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Alt 14.04.2006, 11:50     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Verheugen und Tiefensee fahren mit Wasserstoff.

EU-Kommissar und Bundesverkehrsminister informieren sich über Mobilität mit Wasserstoff bei der CEP.

Berlin. Im Rahmen der Mobilitätsoffensive "Mobilität als Standortfaktor" des Bundesverkehrsministeriums besichtigen heute Bundesminister Wolfgang Tiefensee und EU-Kommissar Günther Verheugen die Wasserstoff-Infrastruktur der Clean Energy Partnership. Für EU-Kommissar Verheugen stellt die Clean Energy Partnership Wasserstoff-Pkws zum Fahrdienst bereit. Von Berlin-Mitte findet zudem eine gemeinsame Fahrt mit Wasserstoff-Pkws zur Aral Wasserstoff-Tankstelle der CEP statt, die EU-Kommissar Verheugen in einem BMW 7er mit Wasserstoff-Verbrennungsmotor genießt. Die CEP freut sich, in Berlin eines der wichtigsten Demonstrationsprojekte Europas zur nachhaltigen Mobilität – und eines der größten weltweit – vorstellen zu können.

Die Clean Energy Partnership
Die Clean Energy Partnership (CEP) ist ein internationaler Zusammenschluss der Unternehmen Aral, BMW, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), DaimlerChrysler, Ford, GM/Opel, Hydro, Linde, TOTAL und Vattenfall Europe. Ziel ist es, den Energieträger Wasserstoff technologisch zu erschließen und auf Alltagstauglichkeit und Systemfähigkeit hin zu erproben. Die Clean Energy Partnership ist zunächst bis Dezember 2007 angelegt. Sie ist Bestandteil der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und wird von der deutschen Bundesregierung gefördert.

Das Wasserstoff-Demonstrationsprojekt
Das Berliner Wasserstoff-Demonstrationsprojekt besteht aus der Wasserstoff-Infrastruktur samt der Betankungsanlagen, der Fahrzeugflotte, einem Wasserstoff-Informationscenter und einer Servicestation für Wasserstoff-Fahrzeuge. Insgesamt erprobt die CEP drei unterschiedliche Wasserstofferzeugungsverfahren sowie drei verschiedene Wasserstoff-Antriebsvarianten. Die CEP betreibt in Berlin mit zwei Tankstellen und einem Fuhrpark von bisher 16 Wasserstoff-Fahrzeugen das größte und vielschichtigste Demonstrationsprojekt für die zukunftsweisende H2-Technologie weltweit.

Die CEP Wasserstoff Tankstellen
Zwei öffentliche Wasserstoff-Tankstellen sind Bestandteil des Berliner Wasserstoff-Demonstrationsprojektes CEP: Seit November 2004 die Aral Tankstelle am Messedamm (Messedamm 8-10, Berlin Charlottenburg) sowie die neu eröffnete TOTAL Station an der Heerstraße. EU-weit einzigartig kann an den CEP Tankstellen auf einem öffentlich zugänglichen Tankfeld sowohl flüssiger als auch gasförmiger Wasserstoff getankt werden.
Die CEP Aral Tankstelle am Messedamm ist spezialisiert auf Betankung und Service von Wasserstoff betriebenen Pkw. Sie hat eine Betankungskapazität von mehr als 100 Fahrzeugen am Tag. Erstmalig hat Aral hier die Anlieferung, Lagerung und Betankung von flüssigem Wasserstoff (LH2) mit der Vor-Ort-Produktion und Betankung von gasförmigem Wasserstoff (CGH2) in einer konventionellen Tankstelle zusammengefasst.
Die CEP TOTAL Station an der Heerstraße setzt den Schwerpunkt auf die Versorgung Wasserstoff betriebener Busse der BVG. In einer zweiten Ausbaustufe werden im Rahmen des europäischen Projektes HyFLEET:CUTE Mitte 2006 an der Tankstelle ein Dampfrefomer zur lokalen Produktion von Wasserstoff und zwei stationäre Brennstoffzellen zur Strom- und Wärmeversorgung den Betrieb aufnehmen.

Die Infrastrukturpartner
Die Technologie- und Energie-Unternehmen Aral, Hydro, Linde, TOTAL und Vattenfall Europe haben die Infrastruktur für das Wasserstoff-Projekt geschaffen. Direkt an der Aral-Tankstelle produziert Hydro gasförmigen Wasserstoff emissionsfrei mittels Wasser-Elektrolyse. Vattenfall Europe stellt mit grün zertifiziertem Strom sicher, dass die elektrische Energie für die Elektrolyse und den Betrieb der Tankstelle aus erneuerbaren Energiequellen stammt. An der TOTAL Tankstelle liefert Linde den Reformer zur Erzeugung von gasförmigem Wasserstoff aus Flüssiggas (LPG). Darüber hinaus produziert Linde den flüssigen Wasserstoff für beide CEP Tankstellen und transportiert ihn mit Tanklastzügen nach Berlin. Die zur Verflüssigung des Wasserstoffs benötigte Energie entstammt regenerativen Energiequellen. Auch die Wasserstoff-Zapfsäulen der Tankstellen sind Entwicklungen von Linde.

Die Mobilitätspartner
BMW, DaimlerChrysler, Ford und GM/Opel stellen gemeinsam die Fahrzeugflotte für das Demonstrationsprojekt. Sie besteht aus 16 Wasserstoff-Pkws: BMW bringt zwei wasserstoffbetriebene Fahrzeuge der 7er-Reihe, DaimlerChrysler zehn Fahrzeuge vom Typ A-Klasse F-Cell, Ford drei Focus Brennstoffzelle Hybrid und GM/Opel einen HydroGen3 in das Projekt ein. Die Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb von DaimlerChrysler und Ford werden mit gasförmigem Wasserstoff betrieben.
Mit flüssigem Wasserstoff fahren die Fahrzeuge von Opel und BMW: Der Opel wird mittels Brennstoffzelle angetrieben, der BMW durch einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Alle Fahrzeuge fahren emissionsfrei: Aus dem Auspuff kommt reiner Wasserdampf! Die Fahrzeuge sind dem Teststadium entwachsen und werden in Berlin von Kunden im Alltagsbetrieb gefahren. Mit einer Markteinführung rechnen die Automobilhersteller der CEP im kommenden Jahrzehnt.

Wasserstoff als Kraftstoff
Wasserstoff ist in der industriellen Anwendung alltäglich und als chemisches Element einer der Grundbausteine der Welt: „H2“ ist das einfachste und häufigste Element im Universum. Von allen Brenn- und Treibstoffen hat er bezogen auf die Masse die höchste Energiedichte. 1 kg Wasserstoff enthält soviel Energie wie 2,8 kg Benzin. Seine Verwendung erzeugt keine klimarelevanten CO2-Emissionen und er ist praktisch unbegrenzt vorhanden. Wasserstoff lässt sich umweltschonend durch Sonne, Wind, Wasserkraft und Erdwärme regenerativ gewinnen. Seine Produktion ist daher unabhängig von Öl-Importen möglich. Wasserstoff ermöglicht, wie hier in Berlin zum Beispiel mittels Elektrolyse erzeugt, die Nutzung von erneuerbaren Energien auch im Verkehrssektor.
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Viele Grüße Hermann

"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."Albert Einstein
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