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Alt 06.12.2006, 18:22     #6
Hermann   Hermann ist offline
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Vietoris gewinnt DELL Formel BMW Weltfinale 2006.

Spektakulärer Jahresabschluss mit einem strahlenden Sieger.

Mit dem DELL Formel BMW Weltfinale ist die Formel BMW Saison 2006 zu Ende gegangen. Zum Jahresausklang boten die 36 Teilnehmer aus den vier Serien in Deutschland, Großbritannien, Asien und Nordamerika den Zuschauern auf dem „Circuit de la Comunitat“ von Valencia noch einmal packende Rennsport-Action. Christian Vietoris (Gerolstein) vom Team Josef Kaufmann Racing krönte seine erfolgreiche Saison mit dem Sieg. Wie schon im Saisonverlauf der Formel BMW Deutschland erwies sich der 17-Jährige als der dominierende Pilot und wird im kommenden Jahr als Belohnung einen Formel-1-Test mit dem BMW Sauber F1 Team absolvieren.

„Das ist der fantastische Abschluss eines perfekten Wochenendes“, meinte Vietoris, der von der Poleposition ins Rennen gegangen war. „Vom ersten Training an lief mein Auto fantastisch, so dass ich im Qualifying und in allen drei Zwischenläufen vorne stehen konnte. Im Rennen hat sich der positive Trend dann fortgesetzt. Jetzt freue ich mich natürlich riesig auf den Formel-1-Test. Ich bin ein großer Fan von Sebastian Vettel. Er hat gezeigt, wie weit es ehemalige Formel BMW Champions bringen können.“

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sagte: „Ich bin stolz auf dieses Wochenende. Wir haben tollen Rennsport gesehen. Obwohl 36 Autos im Finalrennen auf der Strecke waren, gab es kaum Unfälle oder Ausrutscher. Alle Fahrer haben bewiesen, dass sie viel in der Formel BMW gelernt haben. Das gilt insbesondere für den Sieger Christian Vietoris. Er steht nun in einer Reihe mit Fahrern wie Sebastian Vettel oder Nico Rosberg, die alle in der Formel BMW angefangen haben.“

Fahrer aus allen vier Serien unter der besten Sechs.

Neben Vietoris konnten in den 18 spannenden Rennrunden zwei weitere Piloten aus der Formel BMW Deutschland überzeugen: Mika Mäki (FIN/Eifelland Racing) belegte Platz zwei, Stefano Coletti (MON/EuroInternational) wurde Dritter. Als Vierter war Daniel Morad (CAN/AIM Autosport) der erfolgreichste Vertreter der Formula BMW USA. Einen Rang dahinter kam Daniel Ricciardo (AUS/Fortec Motorsport) als bester Formula BMW Asia Fahrer ins Ziel. Oliver Turvey (GBR/Team Loctite) sah als Sechster die Zielflagge – und war der bestplatzierte Pilot aus der Formula BMW UK Championship.

Holzer verwirklicht seinen Traum.

Am Donnerstag vor dem DELL Formel BMW Weltfinale war Marco Holzer (Bobingen) in den Genuss einer Testfahrt mit dem BMW Sauber F1 Team gekommen. Der 18-Jährige hatte bei der Premiere des Weltfinales im vergangenen Jahr den Sieg errungen und durfte in Valencia erstmals am Steuer eines Formel-1-Autos sein Können unter Beweis stellen.

„Das war eine unglaubliche Erfahrung“, sagte Holzer, der insgesamt 65 Runden fuhr. „Die Kurvengeschwindigkeiten sind Wahnsinn, ebenso wie die Bremskräfte. Es hat von Runde zu Runde mehr Spaß gemacht, und ich bin immer sicherer geworden. Das Team hat mich toll aufgenommen und mir alle Fragen beantwortet.“ Mario Theissen lobt den Debütanten: „Marco hat einen soliden Eindruck hinterlassen. Der Schnuppertest hat ihm aufgezeigt, wohin sein Weg führen kann.“ Vietoris verfolgte den Test seines Vorgängers mit Spannung am Kommandostand des BMW Sauber F1 Teams. Zu diesem Zeitpunkt konnte er noch nicht ahnen, dass er sich schon drei Tage später ebenfalls die Gelegenheit für eine Ausfahrt in einem Formel-1-Auto sichern würde.

Zanardi feiert beeindruckendes Comeback.

Im Rahmen des DELL Formel BMW Weltfinales schrieb Alessandro Zanardi (ITA) einmal mehr Motorsport-Geschichte: Als erster beinamputierter Fahrer ging er am Steuer eines Formel-1-Autos auf die Strecke. In einem auf seine Bedürfnisse angepassten Wagen des BMW Sauber F1 Teams beeindruckte Zanardi die Fans mit mehreren spektakulären Showfahrten – und überzeugte mit niedrigen Rundenzeiten. Die technischen Umbauten am Auto funktionierten einwandfrei, so dass der 41-malige Formel-1-Pilot seine Rückkehr in die Königsklasse des Motorsports feiern konnte.

Weil Zanardi mit der rechten Hüfte mehr Kraft aufbringen kann, verlegten die Ingenieure das Bremspedal des Autos von der linken auf die rechte Seite. Die rechte Prothese des Routiniers wurde mit Hilfe von Velcro-Tape am Pedal befestigt. Um den engen Raum im Cockpit noch effektiver nutzen zu können, ließ sich Zanardi eigens kleinere Prothesen anfertigen. Er schaltete mit einer Schaltwippe auf der rechten Hinterseite des Lenkrads. Links befand sich ein weiterer Wippschalter, der zur Gasbetätigung diente.

Neben dem Formel-1-Fahrzeug, das auch vom Test- und Ersatzfahrer des BMW Sauber F1 Teams Sebastian Vettel pilotiert wurde, waren zahlreiche weitere beeindruckende BMW Rennwagen auf der 4,005 Kilometer langen Strecke unterwegs: Die WTCC-Piloten Andy Priaulx (GBR), Jörg Müller (Hückelhoven) und Dirk Müller (Burbach) drehten Demonstrationsrunden im Gewinner der 24 Stunden von Le Mans 1999, dem BMW V12 LMR, im diesjährigen Tourenwagen-Weltmeisterauto BMW 320si WTCC und mit dem legendären BMW M1.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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