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Alt 15.11.2006, 11:39     #6
Hermann   Hermann ist offline
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E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring
Die Entwicklung: Die weltweit erste Wasserstoff-Luxuslimousine, die den Serienentwicklungsprozess erfolgreich abgeschlossen hat.
  • Fertigung im Werk Dingolfing innerhalb der Serienproduktion.
  • Vollständiger Produktentstehungsprozess für alle Komponenten.
  • BMW Hydrogen 7 erfüllt alle Standards eines BMW Serienmodells.
Mit dem BMW Hydrogen 7 schreibt die BMW Group Automobilgeschichte. Die Weltneuheit ist nicht nur die weltweit erste Wasserstoff-Luxuslimousine sondern auch das erste wasserstoffbetriebene Premiumfahrzeug, das für den Alltagsbetrieb verfügbar ist. Der BMW Hydrogen 7 hat erfolgreich den gesamten Prozess der Serienentwicklung abgeschlossen. 27 Jahre nach der Präsentation der ersten BMW Wasserstoff-Konzeptstudie im Jahre 1979 ist es jetzt erstmals gelungen, das zukunftsweisende Konzept für eine nachhaltige Mobilität für die tägliche Praxis nutzbar zu machen. Damit ist der BMW Hydrogen 7 die weltweit erste mit Wasserstoff betriebene Luxuslimousine für den Alltagsbetrieb.

Der BMW Hydrogen 7 wird im BMW Werk Dingolfing montiert. Die Fertigung findet dort parallel zu den anderen Modellen der BMW 7er, BMW 6er und BMW 5er Reihe und auf den gleichen Produktionsbändern statt. Das Triebwerk wird – wie alle BMW Zwölfzylinder – im Münchner Motorenwerk von BMW gefertigt. Die Montage im Werk Dingolfing schließt alle Komponenten für den Wasserstoffantrieb ein. Dort werden auch der erste Betrieb des Fahrzeugs im Benzinmodus sowie die Dichtheitsprüfung des Wasserstoffsystems durchgeführt. Die abschließende Inbetriebnahme des Wasserstoffantriebs findet am BMW Standort in Eching bei München statt.

Die Entstehung des BMW Hydrogen 7 verlief gemäß dem für jedes neue BMW Modell obligatorischen Serienentwicklungsprozess. Das bedeutet, dass alle Freigabe- und Freizeichnungsprozesse den gleichen hohen Anforderungen unterliegen, die auch für neue benzin- und dieselbetriebene Fahrzeugmodelle von BMW gelten. So durchliefen beispielsweise Motor- und Tanksystem sowie Fahrzeugelektronik für den Wasserstoffantrieb den so genannten Produktentstehungsprozess (PEP). Der PEP reicht von der Ideenentwicklung und Strategieentwicklung über Vor- und Serienentwicklung bis zur Testphase und abschließenden Produkteinführung. Dabei werden auch alle aus Sicht des Nutzers relevanten Kriterien genauestens analysiert, um absolute Gewissheit über die Marktreife des neuen Fahrzeugs zu gewinnen.


Alle Bauteile auf Eignung für die Serienfertigung getestet.

Innerhalb des PEP wurden – wie bei allen anderen BMW Modellen – sämtliche Bauteile des BMW Hydrogen 7 analysiert und auf ihre Eignung für die Serienfertigung geprüft. Damit wurde sichergestellt, dass das Fahrzeug die BMW typisch hohen Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit erfüllt. Schwerpunkt dieses Prozesses war ein Sicherheitskonzept, das speziell auf den Wasserstoff-Betrieb abgestimmt wurde.

Neben den üblichen Crashtests musste der BMW Hydrogen 7 zusätzliche Aufpralltests im Hinblick auf die Wasserstoff-Komponenten bestehen. So wurden unter anderem ein Seitenaufprall direkt auf die Tankkupplung sowie ein spezifischer Heckaufprall durchgeführt. Außerdem musste der Wasserstofftank verschiedenen Extrembelastungen wie Feuer oder Beschuss standhalten. Darüber hinaus wurde der BMW Hydrogen 7 als so genanntes eigensicheres Fahrzeug konzipiert. Sämtliche Bauteile erfüllen maximale Sicherheitsanforderungen und sind darüber hinaus so gestaltet, dass sie im Falle einer Fehlfunktion eigenständig in einen sicheren Zustand übergehen. Im Rahmen einer permanenten Selbstüberprüfung des Fahrzeugs werden Fehlfunktionen frühzeitig erkannt und Reaktionen ausgelöst, die jegliche Gefährdungen vermeiden beziehungsweise minimieren. Der Fahrzeugnutzer wird über jede Fehlfunktion informiert, auch wenn diese für sich noch keine Gefährdung darstellt. Ein Schwerpunkt des Sicherheitskonzepts liegt auf der Vermeidung und frühzeitigen Registrierung eines unkontrollierten Austritts von Wasserstoff. Das geschieht unter anderem durch ein sensorgesteuertes Gaswarnsystem, das bei Funktionsstörungen automatisch Maßnahmen einleitet. Auch bei der Gestaltung des Sicherheitskonzepts wurde darauf geachtet, dass dem Fahrer eines BMW Hydrogen 7 die Umstellung auf die umweltfreundliche Antriebsenergie möglichst leicht fällt.

Bei der Entwicklung des BMW Hydrogen 7 ging es auch darum, die Wasserstoff-Technologie innerhalb des Unternehmens und in Zusammenarbeit mit den Zulieferern weiter voranzutreiben. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind äußerst wertvoll, denn sie werden die Entwicklung zukünftiger wasserstoffbetriebener Modelle bei BMW erheblich erleichtern.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (15.11.2006 um 13:47 Uhr)
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