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Alt 08.05.2007, 20:54     #4
Wolfhart   Wolfhart ist offline
BMW-Treff Team
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Läufe 3 & 4 – 5./6. Mai 2007 – Vorschau

BMW Piloten reisen gut vorbereitet zum Europa-Auftakt der WTCC.

Zahlen und Fakten PDF

München, 30. April 2007. Am 6. Mai geht die FIA World Touring Car Championship (WTCC) in ihre nächste Runde. Nach fast zweimonatiger Pause kämpfen die Fahrer der BMW Länderteams im „Circuit Park Zandvoort“ um WM-Punkte. Im Rahmen von Testfahrten in Brno (CZE), Oschersleben (DEU) und Monza (ITA) wurde in der rennfreien Zeit intensiv am BMW 320si WTCC gearbeitet. In Curitiba (BRA) hatte BMW einen glänzenden Start in die Saison gefeiert. Die beiden BMW Team Germany Piloten Jörg Müller (Hückelhoven) und Auguso Farfus (BRA) sowie Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK machten in beiden Rennen die drei Podestplätze unter sich aus.
Aufgrund des guten Abschneidens in Brasilien müssen die drei BMW Piloten allerdings für die Läufe drei und vier der Weltmeisterschaft je 35 Kilogramm Handicapgewicht zuladen. Auch Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain nimmt 15 Kilogramm Ballast mit an Bord seines Autos. Einzig sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP) geht ohne Zusatzgewicht ins Rennen. Dennoch wird auch der 23-Jährige im Vergleich zur Konkurrenz von SEAT, Chevrolet und Alfa Romeo deutlich schwerer unterwegs sein als noch in Curitiba: Nach einer Entscheidung des FIA Touring Car Bureau profitieren diese drei Hersteller in Zandvoort von einer Gewichtsreduktion von 25 Kilogramm.



Jörg Müller (BMW Team Germany):

„Ich bin natürlich froh, dass wir nach der langen Pause nun wieder Rennen fahren. In der Zwischenzeit haben wir ganz sicher nicht auf der faulen Haut gelegen. Die Testfahrten sind sehr positiv verlaufen, und die BMW waren immer vorne mit dabei. Allerdings rechne ich damit, dass sich in Zandvoort ein anderes Bild ergeben wird als in Curitiba. Augusto, Andy und ich haben viel Ballast an Bord. Hinzu kommt die Gewichtsreduktion für die Konkurrenten. Mein Ziel kann also nur sein, dennoch möglichst viele Punkte mitzunehmen. Da ich in Kerkrade geboren bin, sind die beiden Rennen zudem so etwas wie ein Heimspiel für mich.“


Augusto Farfus (BMW Team Germany):

„Es ist gut, dass die Saison endlich weitergeht. Ich habe die Strecke in Zandvoort bei unserem Test vor einigen Wochen kennen gelernt. Sie gefällt mir sehr. Es geht ständig bergauf und bergab, viele unterschiedliche Arten von Kurven sind zu bewältigen. Wir müssen abwarten, wie sich die veränderte Gewichtssituation auswirkt. Punkte sind das Ziel, um weiter an der Spitze mitmischen zu können.“


Andy Priaulx (BMW Team UK):

„Ein straffes Programm liegt hinter uns. Beim Test in Brno waren wir mit dem BMW Team UK am schnellsten unterwegs. Dann ging es nach Oschersleben und Monza. Insgesamt starten wir also gut vorbereitet in die Europa-Saison. Das ist auch nötig, denn die vor uns liegenden Aufgaben werden alles andere als einfach. In Zandvoort müssen wir uns auf wechselhafte Bedingungen einstellen. Der Wind kommt teilweise in heftigen Böen, außerdem können sich die Grip-Verhältnisse von einer Sekunde auf die nächste verändern.“



Historie und Hintergrund:

Am 7. August 1948 fand das erste Automobil-Rennen im „Circuit Park Zandvoort“ statt. Seither schlägt an der heute 4,3 Kilometer langen Strecke das Herz des niederländischen Motorsports.
Zwischen 1952 und 1985 gastierte die Formel 1 insgesamt 30 Mal in Zandvoort. Beim ersten Grand Prix der Niederlande gelang Alberto Ascari (ITA) ein beeindruckender Triumph: Er sicherte sich im Qualifying die Poleposition, fuhr die schnellste Rennrunde und gewann den WM-Lauf vor seinen Landsleuten Nino Farina und Luigi Villoresi. Beim bis dato letzten Auftritt der Formel 1 in den Niederlanden stand Niki Lauda (AUT) 1985 ganz oben auf dem Treppchen.
Der Grand Prix der Niederlande 1961 im „Circuit Park Zandvoort“ ging in die Geschichte ein: Alle 15 gestarteten Fahrzeuge absolvierten die Renndistanz von 75 Runden ohne jeden Boxenstopp.



Der „Circuit Park Zandvoort“ ist 2007 zum ersten Mal im Rennkalender der Tourenwagen-Weltmeisterschaft vertreten. Neben der WTCC ist der Kurs im Saisonverlauf Schauplatz von Läufen zahlreicher anderer internationaler Rennserien.
Am 28./29. Juli 2007 kämpfen die jungen Piloten der Formel BMW Deutschland in Zandvoort um Meisterschaftspunkte. Nach Rennen in Oschersleben, auf dem EuroSpeedway Lausitz, auf dem Norisring und auf dem Nürburgring ist der „Circuit Park Zandvoort“ die erste internationale Station der erfolgreichen Formel-Einsteigerserie. Die Formel BMW Deutschland startet am kommenden Wochenende in ihre neue Saison. Insgesamt treten 24 Nachwuchsfahrer an.
In einem Punkt ähnelt der „Circuit Park Zandvoort“ dem modernen „Bahrain International Circuit“, wo das BMW Sauber F1 Team im dritten Formel-1-Rennen des Jahres acht WM-Punkte gewann: Aufgrund der unmittelbare Nähe zum Nordseestrand kann auch in Zandvoort Sand auf die Strecke wehen und die Bedingungen beeinträchtigen.

Bevor sie in Zandvoort antreten, wohnen die BMW Piloten Andy Priaulx und Jörg Müller einer besonderen Veranstaltung bei. Am kommenden Samstag bringt BMW erstmals seit 31 Jahren ein modernes Formel-1-Auto auf die legendäre Nürburgring-Nordschleife zurück. Nick Heidfeld (DEU) wird den Wagen des BMW Sauber F1 Teams pilotieren.

Zandvoort liegt in der niederländischen Provinz Nordholland und zählt rund 16 000 Einwohner, die hauptsächlich vom Tourismus leben. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Vergnügungspark „Circuit Zandvoort“.
Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 12 Runden ausgetragen. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 12.05 Uhr. Rennen zwei startet um 15.35 Uhr. Der TV-Sender Eurosport überträgt beide Rennen sowie das Qualifying (Samstag, ab 15.00 Uhr) live.

Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:50 Uhr)
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