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Alt 25.01.2006, 08:08     #7
Albert   Albert ist offline
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6. Karosserie und passive Sicherheit des BMW Z4 M Coupé: Solides Sportgerät.

Die Karosserie dient als Bindeglied zwischen Fahrwerk, Bremsanlage und Antrieb. Für ein Hochleistungsfahrzeug wie das BMW Z4 M Coupé ist eine sehr verwindungsfeste Karosserie unabdingbare Voraussetzung, um seine Leistung sicher auf die Straße zu übertragen, und ein wertvoller Beitrag zu hoher Fahrdynamik. Das Coupé basiert auf dem BMW Z4 Roadster. Als offener Sportwagen ist dieser extrem steif ausgelegt. Der BMW Z4 M Roadster liegt in dieser Disziplin in seiner Fahrzeugklasse sogar vorn. Bestwerte waren hier auch bei der Entwicklung des BMW Z4 M Coupé das Ziel. Seine Karosserie verfügt über das versteifende Element einer festen Dachkonstruktion. Damit entstand eine außerordentlich verwindungs- und biegefeste Karosserie, mit der auch das Coupé in seinem Segment Maßstäbe setzt. Sein Torsionssteifigkeitswert von 32 000 Nm/Grad ist unübertroffen.

Verantwortlich dafür ist die Rohkarosserie mit den so genannten Y-Trägern. Diese Motorträger gabeln sich vor der Stirnwand in je einen Schweller- und einen Tunnel-Ast. Versteifungsstreben und Schubfelder im Unterboden, an den Federbeindomen und im Windlauf erhöhen die Torsionssteifigkeit.

Gleichzeitig verfügt das BMW Z4 M Coupé über eine leichte Karosserie. Trotz geschlossener Dachkonstruktion und großer Heckscheibe wiegt das BMW Z4 M Coupé mit 1495 Kilogramm nur 5 Kilogramm mehr als der BMW Z4 M Roadster. Aus niedrigem Gewicht und hoher Motorleistung ergibt sich das niedrige Leistungsgewicht von 5,6 Kilogramm je Kilowatt.

Hohe Sicherheit für die Passagiere.

Dank der leichten und dennoch steifen Karosserie genießen Fahrer und Beifahrer im BMW Z4 M Coupé optimale passive Sicherheit. Auch auf diesem Gebiet erweist sich die Verwandtschaft zum Roadster als ideal. Zu der im Roadster mit hochfesten Stahlrohren als Überrollbügel ausgebildeten A-Säule gesellt sich beim Coupé ein zusätzlicher Überrollschutz auf Grund des geschlossenen Stahldachs. Ergänzt wird die Konstruktion durch den sehr belastbaren Karosserie-Querträger in der Trennwand. Außerdem minimieren crashoptimierte Fußaufstandsflächen eventuelle Intrusionen in den Fahrgastraum. An den vorderen Längsträgern sind vergleichsweise lange Deformationselemente in Stahl-Schalenbauweise angeschraubt, an denen wiederum das Stoßfängersystem befestigt ist. So nimmt die Karosserie bei leichten Remplern keinen Schaden und die Kosten bleiben niedrig.

Abgestimmte Schutzsysteme.

Insgesamt vier Front- und Seitenairbags werden von der zentralen Sicherheits-Elektronik gesteuert. Die Satelliten des Systems aktivieren im Bedarfsfall individuell die Auslösung der Airbags und der Gurtstrammer. Alle Module messen und rechnen selbständig, reagieren unabhängig voneinander und überwachen sich gegenseitig. Gegebenenfalls veranlassen sie auch die Trennung der Sicherheits-Batterieklemme, die Abschaltung von Generator und Kraftstoffpumpe, die Öffnung der Zentralverriegelung sowie das Einschalten von Innenlicht und Warnblinkanlage. In Verbindung mit einem Autotelefon und dem Navigationssystem „Professional“ oder „Business“ wird über den Telematikdienst „BMW Assist“ ein Notruf ausgelöst, der Standort übertragen sowie eine Sprechverbindung zur Notrufzentrale aufgebaut.

Feinarbeit zugunsten von Fahrstabilität und Geschwindigkeit.

Von der geschlossenen Karosserie des BMW Z4 M Coupé profitiert auch die Aerodynamik. Zusätzlich wurde der Unterboden des Zweisitzers aerodynamisch optimiert. Der Venturi-Bug verringert den Auftrieb an der Vorderachse. Eine spezielle Unterbodenluftführung sorgt für die wirksame Kühlung von Getriebe und Hinterachse. Der Heckdiffusor wirkt unterstützend durch die Ableitung der Abluft vom Hinterachsgetriebe.
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