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Alt 24.03.2006, 12:17     #6
Albert   Albert ist offline
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5. Fahrer.

Andy Priaulx (GBR) – Startnummer 1.


Wenn es darauf ankommt, ist Andy Priaulx zur Stelle. Das hat der Rennfahrer, der mit Ehefrau Joanne und seinen beiden Kindern auf der britischen Kanalinsel Guernsey lebt, auch in der vergangenen Saison bewiesen. In einem dramatischen Finale ließ er einmal mehr sein fahrerisches Können aufblitzen und gewann auf dem anspruchsvollen Stadtkurs von Macau den Titel in der ersten Tourenwagen-WM seit 1987. Schon in der Europameisterschaft 2004 hatte sich Priaulx den Gesamtsieg erst im letzten Rennen des Jahres gesichert.

Neben den herausragenden Fähigkeiten am Steuer seines BMW macht ihn seine mentale Stärke zum vielleicht besten Tourenwagen-Piloten der Gegenwart. Auch wenn er nicht bei jedem Rennen ganz oben auf dem Treppchen steht, lässt sich Priaulx nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen behält er sein Ziel fest im Visier. 2005 feierte er lediglich einen Laufsieg in Oschersleben, sammelte aber in 16 von 20 Rennen WM-Punkte. Diese Konstanz hat sich in der bisherigen Karriere von Priaulx ausgezahlt und ihm den Ruf des Titelsammlers eingebracht. Geht es nach dem amtierenden Champion, soll dies auch 2006 so sein.


Fragen an Andy Priaulx:

Erst der EM-Titel 2004, dann der Sieg in der WTCC im vergangenen Jahr: Ist Ihr Hunger nach Erfolg gestillt?


Nein, sicher nicht. Das wird nie der Fall sein. Wer einmal die Höhen des Motorsports erlebt hat und ganz oben stand, der möchte immer wieder dorthin zurückkehren. Man bekommt davon nie genug. Wenn ein Surfer auf der perfekten Welle geritten ist, wird er anschließend nicht behaupten, dass er dieses Gefühl nicht noch einmal erleben möchte. Nein, ich habe vom Siegen ganz bestimmt noch nicht genug und bin immer noch hungrig.

War 2005 für Sie eine perfekte Saison?

Die Saison ist von den Ergebnissen her in der Tat perfekt verlaufen. Ich bin Weltmeister geworden, habe mit dem Team BMW Motorsport das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen und einige Formel-1-Tests absolviert. Aber es gibt immer etwas zu verbessern. Gute Resultate lassen sich nur mit harter Arbeit erreichen. Darum geht es 2006 bei null los.

Täuscht der Eindruck, dass Sie von Jahr zu Jahr stärker werden?


Das hoffe ich sehr. Ich gewinne in jeder Saison an Erfahrung hinzu und begehe nicht mehr die Fehler, die ich vielleicht noch am Anfang meiner Karriere gemacht habe. Dennoch erkenne ich natürlich immer noch Schwachstellen an mir. Jahr für Jahr arbeite ich aufs Neue daran, diese abzustellen. Das funktioniert eigentlich recht gut.

Sie starten auch 2006 für das relativ kleine RBM-Team. Was zeichnet diese Mannschaft aus?

Wir arbeiten sehr eng zusammen und pflegen ein ehrliches Verhältnis. Das Team und ich haben dieselben Ziele, die wir gemeinsam erreichen wollen. Es ist sehr wichtig, dass sich die Erwartungshaltungen decken. Wir passen auch menschlich gut zusammen. Die Crew weiß, dass ich zu 100 Prozent hinter ihr stehe – und ich weiß, dass ich mich 100-prozentig auf das Team verlassen kann. Es ist ein gutes Gefühl, solch eine Mannschaft hinter sich zu wissen.

Fällt Ihnen der Abschied vom BMW 320i schwer, mit dem Sie so viele Erfolge feiern konnten?

Der Fortschritt ist die wichtigste Triebfeder im Motorsport. Nur wer sich weiter entwickelt, wird auf der Strecke erfolgreich sein. Deshalb überwiegt die Freude auf den neuen BMW 320si. Sein Vorgänger hat sich einen Platz in der Motorsport-Geschichte gesichert und hat Fahrern auf der ganzen Welt Siege beschert. Ich bin auf dem BMW 320i Welt- und Europameister geworden. Mich verbindet also sehr viel mit diesem Auto. Aber nun bricht eine neue Ära an. Ich freue mich, von Anfang an dabei sein zu können.

Wie bewerten Sie die Konkurrenzsituation in diesem Jahr?


Ich habe großen Respekt vor meinen Gegnern auf der Strecke. In der WTCC wird auf sehr hohem Niveau gefahren. Daher kann man in einem so engen Feld niemals ein gutes Resultat planen. Vielmehr muss man es sich erarbeiten. Dafür werde ich auch 2006 mein Bestes geben.

Silverstone ist 2006 nicht mehr im Rennkalender vertreten. Was halten Sie von der Strecke in Brands Hatch?


Ich liebe Silverstone, wo ich viel Zeit als Instruktor verbracht habe – und ich liebe Brands Hatch. Die beiden Kurse sind sehr unterschiedlich. Silverstone ist eine Formel-1-Rennstrecke und damit deutlich moderner. Dafür ist die Tradition in Brands Hatch in jedem Winkel des Kurses greifbar. Ich kann es kaum erwarten, wieder in Großbritannien anzutreten und freue mich auf die Unterstützung der Fans, die hoffentlich genauso so toll ausfällt wie in Silverstone im vergangenen Jahr.


Geburtstag/-ort: 8. August 1974/Guernsey (Kanalinseln)

Wohnort: Guernsey (CI)

Familienstand: Verheiratet mit Joanne,

ein Sohn: Sebastian, eine Tochter: Daniella

Website: www.andypriaulx.com



1984 Kartsport auf den Kanalinseln

1985–1990 Motocross

1990 1. Platz Motocross-250 ccm-Meisterschaft auf den Kanalinseln

1991–1995 Bergrennen

1995 1. Platz RAC MSA britische Bergmeisterschaft

1996 Einsätze in der Formel Renault

1997 Förderkandidat in der britischen Formel 3

1998 Einsätze im Renault Spider Cup, eine Poleposition und drei Podiumsplatzierungen

2. Platz Formel Palmer Audi Winterserie

1999 1. Platz Renault Spider Cup, 13 Siege von Poleposition

BTCC-Testfahrer für Renault Williams, Vauxhall und Ford

Auszeichnungen: BARC President’s Cup für außergewöhnliche Leistungen, Guernsey-Botschafter des Jahres

2000 Britische Formel-3-Meisterschaft für Renault UK,

drei Podiumsplatzierungen, Poleposition in Silverstone

F3-Rennen in Macau und Korea für Manor Motorsport

2001 Britische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege, zwei Polepositions und zehn Podiumsplatzierungen

2. Platz von der Poleposition beim F3 Super Prix in Korea; Startplatz sechs beim F3-Grand-Prix in Macau

2. Platz und Poleposition beim Einladungsrennen für Vauxhall in der BTCC

2002 5. Platz britische Tourenwagen-Meisterschaft, erster Sieg für Honda, drei Polepositions

Teilnahme an den australischen Langstreckenrennen „Bathurst 1000“ und „Queensland 500“ (Holden TWR)

2003 3. Platz ETCC (BMW 320i), drei Siege

2004 1. Platz ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain 2. Platz Macau Grand Prix – Guia Race 24h-Rennen Spa-Francorchamps (BMW M3 GTR)

2005 1. Platz WTCC (BMW 320i), BMW Team UK

1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)

Formel-1-Tests mit dem BMW WilliamsF1 Team



Dirk Müller (DEU) – Startnummer 43.

Sowohl in der FIA ETCC 2004 als auch in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft des vergangenen Jahres belegte Dirk Müller den zweiten Platz. Beide Male musste er sich denkbar knapp seinem Markenkollegen Andy Priaulx geschlagen geben. Der Siegerländer war 2005 mit einem Punkt Vorsprung auf Priaulx in die ehemalige portugiesische Kolonie Macau gereist. Mit Ausnahme des Rennwochenendes in Istanbul hatte Dirk Müller zuvor bei jedem Rennen die WM-Führung behauptet. Beim Saisonfinale blieb er jedoch ohne Punkte – und Priaulx gewann den Titel.

Entmutigen lässt sich Dirk Müller jedoch nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Der Familienvater schöpft aus den knappen Niederlagen der Jahre 2004 und 2005 die Motivation, in der FIA WTCC dieses Mal noch konzentrierter und engagierter zu Werke zu gehen. An seiner Zielsetzung hat sich nichts geändert: Er möchte die Weltmeisterschaft für BMW gewinnen.

Dirk Müller begann seine Karriere wie viele erfolgreiche Motorsportler im Kart. Nach seinen ersten Rennen als 14-Jähriger durchlief er schnell die höheren Klassen und sammelte sowohl im Formelsport als auch mit Sportwagen Erfolge. Höhepunkte waren der Gewinn der GT-Klasse der American Le Mans Series (ALMS) im Jahr 2000 sowie der Gesamtsieg im Porsche Carrera Cup 1998. Dass er auch auf der Langstrecke zu den Besten gehört, bewies Dirk Müller bei den beiden vergangenen 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. 2004 machte er als Schlussfahrer den Sieg des BMW M3 GTR perfekt. 2005 kam er mit seinen Teamkollegen Jörg Müller und Hans-Joachim Stuck (Ellmau) auf dem zweiten Platz ins Ziel.

Fragen an Dirk Müller:

Wie groß ist Ihre Motivation, nach den beiden zweiten Plätzen 2004 und 2005 in diesem Jahr ganz vorne zu stehen?

Die Motivation ist zu 100 Prozent da. Ich war sehr froh, als die Winterpause endlich vorüber war und wir wieder mit Testfahrten begonnen haben. Allerdings weiß ich, dass der Titelgewinn in einer engen Meisterschaft wie der WTCC nicht planbar ist. Es bedarf auch einer großen Portion Glück. Einfach nur im Verlauf eines Wochenendes schnell zu sein, genügt meist nicht. Im vergangenen Jahr stand ich bei acht von zehn Rennwochenenden an der Spitze der Fahrerwertung. Das macht mich rückblickend auch ein bisschen stolz. Daher ist klar, dass ich auch 2006 wieder an der Spitze dabei sein möchte.

Sie sind im vergangenen Jahr Vater geworden. Wie gefällt Ihnen diese neue Rolle?

Es ist unbeschreiblich und mit Abstand die schönste Erfahrung meines Lebens. Ich habe mir es vorher nicht vorstellen können wie es ist, Vater zu sein. Aber Mina-Emily macht Daniela und mir einfach nur großen Spaß. Ich habe die Wintermonate sehr genossen, als wir viel Zeit miteinander verbringen konnten. Für mich gibt es 2006 nun einen Grund mehr, in den Rennen schnell unterwegs und so möglichst früh wieder mit der Kleinen zusammen zu sein.

Wie ist Ihr Eindruck vom neuen BMW 320si?

Ich bin glücklich, dass ich beim Roll-out des Wagens am Steuer sitzen durfte. Deshalb fühle ich mich dem BMW 320si schon jetzt sehr verbunden. Das Auto hat wahnsinnig viel Potenzial. Ich bin überzeugt, dass wir im Verlauf der 20 Rennen weitere Fortschritte erzielen und erfolgreich sein werden. Die Ingenieure haben bei der Entwicklung einmal mehr fantastische Arbeit geleistet. Wenn wir mit dem neuen Wagen auf Anhieb so stark sind wie mit dem BMW 320i, dann ist es schon ein sensationeller Erfolg. Schließlich hatte der Vorgänger bereits einige Jahre Weiterentwicklung auf dem Tacho.

Wie wichtig ist es, ein starkes Team hinter sich zu wissen?

Das ist von Fahrer zu Fahrer unterschiedlich. In meinem Fall spielt die Unterstützung durch das Team und die Familie eine große Rolle. Ich bin stolz und froh, mittlerweile seit vielen Jahren erfolgreich mit Schnitzer Motorsport unterwegs zu sein. Wir verbringen im Saisonverlauf viel Zeit miteinander, so dass eine gute Atmosphäre im Team unerlässlich ist. Ich fühle mich in jedem Fall sehr wohl im BMW Team Germany.

Macht es Ihnen Spaß, neue Herausforderungen – wie etwa Rennen auf neuen Strecken – zu meistern?


Es ist immer wieder schön, etwas Neues zu erleben und sich auf unbekannte Situationen einstellen zu müssen. Curitiba und Brands Hatch sind in diesem Jahr neu im Kalender. Die Strecke in Brünn kenne ich bereits aus der Vergangenheit, als der Kurs Teil des ETCC-Kalenders gewesen ist. Für Abwechslung gegenüber dem Vorjahr ist also gesorgt. Das tut der Serie gut und bringt auch mir persönlich Spaß.

Nach den Rennen in Oschersleben beginnt in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft. Werden Sie die Partien verfolgen?

Ich bin ein begeisterter Fußball-Fan. Natürlich drücke ich der deutschen Nationalmannschaft beide Daumen. So oft es meine Zeit erlaubt, werde ich mir die Spiele im Fernsehen ansehen. Vielleicht bin ich auch einmal live im Stadion dabei. Ich bin sicher, dass das Turnier unheimlich spannend verlaufen wird. Hoffentlich mit einem guten Ausgang für das Team von Jürgen Klinsmann.


Geburtstag/-ort: 18. November 1975/Burbach (DEU)

Wohnort: Monte Carlo Familienstand: Verheiratet mit Daniela, Tochter Mina-Emily Website: www.dirk-mueller.com 1989, 1990 Einstieg in den Kartsport

1991 3. Platz ADAC-Pop-Kartmeisterschaft

1992 2. Platz Formel König

1993 2. Platz Formel König, vier Siege

12. Platz deutsche Formel Opel

1994 3. Platz deutsche Formel Opel, zwei Siege

1995 Einsätze in der Formel Opel Euroserie

erstes Formel-3-Rennen 1996 Deutsche Formel-3-Meisterschaft, ein Sieg

1997 Aufnahme ins Porsche Junior Team

5. Platz Porsche Carrera Cup, ein Sieg

1998 1. Platz Porsche Carrera Cup, vier Siege

2. Platz 24h-Rennen Daytona (Porsche GT1)

1999 2. Platz 24h-Rennen Daytona (Porsche GT2)

4. Platz 12h-Rennen Sebring (Porsche GT1)

2. Platz GT-Kl. 24h-Rennen Le Mans (Porsche GT3R) 1. Platz GT-Wertung Petit Le Mans (Porsche GT3R)

2000 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (Porsche GT3R) 2001 6. Platz GT-Kl. ALMS, ein Sieg (BMW M3 GTR) 2002 4. Platz ETCC, drei Siege (BMW 320i)

Formel-1-Test mit dem BMW WilliamsF1 Team 2003 5. Platz ETCC, zwei Siege (BMW 320i), 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR) 2004 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR) 2. Platz ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h-Rennen Spa- Francorchamps (BMW M3 GTR)

Macau Grand Prix – Guia Race (BMW 320i)

2005 2. Platz WTCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland

2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)


Jörg Müller (DEU) – Startnummer 42.

Seit er 2001 sein Debüt in der Europameisterschaft feierte, hat Jörg Müller einen bleibenden Eindruck im Tourenwagensport hinterlassen. Zwei Mal kämpfte er bis zum Schluss um den EM-Titel und regelmäßig war er in der ETCC auf dem Treppchen anzutreffen. Nicht weniger als zwölf Siege errang er bis 2004 – so viel wie kein anderer BMW Fahrer. Auch beim Comeback der Tourenwagen-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr blieb Jörg Müller ein Garant für Erfolge: Drei Laufsiege standen für ihn am Saisonende zu Buche, darunter der beeindruckende Triumph in Magny-Cours, wo er nach Rang eins im Qualifying beide Läufe gewann und jeweils die schnellste Rennrunde fuhr.

Eine große Portion Pech sorgte jedoch dafür, dass der BMW Werksfahrer aus dem niederländischen Kerkrade nicht in den Titelkampf eingreifen konnte. Wie schon im Verlauf der Saison war Jörg Müller auch beim Finale in Macau nicht vom Glück geküsst und schied bereits kurz nach dem Start des ersten Laufs aus. An gleicher Stelle hatte er ein Jahr zuvor Geschichte geschrieben, als er seinem Sieg im Macau-F3-Grand-Prix von 1993 den Triumph beim Tourenwagenrennen folgen ließ. Ein Erfolg in beiden Disziplinen war vor ihm auf dem verwinkelten Stadtkurs noch keinem Piloten gelungen.

Als 15-Jähriger sammelte Jörg Müller erste Erfahrungen im Kart. Titel in der Formel Ford, der Formel 3 und der Formel 3000 folgten. Als Testpilot für Arrows, BMW und Sauber machte er zudem in der Formel 1 auf sich aufmerksam. Seine Leidenschaft gilt auch der Langstrecke. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans fuhr er für BMW, Nissan und Porsche. In der American Le Mans Series feierte er Siege mit dem BMW V12 LMR und gewann dort 2001 im BMW M3 GTR die GT-Klasse. Im selben Fahrzeug siegte er 2004 gemeinsam mit dem Team BMW Motorsport beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Erneut wechselte er sich am Steuer des BMW M3 GTR mit Hans-Joachim Stuck und Dirk Müller ab.


Fragen an Jörg Müller:

Ihnen steht 2006 ein neues Auto zur Verfügung. Wie war Ihr Eindruck bei der ersten Ausfahrt im BMW 320si?


Schon vor der ersten Fahrt hatte ich ein Aha-Erlebnis mit dem BMW 320si: Als ich den Wagen zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich meinen Augen kaum trauen. Das Auto ist einfach wunderschön. Wenn es im Renneinsatz nur annähernd so erfolgreich ist wie es auf den ersten Blick wirkt, dann wird es ein tolles Jahr. Bei den Testfahrten hat sich mein Eindruck auch auf der Strecke bestätigt. Wir waren auf Anhieb schnell unterwegs. Man kann also ohne zu übertreiben von Liebe auf den ersten Blick sprechen. Allerdings wird sich das wirkliche Potenzial des Wagens erst in den ersten Rennen zeigen.

Mussten Sie Ihren Fahrstil für den BMW 320si ändern?

Das Auto fühlt sich eher wie ein Formel-Rennwagen an und reagiert direkter als sein Vorgänger. Allerdings bedeutet dies nicht, dass man seinen Stil radikal ändern muss. Es gilt, die Fahrweise im Detail auf den Wagen abzustimmen. Ein Rennfahrer gewöhnt sich schnell daran, wie ein Auto reagiert.

Wie spannend ist es, an der Entwicklung eines neuen Rennautos beteiligt zu sein?

Das ist immer wieder ein faszinierendes Erlebnis. Ich habe für BMW in der Vergangenheit schon häufiger an der Entwicklung von neuen Fahrzeugen mitgewirkt. Diese Arbeit ist eine der interessantesten Aufgaben überhaupt. Man wird mit neuen Technologien sowie Versuchsteilen konfrontiert und tastet sich Schritt für Schritt ans Limit heran.

Welche Rolle spielt Erfahrung am Steuer eines Tourenwagens?

Man darf die Erfahrung eines Rennfahrers nicht überschätzen. Wenn ich mir das Feld in der WTCC genauer ansehe, dann entdecke ich viele Fahrer, die bereits unzählige Saisons im Tourenwagensport auf dem Buckel haben. Ich bin da gewiss nicht der einzige erfahrene Pilot. Auf der anderen Seite hilft mir die Erfahrung natürlich, mit der einen oder anderen Situation im Verlauf eines Rennens besser umzugehen als ich es früher getan hätte.

Ihr Teamkollege Dirk Müller stand 2005 am Saisonende vor Ihnen. Welchen Stellenwert hat für Sie das team-interne Duell?

Der Vergleich mit seinem Teamkollegen ist das Wichtigste. Beide sind mit demselben Material unterwegs. Im Duell mit dem direkten Rivalen zeigt sich die Stärke eines Piloten. Ich weiß, wie stark mein Teamkollege Dirk Müller ist. Aber ich weiß auch, was ich kann. Wir werden uns ganz sicher einen packenden Kampf liefern und uns gegenseitig zu Höchstleistungen animieren.

Wie lenken Sie sich zwischen den Rennen vom Motorsport ab?

Ich gehe sehr gerne Tauchen, dabei kann ich perfekt abschalten. Es ist für mich das Größte, unter Wasser zu sein, dahinzuschweben und nur mich selbst atmen zu hören. Ein Tag Tauchen bringt mir mehr als ein mehrwöchiger Urlaub. Ich werde versuchen, diese Momente des Abschaltens auch in diesem Jahr so oft es geht in meinem Zeitplan unterzubringen.

Was raten Sie jungen Talenten, die eine erfolgreiche Motorsport-Karriere anstreben?

Ich bin als Instruktor der Formel BMW Deutschland sehr stark in die Arbeit mit jungen Piloten einbezogen. Als Ratschlag gebe ich den Jungs immer wieder mit auf den Weg, dass sie sich nicht selbst überschätzen sollen. Oft erzeugt das Umfeld eines Piloten Druck und eine zu hohe Erwartungshaltung. Die Füße sollten jedoch immer auf dem Boden bleiben. Nur dann wird sich auch der Erfolg einstellen.


Geburtstag/-ort: 3. September 1969/Kerkrade (NLD) Wohnort: Monte Carlo Familienstand: Geschieden Website: www.joerg-mueller.org

1984–1987 Kartsport

1988 1. Platz Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft

1989 1. Platz Deutsche Formel Opel Lotus Challenge

1990 1. Platz Formel-Ford-Europameisterschaft

5. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft

1991 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Monaco

1992 7. Platz Deutsche F3-Meisterschaft

1993 Deutsche Formel-3-Meisterschaft

1. Platz F3-GP Macau

1994 1. Platz Deutsche F3-Meisterschaft

1995 BMW Werksfahrer ADAC Supertourenwagen-Cup

1996 1. Platz Formel-3000-Europameisterschaft

BMW Werksfahrer ADAC Supertourenwagen-Cup 1. Platz 24h-Rennen Spa (BMW 318is)

1997 Formel-1-Testfahrer für Arrows, 24h-Rennen Le Mans (Nissan)

1998 Formel-1-Testfahrer für Sauber

2. Platz 24h-Rennen Le Mans (Porsche GT1)

1999 BMW Werks- und F1-Testfahrer: ein ALMS-Sieg 24h-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR)

2000 5. Platz ALMS, zwei Siege (99er BMW V12 LMR),

Formel-1-Testfahrer für Michelin

2001 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (BMW M3 GTR)

2002 2. Platz ETCC, vier Siege (BMW 320i)

2003 2. Platz ETCC, fünf Siege (BMW 320i)

24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)

2004 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)

1. Platz Macau Grand Prix – Guia Race (BMW 320i) 4. Platz ETCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland Klassensieg GT2 und 6. Gesamt 24h-Rennen Spa- Francorchamps (BMW M3 GTR)

2005 5. Platz WTCC (BMW 320i), BMW Team Deutschland

2. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)



Alessandro Zanardi (ITA) – Startnummer 4.

Als Alessandro Zanardi in Oschersleben am 28. August 2005 die Ziellinie überquerte, sorgte er für einen „magischen Moment“ in der Geschichte des Motorsports. Vor Zanardi hatte noch nie ein beinamputierter Rennfahrer einen Sieg erringen können. Der Italiener erwehrte sich rundenlang der Angriffe seiner BMW Markenkollegen Jörg Müller und Andy Priaulx, ehe er seinen größten Triumph seit dem schweren Unfall auf dem Eurospeedway Lausitz 2001 perfekt machte.

Zanardi gelingt es immer wieder, die Grenzen des Machbaren neu zu definieren. Als er 2003 beim ETCC-Lauf in Monza sein Comeback in den Rennsport feierte, erschien es unwahrscheinlich, dass er je wieder ein Rennen auf dem Treppchen beenden würde. Der Rennfahrer aus Bologna strafte jedoch alle Skeptiker Lügen und arbeitete sich mit einzigartigem Willen an die Spitze zurück. 2005 fuhr Zanardi neun Mal in die Punkteränge und ließ dem Sieg in Oschersleben einen weiteren Podestplatz in Istanbul folgen. Gerade in der zweiten Saisonhälfte bewies er ansteigende Form und setzte das Potenzial des für seine Bedürfnisse modifizierten BMW 320i perfekt um. Neben seinen Erfolgen in der WTCC sicherte er sich den Titel in der italienischen Tourenwagenmeisterschaft und gewann einen Lauf beim European Touring Car Cup in Vallelunga.

Im Verlauf seiner Karriere stellte der Pilot vom BMW Team Italy-Spain sein Talent in nahezu allen wichtigen Rennserien der Welt unter Beweis und gewann zahllose Titel. Ob in der Formel 1, in der amerikanischen CART-Serie oder schon früh in der Formel 3000: Immer machte Zanardi Eindruck. Bis heute ist er in der CART-Serie der einzige Fahrer, der den Titel „Rookie of the Year“ und zwei Meistertitel in aufeinander folgenden Jahren gewann. Aber auch abseits der Strecke hat Zanardi mit seiner ihm eigenen Lebensfreude schon immer die Fans in seinen Bann gezogen. Bereits 1997 erhielt er in den USA den „Colourful Character Award“. 2005 wurde er von der Laureus World Sports Academy für das „Comeback des Jahres“ geehrt. Seit seinem Unfall ist Zanardi für viele Menschen zum Vorbild geworden. Er füllt diese Rolle mit Stolz aus. So eröffnete der 39-Jährige etwa am 10. März die paralympischen Winterspiele in Turin.


Fragen an Alessandro Zanardi:

Mit Ihrem Sieg in Oschersleben haben Sie 2005 die Motorsport-Welt bewegt. Was bedeutet Ihnen der Erfolg rückblickend?


Die Reaktionen auf meinen Sieg haben mich geehrt und stolz gemacht. Es war ganz sicher einer der bedeutendsten Erfolge in meiner Laufbahn, aber nicht, weil ich mit einer Behinderung antrete. Ich musste hart für den Sieg kämpfen und mich gegen einige der stärksten Piloten der Welt behaupten.

Allerdings gebe ich mich damit nicht zufrieden. Wir arbeiten ununterbrochen, um noch stärker zu werden. Fahrer – besonders, wenn sie aus Italien kommen – sind sehr abergläubisch und mögen es häufig nicht, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Auch ich blicke lieber in die Zukunft. Und da habe ich noch viel vor.

Wie realistisch sind weitere Siege in der Saison 2006?


Zum Ende der vergangenen Saison haben nur wenige Fahrer mehr Punkte gesammelt als ich. Es war also ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen, der uns zusätzlich motiviert. Allerdings können wir natürlich nicht erwarten, dass es 2006 so weitergeht und wir die Meisterschaft gewinnen. Das realistische Ziel ist, regelmäßig um Podestplätze zu kämpfen. Und mit ein bisschen Glück, ist vielleicht ein weiterer Sieg möglich. Zunächst müssen wir uns jedoch in vielen Bereichen weiter verbessern.

Wird die WTCC in diesem Jahr noch spannender?


Die Meisterschaft hat sich in der Vergangenheit schnell und positiv entwickelt. Nun steuern wir auf eine entscheidende Phase zu. Die WTCC ist mittlerweile für viele Hersteller interessant und macht es möglich, mit einem relativ geringen finanziellen Aufwand bei einer von nur drei FIA-Weltmeisterschaften dabei zu sein. Daher wird das Feld weiter wachsen. Je mehr Autos auf einem hohen Niveau gegeneinander antreten, desto spannender wird die WM.

Sie treten 2006 nur noch bei einer Veranstaltung in Italien an…

Ja, Imola ist in diesem Jahr nicht mehr im Kalender. Das stimmt mich ein wenig wehmütig. Es ist eine fantastische Strecke. Wir haben dort im vergangenen Jahr sehr gut ausgesehen. Glücklicherweise trete ich 2006 erneut in der italienischen Tourenwagenmeisterschaft an – und die macht in Imola Station. Auf die neuen Kurse im WTCC-Kalender freue ich mich. Es ist generell nicht so wichtig, wo man antritt. Wenn man gut abschneidet, freut man sich auf jeder Strecke.

Ihr Leben soll verfilmt werden. Was können Sie über das Projekt sagen?


Es gibt in der Tat Menschen, die davon überzeugt sind, dass meine Geschichte ein Erfolg an der Kinokasse werden könnte. Ich bin sehr stolz darauf. Derzeit laufen die grundsätzlichen Planungen, aber ich weiß wirklich nicht, ob der Film zustande kommen wird. Sollte es so sein, dann bin ich sicher in gewisser Form beteiligt.

Wer könnte Sie auf der Leinwand verkörpern?

Das ist keine einfache Frage. Spontan fällt mir Russell Crowe ein...


Geburtstag/-ort: 23. Oktober 1966/Bologna (ITA)

Wohnort: Padova (ITA)

Familienstand: Verheiratet mit Daniela, ein Sohn: Niccolo

Website: www.alex-zanardi.com



1980–1984 Kartsport

1985 1. Platz italienische Kartmeisterschaft

1986 1. Platz italienische Kartmeisterschaft

1987 1. Platz Kart-Europameisterschaft

1988 12. Platz italienische Formel-3-Meisterschaft

1989 7. Platz italienische Formel-3-Meisterschaft, zwei Polepositions und zwei zweite Plätze

Debüt Int. FIA Formel-3000-Meisterschaft in Dijon

1990 2. Platz ital. Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege

1. Platz Le Mans Formel-3-Europa-Cup

Poleposition beim Formel-3-Grand-Prix Monaco

1991 2. Platz Int. FIA Formel-3000-Meisterschaft, zwei Siege

drei Formel-1-Rennen für Jordan

1992 Formel-1-Testfahrer für Benetton, drei GP für Minardi (nur in Deutschland qualifiziert)

1993 Formel-1-Saison mit Lotus

1994 Formel-1-Test- später Stammfahrer für Lotus

1995 Britische Produktionswagen-Meisterschaft (Lotus Esprit), ein Sieg in der GT2-Klasse

1996 3. Platz IndyCar World Series (Chip Ganassi Racing), drei Siege, Rookie of the Year

1997 1. Platz CART World Series (Chip Ganassi Racing), vier Siege, Auszeichnung: PPG Colourful Character Award

1998 1. Platz CART World Series (Chip Ganassi Racing), sechs Siege

1999 Formel-1-Saison mit WilliamsF1

2001 CART Meisterschaft (Mo Nunn Racing)

15. September: schwerer Unfall auf dem EuroSpeedway Lausitz, bei dem er beide Beine verliert

2003 Comeback beim Finale der ETCC in Monza mit dem BMW Team Italy-Spain (BMW 320i)

2004 14. Platz ETCC (BMW 320i), BMW Team Italy-Spain

2005 10. Platz WTCC (BMW 320i), BMW Team Italy-Spain, ein Sieg in Oschersleben

1. Platz ital. Tourenwagenmeisterschaft (BMW 320i)

Laufsieg beim European Touring Car Cup (BMW 320i)


Marcel Costa (ESP) – Startnummer 5.

Mit der Teilnahme an der Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2006 im BMW Team Italy-Spain geht für Marcel Costa ein langjähriger Traum in Erfüllung. Der 27-Jährige will im stark besetzten Fahrerfeld der WTCC einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Costas Karriere begann im Kart. Schon früh konnte er auch außerhalb seines Heimatorts Guardiola del Bergueda nahe Barcelona auf sich aufmerksam machen. Unter anderem errang er 1995 den zweiten Platz in der spanischen Kartmeisterschaft.

In den folgenden Jahren zog Costa aus, um sich auch auf internationalem Terrain zu präsentieren. So startete er in der französischen Formel Campus und in der Formel Renault. Der Durchbruch gelang ihm jedoch nach seiner Rückkehr in heimische Gefilde. Nach dem Lehrjahr 2001, das er auf dem siebten Platz abschloss, sicherte er sich 2002 den Titel in der spanischen Formel-3-Meisterschaft. Aber auch in GT-Autos erweiterte der WTCC-Debütant seinen Erfahrungsschatz und trat in ganz Europa an.

Auch abseits der Rennstrecke beschäftigt sich Costa hauptsächlich mit Sport. Er fährt leidenschaftlich gerne Ski und fiebert bei Sportarten aller Couleur am Fernseher mit. Als Instruktor in einer Motorsport- und Fahrsicherheitsschule gibt er sein Wissen zudem an Autofahrer und Nachwuchspiloten weiter. Auch in Sachen Technik ist Costa ein Experte: Er hat erfolgreich ein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik absolviert. 2006 wird er alles daran setzen, gemeinsam mit Alessandro Zanardi WM-Punkte für das BMW Team Italy-Spain zu sammeln.


Fragen an Marcel Costa:

Was bedeutet es Ihnen, 2006 in der FIA WTCC anzutreten?


Ich bin sehr froh, dass ich in diesem Jahr die Gelegenheit habe, mich mit den weltbesten Tourenwagen-Fahrern zu messen. Auf diese Chance, mein Talent in einer so großen Serie unter Beweis zu stellen, habe ich lange gewartet.

Haben Sie die WM-Rennen im vergangenen Jahr verfolgt?

Ja, natürlich habe ich mir so viele Rennen wie möglich angesehen. Das Feld ist gespickt mit Top-Piloten. Auf mich kommt eine Umstellung zu, denn ich bin bislang nur in Formelautos und in GT-Rennwagen angetreten. Vor allem im Duell mit vielen Fahrzeugen, die dicht beieinander sind, muss ich erst Erfahrungen sammeln. Aber ich bin überzeugt, dass ich mich schnell mit dem BMW 320si vertraut machen werde und eine gute Rolle spielen kann.

Welche Bedeutung hat der Motorsport in Ihrem Heimatland Spanien?

Motorsport spielt in Spanien eine große Rolle. Früher galt die Aufmerksamkeit der Fans vor allem dem Motorradsport. Aber spätestens seit dem Gewinn der Formel-1-Weltmeisterschaft durch Fernando Alonso sind die Spanier auch verrückt nach Rennsport auf vier Rädern. Ich möchte 2006 dazu beitragen, dass auch die WTCC in meiner Heimat noch bekannter wird.

Dazu haben Sie vor allem bei Ihrem Heimrennen in Valencia die Gelegenheit

Ja, auf die beiden Rennen in Valencia freue ich mich besonders. Es ist immer schön, vor heimischer Kulisse im Auto zu sitzen. Die Läufe auf dem Circuit de la Comunitat Ricardo Tormo sind der Abschluss der Europa-Saison der WTCC. Anschließend geht es zum Saisonfinale nach Macau. Die Ausgangslage dürfte in Valencia daher auch in diesem Jahr sehr spannend sein. Ich mag die Strecke und hoffe, dass ich meinen Landsleuten eine gute Leistung zeigen kann.

Welche Ziele haben Sie sich für Ihre erste WTCC-Saison gesteckt?

Für mich wird es zunächst darauf ankommen, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln. Ich möchte lernen und mich Schritt für Schritt verbessern. Natürlich habe ich mir auch vorgenommen, WM-Punkte zu sammeln und BMW dabei zu unterstützen, den Herstellertitel zu verteidigen.

Freuen Sie sich auf die Zusammenarbeit mit Teamchef Roberto Ravaglia und Alessandro Zanardi?

Roberto ist ein toller Mensch – und ein unglaublicher Rennfahrer noch dazu. Ich habe seine Rennen früher im Fernsehen gesehen. Ich danke ihm für das Vertrauen, das er in mich setzt und hoffe, dass ich seine Erwartungen erfüllen kann. Das BMW Team Italy-Spain ist eines der stärksten Teams in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Das hat Alessandro Zanardi mit seinem Sieg in Oschersleben im vergangenen Jahr bewiesen. Er ist ein Ausnahmesportler, und ich kann mir sicher viel von ihm abschauen. Eine stärkere Mannschaft um mich herum hätte ich mir für meinen Einstieg in die WTCC kaum wünschen können.

Wie bereiten Sie sich auf die Einsätze bei den 20 Rennen vor?

Ich arbeite hart, um mich von Beginn an in perfekter Form präsentieren zu können. Mehrere Tage in der Woche verbringe ich im Fitnessstudio und arbeite an meiner Ausdauer. Außerdem bin ich bis in die Zehenspitzen motiviert und kann das erste Rennen kaum erwarten.


Geburtstag/-ort: 4. November 1978/Guardiola del Bergueda (ESP)

Wohnort: Guardiola del Bergueda (ESP)

Familienstand: Ledig



bis 1995 zahlreiche Erfolge im Kartsport

1994 4. Platz spanische Kartmeisterschaft (125 ccm)

1995 2. Platz spanische Kartmeisterschaft (100 ccm)

1996 Sieger des Programms „Elf Campus Piloten“

1997 1. Platz Formel Campus Renault Elf

1998 14. Platz Formel Renault France

1999 9. Platz in der französischen Formel-3-Meisterschaft (Klasse B)

2000 Spanische Formel Super Toyota

2001 7. Platz spanische Formel-3-Meisterschaft, ein Sieg

2002 1. Platz spanische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege und neun Podestplätze

Teilnahme F3-GP Macau

Teilnahme F3 Super Prix Korea

2003 3. Platz spanische GT-Meisterschaft

2005 4. Platz beim Saisonfinale der spanischen GT-Meisterschaft

1. Platz 24h-Rennen Montmeló
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