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Alt 01.03.2008, 08:51     #5
Martin   Martin ist offline
BMW-Treff Team
 

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Aktuelles Fahrzeug:
E89

BL-
Ablauf und Reglement.

Durchdachtes Format für packende Sprintrennen.


Die Rennwochenenden der Tourenwagenweltmeisterschaft laufen nach folgendem Schema ab:
  • In Curitiba, Puebla, Valencia, Estoril, Okayama und Macau steht den Piloten jeweils eine 30-minütige private Testsession zur Verfügung.
  • Am Samstag finden zwei freie Trainings à 30 Minuten und das 30-minütige Qualifying statt, in dem die Startaufstellung für Rennen 1 ermittelt wird. Auf den Stadtkursen in Pau und Macau wird das Zeittraining um 15 Minuten verlängert.
  • Der Rennsonntag beginnt mit dem Warm-up (15 Minuten).
  • Rennen 1 wird über eine Distanz von 50 Kilometern ausgetragen und nach Möglichkeit um 12 Uhr Ortszeit „fliegend“ gestartet. Der „stehende“ Start von Rennen 2 ist für 15.30 Uhr vorgesehen.
  • Den Teams steht zwischen den Rennen nur wenig Zeit zur Verfügung, um die Fahrzeuge für den zweiten Lauf vorzubereiten. Bis 25 Minuten vor Beginn der Formationsrunde für Rennen 2 gilt die Parc-Fermé-Regel. Das heißt, es darf nicht an den Autos gearbeitet werden.
  • Die Startaufstellung für Rennen 2 ergibt sich aus dem Ergebnis des ersten Laufs. Allerdings starten die Top-Acht in umgekehrter Reihenfolge (der Sieger von Position acht, der Zweite von Position sieben, usw.). Fahrer, die Rennen 1 nicht beendet haben, werden am Ende der Startaufstellung platziert.
  • Rennen 2 hat ebenfalls eine Länge von 50 Kilometern.
In jedem Rennen erhalten die ersten acht Piloten Meisterschaftspunkte nach folgendem Schlüssel:

1. | 2. | 3. | 4. | 5. | 6. | 7. | 8.
10P| 8P| 6P| 5P| 4P| 3P| 2P| 1P

In der WTCC wird neben dem Fahrer- auch ein Herstellertitel vergeben. Die Ergebnisse der zwei jeweils bestplatzierten Piloten eines eingeschriebenen Herstellers fließen in die Wertung ein.


Jeder WM-Punkt wiegt schwer.

Anders als in der vergangenen Saison starten alle Fahrer in Curitiba ohne Ballast in die Saison. Jene Piloten, die zu einem späteren Zeitpunkt für einzelne Rennen in die Meisterschaft einsteigen, müssen 30 Kilogramm zuladen. Für jeden gewonnenen WM-Punkt sammeln die Fahrer ein Kilogramm des so genannten „Erfolgsgewichts“. Darüber hinaus wird auf Basis der Resultate eines jeden Rennwochenendes zusätzliches Gewicht errechnet. Der erfolgreichste Pilot (Kombination aus beiden Rennen) erhält für die kommende WTCC-Veranstaltung 30 weitere Kilogramm zugeteilt. Die Vergabe des Ballasts erfolgt 2008 nach einem neuen Schlüssel:

1......... 2......... 3......... 4......... 5......... 6.........
+30 kg.. +25 kg.. +20 kg.. +15 kg.. +10 kg.. +5 kg..

Die Zusatzgewichte aus beiden Kategorien werden vor jedem Rennwochenende neu addiert. Das maximale Zusatzgewicht beträgt 70 Kilogramm, also zehn Kilogramm mehr als im Vorjahr. Das Einsatzgewicht eines Fahrzeugs errechnet sich aus dem vorgeschriebenen Mindestgewicht plus „Erfolgsgewicht“ des Fahrers.

Aufgrund einer weiteren Neuerung dürfte es Gaststartern beim Saisonfinale in Macau künftig schwerer fallen, in den Kampf um die vorderen Plätze einzugreifen: Für die letzen beiden Läufe des Jahres wird aus dem „Erfolgsgewicht“ der fünf in der WM bestplatzierten Piloten ein Durchschnittswert errechnet. Das daraus resultierende Handicapgewicht müssen auf dem „Guia Circuit“ alle Fahrer zuladen, die nicht für die komplette Saison eingeschrieben waren.


Seriennähe ist Trumpf.

Der BMW 320si WTCC tritt in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft nach dem Super2000-Reglement des Automobilweltverbands FIA an. In dieser Klasse sind als Basisfahrzeuge mindestens viersitzige, viertürige Limousinen mit mindestens 4,2 m Länge vorgeschrieben. Ihr Serienpendant muss innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2 500 Mal produziert worden sein und aus einer Fahrzeugfamilie mit mindestens 25 000 Stück pro Jahr stammen. Sie müssen als seriennahe Gruppe-A-Fahrzeuge für den Motorsport homologiert und mit einem – ebenfalls von der FIA genehmigten – Umbau-Kit (z. B. spezielle Teile für Motor und Karosserie) für die WTCC ausgerüstet sein.

Der Hubraum ist auf 2 000 ccm beschränkt. Je nach Motortyp sind unter-schiedliche Höchstdrehzahlen erlaubt. Vierzylinder wie der BMW P45 dürfen bis
8 500 U/min drehen (Sechszylinder 9 000 U/min, Fünfzylinder 8 750 U/min). Jeder Motor muss mindestens bei vier aufeinander folgenden Rennen eingesetzt werden. Wird der Motor vorher gewechselt, verliert der betroffene Fahrer zehn Plätze in der Startaufstellung. Ersatzfahrzeuge (T-Cars) sind nicht erlaubt.
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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Geändert von Martin (01.03.2008 um 14:43 Uhr)
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