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Alt 08.07.2007, 12:30     #1
Hermann   Hermann ist offline
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20 Jahre BMW M3.

Die Geburt einer Sportlegende.

Der Nachfolger: Mit sechs Zylindern zum Erfolg.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Der BMW M3 der dritten Generation.

Innovationsträger BMW M3.

Die BMW M3 Modelle.


20 Jahre Sportlegende BMW M3. (Kurzfassung)


Es ist eines der erfolgreichsten Kapitel im Automobilbau und im internationalen Motorsport: die Geschichte des BMW M3 – und ein Ende der Erfolgsstory ist nicht abzusehen. Im Jahr 2006 feierten BMW und die BMW M GmbH den 20. Geburtstag des erfolgreichsten Tourenwagens aller Zeiten. Innerhalb von zwei Jahrzehnten entstanden drei Generationen des BMW M3, jede auf ihre Art einzigartig und legendär. Im Rennsport dominierend und auf der Straße Vorreiter einer neuen Gattung von besonders sportlichen und dennoch alltagstauglichen Serienfahrzeugen, begeisterte und begeistert der BMW M3 noch immer eine treue und stetig wachsende Fangemeinde.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 1986 mit dem ersten BMW M3 auf Basis des BMW 3er der Baureihe E30. Der reinrassige Sportwagen überzeugte vom Start weg nicht nur Motorsportler und Fachleute, sondern auch Autofans in aller Welt. Mit seinen Spoilern und den markanten Kotflügelverbreiterungen sorgte er bereits im Stand für Aufsehen. Auch wenn die Straßenversion die absolute Alltagstauglichkeit eines modernen Automobils aufwies – die wahre Heimat des BMW M3 war die Rennstrecke. Angetrieben von einem Vierzylinder-Motor mit Vierventiltechnik, fuhr der BMW M3 einen Sieg nach dem anderen ein.


Ursprünglich nur auf 5 000 Einheiten zwecks Homologation ausgelegt, erfreute sich dieser erste BMW M3 wachsender Beliebtheit. Neben dem überzeugenden Grundkonzept führte eine kontinuierliche Steigerung der Motorleistung von 195 PS auf bis zu 238 PS zu einer anhaltenden Faszination. Bis zum Produktionsende 1991 wurden fast 18 000 Fahrzeuge gefertigt, darunter auch das BMW M3 Cabrio. Mit den beiden folgenden Generationen wurden diese Verkaufszahlen sogar noch deutlich übertroffen. Schon der zweite BMW M3 (Baureihe E36) verkaufte sich fast 72 000-mal, die dritte Generation (Baureihe E46) kam sogar auf gut 85 000 Einheiten.

Dieser Erfolg bestätigt die Strategie der BMW M GmbH, die Qualitäten überlegener Motorsportfahrzeuge auf die Serienfertigung zu übertragen. Nach drei Generationen und mehr als 174 000 verkauften Fahrzeugen lief die Produktion des aktuellen BMW M3 im Jahre 2006 aus. Doch schon im Jahr 2007 wird die ungewöhnliche Geschichte mit der vierten Generation fortgesetzt.


Der Nachfolger einer Legende.

1992 erschien die zweite Generation des BMW M3, die auf dem Coupé der Baureihe E36 basierte. Äußerlich kam dieses Modell ohne großes Spoilerwerk oder markante Kotflügelverbreiterungen aus, dafür brodelte es unter der Motorhaube gewaltig. Denn erstmalig verrichtete in einem BMW M3 ein Sechszylinder-Motor seinen Dienst. Dank eines Drehmoments von 320 Newtonmetern im Bereich zwischen 3 600 und 6 000 min–1 und einer Leistung von 286 PS konnten sich die Piloten dieses Sportwagens zu jeder Zeit ausreichender Beschleunigung sicher sein. Mit akribischer Detailarbeit und einigen innovativen Lösungen gelang es den BMW Technikern, für die damalige Zeit ungewöhnliche Leistungsdaten zu erzielen. Neben der variablen Nockenwellensteuerung VANOS und einer überarbeiteten Einzeldrosselklappenanlage sorgte eine neu entwickelte Motorenelektronik, die mehr als 20 Millionen Befehle in der Sekunde verarbeiten konnte, für die enorme Potenz des Triebwerks. Wegen der verstärkten Nachfrage nach einem viertürigen Modell wurde die zweite Generation des BMW M3 als bislang einzige neben der Coupé- und Cabrio-Variante auch als Limousine gebaut. Mit durchschlagendem Erfolg: Fast 72 000 Einheiten aller drei Karosserievarianten verließen in den sieben Produktionsjahren das Werk Regensburg. Darüber hinaus wurden 700 Fahrzeuge im so genannten Completely Knocked Down (CKD)-Verfahren im Werk Rosslyn in Südafrika zusammengebaut.

Die BMW M3 Saga geht weiter.

Ende 2000 kam die jüngste und heute noch aktuelle Version des BMW M3 auf den Markt. Sie basiert auf dem Coupé der Baureihe E46 und besticht durch überragende Leistung, außergewöhnliche Fahrqualitäten und ein eigenständiges Design, das sie von anderen Modellen der BMW 3er Reihe abhebt.

Speziell der Vorderbau des Fahrzeuges, auf dem die aus Aluminium gefertigte Motorhaube ruht, wirkt flacher und aggressiver als bei jedem anderen Serienfahrzeug der BMW 3er Reihe. Eine der wichtigsten Neuerungen verbirgt sich unter der markanten Ausbuchtung der Haube, dem so genannten Powerdome. Dort arbeitet der neue, mit 252 kW/343 PS noch kraftvollere Sechszylinder-Motor nach dem aus der Formel 1 bekannten und für Fahrzeuge der BMW M GmbH charakteristischen Hochdrehzahlkonzept. Bei einer Drehzahl von 8 000 min–1 bewegen sich die Kolben des neuen M3 Motors mit einer Geschwindigkeit von mehr als 20 Metern in der Sekunde. Damit erreichen sie neue Dimensionen für ein Fahrzeug dieser Klasse.

Auf Basis dieses Modells entstand auch der BMW M3 CSL. Dank eines leistungsgesteigerten Triebwerks mit 265 kW/360 PS und einer radikalen Leichtbauweise, in der modernste Materialien wie kohlefaserverstärkte Kunststoffe und Carbon Verwendung finden, bringt es der BMW M3 CSL auf ein Leistungsgewicht von 3,85 kg/PS – ein Wert, der diesem BMW M3 den Zugang zu einer völlig neuen Form von Dynamik eröffnet.

Doch die Spitzenposition als schnellster und teuerster aller bisher gebauter BMW M3 gebührt einem anderen Modell. 2001 wurde der für die amerikanische LeMans Series (ALMS) gebaute BMW M3 GTR der Öffentlichkeit präsentiert. Der Wagen beeindruckte nicht nur durch sein bulliges Aussehen, sondern vor allem durch sein 4,0 Liter großes V8-Hochleistungstriebwerk mit 330 kW/460 PS in der Rennversion, respektive 258 kW/350 PS für die mit einer Straßenzulassung versehene Variante. Auch in anderer Hinsicht setzte dieser Sportwagen Zeichen: Bei einem Preis von rund 250 000 Euro war er ein außergewöhnlich exklusives Angebot.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Martin (10.07.2007 um 11:11 Uhr)
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