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Alt 07.07.2006, 13:29     #9
Hermann   Hermann ist offline
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F45 AT 216d, E36 318i Cabrio
Karosserie und Sicherheit: Solidität auf leichte Art.

  • Ausgewogene Achslastverteilung.
  • Optimiertes Gewicht durch intelligenten Materialmix.
  • Kompletter Insassenschutz mit elektronischer Steuerung.
Sowohl die Dynamik als auch die Sicherheit eines neuen Fahrzeugmodells hängt wesentlich von der Konstruktion seiner Karosserie ab. Beim neuen BMW 3er Coupé ist es den Karosserieentwicklern gelungen, mit ihrer Arbeit beide Faktoren überaus positiv zu beeinflussen. Höchste Agilität geht daher mit maximaler Solidität einher. Neuartige Materialien und modernste Fertigungstechnik ermöglichten es, die Stabilität der Karosserie zu optimieren, ohne dass dabei zusätzliches Gewicht in Kauf genommen werden muss. Für einen lückenlosen Insassenschutz sorgen Auffang- und Rückhaltesysteme, deren Aktivierung elektronisch und jeweils situationsgerecht gesteuert wird. Im Vergleich zum Vorgängermodell bietet das neue BMW 3er Coupé darüber hinaus ein großzügigeres Platzangebot im Innenraum. Mit einem Gepäckraumvolumen von 440 Litern (430 Liter beim BMW 335i Coupé) stellt der Zweitürer schließlich auch eine in seinem Segment vorbildliche Reisetauglichkeit unter Beweis.

Dynamisch gestreckt und kraftvoll auf der Fahrbahn kauernd – so erscheint das neue BMW 3er Coupé auf den ersten Blick. Die Außenmaße untermauern den Eindruck. Das Coupé ist 4,59 Meter lang, 1,78 Meter breit und 1,38 Meter hoch. Damit fällt es vor allem länger und flacher aus als die BMW 3er Limousine. Darüber hinaus weist es ein um 10 Kilogramm geringeres Gesamtgewicht auf. Dazu tragen unter anderem die vorderen Kunststoff-Seitenwände bei. Sie werden aus einem neuartigen Thermoplast-Material gefertigt, ihr Gewicht liegt um 50 Prozent unter dem einer Seitenwand aus Stahl. Die Gewichts- ersparnis im Frontbereich der Karosserie wirkt sich besonders positiv auf die Fahreigenschaften aus. Das Coupé weist eine im idealen Verhältnis von annähernd 50:50 ausbalancierte Achslastverteilung auf – beste Voraussetzungen für maximale Agilität.

Kunststoff-Seitenwände: Leicht und robust.

Auch für das Design schafft der neue Werkstoff verbesserte Möglichkeiten. Das Material ist flexibler formbar als Stahl – ein Umstand, der den Designern neue Freiheiten in der Formgebung eröffnet. Hinzu kommt eine Eigenschaft, die schon bei der Entwicklung von reversiblen Stoßfängern zu großen Kundenvorteilen geführt hat. Die Kunststoff-Seitenwand ist weitgehend resistent gegen Bagatellbeschädigungen. Das Bauteil springt bei leichten Deformationen in seine ursprüngliche Form zurück. Kollisionen bei minimalem Tempo, zu denen es beispielsweise beim Rangieren auf Parkplätzen kommen kann, hinterlassen kaum dauerhafte Spuren.

Für die Fertigung bleibt der Materialwechsel von Stahl zu Hightech-Kunststoff ohne Auswirkungen. Die Kunststoff-Seitenwände lassen sich jetzt online, also direkt ohne den Umweg über eine Sondermontage, in den Lackierprozess integrieren. Aufgrund ihrer hohen Wärmeformbeständigkeit sowie der optimierten Längenausdehnung und Feuchtigkeitsaufnahme weisen die fertig lackierten Kunststoff-Seitenwände auch optisch die gleichen Eigenschaften wie herkömmliche Stahl-Bauteile auf.

Innovative Verstärkung der B-Säule.

Ähnlich wie das geringe Gewicht ist auch die hohe Torsionsfestigkeit der Karosserie eine wichtige Voraussetzung für die faszinierende Agilität des Fahrzeugs. Und im Fall einer Kollision ermöglicht die Verwendung von hochfestem Stahl für die großvolumigen Trägerstrukturen gemeinsam mit der exakt definierten Anordnung von Knautschzonen eine gezielte Ableitung beziehungsweise Aufnahme der einwirkenden Kräfte. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die anspruchsvolle Entwicklungs- und Konstruktionsleistung liefert die verstärkte Ausführung der B-Säule. Im neuen BMW 3er Coupé wird sie erstmals von einem durchgehenden Rohr verstärkt. Dieses wird im so genannten Warmformverfahren aus höchstfestem Stahl hergestellt und noch im Werkzeug vergütet. Darüber hinaus ist es entsprechend den Anforderungen im Querschnitt variabel ausgeformt. Zusammen mit einer auf das Lastniveau abgestimmten Crashbox wird so ein Maximum an Sicherheit gewährleistet.

Im Falle einer Kollision: Aufprallenergie wird gezielt abgeleitet.

Auch in anderen Karosseriebereichen wurden Materialauswahl und Anordnung der Bauteile darauf ausgelegt, ein Höchstmaß an Crashsicherheit zu gewährleisten. Dabei wurden die unterschiedlichen Eigenschaften verschiedener Stahlsorten und anderer Werkstoffe berücksichtigt. Beim neuen BMW 3er Coupé wird der für die Deformation zur Verfügung stehende Raum optimal ausgenutzt, um jegliche Beeinträchtigung der Fahrgastzelle zu vermeiden. Bei einer Frontalkollision halten vorgelagerte dynamische Deformationszonen die Aufprallenergie vom Stirnwandbereich und damit vom Fußraum fern. Die speziell konzipierte Bodengruppe ermöglicht im Falle eines Seitenaufpralls die kontrollierte Ableitung der einwirkenden Kräfte auf die Fahrzeuggegenseite. Der Stützträger der Stirnwand ist aus neuartigem Mehrphasenstahl gefertigt, der schon bei geringem Durchmesser eine extrem hohe Festigkeit aufweist.

Für eine maximale Stabilität der Seitenstruktur sorgt außerdem der Verbund der Türen, der verstärkten B-Säulen, der Sitzkonstruktion und des Instrumententrägers zwischen den A-Säulen. Die Folgen eines Heckaufpralls werden mit längs verlaufenden Trägerprofilen, vielfältigen Verstärkungen sowie mit der soliden Ausführung von Gepäckraumboden, Heckverkleidung und Seitenwänden minimiert. Stabile Säulen und Querträger schützen den Fahrgastraum auch bei einem Überschlag. Das Zusammenwirken aller Deformationsräume und Trägerstrukturen wurde im Frühstadium der Entwicklungsarbeit am neuen BMW 3er Coupé sowohl mit virtuellen Simulationen als auch mit tatsächlichen Crashversuchen detailliert analysiert. Dabei wurde auch auf möglichst geringen Reparaturaufwand nach leichten Kollisionen geachtet.

Präzise gesteuerte Sicherheitselemente.

Ziel der Sicherheitsingenieure war es, auch bei schweren Kollisionen den Erhalt der Fahrgastzelle als Überlebensraum zu gewährleisten. Im Fahrgastraum wird mit aufeinander abgestimmten und zentral gesteuerten Rückhalte- und Auffangsystemen für individuellen Insassenschutz gesorgt. Front-, Becken-Thorax- und Curtain-Kopfairbags, Gurtstrammer und Gurtkraftbegrenzer werden von der sensorgesteuerten Sicherheitselektronik in Abhängigkeit von Art und Schwere der Kollision aktiviert. Sensoren im Fahrzeugzentrum, in den B-Säulen und den Türen ermöglichen eine frühzeitige Crasherkennung. Anhand der von ihnen gewonnen Daten überprüft die Sicherheitselektronik, welche Komponenten den bestmöglichen Schutz der Insassen gewährleisten. So werden jeweils nur jene Rückhalte- und Auffangsysteme ausgelöst, die tatsächlich benötigt werden.

Fahrer und Beifahrer werden sowohl von Frontairbags als auch von in den Sitzlehnen untergebrachten Becken-Thorax-Airbags geschützt, die je nach Erfordernis zweistufig ausgelöst werden können. Der Curtain-Kopfairbag entfaltet sich bei Bedarf seitlich aus dem Dachhimmel entlang der Fensterflächen zwischen A- und C-Säule. Aufgrund seiner Größe schützt er sowohl die Insassen auf den vorderen als auch auf den hinteren Plätzen. Um die Gefahr von Beinverletzungen bei einem Frontalaufprall zu verringern, ist außerdem für eine definierte Verformung der Fußstütze auf der Fahrerseite gesorgt.

Maximaler Schutz auf allen Plätzen.

Die Gurtsysteme im neuen BMW 3er Coupé zeichnen sich durch hohen Tragekomfort und eine ideale Geometrie aus. Zur perfekten Ergonomie trägt ein für alle Sitzpositionen und Insassengrößen optimaler Gurtumlenkpunkt bei. Auf diese Weise wird eine fehlerhafte Einstellung der Gurthöhe verhindert. Für eine maximale Wirksamkeit der Rückhaltevorrichtung sorgt auch die Befestigung des Gurtendbeschlags am Sitzrahmen. Auch bei einer Verstellung der Sitzhöhe liegt der Gurt im Beckenbereich optimal an. Die Gurtstrammer sorgen im Moment des Aufpralls dafür, dass der Gurt eng am Körper liegt. Mit den Gurtkraftbegrenzern wird das Auftreten von Belastungsspitzen vermieden. Beide Elemente stehen beim BMW 3er Coupé auch auf den hinteren Sitzplätzen zur Verfügung.

Sicherheitselektronik erleichtert Rettung nach einer Kollision.

Auch unmittelbar im Anschluss an eine Kollision übernimmt die Sicherheitselektronik eine wichtige Funktion – nicht zuletzt, um das Einleiten von Rettungsmaßnahmen zu erleichtern. Sie bewirkt das automatische Einschalten des Warnblinklichts und der Innenraumbeleuchtung, das Öffnen der Zentralverriegelung sowie das Abschalten des Generators und zur Vermeidung eines Kurzschlusses auch das Lösen der Sicherheitsbatterie- klemme. Warnblinklicht und Innenraumbeleuchtung sowie die telefonische Notruffunktion werden in diesem Fall über einen separaten Bordnetzanschluss versorgt. Außerdem wird die Kraftstoffpumpe deaktiviert. Auf diese Weise wird das Austreten von Kraftstoff verhindert.

Sowohl das Kollisionsverhalten der Karosserie als auch die Funktion aller Sicherheitselemente wurde mit umfangreichen Testverfahren geprüft. Von Computersimulationen bis hin zu Crashtests unterschiedlicher Art wurden alle Möglichkeiten zur Ermittlung der optimalen Konfiguration und Ausstattung genutzt. Mit der robusten Karosserie und seiner Fülle an aktiven und passiven Sicherheitselementen erfüllt das neue BMW 3er Coupé alle Voraussetzungen, um bei allen weltweit relevanten Crashtests die höchstmögliche Wertung zu erreichen.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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