Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 25.01.2006, 11:11     #7
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.738

CE-
6. Die Historie.

BMW Motorsport.

Sportlichkeit ist Programm.


BMW sammelte rund um den Globus Rennsport-Erfolge. Mit Motorrädern, Tourenwagen und Sportwagen, bei Rallyes, in der Formel 2, in der Formel 1 – und verlor dabei die Talentförderung nie aus den Augen. Innovative Technik für sportliche Wettbewerbe und Rekordjagden gehören seit den frühen Tagen des Unternehmens zum Selbstverständnis von BMW. Es hat die Serienfahrzeuge geprägt – und Motorsport-Geschichte geschrieben.

Anfänge – der BMW Flugzeugpropeller landet.

Der stilisierte Propeller im BMW Emblem erinnert an frühe Weltrekorde mit Flugzeugmotoren. Nach zahlreichen Meistertiteln mit Motorrädern setzt sich bei BMW auch der Automobilsport durch. 1940 gelingt ein Doppelsieg bei dem legendären italienischen Straßenrennen Mille Miglia mit dem BMW 328. Im Deutschland der Nachkriegszeit steht der Tourenwagensport zunächst im Hintergrund, in diesen Jahren wird der Motorrad- und Rekordfahrer Schorsch Meier auf BMW Boxer zum Volkshelden. Ebenfalls mit Boxer-Motoren erringt BMW von 1953 bis 1973 im Seitenwagensport 19 Weltmeistertitel.

Tourenwagen – die starke Säule des BMW Motorsports.

In den 60er Jahren werden Tourenwagenengagements zur zentralen Säule des BMW Motorsports. Mit dem BMW 700 wird Hans Stuck senior 1960 Deutscher Meister. Hubert Hahne gewinnt 1964 im BMW 1800Ti die Deutsche Rundstreckenmeisterschaft. Nach Einführung des BMW 2000Ti wird Josef Schnitzer zwei Jahre später Deutscher Tourenwagenmeister. Im BMW 2002, mit dem Dieter Quester 1968 und ’69 Tourenwagen-Europameister wird, kommt erstmals ein Turbolader zum Einsatz. In den Jahren 1973 bis 1979 werden weitere sechs Tourenwagen-Europameisterschaften mit dem BMW 3.0 CSL gewonnen. Mit dem BMW 320 des Schnitzer-Teams wird Harald Ertl 1978 Deutscher Rennsportmeister.

Mitte der 80er Jahre ist das imposante BMW 635 CSi Coupé in der Tourenwagen-EM das Auto, das es zu schlagen gilt. Nach Einzelsiegen 1985 holt der Italiener Roberto Ravaglia 1986 den EM-Titel. 1987 geht der schlanke, kernige Nachfolger des 6er Coupés an den Start: der BMW M3 – eine Fahrmaschine mit 355 PS aus einem 2,5-Liter-Vierzylindermotor. Im ersten Einsatzjahr holt BMW damit den Weltmeistertitel (Ravaglia), den EM-Titel (Winni Vogt) sowie neun weitere Championate. Der M3 wird zu Legende – ob Asien-Pazifik-Meisterschaft, Berg-EM oder Rallye-Einsätze. Bis einschließlich 1992 erzielen BMW M3-Piloten über 1500 Einzelsiege und mehr als 50 internationale Titel.

Supertourenwagen – die Stars der 90er.

Für eine neue, seriennähere Tourenwagenklasse – damals Klasse 2 oder Zweiliter-Klasse genannt, später Supertourenwagen oder kurz STW – baut BMW erneut einen Tourenwagen der Superlative: den BMW 320i. Von 1993 bis einschließlich 1998 gewinnt BMW mit diesem 320i (E36) international 29 Meistertitel, darunter drei in Deutschland.

Renaissance der Tourenwagen-EM.

2001 lebt das EM-Prädikat der FIA nach 13 Jahren Unterbrechung wieder auf. Der Entstehungsprozess wird von BMW mit großem Interesse verfolgt und mitgeprägt. Peter Kox (NLD) holt 2001 prompt den 21. Tourenwagen-Europameisterschaftstitel für BMW – in einem von Ravaglia Motorsport eingesetzten BMW 320i. Ab 2002 gehört die European Touring Car Championship (ETCC) zum BMW Motorsport Programm. Allerdings nicht als klassischer Werkssport, sondern als Engagement verschiedener nationaler Vertriebe, die bis zu fünf Länderteams an den Start bringen. 2002 schneidet das BMW Team Germany (Schnitzer-Motorsport) am besten ab: Die BMW Werksfahrer Jörg Müller und Dirk Müller belegen die EM-Plätze zwei und vier. In der Markenwertung wird BMW Zweiter.

2003 sichert sich BMW den Herstellertitel schon im vorletzten Lauf. Jörg Müller muss sich im Kampf um den Fahrertitel mit einem Punkt Rückstand geschlagen geben. 2004 siegt BMW erneut vorzeitig in der Markenwertung. Diesmal geht auch die Fahrerkrone an einen BMW Piloten: Andy Priaulx aus England gewinnt hauchdünn vor seinem Markenkollegen Dirk Müller. Damit stehen für BMW 24 EM-Titel im Tourenwagensport zu Buche.

2005 wird BMW wieder Tourenwagen-Weltmeister.

Zum ersten Mal nach 1987 wird 2005 wieder eine Tourenwagen-Weltmeisterschaft ausgetragen. Die FIA World Touring Car Championship (WTCC) ersetzt die ETCC. 1987 gewann Roberto Ravaglia im BMW. 2005 sichert sich Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK/RBM mit dem BMW 320i den Weltmeistertitel. Auch in der Hersteller-WM machen die Fahrer der vier BMW Länderteams den Sieg perfekt. In der Wertung der Privatfahrer siegt ebenfalls ein BMW Pilot: Marc Hennerici (Mayen).

Marathon Men – Nürburgring, Spa und Le Mans.

BMW ist die mit Abstand erfolgreichste Marke beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. 1970, beim Debüt der Veranstaltung, gehört Hans-Joachim Stuck ebenso zum Siegerteam wie 1998, als BMW als erster Hersteller solch einen Marathon mit einem Dieseltriebwerk gewinnt. Und auch 2004 ist Stuck an Bord des M3 GTR, mit dem BMW den 17. Gesamtsieg in der „Grünen Hölle“ erringt. 2005 feiert BMW Motorsport mit dem M3 GTR den 18. Gesamtsieg und den zweiten Doppelsieg in Folge. Die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gewinnen BMW Tourenwagen bis einschließlich 1998 sogar 21 Mal.

Am 13. Juni 1999 gelingt der erste BMW Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans vor einem der stärksten Starterfelder in der Geschichte dieses Klassikers. Nachdem 1995 bereits der geschlossene Sportwagen McLaren F1 GTR mit dem BMW V12-Zylinder gewonnen hat, wird 1999 mit der Weiterentwicklung dieses Motors erstmals auch der Sieg mit einem offenen Sportwagen gefeiert. 366 Runden à 13,6 Kilometer haben die Sieger Joachim Winkelhock (DEU), Pierluigi Martini (ITA) und Yannick Dalmas (FRA) mit dem BMW V12 LMR zurückgelegt. In der BMW Box wird gemeinsam gefeiert, aber auch einander getröstet: Der zweite BMW V12 LMR mit Tom Kristensen (DNK), JJ Lehto (FIN) und Jörg Müller (DEU) ist nach einer 18 Stunden währenden Führung vier Stunden vor Rennende nach Unfall ausgefallen.

Sportwagen – international und in Übersee.

Was Mitte der 90er Jahre mit dem McLaren F1 GTR und seinem BMW Zwölfzylinder-Motor begonnen hat, wird 1999 mit dem BMW V12 LMR fortgesetzt. War die FIA GT-Meisterschaft das Terrain für den erfolgreichen Werkseinsatz des geschlossenen Boliden (1997 Meisterschaftsplatz zwei), wird die American Le Mans Series (ALMS) das Feld des BMW V12 LMR. Mit dem weiterentwickelten, 580 PS starken Sechsliter-V12 werden 1999 und 2000 sechs Siege in der ALMS gefeiert.

2001 wechselt BMW in der ALMS von der Prototypen- in die GT-Klasse. Erneut unter der Regie von Charly Lamm siegt der bullige BMW M3 GTR in allen Disziplinen: BMW Werksfahrer Jörg Müller gewinnt die Fahrermeisterschaft, BMW Motorsport das Teamklassement, und BMW wird Markenmeister im wichtigsten Auslandsmarkt des Unternehmens.

Frühe Talentförderung im und um den Formelsport.

In den Jahren 1973 bis 1982 ist der BMW Vierzylinder-Motor in der Nachwuchsliga Formel 2 das Maß der Dinge. Jean-Pierre Jarier wird 1973 Europameister, Patrick Depailler ’74, Jacques Laffite ’75, Bruno Giacomelli ’78, Marc Surer ’79 und Corrado Fabi ’82. Sie alle schaffen später den Sprung in die Formel 1, in deren Rahmenprogramm die Formel 2 zumeist fährt.

Ebenfalls im Rahmen der Grands Prix setzt BMW 1979 und ’80 eine neue Idee um: die Procar-Serie. In dem edlen Markenpokal mit dem Straßen-Sportwagen BMW M1 treten regelmäßig junge Talente gegen die schnellsten Fünf des Formel-1-Qualifyings an. In den späten 70er Jahren macht sich das BMW Junior Team (Eddie Cheever, Marc Surer, Manfred Winkelhock) als „Wilde Reiter GmbH“ einen Namen.

Formel BMW – heute der Maßstab in der Nachwuchsförderung.

1991 startet im Formelsport eine gemeinsame Talentförderung von BMW und ADAC. Formel-1-Piloten wie Ralf Schumacher, Timo Glock oder Christian Klien lernen dort das Formel-ABC. In den Jahren 1998 bis 2001 startet die Serie in zwei Klassen. 2002 erfolgen einschneidende Veränderungen: Der neue Formel BMW debütiert. Er ist ein kleiner Formelrennwagen mit hochmodernem Kohlefasermonocoque, greift Formel-1-Standards auf, verfügt über einen 140 PS starken BMW Motorradmotor und setzt in Fragen der Sicherheit Maßstäbe. In der Nachwuchsklasse treten teilweise erst 15-jährige Talente aus dem Kartsport an. Sie erhalten eine umfangreiche Ausbildung. Zum Coachingprogramm gehören: Fahrtechnik und Taktik, Fahrzeugdynamik und Chassis-Setup, Fitnesstraining und Ernährung, Medientraining und PR sowie Sponsoring und Sportmanagement.

Die aussichtsreichsten Talente sowie der beste Neueinsteiger des Vorjahres werden jeweils mit Stipendien belohnt. Allein in der Deutschen Formel BMW ADAC Meisterschaft sind dies 50 000 Euro pro Förderfahrer. Das Konzept der Formel BMW wird international: 2003 startet die Formula BMW Asia, 2004 kommen die Formula BMW UK Championship und die Formula BMW USA hinzu. Alle Serien tragen auch Rennen im Rahmen von Formel-1-Grands-Prix aus. 2005 hat erstmals ein Weltfinale stattgefunden.

Formel 1 mit schierer Power.

Am 24. April 1980 gibt BMW das erste Engagement des Unternehmens als Motorenlieferant in der Formel 1 bekannt. Paul Rosche konstruiert aus einem Vierzylinder-Serienblock ein auf 1,5 Liter Hubraum reduziertes Vierventil-Triebwerk. Mit Spezial-Kraftstoff und Abgasturbolader leistet dieser anfangs etwa 650 PS. Später werden bis zu 1400 PS daraus.

Am 23. Januar 1982 starten Nelson Piquet und Riccardo Patrese beim Saisonauftakt in Kyalami auf Brabham BMW zum ersten Einsatz aus der ersten Reihe. Sie scheiden wegen Unfalls bzw. Ölverlusts früh aus.

Am 9. Mai 1982, beim fünften Renneinsatz des neuen Motors, sammelt Piquet als Fünfter des GP Belgien die ersten WM-Punkte. Den ersten Sieg erringt der Brasilianer am 13. Juni jenen Jahres in Montréal, die erste Poleposition am 15. August in Zeltweg.

Für die WM 1983 gelingt es Brabham-Konstrukteur Gordon Murray in bemerkenswerter Geschwindigkeit, auf ein neues technisches Reglement zu reagieren. Zudem ist die BMW Turbo-Power wiederum gewachsen. Piquet gewinnt den Auftakt in São Paulo. Dort startet neben Piquet und Patrese erstmals ein dritter BMW Turbo-Kunde: Manfred Winkelhock im ATS BMW.

Weltmeister nach 630 Tagen.

Die Saison ’83 wird ein Thriller. Es dauert zwölf Rennen und genau ein halbes Jahr, ehe Piquet wieder gewinnt. Doch er behält die Nerven und sammelt fleißig Punkte. Das Team perfektioniert Murrays Idee vom „geplanten Boxenstopp“ – der Konstrukteur im Hippie-Look versteht es, aus besseren Rundenzeiten dank geringeren Tankinhalts Kapital zu schlagen. Siege erzielt Piquet noch in Monza und in Brands Hatch. Beim Finale in Kyalami reicht ihm der dritte Platz für den Weltmeistertitel. 630 Tage sind seit dem ersten Einsatz des BMW Triebwerks vergangen.

1984 wird Piquet WM-Fünfter. Ebenfalls für Brabham sind im Laufe der Saison Manfred Winkelhock sowie die Brüder Teo und Corrado Fabi im Einsatz. Mit einem ATS BMW gibt Gerhard Berger sein Formel-1-Debüt.

1985 fährt Berger an der Seite von Thierry Boutsen einen Arrows BMW, bestplatzierter BMW Pilot wird erneut Piquet auf Brabham BMW als WM-Achter. 1986 übernimmt Berger die Rolle des Bestplatzierten mit BMW Power, der Österreicher wird WM-Siebter. In Mexiko erzielt er in einem Benetton den letzten Sieg für den BMW Vierzylinder. Ende 1987 wird der Bau dieser BMW F1-Motoren eingestellt – die Turbo-Ära in der Formel 1 ist vorbei.

Vorbereitung auf das Formel-1-Comeback.

Am 8. September 1997 gibt BMW auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt bekannt, nach zwölf Jahren Pause zur Saison 2000 mit WilliamsF1 in die Formel 1 zurückzukehren.

Paul Rosche konstruiert den ersten BMW Formel-1-V10-Zylinder der Neuzeit und betreut den Bau der neuen Motorenfabrik in München, sie entsteht in unmittelbarer Nähe des BMW Forschungs- und Innovationszentrums FIZ.

Zum 1. Oktober 1998 nimmt Gerhard Berger seine Tätigkeit als BMW Motorsport Direktor auf. Im April 1999 wird der Techniker Dr. Mario Theissen zum zweiten BMW Motorsport Direktor an seine Seite berufen.

Im Dezember 1998 verpflichtet BMW Jörg Müller als Formel-1-Testfahrer. Bis zum Sommer 1999 wird das Team auf fast 200 Mitarbeiter ausgebaut. Rosche, der 42 Jahre lang BMW Rennmotoren konstruiert hat, geht Ende 1999 in Ruhestand.

Ab dem 27. April 1999 um 9.26 Uhr testet BMW den Formel-1-Motor im Fahrbetrieb, zunächst auf dem firmeneigenen Versuchsgelände im französischen Miramas. Als Testträger dient ein von WilliamsF1 übernommenes 98er Chassis, pilotiert von Müller. Mit der Aufnahme der offiziellen FIA-Testfahrten am 1. Dezember 1999 in Jerez beginnt die Geschichte des BMW WilliamsF1 Teams.

Spurt aus dem Stand.

Die gemeinsame Karriere von BMW und WilliamsF1 beginnt mit einer Sensation: Ralf Schumacher kommt am 12. März 2000 in Australien beim ersten Grand Prix der deutsch-englischen Mannschaft als Dritter ins Ziel und sorgt damit für den erfolgreichsten Formel-1-Einstieg eines Motorenherstellers seit 1967.

Hohe Zuverlässigkeit und unermüdliche Weiterentwicklung prägen die Saison. Schumacher und der junge Engländer Jenson Button platzieren sich 14 Mal in den Punkterängen. Schumacher steht drei Mal als Dritter auf dem Podium. Das BMW WilliamsF1 Team belegt in der Debütsaison mit 36 Punkten Rang drei in der WM der Konstrukteure.

Im Jahr 2001 schon ein Siegerteam.

2001 übertrifft das Team die eigenen Erwartungen. Mit vier souveränen Siegen hatte niemand gerechnet. Ralf Schumacher und sein kolumbianischer Teamkollege Juan Pablo Montoya fahren jetzt an der Spitze mit, zusammen erzielen sie neun Podiumsplätze. Das BMW WilliamsF1 Team etabliert sich mit 80 Punkten als drittes Top-Team.

WM-Zweiter im dritten Jahr.

Im dritten Jahr der Partnerschaft erreicht das Team das nächste Etappenziel: Rang zwei in der WM der Konstrukteure. McLaren-Mercedes wird übertrumpft, aber die Überlegenheit von Ferrari ist geradezu erdrückend. Am Saisonende haben die Weltmeister aus Italien 221 WM-Zähler und damit so viele wie alle anderen Teams zusammen.

Schumacher und Montoya feiern in Malaysia den ersten Doppelsieg, elf weitere Podiumsplatzierungen kommen hinzu. Beim 16. von 17 GP sichert sich die Mannschaft vorzeitig den zweiten WM-Platz. Auch sieben Polepositions durch Montoya sorgen 2002 für Respekt. Im Monza-Qualifying bricht der Kolumbianer mit der höchsten je mit einem F1-Rennwagen auf einer Runde erzielten Durchschnittsgeschwindigkeit einen 17 Jahre alten Rekord. Ganz vorn platziert sich das BMW WilliamsF1 Team außerdem in der Zuverlässigkeitsstatistik: Kein Team schafft so viele Rennrunden.

2003 WM-Chancen bis zum Finale.

Der FW25 ist eine innovative Neukonstruktion. Ein kürzerer Radstand ist hauptverantwortlich dafür, dass das Team Erfahrungswerte über Bord werfen muss. Trotz enttäuschender Tests bleibt der Glaube an das neue Konzept ungebrochen. Mit großem Einsatz wird der FW25 unter dem Druck der laufenden Saison zu einem Siegerauto geformt. In Monaco ist der Wagen mit dem BMW P83 Motor unschlagbar: Schumacher erzielt die Poleposition, Montoya gewinnt das prestigeträchtige Rennen. In Kanada stehen beide Fahrer auf dem Podium, auf dem Nürburgring und in Magny-Cours gelingen Doppelsiege, in Hockenheim gewinnt Montoya mit über 65 Sekunden Vorsprung.

Mit vier Punkten Vorsprung in der Konstrukteurswertung reist das Team zu den letzten beiden GP (USA und Japan). Der BMW P83 Motor dreht 19 200 U/min. Doch schon in Indianapolis addieren sich eine Bestrafung und ein heftiger Schauer zum Verlust von Montoyas Titelchancen. In Japan trifft ihn in Führung liegend der zweite technisch bedingte Ausfall der Saison, der die Hoffnungen auf den Konstrukteurspokal begräbt. Dennoch: Mit 144 Punkten übertrifft man deutlich das Vorjahresergebnis – 2002 hatten 92 WM-Zähler für den zweiten Rang in der Konstrukteurs-WM gereicht.

2004 zum ersten Mal hinter den Erwartungen.

Nachdem das BMW WilliamsF1 Team vier Jahre lang stets die eigenen Erwartungen übertroffen hat, bleibt es 2004 erstmals dahinter zurück. Der FW26 mit seinem neuen Aerodynamikkonzept und der auffälligen Nase gibt bei den Wintertests allen Anlass zu großen Hoffnungen. Doch schon bei den ersten Rennen wird klar, dass die konzeptionellen Nachteile die in der Simulation ermittelten Vorteile überwiegen.

Tiefpunkt der Saison werden die GP Kanada und USA. In Montréal werden beide Fahrer aus der Wertung genommen. In Indianapolis wird Montoya disqualifiziert, Schumacher erleidet einen schweren Unfall. Er muss für sechs GP pausieren und wird von Marc Gené und Antonio Pizzonia vertreten.

Erst in der zweiten Saisonhälfte beginnt mit einem stark veränderten Chassis ein Aufwärtstrend. Beim GP Italien wird außerdem die letzte Ausbaustufe des BMW P84 Motors gezündet und zeigt mit zwei Weltrekorden Wirkung: Im Prequalifying erzielt Montoya mit 262,242 km/h die höchste bis dato in der F1 gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit. Im Rennen fährt Pizzonia 369,9 km/h Spitzengeschwindigkeit. Montoyas Sieg beim Finale in Brasilien sorgt für einen versöhnlichen Saisonausklang.

Schlussakkord und Neuanfang.

2005 wird die zweite schwierige Saison in Folge. Der FW27 erweist sich als nicht konkurrenzfähig. Das BMW WilliamsF1 Team bleibt sieglos und fällt auf Platz fünf in der Herstellerwertung zurück. Saisonhöhepunkte sind die Läufe in Monaco und auf dem Nürburgring. Im Fürstentum stehen der Deutsche Nick Heidfeld und sein australischer Teamkollege Mark Webber als Zweiter und Dritter auf dem Podium. In der Eifel erzielt Heidfeld eine Woche später die einzige Poleposition und kommt erneut als Zweiter ins Ziel. Zuvor ist Heidfeld in Malaysia auf Platz drei gefahren.

Die sechste gemeinsame Saison, mit 19 GP die längste der F1-Geschichte, markiert auch das Ende der Kooperation von BMW und WilliamsF1. BMW übernimmt das Schweizer Team Sauber und geht ab 2006 in Eigenregie an den Start.

Zwischenbilanz.

Die Bilanz der sechs Jahre von 2000 bis einschließlich 2005: zehn Siege, davon drei Doppelsiege, insgesamt 45 Podestplätze und 17 Polepositions in 104 Rennen.

Die erste Grand-Prix-Teilnahme eines BMW Motors datiert auf 1952. Aus der Zeit vor 2000 stehen für BMW 96 Teilnahmen, 9 Siege und 15 Polepositions zu Buche.

Chronologie der BMW Erfolge.

17.6.1919 Der erste Weltrekord: Zeno Diemer erreicht mit einem BMW Sechszylinder Flugmotor 9760 Meter Höhe.

1925/26 Mit dem Motorrad BMW R37 werden über 200 Siege und zwei Deutsche Meistertitel gewonnen.

28.11.1937 Weltrekord für Motorräder: Ernst Jakob Henne erreicht auf einer Autobahn bei Frankfurt 279,5 km/h.

1936–53 Schorsch Meier erringt auf BMW Boxer sieben Motorrad-Meistertitel.

1940 1., 2., 4. und 5. Platz für BMW 328 beim Straßenrennen Mille Miglia in Italien.

1954–73 Siegreiche Gespanne: Mit dem Boxer-Einspritzer erringt BMW 19 Weltmeistertitel im Seitenwagensport.

1960 Hans Stuck senior wird auf BMW 700 Deutscher Meister.

1964 Hubert Hahne wird mit dem BMW 1800Ti Deutscher Rundstreckenmeister.

1966 Josef Schnitzer wird auf BMW 2000Ti Deutscher Tourenwagen-Meister; Hubert Hahne schafft im BMW 2000Ti als Erster eine Runde auf dem Nürburgring (22,835 km) in weniger als zehn Minuten, in genau 9.58,5 Minuten.

1968 Premiere des nach dem Konstrukteur Karl Apfelbeck benannten Radial-Vierventil-Motors in der Formel 2 und im BMW Monti. Unter Einsatz von Nitromethan gelingen acht Weltrekordfahrten; 1. Platz Tourenwagen-EM, Dieter Quester, BMW 2002.

1969 1. Platz Tourenwagen-EM, Dieter Quester, BMW 2002, erstmals kommt ein Turbomotor zum Einsatz.

1970 1. Platz 24 Stunden Nürburgring, BMW 2002Ti, Hans-Joachim Stuck; erster Sieg mit dem 1600er Formel-2-Motor, Jacky Ickx in Salzburg.

1973 1. Platz Tourenwagen-EM, Toine Hezemans, BMW 3.0 CSL; 1. Platz Rallye-WM-Lauf Österreich, Achim Warmbold/Jean Todt, BMW 2002.

1973–82 Sechs Fahrer werden mit dem BMW Vierzylinder Formel-2-Europameister: Jean-Pierre Jarier (’73), Patrick Depailler (’74), Jacques Laffite (’75), Bruno Giacomelli (’78), Marc Surer (’79), Corrado Fabi (’82).

1974 Hans-Joachim Stuck erzielt mit dem BMW 3.0 CSL in 8.09,6 Minuten eine neue Rekordrunde auf dem Nürburgring.

1977 Das BMW Junior Team mit Eddie Cheever, Marc Surer und Manfred Winkelhock startet auf BMW 320; 1. Platz Tourenwagen-EM, Dieter Quester, BMW 3.0 CSL.

1978 1. Platz Deutsche Rennsport-Meisterschaft, Harald Ertl, Team Schnitzer, BMW 320 Turbo.

bis 1979 insgesamt sechs Europameistertitel mit dem BMW 3.0 CSL.

1979/80 In der „Procar-Serie“, dem Markenpokal mit dem Sportwagen BMW M1, treten Formel-1- und Tourenwagenfahrer im Rahmen von Grands Prix an.

1980–2004 Zehn Siege des BMW Team Schnitzer beim Tourenwagen-Rennen in Macau: 1980, ’81, ’83, ’87, ’88, ’91, ’92, ’94, ’98, 2004.

1980 1. Platz Tourenwagen-EM, Siegfried Müller , Team Eggenberger, BMW 635 CSi.

1981 1. Platz Tourenwagen-EM, Helmut Kelleners/Umberto Grano, BMW 635 CSi; 1. Platz Motorradwertung Rallye Paris-Dakar, Hubert Auriol, BMW R80.

1982 Formel-1-Einstieg: Brabham BMW mit Nelson Piquet und Riccardo Patrese, erste Punkte am 9. Mai in Zolder, GP Belgien (5. Platz, Piquet); erster Sieg am 13. Juni in Montréal, GP Kanada (5. Rennen, Piquet); erste Poleposition am 15. August in Zeltweg, GP Österreich (Piquet).

1983 1. Platz Formel-1-Weltmeisterschaft der Fahrer, Nelson Piquet, Brabham BMW; erster Einsatz des BMW F1-Motors im ATS-Team (Manfred Winkelhock); 1. Platz Tourenwagen-EM, Dieter Quester, Team Schnitzer, BMW 635 CSi; 1. Platz Motorradwertung Rallye Paris-Dakar, Hubert Auriol, BMW R80.

1984 1. Platz Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM), Volker Strycek, Team Gubin, BMW 635 CSi; 5. Platz Formel-1-Fahrer-WM, Nelson Piquet, Brabham BMW; Brabham BMW fahren auch Teo Fabi, Corrado Fabi, Manfred Winkelhock; ATS BMW fahren Gerhard Berger, Manfred Winkelhock; 1. Platz Motorradwertung Rallye Paris-Dakar, Gaston Rahier, BMW R80.

1985 8. Platz Formel-1-Fahrer-WM, Nelson Piquet, Brabham BMW; Brabham BMW fahren auch François Hesnault, Marc Surer; Arrows BMW fahren Gerhard Berger, Thierry Boutsen; 1. Platz Motorradwertung Rallye Paris-Dakar, Gaston Rahier, BMW R80.

1985–1995 Fünf Siege des BMW Team Schnitzer beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps: 1985, ’86, ’88, ’90, ’95.

1986 BMW beliefert die Formel-1-Teams Brabham (Riccardo Patrese, Elio de Angelis, Derek Warwick), Arrows (Marc Surer, Thierry Boutsen, Christian Danner) und Benetton (Gerhard Berger, Teo Fabi); Berger erzielt den letzten Grand-Prix-Sieg mit dem 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo in Mexiko und wird WM-Siebter; 1. Platz Tourenwagen-EM, Roberto Ravaglia, Team Schnitzer, BMW 635 CSi.

1987 1. Platz Tourenwagen-WM, Roberto Ravaglia, BMW M Team Schnitzer, BMW M3; 1. Platz Tourenwagen-EM, Winni Vogt, BMW M Team Linder, BMW M3; 1. Platz DTM, Eric van de Poele, BMW Junior Team, BMW M3; 1. Platz FIA Hersteller-Pokal für Gruppe-A-Fahrzeuge in der Berg-EM, BMW M3; 1. Platz österreichische Tourenwagen-Meisterschaft, Helmut König, BMW M3; 1. Platz schwedische Tourenwagen-Meisterschaft, Per G. Andersson, BMW M3; 1. Platz schweizer Tourenwagen-Meisterschaft, Hansueli Ulrich, BMW M3; 1. Platz Rallye-WM-Lauf Korsika, Bernard Beguin/Jean-Jacques Lenne, Team ProDrive, BMW M3; 1. Platz spanische Rallye-Meisterschaft, Jose Maria Ponce/ Jose Carlos Deniz, BMW M3; 1. Platz spanische Bergmeisterschaft für Tourenwagen, Xavier Riera, BMW M3; 1. Platz Mitropa Rallye Cup, Matthias Moosleitner/Margit Tüchler,
2. BMW M3; in der Formel-1-WM fährt Brabham (Riccardo Patrese, Andrea de Cesaris, Stefano Modena) noch mit BMW Motoren. Die Bilanz am Ende der BMW Turbo-Ära: 91 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions.

1988 1. Platz Tourenwagen-EM, Roberto Ravaglia, Team Schnitzer, BMW M3;
1. Platz Asien-Pazifik-Meisterschaft, Trevor Crowe, BMW M3;
1. Platz Berg-EM Tourenwagen, Francis Dosierès, BMW M3;
1. Platz australische Tourenwagen-Meisterschaft, Jim Richards, BMW M3;
1. Platz französische Tourenwagen-Meisterschaft, Fabien Giroix, BMW M3;
1. Platz finnische Tourenwagen-Meisterschaft, Mika Arpiainen, BMW M3;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Arthur van Dedem, BMW M3;
1. Platz portugiesische Tourenwagen-Meisterschaft, „Pequepe“, BMW M3.

1989 1. Platz DTM, Roberto Ravaglia, Team Schnitzer, BMW M3;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft, Johnny Cecotto, BMW M3;
1. Platz englische Tourenwagen-Meisterschaft, Frank Sytner, BMW M3;
1. Platz finnische Tourenwagen-Meisterschaft, Harri Toivonen/ Heikki Salmenautio, BMW M3;
1. Platz französische Tourenwagen-Meisterschaft, Jean Pierre Malcher, BMW M3;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Arthur van Dedem,
BMW M3;
1. Platz portugiesische Tourenwagen-Meisterschaft, „Pequepe“, BMW M3;
1. Platz schwedische Tourenwagen-Meisterschaft, Lennart Bohlin, BMW M3;
1. Platz belgische Rallye-Meisterschaft, Marc Duez/Alain Lopes, BMW M3;
1. Platz französische Rallye-Meisterschaft, François Chatriot/Michel Perin, BMW M3;
1. Platz italienische Bergmeisterschaft, Giuseppe Zarpellon, BMW M3.

1990 1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft, Roberto Ravaglia, Team Schnitzer, BMW M3;
1. Platz belgische Tourenwagen-Meisterschaft, Jean-Michel Martin, BMW M3;
1. Platz finnische Tourenwagen-Meisterschaft, Heikki Salmenautio, BMW M3;
1. Platz schwedische Tourenwagen-Meisterschaft, Per G. Andersson, BMW M3;
1. Platz spanische Rallye-Meisterschaft, Josep Bassas/Antonio Rodrigues, BMW M3;
1. Platz spanische Bergmeisterschaft für Tourenwagen, Xavier Riera,
BMW M3.

1991 1. Platz britische Tourenwagen-Meisterschaft, Will Hoy, BMW M3;
1. Platz Amscar-Serie, Australien, Tony Longhurst, BMW M3;
1. Platz französische Tourenwagen-Meisterschaft, Jean-Pierre Malcher, BMW M3;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft, Roberto Ravaglia,
BMW M3;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Cor Euser, BMW M3;
1. Platz französische Bergmeisterschaft, Francis Dosierès, BMW M3;
1. Platz Schweizer Tourenwagen-Meisterschaft, Hansueli Ulrich,
BMW M3;
1. Platz Privatfahrerwertung DTM, Peter Zakowski, BMW M3;

1992 4. Platz DTM, Johnny Cecotto, Team Fina Motorsport, BMW M3;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa, Team Bigazzi, BMW 320i.

1993 1. Platz ADAC GT-Cup, Johnny Cecotto, Team Warthofer, BMW M3 GTR;
1. Platz britische Tourenwagen-Meisterschaft, Joachim Winkelhock, Team Schnitzer, BMW 318i.

1994 1. Platz ADAC Tourenwagen Cup, Johnny Cecotto, Team Warthofer,
BMW 320i;
1. Platz Asien-Pazifik-Meisterschaft, Joachim Winkelhock, Schnitzer,
BMW 318is;
1. Platz australische Tourenwagen-Meisterschaft, Tony Longhurst,
BMW 318i;
1. Platz belgische Tourenwagen-Meisterschaft, Thierry Tassin,
Team Valier, BMW 318is;
1. Platz südafrikanische Tourenwagen-Meisterschaft, Shaun van der Linde, BMW 318is;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa, Roberto Ravaglia/ Alexander Burgstaller/Thierry Tassin, Team Bigazzi, BMW 320i.


1995 1. Platz ADAC Supertourenwagen-Cup, Joachim Winkelhock, Team Schnitzer, BMW 320i;
1. Platz japanische Tourenwagen-Meisterschaft, Steve Soper, Schnitzer,
BMW 320i;
1. Platz australische Tourenwagen-Meisterschaft, Paul Morris, BMW 318i;
1. Platz belgische Tourenwagen-Meisterschaft, Thierry Tassin,
BMW 318is;
1. Platz französische Tourenwagen-Meisterschaft, Yvan Muller, Team
Oreca, BMW 318is
1. Platz skandinavische Tourenwagen-Meisterschaft, Per Gunnar
Andersson, BMW 318is;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Le Mans, JJ Lehto/Yannick Dalmas/ Masanori Sekiya, McLaren F1 GTR mit BMW V12;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Nürburgring, Roberto Ravaglia/ Alexander Burgstaller/Marc Duez, Team Bigazzi, BMW 320i;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa, Joachim Winkelhock/ Steve Soper/Peter Kox, Team Schnitzer, BMW 318is.

1996 1. Platz französische Tourenwagen-Meisterschaft, Eric Cayrolle,
BMW 318is;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa, Alexander Burgstaller/ Thierry Tassin/Jörg Müller, Team Fina Bastos, BMW 318is.

1997 1. Platz FIA Touring Car World Cup, BMW 320i;
1. Platz australische Tourenwagen-Meisterschaft, Paul Morris, BMW 320i;
1. Platz belgische Tourenwagen-Meisterschaft, Didier de Radiguès,
BMW 320i;
1. Platz finnische Tourenwagen-Meisterschaft, Heikki Salmenautio,
BMW 320i;
1. Platz französische Tourenwagen-Meisterschaft, Eric Cayrolle,
BMW 320i;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft, Emanuele Naspetti,
BMW 320i;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Duncan Huisman,
BMW 320i;
1. Platz neuseeländische Tourenwagen-Meisterschaft, Craig Baird,
BMW 320i;
1. Platz südamerikanische Tourenwagen-Meisterschaft, Oscar Larrauri, BMW 318is;
1. Platz südostasiatische Tourenwagen-Meisterschaft, Charles Kwan,
BMW 320i;
1. Platz Fahrer- und Markenmeisterschaft Exxon-Supreme-GT-Serie,
USA, Klasse
GT3, Tom Milner Racing, Bill Auberlen, BMW M3;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa, Didier de Radiguès/Eric Hélary/ Marc Duez, Team Fina Bastos, BMW 320is;
1. Platz Tourenwagen-Rennen in Macau, Steve Soper, Team Bigazzi, BMW 320i;
1. Platz 24 Stunden Nürburgring, Sabine Reck/ Johannes Scheid/ Peter Zakowski, Team Scheid, BMW M3;
1. Platz Bathurst 1000, Geoff und David Brabham, BMW 320i;
2. Platz FIA GT Meisterschaft, JJ Lehto/Steve Soper, Team BMW Motorsport, McLaren BMW;
2. und 3. Platz 24 Stunden von Le Mans, Jean Marc Gounon/ Anders Olofsson/Pierre-Henri Raphanel, Gulf Team Davidoff, Peter Kox/Roberto Ravaglia/Eric Hélary, Team BMW Motorsport, McLaren BMW (McLaren F1 GTR mit BMW V12);
2. Platz ADAC Supertourenwagen-Cup (STW), BMW Team Bigazzi,
Joachim Winkelhock, BMW 320i.


1998 1. Platz Deutsche Supertourenwagen-Meisterschaft (STW), Johnny Cecotto, BMW Motorsport Team Schnitzer, BMW 320i;
1. Platz schwedische Tourenwagen-Meisterschaft, Fredrik Ekblom,
BMW Dealer Team, BMW 320i;
1. Platz südostasiatische Tourenwagen-Meisterschaft, Charles Kwan,
Team EKS Motorsport, BMW 320i;
1. Platz französische Tourenwagen-Meisterschaft, Eric Cayrolle, Team Sda, BMW 320i;
1. Platz südamerikanische Tourenwagen-Meisterschaft, Oscar Larrauri,
Team Proas, BMW 320i;
1. Platz kroatische Tourenwagen-Meisterschaft, Sinisa Kosutic, Team Valier, BMW 320i;
1. Platz finnische Tourenwagen-Meisterschaft Sport 2000,
Arto Salmenautio, OS Motorsport, BMW 320i;
1. Platz neuseeländische Tourenwagen-Meisterschaft, Brett Riley,
BMW 320i;
1. Platz internationale Gruppe N über 3000 ccm, Luca Capellari,
Team Duller, BMW M3;
1. Platz Privatfahrerwertung australische Tourenwagen-Meisterschaft,
Cameron McLean, BMW 320i;
1. Platz Privatfahrerwertung Bankfin Tourenwagen-Meisterschaft
Südafrika, Mark Peters, BMW 318is;
1. Platz Deutsche Tourenwagen Challenge (DTC), Brinkmann Motorsport,
Thomas Winkelhock, BMW 320i;
1. Platz Deutscher Veedol Langstreckenpokal Nürburgring, Sabine Reck/
Johannes Scheid, Team Scheid, BMW M3;
1. Platz Fahrer-, Marken- und Teamwertung Professional Sports Car
Series, USA, Mark Simo, PTG M3 Team, BMW M3 Klasse GT3;
1. Platz Fahrer-, Marken- und Teamwertung United States Road Racing
Championship, USA, Ross Bentley, PTG M3 Team, BMW M3 Klasse GT3;
1. Platz englische GT-Meisterschaft, Tim Sugden/Steve O’Rourke,
McLaren F1 GTR mit BMW V12;
1. Platz 24 Stunden Nürburgring, Hans-Joachim Stuck/Christian Menzel/
Marc Duez/Andreas Bovensiepen, Team Warthofer, BMW 320d;
1. Platz Klasse GT3 24 Stunden Daytona, Bill Auberlen/Marc Duez/ Boris Said, PTG M3 Team, BMW M3;
1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa, Alain Cudini/Marc Duez/ Eric van de Poele, Team Juma, BMW 320i;
1. Platz Tourenwagen-Rennen in Macau, Joachim Winkelhock, Team Schnitzer, BMW 320i;
1. Platz Deutsche Rallye Challenge, Markus Moufang/Rüdiger Hähner,
BMW M3;
1. Platz Berg-Europameisterschaft für Tourenwagen, Otokar Kramski,
BMW M3;
1. Platz französische Bergmeisterschaft für Tourenwagen, Eric Pernot,
BMW M3.

1999 1. Platz 24 Stunden Le Mans, Yannick Dalmas/Pierluigi Martini/ Joachim Winkelhock, BMW Motorsport, BMW V12 LMR;
1. Platz 12 Stunden von Sebring, Tom Kristensen/JJ Lehto/Jörg Müller,
BMW Motorsport, BMW V12 LMR;
1. Plätze Sears Point, Laguna Seca, Las Vegas, American Le Mans Series
(ALMS), JJ Lehto/Steve Soper, BMW Motorsport, BMW V12 LMR;
1. Platz Teamwertung GT-Klasse ALMS, BMW Team PTG, BMW M3;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Cor Euser,
BMW 320i DTC;
1. Platz russische Tourenwagen-Meisterschaft, Vladimir Soukhov,
BMW 320i;
1. Platz neuseeländische Tourenwagen-Meisterschaft, Jason Richards,
BMW 320i;
1. Platz australische Tourenwagen-Meisterschaft, Paul Morris, BMW 320i;
1. Platz südostasiatische Tourenwagen-Meisterschaft, Charles Kwan,
BMW 320i;
1. Platz Privatfahrerwertung schwedische Tourenwagen-Meisterschaft,
Kim Esbjug, BMW 320i;
1. Platz tschechische Tourenwagen-Meisterschaft, Otokar Kramski,
BMW M3;
1. Platz slowenische Tourenwagen-Meisterschaft, Dagmar Suster,
BMW M3;
1. Platz Berg-EM für Tourenwagen, Niko Pulic, BMW M3;
1. Platz Deutsche Bergmeisterschaft für Tourenwagen, Georg Plasa,
BMW 320i;
1. Platz slowenische Bergmeisterschaft, Slavko Dekleva, BMW M3;
1. Platz französische Bergmeisterschaft für Tourenwagen, Eric Pernot,
BMW M3;
1. Platz International Special Car Series, Robert Brooks/Robert Wilson,
BMW M3;
1. Platz Motorradwertung Rallye Granada-Dakar, Richard Sainct,
BMW F 650.

2000 1. Platz FIA Berg-EM für Tourenwagen, Niko Pulic, BMW M3, Gruppe A;
1. Platz FIA Berg-EM für Sportwagen, Franz Tschager, Osella BMW;
1. Platz Deutsche Tourenwagen Challenge (DTC), Franz Engstler,
BMW 320i;
1. Platz russische Tourenwagen-Meisterschaft, Mikhail Ukhov,
BMW 320i;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Duncan Huisman,
BMW 320i;
1. Platz neuseeländische Tourenwagen-Meisterschaft, Jason Richards,
BMW 320i;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft N1, Alessandro Bertei,
BMW M3;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft N2, Paolo La Neve,
BMW 325i;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft Gr. N3, Stefano Valli,
BMW 320i;
1. Platz Tourenwagenwertung belgische Meisterschaft, Georg Severich/
Luc Pensis, BMW 320i;
1. Platz spanische Berg-Meisterschaft, Xavier Riera Vilarrasa, BMW 320i;
1., 2., 3. und 4. Platz Motorradwertung Rallye Paris-Dakar-Kairo, Richard Sainct, Oscar Gallardo (beide BMW F 650 RR), Jimmy Lewis (BMW R 900 RR) und Jean Brucy (BMW F 650 RR);
1. Platz Dubai-Rallye, Jimmy Lewis (BMW R 900 RR)
3. Platz FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure,
BMW WilliamsF1 Team, Ralf Schumacher und Jenson Button.

2001 1. Platz Marken-, Team- und Fahrermeisterschaft ALMS, Jörg Müller,
Team BMW Motorsport, BMW M3 GTR;
1. Platz FIA European Super Production Championship, Peter Kox,
Ravaglia Motorsport, BMW 320i;
1. Platz FIA Berg-EM für Tourenwagen, Niko Pulic, BMW M3, Gruppe A;
1. Platz FIA Berg-EM für Sportwagen, Franz Tschager, Osella BMW;
1. Platz Deutsche Tourenwagen Challenge, Markus Gedlich, BMW 320i;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Sandor van Es,
BMW 320i;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft Gr. N1, Stefano Valli,
BMW M3;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft Gr. N2, Alessandro
Bernasconi, BMW 320i;
1. Platz ST-Klasse französische Super-Tourenwagen-Meisterschaft, Yvan Lebon, BMW 320i;
3. Platz FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure, BMW WilliamsF1 Team, Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya (vier Siege, vier Polepositions);
1. Platz Tourenwagen-Rennen in Macau, Duncan Huisman, BMW 320i.

2002 2. Platz FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure, BMW WilliamsF1 Team, Juan Pablo Montoya (WM-Dritter) und Ralf Schumacher (WM-Vierter), ein Doppelsieg (Schumacher vor Montoya, Malaysia), sieben Polepositions (Montoya);
2. Platz Fahrer- und Markenwertung FIA European Touring Car
Championship (ETCC), BMW Team Germany (Schnitzer-Motorsport),
Jörg Müller, BMW 320i;
1. Platz FIA Berg-EM für Sportwagen, Franz Tschager, Osella BMW;
1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, Duncan Huisman,
BMW 320i;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft (Super Production),
Massimo Pigoli, BMW 320i;
1. Platz russische Tourenwagen-Meisterschaft, Komarov Grigory,
BMW 320i;
1. Platz Campionato Italiano Velocità Turismo (CIVT), Alberto Cerrai,
BMW M3;
1. Platz Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring, Mario Merten,
BMW 320i;
1. Platz Deutsche Berg-Meisterschaft, Herbert Stenger, Stenger BMW;
1. Platz Tourenwagen-Rennen in Macau, Duncan Huisman, BMW 320i.

2003 2. Platz FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure, BMW WilliamsF1 Team, Juan Pablo Montoya (WM-Dritter) und Ralf Schumacher (WM-Fünfter), zwei Doppelsiege (Schumacher vor Montoya, Europa und Frankreich), zwei Einzelsiege (Montoya, Monaco und Deutschland), vier Polepositions (drei Schumacher, eine Montoya);
1. Platz Markenwertung FIA ETCC und 2. Platz Fahrerwertung,
BMW Team Germany (Schnitzer-Motorsport), Jörg Müller, BMW 320i;
1. Platz DTC, Claudia Hürtgen, BMW 320i DTC;
1. Platz russische Tourenwagen-Meisterschaft, Mikhail Ukhov,
BMW 320i;
1. Platz Speed World Challenge für Tourenwagen USA, Bill Auberlen,
BMW 325i;
1. Platz Deutsche Berg-Meisterschaft, Gruppe CN Sportwagen,
Herbert Stenger, Stenger BMW;
1. Platz DMSB-Bergpokal Tourenwagen, Jörg Weidinger, BMW 318is,
Gruppe G;
1. Platz Tourenwagen-Rennen in Macau, Duncan Huisman, BMW 320i.

2004 1. Platz Markenwertung und Fahrerwertung FIA ETCC,
BMW Team Great Britain (RBM), Andy Priaulx, BMW 320i;
1. und 2. Platz 24 Stunden Nürburgring, Dirk Müller/Jörg Müller/Hans-Joachim Stuck, Team BMW Motorsport (Schnitzer Motorsport), BMW M3 GTR;
4. Platz FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure,
BMW WilliamsF1 Team, Juan Pablo Montoya (WM-Fünfter),
Ralf Schumacher (WM-Neunter), Antonio Pizzonia (WM-15.), ein Sieg (Montoya, Brasilien), eine Poleposition (Schumacher, Kanada);
1. Platz FIA Berg-Europameisterschaft, Robert Senkyr, BMW M3;
1. Platz Kategorie 2 FIA Berg-Europameisterschaft, Giulio Regosa,
Osella BMW;
1. Platz Gruppe 2 24 Stunden Spa, Dirk Müller/Jörg Müller/ Hans-Joachim Stuck, Team BMW Motorsport (Schnitzer Motorsport),
BMW M3 GTR;
1. Platz DMSB Produktionswagen-Meisterschaft, Claudia Hürtgen,
BMW 320i;
1. Platz schwedische Tourenwagen-Meisterschaft, Richard Göransson,
BMW 320i;
1. Platz dänische Tourenwagen-Meisterschaft, Casper Elgaard,
BMW 320i;
1. Platz Belcar-Meisterschaft, Patrick Beliën, BMW M3;
1. Platz russische Tourenwagen-Meisterschaft, Grigory Komarov
(BMW 320i);
1. Platz GT-Kl. Grand Am Rolex Sports Car Series, Bill Auberlen,
BMW M3 GTR;
1. Platz Speed World Challenge für Tourenwagen USA, Will Turner,
BMW 325i;
1. Platz Campionato Italiano Velocita Turismo, Alessandro Bernasconi,
BMW 320i;
1. Platz Langstrecken-Meisterschaft Nürburgring, Arnd Meier/René Wolff,
BMW 318ti compact;
1. Platz Deutsche Berg-Meisterschaft für Rennfahrzeuge,
Herbert Stenger, Stenger BMW;
1. Platz spanische Bergmeisterschaft, Carlos Hernandez, BMW 320i;
1. Platz Tourenwagen-Rennen in Macau, Jörg Müller, BMW 320i.

2005 1. Platz Markenwertung und Fahrerwertung FIA WTCC, BMW Team
Great Britain (RBM), Andy Priaulx, BMW 320i;
1. und 2. Platz 24 Stunden Nürburgring, Pedro Lamy/Duncan Huisman/ Andy Priaulx/Boris Said vor Dirk Müller/Jörg Müller/Hans-Joachim Stuck, Team BMW Motorsport (Schnitzer Motorsport), BMW M3 GTR;
5. Platz FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Konstrukteure,
BMW WilliamsF1 Team, Mark Webber (WM-Zehnter), Nick Heidfeld (WM-Elfter), Antonio Pizzonia (WM-22.), vier Podiumsplätze, eine Poleposition (Heidfeld, GP Europa);
1. Platz FIA Berg-Europameisterschaft, Jörg Weidinger, BMW M3;
1. Platz italienische Tourenwagen-Meisterschaft, Alessandro Zanardi,
BMW 320i;
1. Platz Asian Touring Car Championship, Franz Engstler, BMW 320i;
1. Platz russische Tourenwagen-Meisterschaft, Vladimir Nechaev,
BMW 320i;
1. Platz schwedische Tourenwagen-Meisterschaft, Richard Göransson,
BMW 320i;
1. Platz European Touring Car Cup in Vallelunga, Richard Göransson,
BMW 320i;
1. Platz dänische Tourenwagen-Meisterschaft, Casper Elgaard,
BMW 320i;
1. Platz Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, Claudia Hürtgen,
BMW 320i;
1. Platz Deutsche Berg-Meisterschaft, Sportwagen, Herbert Stenger,
Stenger BMW;



Sauber.

Synonym des Schweizer Automobilrennsports.

Angefangen hat alles 1970, als sich der Elektromonteur Peter Sauber als selbständiger Unternehmer etablierte und mit dem Bau von offenen, zweisitzigen Rennsportwagen begann. Damals entwarf er noch im Keller des Elternhauses den Sauber C1. Als Typenbezeichnung wählte Sauber den ersten Buchstaben des Vornamens seiner Ehefrau Christiane. Mit dem C1 gewann er den Schweizer Meistertitel, beließ es dann aber bald bei vereinzelten Auftritten als Rennfahrer.

Als Sauber den Helm 1973 zum letzten Mal überstülpte, hatte er seine Aktivitäten schon ganz aufs Konstruktive verlegt. Das „C“ als Markenzeichen wurde beibehalten, und 2005 war Sauber beim C24 angelangt. Einen C10 gab es (aus sprachlichen Gründen) nicht, dafür zwischendurch einen Sportwagen namens C291.

Sportwagen-Erfolge.

Die ersten großen Erfolge stellten sich Ende der 80er Jahre ein, nachdem es Sauber gelungen war, Mercedes zur Rückkehr in den Motorsport zu bewegen. Glanzlichter der Partnerschaft mit dem Hersteller aus Stuttgart bildeten der Doppelerfolg im 24-Stunden-Rennen in Le Mans (1989) sowie der zweimalige Gewinn des Marken- und des Fahrer-Titels in der damaligen Sportwagen-WM (1989 und 1990).

Zu den Fahrern, die 1990 und 1991 unter Saubers Ägide ihre rennsportlichen Sporen abverdienten, gehörten drei spätere Formel-1-Cracks: Michael Schumacher, Heinz-Harald Frentzen und Karl Wendlinger.

Saubers Formel-1-Kampagne begann vor nahezu 15 Jahren. Als die damaligen Partner Mercedes-Benz und PP Sauber AG im Zuge des sich abzeichnenden Niedergangs der Sportwagen-WM zu Beginn der neunziger Jahre ihre motorsportliche Zukunft erörterten, wurde die Formel 1 bald zum Thema und im Laufe des Sommers 1991 zum gemeinsamen Projekt erhoben.

In Stuttgart und Hinwil kamen die Vorbereitungsarbeiten gut voran, und so schien zunächst nichts gegen den Aufbruch zu neuen Ufern zu sprechen. Umso schwerer traf Peter Sauber die im November 1991 vom Mercedes-Vorstand gefällte Entscheidung, sich einstweilen nicht in der Formel 1 zu engagieren.

Formel 1 im Alleingang.

Was sollte nun aus dem eben erst fertig gestellten Hinwiler High-Tech-Werk, dem umfangreichen Rennsport-Know-how und dem im Hinblick auf die Formel 1 bereits engagierten Personal werden? Peter Sauber entschloss sich im Januar 1992 zum Alleingang – mit finanzieller und technologischer Unterstützung von Mercedes zwar, aber auch unter hohem eigenen Risiko, in eine unrühmliche Reihe mit anderen Schweizer Formel-1-Machern gestellt zu werden.

Trotzdem standen am 14. März 1993 in Kyalami wie geplant zwei Sauber C12 am Start zum GP von Südafrika. Mit dem fünften Rang von JJ Lehto wurde die Premiere ein gefeierter Erfolg. Zuvor hatten nur vier Teams der F1-Geschichte in ihrem Debütrennen Punkte geholt.

Verträge mit Red Bull und Petronas bildeten ab 1995 ein solides Fundament und erlaubten dem Schweizer Team, sich als feste Größe in der Formel 1 zu etablieren.

WM-Vierter 2001.

Der Durchbruch ließ allerdings noch auf sich warten. Dann aber folgten 2001 drei Höhepunkte in der Teamgeschichte quasi Schlag auf Schlag: die Partnerschaft mit der Schweizer Großbank Credit Suisse, der Mitte Oktober feststehende vierte Rang in der Konstrukteurs-WM und wenige Tage später der erste Spatenstich zum eigenen Windkanal.

Beim Formel-1-Einstieg 1993 beschäftigte Sauber noch nicht einmal 70 Angestellte, 2005 befassten sich im mehr als 6 800 Quadratmeter großen Hinwiler Entwicklungszentrum sowie im angrenzenden Windkanal rund 300 Spezialisten ausschließlich mit der Formel 1. Darüber hinaus profitieren nahezu 200 Zulieferer aus der Hinwiler Region von Aufträgen des Rennstalls. Das Jahresbudget stieg im Vergleich mit jenem von 1993 innerhalb einer Dekade auf das Vierfache.

Von 1993 bis einschließlich 2005 startete das Sauber-Team bei 216 von 218 ausgetragenen Grands Prix. Die beiden Forfaits betreffen nach Karl Wendlingers schwerem Unfall den GP von Monaco 1994 und den GP von Brasilien im Jahr 2000, als aus Sicherheitsgründen wegen der im Training aufgetretenen Heckflügelbrüche nicht gefahren wurde.

Den 257 Zielankünften, von denen 93 WM-Punkte eintrugen, stehen 169 Ausfälle gegenüber. Acht dieser Ausfälle erfolgten so spät, dass die betroffenen Fahrer noch klassiert wurden – JJ Lehto 1993 in Imola sogar als Vierter.

Die insgesamt 17 Sauber-Fahrer könnten theoretisch mit 432 Starts zu Buche stehen. Sie kamen jedoch nur auf 428, weil vier Mal lediglich einer das Rennen effektiv aufnahm. Der rekonvaleszente Karl Wendlinger fehlte 1994 in Spanien, Johnny Herbert musste 1996 in Australien beim Re-Start abseits stehen, nachdem er zuvor in eine Karambolage verwickelt worden war, und Gianni Morbidelli verzichtete 1997 in Japan wegen einer Handverletzung, die er sich im Training zugezogen hatte. 2003 war Heinz-Harald Frentzen wegen eines Kupplungsproblems beim Re-Start in Österreich nicht mehr dabei.

Sechs Mal auf dem Podium.

Sechs dritte Plätze sind die besten Resultate. Zwei Mal schien ein Sieg zum Greifen nah. Frentzen wurde 1996 in Monaco nur noch Vierter, nachdem er beim Versuch, Eddie Irvine zu überholen, mit dem Ferrari kollidiert und später durch zwei weitere Boxenstopps zurückgeworfen worden war. Jean Alesi kreiselte 1999 in Frankreich im Regen kurz vor dem Erscheinen des Safety-Car ins Aus.


Statistiken (1993 bis 2005).

Fahrer: JJ Lehto (FIN/1993–1994); Grands Prix für Sauber: 18; Punkte für Sauber: 5
Fahrer: Karl Wendlinger (AUT/1993–1995); Grands Prix für Sauber: 25; Punkte für Sauber: 11
Fahrer: Heinz-Harald Frentzen(DEU/1994–1996/2002–2003); Grands Prix für Sauber: 64; Punkte für Sauber: 42
Fahrer: Andrea De Cesaris (ITA/1994); Grands Prix für Sauber: 9; Punkte für Sauber: 1
Fahrer: Jean-Christophe Boullion (FRA/1995); Grands Prix für Sauber: 11; Punkte für Sauber: 3
Fahrer: Johnny Herbert (GBR/1996–1998); Grands Prix für Sauber: 48; Punkte für Sauber: 20
Fahrer: Nicola Larini (ITA/1997); Grands Prix für Sauber: 5; Punkte für Sauber: 1
Fahrer: Gianni Morbidelli (ITA/1997); Grands Prix für Sauber: 7; Punkte für Sauber: 0
Fahrer: Norberto Fontana (ARG/1997) ; Grands Prix für Sauber: 4; Punkte für Sauber: 0
Fahrer: Jean Alesi (FRA/1998–1999) ; Grands Prix für Sauber: 32; Punkte für Sauber: 11
Fahrer: Pedro Diniz (BRA/1999–2000) ; Grands Prix für Sauber: 32; Punkte für Sauber: 3
Fahrer: Mika Salo (FIN/2000) ; Grands Prix für Sauber: 16; Punkte für Sauber: 6
Fahrer: Nick Heidfeld (DEU/2001–2003); Grands Prix für Sauber: 50; Punkte für Sauber: 25
Fahrer: Kimi Räikkönen (FIN/2001); Grands Prix für Sauber: 17; Punkte für Sauber: 9
Fahrer: Felipe Massa (BRA/2002/2004–2005); Grands Prix für Sauber: 53; Punkte für Sauber: 27
Fahrer: Giancarlo Fisichella (ITA/2004); Grands Prix für Sauber: 18; Punkte für Sauber: 22
Fahrer: Jacques Villeneuve (CAN/2005); Grands Prix für Sauber: 19; Punkte für Sauber: 9
Gesamt: Grands Prix für Sauber: 428; Punkte für Sauber: 195


WM-Punkte und Platzierungen Konstrukteurs-WM.

1993: 16 Grands Prix; 12 Punkte; 7. Rang
1994: 16 Grands Prix; 12 Punkte; 8. Rang
1995: 17 Grands Prix; 18 Punkte; 7. Rang
1996: 16 Grands Prix; 11 Punkte; 7. Rang
1997: 17 Grands Prix; 16 Punkte; 7. Rang
1998: 16 Grands Prix; 10 Punkte; 6. Rang
1999: 16 Grands Prix; 5 Punkte; 8. Rang
2000: 17 Grands Prix; 6 Punkte; 8. Rang
2001: 17 Grands Prix; 21 Punkte; 4. Rang
2002: 17 Grands Prix; 11 Punkte; 5. Rang
2003: 16 Grands Prix; 19 Punkte; 6. Rang
2004: 18 Grands Prix; 34 Punkte; 6. Rang
2005: 19 Grands Prix; 20 Punkte; 8. Rang
Gesamt: 216 Grands Prix (428 Starts); 195 Punkte
Mit Zitat antworten