BMW-Treff   der Treffpunkt fuer alle BMW-Fans- und -Fahrer
 
BMW-Treff Forum   Alle Werbepartner anzeigen - hier klicken




Home Hilfe Features Regeln Impressum Registrieren
Zurück   BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > BMW - Das Unternehmen > BMW-News
Kalender Alle Foren als gelesen markieren

 
Gehe zu  

Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 22.12.2002, 14:42     #1
Hermann   Hermann ist offline
Senior Guru
  Benutzerbild von Hermann

Threadersteller
 
Registriert seit: 03/2001
Beiträge: 8.175

Aktuelles Fahrzeug:
E63 645Ci, E36 318i Cabrio, E39 523i Touring und Piaggio
Mobilität – ständige Herausforderung

Vorwort.
Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis, eine wirtschaftliche Notwendigkeit, gesellschaftlich gewollt und damit auch ein Schlüssel für unsere Zukunftssicherung.

Aus diesen Gründen unterstützt die BMW Group schon seit vielen Jahren die Anstrengungen, Mobilität gesamthaft für die Zukunft abzusichern. Das bedeutet, Verantwortung auch dort zu übernehmen, wo wir zwar nicht direkt für die Folgen unseres Handelns als Automobilhersteller verantwortlich sind, aber Kraft unserer Kompetenz Antworten zum komplexen System Verkehr geben können. Mobilität in einer modernen Gesellschaft ist auch immer ein Kompromiss unterschiedlicher, ja zum Teil widersprüchlicher Interessen und Ansprüche. Daher ist es ein Grundsatz der BMW Group, Mobilität gemeinsam mit anderen Beteiligten aus Staat, Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten. So hat z.B. das Engagement der BMW Group für das kooperative Verkehrsmanagement – vor allem in der Münchner Region, aber auch darüber hinaus – mittlerweile Tradition. Zur Absicherung der Mobilität beschäftigt sich die BMW Group in einem eigenen Bereich sowohl mit aktuellen Mobilitätsfragen mit dem Fokus auf Verkehr und Umwelt als auch mit Forschungsfragen zur zukünftigen Entwicklung von Mobilität.

Als Automobilhersteller hat die BMW Group ein vitales Interesse daran, Mobilität auch in Zukunft zu erhalten. Deshalb ist in der Unternehmensstrategie der BMW Group die Entwicklung von nachhaltiger Mobilität ein Kernelement. Denn für das Gedeihen einer Gesellschaft ist ebenso der Erhalt der Umwelt notwendig. Die BMW Group stellt sich dieser gesellschaftlichen Verantwortung auch durch das Engagement für den ressourcenschonenden und emissionsarmen Wasserstoffantrieb.

Bei aller Vielfalt und Verschiedenartigkeit haben die Maßnahmen der BMW Group letztendlich ein Ziel: Dafür zu sorgen, dass Mobilität auch in Zukunft ein Motor für Wachstum und Entwicklung bleibt – und dass „Freude am Fahren“ auch unter den Kriterien der Nachhaltigkeit weiterhin erlebt werden kann.

Dr. Burkhard Göschel, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Entwicklung und Einkauf.

Die vorliegende Pressemappe bietet einen Überblick über diejenigen Themenfelder, in denen die Verkehrs- und Fahrzeugforscher der BMW Group heute schon aktiv sind, um die Mobilitätslösungen von morgen zu gestalten. Dabei ist Mobilität für uns nicht nur die Fähigkeit, Personen und Güter von einem Zielort zu einem Bestimmungsort zu bewegen, sondern ebenso ein individuelles Vergnügen.

In Forschungsprojekten und Studien, die zum einen Aspekte des fließenden und des ruhenden Verkehrs betrachten und zum anderen auch Fragestellungen der verschiedenen Verkehrsträger berücksichtigen, wie z.B. den Straßenverkehr oder auch den Schienenverkehr, werden Antworten gegeben und Lösungen mitgestaltet. Auch intermodale Aspekte spielen dabei eine große Rolle.

In zahlreichen konkreten Projekten, wie MOBINET oder INVENT, haben Verkehrs- und Fahrzeugforschung der BMW Group, teilweise mit Kollegen anderer Firmen, Anwendungen erarbeitet, um den Verkehr von seinen Beschränkungen zu befreien, und trotz des stark gewachsenen Verkehrsaufkommens flüssig zu halten. Die Palette der technischen Neuerungen reicht dabei von Multimedia-Informationsdiensten, die dem einzelnen Reisenden mit nützlichen Informationen zur Seite stehen, bis zu hochkomplexen Verkehrsleitsystemen, die in der Lage sind, der Vision vom staufreien Fahren in der Realität näher zu kommen. Dabei ist die Vernetzung des Fahrzeugs mit dem Verkehrssystem ein sehr wichtiger Aspekt.

Aber es geht nicht nur um Straßenverkehr, sondern um verkehrsübergreifende Lösungen, die Mobilität zu Lande (Straße/Schiene), zu Wasser und in der Luft vernetzen und so optimieren. Dazu ist interdisziplinäre Forschung erforderlich, die Aussagen trifft über die zukünftige Mobilitätsentwicklung und das Mobilitätsverhalten der Menschen. Das wird in dem von BMW gegründeten Institut für Mobilitätsforschung, in dem unabhängige Wissenschaftler und Vertreter weiterer Mobilitätsanbieter, wie etwa die Deutsche Lufthansa und die Deutsche Bahn zusammenarbeiten, geleistet.

Christoph Huss, BMW Group, Leiter Wissenschafts- und Verkehrspolitik.


Mobilität – ständige Herausforderung.

Ein Blick auf die Evolution und die menschliche Geschichte macht deutlich, dass Mobilität stets eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Lebens und der Menschheit spielte. Heute ist Mobilität ein Schlüssel für das Gedeihen moderner Gesellschaften; soziale Subsysteme wie Wirtschaft oder Kultur sind nicht mehr denkbar ohne die Fähigkeit zu raschem und weitgreifendem Transport. Doch Ressourcenverbrauch, Umweltbelastung und drohender Infrastrukturkollaps mit ihren negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum drohen, Mobilität zu beschränken.

Die BMW Group sieht sich als Unternehmen, das hochwertige Mobilitätslösungen anbietet, in der Verantwortung, ihren Teil dazu beizutragen, dass die für unsere Sozialstruktur notwendige Mobilität auch in Zukunft erhalten bleibt. Dazu gehört die Entwicklung innovativer Technologien, die den Verkehr optimieren, ebenso wie die neuer Antriebsformen, die auf regenerativen Energien beruhen. Bei ihrem Engagement für die „Mobilität von morgen“ setzt die BMW Group auf Kooperation – mit anderen Unternehmen und mit der Öffentlichen Hand. Denn um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, ist ein breiter Konsens notwendig.

Zwischen Grenzenlosigkeit und Stillstand.
Die Fähigkeit, Güter und Produkte transportieren zu können, ist heute ebenso wichtig geworden wie die Fähigkeit, sie herstellen oder weiterverarbeiten zu können. Deshalb wird der Distribution als viertem Produktionsfaktor eine ebensolche Bedeutung zugemessen wie den klassischen Größen Kapital, Arbeit und Boden. Für den Einzelnen ist Mobilität heute Bedürfnis und Notwendigkeit zugleich. Jeder Deutsche legt pro Jahr durchschnittlich mehr als 10 000 Kilometer zurück – zu Fuß, mit dem Rad, im Auto, Flugzeug oder Schiff. Eine gewaltige Strecke: in vier Jahren einmal um die Erde. Immer mehr Freizeit wird immer häufiger außer Haus verbracht, immer mehr Güter werden auf den globalisierten Märkten transportiert, immer differenzierter sind die Wege in unserer zunehmend durch Beweglichkeit geprägten Arbeitswelt.

Doch zugleich erweist sich unser Bewegungsdrang als ambivalent:
Die wachsende Mobilität führt unser Verkehrssystem an die Grenzen seiner Kapazitäten. Verkehrswege und Parkräume können nur bedingt erweitert werden und der Treibstoff der Mobilität – Erdöl – steht nicht unbegrenzt zur Verfügung. Allein in Deutschland verursachen Verkehrsstörungen nach Expertenschätzungen jährlich volkswirtschaftliche Kosten von mindestens 100 Milliarden Euro, verbringen Autofahrer täglich zusätzlich 13 Millionen Stunden unfreiwillig durch Stau und Behinderungen auf unseren Straßen. Auch fortschrittlichste Automobile können eine unzureichende Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur nicht kompensieren; Kapazitätsengpässe und daraus resultierende Umweltprobleme sind die Folge.

Mobilität nachhaltig sichern.
Die BMW Group hat es sich daher zur Aufgabe gesetzt, einen Beitrag zur Erhaltung und Rückgewinnung von Mobilität zu leisten. Es liegt im Interesse eines Fahrzeugherstellers, dass auch in Zukunft individuelle Mobilität möglich ist.

Das Auto kann nur dann die Mobilität der Menschen garantieren, also den Fahrer möglichst sicher, schnell und bequem vom Ausgangs- zum Bestimmungsort transportieren, wenn das verkehrliche Umfeld funktioniert; dazu gehören sowohl eine leistungsfähige Infrastruktur als auch die
effiziente Organisation der Verkehrsabläufe. Daher liegt ein Schwerpunkt des BMW Engagements zur Erhaltung von Mobilität im Bereich des Verkehrsmanagements: Die Organisation der Verkehrswege ist ein Schlüssel zu ihrer Optimierung. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der BMW Group in diesem Bereich sind vielfältig: Zahlreiche Innovationen auf den Gebieten der Verkehrsdatenerfassung, der Verkehrsinformation sowie der Telematik sind in den letzten Jahren entwickelt, erfolgreich erprobt und auch umgesetzt worden.

Kreative Lösungen für die Mobilität von morgen.
Dabei geht es nicht ausschließlich darum, die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu optimieren. Auch die Forschungsarbeiten zu neuen Formen der Mobilität, zu intermodalen Lösungen und sogar zur Vermeidung von Verkehr spielen eine bedeutende Rolle.

Die BMW Group hat in ihrer mittlerweile über 15 Jahre betriebenen Verkehrsforschung immer auf eine Beteiligung der Städte, der Wirtschaft und der Bürger an Verkehrsprojekten geachtet. Solche kooperativen Verkehrsprojekte tragen dazu bei, unterschiedliche Positionen besser zu verstehen und in Einklang zu bringen. Gemeinsam mit Partnern aus den Bereichen der öffentlichen Hand, der Wissenschaft und der Industrie sucht die BMW Group heute nach Antworten auf die Fragen von morgen.

Eine dieser Fragen ist die nach dem zukünftigen Treibstoff unserer individuellen Mobilität. Erdöl, das heute den Verkehr rund um die Welt in Gang hält, wird nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen. Die sicher gewinnbaren Erdölvorräte der Welt werden je nach hinterlegtem Szenario noch einige Jahrzehnte reichen. Um einen nahtlosen Übergang ohne soziale Verwerfungen sicherzustellen, müssen bereits heute intensiv Lösungen gesucht werden, sich aus der Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen zu befreien und über alternative Energien die Vorräte zu strecken. In der Perspektive ist die Entwicklung und Einführung zukunftsfähiger und umweltverträglicher Lösungen unumgänglich. Die BMW Group arbeitet daher schon jetzt daran, eine Alternative zur Serienreife zu bringen: den Wasserstoff-Antrieb. Unter dem Motto CleanEnergy zeigen Wasserstoff-BMW, dass auch nach dem Ende der fossilen Brennstoffvorräte Mobilität auf dem heutigen Niveau möglich ist – dank des Energieträgers Wasserstoff ohne Emissionen von Kohlendioxyd (ausführlich behandelt wird das Thema Wasserstoff auf der BMW Homepage unter: www.bmwgroup.com/cleanenergy).

Allen BMW Mobilitätskonzepten ist gemeinsam, dass bei ihrer Entwicklung kreative und intelligente Lösungen im Vordergrund stehen. Die Ergebnisse der BMW Forschung kommen damit allen zugute: Autofahrern ebenso wie allen anderen Verkehrsteilnehmern, der Umwelt und nicht zuletzt auch der sprichwörtlichen Freude am Fahren.


Mobilität gemeinsam gestalten: Kooperatives Verkehrsmanagement.

Gemeinsam forschen, gemeinsam mehr erreichen – beispielhafte Kooperationsprojekte der BMW Group – www.mobinet.dewww.invent-online.de

Verkehrstechnischer Fortschritt umfasst viele Bereiche, in denen innovative Entwicklungen zur Mobilität von morgen beitragen – diese reichen von den auf Verkehrsvermeidung angelegten Maßnahmen über Verkehrsleit-, Informations- und Steuerungssysteme bis hin zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs und der Entwicklung umweltfreundlicherer Fahrzeuge. Die unterschiedlichen Lösungsansätze können aber nur dann sinnvoll entwickelt, erprobt und realisiert werden, wenn das Handeln der Akteure gewinnbringend miteinander vernetzt wird.

Kooperatives Verkehrsmanagement stellt daher seit über einem Jahrzehnt einen wesentlichen Baustein in den Mobilitätskonzepten der BMW Group dar. Das Engagement in verschiedenen Projektverbunden, in deren Rahmen die Münchner Verkehrsforscher gemeinsam mit Partnern der öffentlichen Hand sowie aus Wirtschaft, Wissenschaft und Industrie nach neuen Ansätzen zur Lösung von Verkehrsproblemen suchen, hat sich bereits ausgezahlt. Zahlreiche der von der BMW Group getragenen oder unterstützten Projekte in Städten wie München, Berlin, Regensburg, Dresden oder Köln tragen schon heute zu einer Verbesserung der Verkehrssituation bei.

Startschuss in Inzell.
Die Keimzelle der BMW Verkehrskooperation liegt naturgemäß in der Münchner Region. Unter dem Motto „Verkehrsprobleme gemeinsam lösen“ entstand hier 1995 der Inzeller Kreis, eine Initiative der BMW Group und der Landeshauptstadt München zur gemeinsamen Erarbeitung von Lösungen für den Verkehr in München. Aufbauend auf den gemeinsam verabschiedeten „Schwerpunkten der Plattform von Inzell 1995“ werden seitdem zahlreiche und unterschiedlichste Verkehrsprojekte realisiert – von grundsätzlichen Überlegungen zur regionalen Siedlungsentwicklung über die pragmatische Vereinbarung eines so genannten Vorzugsnetzes („Rote Routen“) bis hin zu ungewöhnlichen Ansätzen zur Parkraumbeschaffung.

Im Rahmen der Maßnahmen zur Verbesserung der Parkraumsituation machte unter anderem das Teilprojekt „Blaue Zone“ in München von sich reden. Ziel dieses Pilotprojektes war es, durch die Reduzierung von Verkehrsschildern die Übersichtlichkeit im Straßenraum zu verbessern und gleichzeitig das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu steigern. Statt einer Vielzahl von Verbotsschildern wurden statt dessen die Parkbestände mit blauen Punkten gekennzeichnet. Die das Projekt begleitenden verkehrlichen Vorher- und Nachheruntersuchungen zeigten, dass die Zahl der ordnungswidrig abgestellten Fahrzeuge deutlich abgenommen hatte; ebenso ging die Zahl der Ordnungswidrigkeiten durch nicht gelöste Parkscheine bzw. überschrittene Parkzeiten insgesamt zurück. Aufgrund dieser positiven Ergebnisse soll das Projekt „Blaue Zone“ noch im Laufe des Jahres 2002 auf nahezu die gesamte Münchner Altstadt ausgedehnt werden.

Die Erfolge des kooperativen Verkehrsmanagements sprechen für sich – auch über die Grenzen Deutschlands hinweg. So bilanzierte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude im Rahmen der Dokumentation des 4. Plenumworkshops der Initiative Inzell: „In Paris wurden die Bemühungen der Landeshauptstadt München für ein alle Verkehrsträger umfassendes Verkehrsmanagement mit dem Mobility-Award 2000 ausgezeichnet.

Auch diesen Erfolg verdankt die Stadt der konstruktiven Arbeit in der Inzell-Initiative und im kooperativen Verkehrsmanagement, bei dem sich BMW stets als wichtiger Motor für die Zusammenarbeit erwiesen hat.“

MOBINET.
Das Leitprojekt MOBINET erforscht im Rahmen der BMBF-Initiative „Mobilität in Ballungsräumen 1998–2003“ den Verkehr im Ballungsraum München. 26 Partner der öffentlichen Hand, des öffentlichen Verkehrs, der Industrie, der kleinen und mittelständischen Unternehmen und der Wissenschaft und Forschung arbeiten in diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt interdisziplinär und ressortübergreifend zusammen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Lösungen für ein angemessenes Zusammenwirken von Individualverkehr und öffentlichem Verkehr. MOBINET verfolgt damit einen intermodalen Forschungsansatz, der für die Vernetzung und Optimierung verschiedener Verkehrsträger und Verkehrssysteme sorgt.(www.mobinet.de)

Der Schlüssel für das optimale Zusammenwirken aller Verkehrsträger – vom motorisierten Individualverkehr über den öffentlichen Personenverkehr bis hin zum Rad- und Fußgängerverkehr – ist die Realisierung eines übergreifenden Verkehrsmanagements. Diese Aufgabenstellung erfordert die Vernetzung der Systeme über einen Datenverbund und wird mit der von der BMW Group mitentwickelten strategisch ausgerichteten MOBINET-Zentrale sicher gestellt. Die Entwicklung und Realisierung der MOBINET-Zentrale, dem Herzstück

des gesamten Projektes, stellt einen von insgesamt fünf Arbeitsbereichen dar. In den übrigen Bereichen arbeiten die Kooperationspartner an so unterschiedlichen Themen wie der Verlagerung von Wegen vom Individualverkehr auf den öffentlichen Verkehr, an der Optimierung des Verkehrs im Hauptstraßennetz oder an der Entwicklung von „Multimedia-Informationsdiensten“ und Konzepten zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens.

Zusätzlich dient ein weiterer Arbeitsbereich der Projektevaluation. Die hier entstehende zusammenfassende Evaluation wird Grundlage für die Entscheidung sein, welche der Ergebnisse und Produkte von MOBINET zukünftig in Stadt und Region München ausgebaut und verbreitet werden. Schritt für Schritt wird das enorme Engagement nun sichtbar: 2001 startete das Parkraummanagement; die Demonstratoren an den „Roten Routen“, dem Netz der wichtigsten Hauptstraßen, und die Einrichtung der Verkehrszentrale werden Anfang 2003 folgen. Die in MOBINET entwickelten und implementierten Komponenten des kooperativen Verkehrsmanagements werden so kontinuierlich in die Maßnahmen der Verkehrsplanung von Stadt und Region München integriert.

Forschungsinitiative INVENT.
Eine Untersuchung des ADAC hat gezeigt, dass der Großteil der Staus durch einen Unfall (33 Prozent) oder durch zu hohes Verkehrsaufkommen (32 Prozent) verursacht wird. 23 Unternehmen aus der Automobil-, der Zuliefer-, der Elektronik- und IT-Industrie sowie Softwarehäuser und Forschungsinstitute haben sich daher 2001 in der Forschungsinitiative INVENT – Intelligenter Verkehr und Nutzergerechte Technik – zusammengefunden, um gemeinsam Möglichkeiten zu finden, wie Staus reduziert und Unfälle vermieden werden können. (www.invent-online.de)

Die INVENT Forschungsinitiative, an der sich die BMW Group beteiligt, knüpft dabei an die Erfahrungen aus früheren Projekten wie PROMETHEUS und MoTiV an und nähert sich dem Problem aus zwei Richtungen: Zum einen geht es fahrzeugbezogen darum, Systeme zu entwickeln, die dem Fahrer in schwierigen Verkehrssituationen helfen, richtig zu reagieren. Somit wird die Verkehrssicherheit erhöht und Unfälle vermieden. Zum anderen müssen verkehrsbezogen die Voraussetzungen geschaffen werden, um die bestehende Infrastruktur effizienter nutzen zu können und die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu steigern. INVENT gliedert sich daher in drei große Projekte – „Fahrerassistenz, Aktive Sicherheit“, „Verkehrsmanagement 2010“ und „Verkehrsmanagement in Transport und Logistik“ – innerhalb derer sich die einzelnen Unternehmen je nach Expertise zum jeweiligen Themenbereich engagieren.

Die BMW Group beteiligt sich im Rahmen von INVENT in den beiden Teilprojekten „Verkehrsmanagement 2010“ und „Fahrerassistenz, Aktive Sicherheit“ (FAS) und kann bei der Weiterentwicklung von Verkehrstechnik und Fahrerassistenzsystemen auf ihre Fachexpertise und langjährige Erfahrung aufbauen. Unter Federführung der BMW Group hatten in den 90er Jahren eine Reihe von Automobilherstellern und Institutionen im Forschungsprojekt MoTiV bereits erheblich zur Entstehung einer Reihe von weiterentwickelten Fahrerassistenzsystemen beigetragen, die zum Teil schon in Serienlösungen eingeflossen sind. Der Abstandshalter-Assistent Active Cruise Control (ACC), der in der 7er Reihe bereits als Sonderausstattung erhältlich ist, stellt ein Beispiel dar. Im Rahmen des INVENT-Teilprojektes FAS soll nun aufbauend auf ein verbessertes Sensorensystem eine weitere Generation von Assistenzsystemen geschaffen werden; so steht die Entwicklung eines Stau- und Kreuzungsassistenten im Vordergrund der Forschung.

Eine Reihe weiterer Fahrerassistenzsysteme wie beispielsweise das aktive Gaspedal, das aktive Lenkrad und Adaptive Light Control lassen sich unter dem Begriff ConnectedDrive subsumieren. Im Rahmen dieses zukunftsorientierten BMW Konzeptes wird das Zusammenspiel von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt im Verkehr vernetzt, indem die bisherigen Einzelbausteine Telematik, Onlinedienste und Fahrerassistenzsysteme miteinander verknüpft und ergänzt werden (nähere Informationen zum Thema ConnectedDrive unter www.connecteddrive.com und im ScienceClub der BMW Group unter www.bmwgroup.com/scienceclub).

76 Millionen Euro werden die Kooperationspartner und die Bundesregierung innerhalb der vierjährigen Projektlaufzeit von INVENT in die Entwicklung und Erprobung von verbesserten Fahrerassistenzsystemen, neuen Navigationssystemen und neuen Informationstechnologien investieren. Zu 45 Prozent wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) getragen. Die bei INVENT beispielhaft praktizierte Zusammenarbeit aller maßgeblichen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ermöglicht es, vorhandene Synergien zwischen den einzelnen Bereichen zu nutzen und durch die kontinuierliche Forschung im Bereich Verkehr und Verkehrssicherheit nicht zuletzt auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie zu stärken.

MobiControl.
Auch in Köln engagiert sich die BMW Group im kooperativen Verkehrsmanagement. Im Rahmen des 1997 gestarteten Projektes MobiControl entwickelte die Fahrzeugforschung der BMW Group gemeinsam mit der Stadt und der Universität Köln ein Konzept zur mobilen Stauauflösung im innerstädtischen Verkehr. Hier entstehen viele Staus dadurch, dass die eigentlich dem fließenden Verkehr vorbehaltenen Fahrstreifen durch haltende oder parkende Fahrzeuge blockiert werden. Grund: Die für das Be- und Entladen vorgesehenen Stellflächen sind durch ordnungswidrig abgestellte Fahrzeuge belegt.

Auf einer 13 Kilometer langen Teststrecke, die über die staubelasteten Hauptverkehrsstraßen der Kölner Innenstadt führt, wurde ein Konzept zur mobilen Stauauflösung über 12 Monate hinweg erprobt. Ein Mitarbeiter des Amtes für öffentliche Ordnung, ausgestattet mit einem Motorrad, sorgte dafür, dass diese Fahrbahnblockierungen aufgelöst und die Ladezonen für ihren eigentlichen Zweck freigehalten wurden. Die Auswertung der Testergebnisse zeigte, dass die mobile Stauauflösung zu spürbaren Verbesserungen der Verkehrsverhältnisse im Bereich der Ladezonen führt – sowohl die Anzahl als auch die Dauer der Störfälle sank im Versuchszeitraum um rund 20 Prozent.

Diese Verflüssigung des Verkehrs wiederum führt zu verkehrlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Verbesserungen in der Stadt Köln. Die positive volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse (z.B. 28 000 Stunden weniger Reise- und Transportzeit, 40 000 Liter weniger Kraftstoff und 100 Tonnen weniger CO2 pro Jahr auf der untersuchten Einsatzroute) kann nun zu einem wirksamen Instrument des innerstädtischen Verkehrsmanagements weiterentwickelt werden.


Effektiver Verkehr – mehr Parkraum: Lösungsansätze für den ruhenden Verkehr.

Vorhandenen Parkraum besser nutzen – frühzeitiges Wissen um Parkkapazitäten – www.parkinfo.com – Optimierung von P+R-Systemen.

In einem Ballungsraum konkurrieren die unterschiedlichsten Anforderungen an die Nutzung der Verkehrsinfrastruktur. Anwohner, Geschäftsreisende, Besucher, Dienstleister, Lieferanten und Beschäftigte – sie alle stellen unterschiedliche Ansprüche an den städtischen Verkehr. Dabei kollidieren diese Mobilitätsansprüche oftmals mit dem Ziel, die Lebensqualität in einem Stadtgebiet zu erhalten, die mit steigendem Verkehrsaufkommen abnimmt. Diese Interessenskonflikte müssen gelöst werden – ohne dass darunter die Mobilität der Bürger oder die Standortqualität des Wirtschaftsraumes leidet.

Die BMW Group hat verschiedene Konzepte und Maßnahmenpakete entwickelt und an Projekten mitgewirkt, die Lösungsansätze für speziell im Ballungsraum auftretende Verkehrskonflikte bieten. Dabei werden stets sowohl der fließende als auch der ruhende Verkehr betrachtet. Letzterer darf bei verkehrspolitischen Betrachtungen nicht zu kurz kommen – schließlich stellt der Parkvorgang den Anfang und das Ende einer jeden Autofahrt dar. Zudem führt ein Mangel an Parkraum zu erhöhtem Parksuchverkehr und jeder Anstieg an Verkehr in hochverdichteten Gebieten ist gleichzusetzen mit einer Behinderung der Mobilität.

Parkraummanagement.
In vielen Stadtzentren und Wohnvierteln übersteigt die Nachfrage an Parkplätzen das Angebot. Durch ein verbessertes Parkraummanagement kann der vorhandene öffentliche Parkraum effektiver genutzt und somit den konkurrierenden Ansprüchen gerechter werden. Im Rahmen der Verkehrsinitiative MOBINET erarbeitete die BMW Group mit einer Reihe von Konsortialpartnern ein Parkraummanagement-Konzept für einzelne Stadtgebiete Münchens, in dem für vorab definierte Zonen und Zeiten folgende Elemente berücksichtigt wurden:

• Parkbevorrechtigung für Bewohner
• Beschränkung der Parkdauer
• Parkgebühren
• Lieferzonen

In den Stadtbezirken München-Lehel und München-Schwabing wird dieses Konzept bereits seit Juni und in Schwabing seit Oktober 2001 demonstriert und dokumentiert. Ein Konzept, das aufgeht, wie das Pilotprojekt in München-Lehel und München-Schwabing zeigt: Durch die Bewirtschaftung wird die Zahl der Langzeitparker um fast die Hälfte verringert und die frei werdenden Stellplätze werden den anderen Gruppen zugänglich gemacht. Die Parkraumauslastung konnte hier um 20 Prozent reduziert werden, so dass jetzt viel leichter ein Parkplatz gefunden werden kann. Außerdem sank der Anteil der illegalen Parkvorgänge auf unter fünf Prozent, womit gleichzeitig auch die Anzahl an Verkehrsbehinderungen gesenkt werden konnte. Somit wird nicht nur der Parksuchverkehr reduziert und für Bewohner und Besucher ein attraktiveres Umfeld geschaffen, auch für den Wirtschaftsverkehr und die Besucher verbessert sich gleichzeitig die Erreichbarkeit.

parkinfo.com – BMW Parkinformationen.
Das frühzeitige Wissen nicht nur um freie Parkplatzkapazitäten, sondern auch um Preise, Öffnungszeiten, die genaue Anfahrtsstrecke oder Alternativparkmöglichkeiten hilft, den durch die Parkplatzsuche entstehenden Verkehr in Ballungsräumen zu reduzieren. Dieser kann am Verkehrsaufkommen einen Anteil zwischen 40 und 60 Prozent erreichen – in Extremfällen, wie beispielsweise an den langen Samstagen vor Weihnachten, kann der Parksuchverkehr aber bis zu 80 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens ausmachen.

Die BMW Group hat daher mit parkinfo.com das erste deutschlandweite Parkinformationssystem entwickelt, in dem parkrelevante Informationen von 2 200 Parkhäusern in 84 deutschen Großstädten online über Internet abgerufen werden können. Diese Informationen von ca. 650 000 Stellplätzen, in denen auch die von 20 deutschen Großflughäfen enthalten sind, betreffen in Ergänzung zu den schon genannten z.B. Lage der Parkhäuser und Zufahrtsbedingungen (bildunterstützt mit 4 500 Fotos), Anzahl der Stellplätze pro Parkhaus sowie auch teilweise die momentane Belegung. Dieses Informationsangebot wird ergänzt um die Möglichkeiten des Park and Ride in den großen Verkehrsverbünden, (schon umgesetzt in der Region Berlin mit integrierten Fahrplan- und Routingfunktionalitäten), wodurch ein Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel besser geplant werden kann. Die vorgestellten Parkinformationen können schon heute mobil über den Internetzugang im neuen 7er abgerufen werden. Das gilt insbesondere auch für die aktuelle Stellplatzbelegung aus 18 Städten mit insgesamt 300 an Parkleitsysteme angeschlossene Parkhäuser. Weitere Entwicklungen des Parkinformations-systems sollen Menge und Spektrum der Parkinformationen erweitern sowie die Qualität verbessern.

parkinfo.com basiert auf einer leistungsfähigen relationalen Datenbank, in der alle relevanten Informationen über die Parkierungseinrichtungen der einzelnen Städte abgelegt sind. Das System stellt diese Daten dem Endnutzer direkt zur Verfügung. Dieser kann sie über das Internet (http://www.parkinfo.com), per WAP-Handy (http://wap.parkinfo.com) bzw. Palm oder kompatiblem Organizer und im BMW Fahrzeug über BMW Online beziehen. Der Internetnutzer kann die Suche durch die Vorgabe einer geforderten Öffnungszeit, einer Mindesteinfahrthöhe oder eines maximalen Preises für die erste Stunde einschränken. Die Option „Interessante Punkte“ – wie Sehenswürdigkeiten, Einkaufsschwerpunkte, Bahnhöfe oder Parkanlagen – stellt dabei insbesondere für Ortsfremde eine enorme Erleichterung dar.

An das BMW Parkinformationssystem können isolierte Parkierungseinrichtungen sowie Parkleitzentralen angeschlossen werden, sofern diese die aktuelle Anzahl freier Plätze in einem Betriebsführungsrechner ermitteln. Die Kommunikation und Weiterleitung dieser Informationen erfolgt bei isolierten Einrichtungen über ein von BMW entwickeltes Parkdatenübertragungsgerät (PDÜ) und SMS, bei Parkleitzentralen durch die Versendung von standardisierten Datensätzen per E-Mail.

„Park-and-Ride“ (P+R).
Tausende von Pendlern bewältigen die Strecke von ihrem Wohnort zu ihrem Arbeitsplatz im Ballungsraum tagtäglich mit ihrem privaten Automobil und versuchen dabei, möglichst weit in die Stadt hineinzufahren.

Die unübersehbaren Folgen: Staus auf den Zufahrtsstraßen und Parkprobleme in den Innenstädten. Um das Verkehrsaufkommen im Zentrum zu reduzieren, hat die BMW Group im Rahmen unterschiedlicher Projekte P+R-Konzepte entwickelt, die den Pendlern eine attraktive Alternative bzw. Ergänzung zur Nutzung des privaten Automobils bieten. Auf diese Weise wird die intermodale Vernetzung der einzelnen Verkehrsmittel gefördert: Das Auto bietet mit seiner unbestrittenen Flexibilität deutliche Vorteile in der Fläche und beim Transport von Gütern, die durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht realisierbar und vor allem nicht finanzierbar sind. Auf der anderen Seite kann der ÖPNV auf den Hauptachsen eine Vielzahl von Menschen auf engstem Raum transportieren und somit zur ressourcenschonenden Nutzung der knappen innerstädtischen Flächen beitragen. Ziel und Struktur der von der BMW Group entwickelten P+R-Lösungen sollen im folgenden anhand von zwei Projekten exemplarisch dargestellt werden.

Park-and-Ride im Verkehrsraum Dresden/Oberes Elbtal.
Im Rahmen dieses 1994 von der Landeshauptstadt Dresden und der BMW Group initiierten Projektes sollte ein erkennbares P+R-System entwickelt werden. Nach der Ermittlung und Auswahl potenzieller P+R-Standorte sowie der Ermittlung der Nutzer-Potenziale wurden die Standorte ausgewählt, die bis 2004 realisiert werden sollen. Neue Wege wurden bei der Potenzialermittlung, der Wegweisung und der Ausstattung der P+R-Plätze eingeschlagen.

Park-and-Ride im Großraum München.
Das im Rahmen von MOBINET ins Leben gerufene Teilprojekt Park-and-Ride beschäftigt sich neben dem Aufbau von P+R-Anlagen insbesondere auch mit der Erprobung von neuen Bepreisungsmodellen. In sieben bereits realisierten Demonstratoren im Norden und Süd-Westen von München wird seit August 2000 die Wirkung der Entgelderhebung auf die Nutzung von P+R-Anlagen getestet. Dabei steigt der Preis für das Abstellen des Fahrzeugs, u.a. je näher sich die P+R-Anlage an der Stadt befindet. Die Versuche haben gezeigt, dass rund zwölf Prozent der Pendler zu einem früheren Zeitpunkt als bisher auf den öffentlichen Verkehr umstiegen, indem sie zu wohnortnäheren P+R-Anlagen wechselten. Somit reduzierten sie ihre Wegstrecken mit dem eigenen Fahrzeug zugunsten der öffentlichen Verkehrsmittel.


Auch unterwegs gut informiert: Multimedia-Informationsdienste.

Personal Travel Assistance (PTA) – Intermodale Routenplanung von Tür zu Tür – www.bayerninfo.dewww.funinfo.de

Mobilität umfasst zwei Aspekte: die physikalische Kraft zur Fortbewegung und die Fähigkeit zur Steuerung der Fortbewegung. Viele Verkehrsprobleme entstehen dadurch, dass die Steuerungsfähigkeit nicht optimal ausgenutzt wird – beispielsweise wenn Verkehrsteilnehmer mangelhaft oder gar nicht über verkehrsbezogene Probleme informiert sind oder für ihre Reise nicht das geeignete Transportmittel gewählt haben.

Die Forscher erkannten früh, dass die Wahl des Verkehrsmittels, der Reisestrecke sowie des Fahrtbeginns beeinflusst werden können, wenn vor Antritt der Reise entsprechende Informationen zur Verfügung stehen. Mit einem System, das die nötigen Daten bereitstellt, mussten mehrere Ziele erreicht werden: Der Reisende sollte seine Fahrt individuell planen und gestalten können, gleichzeitig sollten aber auch der Verkehr entlastet und die bestehende Infrastruktur optimal genutzt werden.

In einer Reihe von Projekten, in denen die BMW Group mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft zusammenwirkte, wurden die technischen Grundlagen geschaffen, um die Visionen der Forscher umzusetzen und dem Informationszeitalter zum Einzug in den Sektor der Mobilitätsbewältigung zu verhelfen. All diese Aktivitäten basieren auf dem technisch-organisatorischen Konzept einer individualisierten und automatisierten Bewältigung der Reiseplanung. Die BMW Group prägte für dieses Konzept den Begriff der „Personal Travel Assistance“ (PTA).

Personal Travel Assistance (PTA).
Die Planung einer Reise wird durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren erschwert: Werden beispielsweise unterschiedliche Transportmittel benutzt, so gestaltet sich die Reiseplanung erheblich komplizierter, da unterschiedliche Informationsquellen für Fahrpläne und Streckenverbindungen zu Rate gezogen werden müssen. Nur so kann die zeitlich richtige Abfolge und Auswahl der besten Umsteigepunkte von einem Verkehrsmittel zu einem anderen getroffen werden, was natürlich insbesondere für längere Reisen gilt.

Zudem wird die Planung einer zeitlich günstigen Fahrstrecke mit zunehmender Belastung des Straßennetzes immer schwieriger, da zur Routenfestlegung und der daraus abgeleiteten Reisezeitberechnung die Kenntnis zur aktuellen Verkehrsbelastung erforderlich ist. Erschwerend kommt hinzu, dass für die Parkplatzsuche – insbesondere in Großraumgebieten – nochmals Zeit und Geld eingeplant werden muss. Die BMW Group stellt daher an die Personal Travel Assistance - auch „Mobilitätsplaner“ genannt – folgende Anforderungen:

• Informationszugriff an jedem Ort und zu jeder Zeit.

• Automatische Zusammenstellung von Reiseplänen unter Einbeziehung aller Verkehrsmittel im Rahmen einer multimodalen Reiseplanung.

• Reiseplanung unter Angabe von Reisezeiten und Kosten.

• Beachtung von wahrscheinlichen Störeinflüssen über Tage im voraus.

• Frühzeitige Benachrichtigung über Störungen im Reiseverlauf.

• Personalisierter Dienst mit Kenntnis der Nutzergewohnheiten.

• Austausch von Reisedaten mit fahrzeugintegrierten Systemen.

Um diese Vision eines individuellen, elektronischen Reisebüros zu verwirklichen, mussten Systemarchitekturen, Verfahren und funktionale Komponenten für den Aufbau des PTA-Dienstes von Grund auf neu entwickelt werden. In einer Reihe von nationalen und internationalen Projekten wie Bayerninfo, MoTiV-PTA, Infoten und MOBINET erfolgte schließlich die Umsetzung der Idee in Feldtests und prototypischen Demonstrationen.

BayernInfo.
Das Projekt BayernInfo – im Rahmen der Forschungsinitiative Bayern Online 1995 ins Leben gerufen und von der Obersten Baubehörde des Freistaates geleitet – sollte die Basis und die Testumgebung für alle weiteren Projekte schaffen. Die BMW Group entwickelte mit einer Reihe von Kooperationspartnern eine aktuelle Verkehrsdatenbank, die über verschiedene modernste Kommunikationsmedien wie das Internet (www.bayerninfo.de), Mobilfunk oder Videotext über PC, mobile Endgeräte und öffentliche Touchscreen-Infostände erreichbar wird.

Dies setzte ein überregionales Verkehrsinformationssystem voraus, das aus einer landesweiten Verkehrsinformationszentrale sowie zwei Informationszentralen für die Ballungsräume München und Nürnberg besteht. In diesen Zentralen werden die Daten über den Straßenverkehr sowie den öffentlichen Verkehr gesammelt, aufbereitet und an die Informationsdienste weitergeleitet. Somit übernehmen die Zentralen die Aufgabe der dynamischen Verkehrsanalyse und -prognose und stellen aktuelle Verkehrslageberichte und Fahrplanauskünfte für den Verkehrsteilnehmer in ganz Bayern zur Verfügung.

Daneben verfolgte BayernInfo weitere Ziele: Die elektronische Fahrplanauskunft (EFA) wurde zu einem bayernweiten, aktuellen Auskunftssystem für den öffentlichen Verkehr ausgebaut. Zudem wurden im Rahmen des Projektes kleine tragbare Mobilitätsplaner entwickelt, die über Mobilfunk auf einen PTA-Dienst zugreifen können; dieser PTA-Dienst ermöglicht den dynamischen Zugriff auf Reiseinformationen vor und während der Fahrt.

Analog zum Projekt Bayerninfo wurde im Projekt Infoten auch auf europäischer Ebene eine umfassende Datenbank insbesondere für Fernverkehrsmittel wie Bahn und Flugzeug aufgebaut. Partner aus der Schweiz, Österreich, Norditalien und Bayern fanden sich 1996 zusammen, um den PTA-Routenplaner auf den Alpenraum auszuweiten und europaweite Fahr- und Flugpläne der Bahnen und Fluggesellschaften dem PTA-Dienst zugänglich zu machen. Gerade die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene machte die Notwendigkeit von Standardisierungen in der Schaffung und Vernetzung von einzelnen Datenbanken deutlich.

MoTiV.
Gegenstand der 1995 initiierten Forschungsinitiative der BMW Group mit Partnern aus der deutschen Industrie und Wirtschaft war – basierend auf den u.a. in BayernInfo geschaffenen Grundlagen – die Entwicklung neuer Informationstechnologien. Dabei stand die Individualisierung der Reiseinformation im Mittelpunkt: In Abhängigkeit von persönlichen Präferenzen des Nutzers sollte es möglich werden, aus der Masse aller möglichen Reiserouten mit unterschiedlichsten Transportmitteln die für den Reisenden ideale Route herauszufiltern.

Im Teilprojekt MoTiV-PTA wurden daher vorrangig zwei Ziele verfolgt:
• Die Entwicklung eines Dienstes mit der Ausstattung bzw. Funktionalität eines elektronischen „Agenten“, der den Reisenden bei der Reiseplanung unterstützt. Dieser Software- oder Reiseagent verhandelt via Kommunikationsplattform automatisch mit relevanten Diensteanbietern und unterbreitet dem Reisenden mehrere nutzerspezifische Angebote. Dabei werden im Sinne einer intermodalen Reiseplanung neben Start- und Zielpunkten auch optimierte Übergangspunkte zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln berücksichtigt.

• Die Realisierung der Fahrzeugintegration, die eine Übertragung von Mobilitätsinformationen in und aus dem Fahrzeug umfasst. Somit können Routendaten aus dem Internet direkt in das Navigationssystem überspielt und mittels Infrarotübertragung auch Daten, wie z. B. Kartenausschnitte, aus dem Fahrzeug in portable Endgeräte übertragen werden.

Die Machbarkeit dieser Ideen konnte im Rahmen des Projektes zwar nachgewiesen werden, als problematisch erwies sich aber die fehlende flächendeckende Verfügbarkeit von Dienstestrukturen und Grunddaten, deren Aufbau und Erstellung mit hohen Kosten verbunden ist. Zudem zeigte sich, dass die Agententechnologie an sich zwar eine zukunftsträchtige Technologie darstellt, für den Einsatz im Bereich der Reiseplanung aber aufgrund der Abhängigkeit von Diensteanbietern und fehlender Preistransparenz zum momentanen Zeitpunkt noch nicht geeignet ist.

Multimedia-Informationsdienste im Rahmen von MOBINET.
Mobilität dauerhaft zu erhalten und unerwünschte Verkehrsfolgen spürbar zu verringern war das Ziel des 1998 im Rahmen des BMBF-Ideenwettbewerbs „Mobilität in Ballungsräumen 1998–2003“ initiierten Leitprojektes MOBINET. Die BMW Group setzte gemeinsam mit ihren Forschungspartnern auf den bisherigen Kooperationen auf und entwickelte in einem integrativen Ansatz neue Strategien und Lösungen für ein zukunftsorientiertes Gesamtsystem Verkehr. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Weiterentwicklung des Personal Travel Assistance Dienstes durch Anpassung an die Fortschritte im Informationstechnologie- und Endgerätebereich. Zweiter Schwerpunkt ist der Aufbau einer weiteren Datensammlung, um im Bereich der Multimedia-Informationsdienste noch umfassender auf die Mobilitätsbedürfnisse der Verkehrsteilnehmer eingehen zu können. Eine Gesamtdemonstration wird 2003 stattfinden.

Fun-Info.
An den Wochenenden führt der Freizeitverkehr in und um München zu erheblichen Überlastungen des Straßennetzes. Im MOBINET-Teilprojekt Fun-Info (www.funinfo.de) werden mobilitätsrelevante Informationen aus den Bereichen Verkehr, Tourismus und Umwelt des Ballungsraumes München und angrenzender Freizeitregionen verknüpft, um auf diese Weise die Reiseplanung der Verkehrsteilnehmer zu optimieren. Durch das Aufzeigen von attraktiven Alternativen zur Anfahrt mit dem Automobil, wird die Verkehrsnachfrage nachhaltig beeinflusst und das Verkehrsnetz um München und in Richtung der Freizeitregionen entlastet.

Basierend auf einer Analyse der Mobilitätsbedürfnisse im Münchner Ballungsraum entwickelte die BMW Group mit ihren Kooperationspartnern eine intelligente Datenverarbeitung, die selbst eine dynamische Überwachung des Verkehrs und des Wetters beinhaltet. Informationsdienstleister leiten diese Informationen über verschiedene Endgeräte – wie PC, portable Endgeräte oder Handy – an den einzelnen Verkehrsteilnehmer weiter.

Park-Info.
Das Teilprojekt Park-Info schließt eine Informationslücke bei der PTA-Reiseplanung, indem Möglichkeiten aufgezeigt werden, wo, wann und zu welchen Kosten der Reisende sein Auto im Großraum München abstellen kann. Diese Informationen sollen den Parksuchverkehr vermindern und gleichzeitig die Nutzung der öffentlichen Verkehrsträger im innerstädtischen Bereich durch Aufzeigen von günstigen P+R-Möglichkeiten fördern.

Im Rahmen von MOBINET wurde daher erstmalig ein Verfahren entwickelt, das basierend auf den Daten aus Kalendarium, Veranstaltungskalender sowie Wettervorhersage eine zuverlässige Verkehrsprognose über mehrere Tage im voraus ermöglicht. Ebenfalls erstmalig wurde neben dem Parkbestand in Parkhäusern auch der Bestand an Straßenparkraum in die Datensammlung mitaufgenommen, da der PTA-Dienst erst durch die Einbindung sämtlicher parkrelevanter Daten alle Möglichkeiten einer Anreise zu einem Ziel in München aufzeigen kann.

Urban-Info.
Mit dem Anstieg von Dienstleistungs- und Freizeitangeboten gewinnt die Stadt München sowohl in der Region als auch im voralpenländischen Raum immer mehr an Attraktivität. Weil die Bevölkerung diese Angebote nutzt, steigt gleichzeitig auch das Verkehrsaufkommen in München und der Region. Die Partner in MOBINET entwickeln daher den internetbasierten und benutzerfreundlichen Mehrwertdienst Urban-Info. Dieser stellt unter Nutzung der PTA-Funktionalitäten eine Mobilitätsberatung zur Verfügung, die zusätzlich zu bereits bekannten Inhalten (z.B. Liste von Hotels, Restaurants oder Museen sowie einem Veranstaltungskalender) umfassende Informationen zur Erreichbarkeit des jeweiligen Angebotes bereitstellt. So gibt Urban-Info beispielsweise Auskunft darüber, wie sich die Anreise zu einem Theaterbesuch oder einem Sportevent bestmöglich gestalten lässt. Gleichzeitig werden dem Nutzer die öffentlichen Verkehrsmittel als attraktive Alternative zum privaten Fahrzeug angeboten und das Verkehrsnetz auf diese Weise entlastet. Bei besonderen Ereignissen wie beispielsweise dem Ausfall einer U-Bahnlinie werden diese Informationen aktuell und dynamisch aufbereitet und dem Nutzer ebenfalls zur Verfügung gestellt.

All diese Projekte zeigen eindrucksvoll, dass die Visionen und Ideen der BMW Forscher im Bereich der Multimedia-Informationsdienste technisch umsetzbar sind. Das Projekt BayernInfo, das im Juni 2000 abgeschlossen wurde, hatte die technische Grundlage für die Nachfolgeprojekte geschaffen, MoTiV die Technologien für die Umsetzung des PTA-Dienstes geliefert. Allerdings stießen die Forschungen auch an Umsetzungsgrenzen: Zwar sind auch die Endgeräte bereits vorhanden, doch für eine kommerzielle Umsetzung des Konzeptes bedarf es zum einen der flächendeckenden Verfügbarkeit von Dienstestrukturen und Grunddaten; zum anderen muss ein Businessmodell ausgearbeitet werden, um die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Serviceprovidern zu etablieren und zu standardisieren.
Die Entwicklung eines solchen Modells wird allerdings zwei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen.


Mobil ohne Bewegung.

Flexibilität am Arbeitsplatz – Mehr Freiraum für den Arbeitnehmer, weniger Verkehr in der Innenstadt – Telearbeit und Shoppingbox als innovative Mobilitätskonzepte.

Mobilität stellt weit mehr dar als das bloße „Sich-bewegen“ von A nach B sie ist nicht zuletzt auch ein geistiges Phänomen: Mobilität beginnt bereits im Kopf der Menschen und fördert eine Eigenschaft, die sich im globalen Wettbewerb als entscheidender Erfolgsfaktor herauskristallisiert hat – Flexibilität.

Flexibel mit Telearbeit.
Mit einer Vielzahl an innovativen Arbeitszeitmodellen und flexiblen Arbeitszeitlösungen erschließt sich die BMW Group seit Jahren neue Dimensionen der örtlichen und zeitlichen Flexibilität für das Unternehmen wie für die Mitarbeiter selbst – insbesondere auch durch die konsequente Erprobung und Nutzung aller Arten von Telearbeit.

Anlässlich der Initiative „Bayern Online“ startete die BMW Group bereits im Oktober 1995 gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung das Projekt TWIST (Teleworking in flexiblen Strukturen) mit der Zielsetzung, bis Ende 1997 300 Telearbeitsplätze im Raum München zu realisieren. Tatsächlich eingerichtet wurden bis Projektende im Dezember 1999 sogar 610 Telearbeitsplätze – mehr als doppelt so viele wie ursprünglich geplant. Heute nutzen bei BMW rund 1800 Mitarbeiter – davon mehr als 50 Prozent im Bereich der Entwicklung, der Technischen Zentrale und der Produktion – die Möglichkeit, von ihrem Wohnort aus zu „telearbeiten“. Allein durch die Telearbeit innerhalb der BMW Group können derzeit pro Jahr rund zehn Millionen Kilometer Fahrweg zwischen Wohnort und Arbeitsstätte eingespart werden. Zudem ergibt sich aus der Einsparung der Fahrwege und der Möglichkeit zur besseren Nutzung verkehrsschwacher Zeiten eine Reduzierung der CO2-Emission von rund 2 600 Tonnen pro Jahr.

Die Erfahrungen sind für Unternehmen und Mitarbeiter überaus positiv, wie eine zum Ende des Pilotprojektes durchgeführte Befragung zeigte. Eine negative Beeinflussung der Karriereentwicklung, die ursprünglich von einem Viertel der Befragten befürchtet wurde, hat sich nicht bestätigt. Statt dessen eröffnet sich den „Telearbeitern“ die Möglichkeit, ihre Lebensgestaltung nach ihren eigenen Wünschen zu verwirklichen. Denn die hohe persönliche Flexibilität durch selbstverantwortliche Einteilung von Arbeits- und Freizeitblöcken sowie der Entfall von Fahrzeiten kann die strikte zeitliche Trennung von Familie und Beruf auflösen. Die Unternehmen wiederum profitieren von einer erhöhten Motivation und Produktivität ihrer Angestellten.

Hinzu kommen gesellschafts- und umweltpolitische Vorteile. Denn gerade durch den täglichen Pendlerverkehr zwischen dem Wohnort im städtischen Umland und dem Arbeitsplatz im urbanen Innenraum steigt die Verkehrsbelastung in den Ballungszentren. Der Umstieg von privaten auf öffentliche Verkehrsmittel allein reicht nicht aus, um diese Verkehrsbelastung nachhaltig zu verringern. Das Konzept der Telearbeit greift daher früher – nämlich bevor der Verkehr überhaupt entsteht. Der Berufspendlerverkehr wird reduziert und gleichzeitig die Umwelt geschont, indem die Arbeit teilweise vom Büro nach Hause verlagert wird.

Die Nachfrage von Mitarbeitern und Führungskräften nach weiteren Telearbeitsplätzen ist ungebrochen, die vielfältigen Vorteile werden von allen Teilnehmern voll anerkannt. Flexibilität und Mobilität werden zukünftig eine noch wichtigere Rolle in unserer Arbeitswelt spielen – die BMW Group wird die vielfältigen Vorteile der Telearbeit daher auch weiterhin zielstrebig nutzen.

Weniger Einkaufsverkehr durch die Shopping Box.
Der Lieferverkehr auf der so genannten „letzten Meile“ zum Kunden führt insbesondere in Ballungsräumen wie München zu immer größeren Stauproblemen auf dem überörtlichen Straßennetz. Zudem zieht der private Einkaufsverkehr eine Erhöhung des Parksuchverkehrs nach sich und stellt somit ebenfalls eine Belastung des Verkehrsnetzes in der Innenstadt dar. Im Rahmen des Kooperationsprojektes MOBINET hat die BMW Group daher gemeinsam mit ihren Partnern das Shopping Box-Konzept erarbeitet, um das „System Straße“ zu entlasten und dadurch die Mobilität zu erhalten.

Gerade auf die meist wenig erfreulichen Einkaufsfahrten am Ende eines Arbeitstages kann so verzichtet werden. Seit 1. Juni 2001 befindet sich die Shopping Box beim Forschungs- und Innovationszentrum der BMW Group in München in ihrer zweijährigen Testphase.

Bei dieser Box handelt es sich um ein Warentransfersystem für Dienstleistungen und Güter des täglichen Bedarfs, das den Mitarbeitern großer Unternehmen Zeit und Mühe bei der Organisation der täglichen Einkäufe erspart. Der Mitarbeiter bestellt per Telefon, Fax oder Internet die benötigten Waren und Dienstleistungen, wie zum Beispiel Lebensmittel oder einen Reinigungsservice. Die Waren werden direkt in eine computergesteuerte Schließfachanlage auf dem Gelände des jeweiligen Unternehmens geliefert und können dort vom Mitarbeiter aber auch von externen Kunden rund um die Uhr abgeholt werden. Je nach Ware stehen tiefgekühlte, gekühlte, ungekühlte sowie spezielle Fächer für gereinigte Kleidung zur Verfügung.

Die Bezahlung erfolgt per Abbuchung vom Kundenkonto. So können Einkäufe erledigt werden, ohne dass der Mitarbeiter das Unternehmensareal verlassen oder die Lieferung zu einem bestimmten Termin entgegen nehmen muss.


Die Vision staufreies Fahren: Intelligente Verkehrslösungen mit Telematik.

Verbesserte Methoden zur Erfassung von Verkehrsdaten – Steuerung von Verkehrsleitsystemen – aktuelle Verkehrsinformationen – Dynamisches Routing – www.invent-online.dewww.stadtinfokoeln.de

Der in Deutschland kontinuierlich steigende Motorisierungsgrad ist ein Zeichen von Wohlstand und Lebensqualität – knapp 50 Millionen Fahrzeuge bewegen sich heute auf Deutschlands Straßen. Gleichzeitig fordert der hohe Mobilisierungsgrad auch seinen Tribut in Form von Staus, Unfällen und Pannen. Im Jahr 2001 ereigneten sich knapp 2,4 Millionen Verkehrsunfälle – rund 380 000 davon Unfälle mit Personenschaden. Zudem kosten Staus und Verkehrsbehinderungen die deutschen Autofahrer tagtäglich viele Stunden ihrer Zeit und die deutsche Volkswirtschaft bares Geld.

Um dieser Verkehrsprobleme Herr zu werden, bedarf es schneller und dennoch zukunftsfähiger Lösungen, die auf folgenden Säulen basieren:

• Sofortige Verfügbarkeit aktueller Verkehrsinformationen.

• Zielführung, die die aktuelle Verkehrslage einbindet.

• Schnelle Hilfe in Pannen- und Notsituationen.

• Aktuelle Zusatzinformationen zur qualitativen Verbesserung der Mobilität.

Der Schlüssel liegt in der Kombination von Telekommunikation und Informatik – der Telematik. Für ein intelligentes Verkehrsmanagement hat die BMW Group daher die Telematik-Anwendungen von BMW ASSIST und BMW Online entwickelt, zu denen folgende Einzeldienste gehören:

• Notruf.

Der Notruf wird entweder manuell ausgelöst oder automatisch nach
einem Unfall durch den Crashsensor. Der Rettungsdienst wird somit direkt zur Position des verunfallten Fahrzeuges gelotst.

• Verkehrsinfo.

Auf der Basis von 4 000 Stausensoren und vieler weiterer Datenquellen liefert dieser Dienst hochaktuelle Informationen zur Verkehrslage auf den bundesdeutschen Autobahnen und in den Ballungsräumen.

• Auskunftsdienst.

Dieser Dienst bietet über die Verbindung zu einem Call-Center eine Vielzahl ortsbezogener Informationen (Wetterauskünfte, Parkinformationen,Hotels, Restaurants, Tankstellen, Apotheken und weitere points of interest). Die Adressen und Telefonnummern der ausgesuchten Ziele können dabei direkt per Knopfdruck in die Zielführung des Navigationssystems oder in das Autotelefon übernommen werden.

• Bereitschaftsdienst.

Im Falle einer Panne oder eines technischen Problems wird der nächstgelegene BMW Service per Knopfdruck über die genaue Position und die Fahrgestellnummer des Fahrzeugs informiert.

• BMW Info.

Der Fahrer erhält wichtige Unternehmensnachrichten und Produkt-News per SMS auf sein Handy oder auf den Bildschirm des Bordcomputers.Diese derzeit ausschließlich in Deutschland angebotenen BMW ASSIST-Dienste können in jedem BMW genutzt werden, der über ein Navigationssystem (mit Bildschirm) sowie ein BMW Telefon verfügt. Diese Dienste sind ein wichtiger Bestandteil von ConnectedDrive – dem zukunftsorientierten Konzept der BMW Group zur Vernetzung der drei Komponenten Fahrer, Fahrzeug und Umwelt im Verkehr (nähere Informationen unter www.connecteddrive.com).

Im Rahmen unterschiedlicher Projekte und Kooperationen entwickelt die BMW Group eine Reihe weiterer Telematiklösungen, die den Komfort für den Fahrer und gleichzeitig die Sicherheit im Straßenverkehr nachhaltig sichern und kontinuierlich erhöhen. Ein Beispiel hierfür sind die Extended Floating Car Data (XFCD).

XFCD – das Fahrzeug als mobiler Verkehrs- und Umweltsensor.
Im Gesamtsystem Verkehr erhöhen rechtzeitige und präzise Verkehrsinformationen die Fahrsicherheit und den Komfort für den Autofahrer.Um aktuelle Informationen über den Verkehrszustand zur Verfügung stellen zu können, ist aber eine umfangreiche und flächendeckende Verkehrsdatenerfassung nötig, die in dieser Form bisher nicht existiert. Qualität und Aktualität der Verkehrsinformationsdienste leiden noch immer unter der räumlich begrenzten und unvollständigen Datenerfassung – insbesondere im Stadtgebiet. Die BMW Group arbeitet daher an zukunftsweisenden Erfassungsmethoden im Bereich der Verkehrstelematik, bei denen das Fahrzeug nach dem Prinzip eines „mitschwimmenden Korkens“ selbst als mobiler Verkehrs- und Umweltsensor genutzt wird.

Bei diesem auch als „Extended Floating Car Data“ (XFCD) bezeichneten Datenerfassungsprinzip sammeln die Fahrzeuge über größtenteils bereits im Auto vorhandene Sensoren ständig detaillierte Informationen über Straßenzustand, Witterung und Verkehrszustand. Auf diese Weise werden die Daten, die aufgrund von eingebauten Bordnetzen und Fahrerassistenzsystemen schon heute in vielen Fahrzeugen vorliegen, doppelt genutzt – sie liefern dem Fahrer die nötigen Informationen, um ihn in schwierigen Situationen unterstützen zu können und ermöglichen für nachfolgende Fahrzeuge eine ganz neue Qualität der Verkehrsinformation. Bereits bestehende Kommunikationseinrichtungen wie das digitale Mobilfunknetz GSM und das satellitengestützte Positionierungssystem GPS werden dabei derzeit als wirtschaftlich sinnvolle Basistechnologien genutzt.

Die XFCD Rohdaten werden mit Hilfe geeigneter Algorithmen veredelt und periodisch oder ereignisorientiert über Mobilfunk an eine Verkehrsinformationszentrale, den Datenserver, übermittelt. Hier erfolgt die Plausibilitätsprüfung im Abgleich mit weiteren Fahrzeug- und Infrastrukturdaten, bevor sie dem Autofahrer in aufbereiteter Form als Verkehrsinformation oder Verkehrswarnung übermittelt werden.

In einem weiteren Schritt können Fahrzeuge zukünftig nicht nur über eine Zentrale, sondern auch direkt miteinander kommunizieren. Wie Vogelschwärme, die in der Lage sind, komplexe Manöver gemeinsam auszuführen und die Wahrnehmungen eines jeden Einzelnen Allen zu Gute kommen zu lassen, sollen auch Automobile per Fahrzeug-Fahrzeug-Kommunikation durch spontane Ad-hoc-Kommunikationsnetze verbunden werden und so aktuelle Informationen austauschen.

Netzausgleich Individualverkehr“ (NIV).
Mobilität beinhaltet für jeden Autofahrer auch die Freiheit, die Route für den zurückzulegenden Weg auf Basis von persönlichen Vorlieben auszuwählen. Dabei gewinnt neben dem Kriterium der Schnelligkeit zunehmend ein weiterer Faktor an Bedeutung – die Zuverlässigkeit der Route in bezug auf die Ankunftszeit am Zielort.

Insbesondere in Ballungsräumen führt die Festlegung der Route nach den eigenen Kriterien der Verkehrsteilnehmer oftmals zu Verkehrsbehinderungen, da die vermeintlich kürzeste Route schnell überlastet ist. Der Fahrer kombiniert zwar seine Erfahrungswerte mit Kenntnissen über den Zusammenhang bestimmter Bedingungen wie Wetter, Wochentag oder Sonderereignissen wie zum Beispiel Fußballspielen, verfügt aber nicht immer über das aktuelle Wissen zum verkehrlichen Zustand auf der jeweiligen Strecke. Zwar macht die Forschung große Fortschritte, doch die in den heute verfügbaren Navigationssystemen abgespeicherten Daten sind häufig nicht aktuell genug, um jede Verkehrsstörung zu umgehen und können.

So können die Navigationssysteme dem Fahrer zwar Meldungen über Staus und Verkehrsbehinderungen mitteilen, aus diesen Informationen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch keine intelligenten Konsequenzen in der Routenberechnung ziehen.

Im Rahmen der Forschungsinitiative INVENT forscht die BMW Group mit ihren Kooperationspartnern im Teilprojekt „Netzausgleich Individualverkehr“ (NIV) daher nach neuen Möglichkeiten im Bereich der Fahrzeug- und Kommunikationstechnologien, um die Leistungsfähigkeit des bestehenden Straßenverkehrsnetzes optimal nutzen zu können. In Zukunft sollen Navigationssysteme durch aktuelle Informationen und Prognosen in der Lage sein, die Verkehrsteilnehmer dynamisch zu lenken und den Verkehr somit besser auf das zur Verfügung stehende Straßennetz zu verteilen. Dabei geht es bei dieser hochentwickelten Form des Routings insbesondere darum, die individuellen Präferenzen des Nutzers mit Verkehrsmanagementstrategien der öffentlichen Hand in Einklang zu bringen.

Grundvoraussetzung für eine derartige Routenplanung ist eine verbesserte Verkehrsdatenbank. Bereits heute sind viele Fahrzeuge mit Navigationssystemen ausgestattet, die das Fahrzeug allerdings auf Basis von schnell veraltenden Verkehrsdaten leiten, die auf einer digitalen Karte gespeichert sind. Die BMW Group forscht im Rahmen von NIV daher nach neuen Möglichkeiten der Verkehrsdatengewinnung und der Verkehrsprognose, um dynamische Informationen zur aktuellen Verkehrssituation zu gewinnen. Mittels hochentwickelter XFCD-Technologien werden auch Verkehrsdaten zu Nebenstrecken und Bundesstraßen erfasst, die bei bisherigen Meßmethoden vernachlässigt wurden.

Nach Ablauf des NIV-Projektes im Jahr 2005 wird die Umsetzbarkeit eines Navigationsendgerätes unter Beweis gestellt werden, das auf einer breiten Wissensgrundlage des Verkehrsgeschehens und dem Abgleich individueller und öffentlicher Verkehrsstrategien beruht. Dieses Endgerät wird als Prototyp in Testfahrzeugen demonstriert werden.

Zuflussoptimierung mit Fuzzy Logik.
Speziell an den Auffahrten zu Autobahnen führt das Zusammentreffen der beiden Verkehrsströme von Hauptstrecke und Auffahrt schnell zu Turbulenzen, die die Kapazität des Systems Autobahn drastisch verringern. Das Ergebnis ist ein immer langsamer werdender Verkehrsfluss, der schließlich zum Stillstand kommt – der Stau ist da. Um diesen zu vermeiden, entwickelte die BMW Verkehrsforschung eine Steuerungssystematik für Verkehrsleitsysteme, die an eben diesen neuralgischen Punkte des Autobahnnetzes, den Zufahrten, ansetzt: die „Adaptive and Coordinated Control of Entrance Ramps with Fuzzy Logic“ (ACCEZZ).

ACCEZZ basiert auf dem Prinzip des so genannten „ramp metering“, bei dem eine Ampel als „Pförtner“ dient. Sie begrenzt die Zahl der zufahrenden Fahrzeuge auf ein verträgliches Maß. Die größte Herausforderung bei der Konzipierung solcher Anlagen ist die Gestaltung der passenden Steuerungsmechanismen. Deren Aufgabe besteht darin, den Zufluss so zu dosieren, dass die beiden Verkehrsströme sich optimal verschränken und in einen gleichmäßigen Strom übergehen können.

Der neue Ansatz zur Steuerung von ramp metering-Anlagen basiert auf sogenannten „soft-computing“-Methoden. Die Lichtsignalanlage wird dabei durch einen Fuzzy-Regler gesteuert. Fuzzy (dt.: unscharf) Logik ist die Bezeichnung für eine Rechenmethode, bei der im Gegensatz zur klassischen, scharfen Logik ein Wert nicht nur „ja“ oder „nein“ sein kann. Vielmehr arbeitet die Fuzzy-Logik mit Begriffen aus der menschlichen Sprache und kennt Werte, die „teils-teils“ bedeuten können. In einem ersten Schritt werden Messwerte, die an der Straße genommen werden, „fuzzifiziert“ – sie erhalten also Werte aus der menschlichen Sprache wie „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“. Aufgrund einer Regelbasis mit „Wenn-dann-Regeln“ werden die Werte in Steuerungswerte umgewandelt. Am Ende steht die „Defuzzifizierung“, bei der die Unschärfe wieder auf einen einzelnen Wert reduziert wird, der die Länge eines Ampelintervalls steuert.

Ein zentraler Aspekt von ACCEZZ ist die Verbesserung der Algorithmen in einem „genetischen Optimierungsalgorithmus“. Analog zur natürlichen Evolution werden verschiedene Lösungen den Prinzipien der Selektion und Mutation unterworfen, um in einem fortdauernden Prozess nicht nur das „survival of the fittest“ sicherzustellen, sondern auch die Weitergabe von dessen Eigenschaften an die nächste „Generation“. Dieser adaptive Steuerungsansatz ist auf das gesamte Straßennetz, und auch auf Problemfelder und Steuerungsansätze anwendbar.

In einer simulativen Bewertung konnte ACCEZZ seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die Simulation eines staureichen Freitag Nachmittages auf der A9 zeigte, dass durch die Dosierung von nur drei Auffahrten mit ACCEZZ eine enorme Verbesserung der Verkehrsverhältnisse erzielt werden kann. Sowohl die zeitliche als auch die räumliche Ausdehnung der Staus wurde drastisch reduziert. Durch die intelligente Dosierung konnte die Gesamtreisezeit um bis zu 24 Prozent verringert werden; die maximalen Wartezeiten an den dosierten Zufahrten betrugen dabei nur etwas über zwei Minuten.

Nach diesen eindrucksvollen Ergebnissen folgt auch ein praktischer Test: Im Rahmen des BMBF-Leitprojektes MOBINET werden verschiedene ACCEZZ-Versionen im Herbst 2002 zum Einsatz kommen. Am Mittleren Ring im Bereich des Olympiaknotenpunktes können die Algorithmen dann zeigen, dass die Evolution nicht nur die Fähigkeit hervorbringt, Verkehr zu erzeugen, sondern auch das Know-how, ihn flüssiger zu machen.

COMPANION – ein Name ist Programm.
Häufig liegen die Ursachen für Staus und Unfälle in unangepassten Geschwindigkeiten, widrigen Wetterumständen, aber auch in menschlichem Fehlverhalten. Unter der Prämisse „Erhöhung der Verkehrssicherheit“ hat die BMW Group 1996 daher gemeinsam mit dem Entwicklungspartner RUETZ Traffic Systems und weiteren Partnern aus Industrie und Wissenschaft das Verkehrswarnsystem COMPANION (Begleiter, Gefährte) ins Leben gerufen. Ziel von COMPANION ist es, den Verkehrsteilnehmer durch Lichtsignale elektronischer Warnpfosten rechtzeitig und räumlich präzise vor möglichen Gefahren und kritischen Situationen zu warnen, die er zum entsprechenden Zeitpunkt noch nicht erkennen oder nur bedingt überblicken kann.

COMPANION verfügt über drei Komponenten:

• Ein Sensorsystem sammelt Daten über den Verkehrsfluss auf einem bestimmten Streckenabschnitt.

• Ein Störfallmanagementsystem in einer Verkehrszentrale wertet die eingehenden Daten aus. Dabei wird das Verkehrsgeschehen mit Hilfe von vordefinierten Algorithmen analysiert und daraufhin automatisch – also ohne menschlichen Eingriff – eine entsprechende Reaktion ausgelöst; die zugrunde liegende Störungserkennungs-Software ist eine BMW eigene Entwicklung.

• Ein Warnsystem schließlich aktiviert die Leuchtelemente in den elektronischen Baken. Lichtintensität und Warnlänge können dabei variabel eingestellt werden und die Blinkfrequenz nimmt mit Annäherung an den Gefahrenpunkt zu. Außerdem kann die „Warnzone“ mit der „Gefahrenzone“ mitwandern – verschiebt sich etwa ein Stauende, ändert sich analog dazu auch der Bereich, in dem COMPANION aktiv ist.

Im Februar 1996 ging die erste, neun Kilometer lange Pilotstrecke auf der A92 zwischen dem Flughafen und dem Autobahnkreuz Neufahrn im Norden Münchens in Betrieb; seit 1998 wird COMPANION auch bei Verona in Norditalien und in der Nähe von Edinburgh in Schottland im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten erprobt. Seither hat sich COMPANION hervorragend bewährt und die gewünschten sicherheitsfördernden Effekte – Reduzierung der Geschwindigkeit sowie weitsichtiges, angepasstes Fahren – haben sich in allen drei Ländern gleichermaßen eingestellt. Da die automatische Störungserkennung auf der A92 bei München erst relativ spät zur Verfügung stand, sind die jährlichen Unfallzahlen weniger aussagekräftig; dennoch ist es äußerst bemerkenswert, dass sich während der Aktivierungszeit von COMPANION entgegen sonstiger Erfahrungswerte kein einziger Unfall ereignete.

Sehr erfreuliche Ergebnisse lieferten auch die Teststrecken in Italien und Schottland: Auf der A4 „Serenissima“ bei Verona zeigte sich, dass das Fahrverhalten insbesondere bei Nebel besser angepasst wurde – durchschnittlich sank die Geschwindigkeit im COMPANION-gesicherten Bereich um zehn Prozent. Auf der schottischen Versuchsstrecke bei Edinburgh nahm die Rate der Unfälle mit Personenschaden um 38 Prozent ab, schwere Unfälle wurden bisher vollständig vermieden. Im Betrieb ist COMPANION beeindruckend und genießt aufgrund der intuitiv klaren Wirkungsweise auch die Unterstützung bei den Behörden beider Länder. Der Ausbau der bisherigen Strecken ist in Italien bereits beschlossen, weitere Ausbaustufen sind in beiden Ländern geplant.

Stadtinfokoeln.de
Intermodalität und weniger Stau lauten die Schlagwörter des 1998 angelaufenen Projektes stadtinfokoeln. Die BMW Group entwickelte im Rahmen dieses Projektes mit einer Reihe von Partnern ein verkehrsmittelübergreifendes Informations- und Dienstleistungsangebot für kollektive und individuelle Endgeräte im Ballungsraum Köln. Dabei wurden bestehende und neu entwickelte Teilsysteme zu einem ganzheitlichen System zusammengeführt.
Wichtige Elemente von stadtinfokoeln sind:

• Parkinformationen aus 35 angeschlossenen Parkhäusern mit ca. 30 000 Plätzen sowie auch erstmals online Belegungsdaten für ca. 3 500 Straßenparkplätze, die über 145 Parkscheinautomaten vernetzt wurden.

• Parkplatzreservierung im Parkhaus.

• e-Ticket zum Lösen eines elektronischen Parkscheins für bewirtschaftetes Parken am Straßenrand.

• Erstmals dynamisches Routen im Stadtgebiet unter Berücksichtigung verkehrsrelevanter Daten wie Verkehrszustand, Baustellen, Straßenwetter, Umleitungen, usw.

• P+R Informationen inkl. elektronischer Fahrplanauskunft für den öffentlichen Verkehr (ÖV).

• Durchgängige Navigation erlaubt auch Fußgängerrouting nach Verlassen des Fahrzeuges.

• Reisezeit- und Kostenvergleich (IV, ÖV).

• Nutzung des genannten Informations- und Dienstleistungsangebotes in BMW Forschungsfahrzeugen, über mobile Endgeräte und Internet (www.stadtinfokoeln.de).

Somit richtet sich das Projekt an alle Verkehrsarten, alle Fahrzwecke und räumlich an den Gesamtverkehr der Stadt und der umliegenden Region.

Erst im Zusammenspiel der einzelnen Subsysteme können dabei synergetische Wirkungen für das Verkehrsgesamtsystem im Ballungsraum Köln erzielt werden.


Verkehrsforschung – die BMW Group als Mobilitätsberater.

Zuverlässige Daten zur Verkehrsentwicklung als Basis jeder Prognose – www.ifmo.de – Stauen und Staunen – Mobilitätsstudien.

Nur wenige Lebensbereiche des Menschen werden so kontrovers und emotional diskutiert wie das Phänomen Mobilität. Die Verwirklichung der unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse in der Gesellschaft führt häufig zu Zielkonflikten zwischen Politik, Wirtschaft, Umwelt und Technik. Um Mobilität so gestalten zu können, dass sie auf einem gesellschaftlichen Konsens beruht, bedarf es daher eines kontinuierlichen öffentlichen Diskurses.

Seit über 15 Jahren betätigt sich die BMW Group auf dem Gebiet der Verkehrs- und Mobilitätsforschung, um die thematische Basis für diesen Diskurs zu schaffen, Zusammenhänge in der Verkehrspolitik aufzuzeigen und für mehr Transparenz in der Diskussion zu sorgen. Diese Expertise macht die BMW Group zu einem Automobilhersteller, der nicht nur über das technische Know-how verfügt, um nutzbringende und umweltschonende Technologien und Innovationen zu entwickeln, sondern der gleichzeitig wichtige Anstöße für die Konzeption eines nachhaltigen Mobilitätskonzeptes zu liefern vermag. So hat die BMW Group nicht nur eine Vielzahl an unterschiedlichen Studien in Auftrag gegeben, sondern zudem ein Kompetenzzentrum für alle Fragen rund um das Thema Mobilität eingerichtet.


Institut für Mobilitätsforschung.
Das 1998 eröffnete Institut für Mobilitätsforschung (ifmo) mit Sitz in Berlin ist eine Forschungseinrichtung der BMW Group. Seine Forscher beschäftigen sich interdisziplinär mit dem vielschichtigen Phänomen der Mobilität – sei es die Mobilität zu Wasser, zu Lande oder in der Luft, sei es die Fortbewegung aus eigener Kraft oder mit technischer Hilfe. Dabei besteht das Ziel der Forschung insbesondere darin, in Abstimmung mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft Themen aufzugreifen, die mit noch ungelösten Problemen oder unklaren Auswirkungen verknüpft sind. Diese werden für die breite Öffentlichkeit transparent gemacht und in den Kontext der jeweiligen Gesamtsituation gestellt, wobei jedes Thema unter einem ganzheitlichen Ansatz und unter Einbeziehung der Faktoren Mensch, Technik und Organisation betrachtet wird. Dies kann in öffentlichen Podiumsdiskussionen und Konferenzen ebenso geschehen wie in Workshops, in welchen externe Mobilitätsexperten in kleinem Kreis ein Thema bearbeiten. Das ifmo wird in seiner Arbeit von einem Kuratorium unterstützt, in dem unabhängige Wissenschaftler und Vertreter weiterer Mobilitätsunternehmen wie beispielsweise Deutsche Bahn oder Deutsche Lufthansa zusammenarbeiten. Besondere Themenschwerpunkte sind Intermodalität sowie die Rahmenbedingungen und Einflussparameter nationaler und internationaler Mobilität. Dazu gehören neben Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern z.B. auch die Qualität und Quantität der vorhandenen und benötigten Infrastruktur, die Kosten der Mobilität für die Einzelnen und auch die erwünschten und unerwünschten Auswirkungen der Mobilität auf Gesellschaft und Umwelt. Als Querschnittsthemen werden vor allem der Aspekt der Nachhaltigkeit und die Hintergründe des jeweiligen Mobilitätsverhaltens von Individuen und Gruppen betrachtet.

Das Institut für Mobilitätsforschung hält nur geringe eigene Forschungskapazitäten vor. Die hohe Zahl an unterschiedlichen Disziplinen, die erforderlich wären, um die vielfältigen Fragestellungen auf dem Gebiet der Mobilität umfassend zu bearbeiten, würde den Rahmen eines solchen Institutes sprengen. Gleichzeitig wird durch die Zusammenarbeit mit renommierten externen Experten eine größere Neutralität in der Bearbeitung der Themen und mehr Unabhängigkeit bei der Ergebnisdarstellung sichergestellt.

Durch die Forschungsarbeit des ifmo soll sich ein möglichst regelmäßiger Dialog mit den Akteuren des Mobilitätsgeschehens etablieren, der wiederum die Sensibilität für zukünftige Entwicklungen in der Gesellschaft schärft, Handlungsbedarf aufzeigt und die Grundlagen für notwendige Entscheidungen verbessert (weitere Informationen unter www.ifmo.de).

Studie „Abschätzung der volkswirtschaftlichen Verluste durch Stau im Straßenverkehr“.
Einer der Gründe für die bereits bestehende und noch wachsende Verkehrsdichte und die damit verbundenen Verkehrsprobleme ist in der Diskrepanz zwischen der in Kilometern gemessenen Fahrleistung der Bevölkerung und dem Ausbau der Infrastruktur zu suchen. Um eine Entscheidungshilfe für unterschiedliche Varianten der Straßenführung im Sinne einer Kosten-Nutzen-Analyse bieten zu können, hat die BMW AG 1997 eine Studie angefertigt, die die volkswirtschaftlichen Primäreffekte durch Verkehrsbehinderungen untersuchte und gleichzeitig mögliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung des Verkehrsnetzes aufzeigte.

Die Verkehrswissenschaftler kamen in dieser Studie zu dem Schluss, dass die Verkehrsbehinderungen die Volkswirtschaft mit einem Verlust von rund 4,7 Milliarden Stunden Arbeits- und Freizeit belasten. Die im Verkehr aufgewendete Zeit – die so genannte „entgangene Wohlfahrt“ als Form von nicht erbrachter Arbeitsleistung und geringerer Transporteffizienz – verursacht demnach in der Bundesrepublik pro Jahr etwa 100 Milliarden Euro Staukosten, wobei allein der Berufsverkehr mit 32 Prozent der gesamten Pkw-Fahrleistung rund 37 Milliarden Euro ausmacht. Gleichzeitig zeigten die Verkehrstechniker eine ganze Reihe möglicher Gegenmaßnahmen auf, zu welchen beispielsweise die koordinierte und/ oder bedarfsgesteuerte Ampelschaltung, der Abbau von Engstellen und die Einführung von Verkehrsmanagement-Systemen gehören.

So zeigt die Studie, dass in der Kategorie Pkw auf den Bundesautobahnen pro Jahr rund 150 Milliarden Kilometer mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 95 km/h zurückgelegt werden. Gleichzeitig konnte nachgewiesen werden, dass bei einer weniger behinderten Fahrt ohne Temposteigerung die mittlere Fahrgeschwindigkeit auf 115 km/h erhöht und somit eine Zeitersparnis von 275 Millionen Stunden erreicht werden könnte. Aufgrund dieser und vieler anderer Ergebnisse wurde der weitere Ausbau der Infrastruktur im Straßenbereich sowie die Aufrüstung mit Verkehrsleitsystemen auf Autobahnen und Bundesstraßen von den Verkehrsforschern befürwortet.

Studie „Stauen und Staunen“ – Die deutsche Verkehrsinfrastruktur im europäischen Vergleich.
Die 2002 von der BMW Group angefertigte Studie beschäftigt sich mit dem gesamten Transportsystem und seinen drei Säulen – der Binnenschifffahrt, dem Bahnverkehr und dem Straßenverkehr. Ausgehend von der Erkenntnis, dass die Straßeninfrastruktur in Deutschland innerhalb der EU zum Zeitpunkt der Studie nur noch unteres Mittelmaß erreicht und wegen mangelnder Investitionen zunehmend verfällt, wird im Rahmen dieser Studie aufzeigt, dass erheblicher Handlungsbedarf besteht, um mit dem deutschen Straßennetz im europäischen Vergleich bestehen zu können.

Obwohl der Straßenverkehr in Deutschland seit vielen Jahren der dominierende Verkehrsträger ist, machten die Forscher auf zunehmende Defizite in der Kapazität und einen starken Verschleißzustand bei Belag und Brücken aufmerksam. Bezogen auf die Verkehrsleistung des jeweiligen Landes liegt die Ausstattung Deutschlands mit Straßen im europäischen Vergleich an letzter Stelle. Bedingt wurde dieser Zustand durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, von welchen an dieser Stelle nur einige genannt werden sollen. Kapazitätsengpässe entstehen zum einen durch den zögerlichen Ausbau vorhandener Strecken, der oftmals erst dann initiiert wird, wenn die Verkehrsüberlastung bereits ein kritisches Maß erreicht oder sogar bereits überschritten hat. Zum anderen bezieht sich die Kapazitätsplanung oftmals nur auf den aktuellen, nicht aber auf den zukünftigen Bedarf.

Gleichzeitig belegt die Studie, dass der betriebene finanzielle Aufwand, um einen Teil des Verkehrsaufkommens auf die Schiene zu verlegen, nicht dem erzielten Nutzen entspricht. Ohne eigene Nische im Verkehrswesen und eingeschränkt durch die mangelnde Flexibilität des Bahnbetriebs, ist die Verkehrsleistung der Schiene unter allen Verkehrsträgern in den letzten 50 Jahren nachweislich am wenigsten gewachsen. Aufgrund dieser Zusammenhänge und der Tatsache, dass der Pkw-Straßenverkehr bis zum Jahr 2015 um den stabilen Planungswert von 25 plus minus drei Prozent anwachsen wird, forderten die Verkehrsforscher mit dieser Studie innerhalb Deutschlands neben der Modernisierung des Schienensystems vor allem eine deutliche Verbesserung der Straßeninfrastruktur. Das Ziel muss sein, unter Nutzung aller technischen Möglichkeiten in Deutschland eine Hochleistungsinfrastruktur zu schaffen, die die wirtschaftliche Entwicklung stützt und darüber hinaus Exportmöglichkeiten für derartige moderne Lösungen bietet.

Studie „Freizeitmobilität in Bayern“.
Knapp 470 Milliarden Kilometer legen die Deutschen pro Jahr im Rahmen ihrer Freizeitgestaltung auf Deutschlands Straßen zurück. Damit weist der Freizeitverkehr den größten Anteil an der Personenverkehrsleistung auf und stellt unstrittig den dominierenden Verkehrszweck dar. Die BMW Group hat daher 1997 die Erhebung „Mobilität ’97“ in Auftrag gegeben, um zu untersuchen, wie genau sich Freizeitmobilität in Bayern gestaltet und von welchen Faktoren diese Gestaltung beeinflusst wird. Rund 2 000 Personen in knapp 1000 Haushalten wurden vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan der Technischen Universität München befragt – zu ihrem Haushalt, ihrer Person und ihrem Mobilitätsverhalten, das unter anderem mittels eines Aktivitäten-Wege-Tagebuches analysiert wurde.

Ziel dieser Erhebung war es unter anderem, die Freizeitmobilität im Rahmen der gesamten Alltagsmobilität insbesondere auf die Frage hin zu untersuchen, ob sich sozio-ökonomische Faktoren im Freizeitreiseverhalten niederschlagen. Es zeigte sich, dass die erbrachte Verkehrsleistung, also die pro Kopf zurückgelegte Kilometerzahl, mit dem Schulabschluss und der Berufsbildung sowie dem verfügbaren Haushaltseinkommen steigt. Zudem ergab die Befragung, dass Männer im Durchschnitt mehr Wege zurücklegen als Frauen und die Anzahl der Tagesausflüge und Kurzreisen in Abhängigkeit von Schulabschluss und Haushaltseinkommen steigt. Dabei steht bei Tagesausflügen, Kurzreisen und längeren Reisen die Nutzung des Automobils mit 56 bis 73 Prozent deutlich an vorderster Stelle.


Die Erhebung zeigt weiter, dass mehr als die Hälfte des Freizeitverkehrs der Durchführung von sozialen Aktivitäten dient und Freizeitmobilität stark geprägt wird von dem Bedürfnis nach sozialer Interaktion – Wissenschaftler bezeichnen den Freizeitverkehr daher gerne auch als „sozialen Kitt der Gesellschaft“. Diese Erkenntnis gewinnt insbesondere dann an Gewicht, wenn in der öffentlichen Diskussion um die Einsparung von Verkehr die Freizeitmobilität privater Haushalte allzu gerne als mögliches Einsparungspotenzial betrachtet wird. Gleichzeitig stellt die Erkenntnis, dass Freizeitverkehr ein verkehrspolitisch schwer planbarer Verkehrszweck ist, den Öffentlichen Personennahverkehr vor große Herausforderungen.


Ausblick:Über die Qualität unserer Mobilität von morgen wird bereits heute entschieden.

Instandhaltung und Ausbau unserer Verkehrsinfrastruktur sind sowohl mit hohem Mittelbedarf als auch mit langen Umsetzungszeiträumen verbunden. Ebenso dauert es häufig viele Jahre, teils Jahrzehnte bis sich innovative technische Konzepte zur Emissionsreduzierung in unseren Autos, Flugzeugen und Eisenbahnen auf breiter Basis durchgesetzt haben. Dies sind nur zwei Beispiele, die verdeutlichen, dass Politik und Wirtschaft heute Entscheidungen im Zusammenhang mit der Mobilität von morgen treffen müssen, damit rechtzeitig die Weichen gestellt werden können. Das kann sowohl darin bestehen, eine absehbare Entwicklung frühzeitig zu antizipieren, um darauf vorbereitet zu sein oder etwas zu unternehmen, damit eine unerwünschte Entwicklung erst gar nicht Realität wird.


In den vergangenen Jahren hat z.B. die Verkehrsleistung bei allen Verkehrsträgern zugenommen. Die Verkehrsinfrastruktur ist allerdings nicht in gleichem Maße gewachsen. Notwendige Erhaltungs- bzw. Erweiterungsmaßnahmen scheiterten vor allem an fehlenden finanziellen Mitteln und langwierigen Genehmigungsverfahren. Die Aussichten für die Mobilität von morgen sind vielfältig. Diskussionen über die Vor- und Nachteile des Verkehrs bzw. über die Gestaltung von verkehrlichen Rahmenbedingungen nehmen zu. Oft sind die Auseinandersetzungen aber geprägt von Konfrontation und weniger von der Suche nach umsetzbaren Kompromissen.

Ziel einer nachhaltigen Verkehrsorganisation muss es sein, Mobilität so zu gestalten, dass Bedürfnisse und Notwendigkeiten abgedeckt werden können und gleichzeitig die negativen Begleiterscheinungen weitgehend reduziert oder gar vermieden werden. Daher kommen wir nicht umhin, Mobilität ganzheitlich zu betrachten. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil einer zusammenwachsenden Welt, in der die wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung der Verkehrsleistung nach wie vor voneinander abhängen.

Geht man von der Zielsetzung aus, dass wir den erreichten Lebensstandard in Deutschland und Europa halten bzw. steigern wollen, muss man sich darüber im klaren sein, dass dies in Zukunft aller Voraussicht nach nur mit mehr Verkehr möglich sein wird. Insofern werden wir uns auch in den kommenden Jahrzehnten der Herausforderung stellen müssen, Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig negative Begleiterscheinungen zu verringern bzw. zu vermeiden.

In unserem Institut für Mobilitätsforschung hat deshalb ein systematischer Dialogprozess mit renommierten Experten begonnen, in dem die weitere Entwicklung der wichtigsten Einflussgrößen auf die Mobilität der Zukunft Thema ist.

Ein regelmäßiger Blick in die Zukunft durch kompetente Experten verschiedener Fachrichtungen wird dazu beitragen, Zusammenhänge transparent zu machen. Regelmäßig werden die wichtigsten Einflussfaktoren auf die künftige Mobilitätsentwicklung identifiziert und diskutiert, mit welchen Projektionen in den kommenden 20 Jahren gerechnet werden kann.
Darüber hinaus erfolgt eine Einschätzung, welche Konsequenzen für die Mobilität in Deutschland damit verbunden wären.

Die Ergebnisse werden mit Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden diskutiert. Auf diesem Weg versuchen wir, Handlungsbedarfe herauszuarbeiten oder kontraproduktive Entscheidungen im Hinblick auf die Mobilität der Zukunft zu verhindern. Dies ist ein wesentliches Ziel unserer Aktivitäten. Walter Hell, Leiter des Instituts für Mobilitätsforschung.
__________________
Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (22.12.2002 um 14:59 Uhr)
Mit Zitat antworten

Zu viel Werbung? Registriere Dich / Melde Dich an. Kostenfrei!




Antwort Zurück BMW-Treff Forum > Rund um BMW und den BMW-Treff > BMW - Das Unternehmen > BMW-News

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist an.

Gehe zu








Alle Partner anzeigen - hier klicken

Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 04:34 Uhr.