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Alt 14.11.2004, 11:42     #2
Albert   Albert ist offline
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CE-
1. CleanEnergy – die BMW Energiestrategie.

Das Wasserstoffzeitalter hat begonnen. Das Streben nach immer umweltfreundlicherer individueller Mobilität und nach Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern hat weltweit zu einer Suche nach dem Kraftstoff der Zukunft geführt. Um sowohl eine umweltfreundlichere Mobilität als auch den Wechsel zu einer langfristig verfügbaren Energiequelle zu ermöglichen, muss der gesuchte Kraftstoff nachhaltig, also im Idealfall in einem Kreislauf immer wieder herstellbar sein. Und noch eine ganze Reihe wirtschaftlicher, qualitativer und quantitativer Kriterien erfüllen. Wissenschaftler und Experten rund um den Globus haben nur einen einzigen Energieträger herausgefiltert, der diesem Ideal nahe kommt: Wasserstoff. Wasserstoff unterscheidet sich von den fossilen Energieträgern dadurch, dass seine Erzeugung und seine Nutzung in den regenerativen Kreislauf der Natur eingebettet werden können. Wenn Wasserstoff aus regenerativen Energien wie Sonne, Wind- und Wasserkraft erzeugt wird, dann steht er tatsächlich unbegrenzt und praktisch emissionsfrei zur Verfügung.

Als erster Automobilhersteller der Welt hat BMW konsequent die mittel- und langfristige Entwicklung seiner Fahrzeuge auf den Betrieb mit Wasserstoff ausgerichtet. Und daraus ein umfassendes Konzept gemacht: BMW CleanEnergy – die Energiestrategie der BMW Group. Ihr langfristiges Ziel: Emissionen vermeiden und regenerativ erzeugte Energie nutzen.

Dahinter stehen konkrete Gründe: Der Verband der europäischen Automobilindustrie ACEA verpflichtete sich im Juli 1998 gegenüber der Europäischen Union, die CO2-Emissionen aller europäischen, neu zugelassenen Automobile bis zum Jahr 2008 auf durchschnittlich 140 g CO2/km zu senken. Dies entspricht einer Reduzierung um 25 Prozent CO2 gegenüber 1995 und einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von rund sechs Litern pro 100 Kilometer. Darüber hinaus wird eine weitere Senkung der CO2-Emissionen um 14 Prozent von 2008 bis 2012 untersucht. Allerdings lassen sich die über 140 g CO2/km hinausgehenden Ziele der ACEA nicht allein durch fahrzeugtechnische Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung erreichen, sondern verlangen unter anderem auch den Einsatz kohlenstoffarmer oder -freier Kraftstoffe. Die langfristige Lösung dazu heißt Wasserstoff.

Die im Wasserstoff gespeicherte Energie kann dabei je nach verwendetem Antriebssystem in zwei Energieformen umgewandelt werden, die im Auto interessant sind: entweder per konventionellem Verbrennungsmotor direkt in Vortrieb oder über die sogenannte „kalte“ Verbrennung in einer Brennstoffzelle in elektrische Energie. BMW nutzt beide Möglichkeiten: Für den Fahrzeugantrieb favorisiert BMW den Verbrennungsmotor, der in der Summe seiner Eigenschaften nach wie vor die meisten Vorteile hat. Zur Versorgung des Bordnetzes mit Strom ist als Ersatz für den Generator die Brennstoffzelle vorgesehen, die ganz neue Möglichkeiten etwa der Fahrzeugklimatisierung und anderer Komfortfunktionen eröffnet.

BMW hat sich den internationalen Vorsprung in der Wasserstofftechnologie in über 20 Jahren Forschung und Entwicklung hart erarbeitet. Nicht nur in der Motorentechnik, sondern auch in der Gewinnung, Betankung und Speicherung von Wasserstoff liefert BMW Wissen. So treibt die BMW Group schließlich konsequent die Einführung von Wasserstoff als Energieträger der Zukunft voran, baut Partnerschaften mit anderen Firmen zur Entwicklung von Komponenten und Technologien auf und und sensibilisiert sowohl politische Entscheidungsträger wie auch die Energiewirtschaft für die Notwendigkeit, jetzt die Umsetzung einzuleiten.
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