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Alt 22.09.2003, 18:40     #1
sbk   sbk ist offline
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BMW AG vs. BMW Händler

Ich weiß nicht, ob es hierher gehört, aber wer weiß mehr zu folgendem Bericht im Focus-online?

http://news.focus.msn.de/G/GN/gn.htm...34&streamsnr=8

Wenn ich es richtig verstehe, will BMW Exklusiv-Verträge mit seinen Händlern. Bedeutet also nur noch Mini und BMW darf der Händler verkaufen. Wenn man nun bedenkt, dass BMW vor ein paar Jahren die Rover-Gruppe integrierte und die Händler deren Produkte auch anboten (mussten?), finde ich das schon merkwürdig, wenn nun auf Exklusivverträge umgestellt wird.

Bei uns hat man vor 8 Jahren verlangt, dass ein BMW-Händler ein 2. Autohaus 10 km entfernt von seinem aufmacht, um dann dort ebenfalls BMW anzubieten. Er hat es abgelehnt. Darauf hat BMW ihm den Vertrag gekündigt. Nun darf man als BMW-Fahrer mind. 20 km fahren, um zu einem Vertragshändler zu kommen. Dafür habe ich dann aber in allen Himmelsrichtungen einen anderen Händler, also 4 zur Auswahl....

Grüße
sbk
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Alt 22.09.2003, 19:41     #2
c1helfer   c1helfer ist offline
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Re: BMW AG vs. BMW Händler

Zitat:
Original geschrieben von sbk
1) Wenn ich es richtig verstehe, will BMW Exklusiv-Verträge mit seinen Händlern. Bedeutet also nur noch Mini und BMW darf der Händler verkaufen. Wenn man nun bedenkt, dass BMW vor ein paar Jahren die Rover-Gruppe integrierte und die Händler deren Produkte auch anboten (mussten?), finde ich das schon merkwürdig, wenn nun auf Exklusivverträge umgestellt wird.

2) Bei uns hat man vor 8 Jahren verlangt, dass ein BMW-Händler ein 2. Autohaus 10 km entfernt von seinem aufmacht, um dann dort ebenfalls BMW anzubieten. Er hat es abgelehnt. Darauf hat BMW ihm den Vertrag gekündigt. Nun darf man als BMW-Fahrer mind. 20 km fahren, um zu einem Vertragshändler zu kommen. Dafür habe ich dann aber in allen Himmelsrichtungen einen anderen Händler, also 4 zur Auswahl....

Grüße
sbk
1) "Damals" gehörte Rover/MG/land Rover auch zur BMW Group. Und - wie du richtig sagst - nahezu alle Händler mussten sich mit BMW arrangieren. dh alle Produkte der Rover Gruppe (in einem seperaten Schauraum) verkaufen. Alle BMW7Rover Händler mussten einen 6 Stelligen DM Betrag vorstrecken. BMW hat nichts dazubezahlt. Als Rover verkauft worden ist, hat Jaguar die Marke Landrover integriert (und damit das Brot und Buttergeschäft dem BMW Händler entzogen und dem Ford Händler gegeben)

Rover PKWs (inzwischen eine eigene Gesellschaft) konnten idR nicht weiter über die BMW Schiene/Händler verkauft werden, da BMW damals die Händler zwang nur eine Marke (BMW..später MINI) zu verkaufen "Mann kann nicht auf 2 Hochzeiten gleichzeitig tanzen", so BMW"

Der BMW Händlerverband wollte auf Schadensersatz für die Investitionen klagen. Hat aber dann zähneknirschend diese Klage nicht weiter verfolgt, da jeder BMW Händler Angst um seinen Vertrag hatte. (Vor der neuen GVO regelung zum 01.10 gab es eine Kündigungsfrist von 2 Jahren. Gründe musste BMW nicht erläutern.

Das gleiche Drme gab es übrigens auch beim BMW C1, für den Investitionen getätigt worden sind dun der sang und klanglos eingstellt wurde...

2) Wie auch in diesem Focus artikel dargestellt will die BMW Group auschliesslich große Händler mit vielen Betrieben. Wobei natürlich die unternehmerische Verantwortung und Investitionstätigkeiten bei den Betrieben liegt und nicht bei BMW. In ganz Europa.

Theoretisch mag zwar jetzt eine 2 Marke möglich sein, jedoch wird jeder Hersteller alle rechtlichen und inoffiziellen Mittel und Daumenschrauben ansetzen dass kein Händler 2 Marken verkauft. Wie sieht es denn für das BMW CI aus wenn neben einem BMW noch ein Fiat steht. daher wurden schon vor Jahren (als das Thema GVO aufgekocht worden ist) die Standarts dermassen hoch angesetzt und als gesetzt formuliert, dass diese kaum jemand jetzt erfüllen kann. Es gilt ab 01.10 der Standard den der kleinste HÄndler in Europa hat (abzüglich Händler in Griechenland oder Spanien, wo diese betriebswirtschaftlich nicht tragbar sind)

Da diese Standarts bereits zum Start der GVO von BMW gesetzt worden sind gelten diese, und sie sind so hoch dass sie idR Händler abschrecken sich überhaupt für die Marke BMW zu bewerben. sei es im Vertrieb, nur als Service-Station oder nur als Teile&Zubehör Betrieb). Das ist BMW sehr recht. va im Kernmarkt Deutschland.

Nur wenn BMW "loyale" und große Händler hat kann man dem Ziel des "Interbrandwettbewerbs" entgegen treten. Dh das Ausspielen des Kunden ggü meheren Händlern soll schwieriger werden. Zudem die Neuwagen Marge auf 12,75 Prozent herabgesetzt worden ist.
In diesem Atemzug wurden/werden auch die EU Nettopreise angepasst (auf deutsches NIveau, für Ausländer werden die Autos leider teurer). Dem EU Import wird somit ein Riegel vorgeschoben. Zudem 2005 Ausländische (BMW) HÄndler im Inland eigene NL/Betriebe eröffnen dürfen - wenn sie die Standarts erfüllen.

Wird ja alles sehr spannend werden

Ob das alles aber kundenorientiert ist glaube ich nicht. Aber es Hilft dem Unternehmen BMW seine Umsatzrendite noch weiter zu steigern.
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Alt 23.09.2003, 22:31     #3
JON_DOE   JON_DOE ist offline
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http://www.autohaus-online.de/sixcms...13243&_zielcb=
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Alt 23.09.2003, 22:53     #4
c1helfer   c1helfer ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von JON_DOE
http://www.autohaus-online.de/sixcms...13243&_zielcb=
Ja das Dumme ist nur dass BMW zwar liefern wird, wenn es das Gericht vorschreibt, aber:

Die Quoten bestimmt BMW: z.B wer wieviele X5 bekommt
"Freie Händler" bekommen später Ihre Autos als "BMW Partner"
Es gibt keine Valuta, Fzg wird sofort fakturiert bzw Anzahlung für "Freie Händler"

BMW wird alles versuchen, dass das NW Geschäft nicht kaputt gemacht wird durch freie Händler, obwohl ich zugeben muss dass einige Herschafften froh sind um jede verkaufte einheit bei BMW, die Controller/Revision natürlich nicht, die möchten ja gerne Preisstabilitaet
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Alt 24.09.2003, 10:11     #5
JON_DOE   JON_DOE ist offline
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Es geht ja nicht nur darum, das BMW weiter Neuwagen liefern muss, der Witz an der Sache ist ja, das die alten Verträge für diese Händler weiterlaufen als wäre nichts gewesen, BMW kann dann nochmal neu kündigen mit 2 Jahresfrist, solange ist der alte Vertrag (der dann in wesentlichen Teilen nicht GVO konform ist) aber weiterhin gültig.
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Alt 24.09.2003, 11:59     #6
c1helfer   c1helfer ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von JON_DOE
Es geht ja nicht nur darum, das BMW weiter Neuwagen liefern muss, der Witz an der Sache ist ja, das die alten Verträge für diese Händler weiterlaufen als wäre nichts gewesen, BMW kann dann nochmal neu kündigen mit 2 Jahresfrist, solange ist der alte Vertrag (der dann in wesentlichen Teilen nicht GVO konform ist) aber weiterhin gültig.
Darum ging es in diesem Gerichtsurteil nicht. Die Kündigungsfrist von bisher 2 Jahren auf jetzt 1(!!) Jahr (ab 01.10.03) ist ein anderes (Dauer) Thema beim BMW Händlerverband. Sowie die pauschale (übrigens fristgemässen) Kündigung bevor die GVO zum 01.10 greift. BMW hat um neu zu sortieren allen fristgemaess gekündigt und begründet dies mit den neuen GVO Richlinien, die die BMW Group somit umsetzen muss => daher sind neue Verträge notwendig, so BMW. Zudem VOR der GVO BMW Händler ohne Grund mit einer Kündigungsfrist von 2 Jahren den Händlervetrag kündigen konnte.
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Alt 24.09.2003, 13:59     #7
JON_DOE   JON_DOE ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von c1helfer
Darum ging es in diesem Gerichtsurteil nicht. Die Kündigungsfrist von bisher 2 Jahren auf jetzt 1(!!) Jahr (ab 01.10.03) ist ein anderes (Dauer) Thema
Doch, genau darum ging es:


Quelle: kfzbetrieb.de

Auch gekündigte Händler müssen weiter beliefert werden


BMW unterliegt beim Landgericht München wegen zu kurzer Kündigungsfrist.

Zwischenzeitlich sind drei Entscheidungen (einstweilige Verfügungen) beim Landgericht München ergangen, wonach gekündigte Händler über den 30.09.2003 hinaus von der BMW AG zu beliefern sind. Das Landgericht München ist der Auffassung, dass die Kündigung der BMW AG mit einjähriger Frist unzulässig ist, berichtet Rechtsanwalt Dr. Christian Genzow. In einer heute stattgefundenen Sitzung machte die Kammer deutlich, dass Vertragstreue gegenüber den BMW-Händlern Vorrang hat vor eigenen Interessen der BMW AG. Das Gericht entschied durch Urteil über die einstweilige Verfügung.
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Alt 24.09.2003, 20:47     #8
c1helfer   c1helfer ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von JON_DOE
Doch, genau darum ging es:


Quelle: kfzbetrieb.de

Auch gekündigte Händler müssen weiter beliefert werden


BMW unterliegt beim Landgericht München wegen zu kurzer Kündigungsfrist.

Zwischenzeitlich sind drei Entscheidungen (einstweilige Verfügungen) beim Landgericht München ergangen, wonach gekündigte Händler über den 30.09.2003 hinaus von der BMW AG zu beliefern sind. Das Landgericht München ist der Auffassung, dass die Kündigung der BMW AG mit einjähriger Frist unzulässig ist,.
ja ja ist schon richtig.
Nur Ändert das nichts am Status der zum 01.10.03 gekündigten Händler (die weitestgehend übrigens mit der normalen 2 Jahresfrist gekündigt worden sind gar nichts) ich kann hier geren beispiel nennen von Händlern die es spätestens ab 01.10 nicht mehr gibt..rechtliche Schwebe hin oder her
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Alt 25.09.2003, 16:00     #9
Geisteskrank   Geisteskrank ist offline
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Es ist schon traurig, wie BMW mit seinen Händlern umgeht

Irgendwann wirds dann wohl so sein, daß es nur noch große Händler ketten gibt und ob bei denen dann noch das Wort Service groß geschrieben wird?

MfG
Christian
__________________
Von all den Dingen die mir sind verloren gegangen, habe ich am meisten an meinem Verstand gehangen!
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Alt 26.09.2003, 12:54     #10
sbk   sbk ist offline
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Ich verscuhe einmal den Kern zusammenzufassen.

1. BMW will nur noch wenige Niederlassungen/Händler.
2. BMW will nur exklusive Händler.
3. BMW kürzt die Marge auf 12,75 %.
4. BMW muss auch an die Händler liefern, die gekündigt wurden, bestimmt aber die Quote.
5. BMW-Service kann nur noch der offizielle Händler machen, da nur dieser die entsprechenden Werkzeuge und "viel wichtiger" aktuelle Software bekommt. Nur diese "können" den Wagen warten!

Soweit richtig??

Nun denn, stellt sich tatsächlich die Frage, ob dies für den Markt vorteilhaft ist. Auf jeden Fall werden einige Händler/Werkstätten auf der Strecke bleiben. Für mich als Kunden hat es den negativen Effekt, dass ich nur noch zu ausgewählten Werkstätten fahren kann.

Hierbei ist die Beschaffung eines Neu-Wagens nach meiner Ansicht das kleinste Übel. Den kann ich mir immer noch in ganz Europ kaufen und nach D holen. Das nun ein einheitlicher EU-Grundpreis eingeführt wird, finde ich in Ordnung. So kann jeder sehen, welche Steuern und eventuell Ersparnisse man gegenüber dem Fiskus erwirtschaften kann. Porsche macht dies übrigens schon länger so.

Mich stört, dass ich ewig weit fahren muss, um eine Werkstatt zu erreichen. Das kostet mich immer Zeit! Dies ist entweder meine Arbeitszeit (Selbständiger) oder aber meine Freizeit, die ich gerne anders verbringen würde.

Grüße
sbk
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