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Alt 22.05.2007, 16:58     #9
Wolfhart   Wolfhart ist offline
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Läufe 5 & 6 – 19./20. Mai 2007, Valencia – Rennen

Zahlen und Fakten PDF

Müller und Priaulx in Valencia auf dem Podium – BMW führt WM weiter an.

Valencia (Spanien), 20. Mai 2007. Jörg Müller (Hückelhoven) und Andy Priaulx (GBR) haben im sechsten Rennen der FIA World Touring Car Championship Podestplätze errungen. Auf dem „Circuit de la Comunitat“ von Valencia kam Müller für das BMW Team Germany hinter Sieger James Thompson (GBR/Alfa Romeo) als Zweiter ins Ziel. BMW Team UK Pilot Priaulx belegte auf der 4,005 Kilometer langen Strecke Rang drei. Im Vormittagsrennen war Priaulx als Fünfter der bestplatzierte Vertreter der BMW Länderteams.

In der Fahrerwertung hat Müller wieder die Führung von seinem Teamkollegen Augusto Farfus (BRA) übernommen, der im turbulenten ersten Rennen früh die Chance auf den Gewinn weiterer WM-Punkte einbüßte. Für Müller stehen nun 31 Zähler zu Buche. Der amtierende Weltmeister Priaulx liegt punktgleich mit seinem Markenkollegen auf dem zweiten Platz. Farfus folgt mit 28 Punkten auf Rang drei. Auch bei den Herstellern konnte BMW die Spitzenposition in der Weltmeisterschaft verteidigen und hat nach den Rennen in Spanien 81 Zähler auf dem Konto.


Der erste Lauf des Tages begann mit einer Massenkollision, die für sechs Fahrer – darunter die Piloten vom BMW Team Italy-Spain – das frühe Aus bedeutete. Zum dritten Mal in dieser Saison wurde „fliegend“ gestartet. Allerdings erwies sich diese Startprozedur erneut als Garant für Unfälle im Mittelfeld. Félix Porteiro (ESP) wurde von SEAT-Pilot Gabriele Tarquini (ITA) gerammt. Daraufhin war der Lokalmatador in seinem BMW 320si WTCC nur noch Passagier und traf mit der Wucht von 8,7g ausgerechnet den Wagen seines Teamkollegen Alessandro Zanardi (ITA). Der 40-Jährige hatte sich zuvor vom 18. auf den siebten Platz geschoben. Beide Fahrer schieden mit stark beschädigten Autos aus, lediglich Porteiro konnte im zweiten Lauf antreten.

Auch für Farfus lief das Rennen nicht nach Plan. Erst wurde er in der ersten Runde von Michel Jourdain (MEX/SEAT) berührt und fiel nach dem anschließenden Dreher vom Siebten auf den 18. Platz zurück. Im 13. Umlauf folgte dann das vorzeitige Aus, nachdem er im Kampf um einen Platz in den Top-Ten mit Tom Coronel (NLD/SEAT) kollidiert war und die Box ansteuern musste. Müller hingegen gelang eine erfolgreiche Aufholjagd vom 14. Startplatz. Bereits am Ende der Safety-Car-Phase nach dem Startunfall fuhr der Routinier in der vierten Runde auf Rang elf. Anschließend machte er drei weitere Plätze gut und sicherte sich so den wertvollen achten Platz – und damit die Poleposition für Lauf zwei. Priaulx erlebte glücklicherweise ein wenig spektakuläres Rennen. Zwar verlor er am Start zwei Positionen, verteidigte jedoch den fünften Rang ohne Probleme bis ins Ziel.

Rennen zwei begann weniger aufregend als der erste Lauf. Müller fiel kurzzeitig hinter BMW Privatfahrer Luca Rangoni (ITA) vom Proteam Motorsport zurück, gewann die Führung aber bereits in der zweiten Kurve zurück. Priaulx startete gut von Position vier und überholte Jourdain. In der vierten Runde passierte der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey auch Rangoni und nahm als Zweiter die Verfolgung von Müller auf.

Farfus und Porteiro kämpften sich vom hinteren Feld unermüdlich nach vorn und sorgten für zahlreiche Überholmanöver. Vom 18. Platz gestartet kam Farfus schließlich als Zehnter ins Ziel. Porteiro blieb sein Pech beim Heimspiel auch im zweiten Rennen treu: Er hatte sich vom letzten auf den 15. Platz verbessert, als ihn BMW Privatier Stefano D’Aste (ITA) touchierte und er sich daraufhin drehte. Porteiro beendete das Rennen als 19.

An der Spitze lieferten sich Müller und Priaulx derweil einen spannenden Zweikampf. Priaulx erhöhte immer wieder den Druck auf seinen Werksfahrerkollegen, konnte aber nicht vorbeiziehen. Nur Thompson war noch schneller unterwegs als die beiden BMW Piloten. Mit seinem Auto ohne Handicapgewicht überholte er erst Priaulx in Runde sieben, ehe er einen Umlauf später die Führung von Müller übernahm. An dieser Reihenfolge änderte sich bis zum Ende nichts mehr.

Rangoni gewann erneut in beiden Läufen die Privatfahrerwertung und wurde im Gesamtklassement jeweils Siebter. Im zweiten Rennen sammelte in Sergio Hernández (ESP) auch der zweite Proteam-Pilot einen WM-Punkt.



Reaktionen:

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Im ersten Lauf habe ich natürlich davon profitiert, dass ich ohne Unfall durch die erste Kurve gekommen bin. Später konnte ich noch Corthals, Coronel und D’Aste überholen und hatte auf diese Weise den achten Platz und einen Punkt sicher. Im vergangenen Jahr hat mir am Schluss ein Zähler in der WM gefehlt, der Punkt kann also noch goldwert sein. Das zweite Rennen war hart. Andy hinter mir zu halten, war keine leichte Aufgabe. Wenn man aber alle drei Rückspiegel im Auto benutzt, dann funktioniert es. Ich liege in der WM wieder vorne. Dadurch ändert sich für mich aber nichts.”

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Ich bin sehr zufrieden mit diesem Wochenende. Im ersten Rennen war ich der bestplatzierte Fahrer mit viel Handicapgewicht und konnte Punkte mitnehmen. Genau das hatte ich mir vorgenommen. In der ersten Kurve habe ich nichts riskiert. Das war die richtige Entscheidung. Denn wir haben gesehen, was hinter mir alles passiert ist. Der Zweikampf mit Jörg im zweiten Lauf hat großen Spaß gemacht. Ich habe auf einen Fehler von ihm gewartet, den er aber nicht gemacht hat. Es war ein faires Duell. Unser Team hat an diesem Wochenenden wieder bewiesen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden und auf die Probleme zu Saisonbeginn richtig reagiert haben. Ich komme immer besser in Schwung.“

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 10:52 Uhr)
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