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Alt 22.09.2009, 09:52     #1
Martin   Martin ist offline
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"Der unfallfreien Mobiltät ein Stück näher."

München. Die Leitvisionen von Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für den Straßenverkehr sind klar definiert: „Vision Zero (Unfallfreie Mobilität)“ und „Sicherheit für alle“. Die Forschungsinitiative „Ko-FAS – Kooperative Fahrzeugsicherheit“ strebt die Umsetzung dieser Leitvisionen an und will einen Beitrag dazu leisten, dass unfallfreie Mobilität Wirklichkeit wird. „Die Sicherheit im Straßenverkehr der Zukunft wird geprägt sein durch die weitreichende Kooperation der Verkehrspartner. Durch dieses Zusammenspiel kommen wir mit Ko-FAS dem Ziel der unfallfreien Mobilität ein Stück näher.“ sagt Dr. Ralph Rasshofer, für die BMW Group Mitglied im Steuerkreis der Ko-FAS Initiative.

Der beste Schutz vor einem Unfall, den der Automobilkonstrukteur dem Fahrer mit auf den Weg geben kann, ist die aktive Sicherheit seines Autos. Abgeleitet aus der amtlichen Statistik sind unter zwei Prozent der Unfälle durch technische Fehler begründet, der weitaus größte Unfallanteil liegt in menschlichem Fehlverhalten. Es gilt also, den Fahrer bei seiner Fahraufgabe gezielt zu unterstützen, um Unfälle schon im Ansatz zu verhindern.

Deshalb gab das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie am 18. September 2009 den Startschuss für die Forschungsinitiative Ko-FAS. Ziel der Initiative ist die signifikante Steigerung der Verkehrssicherheit und damit einhergehend die Reduzierung von Verkehrsunfällen und Verkehrstoten. Erreicht werden soll dies durch eine zuverlässige Erfassung des Fahrumfeldes mittels kooperativer Sensorik und Perzeption, eine umfassende Situationseinschätzung zur präzisen Bewertung von Kollisionsrisiken und die anschließende Aktivierung von geeigneten präventiven Schutzmaßnahmen.

Das Verbundprojekt besteht aus 19 Partnern, darunter namhafte Fahrzeughersteller und -zulieferer, Universitäten und Hochschulen der angewandten Wissenschaften sowie Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland. Den Verbundpartnern steht in den knapp vier Jahren Projektlaufzeit ein Gesamtbudget von 25,5 Millionen Euro zur Verfügung.


Drei Verbundprojekte für ein Ziel.

Ko-FAS besteht aus drei Verbundprojekten: Ko-TAG, Ko-PER und Ko-KOMP. Die BMW Group Forschung und Technik leitet dabei die Teilprojekte Ko-TAG und Ko-PER.

Im Verbundprojekt Ko-TAG erforschen die Spezialisten im Rahmen der Car2Tag-Kommunikation Transpondersysteme zur präzisen Objektlokalisierung und -klassifizierung auf Basis kooperativer Sensorik. Diese Technologie soll zukünftig zum Schutz von verletzlichen Verkehrsteilnehmern (Fußgänger, Radfahrer) sowie im Bereich der Fahrzeug-Fahrzeug-Sicherheit zum Einsatz kommen.

Schon im Vorgängerprojekt „AMULETT“ entwickelten die Mitarbeiter der BMW Group Forschung und Technik erfolgreich ein erstes Fußgängerschutzsystem auf Basis dieser Technologie. Das Versuchsfahrzeug tauscht per Funk Daten mit einem aktiven, RFID-ähnlichen Element aus, welches zukünftig z. B. in eine Schultasche integriert werden könnte, aus. Mit dieser kooperativen Sensortechnologie ist es möglich, auch diejenigen Personen zu lokalisieren und als verletzliche Verkehrsteilnehmer zu klassifizieren, die für den Autofahrer im Moment der Gefahrensituation nicht zu sehen sind.

Ko-TAG greift die Ergebnisse aus AMULETT auf und führt diese konsequent weiter. Besonders interessieren die Forscher Fragen, wie diese Funktechnologie in weitreichenderen Szenarien mit vielen Beteiligten eingesetzt werden kann. „Mit dieser Funktechnologie werden wir zukünftig sehr präzise und sehr zuverlässige Rückschlüsse aus den Sensordaten ziehen können. Dies gibt uns die Möglichkeit, die Sicherheit im Straßenverkehr noch einmal deutlich zu erhöhen.“, erklärt Daniel Schwarz, BMW Group Forschung und Technik, Projektsprecher von Ko-TAG.

Das Verbundprojekt Ko-PER erforscht die Verfahren zur kooperativen Perzeption im Längsverkehr und im Kreuzungsbereich. „Für dieses Projekt nutzen wir einerseits die Ergebnisse aus dem erfolgreich abgeschlossenen EU-Forschungsprojekt ‚PReVENT‘, andererseits suchen wir den aktiven Austausch mit dem nationalen Förderprojekt ‚simTD – Sichere Intelligente Mobilität Testfeld Deutschland‘. Die unterschiedlichen Forschungsaktivitäten tragen alle zum gemeinsamen Ziel bei: mehr Sicherheit auf den Straßen.“, so Dr. Reiner Wertheimer, Projektsprecher von Ko-PER bei der BMW Group Forschung und Technik. In Ko-PER untersuchen die Forscher der BMW Group die Möglichkeiten der Verwendung kooperativer Sensornetzwerke für die Erfassung der Verkehrsumgebung. Durch den fahrzeugübergreifenden Austausch und die Zusammenfassung von Informationen verschiedener Fahrzeugumfeld- und Verkehrsinfrastruktursensoren soll ein Gesamtbild der Verkehrsumgebung entstehen. Im Speziellen geht es um die Erfassung verdeckter Verkehrsteilnehmer und die zeitliche Verfolgung der Dynamik des Verkehrsgeschehens. Dies ermöglicht eine stetige und umfassende Bewertung der vorliegenden Kollisionsrisiken.

In dem Verbundprojekt Ko-KOMP werden zusätzlich Schutzkonzepte am Fahrzeug erforscht, die vor einer drohenden Kollision aktiviert werden und helfen sollen, den Unfall zu verhindern bzw. zumindest die Unfallfolgen zu mindern. Im Speziellen werden hier Systeme zur Erweiterung der äußeren Fahrzeughülle ebenso wie die zeitgerechte Aktivierung von autonomen Notbremsfunktionen untersucht. Weiterhin ist ein virtuelles Testfeld zur Nachbildung der Kommunikationsverbindungen für vielfältige Verkehrsszenarien in Planung.

Die BMW Forschung und Technik GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der BMW Group und verantwortet seit 2003 die Forschungsthemen VehicleTechnology, CleanEnergy (Wasserstofftechnik), EfficientDynamics (intelligentes Energiemanagement/alternative Antriebe), ConnectedDrive (Fahrerassistenz/aktive Sicherheit) und ITDrive (IT-Architektur und Kommunikationstechnologie). Die rechtliche Eigenständigkeit als GmbH garantiert kreativen Freiraum und ein Maximum an Flexibilität. Der weltweite Zugang zu Trends und Technologien wird durch ein international etabliertes Netzwerk mit den Stützpunkten Palo Alto und Clemson (USA), Tokio (Japan) sowie den Liason Offices mit Eurécom (Sophia Antipolis, Frankreich) und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz(DFKI GmbH, Saarbrücken) sichergestellt.
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