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Alt 03.04.2004, 21:13     #1
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ETCC 2004 - FIA European Touring Car Championship

BMW erneut mit drei Kundenteams.

BMW Tourenwagen-Erfolge.

Teilnehmer.

Termine und TV

Regeln und Ablauf.

Technik des BMW 320i in der ETCC.

Teams und Fahrer.

Technische Partner und Sponsoren.

BMW erneut mit drei Kundenteams.

Drei Nationalmannschaften, fünf BMW 320i.

Zehn Mal spektakulärer Tourenwagensport mit je zwei Sprints, renommierten Fahrern und etablierten Teams – das ist die FIA European Touring Car Championship (ETCC). Unter dem BMW Banner treten 2004 drei Kundenteams mit insgesamt fünf der 270 PS starken BMW 320i an. Sie wollen den 2003 errungenen Markentitel verteidigen und um die Fahrermeisterschaft kämpfen. Dabei werden sie unterstützt von den BMW Vertriebsorganisationen Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien. Die Zweiliter-Tourenwagen der einzelnen BMW Nationalmannschaften tragen die Flaggen ihres Landes.

Unter der Regie des ehemaligen Tourenwagen-Weltmeisters Roberto Ravaglia (ITA) geht im BMW Team Italy-Spain erneut der junge Spanier Antonio Garcia ins Rennen. Er erhält 2004 einen berühmten Teamkollegen: Alessandro Zanardi. Der frühere Formel-1- und Champ-Car-Star bestreitet erstmals seit seinem folgenschweren Unfall im September 2001 wieder eine Rennsaison. Für seine speziellen Bedürfnisse, der Italiener fährt mit Beinprothesen, wurde ein BMW 320i umgerüstet.

Das BMW Team Great Britain von Bart Mampaey setzt wie bereits im Vorjahr einen Wagen für Andy Priaulx (GBR) ein. Ebenfalls in bewährter Besetzung präsentiert sich das BMW Team Deutschland: Schnitzer Motorsport bringt erneut die beiden Renntourenwagen für die BMW Werksfahrer Dirk Müller (DEU) und Jörg Müller (DEU) an den Start.

Kundendienst auf höchstem Niveau.

Der BMW 320i ETCC mit dem Zweiliter-Reihensechszylinder wurde von BMW Motorsport in München für die Kundenteams weiterentwickelt. Einsatzteam bei den unmittelbar nach Saisonende 2003 aufgenommenen Testfahrten war Schnitzer Motorsport.

„Die ETCC hat eindeutig das Zeug, an den großen Tourenwagensport vergangener Jahrzehnte anzuknüpfen“, ist BMW Motorsport Direktor Mario Theissen überzeugt. „Show und Action sind hervorragend. Bezüglich der Eindeutigkeit technischer Vorgaben wurden bereits Fortschritte erzielt, und ich gehe davon aus, dass wir 2004 auch eine strikte und einheitliche Anwendung des sportlichen Reglements der FIA erleben werden.“

BMW blickt im internationalen Tourenwagensport auf große Erfolge zurück – allein 22 Tourenwagentitel mit FIA-Prädikat stehen zu Buche. Der jüngste ist der Gewinn der Markenwertung in der ETCC 2003. „Wir haben BMW Kunden in aller Welt gegenüber eine Verpflichtung, die wir sehr ernst nehmen“, erklärt Theissen und führt aus: „Wir wollen professionell arbeitenden Kundenteams ermöglichen, international hochklassigen und finanzierbaren Tourenwagensport zu betreiben. Weltweit werden die meisten Tourenwagenrennen nach dem so genannten Super Production Reglement ausgetragen. Unsere Initiative hat dazu beigetragen, dass das ETCC-Reglement Super 2000 auf dieser Kategorie basiert.“

Seit 1999 hat BMW Motorsport weltweit rund 100 nahezu identische Rennsport-Kits der E46-Baureihe des 3er BMW an Kundenteams verkauft. Damit hat die für den Motorsporteinsatz produzierte Stückzahl des E46 schon fast die Auflage der legendären BMW M3 Rennversion erreicht, die in den späten 80er und frühen 90er Jahren international für Siege sorgte.

Die Ziele für die ETCC 2004 sind hoch gesteckt. Theissen: „Wir wollen den Konstrukteurstitel verteidigen und darum kämpfen, dass diesmal auch ein BMW Pilot Europameister wird.“ 2003 hatte BMW Werksfahrer Jörg Müller die Saison als EM-Zweiter beendet – mit einem Punkt Rückstand auf den Meister Gabriele Tarquini (Alfa Romeo).

Neuer Rennkalender.

Die zehn ETCC-Rennwochenenden 2004 werden in acht Ländern ausgetragen – erstmals finden zwei davon in Deutschland statt. Neu im Kalender sind die Läufe in Valencia (ESP), Hockenheim (DEU), Imola (ITA) und Dubai (UAE). Mit dem Finale in dem Arabischen Emirat verlässt die ETCC zum ersten Mal Europa. Auf allen vier hinzugekommenen Rennstrecken bieten sich den Teams am Donnerstag vor dem Rennen zusätzliche Testmöglichkeiten.

Starkes Teilnehmerfeld und BMW Fahrer in privater Mission.

25 Fahrzeuge von sechs Herstellern mit Fahrern aus neun Nationen haben sich vor Saisonbeginn für die ETCC eingeschrieben. Darunter sind drei BMW Piloten, die um die „Independents Trophy“ für Privatfahrer kämpfen.

Fit für die Saison.

Vom 28. Februar bis zum 3. März 2004 trafen sich die BMW Fahrer zur schweißtreibenden Saisonvorbereitung in der italienischen Toskana. Das Programm der BMW Fitnesswoche reichte von der medizinischen Rundumuntersuchung über spezielle Gymnastik, Kraft- und Ausdauertraining, psychologisches und Reaktionstraining sowie Physiotherapie. Die Piloten wurden vom erfahrenen BMW Rennarzt Dr. Vincenzo Tota und seinen Mitarbeitern betreut. Den Fahrern wurde auch ihr Trainingsplan für die Saison maßgeschneidert.
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Geändert von Hermann (04.04.2004 um 12:46 Uhr)
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Alt 03.04.2004, 21:14     #2
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BMW Tourenwagen-Erfolge.

18-mal Europameister.

BMW blickt auf 18 Europameistertitel im Tourenwagensport zurück. Der jüngste ist der Gewinn der ETCC-Markenmeisterschaft der Saison 2003.

Insgesamt 22 Tourenwagentitel mit dem offiziellen Prädikat der FIA stehen für BMW zu Buche. Hubert Hahne gelang mit seinem BMW 1800 TI im Jahr 1966 der Auftakt zu dieser Erfolgsserie. Der wohl am meisten mit BMW Erfolgen im internationalen Tourenwagensport assoziierte Fahrername ist indes der von Roberto Ravaglia. Der Italiener gewann 1987, in der Blütezeit dieses Sports, die einzige je ausgeschriebene Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Zweimal, zuletzt 1988, wurde er Europameister.

1994 und 1997 gewann BMW den FIA Tourenwagen World Cup, 1997 außerdem die FIA Asia Pacific Championship. 2001 lebte das EM-Prädikat der FIA wieder auf. Und sofort holte Peter Kox (NLD) den Europameisterschaftstitel für BMW – in einem von Ravaglia Motorsport eingesetzten BMW 320i.

In der Saison 2002 teilten sich Jörg Müller (vier Siege) und Dirk Müller (drei) im BMW Team Deutschland unter der Regie von Schnitzer Motorsport die BMW Erfolge untereinander auf und wurden auf den Rängen zwei und vier auch bestplatzierte BMW Fahrer in der Meisterschaft.

ETCC-Markenmeister 2003.

Die ETCC 2003 war ein über 20 Läufe andauerndes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen BMW und Alfa Romeo. Beide Marken erzielten je zehn Siege, und am Ende ernteten beide einen Titel: BMW gewann die Markenmeisterschaft, die Fahrer-EM ging nach Italien. Beide Entscheidungen fielen erst beim Finale in Monza – in ereignisreichen und hinsichtlich sportlicher Fairness umstrittenen Rennen. Die meisten Siege für BMW erzielte Jörg Müller (fünf), Andy Priaulx gewann drei Läufe, Dirk Müller zwei.

Duncan Huisman (NLD) holte in der Saison 2003 mit seinem vom Team Carly Motors eingesetzten BMW 320i den Titel in der „Independents’ Trophy“ für Privatfahrer.
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Alt 03.04.2004, 21:19     #3
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Teilnehmer - ETCC 2004.

1 Alfa Romeo Autodelta / Gabriele Tarquini (ITA) / Alfa Romeo 156 TS

2 Alfa Romeo Autodelta / Fabrizio Giovanardi (ITA) / Alfa Romeo 156 TS

3 Alfa Romeo Autodelta / Augusto Farfus jr (BRA) / Alfa Romeo 156 TS

4 BMW Team Italy-Spain / Alessandro Zanardi (ITA) / BMW 320i

5 BMW Team Italy-Spain / Antonio Garcia (ESP) / BMW 320i

7 SEAT Sport Italia / Gianni Morbidelli (ITA) / SEAT Toledo Cupra

9 SEAT Sport / Jordi Gené (ESP) / SEAT Toledo Cupra

10 SEAT Sport / Frank Diefenbacher (GER) / SEAT Toledo Cupra

11 BMW Team Great Britain / Andy Priaulx (GBR) / BMW 320i

14 JAS Motorsport / Alessandro Balzan (ITA) * / Honda Accord 2.0i

16 GR Asia / Simon Harrison (GBR)* / Honda Civic Type-R

17 GR Asia / TBA* / Honda Civic Type-R

18 RS-Line Sport Team / Sebastian Grunert (GER)* / Ford Focus ST170

19 RS-Line Sport Team / Roland Asch (GER)* / Ford Focus ST170

20 Carly Motors / Tom Covonel (NLD)* / BMW 320i

21 Carly Motors / Paulien Zwart (NLD)* / BMW 320i

23 Peugeot Sport Engineering / Jan Magnussen (DEN) / Peugeot 307 GTi

24 Peugeot Sport Engineering / Jason Watt (DEN) / Peugeot 307 GTi

25 Proteam Motorsport / Stefano D’Aste (ITA)* / BMW 320i

27 Crawford Racing / Carl Rosenblad (SWE)* / BMW 320i

42 BMW Team Deutschland / Jörg Müller (GER) / BMW 320i

43 BMW Team Deutschland / Dirk Müller (GER) / BMW 320i

44 Oregon Team / Salvatore Tavano (ITA)* / Alfa Romeo 156 Gta

45 Oregon Team / Michele Bartyan (AUT)* / Alfa Romeo 156 Gta

46 Oregon Team / Luca Rangoni (ITA)* / Alfa Romeo 156 Gta

*Fahrer, die an der „Michelin Independents’ Trophy“ teilnehmen.
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Alt 03.04.2004, 21:27     #4
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Termine und TV - ETCC 2004.

Datum / Strecke / Länge/(km) / Runden / Website
Der Fernsehsender Eurosport überträgt 2004 erneut jeden ETCC-Lauf live – am Sonntag jeweils das Warm-up von 9.00 bis 10.00 Uhr sowie die beiden Rennen von 15.15 bis 16.15 Uhr. Jeweils am Donnerstag nach den Rennen hat die ETCC ihren Platz im „Super Racing Weekend Magazine“, 20.00 bis 21.00 Uhr. 200 weitere internationale Sender sorgen dafür, dass die ETCC auf insgesamt fünf Kontinenten verfolgt werden kann.
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Alt 03.04.2004, 21:34     #5
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Regeln und Ablauf

Die ETCC 2004 besteht aus zehn Rennveranstaltungen. Diese LG Super Racing Weekends werden gemeinsam mit der FIA GT Meisterschaft in acht Ländern ausgetragen: Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien, Tschechien und im Arabischen Emirat Dubai.

Alle Rennwochenenden unterliegen demselben Schema:
  • Am ersten Tag finden zwei freie Trainings à 30 Minuten und das30-minütige Qualifying statt, in dem die Startaufstellung für Rennen 1 ermittelt wird.
  • Der zweite Tag beginnt mit dem Warm-up (15 Minuten).
  • Rennen 1 geht über eine Distanz von mindestens 50 km.
  • In der anschließenden Pause haben die Teams 15 Minuten Zeit, die Fahrzeuge für das zweite Rennen vorzubereiten.
  • Die Startaufstellung für Rennen 2 erfolgt entsprechend dem Ergebnis aus Rennen 1. Allerdings starten die Top-Acht in umgekehrter Reihenfolge (der Sieger von Position acht, der Zweite von Position sieben usw.). Fahrer, die Rennen 1 nicht beendet haben, werden am Ende der Startaufstellung platziert.
  • Rennen 2 hat erneut eine Länge von mindestens 50 km.
In beiden Rennen erhalten die acht Bestplatzierten Meisterschaftspunkte nach folgendem Schlüssel:

1. - 10
2. - 8
3. - 6
4. - 5
5. - 4
6. - 3
7. - 2
8. - 1

In der ETCC werden eine Fahrer- und eine Markenmeisterschaft ausgefahren. In der Markenwertung werden jeweils die zwei bestplatzierten Fahrer eines in die Meisterschaft eingeschriebenen Herstellers berücksichtigt.

Die in der Kombination beider Rennen eines Wochenendes drei Bestplatzierten erhalten für die nächste Veranstaltung Platzierungsgewichte nach dem Schlüssel:

1. - 30 kg

2. - 20 kg

3. - 10 kg

Nach demselben Schema erhalten die jeweils ersten Drei der Meisterschaftstabelle weitere Zusatzgewichte. Die Zusatzgewichte aus beiden Kategorien werden addiert, das maximale Zusatzgewicht beträgt allerdings 40 kg. Das Zusatzgewicht wird vor jedem Rennwochenende neu berechnet. Das Einsatzgewicht eines Fahrzeuges errechnet sich aus dem vorgeschriebenen Mindestgewicht plus Platzierungsgewicht des Fahrers.

In der ETCC 2004 sind drei Fahrzeugkategorien zugelassen:
  • Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-2000-Reglement der FIA (z. B. der BMW 320i)
  • Tourenwagen mit Turbodiesel-Triebwerken gemäß dem Diesel-2000-Reglement der FIA (neu in 2004)
  • Tourenwagen mit Benzin-Saugmotoren gemäß dem Super-Production-Reglement der FIA
Super-2000-Klasse.

In der Super-2000-Klasse, in welcher der BMW 320i startet, sind als Basisfahrzeuge mindestens viersitzige, viertürige Limousinen mit mindestens 4,2 m Länge vorgeschrieben. Ihr Serienpendant muss innerhalb von zwölf Monaten mindestens 2 500 Mal produziert worden sein und aus einer Fahrzeugfamilie mit mindestens 25 000 Stück pro Jahr stammen. Sie müssen als seriennahes Gruppe-N-Auto für den Motorsport homologiert und mit einem – ebenfalls von der FIA genehmigten – Umbau-Kit (z. B. spezielle Teile für Motor und Karosserie) für die ETCC präpariert sein.

Der Hubraum ist auf 2 000 ccm beschränkt. Je nach Motortyp sind unterschiedliche Höchstdrehzahlen erlaubt. Sechszylinder dürfen bis 9 000 Touren pro Minute drehen (Vierzylinder 8 500/min., Fünfzylinder 8 750/min.).

Jeder Motor muss mindestens an zwei aufeinander folgenden Rennwochenenden eingesetzt werden. Wird der Motor vorher gewechselt, muss der betroffene Fahrer vom Ende der Startaufstellung aus ins Rennen gehen. Ersatzfahrzeuge (T-Cars) sind nicht erlaubt.

Zwei Getriebe-Varianten sind zugelassen: konventionelle H-Schaltung auf Basis der Gruppe-N-Reglement-Homologation (maximal fünf Gänge) oder sequenziell geschaltet (sechs Gänge).

Unterschiedliche Antriebskonzepte werden mittels individueller Fahrzeugmindestgewichte (jeweils inklusive Fahrer) einander angeglichen:
  • Heckantrieb, H-Schaltung: 1140 kg
  • Heckantrieb, sequenzielles Getriebe: 1170 kg
  • Frontantrieb, H-Schaltung: 1110 kg
  • Frontantrieb, sequenzielles Getriebe: 1140 kg
Es ist erlaubt, konstruktionsbedingt untergewichtige Fahrzeuge mittels Ballast auf das vorgeschriebene Mindestgewicht zu bringen. Ballast muss auf dem Fahrzeugboden entweder im Kofferraum oder im Cockpit befestigt werden. Die Bodenfreiheit des Fahrzeuges muss mindestens 80 mm betragen.

Elektronische Fahrhilfen jeder Art (z. B. ABS, Traktionskontrolle) sind verboten. Ein Sperrdifferenzial ist erlaubt, die Wirkungsweise muss allerdings rein mechanisch sein.

Die Felgen sind auf die Maße 9 x 17 Zoll beschränkt. Reifen – verwendet werden Einheitsreifen der Marke Michelin – dürfen nicht höher als 610 mm und nicht breiter als 223 mm sein. Die Anzahl der neuen Trockenreifen (Slicks), die jeder Fahrer pro Veranstaltung verwenden darf, ist begrenzt auf 16. Ausnahmen sind die Rennen in Spa-Francorchamps und Monza, wo jeweils 20 neue Slicks benutzt werden dürfen. Die Anzahl der Regenreifen ist nicht limitiert.

Ein von der FIA homologierter Sicherheitskäfig aus Stahl ist vorgeschrieben, ebenso ein Schalensitz und Hosenträgergurte mit mindestens fünf Befestigungspunkten.

Jede Form der drahtlosen Datenübertragung (Telemetrie) zwischen dem fahrenden Auto und dem Team ist verboten. Sprechfunk ist erlaubt.
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Alt 03.04.2004, 21:41     #6
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Technik des BMW 320i in der ETCC.

Weiterentwicklung von Bewährtem.

Der BMW 320i ETCC und sein Zweiliter-Reihensechszylinder wurde für die Saison 2004 von BMW Motorsport in München im engen Rahmen des homologierten Kits weiterentwickelt.

Die neue Frontschürze des BMW 320i wurde im Windkanal in München aerodynamisch optimiert. Ihre modifizierten Öffnungen für die Kühlluft strömen geänderte Kühler und Kühlluftschächte an.

Auch am Fahrwerk trug die Detailarbeit Früchte. Für eine noch stabilere Straßenlage sorgt eine leicht variierte Achskinematik, außerdem betrieb das Testteam intensive Feinabstimmungsarbeit der Stoßdämpfer. Die Aluminium-Felgen wurden für die Saison 2004 robuster ausgelegt.

Gemeinsam mit AP Racing entwickelte BMW Motorsport eine hinsichtlich Gewicht und Ansprechverhalten verbesserte Bremsanlage.

Gewicht wurde ferner mittels einer modifizierten Stahl-Kardanwelle und einer neuen Kupplung eingespart. Die Kupplungsscheibe besteht nun nicht mehr aus Sintermetall, sondern aus Kohlefaser. Dieses Material ist erheblich widerstandsfähiger, muss daher seltener ausgetauscht werden und trägt somit zur Reduzierung der Einsatzkosten bei.

Bereits seit 2003 wird ein neuartiger, von BMW Motorsport entwickelter und durch die FIA homologierter Stahl-Sicherheitskäfig im BMW 320i eingesetzt. Dabei sind die B-Säulen durch V-förmige statt X-förmige Streben miteinander verbunden. Für die neue Sicherheitszelle wurde ein signifikant besserer Seitenaufprallschutz ermittelt, zudem zeichnet er sich durch ein leicht reduziertes Gewicht aus.

Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs reduzierte sich nicht erheblich, weil sinnvolle Verstärkungen anderenorts die Einsparungen nahezu aufheben.

Neue Ansauganlage für den BMW P54 Motor.

Der BMW P54 Motor mit serienmäßigem Aluminiumblock und Zylinderkopf erfuhr zahlreiche Detailverbesserungen – sowohl in der elektronischen Steuerung als auch in mechanischen Komponenten. Wichtigste Neuerung ist eine neue Ansauganlage. Zusammen mit dieser strömungsgünstigeren Airbox ergab sich für den Reihensechszylinder ein Leistungszuwachs von 10 PS auf nun 270 PS. Unverändert ist in der ETCC für Sechszylinder ein Drehzahllimit von 9 000 U/min vorgeschrieben.

Die Motorsteuerung für den Renneinsatz des Zweilitermotors entstand bei BMW Motorsport in München. Bei der Computersimulation für die Bordelektronik wurde die Fachhochschule München eingebunden – zum beiderseitigen Nutzen. Für die Elektronik-Fakultät bedeutete die regelmäßige Arbeit an den Rechnern der Motorsport-Abteilung die Verfügbarkeit eines spannenden Versuchslabors, für die Ingenieure von BMW Motorsport praktische Unterstützung.

BMW verzichtet weiterhin auf den Einsatz eines sequenziellen Getriebes, wodurch sich das Basisgewicht für die BMW 320i auf 1140 kg reduziert. Der Komfort eines sequenziell geschalteten Getriebes würde das Mindestgewicht auf 1170 kg in die Höhe treiben. Die BMW 320i starten weiterhin mit einem für den Renneinsatz optimierten Fünfgang-Getriebe mit H-Schaltung und mechanischem Sperrdifferenzial.

Maßgerechter Umbau für Alex Zanardi.

Damit Alessandro Zanardi den BMW 320i ETCC trotz seiner Behinderung pilotieren kann, hat BMW Motorsport ein Umrüstpaket entwickelt und von der FIA genehmigen lassen. Der Italiener fährt praktisch mit Handgas: Mittels eines Potentiometers am Lenkrad bedient er einen Stellmotor für die Drosselklappe. Ebenfalls über ein Potentiometer bedient er die Kupplung: Er zieht mit zwei Fingern einen Hebel am Schalthebelknauf nach oben. Damit betätigt er über ein Steuergerät einen Schritt-Elektromotor, der wiederum den hydraulischen Geberzylinder bewegt.

Außerdem wurde die Bremsanlage überarbeitet: Das Pedal ist in seinem Fahrzeug nicht oben, sondern als stehendes Pedal unten im Fußraum befestigt. Für die bessere Dosierung von Kraftniveau und Kraftrichtung sorgt eine Übersetzung per Hebelmechanismus.

Technische Daten BMW 320i ETCC 2004.

Fahrzeug.

Länge: 4 490 mm

Breite: 1809 mm

Höhe: ca. 1415 mm

Radstand: 2 742 mm

Fahrzeuggewicht: 1140 kg (mit Fahrer)

Tankinhalt: ca. 45 Liter

Chassis/Karosserie: selbsttragende Stahlblechkarosserie mit eingeschweißter Sicherheitszelle aus hochfestem Präzisionsstahlrohr; Sicherheitstankwanne aus CFK Sandwich; pneumatische Drei-Stempel-Schnellhebeanlage

Aerodynamikpaket: Frontschürze, Heckschürze, Heckflügel, vordere Kotflügel und hintere Kotflügelverbreiterung aus CFK/GFK

Kraftübertragung: Einscheiben-Kohlefaserkupplung über hydraulischen Zentralausrücker betätigt; Fünfgang-Renngetriebe mit geradeverzahnten unsynchronisierten Gangrädern basierend auf dem Seriengetriebe und zusätzlichem Öl/Luft-Kühler; durch Schaltkraft gesteuertes Quick-Shift System mit Zündausblendung; Serienhinterachsgetriebe mit mechanischer Differenzialsperre und zusätzlichem Öl/Luft-Kühler

Vorderachse: Ein-Gelenk-Federbeinachse mit gegenüber der Serienversion erhöhtem Nachlaufwinkel und vergrößerter Spurweite sowie vergrößertem Radsturz; vierfach verstellbare Stoßdämpfer; Rohrstabilisator

Hinterachse: Zentral-Lenker-Achse mit Doppelquerlenkern mit gegenüber der Serienversion vergrößerter Spurweite und vergrößertem Radsturz; vierfach verstellbare Stoßdämpfer; Stabilisator

Bremsanlage vorn: Vierkolben-Bremssättel aus Aluminium; innenbelüftete Grauguss-Bremsscheiben mit 295 mm Durchmesser

Bremsanlage hinten: Zweikolben-Bremssättel aus Aluminium; Grauguss-Bremsscheiben mit 280 mm Durchmesser

Lenkung: Zahnstangenlenkung mit elektrohydraulischer Servounterstützung

Räder: Aluminiumfelgen, 9 x 17 Zoll

Reifen: Michelin-Rennreifen, 24/61-17 (vorn und hinten)

Motordaten BMW P54.

Bauart: Sechszylinder-Reihenmotor

Hubraum: 1990 ccm

Bohrung x Hub: 80 x 66 mm

Verdichtung: 11 : 1

max. Leistung: ca. 270 PS bei ca. 8 800 UPM

max. Drehmoment: ca. 230 Nm bei ca. 7 000 UPM

max. Drehzahl: 9 000 UPM (vom Reglement vorgegeben)

Zylinderblock: einteilige Zylinderblock-Konstruktion aus Aluminium mit eingesetzten Grauguss-Laufbuchsen

Kurbelwelle: Stahlkurbelwelle mit reduzierten Lagerdurchmessern

Kolben: geschmiedete Kastenkolben

Pleuel: hochfeste Stahlpleuel

Zylinderkopf: Aluminiumkonstruktion mit paralleler Ventilanordnung; vier Ventile pro Zylinder

Ventiltrieb: zwei obenliegende Nockenwellen mit Kettenantrieb; mechanische Tassenstößel

Einlasssystem: Einfachdrosselklappe (64 mm, vom Reglement vorgegeben); Luftsammler aus CFK/GFK mit ladungswechseloptimierten Schwingrohren

Abgassystem: Fächerkrümmer, Schalldämpfer und Katalysator

Kraftstoffsystem: Einzelzylindersaugrohreinspritzung mit einem Einspritzventil pro Zylinder; Einspritzdruck 5,0 bar

Schmiersystem: Nasssumpfschmierung mit optimierter Ölwanne/Ölabsaugung

Kühlung: Wasser/Luft-Kühler und Öl/Wasser-Wärmetauscher

Schwungrad: Stahl, gewichtsoptimiert auf 4 kg

Kraftstoff: Einheitskraftstoff, Super Plus bleifrei

Elektrik/Elektronik.

Motorsteuerung: BMW Motorsport ECU 12A-R6 mit drei leistungsstarken Mikroprozessoren; zylinderselektive Einspritzung und Zündung; Pit Speed Limiter-Funktion, Quick-Shift-Funktion; Motordaten Memory System

Zündspule: Hochleistungs-Stabzündspulen mit integrierten Zündtreibern

Zündkerzen: Champion Hochleistungs-Zündkerzen

Cockpit: Frei programmierbares LCD Display mit integrierten Schaltlampen

Lenkrad: Quick-Release-Multifunktionslenkrad mit integrierter Displaysteuerung
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BMW Team Italy-Spain – Ravaglia Motorsport.

Alessandro Zanardi (ITA) – Startnummer 4.

Antonio Garcia (ESP) – Startnummer 5.

Es war einer der emotionalsten Augenblicke der Motorsportgeschichte, als Alessandro Zanardi 2003 nach seinem fürchterlichen Unfall zwei Jahre zuvor wieder zu einem Rennen startete. Und kaum jemand wird die Rolle vergessen, die das BMW Team Italy-Spain dabei spielte. Das Comeback hatte mit der Umrüstung von BMW Straßenfahrzeugen für Zanardis Bedürfnisse begonnen. Teamingenieur Roberto Trevisan, der bereits in der Formel 3000 mit Zanardi gearbeitet hatte, schlug dem ehemaligen Formel-Ass und dem Teamchef Roberto Ravaglia vor, dass man dieselben Modifikationen doch auch an einem Renntourenwagen vornehmen könne. Die Dinge nahmen ihren Lauf.

Zur großen Freude der Fans, die zu Tausenden die Rückkehr des Stars feierten, blieb es nicht bei dem einen Einsatz in Monza. Zanardi ist immer noch Racer durch und durch. 2004 wird er die komplette ETCC bestreiten.

Sein Teamkollege ist der junge Antonio Garcia. Der Spanier fuhr bereits 2003 für das Team, damals an der Seite von Fabrizio Giovanardi, der mittlerweile zu Alfa Romeo zurückgekehrt ist. Das BMW Team Italy-Spain erlebte 2003 Höhen und Tiefen. Erfreulich waren zwei Podiumsplätze beim Saisonauftakt in Barcelona und Garcias Poleposition in Brünn, aber der ersehnte Sieg wollte sich nicht einstellen. Garcia war von Anfang an schnell, musste aber einige Enttäuschungen hinnehmen. Giovanardi, einer der routiniertesten Tourenwagenfahrer überhaupt und damals Titelverteidiger, konnte an seine Leistungen der Saison 2002 nicht anknüpfen. Gewonnen hat die Mannschaft dennoch: Erfahrung, die sie 2004 umsetzen will.

Teamchef Ravaglia weiß sehr gut, wie sich Siege anfühlen. Er ist einer der erfolgreichsten Tourenwagenpiloten, die es je gegeben hat. 1987 wurde er Tourenwagen-Weltmeister, zwei Mal gewann er die Tourenwagen-EM und obendrein die Meisterschaften in Deutschland und Italien – stets am Steuer von BMW Tourenwagen. Als er 1997 seinen Helm an den Nagel hängte, sich aber bald wieder im Rennsport engagieren wollte, war ein eigenes BMW Tourenwagen-Team geradezu eine logische Konsequenz.


Teamname: BMW Team Italy-Spain – Ravaglia Motorsport

Anschrift: Via E Fermi 1, 35020 Lagnaro (PD), Italien

Teamchef: Roberto Ravaglia

E-Mail: motorsport.padova@tiscalinet.it

Teammitglieder: 15

Gründungsjahr: 2001

Größte Erfolge:

2001
  • 1. Platz Fahrerwertung ESPC mit Peter Kox (BMW 320i)
  • 2. Platz Teamwertung ESPC (BMW 320i)
2002
  • 8. Platz ETCC-Fahrerwertung mit Jordi Gené (BMW 320i)
2003
  • 4. Platz ETCC-Teamwertung,
  • 8. und 9. Platz ETCC-Fahrerwertung mit Antonio Garcia und Fabrizio Giovanardi
Alessandro Zanardi (ITA) – Startnummer 4.

Er ist zweifelsohne einer der bewundernswertesten Rennfahrer überhaupt. 2001 hing sein Leben nach dem Horrorunfall beim deutschen CART-Lauf am seidenen Faden. Nachdem er beide Beine verloren hatte, beeindruckte er die Welt mit seiner Entschlossenheit, wieder ein normales Leben führen zu wollen. Er lernte wieder, zu laufen, später Auto zu fahren und schließlich sogar Rennen zu bestreiten. Er hatte die Kraft, zum Schauplatz des Unfalls zurückzukehren, sogar wieder in einen Monoposto zu klettern und jene Runden nachzuholen, die ihn an jenem schwarzen Tag, dem 15. September 2001, noch von der Zielflagge getrennt hatten.

„Nach meinem Unfall“, erinnert sich Zanardi, „war mein größter Traum, einmal wieder meinen Sohn auf den Schultern tragen zu können. Dazu hat mir ein unglaublich gutes Ärzteteam verholfen. Mein nächster Traum war, einmal wieder ein Rennauto zu fahren. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich soweit kommen würde, als ich seinerzeit wegen eines Umbaus für ein Straßenauto bei Ravaglia Motorsport war.“ Bei seinem Einsatz mit dem BMW Team Italy-Spain beim ETCC-Finale in Monza 2003 wollte er herausfinden, ob er noch mithalten kann. Er konnte. Und zur Freude seiner gigantischen Fangemeinde in aller Welt fand er mit seinen alten Freunden, Teamchef Roberto Ravaglia und Ingenieur Roberto Trevisan, den Weg zurück ins Cockpit für eine ganze Saison. „Und die neuem Fahrzeugumbauten sind hervorragend“, ergänzt Zanardi, „ich habe ein gutes Fahrgefühl, ich werde mithalten können.“

Sein fahrerisches Talent muss Zanardi gewiss niemandem mehr beweisen. Er gewann zahllose Rennen und Titel im Kartsport, stieg erfolgreich in die Formel 3 und die Formel 3000 auf. Seine ersten Formel-1-Einsätze in den frühen 90er Jahren litten unter Engagements bei wenig konkurrenzfähigen Teams. Er ging nach Amerika und eroberte die CART-Serie im Sturm. Bis heute ist er der einzige Fahrer, der den Titel „Rookie of the Year“ und zwei Meistertitel in aufeinander folgenden Jahren gewann.

Umso unerklärlicher schien es, dass sein Formel-1-Comeback 1999 mit WilliamsF1 nicht von Erfolgen gekrönt wurde. Er war Teamkollege von Ralf Schumacher, der mittlerweile sechs Siege mit dem BMW.WilliamsF1 Team erzielte. Zum Saisonende verließ Zanardi das Team in gegenseitigem Einvernehmen. Nach einem Jahr Pause kehrte er in die CART-Serie zurück. Er hatte soeben Fuß gefasst und führte endlich ein Rennen an, als er in einen der schlimmsten Unfälle der Motorsport-Geschichte verwickelt wurde.

Doch mit bewundernswerter Kraft schaffte er den Weg zurück in ein normales Leben. Kollegen und Fans zollten ihm größten Respekt und bereiteten ihm bei seinem Einsatz in Monza 2003 einen begeisternden Empfang. Auch zwei seiner besten Freunde aus der CART-Serie, Jimmy Vasser und Tony Kannaan, scheuten die weite Anreise an einem ihrer raren rennfreien Wochenenden nicht und genossen diese Tage mit ihm.

Geburtstag/-ort: 23. Oktober 1966/Bologna (ITA)

Wohnort: Monaco

Familienstand: Verheiratet mit Daniella, ein Sohn: Niccolo

Website: www.alex-zanardi.com
  • 1980–1984 Kartsport
  • 1985 1. Platz italienische Kartmeisterschaft
  • 1986 1. Platz italienische Kartmeisterschaft
  • 1987 1. Platz Kart-Europameisterschaft
  • 1988 12. Platz italienische Formel-3-Meisterschaft
  • 1989 7. Platz italienische Formel-3-Meisterschaft, zwei Polepositions und zwei zweite Plätze;Debüt Int. FIA Formel-3000-Meisterschaft in Dijon
  • 1990 2. Platz italienische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege;1. Platz Le Mans Formel-3-Europa-Cup;Poleposition beim Formel-3-Grand-Prix Monaco
  • 1991 2. Platz Int. FIA Formel-3000-Meisterschaft, zwei Siege;drei Formel-1-Rennen für Jordan (Spanien, Japan, Australien)
  • 1992 Formel-1-Testfahrer für Benetton, drei GP für Minardi (nur in Deutschland qualifiziert)
  • 1993 Formel-1-Saison mit Lotus, 6. Platz in Brasilien, musste nach einem schweren Unfall in Spa die letzten vier GP auslassen
  • 1994 Formel-1-Test- später Stammfahrer (ab Monaco) für Lotus
  • 1995 Britische Produktionswagen-Meisterschaft (Lotus Esprit), ein Sieg in der GT2-Klasse
  • 1996 3. Platz IndyCar World Series (Chip Ganassi Racing), drei Siege, Rookie of the Year
  • 1997 1. Platz CART World Series (Chip Ganassi Racing), vier Siege, Auszeichnung: PPG Colourful Character Award
  • 1998 1. Platz CART World Series (Chip Ganassi Racing), sechs Siege
  • 1999 Formel 1 (WilliamsF1)
  • 2001 CART Meisterschaft (Mo Nunn Racing), erlitt als Führender in der 16. Runde, als er nach einem Boxenstopp wieder auf den Ovalkurs des EuroSpeedway Lausitz fuhr, am 15. September einen schweren Unfall, bei dem er beide Beine verlor
  • 2003 Comeback beim Finale der ETCC in Monza mit dem BMW Team Italy-Spain (BMW 320i)
Antonio Garcia (ESP) – Startnummer 5.

Der Benjamin unter den BMW Fahrern hat im Vorjahr seine Rennreife in der ETCC bewiesen. Den ersten Achtungserfolg erzielte der Spanier, der im Juni 24 Jahre alt wird, 2003 mit einem dritten Platz bei seinem Heimrennen in Barcelona. Eine Poleposition in Brünn lenkte erneut die Blicke auf Garcia. Es sprach sich herum: Dieser junge Fahrer nimmt sein sonst so zurückhaltendes Wesen nicht mit ins Cockpit.

2003 war zwar seine erste Saison in der ETCC, mit den LG Super Racing Weekends war er aber bereits vertraut. 2002 hatte er mit einem Porsche die Gruppe-N-GT-Klasse in der FIA GT-Meisterschaft bestritten. Dabei eroberte er drei Polepositions und kam sowohl in Oschersleben als auch in Donington als Zweiter ins Ziel.

Antonio Garcia begann seine Laufbahn als Achtjähriger im Kartsport und wurde 1994 Kartweltmeister. Sein großes Ziel ist seither unverändert: Er will es bis in die Formel 1 schaffen.

Geburtstag/-ort: 5. Juni 1980/Madrid (ESP)

Wohnort: Barcelona (ESP)

Familienstand: Ledig

Website: www.antoniogarcia.com
  • 1988–1996 Kartsport – zahlreiche Titel, darunter der Gewinn der Weltmeisterschaft 1994 in der Klasse Inter A
  • 1997 3. Platz Formel Campus Renault Elf, drei Siege; 1. Platz Kart-Europameisterschaft, Formel A
  • 1998 6. Platz Open Fortuna by Nissan, zwei Siege; 8. Platz Kart-Weltmeisterschaft, Formel Super A
  • 1999 5. Platz Euro Open Moviestar by Nissan, ein Sieg
  • 2000 1. Platz Open Telefonica, fünf Siege, zehn Podiumsplatzierungen
  • 2001 13. Platz FIA GT-Meisterschaft, Klasse N-GT, Teilnahme an vier Rennen, Klassensieg bei den 24 Stunden von Spa;FIA Formel-3000-Meisterschaft
  • 2002 5. Platz World Series by Nissan, ein zweiter Platz in Interlagos (BRA); FIA GT-Meisterschaft, Klasse N-GT, drei Polepositions, zwei zweite Plätze
  • 2003 8. Platz ETCC (BMW 320i), eine Poleposition, vier Podiumsplatzierungen, eine schnellste Rennrunde
BMW Team Great Britain – RBM.

Andy Priaulx (GBR) – Startnummer 11.


Das BMW Team Great Britain setzt auf Kontinuität und tritt mit der eingespielten Mannschaft aus der Saison 2003 an. RBM-Teamchef Bart Mampaey und der britische Fahrer Andy Priaulx (29) hatten rasch ihre Gemeinsamkeiten entdeckt. Die beiden Männer verbinden Ehrgeiz, hoher Arbeitseinsatz und eine ausgeprägte Liebe zum Detail. Oft trifft man sie noch spät am Abend gemeinsam mit dem Team über Daten brütend in der Box an, wenn andere Garagen längst dunkel sind.

Bart Mampaeys Rennsportanfänge reichen in die 70er und 80er Jahre zurück. Damals betrieb sein Vater, Julian Mampaey, mit BMW das erfolgreiche Team Juma Racing in der Tourenwagen-Europameisterschaft. Allein drei Mal siegte Juma beim 24-Stunden-Rennen in Spa. RBM steht für Racing Bart Mampaey, wurde 1994 gegründet und ein würdiger Nachfolger von Juma: 1998 trug sich Mampaey junior mit RBM in die Siegerliste der 24 Stunden von Spa ein.

Bart Mampaey eignete sich einen umfangreichen Erfahrungsschatz in Europa und in Amerika an: In der Saison 2000 arbeitete für das Oreca Chrysler Viper Team in der FIA GT-Meisterschaft und in der American Le Mans Series. 2001 stand er in Diensten von Schnitzer Motorsport und Ravaglia Motorsport. 2002 setzte er erstmals sein eigenes Team in der ETCC ein – das BMW Team Belgium mit Fredrik Ekblom als Fahrer. In der Debütsaison gelangen Mampaey und seiner achtköpfigen Crew zwar noch keine Siege, 2003 dafür aber gleich drei, erzielt mit Andy Priaulx. Neben dem ETCC-Engagement baut RBM für BMW Belgien die Fahrzeuge für die MINI Challenge auf.

Teamname: BMW Team Great Britain – RBM

Anschrift: E. Walschaertstraat 2A, 2800 Mechelen, Belgien

Teamchef: Bart Mampaey

Teammitglieder: 9

Gründungsjahr: 1994

Größte Erfolge:
  • 1994–1997 BMW Compact Cup
  • 1997 1. und 2. Platz Gruppe N 24 Stunden Spa (BMW)
  • 1998 1. Platz 24 Stunden Spa (BMW Fina Bastos Team)
  • 1999 4. Platz 24 Stunden Spa (Nissan)
  • 2002 6. Platz ETCC (Fredrik Ekblom, BMW 320i)
  • 2003 3. Platz ETCC (Andy Piaulx, BMW 320i), 3. Platz Teamwertung, drei Siege, eine Poleposition, zwei schnellste Rennrunden
Andy Priaulx (GBR) – Startnummer 11.

Er kam 2003 direkt aus der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft (BTCC) in die ETCC. Trotz einer bereits beachtlichen Rennsportlaufbahn war Andy Priaulx dort doch für die meisten eine unbekannte Größe – auch für sein Team. Doch mit der Art, mit der er seine Aufgabe anging und sich in das Team einbrachte, verdiente er sich schnell Anerkennung von allen Seiten. Die intensive Zusammenarbeit mit dem gesamten RBM Team und Teamchef Bart Mampaey trug Früchte: Priaulx hatte bis zum Finale Titelchancen.

Seine Motorsport-Laufbahn zeugt von Abwechslungsreichtum. Als Sechsjähriger begann der Spross einer dem Motorsport stark verhafteten Familie auf der britischen Kanalinsel Guernsey im Motocross. Inzwischen hat er alle erdenklichen Rennmaschinen bewegt – vom Kart über Power-Boote bis hin zu einem Formel-1-Rennwagen.

Besonders stolz ist er darauf, zwei Meisterschaften als einziger Fahrer mit einer hundertprozentigen Erfolgsquote abgeschlossen zu haben: 1995 gewann er in der Britischen Bergmeisterschaft alles, was zu gewinnen war, und 1999 gelang ihm im Renault Spider Cup das gleiche Meisterstück.

2002 stieg er in die BTCC ein und erzielte dort den ersten Sieg für Honda. Als ihn das Angebot erreichte, 2003 in der ETCC zu starten, wurde er schlagartig hellwach – es war mitten in der Nacht, er bereitete sich gerade in Australien auf ein Langstreckenrennen vor. 2004 will er in der Europameisterschaft an seine im Vorjahr errungenen Erfolge anknüpfen.

Geburtstag/-ort: 8. August 1974/Guernsey (Kanalinseln)

Wohnort: Guernsey (CI)

Familienstand: Verheiratet mit Joanne,

ein Sohn: Sebastian, eine Tochter: Daniella

Website: www.andypriaulx.com
  • 1984 Kartsport auf den Kanalinseln
  • 1985–1990 Motocross
  • 1990 1. Platz Motocross-250 ccm-Meisterschaft auf den Kanalinseln
  • 1991–1995 Bergrennen
  • 1995 1. Platz RAC MSA britische Bergmeisterschaft mit maximaler Punktzahl und 14 Siegen in zwei Saisons
  • 1996 Einsätze in der Formel Renault
  • 1997 Förderkandidat in der britischen Formel-3-Meisterschaft
  • 1998 Einsätze im Renault Spider Cup, eine Poleposition und drei Podiumsplatzierungen, 2. Platz Formel Palmer Audi Winterserie
  • 1999 1. Platz Renault Spider Cup, 13 Siege von Poleposition; BTCC-Testfahrer für Renault Williams, Vauxhall und Ford. Auszeichnungen: BARC President’s Cup für außergewöhnliche Leistungen, Guernsey-Botschafter des Jahres
  • 2000 Britische Formel-3-Meisterschaft für Renault UK, drei Podiumsplatzierungen, Poleposition in Silverstone. F3-Rennen in Macau und Korea für Manor Motorsport
  • 2001 Britische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege, zwei Polepositions und zehn Podiumsplatzierungen.2. Platz von der Poleposition beim F3 Super Prix in Korea; Startplatz sechs beim F3-Grand-Prix in Macau. 2. Platz und Poleposition beim Einladungsrennen für Vauxhall in der BTCC
  • 2002 5. Platz britische Tourenwagen-Meisterschaft, erster Sieg für Honda, drei Polepositions, Teilnahme an den australischen Langstreckenrennen „Bathurst 1000“ und „Queensland 500“ (Holden TWR)
  • 2003 3. Platz ETCC (BMW 320i), drei Siege, eine Poleposition, zwei schnellste Rennrunden
BMW Team Deutschland – Schnitzer Motorsport.

Jörg Müller (DEU) – Startnummer 42.

Dirk Müller (DEU) – Startnummer 43.

Jahr für Jahr wächst die Erfolgsliste jener Fahrer, die mit BMW Tourenwagen von Schnitzer Motorsport antreten. Von den 20 ETCC-Läufen der Saison 2003 gingen sieben Siege auf das Konto von Piloten der als BMW Team Deutschland startenden Mannschaft. 2004 bleibt die Fahrerbesetzung dieselbe: Dirk Müller und Jörg Müller, weder verwandt noch verschwägert, steuern die beiden BMW 320i.

Schnitzer Motorsport wurde vor vier Jahrzehnten in Freilassing in Süddeutschland, nahe der österreichischen Grenze, gegründet und ist längst ein Synonym für BMW Erfolge im Motorsport geworden. Zu den Früchten der langen Zusammenarbeit zählt die Tatsache, dass Schnitzer für BMW Motorsport als Test- und Entwicklungsteam des BMW 320i ETCC fungiert.

Schnitzer hat im BMW Auftrag fast zwei Dutzend Titel gewonnen – darunter drei Tourenwagen-Europameisterschaften und Championate in Deutschland, England, Italien, Japan und Südostasien. Ein Ausflug in das Sportwagen-Metier wurde 1999 vom Gesamtsieg bei dem Langstreckenklassiker schlechthin, dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR gekrönt. Weitere Triumphe in der American Le Mans Series (ALMS) folgten. 2001 knüpfte Schnitzer in der ALMS mit dem BMW M3 GTR an diese Erfolge an und gewann die GT-Klasse der Langstreckenmeisterschaft. Mit dem Namen Schnitzer ist der von Teammanager Charly Lamm untrennbar verbunden. Der begnadete Stratege führte das Team zu Erfolgen auf der ganzen Welt.

2004 startet das Team im dritten Jahr in Folge in der ETCC, erneut mit den beiden Müllers. Zwei Mal beendete das BMW Team Deutschland die ETCC bereits auf Platz zwei der Fahrer- und der Teamwertung. 2003 fehlte Jörg Müller am Ende nur ein einziger Punkt auf den Meister. Die beiden deutschen Fahrer steuerten beinahe die Hälfte der Punkte zum Gewinn der Markenmeisterschaft bei. BMW ließ Alfa Romeo mit 41 Punkten Vorsprung hinter sich.

2003 trat Schnitzer Motorsport zudem das erste Mal seit 1992 wieder für BMW beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an und brachte dort zwei der in Amerika so erfolgreichen BMW M3 GTR an den Start. Auch 2004 übernimmt das Team zusammen mit BMW Motorsport den Einsatz der bulligen M3 GTR bei dem Klassiker auf der Nürburgring-Nordschleife (12./13. Juni), zusätzlich steht das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps auf dem Programm (31. Juli/1. August).

Teamname: BMW Team Deutschland – Schnitzer Motorsport

Anschrift: Görlitzer Straße 2a, 83395 Freilassing, Deutschland

Teamchef: Herbert Schnitzer (Teammanager: Charly Lamm)

Teammitglieder: 19

Gründungsjahr: 1963

Website: www.schnitzer.de

Größte Erfolge:
  • 1966 1. Platz Deutsche Meisterschaft (BMW 2002 ti)
  • 1975 1. Platz Formel-2-EM (Martini BMW)
  • 1976 2. Platz GT Markenweltmeisterschaft (BMW 3.5 CSL)
  • 1978 1. Platz Deutsche Rennsportmeisterschaft (BMW 320)
  • 1980–1998 Neun Siege Tourenwagenrennen in Macau (BMW 320, BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
  • 1983, 1986, 1988 1. Platz Tourenwagen-EM (BMW 635 CSi, BMW M3)
  • 1985, 1986, 1988 1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa1990, 1995 (BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
  • 1987 1. Platz Tourenwagen-Weltmeisterschaft (BMW M3)
  • 1989, 1991 1. Platz 24-Stunden-Rennen Nürburgring (BMW M3)
  • 1989 1. Platz DTM (BMW M3)
  • 1989, 1990 1. Platz Italien. Tourenwagen-Meisterschaft (BMW M3)
  • 1993 1. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 318i)
  • 1994 1. Platz Asien-Pazifik-Meisterschaft (BMW 318is)
  • 1995 1. Platz Japanische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i), 1. Platz ADAC Super-Tourenwagen-Cup (BMW 320i)
  • 1998 1. Platz Deutsche Supertourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i)
  • 1999 1. Platz 24-Stunden-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR); 1. Platz 12-Stunden-Rennen Sebring (BMW V12 LMR)
  • 2001 1. Platz GT-Klasse American Le Mans Series (BMW M3 GTR)
  • 2002 2. Platz ETCC Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege,2. und 4. Platz ETCC-Fahrerwertung mit Jörg und Dirk Müller
  • 2003 2. Platz ETCC-Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege, zwei Polepositions, acht schnellste Rennrunden, 2. und 5. Platz ETCC-Fahrerwertung mit Jörg und Dirk Müller
Jörg Müller (DEU) – Startnummer 42.

2003 wurde Jörg Müller zum zweiten Mal in Folge Zweiter in der ETCC, diesmal nur noch durch einen einzigen Zähler vom Meister getrennt. Jörg Müller ist ein Bilderbuchbeispiel für Frohnatur. Doch hinter seinem lockeren Auftreten steckt ein Rennfahrer mit Biss. Er gewann 2003 fünf von 20 Rennen und lieferte in Donington die wohl bemerkenswerteste Aufholjagd der Saison. Nach einem Unfall im freien Training am Samstag war sein Auto ein Wrack. Doch der augenscheinliche Totalschaden war weder für ihn noch für die Mechaniker des Teams ein Grund zum Aufgeben. In einer Nachtschicht bei einem ortsansässigen BMW Händler wurde der BMW 320i wieder hergerichtet und gerade so eben fertig zum Warm-up am Sonntag. Müller gab alles: Im ersten Lauf holte er vom letzten auf den vierten Platz auf, den zweiten gewann er.

2004 ist für Müller die 21. Rennsaison. Er begann als 15-Jähriger im Kartsport, gewann Titel in der Formel Ford, Formel 3, Formel 3000, profilierte sich als Formel-1-Testfahrer für Arrows, BMW und Sauber. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans trat er für BMW, Nissan und Porsche an. In der American Le Mans Series feierte er Siege mit dem BMW V12 LMR und gewann dort 2001 die GT-Klasse mit dem BMW M3 GTR.

Er gibt zu, dass ihm die Umstellung von den stärkeren Fahrzeugen auf den BMW 320i ETCC anfänglich schwer fiel. Seine Ergebnisse beweisen: Diese Phase ist längst überwunden. Dennoch hat er den Einsatz des BMW M3 GTR beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2003 genossen. 2004 wird er dies wiederholen und außerdem bei den 24 Stunden von Spa antreten.

Zusätzlich ist Jörg Müller für BMW in der Talentförderung tätig: Er ist Chefinstruktor des Formel BMW Racing Centers in Valencia.

Geburtstag/-ort: 3. September 1969/Kerkrade (NLD)

Wohnort: Monaco

Familienstand: Verheiratet mit Julia

Website: www.joerg-mueller.org
  • 1984 1. Platz Saisonfinale ADAC Kart-Junioren
  • 1985 1. Platz Gaumeisterschaft ADAC Kart-Junioren; 1. Platz Dt. Kart-Teammeisterschaft ADAC Junioren
  • 1987 1. Platz ADAC-Kart-Gaumeisterschaft
  • 1988 1. Platz Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft
  • 1989 1. Platz Deutsche Formel Opel Lotus Challenge
  • 1990 1. Platz Formel-Ford-Europameisterschaft; 5. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
  • 1991 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Monaco
  • 1992 7. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
  • 1993 9. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft , vier Rennen, ein Sieg; 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Macau
  • 1994 1. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
  • 1995 BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup
  • 1996 1. Platz Formel-3000-Europameisterschaft; BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup; 1. Platz 24-Stunden-Rennen Spa (BMW 318is)
  • 1997 Formel-1-Testfahrer für Arrows; 24-Stunden-Rennen Le Mans (Nissan GT1)
  • 1998 Formel-1-Testfahrer für Sauber; 2. Platz 24-Stunden-Rennen Le Mans (Porsche GT1)
  • 1999 BMW Werks- und F1-Testfahrer: ein ALMS-Sieg; 24-Stunden-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR)
  • 2000 5. Platz ALMS, zwei Siege (99er BMW V12 LMR)
  • 2001 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (BMW M3 GTR)
  • 2002 2. Platz ETCC, vier Siege (BMW 320i)
  • 2003 2. Platz ETCC, fünf Siege (BMW 320i)
Dirk Müller (DEU) – Startnummer 43.

Er erzielte 2003 den ersten Saisonsieg mit dem BMW 320i, und zwar am zweiten Rennwochenende in Barcelona. Wenngleich keineswegs humorlos, so wirkt er doch neben seinem Teamkollegen als der Ernsthaftere von beiden. Müller gegen Müller war ein Verfahren, das zwar auf der Rennstrecke stattfand, aber die Freundschaft der Namensvetter nicht nachhaltig beeinträchtigte. Als Dirks Titelhoffnungen passé waren, unterstützte er Jörg nach Kräften.

Platz fünf in der Meisterschaft war für Dirk Müller eine Enttäuschung. Er war buchstäblich einige Male zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen und hatte den Kürzeren gezogen. Eine der übelsten Situationen trug sich beim Finale in Monza zu. Dirk Müller hatte Glück, diesen Hochgeschwindigkeitsunfall unverletzt zu überstehen. Dass dem Unfallverursacher aus dem Alfa Romeo-Lager der Sieg aberkannt wurde, war ein schwacher Trost. Müllers Auto war nach dem ersten Lauf nicht mehr zu gebrauchen.

Während er sich auf seine Titelambitionen in der ETCC konzentriert, erinnert er sich auch gern an sein tollstes Fahrerlebnis: Ende 2002 testete er den WilliamsF1 BMW FW24 in Barcelona.

Dirk Müller begann seine Laufbahn als 14-Jähriger im Kartsport. Es war ein relativ später Einstieg und durch die tatkräftige Unterstützung von Eltern, Bruder und Schwester praktisch eine Familienangelegenheit. Später sammelte er sowohl im Formelsport als auch mit Sportwagen Erfolge. Wie im Fall seines Teamkollegen Jörg Müller steht auch in seiner Erfolgsliste ein Titelgewinn in der GT-Klasse der American Le Mans Series. Und auch er wird 2004 mit dem BMW M3 GTR an den 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps teilnehmen.

Geburtstag/-ort: 18. November 1975/Burbach (DEU)

Wohnort: Monte Carlo

Familienstand: Verheiratet mit Daniela

Website: www.dirk-mueller.com
  • 1989, 1990 Einstieg in den Kartsport
  • 1991 3. Platz ADAC-Pop-Kartmeisterschaft
  • 1992 2. Platz Formel König
  • 1993 2. Platz Formel König, vier Siege; 12. Platz deutsche Formel Opel
  • 1994 3. Platz deutsche Formel Opel, zwei Siege
  • 1995 sporadische Einsätze Formel Opel Euroserie; erstes Formel-3-Rennen
  • 1996 halbe Saison Deutsche Formel-3-Meisterschaft, ein Sieg
  • 1997 Aufnahme im Porsche Junior Team; 5. Platz Porsche Carrera Cup, ein Sieg
  • 1998 1. Platz Porsche Carrera Cup, vier Siege; 2. Platz 24 Stunden von Daytona (Porsche GT1)
  • 1999 2. Platz 24 Stunden Daytona (Porsche GT2); 4. Platz 12 Stunden Sebring (Porsche GT1); 2. Platz GT-Kl. 24 Stunden Le Mans (Porsche GT3R); 1. Platz GT-Wertung Petit Le Mans (Porsche GT3R)
  • 2000 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (Porsche GT3R)
  • 2001 6. Platz GT-Kl. ALMS, ein Sieg (BMW M3 GTR)
  • 2002 4. Platz ETCC, drei Siege (BMW 320i)
  • 2003 5. Platz ETCC, zwei Siege (BMW 320i)
__________________
Viele Grüße Hermann

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Alt 04.04.2004, 12:38     #8
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Original BMW Teile und Zubehör ist Partner vom BMW Team Deutschland und arbeitet eng mit Herstellern von Rennsport-Ausrüstung zusammen. Nur Teile und Zubehörprodukte, die den Erwartungen an Sicherheit, Qualität, Passgenauigkeit, System-Verträglichkeit, Zuverlässigkeit und Design Rechnung tragen, finden Zugang zum Sortiment. Die Rennerfahrung fährt in jedem BMW täglich mit. Sie garantiert bei Original BMW Teilen und Zubehör eine Qualität, die Maßstäbe setzt und die Faszination Rennsport auf die Straße bringt.

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Castrol
steht für Innovation und Hochleistung und genießt internationale Anerkennung als Schmierstoffspezialist. Das Unternehmen ist in 130 Ländern aktiv. Castrol beschäftigt über 10 000 Angestellte mit Entwicklung, Herstellung, Vermarktung und Vertrieb von 5 000 hochwertigen Schmiermittelprodukten für Endverbraucher, Händler, Schifffahrt und Industrie.

Castrol liefert die Schmierstoffe für die BMW Teams in der FIA European Touring Car Championship und ist 1999 mit der BMW Group eine umfassende Partnerschaft in den Bereichen Forschung, Entwicklung, sowie den Bereichen After-Sales- und Marketing eingegangen. Castrol ist auch „Technical Sponsor“ des BMW WilliamsF1 Teams.



Michelin produziert seit mehr als 100 Jahren Reifen und ist heute mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent einer der führenden Hersteller der Welt. Als Erfinder des Radialreifens ist Michelin ein Synonym für Sportlichkeit, brachte die Radialtechnik in alle Bereiche des Rennsports ein und revolutionierte damit 1977 die Formel 1. Michelin ist ein bewährter Rennsportpartner von BMW, auch gegenwärtig im BMW WilliamsF1 Team.

Official Supplier (BMW Team Deutschland).

PUMA®
wurde 1948 in Herzogenaurach, Deutschland, gegründet und ist einer der bedeutenden Hersteller von Sportschuhen, Textilien und Accessoires. Im Verlauf seiner Unternehmensgeschichte ist PUMA® seinen vier Grundsätzen stets treu geblieben: Authentizität, Performance, technologische Innovation und die Annahme ständig neuer Herausforderungen. PUMA® ist heute die alternative Sportmarke, die erfolgreich die Einflüsse aus der Welt des Sports, Lifestyle und Mode vereint. Auch Motorsport ist für PUMA® kein Neuland – die ersten Rennschuhe von PUMA® wurden bereits in den 70er und frühen 80er Jahren getragen. 1998 hat sich PUMA® im Motorsport zurückgemeldet und ein umfangreiches Sponsoringportfolio zusammengestellt.
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