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Alt 18.07.2003, 18:50     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Goodwood Festival of Speed 2003

BMW auf dem Goodwood Festival of Speed: Die Rückkehr des 1300 PS Renners.

Nelson Piquet feiert mit BMW 20 Jahre Formel-1 Weltmeisterschaft+++ Brabham BT52B BMW im Einsatz+++Leichte Sportwagen: BMW 3.0 CSL und BMW M3 CSL+++80 Jahre Motorrad, 80 Jahre Sporterfolge

München/Goodwood. 10 Jahre nach dem ersten Festival of Speed im südenglischen Goodwood präsentiert die BMW Group Mobile Tradition einen besonderen Schatz aus der Sammlung historischer Fahrzeuge: Mit dem Brabham BT52B BMW donnern mehr als 1300 Pferdestärken den Hügel am Goodwood House hinauf. Als Fahrer konnte die BMW Group Nelson Piquet gewinnen, jenen Fahrer, der vor 20 Jahren mit BMW Power mit dem Brabham BT52B BMW erster Turboweltmeister in der Formel-1 wurde. Damit zeigt sich in Goodwood erstmals das erfolgreiche Gespann von 1983. Ebenfalls vor Ort sind Paul Rosche, damals Technischer Direktor der BMW Motorsport GmbH und verantwortlich für die Entwicklung des starken Herzens des Brabham BT52B BMW sowie viele weitere Mitglieder des Weltmeisterteams.

20 Jahre Formel-1 Weltmeisterschaft: BMW Power sorgt für den Erfolg.

1983 gelang nach 630 Tagen, was niemand für möglich gehalten hatte: dank der konsequenten Auslegung auf Topleistung und eines extrem starken BMW Motors gewann Nelson Piquet im letzten Rennen im südafrikanischen Kyalami die Weltmeisterschaft in der Königsklasse des Motorsports. Diese erste Weltmeisterschaft eines Fahrers auf einem Turbo F1 machte Geschichte. Und auch heute sind die mit BMW Power angetriebenen BMW WilliamsF1 außerordentlich erfolgreich: der Münchner Motor gilt als der stärkste im Feld. Der aktuelle Formel-1 Rennfahrer Juan-Pablo Montoya bewegt auf dem Goodwood Festival of Speed den WilliamsF1 BMW FW24. Damit werden 20 Jahre BMW Formel-1 Aktivitäten mit Topfahrern abgebildet.

Leichte Sportwagen: BMW 3.0 CSL und BMW M3 CSL.

Auch im Feld der Sportwagen zeigt BMW Highlights aus Vergangenheit und Gegenwart. Ein wegen des aerodynamischen Flügelwerks als „Batmobile“ bekannt gewordener BMW 3.0 CSL im Trim der nordamereikanischen IMSA Rennserie und ein aktueller BMW M3 CSL erklimmen den Hügel am Goodwood House mit Leichtigkeit: steht das Kürzel CSL doch für konsequenten Leichtbau und damit für ein verbessertes Leistungsgewicht. Während beim „Batmobil“ schon in der Serienausführung Türen und Hauben aus Aluminium sowie weitere Maßnahmen rund 200 kg Gewichtsreduktion schafften, bringt es der neue M3 CSL mit der Verwendung von Werkstoffen wie Kohlefaser – verstärktem Kunststoff (CFK) und Sheet Moulding Compound (SMC) auf ein Leistungsgewicht von 3,85 kg/PS. Hier kommt die BMW typische Freude am Fahren nicht zu kurz. Der Leichtbau Klassiker BMW 3.0 CSL feiert in Goodwood zudem ein rundes Jubiläum: Vor 30 Jahre gelang Stuck/Amon der erste Sieg dieses Typs während des 6-Stunden-Rennens am Nürburgring (08. Juli 1973).

Reihensechszylinder, V8, V12: Power aus allen Zylindern.

Weitere Pretiosen aus der Renngeschichte von BMW kommen ebenfalls zum Einsatz. So bewegt Dr. Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor, den Siegerwagen der Mille Miglia von 1940, ein BMW 328 Mille Miglia Coupé mit Karosserie von Touring. Jörg Müller, für BMW Fahrer in der FIA European Touring Car Championship, pilotiert den BMW V12 LMR, der 1999 das 24-Stunden-Rennen in Le Mans gewinnen konnte. Das Tourenwagen_engagement von BMW dokumentiert der BMW M3 GTR, dessen V8 Motor mit rund 450 PS von Dr. Burckhard Göschel, Mitglied des Vorstands BMW AG, Entwicklung und Einkauf, gebändigt wird. Zum 25 jährigen Jubiläum des Produktionsstarts des BMW M1 fährt Marc Surer ein BMW M1 Procar. Der Schweizer, der außerordentlich erfolgreich in vielen Rennserien unterwegs war und unter anderem 1979 die Formel-2 Europameisterschaft gewann, war maßgeblich an der Entwicklung des BMW M1, mit dem die erfolgreiche M-Baureihe bei BMW begann, beteiligt.

80 Jahre Motorrad, 80 Jahre Sporterfolge.

Als vor 80 Jahren das erste BMW Motorrad entwickelt wurde , war es für die Ingenieure um Konstrukteur Max Friz klar, wo sich ihr neues Produkt mit der revolutionären Kombination aus querliegendem Boxermotor und Kardanantrieb zuerst beweisen sollte: Im Motorsport. Noch 1923 wurde die R 32 auf das Solituderennen geschickt, ein Jahr später gewann BMW den Wettbewerb. Für das Goodwood Festival of Speed schickt die BMW Group Mobile Tradition wieder hervorragende Beispiele der BMW Motorradsportgeschichte ins Rennen: Neben einer R 37 aus dem Baujahr 1925 und einer RS 500, mit der Walter Zeller in den 50er Jahren die Motorsportfans begeisterte, zeigt Helmut Dähne auf einer R 90 S TT Motorradsport in seiner faszinierendsten Form. Ein besonderes Highlight kommt in Goodwood zum Einsatz. Die BMW RS 500 Kompressor, ehemals von Rennsportlegende Schorsch Meier bewegt und dann im Besitz des Formel-1 und Motorradweltmeisters John Surtees, geht an den Start. Besonderheit dieser Maschine: Sie befindet sich noch in Originalvorkriegszustand, wurde also nicht nach dem 2. Weltkrieg für weitere Renneinsätze modifiziert. Die BMW Group Mobile Tradition erwarb dieses einzigartige Motorrad kürzlich von John Surtees und zeigt sie in Goodwood mit Karl-Heinz Kalbfell, BMW Group, Leiter Group Marketing, zum ersten Mal als Teil ihrer Sammlung. Ergänzt wird der Auftritt der BMW Motorräder durch drei Maschinen aus dem aktuellen Boxer Cup.

Umfangreiche Ausstellung im Pavillon der BMW Group Mobile Tradition.

Die BMW Group engagiert sich mittlerweile seit 10 Jahren auf dem Goodwood Festival of Speed. Wie jedes Jahr, so bietet auch 2003 ein Pavillon mit Exponaten aus der BMW-Rennsportgeschichte den erwarteten rund 140 000 Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt der „Freude am Fahren“. Unter anderem gibt es den Motor des Brabham BT52B BMW zu sehen, als Schmuckstück der Motorradaustellung zum Anlass des Jubiläums „80 Jahre Motorrad“ sind neben einer R 32 aus dem Baujahr 1923 auch die Weltrekordmaschine von Ernst Henne aus dem Jahr 1937 ausgestellt. Ergänzt wird der Auftritt der BMW Group Mobile Tradition um den Accessoires- und Teileverkauf.


Goodwood Festival of Speed:Historischer Motorsport der englischen Art.

„Festival der Geschwindigkeit“ – so lautet der Titel des Motorsportspektakels in Goodwood. Er ist zutreffend und doch auch ein klassisches Beispiel für britisches Understatement.

Das Goodwood Festival of Speed ist weltweit ein herausragendes historisches Motorsportereignis. Seit 1993 gelingt es dem Gastgeber Lord March alljährlich, die glanzvolle automobile Vergangenheit des europäischen Motor_sports in seiner südenglischen Parklandschaft lebendig werden zu lassen. BMW nimmt seit Jahren an dieser Veranstaltung teil. Das Unternehmen leistet damit aufgrund seiner langen Tradition im Motorrad-, Automobilbau und im Motorsport seinen Beitrag zu diesem Ereignis.

Anlässlich des Goodwood Festival of Speed treffen sich viele herausragende Fahrerpersönlichkeiten der verschiedensten Generationen, wie wohl an keinem anderen Ort der Welt. Vor einem rund 140 000 Zuschauer zählenden Publikum demonstrieren sie das Leistungsvermögen klassischer Fahrzeuge, die ihrerseits eine außergewöhnliche Sammlung von unermesslichem Wert darstellen.

Das Goodwood Festival of Speed ist in der Zwischenzeit auch ein gesell_schaft_liches Ereignis von höchstem Rang. Denn hier hat der Rennsport_gedanke in Verbindung mit der Öffentlichkeit bereits eine lange Tradition. Die klassische Verbindung von Goodwood House, Horse racing und der Rennstrecke ist in ihrer Art einmalig. Die grüne Hügellandschaft von Sussex verleiht der Veranstaltung den unverwechselbaren Rahmen.

Diese hervorragenden Rahmenbedingungen machen das Goodwood Festival of Speed zu einem attraktiven Ereignis. Hier wird Vergangenheit zum Leben erweckt, werden Erinnerungen wach gehalten und Emotionen auf und neben der Rennstrecke freigesetzt.

Dass die BMW Group in Goodwood zu Hause ist, belegt eine besondere Tatsache: Unweit des Schlossparks werden Rolls-Royce Automobile in Handarbeit produziert. Die Luxuslimousinen enstehen im neuen Firmensitz der Marke. Goodwood wird damit zum „Centre of Excellence“ für klassischen Automobilbau in echter Rolls-Royce Tradition.

Für die BMW Group ist es Verpflichtung und Neigung zugleich, ihre Tradition zu pflegen und lebendig zu halten. Das Unternehmen steht für Technologie_führerschaft, Innovation und Dynamik, die das Haus auch schon in der Vergangenheit unter Beweis gestellt hat. Die Aufbereitung der Geschichte ist zugleich eine Investition in die Zukunft. Daher unterhält BMW seit 1994 einen Bereich, der die Tradition von BMW von ihren Anfängen 1916 bis in die jüngste Vergangenheit pflegt und alle diesbezüglichen Aktivitäten im Unternehmen unter einem Dach bündelt.

Mit der Bezeichnung „Mobile Tradition“ unterstreicht diese Sparte ihr Selbstverständnis, denn sie begreift Tradition nicht als statische Konservierung von Vergangenheit, sondern als lebendigen Umgang mit jederzeit fahrbereiten Automobilen und Motorrädern.

Das Goodwood Festival of Speed ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass motorisierte Fortbewegung ein fester und faszinierender Bestandteil unserer Mobilität ist, der unser Leben bereichert.


Der Earl of March.

Der Earl of March ist 48 Jahre alt (geboren am 8. Januar 1955). Er übernahm im Jahre 1994 den Grundbesitz Goodwood von seinem Vater, dem 10. Duke of Richmond. Er lebt mit seiner Frau, Lady March (geborene Janet Astor) und seinen Kindern Charles, William, Eloise and Frederick auf seinen Ländereien im Goodwood House. Lord Earl March hat auch noch aus erster Ehe eine 18-jährige Tochter namens Alexandra.

Lord March ist der Präsident des BARC (British Automobile Racing Club) und Schirmherr der TT Riders Association sowie Fördermitglied des 500 Owners Club und des Verbandes der Motorjournalisten. Lord March ist der Gründer des Goodwood Festival of Speed (erste Austragung1993) sowie des Goodwood Motor Circuit Revival Meeting, das erstmals im September 1998 stattfand. Motorsport Rennen an sich wurden schon zuvor in Goodwood von seinem Großvater (dem 9. Duke of Richmond) 1948 ins Leben gerufen. Lord March war ein anerkannter Werbephotograph, der unter dem Namen Charles Settrington in London arbeite, bevor er den Landbesitz Goodwood übernahm.

Die Goodwood Group of Companies setzt sich zusammen aus dem Pferderennsport (21 Tage pro Jahr) auf der Goodwood Pferderennbahn, der Goodwood Road Racing Company (Festival of Speed und dem Motor Circuit Revival), sowie aus einer 3 000 Hektar großen Länderei, die aus Ackerfarmen, einer Molkerei, Wäldern, einem Flughafen mit einer eigenständigen Flugschule und dem 4 Sterne Marriott Goodwood Park Hotel besteht. Goodwood erstreckt sich auf 11 500 Hektar in West Sussex im Norden Chichesters, einer Stadt, die zwischen Portsmouth und Brighton gelegen ist. Es war der Vater von Lord Earl March – der 10. Duke of Richmond – der als Vorstandsvorsitzender in den späten 60ern die Goodwood Group gegründet hatte, nachdem er seine Karriere mit der Textilfirma Courtaulds beendete.


Modellhistorie der eingesetzten Fahrzeuge.

Automobile.

Brabham BT52B BMW


4-Zylinder Motor, 1499 ccm, je nach Ladedruck 800–1350 PS, 1983.

Unter der technischen Leitung von Paul Rosche ging BMW 1982 als Motorlieferant in die Formel-1. Besonderheit des von BMW zur Verfügung gestellten 1,5 Liter Turbomotors war der Motorblock, der aus der Serie stammte und von der BMW Motorsport GmbH modifiziert wurde. Elektronische Zündung und Einspritzsystem waren der Serie ebenfalls ähnlich. Nach dem ersten Sieg bereits im Juni 1982 (Montreal) folgte ein weiterer Triumph in Rio de Janeiro. 1983 führte das neue Reglement zu einem geänderten Chassis. Mit dem Brabham BT52B BMW gelang dann der Gewinn der Weltmeisterschaft innerhalb von nur 630 Tagen nach Eintritt in die Formel-1. Zwischen Januar 1982 und Oktober 1983 holte das Team mit BMW Power vier Grand Prix Titel, 94 Weltmeisterschaftspunkte und acht schnellste Runden.

Fahrer:

Nelson Piquet (s. Biografie weiter unten)

Marc Surer

Die Verbindung von Marc Surer und BMW ist seit Jahrzehnten erfolgreich: Bereits 1978 fuhr der Schweizer als Teil des BMW Junior Teams in der Formel-2 Europameisterschaft, 1979 gewann er den Titel. Zwischen 1984 und 1986 war Surer Pilot in der Formel-1 für Arrows-BMW und Brabham-BMW. 1985 gewann er mit Roberto Ravaglia und Gerhard Berger die 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Unter anderem engagierte sich Marc Surer in der Talentsuche für den BMW Formula Junior Cup.

BMW M1 Procar

6-Zylinder, 3 498 ccm, 470 PS, 1979.

Parallel zur Serienentwicklung des BMW M1 wurden die Rennversionen für die Gruppe 4 und 5 gebaut. Eingesetzt wurden die in München, Italien und England in Kooperation mit Spezialfirmen gebauten Gruppe 4 M1 schließlich in der von Jochen Neerpasch, dem Leiter der BMW Motorsport GmbH, neu geschaffenen Procar-Serie. Ab 1979 fuhren in dieser Rennserie jeweils die fünf trainingsschnellsten Formel 1 Fahrer vor jedem Formel 1 Grand Prix auf gleichstarken M1 gegen rund 20 private internationale Teams. Diese Idee erwies sich als absoluter Publikumsmagnet mit Formel 1 Fahrern wie u.a. Niki Lauda, Nelson Piquet, Carlos Reutemann, Alan Jones und Clay Regazzoni. Nicht zu vergessen, die außerordentlich engagierten Fahrer der internationalen Teams wie Hans Joachim Stuck, Marc Surer und Markus Höttinger.

Fahrer:

Marc Surer

BMW 3.0 CSL „Batmobil“

6-Zylinder, 3 498 ccm, 430 PS, 1975.

Der erste Sportwagen, den die 1972 neu gegründete BMW Motorsport GmbH entwickelte, war die Rennversion des BMW 3.0 CS. Mit dem CSL konnte sich BMW außerordentlich erfolgreich in verschiedenen Tourenwagenrennserien positionieren – und dies bis in die späten 70er Jahre. So gewann der BMW 3.0 CSL nicht weniger als sechs Europäische Tourenwagenmeisterschaften, zuletzt im Jahr 1979. Das in Goodwood präsentierte Fahrzeug ist eines von fünf von BMW 1975 und 1976 in der nordamerikanischen IMSA Serie eingesetzten Fahrzeuge. Fahrer waren u.a. Hans Stuck, Peter Gregg, David Hobs Dieter Quester und Sam Posey.

Fahrer:

Tom Purves

Tom Purves ist seit 1999 CEO der BMW (US) Holding Corp. und war vorher u.a. als Managing Director der BMW Great Britain Ltd. Für das Münchner Unternehmen tätig.

BMW 328 Mille Miglia Coupé

6-Zylinder, 1971 ccm, 135 PS, 1939.

Da 1939 keine Mille Miglia stattfand, konzentrierte man sich statt dessen auf das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und beauftragte die Karosseriefirma Touring in Mailand mit der Anfertigung eines strömungsgünstigen Coupé-Aufbaus für einen der Werkswagen. Das Experiment glückte, Klassensieg und Platz Fünf im Gesamtklassement waren das Ergebnis.

Für die Saison 1940 entstanden daraufhin gleich mehrere neue Rennwagen für den Werkseinsatz. Die abermals gesteigerte Motorleistung belief sich nun auf 99 kW (135 PS) und 1971 cm3, ein für diese Zeit sensationeller Wert. Und entsprechend fortschrittlich fielen auch die Karosserien aus, die diesmal in München entstanden. In der von Touring kreierten „Superleggera“-Bauweise fertigte man leichte Aluminiumkarosserien auf grazilen Gitterkonstruktionen. Die Linienführung der drei offenen Rennsportwagen wurde vom Coupé-Prototyp übernommen, der parallel zum Touring-Coupé bereits im Vorjahr aufgebaut worden war. Die drei Roadster und die beiden Coupé-Versionen gingen schließlich am 28. April 1940 in Brescia an den Start.

Der 103 Meilen lange Kurs war neunmal zu umrunden. Von Anfang an setzten sich Huschke von Hanstein und Copilot Walter Bäumer im BMW 328 Touring Coupé, dem Siegerwagen von Le Mans, an die Spitze, dicht gefolgt vom zweiten 328 Coupé und den 2,5 Liter Alfa Romeos. Bis zur Zieldurchfahrt ließen sich die beiden Deutschen nicht mehr von der Spitze verdrängen. Erst mit rund einer Viertelstunde Verspätung raste der zweitplazierte und überlegen motorisierte Alfa Romeo 6C 2500 SS ins Ziel. Mit 166,724 km/h mittlerer Geschwindigkeit stellte das Duo Von Hanstein/Bäumer einen legendären Mille-Miglia-Rekord auf, der auch nach dem Krieg unerreicht bleiben sollte. Allerdings ist anzumerken, daß diese Mille Miglia in jeder Hinsicht eine Ausnahme darstellte und nicht mit der Streckenführung früherer oder späterer Rennen gleichen Namens verglichen werden kann.

Dieses einzigartige Fahrzeug befindet sich seit 2002 wieder im Besitz der BMW Group Mobile Tradition.

Fahrer:

Dr. Mario Theissen

Dr. Mario Theissen ist BMW Motorsport Direktor und insbesondere mit der technischen Entwicklung des aktuellen BMW Motors für die Formel-1 betraut.

BMW V 12 LMR

12-Zylinder, 5 990 ccm, 580 PS, 1999.

1999 trat BMW wieder bei den traditionsreichen 24 Stunden von Le Mans an, einer der populärsten Rennsportveranstaltungen der Welt. Bei dem Fahrzeug, dem BMW V 12 LMR, handelte es sich wie im Vorjahr um einen offenen Sportwagen, der von einem 12 Zylinder Motor angetrieben wird.

Während der BMW im Jahr 1998 zwischen den geschlossenen GT-Fahrzeugen noch wie ein Exot wirkte, griffen für 1999 zahlreiche andere Hersteller das Konzept des offenen Sportwagens wieder auf, und auch die FIA hat in ihrem Reglement Konsequenzen gezogen. Die Renaissance der Roadster-Philosophie trug der V 12 LMR übrigens namentlich in seinem „R“.

Die Generalprobe im März 1999 stimmte optimistisch: Am 20. März gewannen Tom Kristensen, JJ Lehto und Jörg Müller bei der Rennpremiere des V 12 LMR das 12 Stundenrennen in Sebring/Florida und bestätigten damit eindrucksvoll die Ergebnisse der vorangegangenen Testfahrten. Und die Hoffnungen werden nicht enttäuscht:

Tatsächlich gewinnt der BMW V12 LMR mit der Besatzung Pierluigi Martini, Joachim Winkelhock und Yannik Dalmas dieses wohl schwerste Automobilrennen der Welt. Die Le Mans Fahrzeuge werden in der Folge auch erfolgreich in der American Le Mans Series eingesetzt.

Fahrer:

Die Karrierebilanz des Jörg Müller weist Titel der Formel Ford, Opel und Formel 3 auf. 1996 wurde er Formel 3000 Europameister. Seit 1998 ist er BMW Formel 1 Testfahrer für den neuen Motor und bestritt 1999 mit dem BMW V12 LMR seinen bereits dritten Le Mans Einsatz, mit dem er auch in der AMLS erfolgreich war. 2001 gewann Jörg Müller die GT-Klasse der American Le Mans Series. 2003 fährt Jörg Müller für BMW in der FIA European Touring Car Championship (ETCC).

BMW M3 GTR

8-Zylinder, 3 997 ccm, ca. 450 PS, 2003.

Der BMW M3 GTR wurde als Wettbewerbswagen für die Amercian Le Mans Series entwickelt. Schon in der ersten Saison 2001 war das Engagement von BMW in der GT-Klasse erfolgreich: sieben von sacht Rennen wurden gewonnen, der Fahrertitel ging an Jörg Müller, die Herstellerwertung an BMW. Der in Goodwood eingesetzte Wagen leistet rund 450 Psbei mehr als 8 000 U/min.

Fahrer:

Dr. Burkhard Göschel

Dr. Burkhard Göschel ist Mitglied des Vorstands der BMW AG und für das Ressort Entwicklung und Einkauf verantwortlich.

BMW M3 CSL

6-Zylinder, 3 246 ccm, 360 PS, 2003.

Die mit einem optimierten Leistungsgewicht versehene Variante des bekannten BMW M3 zeichnet sich durch konsequenten Leichtbau aus: durch Verwendung von Werkstoffen wie Kohlefaser-verstärktem Kunststoff und Sheet Moulding Compound errreicht der M3 CSL ein Leistungsgewicht von 3,85 kg/PS. In der Beschleunigung unterbietet der Wagen so die magische 5-Sekunden-Grenze, unterstützt von einem seqentiellen Getriebe, dass Gangwechsel innerhalb von 0.08 Sekunden ermöglicht.

Fahrer:

Jim O’Donnell

Managing Director der BMW (GB) Ltd.

Holger Lapp

Seit 2000 Leiter der BMW Group Mobile Tradition.

Adolf P. Prommesberger

Vorsitzender der Geschäftsleitung der BMW M GmbH und als Direktor Motorsport 1983 Teil des Weltmeisterteams in der Formel-1.

Paul Rosche

Paul Rosche war als langjähriger Technischer Direktor der BMW Motorsport GmbH an der Entwicklung des erfolgreichen Turbomotors des Brabham BT52B BMW maßgeblich beteiligt. Bereits seit den 60erJahren trägt jeder erfolgreiche BMW Rennmotor die Handschrift dieses außerordentliche Ingenieurs.


Motorräder.

BMW R 37

2-Zylinder Boxer, 494 ccm, 16 PS, 1925.

Als Sportmodell aus dem ersten BMW Motorrad, der R 32 entwickelt, konnten Prototypen der R 37 bereits 1924 beim prestigeträchtigen Solituderennen einen hervorragenden Sieg für BMW erringen. Ab 1925 konnten auch Privatkunden die 115 km/h schnelle R 37 kaufen. Rudolf Schleicher, der die Maschine entwickelte, erreichte 1926 eine Sixdays Goldmedaille in England.

Fahrer:

James Robinson

James Robinson ist Herausgeber des Magazins „The Classic Motorcycle“.

BMW RS 500 Kompressor (ex Meier)

2-Zylinder Boxer, 493 ccm, 65 PS, 1938/39.

Wenn der Begriff „legendär“ auf ein BMW Modell zutrifft, dann mit Sicherheit auf die Werkskompressor- Motorräder, die ab 1937 die 500- ccm-Klasse beherrschten. Zahlreiche Große Preise und Meisterschaften gewann das BMW Team, und noch nach dem Krieg wurden mit den Kompressor-Modellen bis 1950 vier Deutsche Meisterschaften eingefahren. Herausragender Einzelerfolg war der Sieg bei der Senior TT auf der Isle of Man, als mit Georg Meier erstmals ein Nicht-Brite dieses Rennen gewann.

Die ausgestellte Maschine ist die einzig noch bekannte Kompressor im Vorkriegszustand und wurde Ende 2002 für die BMW Sammlung erworben.

Fahrer:

Karl-Heinz Kalbfell

Karl-Heinz Kalbfell ist heute Leiter Group Marketing der BMW Group und war unter anderem Vorsitzender der Geschäftsleitung der BMW Motorsport GmbH.

BMW RS 500 (ex Zeller)

2-Zylinder-Boxer, 494 ccm, 65 PS, 1956/58.

Walter Zeller begann seine Karriere 1947 und war einer der erfolgreichsten Motrradsportler in der Nachkriegszeit. 1951 trat er in das BMW Werksteam ein und gewann seine erste Deutsche Meisterschaft. Zwwei weitere folgten 1954 und 1955. In der Saison 1956 fuhr er mit dieser Maschine in der Motorrad Weltmeisterschaft, die er als Zweitplatzierter beendete.

Fahrer:

Sebastian Gutsch

Der junge Münchner Anwalt ist im Archiv der BMW Group Mobile Tradition mit der Renngeschichte der BMW Motorräder befasst. Darüber hinaus restauriert Sebastian Gutsch Motorräder und bringt sie bei Klassikevents zum Einsatz.

BMW R 90 S TT

2-Zylinder-Boxer, 980 ccm, 82 PS, 1973.

Im Juni 1976 stellten Helmut Dähne und Hans-Otto Butenuth auf der Isle of Man die Leistungsfähigkeit der kurz vor Serienanlauf stehenden/7-Modelle mit 1000 cm3 unter Beweis: Mit ihrer modifizierten BMW R 90 S setzten sie sich gegen die gesamte internationale Konkurrenz durch und sicherten sich den verdienten Sieg in der Production TT. Wie hart das Rennen war, zeigt sich darin, dass nach 10 Runden bzw. 607 Kilometern von 25 gestarteten Teams nur 6 die Zielflagge sahen.

Mit seinem Erfolg hatte das junge Team 37 Jahre nach Georg Meiers legendärem Triumpf auf der Kompressor-BMW wieder eine Soloklasse auf der Isle of Man für BMW gewonnen.

Fahrer:

Helmut Dähne

Helmut Dähne ist heute als Entwicklungs- und Testverantwortlicher beim Reifenhersteller „Metzeler“ angestellt. Er war in den 70er Jahren erfolgreichster BMW Motorradsportler in den Soloklassen.

BMW R 1100 S BoxerCup

2-Zylinder-Boxer, 1085 ccm, 98 PS, 2002.

1999 starteten BMW Frankreich und BMW Belgien den BoxerCup: ein spannendes Straßenmotorrad-Event mit seriennahen BMW R 1100 S auf traditionsreichen Rennstrecken. Der satte Sound der Zwei-Zylinder-Motoren und die athletischen Qualitäten der Boxer-Maschinen begeisterten Teilnehmer wie Publikum.

Namhafte Fahrer und VIP-Gastfahrer, darunter Randy Mamola, Luca Cadalora, Jürgen Fuchs, Stéphane Mertens und Jorge Martinez, zeigten faszinierende Wettkämpfe und sorgten für sportliche Hochspannung. Zuschauer in aller Welt verfolgten die Motorsport-Premiere der BMW R 1100 S.

Der große Erfolg der Rennserie in Frankreich und Belgien bewog BMW, im Jahre 2001 den Internationalen BMW Motorrad BoxerCup aus der Taufe zu heben, der nun in diesem Jahr mit neun Wertungsläufen seine spektakuläre Fortsetzung findet.

An den Start gehen insgesamt 47 Boliden mit einer hochkarätigen Fahrerbesetzung, darunter erstmals auch mit der Italienerin Rosana Scoleri aus Bologna einer weiblichen Pilotin. Randy Mamola wird auch in dieser Saison seine Perfektion und Leidenschaft als offizieller Botschafter des Cups einbringen.

Die UEM (Union Européenne de Motocyclisme) hat den BMW Motorrad BoxerCup zudem geadelt und ihn zum Official UEM Cup erklärt.

Fahrer:

Richard Cooper

Der 1983 in Nottingham geborene Brite tritt dieses Jahr im BMW Motorrad BoxerCup an.

Barry Burrell

Ebenfalls im BMW Motorrad BoxerCup 2003 aktiv, ist Barry Burrell Fahrer des BMW Motorrad Team Great Britain.

Stefan Bartlett

Stefan Bartlett ist Managing Editor der britischen „Motor Cycle News“.
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Erfolgreicher Auftritt der Mobilen Tradition auf dem Goodwood Festival of Speed 2003

München. Fast 150.000 Besucher genossen am Wochenende unverfälschte Rennatmosphäre auf dem Goodwood Festival of Speed. Im Mittelpunkt: 20 Jahre Formel-1 Weltmeisterschaft des BMW Brabham Teams. 1983 gewann Nelson Piquet auf dem bis zu 1300 PS starken Brabham BT52B BMW mit BMW Turbopower die Weltmeisterschaft, in Goodwood saß er erstmals seit 20 Jahren wieder in seinem Weltmeisterauto. Am Rande der Veranstaltung feierte das damalige Team zusammen mit BMW dieses Jubiläum.

Ein Highlight für die BMW Group Mobile Tradition: Der mehrmalige Motorradweltmeister und Formel-1 Champion John Surtees überreichte eine BMW RS 500 Kompressor der BMW Group Mobile Tradition. Holger Lapp, Leiter der BMW Group Mobile Tradition, nahm dieses einzige noch im Vorkriegszustand erhaltene Kompressormotorrad für die BMW Group Mobile Tradition entgegen.
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