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Alt 04.04.2003, 22:46     #11
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Großer Preis von Brasilien – 1. QUALIFYING 4. April 2003

Wetter: nasse Strecke, 21°C Luft, 21°C Asphalt

Interlagos (BRA). Das erste Qualifying zum Großen Preis von Brasilien in Interlagos stand ganz im Zeichen von Regengüssen und wechselnden Wetterbedingungen. Seit in Kraft treten des Einzelzeitfahrens wurde das Feld erstmals durch Wetterkapriolen durcheinander gewirbelt. Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams, Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher, werden als Vierter bzw. Achter zum abschließenden Einzelzeitfahren antreten.

Ralf Schumacher: 13.

Chassis: FW25 03

Schnellste Runde: 1.26,709 min


Die heutigen Zeiten zu bewerten, ist sehr schwierig. Das Qualifying war eine Wetterlotterie. Generell fahre ich nicht ungern im Regen, aber auf meiner Runde war es extrem rutschig, nachdem es kurz zuvor wieder stärker zu regnen begonnen hatte. Insofern bin ich vorsichtig gewesen, um keinesfalls auszurutschen. In langsamen bis mittelschnellen Passagen hat die Balance meines Autos noch nicht gepasst, aber daran werden wir nun arbeiten.

Juan Pablo Montoya: 17.

Chassis: FW25 04 (Ersatzchassis: FW25 02)

Schnellste Runde: 1.27,961 min


Mir ist beim Anbremsen von Kurve sechs das Heck ausgebrochen. Dort wechselt der Belag. Die Hinterräder haben blockiert, und ich bin von der Strecke gerutscht. Das hat viel Zeit gekostet und meine Runde ruiniert. Mein Auto lag auf dem neu asphaltierten Abschnitt im Innenraum generell ziemlich schlecht. Ich hoffe, dass wir morgen Gelegenheit haben werden, im Trockenen zu fahren.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Aufgrund der wechselnden Wetterbedingungen ist es sehr schwer, die Qualifyingleistungen und das Potenzial jedes Einzelnen abzuschätzen. Auf jeden Fall ist unser Abschneiden enttäuschend. Unsere Startplätze für das morgige zweite Qualifying sind unter normalen Umständen alles andere als gut. Wir haben einige neue Chassis-Komponenten mitgebracht. Unter den gegebenen Umständen konnten wir leider nicht herausfinden, wie viel Verbesserung sie bedeuten. Wir hoffen, dass wir dazu morgen Gelegenheit haben.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Das heutige Qualifying wurde von Wettereinflüssen dominiert. In der ersten halben Stunde war die Strecke so nass, dass die Fahrer sich wie auf Eis an die Grenze herantasten mussten. Juan Pablo hat das Limit überschritten und bei seinem Ausflug neben die Strecke viel Zeit verloren. Ralf war unglücklicher Weise zu dem Zeitpunkt unterwegs, als der Kurs besonders nass war. Das hat ihn eine bessere Platzierung gekostet. Nach der Unterbrechung wurden die Bedingungen besser, so dass noch einige Fahrer ganz nach vorn fahren konnten.
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Alt 06.04.2003, 10:27     #12
Georg   Georg ist offline
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Großer Preis von Brasilien – 2. QUALIFYING 5. April 2003

Wetter: trocken, sonnig, Asphalt-/Lufttemperatur: 36/25°C (Montoya), 34/25°C (Schumacher)

Interlagos (BRA). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams, Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya, verbesserten sich auf trockener Strecke im zweiten Einzelzeitfahren. Sie werden am Sonntag um 14 Uhr Ortszeit (19 Uhr in Deutschland) von den Startplätzen sechs und neun zum Großen Preis von Brasilien antreten.

Ralf Schumacher: 6.

Chassis: FW25 03

Schnellste Runde: 1.14,124 min


Mein Auto hat in einigen Streckenabschnitten untersteuert, das hat sicher zwei oder drei Zehntelsekunden gekostet. Und beim Anbremsen der Kurven sieben und acht war ich zu vorsichtig. Dennoch bin insgesamt recht zufrieden, ich glaube, wir haben weitere Fortschritte mit unserem Chassis erzielt. Wir haben hier einige neue Teile im Einsatz, vor allem einen neuen Frontflügel und eine geänderte Hinterradaufhängung.

Juan Pablo Montoya: 9.

Chassis: FW25 04 (Ersatzchassis: FW25 02)

Schnellste Runde: 1.14,223 min


Alles in allem war es ein recht gutes Qualifying, wenngleich ich in den letzten beiden Kurven wegen untersteuernden Fahrverhaltens etwas Zeit verloren habe. Im dritten Sektor habe ich im Vergleich zu meiner Einführungsrunde drei oder vier Zehntelsekunden verloren, das ist natürlich etwas enttäuschend. Sei es drum, jetzt werden wir das Beste aus unseren Startplätzen machen. Ich rechne mit einem guten Rennen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Natürlich hätten wir gerne etwas bessere Startplätze, aber das Rennen ist eine andere Geschichte. Wegen der neuen Regeln sind die Qualifying-Leistungen sehr schwer zu bewerten, und wir sind neugierig darauf, wer mit welcher Strategie ins Rennen geht. Wir haben uns heute auf trockener Strecke jedenfalls besser geschlagen als im gestrigen, verregneten Qualifying. Die neuen Aerodynamikteile und die neue Hinterradaufhängung bedeuten Fortschritte. Es ist unsere Aufgabe, noch weitere zu erzielen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das brasilianische Publikum kann mit dem Ausgang des Qualifyings zufrieden sein. Schließlich steht ihr Lokalmatador Rubens Barrichello auf der Poleposition, aber auch wir sind nicht unzufrieden. Es war das engste Qualifying, an das ich mich erinnern kann. Die ersten 15 Fahrer liegen innerhalb von einer Sekunde. Und wenn man weiß, dass zehn Kilogramm Kraftstoff ca. 0,3 Sekunden pro Runde ausmachen, dann wird klar, wie bedeutend der Tankinhalt ist. Die Auflösung dieses Rätsels werden wir morgen im Rennen erleben.

Startaufstellung:
  • 1. Rubens Barrichello Ferrari 1:13.807
  • 2. David Coulthard McLaren/Mercedes 1:13.818
  • 3. Mark Webber Jaguar/Cosworth 1:13.851
  • 4. Kimi Räikkönen McLaren/Mercedes 1:13.866
  • 5. Jarno Trulli Renault 1:13.953
  • 6. Ralf Schumacher BMW Williams 1:14.124
  • 7. Michael Schumacher Ferrari 1:14.130
  • 8. Giancarlo Fisichella Jordan-Ford 1:14.191
  • 9. Juan Pablo Montoya Williams/BMW 1:14.223
  • 10. Fernando Alonso Renault 1:14.384
  • 11. Jenson Button BAR-Honda 1:14.504
  • 12. Nick Heidfeld Sauber-Petronas 1:14.631
  • 13. Jacques Villeneuve BAR Honda 1:14.668
  • 14. Heinz-Harald Frentzen Sauber Petronas 1:14.839
  • 15. Olivier Panis Toyota 1:14.839
  • 16. Ralf Firman Jordan-Ford 1:15.240
  • 17. Antonio Pizzonio Jaguar-Cosworth 1:15.317
  • 18. Cristiano Da Matta Toyota 1:15.641
  • 19. Jos Verstappen Minardi-Cosworth 1:16.542
  • 20. Justin Wilson Minardi-Cosworth 1:16.586
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Alt 07.04.2003, 09:51     #13
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Großer Preis von Brasilien – RENNEN 6. April 2003

Wetter: anfangs Regen, durchschnittliche Asphalt- und Lufttemperatur 19°C

Interlagos (BRA). Ralf Schumacher beendete einen mit mehreren Safety-Car-Phasen und vorzeitigem Abbruch hektischen GP Brasilien als Neunter. Der BMW WilliamsF1 Team Pilot war kurz vor dem Rennabbruch, der wegen eines Unfalls von Fernando Alonso (Renault) in der 54. Runde erfolgte, an dritter Position liegend beim Boxenstopp gewesen. Juan Pablo Montoya war in der 25. Runde an Position fünf fahrend in der „Curva do Sol“ von der nassen Strecke gerutscht. Dort strandeten insgesamt fünf Fahrzeuge.

Ralf Schumacher: 9.

Chassis: FW25 03

Schnellste Runde: 1.24,778 min in Rd. 46 (neuntschnellste insgesamt)


Vor allem hoffe ich, dass Fernando Alonso nichts Ernsthaftes passiert ist, das ist das Wichtigste. Der Zeitpunkt des Rennabbruchs war wirklich Pech für mich. Wenn dieser Unfall nicht passiert wäre, hätte ich wohl einen Podiumsplatz eingefahren. Insgesamt war mein Auto auch unter diesen schwierigen Bedingungen einigermaßen gut zu fahren. Trotzdem war es wirklich harte Arbeit, es auf der Strecke zu halten.

Juan Pablo Montoya: Unfall in Runde 25

Chassis: FW25 04 (Ersatzchassis: FW25 02)

Schnellste Runde: 1.25,814 min in Rd. 24 (zwölftschnellste insgesamt)


Mein Auto lag anfangs, als noch sehr viel Wasser auf der Strecke stand, ausgesprochen gut. Ich konnte mehrere Konkurrenten überholen. Dann wurde die Strecke trockener, und ich war nicht mehr ganz so gut unterwegs. Beim Boxenstopp haben wir den Reifendruck verändert, aber das hat nicht wirklich viel gebracht. Nach 20 Runden war die Strecke fast überall einigermaßen abgetrocknet – außer in Kurve drei. Dort stand noch sehr viel Wasser, und ich habe die Kontrolle über mein Auto verloren. Alle, die dort rausgerutscht sind, hatten dasselbe Problem: Aquaplaning.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Wir sind enttäuscht, wir hatten uns bessere Resultate vorgenommen. Es war ein harter Kampf, und das Timing unserer Boxenstopps war offensichtlich nicht ideal. Die vielen Zwischenfälle und die Witterung haben die Taktik natürlich erschwert. Offensichtlich ist McLaren momentan stark. Es ist unsere Aufgabe, sie einzuholen. Wir arbeiten hart daran.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Das Rennen heute war mehr als turbulent. Zunächst einmal hoffe ich, dass sich Fernando Alonso nicht ernsthaft verletzt hat. Der Rennverlauf wurde überwiegend vom Wetter, von Unfällen und daraus resultierenden Safety-Car-Phasen bestimmt. Juan Pablo ist in derselben Kurve von der Strecke gerutscht wie vier andere Fahrer, dort war es offensichtlich besonders rutschig. Ralf war konstant unterwegs, hatte allerdings kurz vor dem Abbruch seinen Boxenstopp absolviert und ist dadurch von Platz drei ans Ende des Feldes zurückgefallen. Technisch gab es an beiden Autos keine Probleme. Die neue Ausbaustufe des BMW P83 Motors, die wir in Australien und Malaysia bereits im ersten Qualifying fuhren, hat damit auch ihre Feuertaufe im Rennen bestanden.

Test in Le Castellet: 8. bis 11. April, Ralf Schumacher und Marc Gené
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Alt 15.04.2003, 21:20     #14
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Großer Preis von San Marino – 18.-20. April 2003 - VORSCHAU

Nach der Wetterlotterie in Brasilien hofft das BMW WilliamsF1 Team, beim Großen Preis von San Marino in Imola am 20. April 2003 repräsentativere Bedingungen vorzufinden, um das Potenzial des FW25-Chassis und des BMW P83-Motors unter Beweis stellen zu können. Das Team will beim Auftakt der Europa-Saison seine Wettbewerbsfähigkeit zeigen.

Juan Pablo Montoya:

Ich bin froh, dass die Rennsaison in Europa beginnt und freue mich besonders auf Imola. Mir ist dort zwar bislang kein Podiumsplatz gelungen, aber der GP San Marino ist ein Rennen, auf das sich das ganze Team freut.

Der bemerkenswerteste Unterschied zu den ersten drei Saisonrennen, auf den wir zu reagieren haben, werden deutlich geringere Außentemperaturen sein. Aber diese sollten kein Problem für uns darstellen, denn Michelin hat die Reifen auch für kühlere Witterung beträchtlich verbessert. Wir hatten nicht gerade den besten Saisonstart, es war eine Mischung zwischen Pech, schwierigen Umständen und Fehlern. Ich denke, der FW25 sollte in Imola gut genug funktionieren, damit wir davon etwas wettmachen können.

Ralf Schumacher:

Den Ärger über das für mich unglückliche Rennen in Brasilien habe ich längst verdaut, meine ganze Konzentration gilt dem, was jetzt kommt. Imola wird schwer genug. Ich erinnere mich, dass wir dort im vergangenen Jahr nicht den Hauch einer Chance gegen Ferrari hatten. Dieses Mal sind die Umstände anders, und der jüngste Test in Le Castellet hat uns wieder einen Schritt weitergebracht. Testfortschritte sind wichtig, denn jetzt geht es nicht mehr nur darum, Ferrari einzuholen, sondern vor allem darum, McLaren daran zu hindern, den Vorsprung weiter auszubauen.

Unterm Strich mag Imola nicht die perfekte Rennstrecke für unser Auto sein, aber es ist immer wieder schön, an den Platz seines ersten F1-Sieges zurückzukehren. Vielleicht hilft mir dieses gute Gefühl auf dem Weg zu einem guten Ergebnis.

Sam Michael, WilliamsF1 Chief Operations Engineer:

Nach dem Regenrennen von Brasilien haben wir auch auf der französischen Rennstrecke Paul Ricard mit Ralf Schumacher und Marc Gené auf nasser Fahrbahn getestet. Außerdem haben wir dort an der Fahrzeugabstimmung und an Aerodynamik-Entwicklungen gearbeitet.

Auch in San Marino kann es recht kühl und nass werden. Der Kurs erfordert Abtrieb, Motorleistung und eine mechanische Fahrzeugabstimmung, die das Überfahren der Randsteine ohne zu großen Stabilitätsverlust erlaubt. Die Strecke in Imola hat mittelschnelle bis sehr schnelle Kurven sowie einige Schikanen und verlangt den Bremsen viel ab. Abgesehen von den technischen Anforderungen, ist sie auch für die Fahrer eine große Herausforderung.

Aufgrund der relativ kurzen Boxengasse war Imola traditionell Schauplatz von Mehr-Stopp-Strategien, wie sich die neuen Regeln diesbezüglich auswirken, wird man sehen. Unsere bisherigen Leistungen 2003 haben gezeigt, dass wir bei den Stopps ein gutes Team waren.

Wir haben viele Reifentests durchgeführt, um uns gegenüber der Konkurrenz zu verbessern. Dabei haben wir unseren vor der Saison durchgeführten Imola-Test als Basis genommen. Es wird spannend zu sehen, wie groß unsere Fortschritte tatsächlich sind.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

Nach den sehr turbulenten Rennen in Übersee wünschen wir uns für den Auftakt der Europa-Saison einen 'normalen' Grand Prix. Damit meine ich ein Rennen unter repräsentativen Bedingungen, das einen unverfälschten Vergleich mit der Konkurrenz erlaubt. Es gibt für uns verschiedene gute Gründe, sich auf Imola zu freuen: Wir werden dort erstmals in der Saison 2003 nicht mehr aus und in Containern arbeiten müssen, sondern endlich wieder unsere Trucks und Motorhomes zur Verfügung haben. Das erleichtert die Logistik und verbessert die Arbeitsbedingungen. Außerdem ist die Freude über unseren ersten Sieg nach dem Wiedereinstieg durch Ralf Schumacher im Jahr 2001 unvergessen. Nicht nur für die Bremsen, sondern auch für die Motoren ist Imola eine anspruchsvolle Strecke. Hoher Abtrieb und Bergauf-Passagen sorgen dafür, dass starke Motoren hoch im Kurs stehen. Wir werden in Italien mit der gleichen Ausbaustufe des BMW P83 an den Start gehen, die sich zunächst in den Freitags-Qualifyings in Australien und Malaysia bewährt hat und nun in Brasilien auch ihre Feuertaufe im Rennen erfolgreich bestanden hat.

Zahlen und Fakten
  • Das geschichtsträchtige Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola war 1952, elf Jahre nach seiner Eröffnung, erstmals Austragungsort eines Formel-1-Rennens. 1970 wurde die Rennstrecke Dino Ferrari gewidmet, der Name Enzo Ferraris wurde nach dessen Tod im Jahr 1988 ergänzt.
  • Die 63.300 Einwohner zählende Stadt Imola liegt in der Emilia-Romagna und gehört zur italienischen Provinz Bologna.
  • Neben der brasilianischen Rennstrecke Interlagos ist Imola die zweite im F1-Kalender, auf der gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird.
  • Die Streckenlänge beträgt 4,933 Kilometer, die Renndistanz ist auf 62 Runden bzw. 305,609 Kilometer festgelegt.
  • Der Große Preis von San Marino wird am Sonntag, dem 20. April 2003, um 14 Uhr gestartet.
  • Rubens Barrichello (Ferrari) stellte im vergangenen Jahr in 1.24,170 Minuten den gültigen Rundenrekord auf.
  • Michael Schumacher (Ferrari) sicherte sich 2002 die Poleposition in 1.21,091 Minuten und gewann auch das Rennen.
  • Für das BMW WilliamsF1 Team brachte ein unspektakulärer GP von San Marino 2002 solide Resultate: Ralf Schumacher belegte Platz drei, Juan Pablo Montoya wurde Vierter. Dieser Zieleinlauf entsprach ihren Startpositionen.
  • Am 15. April 2001 feierte das BMW WilliamsF1 Team in Imola den ersten Sieg der deutsch-englischen Partnerschaft. Es war auch für Ralf Schumacher sein erster Formel-1-Sieg.
  • Für WilliamsF1 stehen seit 1987 insgesamt acht Imola-Siege zu Buche.
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Alt 19.04.2003, 00:25     #15
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Großer Preis von San Marino – 1. QUALIFYING 18. April 2003

Wetter: trocken, sonnig, 20°C Luft, 32°C Asphalt

Imola (ITA). Die beiden Piloten des BMW WilliamsF1 Teams belegten am Freitag im ersten Qualifying zum Großen Preis von San Marino im italienischen Imola hinter den beiden Ferrari die Plätze drei (Ralf Schumacher) und vier (Juan Pablo Montoya). Die beiden werden im abschließenden Einzelzeitfahren am Samstag erst als 18. bzw. 17. auf die Strecke gehen müssen – unter normalen Bedingungen gute Voraussetzungen.

Ralf Schumacher: 3.

Chassis: FW25 03 (Ersatzchassis: FW25 02)

Schnellste Runde: 1.21,193 min


Ich bin recht zufrieden mit meinem ersten Qualifying. Wir haben vor allem auf der mechanischen Seite viel dazu gelernt, wir bringen momentan zu jedem Rennen neue Teile für den FW25 mit. Außerdem baut BMW einen starken Motor, der sich hier auch auszahlt. Man konnte sehen, dass mein Auto in der ein oder anderen Kurve noch etwas übersteuert hat. Das hat schätzungsweise zwei bis drei Zehntelsekunden gekostet, aber das bekommen wir sicher auch noch in den Griff.

Juan Pablo Montoya: 4.

Chassis: FW25 04

Schnellste Runde: 1.21,490 min


Mein Auto war sehr gut. Ich denke, ich hätte noch etwas schneller sein können, aber nach den Erfahrungen von Brasilien wollte ich nicht unvorsichtig sein. Nachdem ich die ersten Sektorzeiten gesehen hatte, wusste ich, dass ich nicht allzu viel riskieren muss. Als ich aus der zweiten Rivazza-Kurve kam und beschleunigte, übersteuerte mein Auto, und ich musste vom Gas gehen. Das hat natürlich etwas Zeit gekostet.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Das ist ein guter Start ins Wochenende. Juan hatte einen Fehler auf seiner Runde am Ausgang der zweiten Rivazza-Kurve, und Ralf hatte auch ein paar Fehler im zweiten Abschnitt. Aber wir haben uns definitiv gesteigert. Wir haben wieder einige neue Aerodynamik-Komponenten mit zu diesem Rennen gebracht, und es ist erfreulich, wie gut das Auto damit funktioniert. Wir freuen uns auf morgen.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):

Das war das erste Mal, dass wir die Leistungsfähigkeit unseres neuen Autos und einiger neuer Komponenten unter normalen Bedingungen betrachten konnten. Das heutige Resultat zeigt, dass wir einen großen Schritt nach vorn gemacht haben und welches Potenzial unser Auto hat. Beide Fahrer haben einige kleine Fehler gemacht, dennoch bin ich mit den Plätzen drei und vier sehr zufrieden. Im Rennen am Sonntag könnte ein Podiumsplatz drin sein.
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Alt 19.04.2003, 16:45     #16
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Großer Preis von San Marino – 2. QUALIFYING 19. April 2003

Wetter: trocken, sonnig, 19°C Luft, 26°C Asphalt

Imola (ITA). Zum ersten Mal in dieser Saison startet ein Wagen des BMW WilliamsF1 Teams aus der ersten Reihe: Ralf Schumacher eroberte im abschließenden Qualifying zum Großen Preis von San Marino in Imola am Samstag Startplatz zwei. Neben ihm startet sein Bruder Michael im Ferrari von der Poleposition. Juan Pablo Montoya fuhr mit dem zweiten FW25 die viertbeste Zeit und teilt sich die zweite Startreihe mit Rubens Barrichello (Ferrari).

Ralf Schumacher: 2.
Ersatzchassis: FW25 02
Schnellste Runde: 1.22,341 min

Im ersten Abschnitt habe ich Zeit verloren und dachte schon, es wäre vorbei mit einem vernünftigen Startplatz. Aber dann lief es doch noch überraschend gut. Ich möchte mich beim T-Car-Team bedanken. Die Mannschaft hat einen sehr guten Job gemacht, nachdem ich als Folge meines Fehlers im freien Training in das Ersatzauto umsteigen musste. Bislang waren wir hier sehr stark, und ich hoffe, das Wochenende läuft weiter so gut.

Juan Pablo Montoya: 4.
Chassis: FW25 04
Schnellste Runde: 1.22,789 min

Meine Qualifyingrunde war nicht optimal, ich hatte etwas mit Untersteuern zu kämpfen. In der Kurve Acque Minerali bin ich deshalb fast von der Strecke gerutscht, dort habe ich meine Zeit verloren. Aber mit einem Platz in der zweiten Startreihe habe ich auf jeden Fall eine gute Ausgangsposition, auch wenn ich auf der verschmutzen Fahrbahnseite beschleunigen muss.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Schade, dass wir die Poleposition knapp verpasst haben. Aber unsere Startplätze sind erfreulich. Das Auto hat große Fortschritte gemacht. Das ist in erster Linie ein Verdienst unserer Aerodynamik-Abteilung und anderer Anstrengungen in der Fabrik. Ralf hat heute im zweiten Qualifying gute Arbeit geleistet. Nach einem Trainingsunfall am Morgen musste er ins Ersatzauto wechseln, und das verfügte nicht über alle neuesten Komponenten. Auch Juan war gut unterwegs. Wir freuen uns sehr auf das Rennen am Sonntag.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Wir waren im Qualifying auf Schlagdistanz zu Ferrari, in der Höhle des Löwen ist unser Team anscheinend besonders stark. Vor zwei Jahren haben wir hier in Imola unseren ersten Sieg gefeiert, und auch dem neuen Auto liegt die Strecke wohl. Das Qualifying war spannend, und am Ende hat der Weltmeister uns die Poleposition nur mit einem hauchdünnen Vorsprung weggeschnappt. Der FW25 hat ordentliche Fortschritte gemacht. Unsere Ausgangsposition für den Grand Prix ist gut. Ich hoffe, dass wir unser Leistungsvermögen auch im Rennen unter Beweis stellen können.

Startaufstellung:
  • 1. Michael Schumacher Ferrari 1:22.327
  • 2. Ralf Schumacher BMW/Williams 1:22.341
  • 3. Rubens Barrichello Ferrari 1:22.557
  • 4. Juan Pablo Montoya Williams/BMW 1:22.789
  • 5. Mark Webber Jaguar/Cosworth 1:23.015
  • 6. Kimi Räikkönen McLaren/Mercedes 1:23.148
  • 7. Jacques Villeneuve BAR Honda 1:23.160
  • 8. Fernando Alonso Renault 1:23.169
  • 9. Jenson Button BAR-Honda 1:23.381
  • 10. Olivier Panis Toyota 1:23.460
  • 11. Nick Heidfeld Sauber-Petronas 1:23.700
  • 12. David Coulthard McLaren/Mercedes 1:23.818
  • 13. Cristiano Da Matta Toyota 1:23.838
  • 14. Heinz-Harald Frentzen Sauber Petronas 1:23.932
  • 15. Antonio Pizzonio Jaguar-Cosworth 1:24.147
  • 16. Jarno Trulli Renault 1:24.190
  • 17. Giancarlo Fisichella Jordan-Ford 1:24.317
  • 18. Justin Wilson Minardi-Cosworth 1:25.826
  • 19. Ralf Firman Jordan-Ford 1:26.357
  • 20. Jos Verstappen Minardi-Cosworth -:--.---
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Imola (ITA). BMW und WilliamsF1 möchten Ralf und Michael Schumacher ihre Anteilnahme am Tod ihrer Mutter aussprechen. Ralf Schumacher reiste sofort nach der Zieldurchfahrt des Großen Preises von San Marino aus Imola ab und stand verständlicherweise nicht für Stellungnahmen zur Verfügung.

Nach einem starken Qualifying wurden die Hoffnungen des BMW WilliamsF1 Teams im Rennen nicht erfüllt. Ralf Schumacher belegte Platz vier, Juan Pablo Montoya kam als Siebter ins Ziel. Beide wurden durch Schwierigkeiten bei den Boxenstopps aufgehalten.

Ralf Schumacher: 4.
Ersatzchassis: FW25 02
Schnellste Runde: 1.23,265 min in Rd. 29 (sechstschnellste insg.)


Juan Pablo Montoya: 7.
Chassis: FW25 04
Schnellste Runde: 1.22,946 min in Rd. 32 (viertschnellste insg.)

Für mich lief das Rennen zweifellos unglücklich. Beim Start habe ich an Boden verloren, als ich vergeblich nach einem Weg auf der saubereren Ideallinie suchte. Entscheidend war aber mein zweiter Boxenstopp: Die Tankanlage hat nicht richtig funktioniert, ich habe viel zu wenig Benzin bekommen und musste gleich wieder zur Box fahren. Ich habe danach mein Bestes gegeben, um noch ein paar Plätze aufzuholen, aber im letzten Renndrittel hat mein Auto untersteuert, und auch beim Überrunden habe ich Zeit verloren.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Generell hat das Imola-Wochenende gezeigt, dass wir Fortschritte gemacht haben. Allerdings wurde unser Rennen durch einige Probleme beeinträchtigt. Wir hatten uns für drei Boxenstopps entschieden. Dass dies an sich keine schlechte Entscheidung war, beweist die Tatsache, dass damit das Rennen gewonnen wurde. Allerdings lässt diese Strategie absolut keinen Raum für Fehler, und wir hatten einige Probleme bei den Boxenstopps. Der gravierendste war eine nicht funktionierende Tankanlage.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):
Wir hatten uns hier einen Podestplatz ausgerechnet, das hat leider nicht geklappt. Denn bei den Boxenstopps ist einiges schief gegangen. Abgesehen von Juans Problem mit der Tankanlage hatte Ralf beim Losfahren nach seinem ersten Boxenstopp den falschen Gang eingelegt und ein paar Sekunden verloren. Außerdem ist Juan Pablo bei der Einfahrt zum Boxenstopp etwas über das Ziel hinaus geschossen. Dennoch: Man hat gesehen, dass die Top-Teams dicht beieinander liegen.

Test in Silverstone: 22.-24.04., Montoya und Marc Gené
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Großer Preis von Spanien – 2.-4. Mai 2003 - VORSCHAU

Der Circuit de Catalunya, auf dem am 4. Mai 2003 der Große Preis von Spanien ausgetragen wird, ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Teams. Trotz umfangreicher Testfahrten auf der Strecke nahe Barcelona gestaltet sich die Abstimmungsarbeit schwierig, wofür in erster Linie der Wind verantwortlich ist, der zu häufig wechselnden Streckenbedingungen führt.

In den vergangenen beiden Jahren hat das BMW WilliamsF1 Team diese Schwierigkeiten bewältigt und gute Rennergebnisse erzielt. Auch Ralf Schumachers Bestzeiten bei den Testfahrten am 27. und 28. März auf dem spanischen GP-Kurs stimmen das Team zuversichtlich für den fünften WM-Lauf 2003.

Ralf Schumacher:

Durch den Verlust meiner Mutter ist es momentan eine schwere Zeit für mich. Ich weiß die Unterstützung und Rücksichtnahme, die Michael und mir von den Fans und Medien entgegengebracht wird, zu schätzen.

Weil der Circuit de Catalunya praktisch alle Kurvenvarianten bietet, darunter vier Hochgeschwindigkeitskurven, wird auf keiner Strecke so viel getestet wie dort. Von daher müsste man meinen, dass es für die Teams Routine sei, die Autos für den GP Spanien abzustimmen. Tatsächlich aber ist diese Strecke für die Fahrer und Ingenieure eine der schwierigsten Aufgaben, wenn es darum geht, eine gute Balance beim mechanischen und aerodynamischen Set-up zu finden und die richtige Reifenwahl zu treffen. Das liegt an den häufig wechselnden Bedingungen dort. Die Strecke liegt auf einer Anhöhe, oft ist es sehr windig. Die intensive Weiterentwicklung unseres Chassis ist ermutigend, deshalb hoffe ich, dass wir 2003 in Barcelona besser abschneiden als bisher.

Juan Pablo Montoya:

Auf dem Circuit de Catalunya haben wir am meisten getestet. Das macht ihn zwar nicht zu meiner Lieblingsrennstrecke, aber ich verbinde doch einige gute Erinnerungen mit diesem Kurs. 1998 habe ich dort ein Formel-3000-Rennen gewonnen, und in den vergangenen beiden Jahren bin ich bei den Grands Prix jeweils Zweiter geworden, was beide Male besser als erwartet war. Ich denke, bislang sind wir in dieser Saison meist unter Wert geschlagen worden und hoffe, dass wir dieses Missverhältnis in Barcelona etwas gerade rücken können. Der Circuit de Catalunya stellt bezüglich der Abstimmung sehr vielfältige Ansprüche. Aber wir werden in Barcelona jene Aerodynamikverbesserungen zur Verfügung haben, mit denen wir bereits in Imola gefahren sind, und das stimmt uns diesmal zuversichtlicher für den GP in Spanien.

Sam Michael, WilliamsF1 Chief Operations Engineer:

In Imola war unser Paket recht konkurrenzfähig, dazu hat vor allem unsere Aerodynamik-Abteilung beigetragen. Allerdings haben wir wegen Fehlern von Fahrern und Crew bei den Boxenstopps nicht das Beste daraus gemacht. Unsere Boxenmannschaft ist normalerweise sehr schnell, das hat sie in den vergangenen beiden Jahren regelmäßig gezeigt. Trotz der Probleme am Rennsonntag in Imola wurde für Ralf noch die kürzeste Boxenstopp-Zeit gemessen, und wir haben bereits Maßnahmen getroffen, um den entstandenen Problemen entgegenzuwirken.

Wir haben nach dem GP in Imola in Silverstone getestet und uns dabei auf die Weiterentwicklung des Chassis konzentriert. Trotz Juan Pablos Unfall am zweiten Tag haben wir weitere Fortschritte erzielt. Ihm ist zum Glück nichts passiert. Marc Gené hat das Testprogramm am letzten Tag komplettiert. Dabei wurde unser Zeitplan durch heftigen Regen gestört, aber dabei hat sich zumindest eine Verbesserung der Regenreifen bestätigt.

Barcelona ist eine Herausforderung für die Ingenieure und Fahrer, wenn es darum geht, eine gute Balance für das Fahrzeug zu finden. Wir haben dort im Winter zwar viel getestet, aber die veränderlichen Bedingungen führen dazu, dass man auch am Rennwochenende noch an der Abstimmung arbeitet. Wegen der erhöhten Abnutzung in vier Hochgeschwindigkeitskurven braucht man härtere Reifen als sonst, außerdem kommt der aerodynamischen Effizienz eine hohe Bedeutung zu. Wie beim letzten GP kommen auch in Barcelona Zwei- und Drei-Stopp-Strategien in Frage. Überholen ist schwierig auf dem Circuit de Catalunya, das macht einen guten Startplatz besonders wertvoll.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

Barcelona war für uns immer ein schwieriges Terrain, wenngleich wir in den vergangenen beiden Jahren mit jeweils einem zweiten Platz durch Juan Pablo letztlich nicht schlecht abgeschnitten haben. Die Belastung für den Motor ist mit einem mittleren Volllastanteil durchschnittlich. Auf der langen Start-Ziel-Gerade zahlt sich die Leistung des BMW P83 aus, der uns in der Saison 2003 bisher auch noch keinerlei technische Probleme bereitet hat. Unser jüngster Test auf dem Circuit de Catalunya Ende März verlief sehr positiv. Er brachte hinsichtlich der Weiterentwicklung von Chassis, Motor und Reifen sehr gute Ergebnisse, was sich auch in Tagesbestzeiten von Ralf Schumacher niederschlug. Ermutigend war zudem unsere Performance in Imola. Mit den Startplätzen zwei und vier haben wir im Qualifying Stärke gezeigt und im Rennen nur knapp einen Podiumsplatz verpasst. Wir hoffen, dass sich unser Aufwärtstrend in Barcelona fortsetzt.

Zahlen und Fakten


- Am Freitag, dem 2. Mai, stellt das BMW WilliamsF1 Team in Barcelona seine neue Merchandising Kollektion vor. Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr.

- Am Samstag, dem 3. Mai, wird um 18.00 Uhr im BMW WilliamsF1 Team Paddock Club das „Allianz Safety Dictionary“ den Medien vorgestellt. Frank Williams, Patrick Head und Repräsentanten der Allianz werden anwesend sein.

- Die Stadt Barcelona (rund 1,8 Millionen Einwohner) mit ihrem Mittelmeerhafen liegt im Nordosten Spaniens. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Kataloniens, verfügt über mehrere Universitäten und Hochschulen sowie zahlreiche Museen und Kulturdenkmäler. Zu den berühmtesten Söhnen der Stadt zählt der Jugendstil-Architekt Antoni Gaudí (1852-1924), der unter anderem das bis heute unvollendete Kirchenbauwerk Sagrada Familia hinterließ.

- Seit der offiziellen Zeitrechnung der Formel 1 (ab 1951) wurden 32 Große Preise von Spanien ausgetragen. Austragungsorte waren der Circuit de Catalunya (12 GP), Jarama (9), Jerez (5), Montjuic (4) und Pedralbes (2). Der erste GP von Spanien wurde am 28. Oktober 1951 in Pedralbes von dem Argentinier Juan Manuel Fangio auf Alfa Romeo 59 gewonnen.

- Das erste Rennen auf dem Circuit de Catalunya gewann am 29. September 1991 auf nasser Strecke Nigel Mansell (GBR) im WilliamsF1-Renault. Von der Poleposition startete der heutige BMW Motorsport Direktor Gerhard Berger (AUT) im McLaren-Honda.

- Für WilliamsF1 stehen insgesamt sechs Siege bei spanischen GP zu Buche. Den ersten erzielte Mansell 1987 in Jerez, den bis dato letzten Jacques Villeneuve (CDN) zehn Jahre später auf dem Circuit de Catalunya.

- 2002 erlebte das BMW WilliamsF1 Team einen turbulenten Großen Preis von Spanien. Nach Zwischenfällen mit beiden Fahrern kam Juan Pablo Montoya (Startplatz vier) als Zweiter ins Ziel. Ralf Schumacher (Startplatz drei) fuhr im ersten Renndrittel an zweiter Position, fiel nach einem Ausrutscher auf Platz elf zurück und kam letztlich wegen eines Motordefektes nicht ins Ziel.

- Sieger des letztjährigen GP Spanien wurde Michael Schumacher im Ferrari. Er erzielte auch die Poleposition (1.16,364 min) und stellte den Rundenrekord auf (1.20,355 min).

- Der Große Preis von Spanien 2003 wird am Sonntag, dem 4. Mai, um 14 Uhr gestartet. Das Rennen wird über 65 Runden à 4,730 km ausgetragen. Die Renndistanz beträgt 307,324 Kilometer.
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Alt 02.05.2003, 22:20     #19
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Großer Preis von Spanien – 1. QUALIFYING 2. Mai 2003

Wetter: trocken, sonnig, 24°C Luft, 38°C Asphalt

Barcelona (ESP). Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya belegten im ersten Qualifying zum Großen Preis von Spanien, der am Sonntag um 14 Uhr gestartet wird, die Plätze elf und 14. Wegen häufiger Änderungen der Streckenbedingungen stellt der Circuit de Catalunya die Teams und Fahrer trotz großer Testerfahrung immer wieder vor besondere Herausforderungen.

Ralf Schumacher: 11.
Chassis: FW25 05
Schnellste Runde: 1.18,409 min

Das erste Qualifying verlief für mich offensichtlich nicht zufriedenstellend. Ich hatte mit der Balance des Autos zu kämpfen und habe ein paar Fehler gemacht. Einmal habe ich das Auto beinahe aus der Kontrolle verloren. Dennoch bin ich nicht wirklich beunruhigt. Wir haben im Qualifying nicht gezeigt, was der FW25 wirklich kann. Wir werden die Abstimmung weiter verbessern.

Juan Pablo Montoya: 14.
Chassis: FW25 06 (Ersatzchassis: FW25 04)
Schnellste Runde: 1.18,607 min

Wir wussten, dass dieses Wochenende für uns schwierig werden würde. Unsere Rundenzeiten vom Nachmittag zeigen, dass wir noch keine gute Balance für unsere Autos auf dieser Strecke gefunden haben. Ich hatte mit starkem Übersteuern zu kämpfen, was meine Leistung erheblich beeinträchtigt hat. Wir werden daran arbeiten und morgen hoffentlich besser sortiert sein.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Nachdem wir am Vormittag gut unterwegs waren, haben wir leider bei der Abstimmung in die falsche Richtung gearbeitet und hatten in der ersten Qualifikation bei beiden Autos Balance-Probleme. Wir werden nun die Daten analysieren, um diese Schwierigkeiten für das Abschluss-Qualifying am Samstag zu beheben. Allerdings herrschen dann ohnehin andere Bedingungen, weil wir dann ja bereits im Renntrimm fahren werden.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nachdem es im freien Training vor allem Ralf gelungen war, das Auto sehr gut auf die Strecke einzustellen, waren im Qualifying beide Fahrer mit dem Set-up unzufrieden. Die Zeiten und Platzierungen drücken aus, dass sich offensichtlich die Streckenverhältnisse gegenüber dem Vormittag erheblich verändert haben. Denn die Zeit, die Ralf im freien Training erreicht hatte, wäre im Qualifying sogar für Platz eins gut gewesen.
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Alt 03.05.2003, 17:41     #20
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Großer Preis von Spanien – 2. QUALIFYING 3. Mai 2003

Wetter: trocken, sonnig, 23°C Luft, 34°C Asphalt

Barcelona (ESP). Der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya ist keine leichte Aufgabe für das BMW WilliamsF1 Team. Dies spiegelt auch das Ergebnis des abschließenden Qualifyings wider: Ralf Schumacher wird von Startplatz sieben zum fünften WM-Lauf antreten, Teamkollege Juan Pablo Montoya von Position neun.

Ralf Schumacher: 7.

Chassis: FW25 05

Schnellste Runde: 1.19,006 min


Das Qualifying war natürlich nicht zufriedenstellend, weil wir zu weit weg sind von der Spitze. Auch wenn ich glaube, dass wir mit unserer Strategie im Rennen ganz gut liegen werden, muss man realistisch sagen, dass wir uns nach den jüngsten Tests hier in Barcelona mehr ausgerechnet hatten. Ich hoffe, dass wir zum Rennen die passende Balance haben und möglichst viele Punkte mitnehmen.

Juan Pablo Montoya: 9.

Ersatzchassis: FW25 04

Schnellste Runde: 1.19,377 min


Wir erleben ein schwieriges Wochenende. Ich denke, mittlerweile haben wir Lösungen für die Fahrzeugabstimmung gefunden. Mein Auto lag im zweiten Qualifying nicht wirklich gut, war aber besser beherrschbar. Kurz vor dem Warm-up wurde mir gesagt, dass ich wegen eines Problems mit der Benzinpumpe ins T-Car wechseln müsse. Das hat es mir nicht leichter gemacht. Auf jeden Fall starten wir von bescheidenen Positionen, aber wir müssen das Beste daraus machen.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Natürlich hätten wir gerne bessere Startplätze. Wir haben das Wochenende bisher damit verbracht, nach der richtigen Balance für unsere Autos zu suchen. Zum abschließenden Qualifying haben wir Fortschritte gemacht. Nun müssen wir unsere Strategie für das Rennen optimieren und hoffen auf einen guten Grand Prix.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Nach den Bestzeiten von Ralf beim Barcelona-Test Ende März und im freien Training am Freitag waren unsere beiden Fahrer heute mit dem Set-up ihrer Autos nicht ganz zufrieden. Was die Zeiten bzw. Startplätze wert sind, wird sich am Sonntag bei den Tankstopps zeigen. Wir gehen davon aus, dass wir im Rennen unterschiedliche Strategien sehen werden.

Juan ist ins Ersatzauto gewechselt, weil wir vor dem Warm-up eine Fehlfunktion an der Benzinpumpe festgestellt haben. Damit hätten wir das heutige Warm-up und das Abschlussqualifying zwar noch bestreiten können und die Pumpe vor dem Rennen wechseln dürfen. Aber es erschien uns einfacher, das T-Car einzusetzen, zumal es an diesem Wochenende ohnehin auf Juan abgestimmt ist.
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