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Alt 20.10.2003, 21:13     #11
Hermann   Hermann ist offline
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12. Die Positionierung der neuen BMW 6er Serie.

Große Coupés, das zeigt ein Blick in die Geschichte, hat es bei BMW immer gegeben. Immer waren es die Leadcars ihrer Zeit, waren Vorbilder in Eleganz und Design – aber vor allem auch hinsichtlich ihrer Sportlichkeit. So ist auch der neue BMW 6er ein würdiger Nachfolger einer langen Ahnenreihe, wegweisend in Styling und fortschrittlicher Technik.

Der Markt.

Der neue BMW 6er tritt in der Oberklasse an, der gleichen Klasse, in der auch sein viertüriges Pendant, der neue BMW 7er, zuhause ist. Dieses Marktsegment, weltweit gesehen, ist stark anwachsend. Es hatte – was die darin enthaltenen Coupé und Cabrios angeht – zum Beispiel von 1999 auf 2001 einen Zuwachs um immerhin 48 Prozent, eine weitere Steigerung ist nicht auszuschließen.

Dieses Anwachsen ist vor allem auf dem für BMW sehr wichtigen US-Markt zu beobachten. Hier waren und sind Coupés und Cabrios traditionell sehr stark vertreten, und auch der neue 6er wird dort eine große Rolle spielen. Aber auch Deutschland, Großbritannien, Schweiz und Japan sind traditionell starke Coupé-Märkte.

Als direkte Wettbewerber sind alle großen Luxus- beziehungsweise Sportcoupés des Weltmarkts anzusehen, vor allem von renommierten Marken aus Deutschland, England und Italien. In USA spielt zudem der höherpreisige Wettbewerb aus Japan eine gewisse Rolle.

Das Marketing-Ziel.

Selbstverständlich möchte BMW mit dem neuen 6er Coupé in diesem Marktsegment wieder aktiv werden und sich einen erheblichen Marktanteil mit dem neuen Auto sichern. Quantitativ gesehen ist das Verkaufsziel natürlich deutlich höher als beim ersten 6er (gebaut von 1976 bis 1989 in rund 86 000 Einheiten) und beim 8er (gebaut von 1990 bis 1999 in rund 31 000 Einheiten) zu sehen.

Qualitativ gesehen steht der neue BMW 6er als Sinnbild für Exklusivität, Ästhetik und Sportlichkeit. Vor allem das eindeutige Bekenntnis hin zur Sportlichkeit unterscheidet dieses neue Hochleistungs-Coupé teilweise erheblich vom direkten Wettbewerb und rückt es selbst nahe zu

Wettbewerbern, die sich allein auf sportliche Fahrzeuge fokussieren. Damit steht für BMW auch ein außerordentlich hohes Potential an so genannten Eroberungen von anderen Marken in Aussicht. Natürlich spielt der neue 6er damit eine ganz besondere Rolle auch als Botschafter für die Marke BMW.

Die Zielgruppe.

Klassische Kunden für das neue BMW 6er Coupé sind vorwiegend männlich und hier vor allem der Altersgruppe der 40- bis 55-Jährigen zuzuordnen. Es handelt sich zumeist um Kunden, die als Selbständige Erfolg im Geschäfts_leben haben und sich als Vielfahrer mit einem solchen Auto selbst „belohnen“. Besonderes Styling und hohe Leistung ihres Autos sowie ein entsprechender Status der betreffenden Marke – aber auch unbedingte Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit – spielen eine große Rolle beim Kauf.
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Viele Grüße Hermann

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Alt 20.10.2003, 21:18     #12
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13. Die Produktion des neuen 6ers.

Der neue BMW 6er wird exklusiv im größten Produktionswerk des weltweit 24 Standorte umfassenden Fertigungsnetzwerks der BMW Group gebaut. Das hoch flexible Werk Dingolfing beschäftigt über 23 000 Mitarbeiter – davon rund 80 Prozent Facharbeiter – und fertigt täglich mehr als 1250 Fahrzeuge. Ein ausgefeiltes mehrstufiges Qualitätsmanagementsystem stellt hierbei in allen Prozessstufen der Produktion sicher, dass jedes Fahrzeug einer definierten Zahl von Prüfschritten unterzogen wird, bevor es das Werk in Richtung Kunde verlässt – Qualität „made by BMW“ ist also sichergestellt.

Qualität hat Priorität.

Qualität in der Produktion erfolgreich zu managen, bedeutet neben viel Erfahrung und Know-how, einen ausgereiften Prozessablauf zu haben, aber auch den Einsatz von High-tech-Instrumenten konsequent zu betreiben. So finden komplizierte Technologien, oft nur bekannt aus der Medizintechnik, immer mehr Anwendungsgebiete zur Qualitätssicherung im Automobilbau. Der Einsatz von Ultraschall-, Infrarot- oder Lasertechnologien, die Nutzung endoskopischer Geräte oder sogar der Computer-Tomografie sind heute keine Seltenheit mehr im Automobilbau. Hierbei fordern neue Materialkonzepte – intelligente Mischbauweisen – verbunden mit anspruchsvollen Designs immer wieder das ganze Wissen der Qualitätsspezialisten.

Beispiel: Inline-Messtechnik für harmonische Präzisionskarosserien.

Der harmonische Verlauf von Fugen und Spalten hat einen wichtigen Einfluss auf den optisch perfekten Eindruck eines Automobils. Deshalb wurden für den BMW 6er gezielte Maßnahmen für ein perfektes Fugenbild unternommen. Im Rohbau werden so alle Karosserien vollautomatisch innerhalb des Band_ablaufes gemessen. Hierdurch entsteht eine umfassende Datenmenge, die die tatsächliche Fahrzeug-Dimension widerspiegelt. Interessant: Diese Ist-Daten werden an die Montage übermittelt, wo sie als Vorhaltewerte für den späteren Teileanbau verwendet werden. Ergebnis: eine ideal aufeinander abgestimmte Rohkarosserie und deren Anbauteile für einen optimalen Fugen- und Spaltverlauf.

Darüber hinaus werden in der Messtechnik des Karosserierohbaus mit Hilfe von hochpräzisen CNC-gesteuerten Koordinaten-Messmaschinen stichprobenartig an der BMW 6er Rohkarosserie 4 051 Messpunkte angefahren und ausgewertet. Diese Werte dienen nicht nur als Grundlage für

Analysen mit Blick auf Maßtoleranzen, sondern sind auch Referenzwert für die im Bandablauf direkt integrierten Robotermessanlagen. Beim BMW 6er messen 13 Inline-Messroboter 360 Messpunkte an der durchlaufenden Karosserie. Das sichert 100 Prozent Präzision direkt im Fertigungsfluss.

Beispiel: „Oberflächenmatching“ bei intelligentem Werkstoffmix.

Um die beim BMW 6er erreichten Spitzenwerte in Fahrdynamik zu ermöglichen, wurde für jede Karosseriekomponente der optimale, den Eigenschaftsanforderungen entsprechende Werkstoff gewählt. Diese Mischbauweise beginnt beim Stahl in unterschiedlichen Festigkeiten über Aluminium bei den Türen bis hin zum Einsatz von Thermoplast für die Seitenwände und glasfaserverstärktem Verbundwerkstoff bei der Heckklappe. Schon im Karosserierohbau wird damit begonnen, die Bauteile auf ihre optische Beschaffenheit hin zusammenzuführen.

Was heißt das? Sicken, Radien und beispielsweise Abkantungen haben, abhängig vom verwendeten Material, unterschiedliche Anmutungen. Hier liegt das Ziel des Oberflächenmatchings: Garantieren der Harmonie aller Bauteile über die Materialunterschiede hinweg. In der Lackiererei setzt sich dieser Anspruch aufgrund der unterschiedlichen Farbannahme der Werkstoffe mit dem Matching der Farben fort. Am Ende der Kette findet sich dann die Montage, wo dieser Harmonieanspruch erneut in Form des Anbauteile_matchings weiterverfolgt wird. So hat Matching letztendlich die eine grund_legende Funktion: Dem Kunden gegenüber sicherzustellen, dass alle optisch bedeutenden Teile des Fahrzeuges eine harmonisch perfekte Einheit bilden.

Business is People – die Mitarbeiter sind entscheidend.

Ein Qualitätsmanagement ist nur dann erfolgreich, wenn die Mitarbeiter den hohen Anspruch an Güte und Perfektion in allen Arbeitsprozessen mit tragen. Das Streben nach bestmöglicher Qualität hat in der BMW Group lange Tradition. Es ist fest in der Unternehmenskultur verankert und wird in Ausbildung und Weiterbildung gepflegt, verfeinert und ausgebaut. So wird im Zuge eines Fahrzeugneuanlaufs eine entsprechende Trainingsstrategie erarbeitet. Denn anspruchsvolle technische Systeme wie die Aktivlenkung, Dynamic Drive oder das adaptive Kurvenlicht stellen hohe Anforderungen an die Mitarbeiter-Qualifikation. Deshalb wird bereits während des Prototypen_baus mit der Information und Schulung begonnen. Denn letztlich legen einige tausend Menschen Hand an, bevor der BMW 6er „made by BMW“ vom Band läuft.
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Viele Grüße Hermann

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