wiessee durch – dank der besseren Platzierung in der letzten Wettfahrt.

Das sagt das Team:
„Uns hatte beim Deutschlandfinale wohl niemand auf der Rechnung. Nicht einmal wir selbst haben mit dem Sieg gerechnet. Dadurch war der Druck nicht so groß. Wir haben uns von Tag zu Tag gesteigert, und sind am Finaltag richtig gut gesegelt. Jetzt werden wir auch beim Weltfinale unser Bestes geben. Wir nehmen es, wie es kommt.“ (Thorsten Hülsmann, Steuermann).

Besonderheiten auf dem Weg zum Weltfinale:
Die Geschichte des Team Münster ist ein Paradebeispiel für den Willen, Herausforderungen zu meistern, der die Teilnehmer am BMW Sailing Cup auszeichnet. Dass das Team Münster für Titelverteidiger Deutschland beim Weltfinale ins Rennen gehen kann, verdankt es nicht nur dem außergewöhnlichen Einsatz seiner Mitglieder. Schon zur Realisierung der Qualifikationsregatta, bei der sich Team Münster für das Deutschlandfinale qualifizieren konnte, scheuten die Organisatoren des BMW Vertragshändlers Autohaus Hakvoort keine Mühen. Damit die Regattaboote vom Typ Bénéteau First Class 7.5 überhaupt auf dem 40 Hektar großen Aasee im Münsteraner Stadtgebiet eingesetzt werden konnten, musste dessen Wasserspiegel um 15 Zentimeter angehoben werden.


Beim Deutschlandfinale musste das Team dann bis zur letzten Zieldurchfahrt zittern, ehe die bessere Platzierung im Vergleich zum härtesten Konkurrenten – trotz Punktgleichheit – den Sieg einbrachte. Es war eine Entscheidung von Sekunden zugunsten des Team Münster nach einer Wettfahrt, in der die Führung mehrfach wechselte.

Der Sieg beim Deutschlandfinale markierte für Daniela Schulte-Bisping den vorläufigen Höhepunkt einer steilen Regatta-Karriere. Schulte-Bisping ist erst seit Anfang des Jahres 2007 im Besitz eines Segelscheins – lediglich gut zwölf Monate später wird sie mit ihrem Team um den Titel beim Weltfinale des BMW Sailing Cup antreten.

Anstatt in Dubai eine internationale Regatta zu segeln, hätte Max Jockenhövel eigentlich seine zeitgleich stattfindenden Abiturprüfungen schreiben müssen. Damit aber der Traum von Weltfinale in Erfüllung gehen kann, verschob der 20-Jährige mit einer offiziellen Ausnahmegenehmigung seiner Schule die Prüfungstermine in die Woche nach dem Weltfinale. Passend dazu sein Lebensmotto: „Ich mach das schon.“

Auch in Sachen professioneller Vorbereitung macht dem Team Münster so schnell niemand etwas vor. Anfang April holte sich das deutsche Team auf Einladung des Autohaus Hakvoort vor Mallorca den Feinschliff für das Weltfinale. Dazu wurde eigens ein prominenter Segel-Coach engagiert: Der amtierende IMS-Weltmeister, Drachen-Europameister und Deutscher Match-Race-Meister Markus Wieser gab in einem dreitägigen, intensiven Segel-Camp sein Know-how in Sachen Taktik weiter und optimierte die Manöverabläufe an Bord.



Team Frankreich.

Die Crew:
Gaël Bigot (31 Jahre) Julien Bigot (28 Jahre) Adrien Monsempes (29 Jahre) Sylvain Chauvet (31 Jahre) David Raison (35 Jahre)

Die Qualifikation:
Die nationale Ausscheidung zum BMW Sailing Cup in Frankreich fand im Rahmen der zweitägigen „Spi Ouest France Bouygues Télécom“ statt, der wichtigsten Regattaveranstaltung des Landes. Der Gesamtsieger nach mehreren Wettfahrten qualifizierte sich für Dubai. Regatta¬Sieger wurde ein Team mit einem Profi-Skipper und -Co-Skipper, die aber außer Konkurrenz antraten. Das beste Amateur-Team kam in der Gesamtwertung auf Platz zwei und vertritt Frankreich nun beim Weltfinale.

Das sagt das Team:
„Wir empfinden es als große Ehre und gewaltige Herausforderung, auf uns unbekannten Gewässern gegen Teams aus aller Welt anzutreten, die wir nicht kennen.” (Gaël Bigot, Skipper).

Besonderheiten auf dem Weg zum Weltfinale:
Einen kritischen Moment hatte Team Frankreich im letzten Rennen des nationalen Finales zu überstehen. Es war die entscheidende Wettfahrt um den Sieg, in der das Boot fast gekentert wäre. Team Frankreich aber konnte die kritische Situation nicht nur meistern, sondern sogar genug Punkte für die Gesamtwertung sammeln, um das Ticket für Dubai zu lösen.


Team Großbritannien.

Die Crew:
Team: BMW Ocean Torbay Team
Skipper: Steve Birbeck
Vorschiff: Adrian Peach
Trimmer: Gary Phare
Taktiker: John Yandell
Trimmer: Jon Dixon
Ersatzmann: Graham DeVal

Die Qualifikation:
Das BMW Ocean Torbay Team sicherte sich die Qualifikation für das Weltfinale mit dem Sieg beim BMW Sailing Cup UK in Portsmouth. In der zweitägigen Regatta setzte sich die Crew, die noch nie zuvor in dieser Zusammensetzung gesegelt war, gegen zwölf weitere Teams durch.

Besonderheiten auf dem Weg zum Weltfinale:
Zur Crew gehört auch Graham DeVal (Ocean BMW Group Managing Director), der noch zuvor nie in seinem Leben gesegelt ist. DeVal zeigte sich sehr überrascht über den Aufwand an Bord, um eine Rennyacht erfolgreich zu segeln, wurde aber schnell vom Segelvirus infiziert. Der Rest der Crew setzte sich aus ehrgeizigen und erfahrenen Seglern zusammen, die ausnahmslos langjährige BMW Kunden sind.



Team Italien.

Die Crew:
Turbosport Imola Team Fabio Mazzoni (39 Jahre) Alessio Barbieri (26 Jahre) Andrea Ferrari (36 Jahre) Jacopo Rossi (36 Jahre) Francesco Lattuada (34 Jahre)

Die Qualifikation:
Beim BMW Sailing Cup Italien standen sich in Trapani 12 Teams aus dem ganzen Land gegenüber. Drei spannende Regattatage waren nötig, um die siegreiche Crew zu ermitteln. Am ersten Tag wurden die Teams anhand der Ergebnisse eines Fleet Race in zwei Gruppen aufgeteilt, ab der zweiten Runde wurde nur noch im Duell Boot gegen Boot (Matchracing) gesegelt. Das bei perfekten Windbedingungen (15 Knoten) ausgetragene Finale ging über die volle Distanz von drei Rennen, ehe sich Team Imola mit 2:1-Siegen durchsetzen und die Qualifikation für das Weltfinale unter Dach und Fach bringen konnte.

Das sagt das Team:
„Wir sind sehr glücklich über unseren Sieg beim BMW Sailing Cup Italien. Es war ein hartes Stück Arbeit, besonders im Finale, wo wir einen sehr starken und gut organisierten Gegner hatten: das Team Vittoria aus Pisa. Letztlich hat aber unsere Matchracing-Erfahrung den Ausschlag gegeben. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir am Weltfinale in Dubai teilnehmen dürfen und wir werden unser Bestes geben, um BMW Italien bei dieser außergewöhnlichen Regatta würdig zu vertreten. Forza Turbosport!” (Fabio Mazzoni, Steuermann).

„Unser Sieg beim BMW Sailing Cup Italien wird noch dadurch aufgewertet, dass wir es im Finale mit einem hochklassigen Gegner zu tun hatten. Dieser Sieg hat in unserem Team, das erstmals in dieser Crewzusammensetzung segelte, eine Euphorie ausgelöst. Wir können – und wollen – unseren Stolz nicht verbergen, dass wir BMW Italien beim Weltfinale repräsentieren werden. Wir gehen die Wettfahrten gegen die internationalen Teams optimistisch und mit dem absoluten Willen an, die Regatta auch zu gewinnen. Wir glauben an dieses ehrgeizige Ziel. Die Fähigkeiten unseres Steuermanns Fabio Mazzoni werden den Ausschlag geben, und er weiß, dass er sich auf seine Crew verlassen kann.” Alessio Barbieri (Pitmann und Eigentümer von BMW Turbosport, Imola).



Team Malta.

Die Crew:

Sonke Stein (38 Jahre) Alex Saint Fournier (31 Jahre) Raymond Aguis Condachi (46 Jahre) Gordon Bugeja (32 Jahre) Kurt Camilleri Burlo

Die Qualifikation:
Von allen neun am BMW Sailing Cup teilnehmenden Nationen ist die Mittelmeerinsel mit einer Gesamtbevölkerung von etwa mehr als 400.000 Einwohnern die kleinste. Vom 23. bis 25. November 2007 fand die nationale Ausscheidung statt. Das Siegerteam des BMW Sailing Cup Malta hatte besonderen Grund zur Freude, denn bei der ersten Auflage im Jahr 2006 belegte die Crew punktgleich mit den damaligen Siegern nur denkbar knapp geschlagen den zweiten Platz. Nun hat sich der Traum von der Teilnahme am Weltfinale erfüllt.

Das sagt das Team:
„Das Weltfinale ist eine wundervolle Möglichkeit, Menschen aus aller Welt zu begegnen, die unsere Leidenschaft für das Regattasegeln teilen.“ (Sonke Stein, Skipper).



Team Neuseeland.

Die Crew:
John Melville (64 Jahre) Jack Melville (39 Jahre) Alastair Gair (28 Jahre) Michael Naulls (21 Jahre) Jonathan Rankine (22 Jahre)

Die Qualifikation:
Zehn Teams nahmen im März 2008 am ersten BMW Sailing Cup in Neuseeland teil, nachdem sie sich zuvor in ihrem eigenen Boot bei der BMW Auckland Regatta in ihrer jeweiligen Klasse durchgesetzt hatten. Alle zehn Klassensieger segelten dann beim BMW Sailing Cup Landesfinale in MRX-Yachten eine Serie von elf Amwind-Vorwind-Rennen. Erst in der abschließenden Wettfahrt fiel die Entscheidung zugunsten des Teams von Skipper John Melville.

Das sagt das Team:
„Es ist uns eine große Ehre, Neuseeland zu repräsentieren. Wir wissen aber auch, dass wir an dem exzellenten Ruf gemessen werden, der neuseeländische Segler weltweit vorauseilt.“ (John Melville, Skipper).



Team Spanien.

Die Crew:
Team Valencia Javier Serrano Victor Villalba Alvaro Gonzalez Jose Luis Escudero Javier Valero

Die Qualifikation:
Alle Regatten zum BMW Sailing Cup in Spanien wurden im Fleetracing-Format ausgetragen. Das siegreiche Team setzte sich zunächst im September 2007 in der Qualifikationsregatta in Valencia durch und reiste dann als eine von zehn Crews zum nationalen Finale, das vor der Kanareninsel Lanzarote auf J/80-Yachten stattfand. Die Teams hatten mit taktisch anspruchsvollen Leichtwindbedingungen zu kämpfen, und es sollte bis zum letzten Bahnschenkel des letzten Rennens dauern, ehe der Sieg feststand.

Das sagt das Team:
„Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir beim nationalen Finale so talentierte Teams geschlagen haben. Auch wenn es uns an Erfahrung mit den J/80 Booten fehlt, haben der Leichtwind und die engen Rennen uns dabei geholfen, das Beste aus Taktik und Geschwindigkeit herauszukitzeln. Wir sind sehr stolz, Spanien beim Weltfinale zu repräsentieren und freuen uns auf die Titelkämpfe. Wir möchten uns bei BMW für die Einrichtung dieser Regattaserie bedanken, die in Spanien sehr bedeutend ist.“ (Javier Serrano, Skipper).

Besonderheiten auf dem Weg zum Weltfinale:
Die Qualifikationsregatta in Valencia hatte das Team noch auf Tom-28-Yachten für sich entschieden. Im nationalen Finale kamen dann J/80-Boote zum Einsatz, mit denen die jungen Dinghy-Segler wenig Erfahrung hatten. Die seglerische Klasse des Team Valencia zeigte sich, als sich die Crew dennoch schnell auf die J780 einstellte und mit exzellentem Trim - vor allem vor dem Wind - den Grundstein zum Sieg legte. Mit einem verpatzten Start in der abschließenden Wettfahrt schienen alle Titelträume geplatzt zu sein, doch wieder war es die überlegene Bootsgeschwindigkeit unter Gennaker, mit der sich die Crew bis auf Rang vier vorarbeitete – der zum Gewinn des BMW Sailing Cup ausreichte. Skipper Javier Serrano ist amtierender Welt- und Europameister in der Vaurien-Klasse. Es handelt sich dabei um eine in Spanien sehr populäre Dinghy-Klasse, die für junge Segler einen Zwischenschritt zu den Olympischen Bootsklassen 49er und 470 darstellt.
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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Geändert von Martin (16.04.2008 um 13:00 Uhr)
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