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Alt 08.04.2003, 21:00     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Autoindustrie als Treiber für Aufbruchstimmung in der deutschen Wirtschaft

BMW Vorstand Dr. Göschel: Autoindustrie als Treiber für Aufbruchstimmung in der deutschen Wirtschaft

München/Wolfsburg. Dr. Burkhard Göschel, Vorstand der BMW AG für Entwicklung und Einkauf, betonte heute beim Technischen Kongress des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Wolfsburg vor Fachleuten die besondere Rolle der deutschen Autohersteller als Triebfeder für den wirtschaftlichen Aufschwung: „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir zur Lösung der dringendsten Probleme eine Aufbruchstimmung in der gesamten deutschen Wirtschaft brauchen, sonst lösen wir die Probleme nicht. Wir müssen in der ganzen Breite der Gesellschaft einen Bewusstseinswandel herbeiführen. Die deutsche Automobilindustrie kann dabei die Treiberrolle übernehmen“, sagte Dr. Göschel.

Innovationen statt Kostensenkungen als Lösungsweg

Grundlage dieser Treiberrolle in Deutschland ist die Konzentration der Autohersteller auf Innovationen – und nicht auf Kostensenkungen: „Wir werden und wir wollen keine Kostenführer sein. Als Vorreiter des technischen Fortschritts müssen wir uns noch stärker als bisher auf Innovationen konzentrieren. Deutschland ist ein Center of Competence für glänzende Ingenieursleistungen“, hob Dr. Göschel hervor. Die Innovationsmotoren für eine neue Wachstumsphase der Wirtschaft und insbesondere der Automobilindustrie sind dabei die Mikroelektronik sowie die Informationstechnologie: Rund 90 Prozent der automobilen Innovationen sind mittlerweile durch Elektronik und Software getrieben, der Wertschöpfungsanteil der Elektronik in Autos beträgt heute bereits bis zu 40 Prozent – Tendenz steigend. So besitzt zum Beispiel ein BMW 7er heute 70 Megabyte Software, sein Nachfolger wird einmal ein Gigabyte haben.

Fakten für die Rolle der Automobilindustrie als Wachstumsmotor:
  • ·In Deutschland stammen nicht weniger als 30 Prozent aller Patentanmeldungen von Unternehmen des Straßenfahrzeugbaus
  • ·Allein die BMW Group hat im vergangenen Jahr in Deutschland über 3.200 Arbeitsplätze geschaffen – mehr als jedes andere Unternehmen
  • ·Die Innovationsführer-Rolle, die früher von der Weltraumforschung ausging, wird heute von der Automobilindustrie eingenommen
  • ·Durch die enge Vernetzung mit anderen Branchen ist die Automobilindustrie der größte Wachstums- und Beschäftigungsmotor für die gesamte Wirtschaft
  • ·In Deutschland erwirtschaftet die Automobilindustrie rund 20 Prozent des Bruttosozialproduktes, jeder siebte Arbeitsplatz hängt am Automobil
Suche nach kreativen Automobilinformatikern: über 100 freie Stellen unbesetzt

Der Trend von der Hardware zur Software im Automobilbau ist ungebrochen.Die Automobilindustrie in Europa ist die Anwenderindustrie für IT-Grundlagen. Das Fahrzeug als Plattform für Software-Entwicklungen wird zu einer der wichtigsten Anwenderbranchen von Software überhaupt. Dies bietet eine Chance für Automobilhersteller, klassische Zulieferer, aber auch für Software-Unternehmen. Und nicht zuletzt schafft dieser Trend zahlreiche neue Arbeitsplätze: „Alleine innerhalb der BMW Group haben wir zurzeit mehr als 100 offene Stellen, die wir nicht besetzen können. Wir brauchen mehr kreative Automobil-Informatiker und Mechatroniker“, so Dr. Göschel. Die Wachstumsmärkte der Zukunft verlangen Ingenieurstalente einer anderen Ausprägung als bisher.

Politik gefordert für optimale Rahmenbedingungen

Entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg ist unstreitbar eine geeignete Ausbildung, die den Erfordernissen des Marktes gerecht wird. „Die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes und einer Industrie entscheidet sich nicht in den Fabrikhallen, sondern in den Klassenzimmern und Hörsälen“, beschrieb Dr. Göschel die Bedeutung des Bildungssystems. So drängt sich die Frage auf, ob die Ausbildungsgänge noch zeitgemäß sind: „Man könnte fast behaupten, dass – wenn es eine PISA-Studie für Ingenieurs-Ausbildung geben würde – der Spitzenplatz, den Deutschland noch inne hat, gefährdet wäre“, sagte Dr. Göschel. Die politischen Rahmenbedingungen müssen aber allgemein angepasst werden, um ein fruchtbares Klima für wirtschaftlichen Aufschwung zu schaffen. Um Investitionen und Initiativen zu fördern, forderte Dr. Göschel von Politik und Staat:
  • ·Tiefgreifende Deregulierungen
  • ·Niedrigere Steuern und Senkung der Lohnnebenkosten
  • ·Reformen für mehr Verantwortung und Handlungsspielraum des Einzelnen
  • ·Weniger bürokratische und rechtliche Hemmnisse zur Einführung innovativer Technologien wie zum Beispiel des zweistufigen Bremslichtes „Brake Force Display“. Dieses befindet sich im 7er und 3er BMW in den USA bereits in Serie, in der EU aufgrund der fehlenden Zulassung noch in der Schublade.
Verkehrspolitik als Teil der Wirtschaftspolitik

Darüber hinaus hob Dr. Göschel in seiner Rede den positiven Zusammenhang zwischen Verkehrsleistung und wirtschaftlicher Entwicklung hervor, der in der Wissenschaft unbestritten ist, aber von vielen Politikern übersehen wird: „Verkehrspolitik sollte viel mehr als Teil einer aktiven Wachstums- und Standortpolitik verstanden werden. Sie muss das Wachstum mit Hilfe von Investitionen in Infrastruktur und Verkehrstechnologie unterstützen sowie gezielt ökologische und ökonomische Anreize schaffen.“ Die Infrastruktur heute hält leider nicht mit dem gestiegenen Verkehrsaufkommen Schritt. Staus und Verspätungen nehmen zu, die Mobilitätssituation des Einzelnen verschlechtert sich in gleichem Maße, wie der Wirtschaftsstandort Deutschland Nachteile erleidet.

Agieren statt Reagieren: Wirtschaft und individuelle Mobilität im Gleichklang

Agieren statt Reagieren - nach dieser Leitidee kooperieren unter der Führung des Institutes für Mobilitätsforschung mit der BMW Group, der Deutschen Lufthansa und der Deutschen Bahn erstmals drei große Unternehmen als Vertreter der verschiedenen Verkehrssysteme. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt entwerfen diese Unternehmen Szenarien für die "Zukunft der Mobilität" in Deutschland. Klares Fazit des umfassenden Forschungsunterfangens: Adäquate Bedingungen für den zunehmenden Verkehr sind eine Voraussetzung für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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