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Alt 24.09.2007, 09:45     #22
Martin   Martin ist offline
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WTCC - Läufe 15 & 16 - 25./26. August 2007, Oschersleben (DEU) - Rennen


Farfus gewinnt für BMW in Oschersleben und übernimmt WM-Führung.

Oschersleben (Deutschland), 26. August 2007. Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany hat den 16. Lauf der FIA World Touring Car Championship gewonnen. In der "Motorsport Arena Oschersleben" überquerte er vor BMW Team UK Pilot Andy Priaulx (GBR) als Sieger die Ziellinie. Im ersten Rennen des Tages war Farfus Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) als Vierter der bestplatzierte Pilot der BMW Länderteams, schied jedoch nach einer unverschuldeten Kollision im zweiten Lauf vorzeitig aus. Priaulx wurde in Rennen eins Fünfter, Farfus belegte Rang sieben.

Damit feierte BMW beim siebten Auftritt im Rahmen einer Tourenwagen-Europa- oder Weltmeisterschaft in der Magdeburger Börde den insgesamt zehnten Laufsieg. Für Farfus war es der dritte Saisonerfolg. In der WTCC-Fahrerwertung liegt der 23-Jährige nun mit 69 Punkten an der Spitze. Mit nur einem Punkt Rückstand folgt Priaulx auf dem zweiten Platz, Müller rangiert sechs Zähler hinter Farfus auf Position drei. Bereits zum fünften Mal in diesem Jahr wechselte die WM-Führung zwischen den beiden Fahrern vom BMW Team Germany hin und her. In der Herstellerwertung hat BMW nach den Heimrennen in Oschersleben 204 Punkte auf dem Konto und konnte seine Führung verteidigen. Der Vorsprung auf SEAT beträgt 29 Punkte.

Die entscheidenden Szenen im ersten Rennen auf der 3,696 Kilometer langen Strecke bekamen die Zuschauer bereits unmittelbar nach dem Start zu sehen. Es kam zu zwei Massenkollisionen, in welche die beiden Fahrer vom BMW Team Italy-Spain verwickelt waren: Alessandro Zanardi (ITA) wurde von einem Konkurrenten berührt, verlor die Kontrolle über seinen BMW 320si WTCC und stieß mit weiteren Autos zusammen. Neben Zanardi schieden drei andere Fahrer bei diesem Zwischenfall aus. Wenig später musste auch sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP) aufgeben. Der Rookie, der am Sonntag seinen 24. Geburtstag feierte, wurde von Peter Terting (DEU/SEAT) getroffen, der zuvor anderen Piloten ausgewichen war. Das Resultat war eine weitere Karambolage, die erneut für einige Fahrer das Rennende bedeutete. Es folgte eine Safety-Car-Phase.

Nach Wiederaufnahme des Laufs zu Beginn der vierten Runde änderte sich in der Spitzengruppe des Feldes nichts mehr. Müller hatte seinen vierten Startplatz verteidigt, Priaulx war vom achten auf den fünften Rang vorgerückt. Auch Farfus konnte sich aus den Startunfällen heraushalten und belegte schließlich den siebten Platz. In den folgenden acht Runden übten sowohl Müller als auch Farfus Druck auf die vor ihnen fahrenden Piloten aus. Mit Handicapgewicht in Höhe von 55 bzw. 50 Kilogramm war es ihnen jedoch nicht möglich, zu einem entscheidenden Überholmanöver anzusetzen. Schließlich hielten die drei BMW Fahrer ihre Positionen bis zum Schluss - und sicherten sich so eine gute Ausgangsbasis für Lauf zwei.

Auch nach dem Start ins zweite Rennen endete der Lauf eines BMW Fahrers vorzeitig. Lokalmatador Müller wurde von Jordi Gené (ESP/SEAT) ins Kiesbett gedrängt, wobei die Hinterradaufhängung des BMW 320si WTCC beschädigt wurde. Zwar versuchte der 37-Jährige, das Rennen am Ende des Feldes fortzusetzen, musste aber in der fünften Runde endgültig aufgeben.

Nach guten Starts lieferten sich Farfus und Priaulx ein packendes Duell um die Spitze. Farfus hatte sich am Start vom zweiten auf den ersten Platz verbessert, Priaulx machte zwei Positionen gut und nahm die Verfolgung seines Markenkollegen auf. Mehrere Male setzte der amtierende Weltmeister zum Überholmanöver an. Farfus wehrte die Attacken jedoch ab und beging selbst keine Fehler, so dass er nach 14 Runden den siebten Saisonsieg für BMW perfekt machen konnte. Porteiro war ebenfalls schnell unterwegs und lag bereits auf Position zehn, als er aufgrund einer Durchfahrtsstrafe wegen Frühstarts in die Box kam und auf den 20. Platz zurückfiel. Zanardis furiose Aufholjagd vom 23. Rang wäre beinahe mit einem WM-Punkt belohnt worden. In der letzten Runde hatte der 40-Jährige den achten Platz von Tiago Monteiro (PRT) erobert. Allerdings konnte der SEAT-Pilot kontern, Zanardi verlor im Zweikampf an Schwung und fiel bis auf den 15. Platz zurück.


Reaktionen:

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
"Das war für mich das härteste Rennen des Jahres. Andy hat mir im Nacken gesessen, und es ging einfach darum, keinen Fehler zu machen. Das ist mir gelungen. Am Anfang lag mein Auto perfekt, dann hatte ich mit etwas Untersteuern zu kämpfen. Aber es hat dennoch zum Sieg gereicht. Die WM-Führung wechselt in diesem Jahr nahezu nach jedem Rennwochenende. Und es wird in den nächsten Rennen sicher noch härter. Erst in Macau wird die Entscheidung fallen."

Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Eigentlich war ich im zweiten Rennen schneller als Augusto. Aber ich wollte kein allzu großes Risiko im Zweikampf mit meinem Markenkollegen eingehen. Dennoch war ich angriffslustig. Ich habe darauf gewartet, dass er einen Fehler macht. Allerdings hat mir Augusto diesen Gefallen nicht getan. Zum Glück hatte ich hinter mir ein bisschen Luft auf Gené. Die Weltmeisterschaft ist noch lang. Aber es fühlt sich gut an, dass mein Auto wieder mehr Speed in sich hat."

Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Das erste Rennen ist relativ langweilig für mich verlaufen. Mit 55 Kilogramm Handicapgewicht an Bord konnte ich James Thompson nicht überholen, obwohl ich in den Kurven schneller war. Am Ende habe ich gepunktet. Das war mir im zweiten Lauf leider nicht vergönnt. Nach einem guten Start wurde ich ins Kiesbett befördert. Damit war mein Heimrennen für mich beendet. Es ist schade, dass ich die WM-Führung verloren habe. Aber noch sind sechs Rennen zu fahren."

Daten und Ergebnisse Oschersleben:

Strecke / Datum Motorsport Arena Oschersleben/ 26. August 2007

Runde / Distanz 3,696 km / 51,74 km (14 Runden)

Poleposition 2007 Gabriele Tarquini (SEAT, 1:36,291 Minuten)

Sieger 2007 Rennen 1: Yvan Muller (SEAT)

Rennen 2: Augusto Farfus (BMW Team Germany)

Schnellste Runden
2007 Rennen 1: Roberto Colciago, 1:37,262 Minuten
Rennen 2: James Thompson, 1:37,310 Minuten
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