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Alt 24.03.2006, 11:30     #10
Albert   Albert ist offline
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CE-
9. Ablauf und Reglement.

Die Rennwochenenden der FIA WTCC laufen nach folgendem Schema ab:

– Am ersten Tag finden zwei freie Trainings à 30 Minuten und das 30-minütige Qualifying statt, in dem die Startaufstellung für Rennen 1 ermittelt wird.

– Der zweite Tag beginnt mit dem Warm-up (15 Minuten).

– Rennen 1 geht über eine Distanz von 50 Kilometern.

– In der anschließenden Pause haben die Teams 15 Minuten Zeit, um die Fahrzeuge für das zweite Rennen vorzubereiten.

– Die Startaufstellung für Rennen 2 ergibt sich aus dem Ergebnis des ersten Laufs. Allerdings starten die Top-Acht in umgekehrter Reihenfolge (der Sieger von Position acht, der Zweite von Position sieben, usw.). Fahrer, die Rennen 1 nicht beendet haben, werden am Ende der Startaufstellung platziert.

– Rennen 2 hat ebenfalls eine Länge von 50 Kilometern.

In jedem Rennen erhalten die acht Bestplatzierten Meisterschaftspunkte nach folgendem Schlüssel:

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.
10 8 6 5 4 3 2 1


In der FIA WTCC werden ein Fahrer- und ein Markentitel vergeben. Die Ergebnisse der zwei jeweils bestplatzierten Fahrer eines in die Meisterschaft eingeschriebenen Herstellers fließen in die Markenwertung ein.

Ab dem ersten Rennen in Monza erhalten alle Teilnehmer ein Grundhandicap von 20 Kilogramm. Die erfolgreichsten Fahrer eines Wochenendes (Kombination aus beiden Rennen) müssen für die darauf folgende Rennveranstaltung ein zusätzliches Handicapgewicht an Bord ihrer Autos nehmen. Es besteht die Möglichkeit, Gewicht auch wieder abzubauen. Die Vergabe des Ballasts erfolgt nach folgendem Schlüssel:

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. ab 9.
+40 kg +30 kg +20 kg +10 kg 0 –5 kg –10 kg –15 kg –20 kg


Außerdem werden Zusatzgewichte nach der Anzahl der gesammelten WM-Punkte verteilt. Für je zehn gewonnene Zähler muss der Pilot fünf Kilogramm zuladen (20 Punkte = 10 kg, 30 Punkte = 15 kg, usw.). Die Zusatzgewichte aus beiden Kategorien werden vor jedem Rennwochenende addiert. Das maximale Zusatzgewicht beträgt 80 kg. Das Einsatzgewicht eines Fahrzeugs errechnet sich aus dem vorgeschriebenen Mindestgewicht plus Platzierungsgewicht des Fahrers.

In der FIA WTCC 2006 sind drei Fahrzeugkategorien zugelassen:

– Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-2000-Reglement der FIA (z. B. der BMW 320si)

– Tourenwagen mit Turbodiesel-Triebwerken gemäß dem Diesel-2000-Reglement der FIA (seit 2004)

– Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-Production-Reglement der FIA


Derzeit sind in der WTCC nur Autos der ersten Kategorie vertreten.

Super-2000-Klasse.

In der Super-2000-Klasse sind als Basisfahrzeuge mindestens viersitzige, viertürige Limousinen mit mindestens 4,2 m Länge vorgeschrieben. Ihr Serienpendant muss innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2 500 Mal produziert worden sein und aus einer Fahrzeugfamilie mit mindestens 25 000 Stück pro Jahr stammen. Sie müssen als seriennahes Gruppe-A-Auto für den Motorsport homologiert und mit einem – ebenfalls von der FIA genehmigten – Umbau-Kit (z. B. spezielle Teile für Motor und Karosserie) für die FIA WTCC ausgerüstet sein.

Der Hubraum ist auf 2 000 ccm beschränkt. Je nach Motortyp sind unter-schiedliche Höchstdrehzahlen erlaubt. Sechszylinder dürfen bis 9 000 Touren pro Minute drehen (Vierzylinder 8 500 U/min, Fünfzylinder 8 750 U/min). Jeder Motor muss mindestens bei zwei aufeinander folgenden Rennen eingesetzt werden. Wird der Motor vorher gewechselt, verliert der betroffene Fahrer zehn Plätze in der Startaufstellung. Ersatzfahrzeuge (T-Cars) sind nicht erlaubt.

Zwei Getriebe-Varianten sind zugelassen: konventionelle H-Schaltung auf Basis der Gruppe-A-Reglement-Homologation (maximal fünf Gänge) oder sequenziell geschaltet (sechs Gänge).

Unterschiedliche Antriebskonzepte werden einander mittels individueller Fahrzeugmindestgewichte (jeweils inklusive Fahrer) angeglichen:

– Heckantrieb, H-Schaltung: 1140 kg

– Heckantrieb, sequenzielles Getriebe: 1170 kg

– Frontantrieb, H-Schaltung: 1110 kg

– Frontantrieb, sequenzielles Getriebe: 1140 kg

Es ist erlaubt, konstruktionsbedingt untergewichtige Fahrzeuge mittels Ballast auf das vorgeschriebene Mindestgewicht zu bringen. Ballast muss auf dem Fahrzeugboden entweder im Kofferraum oder im Cockpit befestigt werden. Die Bodenfreiheit des Fahrzeuges muss mindestens 80 mm betragen.

Elektronische Fahrhilfen jeder Art (z. B. ABS, Traktionskontrolle) sind verboten. Ein Sperrdifferenzial ist erlaubt, die Wirkungsweise muss allerdings rein mechanisch sein.

Die Felgen sind auf die Maße 9 x 17 Zoll beschränkt. Reifen – verwendet werden Einheitsreifen der Marke Yokohama – dürfen nicht höher als 610 mm und nicht breiter als 250 mm sein. Die Anzahl der neuen Trockenreifen (Slicks), die jeder Fahrer pro Veranstaltung verwenden darf, ist auf zwölf neue und sechs zuvor gekennzeichnete, gebrauchte Reifen begrenzt. Ausnahmen sind die ersten beiden Läufe in Monza sowie die Veranstaltungen außerhalb Europas, bei denen jeweils 16 neue Slicks benutzt werden dürfen. Die Anzahl der Regenreifen ist nicht limitiert.

Ein von der FIA homologierter Sicherheitskäfig aus Stahl ist vorgeschrieben, ebenso ein Schalensitz, das HANS-System (Head and Neck Support) und Hosenträgergurte mit mindestens fünf Befestigungspunkten.

Jede Form der drahtlosen Datenübertragung (Telemetrie) zwischen dem fahrenden Auto und dem Team ist verboten. Sprechfunk ist erlaubt.
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