Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 18.11.2006, 18:43     #3
Hermann   Hermann ist offline
Senior Guru
  Benutzerbild von Hermann

Threadersteller
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 8.177

Aktuelles Fahrzeug:
E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
Nachwuchsförderung rund um den Globus.

Krönender Saisonabschluss der Formel BMW in Valencia.

Die Motorsport-Saison 2006 geht ihrem Ende entgegen. Ein besonderes Ereignis wartet jedoch noch auf viele der über 80 Nachwuchspiloten, die in den vergangenen Monaten in einer der vier Formel BMW Meisterschaften in Deutschland, Großbritannien, Asien oder Nordamerika an den Start gegangen sind: Vom 24. bis zum 26. November treffen sich die besten Fahrer beim DELL Formel BMW Weltfinale in Valencia, Spanien.

2005 feierte der neue Höhepunkt der Formel BMW Saison auf dem „Bahrain International Circuit“ Premiere. Die Fans im Wüstenemirat bekamen Rennsport der Extraklasse zu sehen. Marco Holzer (Bobingen) triumphierte in einem packenden Finallauf und sicherte sich die begehrte Belohnung für den Sieger: einen Formel-1-Test mit dem BMW Sauber F1 Team.

Damit konnte sich Holzer, der 2006 in der Formel BMW Deutschland an den Start gegangen war, jenen Traum erfüllen, den auch seine Fahrerkollegen rund um den Globus träumen. Sie alle hoffen auf eine erfolgreiche Karriere und wollen es bis in die Königsklasse des Motorsports schaffen. In der Formel BMW erhalten sie das nötige Rüstzeug für ihren weiteren Werdegang.

Talentförderung als zentraler Teil des BMW Engagements.

Die Förderung von viel versprechenden Talenten ist eine von drei Säulen, auf denen das Engagement von BMW im internationalen Motorsport fußt. „Das BMW Sauber F1 Team hat 2006 einen erfolgreichen Einstand in der Formel 1 gefeiert“, sagt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. „Darüber hinaus haben wir auch in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft wieder ein erfolgreiches Jahr erlebt. Die Formel BMW besitzt ebenfalls einen hohen Stellenwert. Sie bietet jungen Fahrern, die dem Kartsport entwachsen sind, die ideale Möglichkeit, um den nächsten Schritt in ihrer Laufbahn zu gehen.“

Das Förderungskonzept der Formel BMW ist an Piloten ab 15 Jahren gerichtet. Die jungen Rennfahrer müssen sich nicht nur im Duell mit ihren Konkurrenten auf der Strecke beweisen, sondern erhalten zusätzlich eine umfassende, auf sie zugeschnittene Ausbildung. In dieser Rennfahrerschule stehen unter anderem Fahrzeug-Setup, Fahrtechnik und Taktik, Fitness und Ernährung und der Umgang mit Sponsoren und Medien auf dem Lehrplan.

Erfahrene Lehrer auf dem Weg nach oben.

Im Rahmen des einzigartigen Ausbildungs- und Coachingprogramms werden den Nachwuchsfahrern erfahrene Instruktoren an die Seite gestellt. Jörg Müller (Hückelhoven), der in der WTCC für das BMW Team Germany antritt, ist bereits seit Jahren dabei, wenn im Formel BMW Racing Center von Valencia Sichtungs- und Fortbildungslehrgänge stattfinden. „Ich bin sehr stark in die Arbeit mit jungen Piloten einbezogen“, sagt der BMW Werksfahrer. „Als Ratschlag gebe ich den Jungs immer wieder mit auf den Weg, dass sie sich nicht selbst überschätzen sollen. Die Füße sollten immer auf dem Boden bleiben. Dann wird sich auch der Erfolg einstellen.“ Wie Jörg Müller engagieren sich auch sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach) und Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (GBR) in der erfolgreichen BMW Nachwuchsförderung.

Umfangreiches Förderungsprogramm mit hohem Anspruch.

Wer sich zuvor in einem der Sichtungslehrgänge für die vier Meisterschaften in Deutschland, Großbritannien, Nordamerika und Asien durchgesetzt hat, kommt in den Genuss eines BMW Stipendiums. Die Formel BMW Junioren dürfen nicht nur kostenlos am Ausbildungs- und Coachingprogramm teilnehmen, sie erhalten von BMW zusätzlich finanzielle Unterstützung.

Auch das BMW Sauber F1 Team ist in das Programm eingebunden. Mitarbeiter aus der Abteilung Sponsoring und Ingenieure aus der BMW Sauber F1 Team Fabrik in Hinwil geben ihr Wissen an die Nachwuchsfahrer weiter. In der abgelaufenen Saison startete die Formel BMW insgesamt fünf Mal im Rahmen der Formel 1. So hatten die Piloten aus Deutschland etwa am Nürburgring die Gelegenheit, hinter die Kulissen des BMW Sauber F1 Teams zu blicken.

Das ultimative Ziel: die Formel 1.

Dass der Weg von der Formel BMW in vielen Fällen in die Königsklasse des Motorsports führt, hat zuletzt Sebastian Vettel (Heppenheim) bewiesen. 2004 sicherte er sich mit 18 Siegen in 20 Rennen den Titel in der deutschen Formel BMW ADAC Meisterschaft. Nur zwei Saisons später begeisterte der 19-Jährige mit fehlerfreien Leistungen und Bestzeiten als Freitags-Fahrer des BMW Sauber F1 Teams im Rahmen der fünf abschließenden Formel-1-Rennwochenenden.

Vor Vettel hatte die Formel BMW bereits bekannten Piloten wie Ralf Schumacher, Nico Rosberg und Christian Klien den Weg in die höchste Motorsportklasse geebnet. Die Nachwuchsserie erweist sich damit Jahr für Jahr als Talentschmiede. So verwundert es nicht, dass sich die Formel BMW zur führenden Einsteigerklasse in den Formel-Rennsport entwickelt hat.

FB02 steht für Sicherheit und Chancengleichheit.

Die Sicherheit der Piloten genießt in der Formel BMW Priorität. Das hochmoderne Einheitsfahrzeug FB02 setzt seit 2002 in dieser Hinsicht Maßstäbe. Der Monoposto, von einem 140 PS starken BMW Motor auf bis zu 230 km/h beschleunigt, übertrifft die Sicherheitsanforderungen seiner Klasse und greift Formel-1-Standards auf. Eigens für die Formel BMW hat BMW Motorsport den Formel-Rettungs-Sitz FORS entwickelt. Auch das Sicherheitssystem HANS ist für alle Fahrer obligatorisch.

Das Talent der Fahrer steht in der Formel BMW im Vordergrund, Chancengleichheit ist daher fest im Konzept der Serie verankert. Die Fahrzeuge dürfen nur in bestimmten Bereichen modifiziert werden. Die Set-up-Varianten sind ebenso beschränkt wie die Testtage. Nicht das Budget soll über Erfolg- und Misserfolg eines Piloten entscheiden, sondern sein Können am Steuer des FB02.

Förderung von Nachwuchsrennfahrern hat Tradition.

Bis in die späten 70er Jahre reicht die BMW Tradition zurück, talentierte Nachwuchspiloten beim Start in eine erfolgreiche Motorsport-Karriere zu unterstützen. Zunächst sorgte das temperamentvolle BMW Junior Team mit Fahrern wie Manfred Winkelhock (Waiblingen), Marc Surer (SUI), Eddie Cheever (USA) und Bruno Giacomelli (ITA) für Furore. Im Rahmen der Procar-Serie traten Nachwuchsfahrer gegen bekannte Formel-1-Stars an.

Ab 1991 arbeitete BMW in Deutschland mit dem ADAC zusammen. Diese Kooperation mündete 2002 schließlich in die Gründung der neuen Formel BMW. Seit 2003 bewegt sich die Formel BMW auch auf internationalem Parkett. Zunächst expandierte die Nachwuchsrennserie nach Asien, ein Jahr später auch nach Großbritannien und nach Nordamerika. Das erste Formel BMW Weltfinale im vergangenen Jahr markierte einen weiteren Meilenstein bei der Internationalisierung der Serie.

Viele Herausforderungen bis zum Finale.

Insgesamt 71 Meisterschaftsläufe haben die Fahrer der Formel BMW in dieser Saison bereits bestritten. Für den Gewinner des DELL Formel BMW Weltfinales in Valencia kommen noch einige Rennen hinzu. Wer das Siegerpreisgeld in Höhe von 10 000 US-Dollar und die Formel-1-Testfahrt erringen will, muss sich in einem anspruchsvollen Wettkampf-Format behaupten: Der Weg zum Sieg führt über mehrere Trainings, das Qualifying, den Super Pole Wettbewerb, drei Zwischenläufe und das Finalrennen. Für die Zuschauer am „Circuit de la Comunitat“ bedeutet das Rennaction im Überfluss.
__________________
Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
Mit Zitat antworten