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Alt 01.03.2008, 08:46     #2
Martin   Martin ist offline
BMW-Treff Team
 

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Aller guten Dinge sind vier.

Die Jagd auf BMW und Andy Priaulx geht in die nächste Runde.

Bühne frei für die fünfte Saison der FIA World Touring Car Championship (WTCC). Die drei BMW Länderteams treten an, um die Erfolgsgeschichte von BMW im internationalen Tourenwagensport auch 2008 um einige Kapitel zu erweitern. Bislang hat der Münchener Automobilhersteller das Geschehen in der Weltmeisterschaft dominiert. Nicht nur bei der WM-Premiere 1987 stand in Roberto Ravaglia (IT), dem heutigen Teamchef vom BMW Team Italy-Spain, ein BMW Pilot am Saisonende ganz vorne im Klassement. Auch nach dem Comeback der WTCC im Jahr 2005 hatte BMW nach dem letzten Rennen jedes Mal Grund zum Jubeln: Andy Priaulx (GB) schrieb Motorsport-Geschichte, als er in der vergangenen Saison zum dritten Mal hintereinander den WM-Titel gewann. Außerdem war BMW bei den Herstellern drei Mal in Folge das Maß aller Dinge.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen macht dennoch deutlich, dass der Erfolgshunger von BMW in der Tourenwagen-WM noch lange nicht gestillt ist. „Die Siegesserie von Andy Priaulx ist beeindruckend und im Tourenwagensport beispiellos“, sagt er. „Sie beweist jedoch auch, dass wir uns keineswegs auf unseren Lorbeeren ausruhen, sondern uns Jahr für Jahr verbessern, um den Angriffen der Konkurrenz Paroli bieten zu können. 2007 haben wir uns in einem dramatischen Finale durchgesetzt. Ich bin überzeugt, dass die neue Saison nicht minder spannend verlaufen wird. Unsere Zielsetzung ist eindeutig: Wir wollen nach dem letzten Rennen wieder an der Spitze stehen – sowohl in der Fahrer- als auch in der Herstellerwertung.“


Weltmeisterauto auf dem Prüfstand.

Im dritten Jahr hintereinander ist es das Erfolgsmodell BMW 320si WTCC, mit dem die BMW Piloten der Tourenwagen-WM ihren Stempel aufdrücken möchten. Die Ingenieure von BMW Motorsport in München haben im Verlauf der Saisonvorbereitung jeden Bereich des Fahrzeugs auf Optimierungspotenzial überprüft – und dabei zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen. Diese reichen von optimierten Ladungswechseln beim BMW P45 Motor über ein weiterentwickeltes Feder-Dämpfer-System bis hin zu einem leichteren Fünf-Gang-Getriebe. Kurzum: Das Weltmeister-Auto von 2006 und 2007 ist gerüstet für die Herausforderungen der 24 Rennen umfassenden Saison.


Fünf Siegfahrer für die BMW Länderteams.

Bereits seit der Europameisterschaft 2002 setzt BMW im Tourenwagensport nicht auf klassische Werkseinsätze. Stattdessen schickt das Unternehmen Länderteams ins WM-Rennen, die von nationalen BMW Vertriebsorganisationen unterstützt werden. Das BMW Team UK hat bis dato am erfolgreichsten abgeschnitten: Mit Priaulx als einzigem Fahrer gingen sowohl der EM-Titel 2004 als auch die folgenden drei WM-Triumphe auf das Konto der RBM-Einsatzmannschaft unter der Leitung von Bart Mampaey (BE). Nicht weniger als neun Siege hat der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey (GG) in der WTCC errungen.

Die deutschen Farben vertritt zum siebten Mal in Folge das BMW Team Germany –Schnitzer Motorsport. Teammanager Charly Lamm (DE) vertraut wie im Vorjahr auf die Piloten Jörg Müller (DE) und Augusto Farfus (BR), jenes Fahrerduo, das es 2007 auf fünf Laufsiege brachte und bis zum Schluss Titelchancen hatte. Nachdem Schnitzer schon 1987 für den Einsatz des BMW M3 von Weltmeister Ravaglia verantwortlich gewesen ist, setzt das Team aus Freilassing (DE) nun alles daran, Abonnement-Champion Priaulx in diesem Jahr den Titel streitig zu machen.

Auch das BMW Team Italy-Spain – ROAL Motorsport hat in Alessandro Zanardi (IT) und Félix Porteiro (ES) zwei Fahrer in seinen Reihen, die es in der WM bereits auf die höchste Stufe des Treppchens geschafft haben. Zanardi bestreitet seine fünfte komplette Motorsport-Saison für BMW, seit er 2001 bei einem Unfall beide Beine verloren hat. Seine Triumphe in Oschersleben (DE) 2005 und Istanbul (TR) 2006 zählen zu den emotionalsten Momenten in der WTCC-Geschichte. Porteiro feierte im vergangenen Jahr einen gelungenen Einstand in der Weltmeisterschaft und trug sich in Brünn (CZ) in die Siegerliste ein.


Speerspitze des Kundensportprogramms.

Nicht nur die BMW Länderteam Piloten wollen in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft für Furore sorgen. Erneut sind zahlreiche Privatiers im BMW 320si WTCC unterwegs, der Kundenteams aus aller Welt von BMW Motorsport als Rennsport-Kit angeboten wird. Im vergangenen Jahr gewann Stefano d’Aste (IT) am Steuer eines BMW die begehrte Independents’ Trophy. 2008 ist die hart umkämpfte Privatfahrerwertung insgesamt mit 384 000 Euro dotiert.

Der Kundensport ist für BMW seit jeher eine tragende Säule im Motorsport-Programm. Neben dem BMW 320si WTCC, von dem bis Anfang 2008 über 50 Exemplare ausgeliefert wurden, bietet der BMW Rennteilevertrieb auch den BMW 120d und das BMW Z4 M Coupé als Rennsport-Kit an. Auch der BMW 320i, mit dem Priaulx 2004 die EM gewann, zählt noch immer weltweit zu den echten Dauerbrennern.


Früh beginnen, spät feiern.

Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft präsentiert sich 2008 internationaler denn je. Der Rennkalender wurde auf 24 Rennen aufgestockt. Insgesamt treten die BMW Länderteams in zwölf Ländern auf drei Kontinenten an. Noch nie begann die WM so früh wie in dieser Saison. Bereits am 2. März kommt es auf dem „Autódromo Internacional de Curitiba“ in Brasilien zum ersten Kräftemessen mit der Konkurrenz. Erst am 16. November, wenn auf dem legendären Stadtkurs von Macau (MO) das Finale stattfindet, stehen die Titelträger 2008 fest.

Puebla (MX) kehrte nach einer Pause im Vorjahr wieder in den Rennkalender zurück. Okayama (JP) ist einer von zwei WTCC-Debütanten. Dort fanden 1994 und 1995 zwei Rennen der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft statt. Der zweite Neuling Estoril (PT) war bereits 13 Mal Schauplatz von F1-Veranstaltungen. Die Stadtkurse von Pau (FR) und Macau sind auch 2008 das Salz in der Suppe und garantieren besondere Rennen. Die weiteren Stationen versprechen Abwechslung pur: Ob Valencia (ES), Brünn (CZ), Brands Hatch (GB), Oschersleben (DE), Anderstorp (SE) oder Monza (IT): Jede Strecke wartet mit ganz eigenen Anforderungen auf.

Ungeliebtes Übergepäck.

Auch 2008 nehmen die Piloten je nach Abschneiden Zusatzgewicht mit an Bord. Die neue Bezeichnung als „Erfolgsgewicht“ ändert indes nichts daran, dass sich kein Fahrer wirklich über den Ballast freut. Schließlich gehen aufgrund des Handicapgewichts je nach Strecke wertvolle Zehntelsekunden pro Runde verloren. Zwei Faktoren sind für die neue Verteilung maßgeblich: die WM-Punkte und die Resultate. Für jeden Zähler wird ein Fahrer mit einem Kilo „belohnt“. Das weitere Zusatzgewicht wird für die pro Wochenende erreichten Ergebnissen in Schritten von je fünf Kilogramm zugeteilt: Von 30 Kilogramm für den erfolgreichsten Piloten bis zu fünf Kilogramm für den Sechsten. Das Gewicht wird nach jeder Veranstaltung neu berechnet und darf ein Maximum von 70 Kilogramm nicht überschreiten. Damit liegt das Höchstgewicht zehn Kilogramm über dem Wert von 2007. Vor der Saison hat das FIA World Touring Car Bureau zudem Veränderungen am vorgeschriebenen Basisgewicht der Autos vorgenommen. Die BMW Piloten müssen im Vergleich zum Vorjahr 15 Kilogramm extra mit an Bord nehmen. Die Konkurrenten Chevrolet und SEAT (mit dem Léon 2.0 TFSI) dürfen hingegen 20 bzw. 25 Kilogramm ausladen.


Fit für eine strapaziöse Saison.

Noch nie standen die BMW Piloten vor einer längeren WTCC-Saison als 2008. Entsprechend hoch war der Stellenwert einer intensiven Vorbereitung. Im Februar stimmten sich Priaulx, Müller, Farfus und Porteiro in der Nähe Münchens gemeinsam auf die kommenden Herausforderungen ein. Das Quartett absolvierte ein Fitness-Programm und erhielt von Experten Tipps, um auch im Saisonverlauf effektiv an der Physis arbeiten zu können. Außerdem stand eine Führung durch das BMW Werk München sowie der Besuch bei BMW Motorsport auf dem Programm.
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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