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Alt 14.03.2003, 15:24     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Wasserkegel gegen weltweites Trinkwasserproblem

Geprüft im Windkanal: BMW Designer setzt Prinzip zur Trinkwassererzeugung effizient in die Praxis um

München. Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen steht für alle BMW Group Mitarbeiter mit an erster Stelle. Dies trägt auch Früchte, die über den automobilen Kernbereich hinausgehen: So hat der BMW Designer Stephan Augustin erstmals ein lange bekanntes Prinzip zur Trinkwassererzeugung effektiv in einem Projekt umgesetzt, um dem weltweiten Trinkwasserproblem wirksam entgegenzutreten. Obwohl über 70% der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt sind, kann nur der kleinste Teil der gesamten Wasservorräte tatsächlich als Trinkwasser genutzt werden – weniger als 1%. Hinzu kommt, dass dabei große Teile der Weltbevölkerung aus ökologischen, ökonomischen, geographischen oder politischen Gründen keinen Zugang zu reinem Trinkwasser haben. Laut Unesco sollen bis zum Jahr 2050 davon bis zu sieben Milliarden Menschen betroffen sein.

Einen vielversprechenden Ansatz bietet jetzt ein Produkt, das auf einfachste Art jedermann eine unabhängige, günstige und mobile Trinkwassererzeugung ermöglicht – der WATERCONE. Stephan Augustin erhielt für den WATERCONE gestern den IF Design Award, eine der weltweit begehrtesten Design Auszeichnungen. Bereits im Oktober 2002 wurde der WATERCONE beim Wettbewerb „Design for Europe“ prämiert. Der BMW Designer ist zudem für eine Auszeichnung auf dem 3. Welt-Wasser-Forum des World Water Council (WWC) vom 16.-23. März 2003 in Kyoto, nominiert.

Das Funktionsprinzip: Der leichte und strapazierfähige WATERCONE kann mit seiner festen Außenhaut fast überall auf Wasser schwimmend oder auf feuchtem Boden eingesetzt werden. Sonneneinstrahlung auf den WATERCONE sorgt dafür, dass unter dem Kegel Wasser verdunstet und an der Innenseite des Kegels kondensiert. Die dabei entstandenen Wassertropfen sammeln sich schließlich in einer Auffangrinne. Das Wasser kann nun über die Öffnung an der Spitze des WATERCONE bequem ausgeschüttet oder direkt getrunken werden. Das Wasser wird durch diese Kondensation automatisch entsprechend eines einstufigen Destillierverfahrens gereinigt. Der WATERCONE kann so auch aus salzigem oder schmutzigem Wasser Trinkwasser gewinnen. Stephan Augustin entwarf das funktionale Design nach praktikablen Vorgaben: Tests im BMW Windkanal ergaben, dass der WATERCONE Windgeschwindigkeiten bis zu 55 Km/h problemlos standhält. Die Abhängigkeit von Witterungseinflüssen ist somit sehr gering.

Das Ergebnis: Bei einer Verdunstungsmenge von 8,8 l/qm – dies entspricht der durchschnittlichen Energie der Sonneneinstrahlung in Casablanca – erhält man in 24 Stunden 1,0 bis 1,4 Liter reinen Wassers. Die Effizienz hängt dabei von der Grundfläche des WATERCONE ab. Der Durchmesser des Kegels variiert je nach Typ von 60 bis 80 cm.

Einfach und robust: Erstmalig effiziente Umsetzung eines bekannten Prinzips
Während das Funktionsprinzip schon lange bekannt ist, bietet der WATERCONE erstmals die Grundlage, dieses Prinzip effizient zu nutzen. Denn der WATERCONE kann industriell in großen Mengen sehr günstig hergestellt werden. Der WATERCONE ist sehr leicht und robust, mit einer Lebensdauer von 3-5 Jahren. Im Gegensatz zu früheren Ansätzen mit wind- und rissanfälligen und kompliziert aufzubauenden Zeltkonstruktionen aus Folien ist der WATERCONE außerdem leicht und praktisch zu handhaben.

Eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente Nutzung ist es zudem, dass der WATERCONE kostengünstig auch dezentral in Entwicklungsländern hergestellt werden kann. Den zu 100% recyclingfähigen und damit umweltverträglichen High-tech Kunststoff Makrolon® liefert die Bayer Polymers, ein Unternehmensbereich der Bayer AG. Makrolon® findet eine enorm breite Anwendung in BMW Autoscheinwerfern, CDs, Solarmodule, Brillen bzw. Korrekturlinsen oder auch Bedachungen. Der Kunststoff zeichnet sich zudem durch eine enorme Bruchfestigkeit und eine hervorragende Transparenz aus. Die Kölner Firma Zeltec Engineering GmbH – unter anderem aktiv im Prototypen- und Kleinserienbau für die Automobilindustrie – stellte eine erste Prototypenserie des WATERCONE schließlich aus Makrolon® her. Zeltec erhielt auch die Lizenz zu Herstellung und zum Vertrieb des Wasserkegels. Der BMW Designer Stephan Augustin konnte diese beiden Partner aus seiner täglichen Arbeit in sein Netzwerk integrieren, um den WATERCONE möglichst schnell im Kampf gegen das Trinkwasserproblem einzusetzen. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt auch durch die Hans Sauer Stiftung (www.hanssauerstiftung.de).

Stephan Augustin und seine Partner planen zusammen, Lizenzen weiterzugeben, damit der patentrechtlich geschützte WATERCONE vor Ort in den betroffenen Gebieten kostengünstig hergestellt werden kann. Dies ist aus ethischen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten das erklärte Ziel. So können Regierungen und Hilfsorganisationen den WATERCONE günstig beziehen und an Bedürftige verteilen. „Das Funktionsprinzip, wie der WATERCONE funktioniert, war mir bereits bekannt. Doch leider gab es bisher kein industriell gefertigtes Produkt, um dieses Prinzip auch ideal auszunutzen. Deshalb wollte ich mein Talent und berufliches Wissen einsetzen und mit einem funktionalen Design betroffenen Menschen einen humanitären Dienst erweisen“, sagt Stephan Augustin.

Nachhaltiges Wirtschaften der BMW Group: Über die eigenen Grenzen hinaus
Das Thema Wasser spielt eine Schlüsselrolle im Engagement der BMW Group, die Mobilität der Zukunft im Einklang mit der Natur zu realisieren. Im Rahmen der CleanEnergy Strategie nutzt BMW den regenerativ erzeugten Wasserstoff aus Sonnenenergie und Wasser als Rohstoff für die Antriebsquelle von Versuchsfahrzeugen. So kann über die gesamte Energiekette hinweg bis zum Auspuff des Automobils ein CO2 freier Verkehr realisiert werden. Die CleanEnergy Zukunft hat schon begonnen. Bereits in den Jahren 2001 und 2002 zeigte die BMW Group mit der CleanEnergy WorldTour, dass die BMW Wasserstofffahrzeuge (BMW 750 hL) rund um den Erdball einsatzbereit sind. Die BMW Wasserstoffflotte hat dabei über 170.000 Kilometer erfolgreich zurückgelegt.

Der verantwortungsvolle Umgang mit dem kostbaren Wasser ist auch im weltweiten Produktionsverbund der BMW Group fest verankert: Als weltweit erster Automobilhersteller setzte die BMW Group schon 1997 im Werk Dingolfing bei der Lackierung auf den Pulverklarlack – eine Trockensubstanz, die kein Wasser verbraucht und somit kein Abwasser erzeugt. Und dort, wo in der Produktion Wasser benötigt wird, senken geschlossene Wasserkreisläufe den absoluten Verbrauch in den Werken der BMW Group weit unter den Branchendurchschnitt.

Das Denken über Grenzen hinweg ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Nur wenn man bereit ist, gewohnte Bahnen zu verlassen und neue Partnerschaften zu schließen, entstehen wirkliche Innovationen. Das gilt im „Großen“ für das CleanEnergy Projekt, in dem zahlreiche Partner aus Industrie und Politik vereint sind. Das gilt aber auch im „Kleinen“ für Initiativen wie den WATERCONE.

Weitere Informationen zum WATERCONE sind erhältlich im Internet unter www.watercone.com
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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