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Alt 24.01.2007, 18:25     #6
Hermann   Hermann ist offline
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Boxenstopp in München.

Eingebettet in Produktionsstätten und Büros der BMW AG und in Nachbarschaft zum BMW Forschungs- und Innovationszentrum, sind am Standort München fast 300 Mitarbeiter in den unterschiedlichen Abteilungen mit dem Formel-1-Engagement von BMW beschäftigt.

Die Zentrale von BMW Motorsport sitzt im Anton-Ditt-Bogen, im Münchner Norden. Hier werden die Formel-1-Motoren entwickelt, gefertigt und erprobt. Ende 2005 wurde hier der neue Komplex bezogen – mit der jüngsten Generation von Prüfständen und Labors für die Antriebsentwicklung.

Im gleichen Gebäude wird die BMW Formel-1-Elektronik entwickelt und gebaut. Die Formel-1-Teilefertigung mit eigener Qualitätskontrolle liegt direkt nebenan.

Mit dem Neubau konnten nicht nur die F1-Aktivitäten, sondern auch alle übrigen Motorsport-Projekte von BMW an einem Standort zusammengeführt werden. Hier liegen alle Büros, darunter jenes von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. Die Abteilung „Sponsoring und Business Relations“ ist hier zu Hause, und auch die Logistik wird von hier aus gestemmt.

Viel Platz beansprucht das Materiallager im Keller der Zentrale. Hier sind unter anderem die Kleiderkammer für die Team-Garderobe untergebracht sowie zahlreiche Exponate.


Alles in allem verteilen sich die Formel-1-Abteilungen auf sechs Gebäude für Werkstätten, Labors und Büros. Die Zugänge sind geschützt, ohne Anmeldung oder elektronischem Mitarbeiter-Pass gelangt hier niemand hinein. Das Ambiente wird von der Farbe Weiß dominiert, die weiteren BMW Motorsport Farben Blau und Rot setzen Akzente. Das moderne Interieur spiegelt den Charakter von BMW Motorsport wider – es ist modern und technisch durchdacht.

Nur ein paar hundert Meter entfernt, in der Münchner Knorrstraße, steht das BMW Forschungs- und Innovationszentrum, kurz FIZ genannt. Es ist die Keimzelle aller BMW Serienfahrzeuge und steht mit seinen Ressourcen und Ingenieurskapazitäten auch den Formel-1-Ingenieuren zur Verfügung. Umgekehrt profitieren die FIZ-Spezialisten von der Nähe zu dem rasenden Forschungsprojekt Formel 1 – nirgendwo sonst muss Theorie so schnell in Praxis umgesetzt werden.

45 Fahrminuten nordöstlich von München, in Landshut, liegt die Formel-1-Gießerei. Sie wurde dort an die Serien-Gießerei angegliedert, um kürzeste Wege für den Technologietransfer zu garantieren.

Seit 1917 fertigt BMW Hochleistungsmotoren. Heute gehören zur BMW Group die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce. Das Unternehmen hat eine Produkt- und Marktoffensive mit mehr neuen Modellen als je zuvor gestartet. Bis 2010 soll der Absatz auf 1,6 Millionen Automobile steigen. Mit 1,33 Mio. ausgelieferten Automobilen im Jahr 2005 ist die BMW Group der weltweit erfolgreichste Hersteller von Premium Automobilen. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei über 100 000 in rund 50 Nationen.

Als Vorstand für Entwicklung und Einkauf ist Dr. Klaus Draeger seit dem 1. November 2006 auch für die Motorsport-Projekte des Unternehmens verantwortlich. Sein Vorgänger, Prof. Dr. Burkhard Göschel, schied nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Vorstand aus, steht BMW aber als Berater weiter zur Seite.

Die Formel-1-Geschichte von BMW reicht auf das Jahr 1952 zurück. Der bisher größte Erfolg gelang 1983 mit dem Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft durch Nelson Piquet (Brabham BMW). Vor der Saison 2007 stehen für BMW insgesamt 217 Starts, 19 Grand-Prix-Siege und 32 Polepositions zu Buche. Im Jahr 2006, der ersten Saison des BMW Sauber F1 Teams, wurden bereits zwei Podiumsplätze erzielt.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Martin (26.01.2007 um 14:39 Uhr)
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