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Alt 17.02.2008, 09:59     #7
Martin   Martin ist offline
BMW-Treff Team
 

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BL-
Boxenstopp in München.

Kurze Wege und hohe Flexibilität – darauf ist der Formel-1-Standort von BMW in München getrimmt. Geschwindigkeit zählt – ob bei Abstimmungs-, Entwicklungs- oder Produktionsprozessen. Die einzelnen Formel-1-Abteilungen sind straff zentralisiert, benachbart mit dem BMW Forschungs- und Innovationszentrum FIZ und eingebettet in die Produktionsstätten und Büros der BMW AG. Insgesamt sind in München rund 300 Mitarbeiter mit dem Formel-1-Engagement von BMW beschäftigt.

Die Zentrale von BMW Motorsport sitzt im Anton-Ditt-Bogen, im Münchner Norden. Ende 2005 wurde hier ein neuer Komplex bezogen, der die jüngste Generation von Prüfständen und Labors für die Antriebsentwicklung sowie die Elektronik-Abteilung beherbergt. Die Formel-1-Teilefertigung mit eigener Qualitätskontrolle liegt direkt nebenan.

Markus Duesmann leitet die Entwicklung, Fertigung, Erprobung und den Renneinsatz aller Antriebskomponenten. Dazu gehören Motor, Getriebe, Differenzial und die elektronische Steuerung. Längst hat hier auch die Entwicklung des für 2009 vorgesehenen Energie-Rückgewinnungssystems KERS begonnen.

Mit dem Neubau konnten nicht nur die F1-Aktivitäten, sondern auch alle übrigen Motorsport-Projekte von BMW an einem Standort zusammengeführt werden. Hier liegen alle Büros, darunter jenes von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. Die Abteilung „Sponsoring und Business Relations“ ist hier zu Hause, und auch die Logistik wird von hier aus gestemmt. Viel Platz beansprucht das Materiallager im Keller der Zentrale. Hier sind die Kleiderkammer für die Team-Garderobe untergebracht sowie zahlreiche Exponate.


Alles in allem verteilen sich die Formel-1-Abteilungen auf sechs Gebäude für Werkstätten, Labors und Büros. Die Zugänge sind geschützt, ohne Anmeldung oder elektronischen Mitarbeiter-Pass gelangt hier niemand hinein. Das Ambiente wird von der Farbe Weiß dominiert, die weiteren BMW Motorsport Farben Blau und Rot setzen Akzente. Das moderne Interieur spiegelt den Charakter von BMW Motorsport wider – es ist von hoher Funktionalität und schlichter Eleganz.

Nur ein paar hundert Meter entfernt, in der Münchner Knorrstraße, steht das BMW Forschungs- und Innovationszentrum, kurz FIZ genannt. Es ist die Keimzelle aller BMW Serienfahrzeuge und steht mit seinen Ressourcen und Ingenieurskapazitäten auch den Formel-1-Ingenieuren zur Verfügung. Umgekehrt profitieren die FIZ-Spezialisten von der Nähe zu dem rasenden Forschungsprojekt Formel 1 – nirgendwo sonst muss Theorie so schnell in Praxis umgesetzt werden.

45 Fahrminuten nordöstlich von München, in Landshut, liegt die Formel-1-Gießerei. Sie wurde dort an die Serien-Gießerei angegliedert, um kürzeste Wege für den Technologietransfer zu garantieren.

BMW fertigt seit 1917 Hochleistungsmotoren. Heute gehören zur BMW Group die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce. Das Unternehmen hat eine Produkt- und Marktoffensive mit mehr neuen Modellen als je zuvor gestartet. Bis 2012 soll der Absatz auf 1,8 Millionen Automobile steigen. Mit 1,37 Millionen ausgelieferten Automobilen im Jahr 2006 ist die BMW Group der weltweit erfolgreichste Hersteller von Premium Automobilen. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei über 100.000 in rund 50 Nationen.


Als Vorstand für Entwicklung ist Dr. Klaus Draeger seit dem 1. November 2006 auch für die Motorsport-Projekte des Unternehmens verantwortlich.

Die Formel-1-Geschichte von BMW begann 1981 in der Turbo-Ära, 1983 gelang der Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft durch Nelson Piquet (Brabham BMW). Ab der Saison 2000 bis einschließlich 2005 bestand die Partnerschaft des BMW WilliamsF1 Teams. In diesen sechs Jahren wurden zehn GP-Siege und 17 Polepositions erzielt. Die beste WM-Platzierung war Rang zwei 2002 und 2003.

Vor der Saison 2008 stehen für BMW insgesamt 214 Starts, 19 Grand-Prix-Siege und 32 Polepositions zu Buche.

Seit Bestehen des BMW Sauber F1 Teams wurden vier Podestplätze erzielt – zwei im Debütjahr 2006 und zwei in der Saison 2007. Die beste Punktausbeute in einem Grand Prix waren zehn WM-Zähler in Ungarn 2007. Das beste Einzelresultat war Nick Heidfelds zweiter Platz in Kanada 2007.
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Geändert von Martin (17.02.2008 um 13:13 Uhr)
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