Setzen, sechs! Wenn´s um Führungsstil und führungsqualitäten geht, bekommen die meisten Vorgesetzten von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schlechte Noten. Das ergab zumindest eine Studie der Universität Hamburg. Danach tadeln fast 74 prozent der 600 Befragten die Unfähigkeit ihres Chefs das Team zu motivieren. Rund 67 Prozent vermissen Anreize zur Weiterentwicklung. Fast ebenso viele (63,6 Prozent) sehen kaum Chancen, sich kritisch äußern zu können und sprechen ihrem Vorgesetzten die Fähigkeit zur Konfliktbewältigung ab (63,2 Prozent). Damit nicht genug: Jeder zweite Arbeitnehmer beklagt sich nicht ausreichen informiert zu werden und keine Anerkennung zu erhalten. Übrigens: Selbstkritik gehört auch nicht gerade zu den Stärken der Führungskräfte (64,5 Prozent)
Aus irgend so einem AOK-Magazin.
Und ich dachte immer, ich sei der Einzige. Dabei geht es vielen noch so. Jeder dieser Aspekte ist so treffend formuliert...
BTW: Das ganze bezieht sich absolut nicht auf den BMW-Treff, es geht hier um das reale Leben. Nur, um irgendwelche Gerüchte sofort zu verhindern!
Tja, leider stimmt das in dem Text alles. Hab' bis jetzt eigetlich nur einen Chef gehabt, der tatsächlich absolut nur positiv zu bewerten war.
Aber wer weiß, wie ich von denen bewertet werde, denen ich was zu "sagen" habe
haha, der "Chef" naht, jetzt muss ich doch mal die Initiative für die leitende Etage ergreifen . Vielleicht kommen diese Zahlen ja dadurch zustande, dass die Mehrheit der Mitarbeiter einfach selber gerne eine Leitungsstelle inne hätte und sie dem - vermeintlich - Unfähigen nicht so recht gönnt. Ein anderer Grund ist IMHO der, dass dem GF dass Wohl seiner Firma natürlich besonders am Herzen liegt und er dadurch ausnahmslos jeden, der seinen Wünschen und Vorstellungen nicht entspricht, natürlich an seine Fehler (mehr oder weniger kräftig ) erinnert, damit derjenige sie beim nächsten Mal nicht mehr macht. Allerdings MUSS auch ein GF für Kritik offen sein, grade die einzelnen Stellen haben oft verstecktes Potential, welches dem GF (vielleicht auf Grund seiner Geschäftspolitik) verborgen bleibt. Dieses Potential erkennt die Stelle durch die sich immer wiederholenden Arbeitsvorgänge und merzt sie - soweit möglich - selbst aus, schafft es die Stelle nicht alleine, muss der GF sich die Zeit nehmen, sich die Anregungen anzuhören und ggf. zu reagieren.
Was gefällt Euch an Euren Chef's nicht ?
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MfG.
Normen
P.S. Menno, ich will meinen Führerschein wieder !!
Du sprichst mir aus der Seele. Auch der Chef muss für Kritik offen sein(auch, wenn's weh tut). Auch ich habe zu einigen meiner Mitarbeiter ein gradezu freundschaftliches Verhältnis und bin mir nicht sicher, ob dies im Interesse der Firma ist. Einerseits schon, grade im privaten Rahmen(gleiche Hobbies) findet man leichter Zugang zu seinen Mitarbeitern(und umgekehrt), man kann sie also regelrecht "aushorchen". Andererseits muss es auch ein Leben nach dem Feierabend(was ist das ?) geben, doch die Trennung fällt hier schwer, weil man sich ja doch wieder über die Firma unterhält. Da ist es natürlich nicht ganz einfach, sich hier den anderen MItarbeitern gegenüber fair zu verhalten(auch, wenn sie nicht zu meinem Freundeskreis zählen, muss das ja nicht heißen, dass sie nicht ordentlich arbeiten).
Mitarbeitermotivation halte ich für sehr wichtig, wird jedoch oft vernachlässigt, IMHO ist ein zufriedener Mitarbeiter auch ein guter Mitarbeiter. Dies ist jedoch schwer umzusetzen(extremes Beispiel, soll man einem Linienbusfahrer um den Hals fallen, weil er pünktlich ist ?) Motivation kann v.a. über's Geld kommen, aber auch mal eine "kleine" Weihnachtsfeier(für knapp 150 Mitarbeiter) o.ä. erhalten den "Frieden", ein guter Freund von mir(Dachdeckermeister) lädt seine komplette Belegschaft(25 Mann) + Familie einmal im Jahr zu einem Urlaub ein(dieses Jahr Türkei, letztes Jahr Ibiza). IMHO auch ein guter Weg, der jedoch nicht überall umgeetzt werden kann. Wer gut arbeitet, soll auch gutes Geld bekommen, man kann aber nicht jedem Mitarbeiter für jeden guten Job auf die Schulter klopfen und sagen, "gut gemacht" . Frag' doch z.B. mal den Georg, wann Ihn sein Chef das letzte Mal gelobt hat, auch wenn er die BMW's seiner Kunden wieder zusammenflickt.
Ich bilde mir ein, für jeden ein offenes Ohr(gleicher Größe!) zu haben, wer zu mir kommt und mich nach mehr Arbeit fragt, der kann sie gern' bekommen, dies wirkt sich natürlich positiv auf seine Lohntüte aus. Dies ist natürlich auch stark vom Leitungssystem(Ein-Liniensystem, Mehr-Liniensystem oder Matrixorganisation(bei uns)) abhängig.
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MfG.
Normen
P.S. Menno, ich will meinen Führerschein wieder !!
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR><font face="Verdana, Arial" size="2">Original erstellt von Segler: Frag' doch z.B. mal den Georg, wann Ihn sein Chef das letzte Mal gelobt hat, auch wenn er die BMW's seiner Kunden wieder zusammenflickt. </font>[/quote]
Noch nie!
Der würde mir an die Gurgel gehen, wenn ich unseren Kunden an die Autos lange.
Meist ist es auch so, daß bei mir nur die Meß- und Regelungstechnikspezialisten unserer Kunden auflaufen.
Ich bau nämlich sowas:
Ich hab schon einige Vorgesetzte gehabt (so nennt man das, wenn man nicht in der Privatwirtschaft tätig ist ) und bin und war selbst Vorgesetzter mit wechselnd großer Anzahl von Mitarbeitern.
Und gerade hier scheiden sich nach meinen Erfahrungen oft die Geister: der eine Vorgesetzte hat halt „Mitarbeiter“ mit denen man arbeiten kann, weil man sie mitarbeiten läßt, andere Vorgesetzte haben „Untergebene“ und hier wird nur diktiert – das ist meiner Meinung nach ein schlechter Führungsstil und nicht sehr produktiv.
Ich habe auch Vorgesetzte gehabt, die menschlich und fachlich, sowie auch im Einsatz für ihre Mitarbeiter gut bis hervorragend waren, aber sich andererseits von nicht dienstlichen Dingen in ihrer Führung beeinflussen ließen.
Auch wenn das für mich bisher noch nicht nachteilig war (ich kann daher darüber objektiv reden), halte ich die Folgen, die aus solchem Verhalten entstehen im Bezug auf Führungsstil und –qualität für negativ.
Konfliktbewältigung, na ja, wer läßt sich schon gerne etwas sagen, v. a. wenn es belehrend klingt. Diplomatie gehört hier bei beiden Seiten zum Geschäft, ist aber nicht jedermanns Sache.
Wichtig für den Mitarbeiter ist in jedem Fall, daß er sich weiterentwickeln kann, mit dem Ziel, dem Ganzen einen positiven Kick zu geben. Dies muß gefördert werden und auch Anerkennung bringen. Nicht persönliche Sympathien und Antipathien sollten den „Chef“ leiten. Das ist manchmal allerdings auch für den Chef nicht leicht, auch ich hab mein Verhalten da schon manches mal selbst hinterfragen müssen.
Aber wenn hier alles stimmt, funktioniert auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter. Fehlt hier aber auch nur ein Teil, dann kommt es leider immer wieder zu kontraproduktiven Problemen.
In meiner Arbeitsumgebung stimmt z. Zt. glücklicherweise das meiste und ich hoffe, daß dies auch möglichst lange so bleibt.
@Segler: Ja, über Lob kann man recht gut motivieren; wobei es natürlich nicht sinnvoll ist schulterklopfend durch die Gegend zu laufen. Das nutzt sich sonst auch ab.
Aber es ist meist tatsächlich so, zumindest in meinem Umfeld: Lob wird mittlerweile so klein geschrieben, daß man das Wort mit einer Lupe suchen muß (betrifft glücklicherweise nicht meine direkte Arbeitsumgebung). Lob als Motivation muß auch nicht unbedingt immer vom Chef kommen. Auch Lob der Kollegen untereinander wirkt sich motivierend aus, da der Einzelne sich bestätigt und anerkannt fühlt. Aber hier wird aus Konkurrenzdenken oft gespart. Ich merke selbst manchmal, daß man sich zu einem entsprechend anerkennenden Wort hier und da erst mal einen Ruck geben muß. Der Kollege ist dann meistens darüber erfreut (siehe Anerkennung und so) und hier und da entwickelt sich dann auch bei einem Lob auf gleicher Ebene ein regelrechter Tatendrang des "Beglückten".
So, nun muß es reichen, sonst wird's noch philosophisch .
Na denn, lobt einander, dann werdet ihr geliebt ... oder so
Gruß Wolf btr
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BMW - das Bin ich Mir Wert
[Dieser Beitrag wurde von btr am 20. Mai 2001 editiert.]
Lob ist ein IMHO wichtiger Motivator bei der Ausübung einer leitenden Funktion.
Mein "Chef" (ich hab gleich mehrere ) hat von dieser Sache noch nichts gehört. Kommt leider nur dann mal vor wenn man Ihn mit der Nase draufstößt.
Ich versuche für meine Kollegen immer ein offenes Ohr zu haben. Allerdings find ich ein offenes Auge für fast noch wichtiger. Denn erst wenn man auch sieht das einem Mitarbeiter nicht so geht wie sonst immer, zeugt es Doch von einer höheren Wertschätzung.
Außerdem hasse ich solch oberflächlichen Small Talks, mir ist lieber ich erinnere mich an Einzelheiten seines Privatlebens, als mich über Fußball oder Schumi und Co zu unterhalten.