Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 19.04.2005, 08:58     #9
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.738

CE-
8. Ablauf und Reglement.

Der Tourenwagen-Weltmeister 2005 wird in zehn Rennveranstaltungen ermittelt. Diese LG Super Racing Weekends finden auf drei Kontinenten und in neun Ländern statt: Belgien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Mexiko, Spanien und der Türkei. Sieben Veranstaltungen werden gemeinsam mit der FIA GT-Meisterschaft ausgetragen.

Die Rennwochenenden laufen nach folgendem Schema ab:
  • Am ersten Tag finden zwei freie Trainings à 30 Minuten und das
    30-minütige Qualifying statt, in dem die Startaufstellung für Rennen 1 ermittelt wird.
  • Der zweite Tag beginnt mit dem Warm-up (15 Minuten).
  • Rennen 1 geht über eine Distanz von mindestens 50 Kilometern.
  • In der anschließenden Pause haben die Teams 15 Minuten Zeit, die Fahrzeuge für das zweite Rennen vorzubereiten.
  • Die Startaufstellung für Rennen 2 ergibt sich aus dem Ergebnis des ersten Laufs. Allerdings starten die Top-Acht in umgekehrter Reihenfolge (der Sieger von Position acht, der Zweite von Position sieben, usw.). Fahrer, die Rennen 1 nicht beendet haben, werden am Ende der Startaufstellung platziert.
  • Rennen 2 hat ebenfalls eine Länge von mindestens 50 Kilometern.

In jedem Rennen erhalten die acht Bestplatzierten Meisterschaftspunkte nach folgendem Schlüssel:

1. => 10 Punkte
2. => 8 Punkte
3. => 6 Punkte
4. => 5 Punkte
5. => 4 Punkte
6. => 3 Punkte
7. => 2 Punkte
8. => 1 Punkt

In der FIA WTCC werden ein Fahrer- und ein Markentitel vergeben. In der Markenwertung werden jeweils die zwei bestplatzierten Fahrer eines in die Meisterschaft eingeschriebenen Herstellers berücksichtigt.

Die erfolgreichsten Fahrer eines Wochenendes (Kombination aus beiden Rennen) erhalten für die darauf folgende Rennveranstaltung ein Handicapgewicht . Mit der Neuregelung 2005 besteht die Möglichkeit darin, Gewicht auch wieder abzubauen.
Schlüssel:

1. => +40 kg
2. => +30 kg
3. => +20 kg
4. => +10 kg
5. => 0
6. => –5 kg
7. => –10 kg
8. => –15 kg
9. => –20 kg

Außerdem werden Zusatzgewichte nach der Anzahl der gesammelten WM-Punkte verteilt. Für je zehn gewonnene Zähler muss der Pilot fünf Kilogramm mit an Bord nehmen (20 Punkte = 10 kg, 30 Punkte = 15 kg, usw.). Die Zusatzgewichte aus beiden Kategorien werden vor jedem Rennwochenende addiert. Das maximale Zusatzgewicht beträgt allerdings 60 kg. Das Einsatzgewicht eines Fahrzeugs errechnet sich aus dem vorgeschriebenen Mindestgewicht plus Platzierungsgewicht des Fahrers.

In der FIA WTCC 2005 sind drei Fahrzeugkategorien zugelassen:
  • Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-2000-Reglement der FIA (z. B. der BMW 320i)
  • Tourenwagen mit Turbodiesel-Triebwerken gemäß dem Diesel-2000-Reglement der FIA (seit 2004)
  • Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-Production-Reglement der FIA
Super-2000-Klasse.
In der Super-2000-Klasse sind als Basisfahrzeuge mindestens viersitzige, viertürige Limousinen mit mindestens 4,2 m Länge vorgeschrieben. Ihr Serienpendant muss innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2 500 Mal produziert worden sein und aus einer Fahrzeugfamilie mit mindestens 25 000 Stück pro Jahr stammen. Sie müssen als seriennahes Gruppe-N-Auto für den Motorsport homologiert und mit einem – ebenfalls von der FIA genehmigten – Umbau-Kit (z. B. spezielle Teile für Motor und Karosserie) für die FIA WTCC ausgerüstet sein.

Der Hubraum ist auf 2 000 ccm beschränkt. Je nach Motortyp sind unterschiedliche Höchstdrehzahlen erlaubt. Sechszylinder dürfen bis 9 000 Touren pro Minute drehen (Vierzylinder 8 500 U/min, Fünfzylinder 8 750 U/min). Jeder Motor muss mindestens bei zwei aufeinander folgenden Rennen eingesetzt werden. Wird der Motor vorher gewechselt, muss der betroffene Fahrer vom Ende der Startaufstellung aus ins Rennen gehen. Ersatzfahrzeuge (T-Cars) sind nicht erlaubt.

Zwei Getriebe-Varianten sind zugelassen: konventionelle H-Schaltung auf Basis der Gruppe-N-Reglement-Homologation (maximal fünf Gänge) oder sequenziell geschaltet (sechs Gänge).

Unterschiedliche Antriebskonzepte werden einander mittels individueller Fahrzeugmindestgewichte (jeweils inklusive Fahrer) angeglichen:
– Heckantrieb, H-Schaltung: 1140 kg
– Heckantrieb, sequenzielles Getriebe: 1170 kg
– Frontantrieb, H-Schaltung: 1110 kg
– Frontantrieb, sequenzielles Getriebe: 1140 kg

Es ist erlaubt, konstruktionsbedingt untergewichtige Fahrzeuge mittels Ballast auf das vorgeschriebene Mindestgewicht zu bringen. Ballast muss auf dem Fahrzeugboden entweder im Kofferraum oder im Cockpit befestigt werden. Die Bodenfreiheit des Fahrzeuges muss mindestens 80 mm betragen.

Elektronische Fahrhilfen jeder Art (z. B. ABS, Traktionskontrolle) sind verboten. Ein Sperrdifferenzial ist erlaubt, die Wirkungsweise muss allerdings rein mechanisch sein.

Die Felgen sind auf die Maße 9 x 17 Zoll beschränkt. Reifen – verwendet werden Einheitsreifen der Marke Michelin – dürfen nicht höher als 610 mm und nicht breiter als 223 mm sein. Die Anzahl der neuen Trockenreifen (Slicks), die jeder Fahrer pro Veranstaltung verwenden darf, ist auf zwölf neue und sechs zuvor gekennzeichnete, gebrauchte Reifen begrenzt. Ausnahmen sind die ersten beiden Läufe in Monza sowie die Veranstaltungen außerhalb Europas, bei denen jeweils 16 neue Slicks benutzt werden dürfen. Die Anzahl der Regenreifen ist nicht limitiert.

Ein von der FIA homologierter Sicherheitskäfig aus Stahl ist vorgeschrieben, ebenso ein Schalensitz HANS-System (Head and Neck Support System) und Hosenträgergurte mit mindestens fünf Befestigungspunkten.

Jede Form der drahtlosen Datenübertragung (Telemetrie) zwischen dem fahrenden Auto und dem Team ist verboten. Sprechfunk ist erlaubt.
Mit Zitat antworten