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Alt 28.03.2007, 18:42     #4
Hermann   Hermann ist offline
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Sicher, souverän und vorausschauend: Das Allradsystem BMW xDrive.

Nie zuvor konnte BMW seinen Kunden eine so große Vielfalt an allradgetriebenen Fahrzeugen anbieten wie im Modelljahr 2006. Mit vier Modellreihen und knapp 30 verschiedenen Modellen ist die Auswahl beispielhaft groß. Damit liegt BMW auch in diesem wachsenden Marktsegment vorn und BMW xDrive hat sich in unterschiedlichen Fahrzeugklassen durchgesetzt. Jeder vierte BMW wird heute mit Allradantrieb ausgeliefert.

Gesteigertes Fahrvergnügen durch mehr Traktion und Präzision.

Souveräne Fahreigenschaften und optimale Traktion auf jedem Fahrbahnbelag, das sind nur zwei der Vorteile des intelligenten permanenten Allradantriebs BMW xDrive, das die Dynamik des Heckantriebs mit den Traktionsvorteilen eines Allradsystems verbindet. Das elektronisch gesteuerte Allradsystem verteilt das Antriebsmoment binnen Sekundenbruchteilen so, dass die Kraft genau an der Achse zur Verfügung steht, an der sie am besten in Vortrieb umgesetzt werden kann. Diese variable Verteilung zwischen Vorder- und Hinterachse ist mit einem deutlich spürbaren Zugewinn an Fahrdynamik, Agilität, Fahrstabilität und Komfort verbunden. Diese Vorzüge des BMW xDrive kommen in allen BMW Allradmodellen zum Tragen.

Seine positive Wirkung entfaltet sich zudem nicht erst bei offensichtlichen Traktionsproblemen. Das System ist vielmehr in der Lage, schon im Vorfeld zu registrieren, dass sich ein Traktionsverlust anbahnt und kann diesem Zustand vorausschauend entgegenwirken. Damit setzt xDrive in der Allradtechnik den Maßstab. Denn während konventionelle Allradantriebe erst auf durchdrehende Räder reagieren, leitet xDrive im Voraus aktiv mehr Antriebskraft von der Achse mit weniger Grip weg und hin zu den Rädern mit mehr Bodenhaftung.

Zentrale Komponente: die elektronisch geregelte Kupplung.

Vom Verteilergetriebe, das hinter dem Schalt- oder Automatikgetriebe sitzt, wird das Antriebsmoment zunächst über die Hauptwelle auf die Hinterachse übertragen. Auf dieser Hauptwelle sitzt eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung, die wiederum einen Teil des Drehmoments über eine Nebenwelle zur Vorderachse überträgt.

Bei normaler Geradeausfahrt wird die Antriebskraft zu 40 Prozent auf die Vorderachse und zu 60 Prozent auf die Hinterachse verteilt. Ein BMW mit xDrive bewegt sich deshalb im Alltagsverkehr ähnlich agil und dynamisch wie ein heckgetriebenes Modell.

Falls es erforderlich ist, können die Antriebskräfte aber über die Lamellenkupplung variabel und stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt werden. Das vollständige Öffnen oder Schließen der Lamellenkupplung im Verteilergetriebe nimmt lediglich 100 Millisekunden in Anspruch und geschieht so sanft, dass es die Insassen nicht wahrnehmen. Für den Fahrer erlebbar ist dagegen das noch harmonischere Kurvenfahrverhalten, der geringe Lenkaufwand und der höhere Fahrkomfort, da auch die korrigierenden Bremseneingriffe durch das Fahrwerkregelsystem DSC deutlich seltener erforderlich sind.

Einer der Nachteile permanenter Allradsysteme mit fester Antriebsmomentverteilung wie Verspannungen im Antriebsstrang und in der Lenkung tritt beim BMW xDrive selbst bei hohen Reibwerten nicht auf. Ohne Zutun des Fahrers werden bei extrem engen Kurvenradien (Rangieren) die Achsen entkoppelt und situationsgerecht nur bei auftretendem Schlupf das Traktionspotential des Allradsystems wieder genutzt.

Noch mehr Sicherheit durch vernetzte Systeme.

Durch die Vernetzung mit dem Fahrwerkregelsystem DSC, das permanent Kenngrößen wie den Lenkwinkel, die Querbeschleunigung und die Gierrate ermittelt, kann xDrive binnen Sekundenbruchteilen auf unzulässige Abweichungen des Fahrzustands reagieren, noch bevor sie der Fahrer wahrnehmen kann. Die Antriebskräfte werden so zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt, dass ein Giermoment entsteht, das der Neigung zum Unter- oder Übersteuern entgegenwirkt. Auf diese Weise wird der Wagen in nahezu allen Fällen auch ohne die Bremseingriffe des DSC wieder stabilisiert.

Zur schnellen und präzisen Verteilung des Antriebsmoments sind das Allradsystem xDrive, DSC und die Motorsteuerung über das Integrierte Chassis-Management (ICM) miteinander verbunden. Dadurch ist es möglich, dass parallel zur Verteilung des Antriebsmoments in Längsrichtung das Bremsen-Management selektiv eingreift, um die Traktion und Fahrdynamik zu erhöhen. Das Motormanagement kann bei Bedarf zusätzlich das Antriebsmoment anpassen. Durch diese intelligente Vernetzung kann das Allradsystem xDrive schnell und präzise auf veränderte Fahrsituationen reagieren und somit die Sicherheit und Fahrdynamik spürbar steigern.

Im neuen BMW X5 ist sogar die optional verfügbare Aktivlenkung in diesen Verbund integriert. Bei Übersteuern, wenn ein Gegenlenkimpuls nötig sein sollte oder bei Bremsmanövern auf unterschiedlich griffigem Untergrund (-Split-Bremsung) kann so mit einem gezielten und dezenten Gegenlenken das Ausbrechen des Fahrzeugs verhindert und die Fahrstabilität wieder hergestellt werden.

Antriebsmomente bedarfsgerecht verteilen.

Bei normaler Fahrweise ist die Antriebskraft zu 40% auf die Vorderachse und zu 60% auf die Hinterachse verteilt. Bei hoher Dynamik oder stark wechselnder Fahrbahnbeschaffenheit kann die Momentenverteilung jedoch stufenlos angepasst werden kann. Das System ist so konzipiert, dass die Vorderachse im Extremfall völlig entkoppelt oder aber starr mit der Hinterachse verbunden werden kann. Diese starre Verbindung entspricht der teilweise angebotenen 100%-Längssperre konventioneller Allradantriebe. Würden in diesem Fall die Hinterräder beispielsweise auf einer Eisplatte stehen, könnte das volle Antriebsmoment an die Vorderachse geleitet werden.

Souveränes Handling in allen Fahrzuständen.

Selbst abrupte Gaswechsel kompensiert das Allradsystem xDrive so mühelos, dass der Fahrer von den jeweiligen Änderungen in der Verteilung des Antriebsmoments nichts bemerkt.

In Kurven verringert das xDrive sowohl das Unter- als auch das Übersteuern, indem es die Kraft schnell und feinfühlig zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt: Drängt das Heck nach außen (Übersteuern), leitet die Lamellenkupplung mehr Antriebskraft auf die Vorderräder. So können die Hinterräder mehr Seitenkraft aufbauen – das Fahrzeug stabilisiert sich. Durch die Kombination mit dem DSC erkennt das System die Übersteuertendenz sehr früh und greift ein, noch bevor der Fahrer dies wahrnimmt.

Beim Untersteuern strebt das Fahrzeug über die Vorderachse zum Kurvenausgang. In diesem Fall wird das Antriebsmoment für die Vorderachse kontinuierlich reduziert – im Extremfall bis zu einem 100-prozentigen Heckantrieb. Nur wenn das Über- oder Untersteuern durch die variable Kraftverteilung allein nicht zu kompensieren ist, tritt zusätzlich das DSC mit Bremseingriffen und falls erforderlich mit einer Reduzierung des Motormoments in Aktion.

Besonders agil zeigen sich BMW Automobile mit xDrive bei zügiger Fahrt auf kurvigen Bergstraßen. Weil beim dynamischen Beschleunigen aus einer Kehre heraus die Hinterräder zum Durchdrehen neigen könnten, leitet BMW xDrive blitzschnell einen Teil des Antriebsmomentes von der Hinterachse auf die Vorderachse um.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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