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Alt 28.02.2007, 17:52     #7
Hermann   Hermann ist offline
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BMW ConnectedDrive morgen: Neue Assistenzsysteme machen Fahren sicherer und komfortabler.

Nur wer die richtigen Informationen richtig aufbereitet am richtigen Ort und zur richtigen Zeit bekommt, kann optimale Leistung bringen. Zu den Basisfunktionalitäten von BMW ConnectedDrive zählt deshalb, Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und situationsgerecht aufbereitet den Fahrzeugsystemen oder dem Fahrer zu übermitteln. Die Fahrerassistenzsysteme übernehmen die Aufgabe, den Fahrer zu unterstützen.

Ein solches Assistenzsystem, das heute bereits in Serie ist, ist zum Beispiel die Active Cruise Control (ACC). Sie regelt das Tempo abhängig vom Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und unterstützt so den Fahrer bei der Geschwindigkeits- und Distanzregelung vorwiegend auf Autobahnen und Schnellstraßen. Die aktuelle ACC setzt ab einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/h ein. Im Rahmen einer Weiterentwicklung wird diese Assistenzfunktion jetzt auch für die Regelung bei niedrigeren Geschwindigkeiten eingesetzt werden. Die Active Cruise Control mit Stop & Go-Funktion unterstützt den Fahrer beispielsweise in Stausituationen und hilft dadurch, Auffahrunfälle zu vermeiden.


Autos als rollende Verkehrssensoren.

Die derzeitigen Entwicklungen und Forschungsprogramme bieten BMW ConnectedDrive noch eine weitaus vielfältigere Zukunft. So arbeitet die BMW Group gezielt an einer Erfassungsmethode für Verkehrsbedingungen, die Fahrzeuge als mobile Sensoren nutzt. Bereits seit September 2001 nehmen alle BMW Automobile, die mit BMW Assist ausgestattet sind, am so genannten Floating Car Data-System (FCD) teil – sofern der Fahrer damit einverstanden ist. Damit werden BMW Fahrzeuge im Verkehr nicht nur als Empfänger, sondern auch als Sammler und Übermittler von Verkehrsinformationen eingesetzt.

Weitergeleitet werden heute – selbstverständlich anonym – Position und gefahrene Geschwindigkeit. Aus beidem lässt sich zuverlässig auf das aktuelle Verkehrsgeschehen schließen, allerdings beschränkt auf die kreuzungsfreien Autobahnen. BMW Fahrer, die am System FCD teilnehmen, geben und erhalten somit kostenlos Informationen zu Verkehrsbehinderungen, die beispielsweise auch die an Autobahnbrücken angebrachten Sensoren nicht erfassen. Und das ist auch der Vorteil: Die Erfassung des Verkehrsgeschehens ohne zusätzliche Infrastruktur. So können von beliebigen Punkten auf dem digitalisierten Straßennetz Angaben über den Verkehrsfluss anonym gesammelt und weiterverarbeitet werden.

BMW ConnectedDrive Projekt XFCD: BMW Group entwickelt erweiterte Datenerfassung.

Geschwindigkeit und gefahrene Strecke liefern für eine detaillierte Beurteilung der Verkehrslage und ihrer weiteren Entwicklung allerdings nur die Basis-Daten. Die BMW Group entwickelt deshalb die erweiterte fahrzeuggenerierte Verkehrsdatenerfassung (Extended Floating Car Data, XFCD), die präzisere Verkehrsinformationen auch außerhalb von Autobahnen, also im gesamten Straßennetz, erlauben wird.

Dafür liegen in einem modernen Automobil über die Geschwindigkeit hinaus auch eine Vielzahl weiterer Daten des Fahrzeugsystems vor. Die Einführung innovativer Bordnetze, von Fahrdynamikregelung und Fahrerassistenzsystemen bieten ein weites Spektrum verfügbarer Daten, die zur Gewinnung von Informationen zur Verkehrslage, zum Straßenzustand und zur aktuellen Wetterlage herangezogen werden können. Dazu zählen Daten von Abblend-, Fern- und Nebellicht, ABS, ASC oder DSC, Außenthermometer und Klimaanlage, Bremsen, Navigationssystem, Regensensor oder Scheibenwischer.

Dieser erweiterte Datensatz wird im Fahrzeug zu Ereignis-, Verkehrszustands- und Straßenzustandsmeldungen verarbeitet. Das Fahrzeug ermittelt selbsttätig Verkehrs- und Gefahrensituationen wie Stau, Glatteis, starken Regen, Aquaplaning, Sichtbehinderungen und Nebel. So würde eine ASC Regelung in Verbindung mit einer niedrigen Außentemperatur, Scheibenwischeraktivität und der entsprechend langsamen Fahrzeuggeschwindigkeit beispielsweise auf eine lokale Rutschgefahr hindeuten.


Stau: Alternativroute wird automatisch angeboten.

Von den in einem Fahrzeug gesammelten Daten können viele Verkehrsteilnehmer profitieren. Die Fahrzeuge leiten dazu die im BMW ConnectedDrive Bord-Netzwerk erfassten Informationen über die Verkehrslage via BMW Assist automatisch an einen Meldungspool. Dort werden diese mit Daten anderer Verkehrsteilnehmer und mit weiteren Verkehrsinformationen abgeglichen, verarbeitet und umgehend an das Navigationssystem der BMW Fahrzeuge weitergeleitet, die mit BMW Assist ausgestattet sind. Sollte es auf der vorgesehenen Route Verkehrsbehinderungen geben, wählt der Navigationsrechner sofort eine Alternativroute aus und bietet sie dem Fahrer optional an. Zudem informiert BMW Assist über Grund, bzw. Art der Behinderung, z. B. Stau, Baustelle oder Sperrung.

Zukünftig können BMW Automobile mit XFCD ohne zusätzliche Sensoren auch auf Schnell- und Landstraßen sowie innerhalb von Ortschaften Informationen über den Verkehrsfluss generieren. Die dynamische Routenführung, die es ermöglicht, Verkehrsbehinderungen gezielt auszuweichen, beschränkt sich dadurch nicht länger auf Autobahnen, sondern wird im gesamten digitalisierten Straßennetz verfügbar.

Fahrzeuge im Dialog: Intelligente Autos tauschen Daten aus.

Das breite Spektrum von BMW ConnectedDrive sieht aber nicht nur die Kommunikation zwischen Fahrer, Fahrzeug und einer stationären Infrastruktur vor. Vielmehr ist es in Zukunft auch denkbar, dass Fahrzeuge direkt miteinander kommunizieren – ohne Umweg über eine Zentrale.

BMW ConnectedDrive Forschungsfahrzeuge sind dazu heute schon in der Lage. Sie tauschen Informationen zur aktuellen Verkehrslage aus – schnell und direkt von Fahrzeug zu Fahrzeug mit der Wireless LAN-Funktechnik. Diese Verkehrsinformationen werden zukünftige Telematikdienste ergänzen und Autos in so genannten Ad-hoc-Netzen miteinander verbinden. Steht ein Auto im Stau, sendet es diese Information in Sekundenschnelle an alle Fahrzeuge in seinem Umfeld. Wenn nur zehn Prozent aller Fahrzeuge in Deutschland als mobile Sensoren den Verkehr messen und kommunizieren, würden damit flächendeckende Verkehrsinformationen generiert. Jedes Fahrzeug übernimmt dabei – je nach Situation – die Rolle des Senders, Empfängers oder Vermittlers (Routers). Der Vorteil: Ad-hoc-Netze organisieren sich selbst, sie sind durch das Multi-Hopping-Verfahren in ihrer Reichweite prinzipiell unbegrenzt und benötigen keinerlei Infrastruktur. Verkehrsflüsse werden somit nicht nur auf Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen, sondern auch auf Nebenstraßen und im gesamten Stadtgebiet optimiert. Eine derartige zielgerichtete und rechtzeitige Information über die Verkehrssituation schafft mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer, da sie dazu beiträgt, Unfälle von vornherein zu vermeiden. Der Fahrer kann auf diese Weise zukünftig vor drohenden Gefahren gewarnt werden und adäquat reagieren.


Schnell und flächendeckend: Dynamische Navigation mit Echtzeitinformationen.

Ad-hoc-Netze steigern den Nutzen der dynamischen Navigationssysteme. So können plötzlich auftretende Verkehrsstörungen sehr schnell an all diejenigen Fahrzeuge weitergeben werden, die sich dieser Stelle nähern. Ebenso kann ein Fahrzeug, das gerade seinen Parkplatz am Straßenrand verlässt, ein Signal an umliegende Autos weitergeben, die auf der Suche nach einem Parkplatz sind. Der Hauptvorteil der Ad-hoc-Netze liegt aber in der flächendeckenden und lückenlosen Erfassung von Verkehrsinformationen.

Ad-hoc-Netze schaffen darüber hinaus die Basis für eine völlig neue Dienstleistung, beispielsweise eine Follow-me-Funktion für Kolonnen-Fahrten. Damit können verschiedene Fahrzeuge ihre aktuelle Position und Fahrtroute untereinander austauschen. Die Fahrer sehen auf dem Navigationsbildschirm nicht nur ihre eigene Position, sondern auch die von anderen Fahrzeugen in der Kolonne. Nachfolgende Autos können damit bequem und sicher den Anschluss an die Route des vornweg fahrenden Fahrzeugs halten.

On-Board-Routenführer: Die schönsten Strecken per Knopfdruck.

Die schönsten Routen, von BMW empfohlen oder vom Fahrer am PC geplant, ins Fahrzeug übertragen und los geht’s! So kann sich der Kunde direkt vom Navigationsgerät auf der ausgewählten Strecke bis ans Ziel führen lassen – das wird der Dienst BMW Routen dem Autofahrer künftig ermöglichen. Ob Passstrecke, Küstentour oder Seerundfahrt – in Zukunft werden BMW Fahrer die schönsten Autorouten der Welt per Knopfdruck über BMW Online direkt in das Navigationssystem des Autos laden können. Der besondere Clou dabei: Individuelle Zwischenstopps an außergewöhnlichen oder individuell bevorzugten Orten entlang der Route werden gleich mitgeliefert, dazu die Straßen- und Wetterverhältnisse und interessante Tipps zu den Routenhighlights. Die Daten werden vor jeder Reise durch die Online-Verbindung aktualisiert. Dadurch kann der Fahrer sicher sein, dass empfohlene Reiseziele, wie zum Beispiel Museen oder Restaurants, auch geöffnet haben. Ist eine bestimmte Route zum Zeitpunkt der Reise nicht oder nur bedingt befahrbar, wird sie gar nicht erst angeboten.

Automobiles Entertainment: Das personalisierte Radio.

Zukünftig kann sich der Autofahrer vielleicht sein ganz persönliches Radioprogramm zusammenstellen. Mit einem individuellen Informationsprogramm, bestehend beispielsweise aus Inhalten der Süddeutschen Zeitung, der verpassten Tagesschau vom Vorabend oder den aktuellen CNN News, wird der Kunde zu seinem eigenen Programmchef. Inhalte verschiedenster Art werden vom Auto intelligent nach persönlichem Profil zu einem eigenen Radioprogramm verknüpft, individuell, jederzeit und überall abrufbar. Bereits vor der Abfahrt aktualisiert das Fahrzeug das Programm nach den persönlichen Vorgaben. Unterwegs können zum Beispiel WLAN Hotspots, drahtlose Datenübertragungsstationen, entlang der Fahrtroute genutzt werden, um das Programm zu aktualisieren und es um neue Beiträge zu ergänzen. Einzelne Programme können angehalten, übersprungen oder wiederholt werden. Aus dem vielfältigen Angebot an Informationen und Unterhaltung kann der Fahrer frei wählen und unabhängig von Sendetermin und dem momentanen Standort sein individuell zusammengestelltes Programm hören. Auch der Empfang des persönlichen Lieblingssenders ist künftig nicht mehr vom Sendegebiet abhängig. Die digitale Technik ermöglicht es, via Internet weltweit entsprechend aufbereitete Programme aller Radiosender zu empfangen.

Diese Individualisierung des Hörens gelingt einerseits dank neuer Verfahren, Inhalte zu produzieren, andererseits mit Hilfe von Übertragungstechniken wie DVB-H (Digitaler Videorundfunk für Handgeräte), WLAN (Kabelloses Lokales Netzwerk), UMTS (Mobilfunkstandard der dritten Generation) und DAB (Digitaler Rundfunk-Überstragungsstandard). Eine weitere wichtige Voraussetzung sind mobile Massenspeicher wie beispielsweise der iPod, PDA und Smartphones. Damit kann der Fahrer sein persönliches Radioprofil ins Fahrzeug integrieren, seine Musiksammlung abspeichern und die Programme auch außerhalb des Fahrzeuges nutzen. Bei der Programmgestaltung können die Inhalte mit Hilfe neuer Funktechnologien auf die Festplatte im Fahrzeug heruntergeladen werden.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein

Geändert von Martin (01.03.2007 um 07:38 Uhr)
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