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Alt 02.02.2003, 15:45     #1
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Die Formel1 Termine -Vorschau-Training-Rennergebnisse

GP-Termin-Informationen 2003

Alle Termine als PDF-File

Endstand Formel1 Weltmeisterschaft 2003

Weitere Infos zu BMW WilliamsF1 2003
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Geändert von Hermann (12.10.2003 um 12:13 Uhr)
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Alt 01.03.2003, 14:05     #2
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Großer Preis von Australien – 7.-9. März 2003 - VORSCHAU

Mit Hochspannung wird der Start der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003 beim Großen Preis von Australien in Melbourne am 9. März erwartet. Diesmal geht es um mehr als die übliche Neugier auf ein Feld neuer Rennwagen in der Königklasse. Es geht vor allem um die Fragen: Wie wirken sich die veränderten Regularien aus, und wer kommt am besten mit ihnen zurecht? Selten waren die Kräfteverhältnisse vor einem Saisonauftakt so schwer einzuschätzen.

Das BMW WilliamsF1 Team bringt in dem FW25 ein fundamental neues Chassis an den Start, das kaum noch etwas mit seinen Vorgängermodellen gemein hat. Der ebenfalls komplett neu entwickelte Motor von BMW, der P83, absolvierte am 18. September 2002 seine erste Testfahrt. Seit der Fahrzeugvorstellung am 31. Januar 2003 wurde das Gesamtpaket einem straffen Testprogramm unterzogen. Im BMW WilliamsF1 Team herrscht überwiegend verhaltener Optimismus. Erst der 9. März wird die Frage der Konkurrenzfähigkeit beantworten können.

Juan Pablo Montoya:
Ich gehe durchaus mit großer Zuversicht in die neue Saison. Wir haben im Winter intensiv getestet, und ich glaube, dass wir mit unseren Vorbereitungen einen guten Stand erreicht haben. Dennoch: Was auch immer die einzelnen Teams in den vergangenen Monaten geleistet haben, eine Standortbestimmung hat man immer erst nach dem ersten Grand-Prix-Wochenende. Zudem bringen diesmal die neuen Regeln einige Unsicherheit ins Spiel. Mir gefällt die Idee des Einzelzeitfahrens.

Im vergangenen Jahr wurde ich in Melbourne Zweiter, und diese Erinnerung gibt mir ein gutes Gefühl für die Rückkehr nach Australien. Natürlich wäre es toll, das letztjährige Resultat noch zu übertreffen. Aber vor allem habe ich mir vorgenommen, mich 2003 kontinuierlich über die Saison zu verbessern, damit wir unsere Ergebnisse Rennen für Rennen bis zum Saisonende steigern können.

Der Kurs im Albert Park ist einzigartig, mit keinem anderen im Kalender zu vergleichen. Die Rennstrecke unterscheidet sich sehr stark von jenen, auf denen wir im Winter getestet haben. Australien ist ein großartiges Land und ein sehr schöner Ort für den Saisonauftakt. Ich kann es kaum noch abwarten.

Ralf Schumacher:
Ich glaube, es war vor einem Saisonauftakt noch nie so schwer, eine Einschätzung abzugeben. Auf Grund der Regeländerungen glaube ich, dass deren Auswirkungen mehr Bedeutung zukommt als der Frage 'Wer hat das schnellste Auto?'. Ich möchte mich da jedenfalls nicht festlegen. Was ich aber weiß, ist, dass wir seit der Präsentation sehr, sehr hart an unserem Auto gearbeitet haben, damit es so konkurrenzfähig wie möglich ist. Wir sind auf dem richtigen Weg, trotzdem werden wir aber noch einige Zeit brauchen, um das Auto komplett in den Griff zu kriegen.

Auf jeden Fall freue ich mich, dass die Saison endlich wieder los geht. Und ich freue mich ganz besonders auf Australien und auf Melbourne, weil ich mich für die paar Tage dort sehr, sehr wohl fühlen werde.

Sam Michael (Chief Operations Engineer WilliamsF1):
Australien wird für uns alle aufregend, vor allem natürlich vor dem Hintergrund der Regeländerungen. Sie sind eine Herausforderung. Wenn man dazu die übliche Spannung addiert, die in jedem Team herrscht, kurz bevor sich herausstellt, wie gut der eigene Job während der Wintermonate wirklich war, wird der erste Grand Prix sicher nicht langweilig.

Melbourne ist ein Stadtkurs mit geringem Grip-Niveau. Er bietet vor allem langsame und mittelschnelle Kurven, aber es gibt auch zwei Hochgeschwindigkeitspassagen, die bei der Fahrzeugabstimmung berücksichtigt werden müssen.

Maximaler Abtrieb ist gefragt, zusammen mit einem Set-up, das gute Traktion sichert. Weil wir nun im Rennen die gleiche Abstimmung wie im Qualifying fahren müssen, stehen uns schwierige Entscheidungen bevor, in welche Richtung wir arbeiten. Ein anderer entscheidender Faktor ist im Albert Park von Melbourne eine gute Motorleistung, um mit steilen Flügeleinstellungen fahren zu können.

Michelin hat im Winter bei der Entwicklung von Trocken- und Regenreifen ausgezeichnete Arbeit geleistet. Gemäß der neuen Regeln dürfen die Reifenhersteller ab sofort nur noch eine Spezifikation von Regenreifen bereitstellen, bisher waren es drei.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Mit dem frühen Einsatz des BMW P83 auf dem Prüfstand und im Fahrbetrieb haben wir uns die Voraussetzungen für ein sehr intensives Wintertestprogramm geschaffen. Der BMW P83 ist ein völlig neu entwickelter Motor, der in den Kriterien Leistung, Gewicht und Schwerpunktlage erneut die Benchmark in der Formel 1 sein sollte.

Derzeit konzentrieren wir uns auf die Zuverlässigkeit des Motors. Die Frage der Standfestigkeit hat durch die Regeländerungen eine neue Dimension bekommen: In Melbourne müssen erstmals dieselben Motoren eine Renndistanz durchstehen, die zuvor im Qualifying enorm beansprucht worden sind. Das ist eine extreme Anforderung, deren Auswirkungen noch schwer kalkulierbar sind. Aufgrund der kurzfristigen Einführung dieser Regel sind wir gerade erst dabei, auf dem Prüfstand und im Fahrbetrieb entsprechende Erfahrungen unter diesen Rahmenbedingungen zu sammeln.

Zahlen und Fakten
  • - Melbourne liegt an der östlichen Südküste Australiens und ist die Hauptstadt des Staates Victoria. Melbourne ist die zweitgrößte Stadt Australiens und zählt 3,2 Millionen Einwohner. Melbourne City erstreckt sich über 36,5 Quadratkilometer, die Innenstadt ist geprägt von einem Geschäftsviertel, einem interessanten Mix aus moderner und historischer Architektur, dem attraktiven Southbank-Viertel und den wichtigsten Sportzentren sowie zahlreichen Parks und Grünanlagen. Durch die Lage in der Asien-Pazifik-Region ist Melbourne die Handelsdrehscheibe Australiens.
  • - Die Rennstrecke liegt im Albert Park am gleichnamigen See. Nach einer Dürrezeit wurde der Park am 17. Februar mit 112.000 Litern Wasser gegossen, die mit dem Ende einer Swimmingpool- und Spa-Ausstellung im Melbourne Exhibition Centre verfügbar wurden.
  • - 2003 ist Melbourne zum achten Mal in Folge Austragungsort des Großen Preises von Australien. Zuvor fand der GP in Adelaide statt, wo WilliamsF1 vier Siege erzielte. Den bisher einzigen Sieg von WilliamsF1 in Melbourne holte 1996 der Brite Damon Hill.
  • - Das BMW WilliamsF1 Team hatte in den vergangenen drei Jahren wechselhaften Erfolg in Melbourne. Im Jahr 2000 belegte Ralf Schumacher beim Debüt des Teams von Startplatz elf aus Rang drei. 2001 fielen indes beide Fahrzeuge aus. 2002 belegte Juan Pablo Montoya einen gefeierten zweiten Platz, während Ralf Schumacher bereits in der ersten Kurve des Rennens nach einem dramatisch aussehenden Unfall mit Rubens Barrichello (Ferrari) ausgefallen war. Ralf Schumacher hatte sich 2002 für Startplatz drei qualifiziert, Montoya für Startplatz sechs.
  • - Die Streckenlänge im Albert Park beträgt 5,303 km, die Renndistanz 307,574 km (58 Runden).
  • - Der Reifenverschleiß wird als relativ gering eingestuft. Die Rennstrategie des BMW WilliamsF1 Teams sah 2002 nur einen Boxenstopp vor.
  • - Der Grand Prix wird um 14.00 Uhr Ortszeit gestartet, das entspricht 04.00 Uhr in Deutschland.
  • - Gemäß der neuen Regeln stehen zwei Qualifyings auf dem Programm, sie werden am Freitag und am Samstag als Einzelzeitfahren ausgetragen. Die Startreihenfolge für den Freitag wird dem Meisterschaftsendstand von 2002 entsprechen. Am Samstag starten die Fahrer in umgekehrter Reihenfolge des Freitagsergebnisses zum Einzelzeitfahren. Beide Qualifyings beginnen um 14.00 Uhr Ortszeit.
  • - Sieger des GP von Australien 2002 war Michael Schumacher im Ferrari. Er hält auch den Rundenrekord von 1.28,214 Minuten. Die Poleposition sicherte sich 2002 sein Teamkollege Rubens Barrichello in 1.25,843 Minuten. Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) fuhr 2002 die schnellste Rennrunde in 1.28,541 Minuten.
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Alt 07.03.2003, 09:17     #3
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Großer Preis von Australien – 1. QUALIFYING 7. März 2003

Wetter: trocken, sonnig, 24°C Luft, 32°C Asphalt

Melbourne (AUS). Vor dem Großen Preis von Australien in Melbourne praktizierte die Formel 1 erstmals den neuen Qualifyingmodus: Die Fahrer starteten in der Reihenfolge ihrer 2002 erzielten WM-Punkte zu einem Einzelzeitfahren. Juan Pablo Montoya vom BMW WilliamsF1 Team ging als Dritter auf die Strecke und belegte im Klassement Platz zehn. Sein Teamkollege Ralf Schumacher trat als Vierter an, hatte Schwierigkeiten im ersten Sektor und musste sich mit Rang 16 begnügen.

Am Samstag starten die Fahrer um 14.00 Uhr Ortszeit zum zweiten Einzelzeitfahren. Gestartet wird in der umgekehrten Reihenfolge der am Freitag erzielten Rundenzeiten. Ferrari-Pilot Rubens Barrichello setzte die Bestmarke am Freitag und wird daher zum zweiten Qualifying als Letzter starten.

Juan Pablo Montoya: 10.

Chassis: FW25 04

Schnellste Runde: 1.27,450 min


Ich kann mich nicht über irgend etwas Konkretes beklagen. Mein Auto war gut ausbalanciert. Ich habe in ein paar Kurven zwar etwas Zeit liegen lassen, aber insgesamt war meine Runde gut. Wir sind das Qualifying heute zwar konservativ angegangen, aber dennoch etwas überrascht von unserem Abschneiden.

Ralf Schumacher: 16.

Chassis: FW25 03

Ersatzchassis: FW25 02

Schnellste Runde: 1.28,266 min


Den ersten Sektor habe ich komplett verhauen, dort habe ich viel Zeit verloren. Das war das Problem. In langsamen Kurven hat mein Auto stark untersteuert. Und wenn ich mir das Qualifying insgesamt anschaue, dann haben wir noch viel Arbeit vor uns.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Unsere Platzierungen nach dem ersten Qualifying sind fraglos enttäuschend. Wir haben nun erstmals ein echtes Bild davon, wo wir stehen. Jetzt werden wir hart arbeiten, um unsere Autos für das morgige Abschlussqualifying und das Rennen zu verbessern. Der neue Ablauf an sich hat gut funktioniert, unser Zeitplan hat gepasst.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):

Ich fand dieses erste Qualifying sehr spannend. Durch das Einzelzeitfahren entstand nach vielen Jahren ein ganz neues Bild, aber ich denke, man gewöhnt sich schnell an das neue Szenario. Es ist toll, wenn man ein Auto über eine ganze Runde so konzentriert beobachten kann. Das Prozedere war okay, daran gab es nichts auszusetzen – außer unseren Rundenzeiten. Ferrari und McLaren waren heute wie erwartet unterwegs, BAR hingegen deutlich besser. Wir sind dort, wo wir schon bei den Tests waren, nämlich zu weit hinten.
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Alt 09.03.2003, 13:30     #4
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Großer Preis von Australien – 2. QUALIFYING 8. März 2003

Wetter: trocken, Asphalt-/Lufttemperatur: 27/18°C (Schumacher), 30/19°C (Montoya)

Melbourne (AUS). Juan Pablo Montoya setzte das erste als Einzelzeitfahren ausgetragene Qualifying in einen dritten Startplatz für das BMW WilliamsF1 Team um. Teamkollege Ralf Schumacher musste gemäß der neuen Regularien erheblich früher auf die Strecke gehen und sich am Ende mit Startplatz neun begnügen.

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW25 04

Schnellste Runde: 1.28,101 min


Es ist ganz gut gelaufen. Im Warm-up bin ich nur ein paar Runden gefahren, aber drei Mal an der selben Stelle ausgerutscht. Das Auto war sehr schwierig zu fahren, nachdem wir einiges an der Abstimmung geändert hatten. Zunächst war ich über diese Änderungen richtig sauer, aber schließlich waren sie doch nicht so schlecht. Das Auto war berechenbar und ließ sich gut handeln. Ich habe im ersten Sektor etwas Zeit verloren, weil ich dort nach meinen Erfahrungen aus dem Warm-up vorsichtig war, um nicht noch einmal im Gras zu landen. Ich denke, alles in allem habe ich einen guten Job gemacht.

Ralf Schumacher: 9.

Chassis: FW25 03

Ersatzchassis: FW25 02

Schnellste Runde: 1.28,830 min


Ich habe einen Fehler im ersten Sektor gemacht, der hat mich ein paar Zehntelsekunden gekostet. Heute habe ich für meine Leistung vom Freitag bezahlen müssen, weil ich als einer der Ersten fahren musste, die Streckenbedingungen aber naturgemäß im Laufe des Qualifyings immer besser werden. Über die beiden Sauber-Fahrer vor mir mache ich mir wenig Gedanken. Ich gehe davon aus, dass sich das im Rennen regulieren wird.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Es hätte heute viel schlechter für uns laufen können. Allerdings ist sehr schwer abzuschätzen, wo man wirklich steht, weil man ja nicht weiß, wer im Qualifying mit welcher Spritmenge gefahren ist. Ich denke, morgen im Rennen wird sich zeigen, dass wir ähnlich viel Benzin an Bord hatten wie die Ferrari. Ganz offensichtlich sind wir noch ein ganzes Stück weg von ihnen. Wir setzen alles daran, uns weiter zu verbessern.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Der heutige Samstag ist für unser Team deutlich besser verlaufen als das erste Qualifying. Es ist uns bereits im freien Training gelungen, das Auto viel besser abzustimmen als gestern. Juan Pablo hat dies optimal umsetzen können, bei Ralf hat es leider nicht ganz so gepasst. Für das Rennen sind wir gut gerüstet. Dennoch müssen wir abwarten, wie schwer oder leicht die Konkurrenz unterwegs war. Aber dieses Rätsel wird erst im Rennen gelöst. Ich denke, wir können uns auf einige Überraschungen freuen. Das Einzelzeitfahren an sich ist ein absoluter Gewinn, das Nachtankverbot führt jedoch zu einem verzerrten Bild.
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Alt 09.03.2003, 13:33     #5
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Großer Preis von Australien – RENNEN 9. März 2003

Wetter: Strecke anfangs feucht, abtrocknend, 17-21°C Luft, 17-19°C Asphalt

Melbourne (AUS). Guter Start für das BMW WilliamsF1 Team in die FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003. Juan Pablo Montoya lag beim turbulenten Großen Preis von Australien phasenweise in Führung und verpasste den Sieg letztlich wegen eines Drehers. Der Kolumbianer kam wie schon 2002 als Zweiter ins Ziel; er war als Dritter gestartet. Er erhält gemäß des neuen Punktesystems acht WM-Zähler. Teamkollege Ralf Schumacher belegte vom neunten Startplatz aus Rang acht, der Deutsche verlor beim Boxenstopp wertvolle Zeit. Er erhält einen WM-Punkt. Anteil am erfolgreichen Saisonauftakt hatte auch die Entscheidung des Teams, bei noch feuchter Strecke auf Trockenreifen zu starten.

Juan Pablo Montoya: 2.

Chassis: FW25 04. Schnellste Runde: 1.27,942 min in Rd. 39 (drittschnellste)


Das Ergebnis ist gut, aber abgesehen davon war mein Rennen ein Desaster. Wir sind auf Trockenreifen gestartet, was absolut richtig war, aber dieser Vorteil wurde durch zwei Safety-Car-Phasen zunichte gemacht. Als ich später führte, habe ich einen Fehler gemacht. Ich bin ausgerutscht, als ich aus der ersten Kurve herausbeschleunigen wollte. Das war allein meine Schuld, immerhin mein einziger Fehler an diesem Wochenende. Bei meinem zweiten Boxenstopp habe ich keine Reifen wechseln lassen, weil sie noch sehr gut waren und ich davon ausging, dass das Auto mit neuen Reifen zunächst langsamer werden würde. Die letzten Runden waren wirklich schwierig, Kimi hat mich mächtig unter Druck gesetzt.

Ralf Schumacher: 8.

Chassis: FW25 03. Schnellste Runde: 1.28,617 min in Rd. 37 (siebtschnellste)


Es war ein aufregendes Rennen mit gemischten Gefühlen für das Team. Der zweite Platz von Juan Pablo ist gut für uns, aber bei meinem Stopp gab es Probleme beim Radwechsel. Ich bin als Dritter zur Box gefahren und als Letzter wieder raus. Damit war mein Rennen eigentlich gelaufen. Man darf das Ergebnis insgesamt nicht überbewerten. McLaren hat einen super Job gemacht und trotz der anfangs falschen Reifenwahl gewonnen. Ungewöhnlich war für mich, dass auch Ferrari mit Regenreifen gestartet ist. Es ist für das Team schön, im ersten Rennen auf das Podium zu fahren. Doch fest steht auch: Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Denn der neue Ferrari kommt ebenso noch wie der neue McLaren.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):

Es ist sehr gut für Juan und das Team, die Saison in Melbourne mit einem zweiten Platz zu beginnen. Wir sind entsprechend happy. Leider hatten wir beim zweiten Stopp von Ralf ein Problem mit dem rechten Hinterrad, das hat etwa zehn Sekunden gekostet. Alles in allem war es sehr interessant zu beobachten, wie schnell die Konkurrenz unter Rennbedingungen unterwegs ist. Insbesondere Ferrari und McLaren sind wie erwartet sehr stark.

Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor):

Es war von der ersten bis zur letzten Runde ein spannendes und turbulentes Rennen. Wir haben eine gute Strategie gewählt, aber Juan Pablo hat die Chance auf einen Sieg leider versäumt. Nach seinem Dreher hat er den zweiten Platz aber hervorragend verteidigt. Mit dem zweiten Platz zum Auftakt sind wir auf jeden Fall zufrieden, auch wenn wir diesmal hätten gewinnen können.

Test in Jerez: 12. bis 15. März mit Marc Gené, 14. März auch Ralf Schumacher
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Alt 14.03.2003, 15:57     #6
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Großer Preis von Malaysia – 21.-23. März 2003 - VORSCHAU

Keine Frage: Der zweite Platz durch Juan Pablo Montoya in Australien war ein guter Anfang für das BMW WilliamsF1 Team. Aber es steht ebenso außer Zweifel, dass er unter besonderen Umständen zustande kam. Die Einflüsse des Wetters und der neuen Regularien haben ihren Teil dazu beigetragen.

Bei der Vorbereitung auf den zweiten Lauf der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2003 in Malaysia liegt das Hauptaugenmerk auf den zu erwartenden, extremen Witterungsverhältnissen. Als das BMW WilliamsF1 Team vor den Toren Kuala Lumpurs im vergangenen Jahr einen Doppelsieg feierte, betrug die Lufttemperatur 33 Grad Celsius, der Asphalt war 39 Grad heiß. Die Erfahrung, dass der Himmel seine Schleusen binnen kürzester Zeit für sintflutartige Regengüsse öffnen kann, ist eine zusätzliche Unwägbarkeit.

Juan Pablo Montoya:
Es ist schwer zu sagen, wie wir in Malaysia abschneiden werden. Wir können richtig gut sein, wir können uns aber auch auf Platz zehn wiederfinden. Einerseits waren wir in Barcelona, auf der einzig vergleichbar schnellen Strecke, auf der wir im Winter getestet haben, nicht sehr gut. Andererseits waren wir aber in Malaysia in der Vergangenheit hervorragend unterwegs, was ermutigend ist. Die Rennstrecke in Sepang ist sehr eben, und im vergangenen Jahr ist uns dort unser einziger Doppelsieg gelungen – Ralf wurde Erster, ich Zweiter. Die zu erwartende Hitze sollte unserem Gesamtpaket liegen, vor allem den Reifen, angesichts der Fortschritte von Michelin. Und vor Regen fürchten wir uns auch nicht. Ich hatte diese Woche etwas Freizeit, die ich mit meiner Frau und ein paar Freunden in Australien verbracht habe. Ich werde am Montag nach Malaysia fliegen, rechtzeitig, um noch einen Sponsortermin wahrzunehmen. Ralf Schumacher:
Wenn ich mir das Ergebnis vom GP Australien anschaue, freue ich mich sehr für unser Team. Wir haben gezeigt, dass unser Auto Potenzial hat. Aber ich warne vor zu viel Optimismus: Wir haben noch viel Arbeit vor uns und dürfen nicht vergessen, dass die neuen Autos von Ferrari und McLaren erst noch kommen. Ich freue mich jedenfalls sehr auf Malaysia. Ich liebe dieses Land und diese Rennstrecke, und nicht einmal die besonderen Wetterbedingungen machen mir etwas aus. Ich bin gut vorbereitet und denke, dass dieser Kurs perfekt zu unseren Reifen und zu unserem Auto passen wird. Und natürlich habe ich den letztjährigen Grand Prix in besonderer Erinnerung. Ich habe das Rennen genossen und hoffe sehr, dass ich das wiederholen kann.

Patrick Head (WilliamsF1 Technical Director):
Wir kehren zum Ort unseres bis dato letzten Sieges zurück, er war eine starke Vorstellung von Ralf und eine spannende Aufholjagd durch Juan, nachdem er in der ersten Runde eine Kollision mit Michael Schumacher gehabt hatte. Die Michelin-Reifen hatten im Vorjahr großen Anteil an diesem Erfolg, und ich hoffe, wir werden wieder so gut bestückt sein. Unterdessen fühlen wir uns durch die Leistungsfähigkeit des FW25 unter Rennbedingungen ermutigt, haben weitere Tests absolviert und wissen gleichzeitig, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.

Die Anlage in Malaysia ist erstklassig, die modernste und beste des gesamten Kalenders. Das zeigt ein bemerkenswertes und vorausschauendes Engagement seitens der Regierung. Wir genießen den Aufenthalt in Sepang immer sehr.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Der Saisonauftakt in Melbourne war für uns eine positive Überraschung. Das Auto war konkurrenzfähig, wenn auch unter ganz besonderen Bedingungen. In Malaysia wird die Witterung eine große Rolle spielen. Die Luftfeuchtigkeit ist dort immer sehr hoch, und man muss mit plötzlichen, sintflutartigen Regenfällen rechnen, die das Feld gehörig durcheinander wirbeln können. Wir haben in Australien wohl besser ausgesehen, als wir wirklich sind. In Malaysia wäre es ein Erfolg für unser Team, wenn wir den Anschluss zur Spitze halten könnten.

Zahlen und Fakten
  • - Kuala Lumpur ist das Zentrum des modernen Malaysia. Die Hauptstadt bietet lebendige asiatische Kultur Seite an Seite mit britischen Kolonialbauten als Zeugen der Vergangenheit und Hightech-Bauwerken wie den 443 Meter hohen Petronas-Towers.
  • - Kuala Lumpur liegt in der Mitte der Westküste der Halbinsel des Landes, etwa 35 Kilometer vom Meer entfernt, an den Flüssen Klang und Gombek. „KL“ ist eindeutig die größte Stadt des Landes, dort leben rund 1,5 Millionen Menschen verschiedener Volksgruppen.
  • - Auf der Rennstrecke von Sepang gastiert die Formel 1 erst zum fünften Mal. Die hochmoderne Anlage liegt etwa eine halbe Fahrstunde südlich der Stadt Kuala Lumpur.
  • - In der Hitze des letztjährigen Grand-Prix-Wochenendes in Sepang wurden in der Hospitality des BMW WilliamsF1 Teams 3200 Liter an Wasser und Softdrinks ausgeschenkt. Sie stillten in erster Linie den Durst der Teammitglieder, aber auch einiger Gäste im Fahrerlager.
  • - Unter den Überseerennen und auch im innereuropäischen Vergleich bietet die Anlage von Sepang die bei weitem größten Garagen für die Teams. In Malaysia standen dem BMW WilliamsF1 Team im vergangenen Jahr insgesamt 650 Quadratmeter zur Verfügung – damit kann nur das neue Boxengebäude des Nürburgrings mithalten. Zum Vergleich: In Brasilien mussten Fahrzeuge, Werkstatt, Ausrüstung und sämtliche Büros des Teams auf 400 Quadratmetern Raum finden.
  • - Die Streckenlänge in Sepang beträgt 5,543 km, das Rennen wird über 56 Runden oder 310,408 km ausgetragen.
  • - Der Grand Prix wird am Sonntag, dem 23. März 2003, um 15.00 Uhr Ortszeit gestartet, das entspricht 08.00 Uhr in Deutschland.
  • - Im Vorjahr feierte das BMW WilliamsF1 Team beim Großen Preis von Malaysia seinen ersten und bisher einzigen Doppelsieg – Ralf Schumacher gewann vor Juan Pablo Montoya. 2001 kam Ralf Schumacher als Fünfter ins Ziel, Montoya drehte sich bei einem plötzlichen und heftigen Regenschauer von der Strecke. Im Jahr 2000 wurde das Saisonfinale in Malaysia ausgetragen. Damals erreichte kein Fahrzeug des Teams das Ziel. Sowohl Ralf Schumacher als auch Jenson Button fielen wegen technischer Defekte aus.
  • - Juan Pablo Montoya hält seit dem Vorjahr den Rundenrekord in Sepang mit 1.38,049 Minuten. Michael Schumacher (Ferrari) erzielte 2002 die Poleposition in 1.35,266 Minuten.
  • - Der Reifenverschleiß wird in Sepang als gering bis mittel eingestuft. Die Boxenstrategie des BMW WilliamsF1 Teams sah im vergangenen Jahr einen Stopp für Ralf Schumacher und zwei Stopps für Montoya vor.
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Alt 22.03.2003, 10:39     #7
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Großer Preis von Malaysia – 1. QUALIFYING 21. März 2003

Wetter: trocken, sonnig, 35°C Luft, 47°C Asphalt

Sepang (MYS). Die Piloten des BMW WilliamsF1 Teams, Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher, belegten am Freitag im ersten Qualifying zum Großen Preis von Malaysia die Plätze drei und 13. Damit wird Schumacher zum zweiten Einzelzeitfahren am Samstag als Siebter auf die Strecke gehen, Montoya hat den Vorteil, als Drittletzter antreten zu könnnen. Dem Kolumbianer gelang eine saubere Runde auf dem hochmodernen Kurs von Sepang, der Deutsche hingegen hatte Schwierigkeiten mit der Balance seines Autos.

Juan Pablo Montoya: 3.

Chassis: FW25 04

Schnellste Runde: 1.35,939 min


Meine Runde war ziemlich gut. Ich bin mit meinem Auto momentan zufrieden, abgesehen von einem leichten Untersteuern, dem wir auf den Grund gehen müssen. Ferrari hat noch immer einen erheblichen Vorsprung auf uns, aber es ist ein Trostpflaster, vor beiden McLaren zu sein. Nun müssen wir uns entscheiden, mit welcher Strategie wir das morgige Qualifying und folglich auch das Rennen angehen werden. Die Hitze Malaysias macht mir nicht allzu viel aus, und das ist mit Blick auf den Grand Prix sicher eine Hilfe.

Ralf Schumacher: 13.

Chassis: FW25 03

Ersatzchassis: FW25 02

Schnellste Runde: 1.36,805 min


Ich bin natürlich nicht zufrieden mit meiner Leistung. Aber, wenn ich ehrlich bin, kann ich mir den Rückstand auch nicht so richtig erklären. Im Training hat sich das Auto gut angefühlt, doch jetzt im ersten Qualifying hatte ich dann mit sehr starkem Übersteuern zu kämpfen. Noch habe ich zwar Chancen, mir morgen einen guten Startplatz zu erarbeiten. Aber durch den neuen Qualifyingmodus muss ich wieder früh auf die Strecken gehen, und das ist halt immer ein Nachteil.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Juan war schnell unterwegs, er hat sich eine sehr gute Startposition für das Abschluss-Qualifying am Samstag gesichert. Er wird als Drittletzter antreten. Ralf hatte heute noch Schwierigkeiten mit der Fahrzeugbalance, damit werden wir uns heute noch intensiv auseinandersetzen, um für das zweite Qualifying und das Rennen aussortiert zu sein. Vor uns liegt viel Arbeit. Die Ferrari haben auch heute wieder gezeigt, wie groß ihr Vorsprung ist. Die hohen Asphalttemperaturen, wir haben heute 61 Grad gemessen, bedeuten eine extreme Beanspruchung für die Reifen im Rennen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Abgesehen von Michael Schumachers großem Vorsprung war es ein sehr spannendes Qualifying mit geringen Zeitabständen. Der kleinste Fehler wurde heute bestraft. Juan hat eine sehr gute Runde hingelegt, Ralf war mit der Balance seines Autos nicht zufrieden, was sich in jeder Kurve ausgewirkt hat. Für unseren BMW Motor ist die Hitze der entscheidende Faktor an diesem Wochenende. Bislang hatten wir diesbezüglich keine Probleme.
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Alt 22.03.2003, 10:42     #8
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Großer Preis von Malaysia – 2. QUALIFYING 22. März 2003

Wetter: trocken, Asphalt-/Lufttemperatur: 50/34°C (Schumacher), 40/34°C (Montoya)

Sepang (MYS). Nach komplikationslosen Trainingsläufen in der Hitze von Malaysia schnitt das BMW WilliamsF1 Team im zweiten Qualifying bescheiden ab. Juan Pablo Montoya wird am Sonntag um 15.00 Uhr Ortszeit (8.00 Uhr in Deutschland) von Startplatz acht zum zweiten Grand Prix der Saison antreten. Ralf Schumacher wird das Rennen von Platz 17 aufnehmen.

Juan Pablo Montoya: 8.

Chassis: FW25 04

Schnellste Runde: 1.37,974 min


Ich hatte Schwierigkeiten mit der Balance meines Autos. Das war allerdings aufgrund der Abstimmung, die wir auf dieser Strecke im Rennen fahren wollen, durchaus zu erwarten. Ich hatte schon mit Sorge die Runde von Ralf beobachtet. Er hatte offensichtlich auch Probleme mit der Balance. Immerhin bin ich ganz froh, dass wir dicht an McLaren dran sind. Und ich denke, dass wir mit unserer Strategie für das Rennen gut gerüstet sind.

Ralf Schumacher: 17.

Chassis: FW25 03

Ersatzchassis: FW25 02

Schnellste Runde: 1.38,789 min


Ich bin mit der Balance meines Autos noch nicht glücklich und habe außerdem in zwei Kurven gepatzt, was mich Zeit gekostet hat. Aber ich dürfte definitiv nicht acht Zehntelsekunden langsamer sein als mein Teamkollege. Offensichtlich muss ich mich an diesen neuen Qualifying-Modus noch gewöhnen. Trotzdem glaube ich, dass wir im Verhältnis zu den anderen Teams eine gute Rennstrategie haben und deswegen am Sonntag besser aussehen werden.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Obwohl die Konkurrenz schwer einzuschätzen ist, weil man nicht weiß, wer mit welcher Menge Kraftstoff gefahren ist, muss ich zugeben, dass wir uns für beide Autos bessere Startplätze erwartet hatten. Wenngleich Juan gut unterwegs war. Jetzt müssen wir sehen, dass wir aus dieser ungewohnten Ausgangsposition im Rennen das Beste machen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Gratulation an Renault zu den Startplätzen eins und zwei. Mit Platz acht und 17 stehen unsere Autos diesmal ziemlich weit hinten. Wie viel diese Zeiten bzw. Platzierungen wert sind, werden wir erst morgen im Rennen erfahren. Es geht dabei vor allem um die unterschiedlichen Kraftstoffmengen im Tank und die Reifenwahl. Hinzu kommt hier in Sepang immer die Möglichkeit eines Wolkenbruchs. Ich denke, die Zuschauer können sich auf ein spannendes und ereignisreiches Rennen freuen.

Startaufstellung:
  • 1. Fernando Alonso Renault 1:37.044
  • 2. Jarno Trulli Renault 1:37.217
  • 3. Michael Schumacher Ferrari 1:37.393
  • 4. David Coulthard McLaren/Mercedes 1:37.454
  • 5. Rubens Barrichello Ferrari 1:37.579
  • 6. Nick Heidfeld Sauber-Petronas 1:37.766
  • 7. Kimi Räikkönen McLaren/Mercedes 1:37.858
  • 8. Juan Pablo Montoya Williams/BMW 1:37.974
  • 9. Jenson Button BAR-Honda 1:38.073
  • 10. Olivier Panis Toyota 1:38.094
  • 11. Cristiano Da Matta Toyota 1:38.097
  • 12. Jacques Villeneuve BAR Honda 1:38.289
  • 13. Heinz-Harald Frentzen Sauber Petronas 1:38.291
  • 14. Giancarlo Fisichella Jordan-Ford 1:38.416
  • 15. Antonio Pizzonio Jaguar-Cosworth 1:38.516
  • 16. Mark Webber Jaguar/Cosworth 1:38.624
  • 17. Ralf Schumacher BMW Williams 1:38.789
  • 18. Jos Verstappen Minardi-Cosworth 1:40.417
  • 19. Justin Wilson Minardi-Cosworth 1:40.599
  • 20. Ralf Firman Jordan-Ford 1:40.910
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Geändert von Hermann (22.03.2003 um 10:55 Uhr)
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Alt 23.03.2003, 13:00     #9
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Großer Preis von Malaysia – RENNEN 23. März 2003

Wetter: trocken, sonnig, 33-34°C Luft, 34-37°C Asphalt

Sepang (MYS). That’s Racing: Nachdem Ralf Schumacher im Qualifying nicht über Platz 17 hinaus gekommen war, fuhr er im Rennen auf Rang vier und sammelte fünf weitere WM-Punkte für das BMW WilliamsF1 Team. Juan Pablo Montoya war von Position acht zum Großen Preis von Malaysia gestartet, wurde jedoch in der ersten Runde gerammt und kam nach einem längeren Reparaturstopp als Zwölfter ins Ziel.

Ralf Schumacher: 4.

Chassis: FW25 03

Schnellste Runde: 1.38,071 min in Rd. 24 (achtschnellste insgesamt)


Dieses Rennen war auslaugend wie 56 Qualifyingrunden. Vorneweg zu fahren wie im Vorjahr, ist natürlich wesentlich leichter. Angesichts meines 17. Startplatzes bin absolut happy mit Platz vier. Ich denke, die neuen Regeln bewähren sich. Sie mischen das Feld ganz schön auf, es war wirklich wahnsinnig viel los im Rennen.

Juan Pablo Montoya: 12.

Chassis: FW25 04

Schnellste Runde: 1.37,787 min in Rd. 26 (sechstschnellste insgesamt)


Mein Rennen war zweifellos in der ersten Runde entschieden. Pizzonia ist mir mit seinem Jaguar ins Heck gekracht, und ich habe den größten Teil meines Heckflügels verloren, was mich an die Box zwang. Wegen eines mechanischen Problems hat sich die Reparatur sehr in die Länge gezogen. Als ich wieder ins Rennen ging, hatte ich drei Runden Rückstand auf die Spitze. Das war unmöglich aufzuholen. Zusätzlich hat meine Trinkflasche ab der zwölften Runde nicht mehr funktioniert, was mir den Rest des Rennens zur Qual gemacht hat.

Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Es war wirklich Pech, dass Juan gleich in der ersten Runde jemand ins Heck gefahren ist. Angesichts der getankten Benzinmenge und der geplanten Strategie hatte er gute Chancen. Aber bei diesem Vorfall hat er die Hälfte seines Heckflügels eingebüßt, und der Reparaturstopp hat ihn weit zurück geworfen. Seine Rundenzeiten waren gut, wir werden nie erfahren, welchen Platz er normalerweise belegt hätte. Ralf hat mit seiner Fahrt vom 17. auf den vierten Platz ganze Arbeit geleistet und wichtige Meisterschaftspunkte eingefahren. In Brasilien werden wir ein paar Neuerungen am Fahrzeug haben, darauf konzentrieren wir uns jetzt und versprechen uns einiges davon.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Auch das zweite Rennen der Saison war sehr ereignisreich. Der Unfall unmittelbar nach dem Start hat das Feld gehörig durcheinander gewirbelt. Ralf hat davon profitiert und sich ins Mittelfeld vorgeschoben. Dass einer vom 17. Startplatz auf Rang vier fährt, sieht man nicht alle Tage. Ralf hat das maximal Mögliche erreicht. Für Juan Pablo lief es leider nicht gut. Nach dem Start ist ihm jemand ins Heck gefahren, wobei der halbe Flügel abgerissen ist.

Test in Barcelona: 25.-28.3. Marc Gené, 25./26.3. Montoya, 27./28. Schumacher
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Alt 28.03.2003, 18:35     #10
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Großer Preis von Brasilien – 4.-6. April 2003 - VORSCHAU

Die jüngsten Testergebnisse des BMW WilliamsF1 Teams waren vielversprechend. Beim Großen Preis von Brasilien am 6. April wollen sich Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher weiter steigern.

Juan Pablo Montoya:

Der Große Preis von Brasilien ist für mich eine Art Heimrennen. Näher kommt die Formel 1 meiner Heimat Kolumbien nicht, und ich rechne wieder mit vielen Fans dort. Sie waren wunderbar in den letzten beiden Jahren, haben gar nicht mehr aufgehört, ihre Flaggen zu schwenken. Es war ein Meer in gelb, blau und rot.

Wir waren in Interlagos bislang immer gut unterwegs, ich hoffe auf ein gutes Ergebnis. Die Strecke passt anscheinend zu unserem Gesamtpaket. Ich weiß nicht, ob ich eine Chance habe, meinen 2001 in Brasilien verpassten Sieg nachzuholen, aber das ist auf jeden Fall mein Ziel. Der Kurs ist gut, aber uneben, die Fahrzeugabstimmung verlangt einem eine Menge ab. Interlagos ist eine Herausforderung. Auch körperlich ist der GP Brasilien hart, zum einen wegen der Hitze, zum anderen, weil gegen den Uhrzeigersinn gefahren wird.

Ralf Schumacher:

Ich war in Malaysia zwar sehr glücklich über meine Aufholjagd, doch hat das Rennen gezeigt, dass es noch viel Verbesserungspotenzial gibt. Die Strecke in São Paulo sollte unsjedenfalls besser liegen. Das Infield der Strecke in Interlagos kommt unserem FW25 mit dem kürzeren Radstand entgegen, deshalb bin ich eigentlich recht optimistisch.

Auf jeden Fall muss ich mich verbessern, was meine Leistung im Qualifying angeht. Schließlich war es auch in den Jahren zuvor eine meiner Stärken, in kürzester Zeit das Set-up des Autos so gut wie möglich hinzukriegen. Denn obwohl durch die Regeländerungen vieles möglich ist, wie die beiden ersten Grands Prix ja gezeigt haben, so kann ich mich nicht immer darauf verlassen, im Rennen weit nach vorne zu kommen.

Sam Michael, WilliamsF1 Chief Operations Engineer:

Nach dem Rennen in Malaysia hat das Team vier Tage lang mit allen drei Fahrern in Barcelona gestestet. Wir haben Reifen und mechanische Komponenten erprobt sowie Motor- und Aerodynamiktests gefahren, wovon wir uns Verbesserungen für Brasilien versprechen. Es war ein guter Test mit wertvollen Ergebnissen in allen Bereichen.

In Interlagos werden wir sicher ein spannendes Rennen erleben, weil der Kurs einige Überholmöglichkeiten bietet. Auf dieser Strecke dominieren langsame bis mittelschnelle Kurven und Geraden. Außerdem gibt es zwei schnelle Kurven mit kurzen Anschlusspassagen bis zur nächsten Kurve. Eine gute Abstimmung ist entscheidend, um viel Schwung mit auf die lange Gerade nehmen zu können. Nach der jüngsten Asphaltierung sollte der Kurs weniger Bodenwellen haben als zuvor, was die Abstimmungsarbeit erleichtert.

Die Rennstrategie ist in Interlagos besonders interessant, einerseits wegen einer ausgesprochen langen Boxengasse, andererseits wegen der guten Überholmöglichkeiten. Durch die Regeländerungen muss man alles hinterfragen. Es wird hochinteressant, wer welche Richtung einschlägt. Wir fahren zuversichtlich nach Brasilien, nachdem wir bei den Tests Fortschritte in allen Bereichen erzielt haben, inklusive Chassis, Reifen und Motor. Auch die Befestigung des Heckflügels wurde geändert, damit wir ihn schneller wechseln können, sollten wir noch einmal das gleiche Pech haben wie in Malaysia.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:

In Brasilien geht der Überseemarathon zu Ende. Dort können uns ähnlich hohe Temperaturen erwarten wie bei den ersten Saisonrennen, allerdings eine deutlich geringere Luftfeuchtigkeit als in Malaysia. Die Höhenlage von rund 800 Metern über dem Meeresspiegel kostet wegen geringerer Luftdichte zirka acht Prozent Motorleistung, was allerdings für alle Triebwerke gleichermaßen gilt. Unsere BMW P83 Motoren waren in den ersten beiden Rennen auch unter extremen Bedingungen zuverlässig, diese Serie wollen wir natürlich fortsetzen. Starke, zuverlässige Motoren und die von WilliamsF1 betriebene Weiterentwicklung des FW25 sollten uns helfen, in São Paulo den Rückstand auf die Spitze zu verkürzen.

Zahlen und Fakten

  • São Paulo ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates im Süden Brasiliens, welcher der am höchsten industrialisierte Staat des Landes ist. Die Stadt zählt rund zehn Millionen Einwohner, sechseinhalb Millionen weitere Menschen bevölkern das Umland. São Paulo ist Hauptsitz des Kaffeehandels und beheimatet zahlreiche weitere Industrien. Die Satdt wurde 1554 gegründet und ist die am schnellsten wachsende Metropole Lateinamerkas.
  • Der brasilianische Streckenname Interlagos bedeutet übersetzt ‚zwischen den Seen’ – das klingt malerisch, war es auch einmal, ist es aber nicht mehr. Der Vorläufer des heutigen Kurses wurde in den 40er Jahren eröffnet und lag damals mit den Seen weit außerhalb vor den Toren der Stadt, die inzwischen förmlich bis an die Leitplanken herangewuchert ist.
  • Die Formel 1 fährt seit 1990 wieder in Sao Paulo. In den Jahren zuvor gab der Große Preis von Brasilien Gastspiele auf der Rennstrecke Jacarepagua in der Nähe von Rio de Janeiro.
  • Interlagos ist einer von zwei F1-Kursen, auf denen entgegen des Uhrzeigersinns gefahren wird, weshalb die Fahrer ihre Nackenmuskulatur speziell trainieren. Die andere Strecke ist Imola.
  • Für den Formel-1-Auftritt 2003 wurden zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Verbessert wurden die Entwässerungsanlagen, die Randsteine, Reifenstapelwände und Auslaufzonen. Außerdem wurden neue Fangzäune nach dem Vorbild des Indianapolis Motor Speedway errichtet.
  • Die Streckenabschnitte zwischen den Kurven Lago und Laranjinha, Pinheirinho und Bico de Pato sowie zwischen der Gerade entlang der Boxen und der Boxengasseneinfahrt wurden neu asphaltiert. Interlagos ist für heftige Bodenwellen bekannt.
  • Für die Büros der Teams wurde hinter den Garagen ein neuer Gebäudekomplex errichtet, in dem sich auch kleine Küchen, Besprechungs- und Ruheräume befinden.
  • Die Streckenlänge beträgt 4,309 km, das Rennen wird über 71 Runden ausgetragen, die Gesamtrenndistanz beträgt 305,909 km.
  • Der Grand Prix wird am Sonntag, dem 6. April 2003, um 14 Uhr Ortszeit gestartet. Nach dem in Kraft treten der Sommerzeit bedeutet dies 19 Uhr in Deutschland.
  • Das BMW WilliamsF1 Team hat gute Erinnerungen an den letztjährigen Grand Prix: Montoya erzielte die Poleposition in 1.13,114 Minuten und belegte im Rennen nach einer frühen Kollision mit Michael Schumacher Platz fünf. Ralf Schumacher kam hinter seinem Bruder als Zweiter ins Ziel. 2001 qualifizierten sich Ralf Schumacher und Montoya für die Startplätze zwei und vier, wurden jedoch beide Opfer von Kollisionen und schieden aus. Im Jahr 2000 belegten Schumacher und sein damaliger Teamkollege Jenson Button die Plätze sechs und sieben.
  • Michael Schumacher hält seit dem Jahr 2000 den Rundenrekord mit 1.14,755 Minuten. Im vergangenen Jahr fuhr Montoya die schnellste Rennrunde mit seinem FW24 in 1.16,079 Minuten.
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