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Alt 14.03.2008, 14:30     #1
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BMW Group Innovationstag Fahrzeug IT 2008

Vom vernetzten Fahrzeug zum Fahrzeug im Netz
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Alt 14.03.2008, 14:33     #2
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Weltpremiere für uneingeschränkte Internet-Nutzung
BMW ConnectedDrive holt das echte World Wide Web auf das Fahrzeugdisplay eines BMW


München. Freude am Fahren und Spaß am Surfen. BMW führt die Faszination der Mobilität und die grenzenlose Nutzung des Internets zusammen. Als weltweit erster Automobilhersteller präsentiert BMW den uneingeschränkten Zugriff auf das World Wide Web im Fahrzeugdisplay. Mit dieser Innovation bietet BMW ConnectedDrive dem Fahrer und seinen Mitreisenden die Möglichkeit, von unterwegs aus im Internet zu surfen. Dabei kann jede beliebige Internet-Seite entweder über die Eingabe von URL-Adressen mit dem Bediensystem iDrive oder über eine personalisierte Favoritenliste aufgerufen werden und auf dem zentralen Display in der Armaturentafel dargestellt werden. Das von BMW ConnectedDrive entwickelte System ist die konsequente Weiterentwicklung der intelligenten Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt. Nach den spezifischen Umfängen von BMW Online und der im Sommer 2007 vorgestellten Möglichkeit, das Branchenverzeichnis der Onlinesuchmaschine Google im Fahrzeug zu nutzen, bietet BMW ConnectedDrive jetzt erstmals echtes Internet in einem BMW.

Ebenso wie mit BMW Online und dem Zugriff auf das Angebot von Google übernimmt BMW jetzt erneut die Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Online-Dienste im Fahrzeug. Damit demonstriert der weltweit größte Anbieter von Premium-Automobilen einmal mehr seine Kompetenz auf dem Gebiet der Fahrzeugelektronik. Als Angebot von BMW ConnectedDrive wird das Internet-Surfen im Fahrzeug noch im Laufe des Jahres 2008 als Sonderausstattung ab Werk in Serienmodellen von BMW verfügbar sein. Die in Genf präsentierte Variante stellt einen seriennahen Prototyp dar.


Auch bei der Internet-Nutzung: Höchster Bedienkomfort dank BMW iDrive

BMW ConnectedDrive holt das komplette World Wide Web aufs Fahrzeugdisplay – und bietet dabei Funktionalität in einem Umfang, wie sie der Fahrer von der Internet-Nutzung im Rahmen der Bürokommunikation beziehungsweise am heimischen PC gewohnt ist. Möglich wird dies durch das einzigartige Bediensystem BMW iDrive, mit dem über einen Controller auf der Mittelkonsole und das zentrale Display in der Armaturentafel auch sämtliche Funktionen der Bereiche Telekommunikation, Entertainment, Navigation und Klimatisierung aktiviert und gesteuert werden können.

Bei der Internetnutzung übernimmt der BMW iDrive-Controller die Funktion einer herkömmlichen Computermaus. Durch Schieben des Controllers in unterschiedliche Richtungen lässt sich die Maus auf der im Display dargestellten Internet-Seite jeweils entsprechend bewegen. Der Druck auf den Controller entspricht dem Mausklick am PC und dient zur Auswahl von Links oder Menüpunkten. Drehbewegungen am Controller aktivieren das Herauf- und Herabfahren, das so genannte Scrollen der aufgerufenen Internet-Seite.

Auf dem Display können Internet-Seiten in hoher Auflösung dargestellt werden. Eine Zusatzfunktion ermöglicht eine Vergrößerung von Bildschirmausschnitten um den Faktor 1,5 oder 2. Die Darstellung von Internet-Seiten auf dem Display ist aus Sicherheitsgründen nur bei stehendem Fahrzeug möglich. Analog zur Konfiguration der für Fahrzeuge mit BMW iDrive optional verfügbaren TV- beziehungsweise DVD-Funktion erlischt auch die Anzeige der Internet-Seiten, sobald das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von fünf km/h überschreitet. Für Fahrzeuge, die mit einem optionalen DVD-System im Fond ausgestattet sind, ist eine Ergänzung um die Internet-Funktion denkbar, bei der das Internet-Surfen auch während der Fahrt mit einer Fahrzeuggeschwindigkeit größer fünf km/h möglich ist.

Hochauflösende Darstellung, schnelle Datenübertragung

Neben der hochauflösenden Darstellung der Web-Inhalte auf dem Display ist eine schnelle Datenübertragung gewährleistet. Die Übertragung der Daten basiert auf der EDGE-Technik (Enhanced Data Rates for GSM Evolution), die im Gegensatz zu UMTS flächendeckend verfügbar und um das drei- bis vierfache schneller ist als beim Mobilfunkstandard GPRS.

Für die zügige Übermittlung der ausgewählten Internet-Seiten ins Fahrzeug und eine optimierte Darstellung auf dem Display ist ein spezieller BMW Server verantwortlich. Dieser sorgt dafür, dass Flash-Animationen und andere so genannte Applets mit extrem hohem Datenvolumen, die eine besonders schnelle Übertragung beeinträchtigen könnten, optimiert dargestellt werden. Auf diese Weise gewährleistet BMW ConnectedDrive einen verbesserten Daten-Transfer, der komfortables Surfen im Fahrzeug möglich macht.

Auch das Versenden und Empfangen von E-Mails im Fahrzeug wird möglich. Ebenso ist auch die Nutzung weitergehender Anwendungen, wie zum Beispiel Online Banking, in vollem Umfang realisierbar.

Bereits heute bietet BMW ConnectedDrive mit dem bestehenden BMW Online-Portal im Internet als erster Automobilhersteller die Möglichkeit, von jedem beliebigen PC Navigationsziele, die über den Internet-Dienst Google Maps generiert werden, ins Fahrzeug zu übertragen. Die Adressdaten können dann im Fahrzeug direkt als Navigations- und Telefonwahlziele verwendet werden. Das BMW Online-Portal im Internet ermöglicht in naher Zukunft auch die Konfiguration von im Fahrzeug angezeigten Web-Adressen als Favoriten auf der Internet-Startseite im Fahrzeug.

Über das Ansteuern von Links auf den im Display dargestellten Internet-Seiten und die Auswahl von gespeicherten Web-Adressen als Favoriten hinaus ermöglicht BMW auch eine direkte Anwahl neuer Inhalte über die Eingabe einer URL. Zu diesem Zweck kann die URL in das Adressfeld des Browsers eingegeben werden. Ebenso können andere Eingabefelder auf Internet-Seiten genutzt werden. Die Eingabe erfolgt über eine Buchstabenauswahl, die in ihrer Funktionalität der Adresseingabe bei BMW Navigationssystemen entspricht und hinsichtlich ihres Bedienkomforts nochmals optimiert wurde.

Wird das Fahrzeug von mehreren Fahrern abwechselnd genutzt, besteht die Möglichkeit zur Einrichtung von personalisierten Startseiten. Jeder Fahrer kann dann durch individuelle Anmeldung im System die von ihm favorisierte Startseite aufrufen.

Als ein neues Angebot von BMW ConnectedDrive wird das Internet-Surfen im Fahrzeugdisplay noch in diesem Jahr als Sonderausstattung ab Werk in Verbindung mit einer unbegrenzten Datenflatrate angeboten.
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Geändert von Martin (15.03.2008 um 14:53 Uhr)
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Alt 14.03.2008, 14:36     #3
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Einzigartiger Komfort per Fernfunktion
Fernfunktionen von BMW ConnectedDrive ermöglichen weltweit via Telefon die Ver- und Entriegelung der Türen, eine metergenaue Fahrzeugortung sowie die Regelung der Innenraumtemperatur


München. Da steht man vor seinem verschlossenen Fahrzeug, klopft hektisch alle Taschen ab und kann partout den Schlüssel nicht finden. Nicht etwa weil man ihn verloren oder vergessen hätte, sondern weil er sich ausgerechnet in der Einkaufstasche versteckt hat, die sich im soeben geschlossenen Kofferraum befindet. In der Regel hilft in dieser Situation nur noch der Pannendienst. Der BMW Service rückt in solchen Fällen alleine in Deutschland bis zu 7000 Mal pro Jahr aus. Bislang, denn schon bald bietet eine von der BMW Group entwickelte Technologie schnell und bedarfsgerecht Hilfe. Per Fernfunktion wird es künftig für BMW ConnectedDrive Kunden weltweit möglich sein, das eigene Fahrzeug durch Mitarbeiter im BMW Callcenter öffnen oder schließen zu lassen. Selbstverständlich nach vorheriger Identifizierung. Die Fernver- und -entriegelung des Fahrzeugs ist, wie auch der Fahrzeugfinder zur metergenauen Positionsbestimmung des eigenen Wagens, ein Dienst der neuen BMW Fernfunktionen. In der Oberklasse wird zusätzlich auch eine Klimafernbedienung verfügbar sein.

Fernfunktionen als konsequente Fortführung von BMW ConnectedDrive

Kundenorientierte Innovationen sind die Basis des Handels der BMW Group. Insofern sind die BMW Fernfunktionen eine konsequente Weiterentwicklung der bereits bestehenden individuellen Online-, Assist- und Service-Systeme im Fahrzeug. Denn mit den Fernfunktionen ist der Kunde erstmals in der Lage auch aus großer Entfernung auf seinen BMW einzuwirken. Unabhängig davon, ob man sich in der Nähe des Fahrzeugs oder sogar in einem anderen Land befindet. Ist man sich also nicht sicher, ob man das Fahrzeug wirklich verschlossen hat, genügt ein Anruf im BMW Callcenter und ein Mitarbeiter verriegelt per Fernfunktion die Türen. Für den Fall, dass man in einer fremden Stadt oder auf dem Großparkplatz das eigene Auto nicht mehr wieder findet, ist mit dem Fahrzeugfinder auch eine Abfrage der genauen Positionsdaten des Fahrzeugs möglich.


Eine weitere Fernfunktion ist die Klimafernbedienung. Damit lässt sich rechtzeitig vor Fahrtantritt durch ein kurzes Telefonat eine angenehme Temperatur im Fahrzeuginneren herstellen. Da der Fahrer – und auch das Callcenter – nicht unbedingt wissen, ob das Fahrzeug gerade im Schatten oder in der Sonne geparkt ist, entscheidet das Fahrzeug anhand der gemessenen Außentemperatur, ob der Wagen zu heizen oder über die Lüftung zu kühlen ist. Darüber hinaus können über das BMW Callcenter auch Regeltermine für einen Zeitraum von einem Monat im Voraus programmiert werden.

Bei Anruf schnelle Hilfe

Kunden von BMW ConnectedDrive müssen die BMW Fernfunktionen zunächst einmalig im Internet aktivieren. Dort werden unter anderem vier Fragen und die dazugehörigen Antworten individuell vom Kunden festgelegt. Sie dienen später bei jedem Anruf im BMW Callcenter neben dem Kennzeichen oder der Fahrgestellnummer der eindeutigen Identifizierung. Der entsprechende Befehl an das Fahrzeug wird dann von einem Mitarbeiter des BMW Callcenters verschlüsselt über die im Fahrzeug verbaute SIM-Karte an die Telematic Control Unit, kurz: TCU, geschickt. Die TCU „weckt“ nun die entsprechenden Steuergeräte des Fahrzeugs per Datenbefehl über den Fahrzeugdatenbus MOST. Für die Verriegelung läuft das Signal dann beispielsweise über ein Gateway zum CAN Bus und erteilt der Zentralverriegelung den Befehl zu öffnen oder zu schließen.


Technische Voraussetzungen und Verfügbarkeit

Die Nutzung der Fernverriegelung und des Fahrzeugfinders steht ab Herbst 2008 allen Kunden von BMW ConnectedDrive zur Verfügung. Weitere Fernfunktionen wie die Klimatisierung oder zum Beispiel auch die Betätigung von Hupe und Licht per Fernsteuerung werden ab Herbst in ausgewählten Modellen und Märkten zur Verfügung stehen.
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Geändert von Martin (15.03.2008 um 15:05 Uhr)
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Alt 14.03.2008, 14:39     #4
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Auf dem neuesten Stand der Technik
Unterwegs im Servicenetz: das Forschungsprojekt TeleProgrammierung von BMW ConnectedDrive


München. Mit der TeleProgrammierung soll dem Fahrer zukünftig ein ortsunabhängiges Software Update seines BMW angeboten werden: Damit könnte das Fahrzeug des Kunden – auch ohne Servicetermin – jederzeit auf den aktuellen Stand der Entwicklungen gebracht werden, und das über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs hinweg. Ein Projekt der BMW Group Forschung und Technik schafft derzeit die Grundlagen, um Software Updates direkt im Fahrzeug per Knopfdruck durch den Fahrer selbst zu ermöglichen. Der Kunde profitiert damit auch nach dem Fahrzeugkauf von den technischen Innovationen der BMW Group. Mit der TeleProgrammierung wäre es beispielsweise denkbar, eine Funktion zu jeder Zeit nachzurüsten oder auch sporadisch auftretenden Fehlfunktionen durch ein Softwareupdate vorzubeugen, ohne dafür einen BMW Service Partner aufsuchen zu müssen. Ferner bleibt das Fahrzeug mit der TeleProgrammierung gegenüber Entwicklungen auf dem Consumer-Electronics Endgeräte-Markt flexibel.

In wenigen Schritten zum Software-Update

Über die bereits heute verfügbare BMW Teleservice Diagnose von BMW ConnectedDrive hat der Fahrer die Möglichkeit, im Falle einer Störung sein Fahrzeug aus der Ferne diagnostizieren zu lassen. Auf Knopfdruck werden servicerelevante Informationen (sog. Condition Based Service Daten - CBS), die Fahrzeugkonfiguration und eventuelle Fehlereinträge, der im Fahrzeug verbauten Steuergeräte, abgefragt und einem Service-Spezialisten der BMW Pannenhilfe übermittelt. Im nächsten Schritt ist dann bereits heute bei bestimmten Fehlerbildern ein Reset des betroffenen Steuergerätes durch die BMW Teleservice Hilfe aus der Ferne möglich.

Zukünftig können dem Fahrer dann auch automatisch Updates für die verbauten Steuergeräte angeboten werden. Ein kurzer Tastendruck als Bestätigung genügt, und die Software wird in das Fahrzeug heruntergeladen. Dies geschieht über eine IP-Verbindung. Somit können flexibel die jeweils verfügbaren drahtlosen Kommunikationsmöglichkeiten von EDGE, UMTS bis WLAN genutzt werden. Kann das Herunterladen noch während der Fahrt im Hintergrund geschehen, so muss für die darauf folgende eigentliche Steuergeräteaktualisierung das Fahrzeug sicher geparkt sein. Ein weiterer Knopfdruck des Fahrers bestätigt dann den Start des Programmiervorgangs. Die heruntergeladene Software wird von einem Onboard-Programmiersystem in das Steuergerät geschrieben (Flashen). Das Programmiersystem im Fahrzeug kommuniziert dabei zur Koordination der einzelnen Prozessschritte jeweils mit dem TeleProgrammierungs-Backend bei der BMW Group. So ist der BMW Service-Mitarbeiter stets über den aktuellen Zustand des Fahrzeugs und den Fortschritt des Programmiervorgangs informiert. Unvorhersehbare Verbindungsabbrüche oder auch das Abziehen des Zündschlüssels werden so abgefangen, nach erneuter Verbindungsaufnahme synchronisieren sich Fahrzeug und Backend, der Programmiervorgang wird zuverlässig an der definierten Stelle wieder aufgenommen.

Erprobte Standards

Neben den automobilen Standards für das Flashen von Steuergeräten bei ISO und ASAM baut das Konzept TeleProgrammierung der BMW Group Forschung und Technik auf die in Millionen Mobiltelefonen erprobte Technologie des Device Managements der Open Mobile Alliance (OMA DM) auf, mit dem in der Telekommunikation bereits heute erfolgreich Firmware Updates über die Luftschnittstelle eingespielt werden.

Eigenes Kundenportal ermöglicht Einblicke ins Fahrzeug

Ergänzend ist ein individuelles Kundenportal im Web denkbar, auf dem jederzeit der Konfigurationsstand des Fahrzeugs einsehbar ist und auch sämtliche Serviceleistungen und Updates detailliert dokumentiert sind. Der Kunde ist damit jederzeit in der Lage, sich über derzeitige Features, neue Updates oder Servicetermine seines Fahrzeugs zu informieren.

Über das reine Flashen von Steuergeräten hinaus berücksichtigt das Konzept der BMW Group Forschung und Technik auch die Bedarfe von nachladbaren Applikationen und Softwarekomponenten und somit die Anforderungen zukünftiger offener Infotainment Plattformen. Der Kunde soll sich individuell für sein Fahrzeug neue Anwendungen nachladen können. Mit diesen Anwendungen können auch Dienstleistungen verbunden sein, für die der Kunde individuelle Freischaltungen erwirbt. Das Handling dieser Konfigurationen und Freischaltungen erfolgt wiederum über das Kundenportal. Jedem Fahrer kann sein individuelles Profil eindeutig zugeordnet werden.

Dieses im Kundenportal vorkonfigurierte Profil kann dann ein Fahrzeug weitestgehend automatisch aktivieren. Dafür ist es lediglich erforderlich, dass sich der Fahrer eindeutig identifiziert, beispielsweise über eine videobasierte Gesichtserkennung oder auch über eine persönliche Kundenkarte. Umfangreiche Einstellungen und komplexe Konfigurationsvorgänge müssen somit nicht im Fahrzeug vorgenommen werden. Selbstverständlich können über das persönliche Web-Portal Dienste auch jederzeit wieder storniert werden.


Durch eine strikte Trennung von kunden- und fahrzeugbezogenen Konfigurationen ist es zudem vorstellbar, dass die individuellen Einstellungen und Freischaltungen auch in andere Fahrzeuge wie beispielsweise in einen Mietwagen bequem mitgenommen werden könnten. Dort noch nicht installierte Funktionen, die zum persönlichen Kundenabonnement gehören, lassen sich wiederum einfach per Software-Update ins Fahrzeug laden.

BMW TeleServices – das innovative Servicekonzept heute

Erst im September 2007 wurde die intelligente Vernetzung zwischen Fahrzeug und BMW Service um zwei weitere Dienste erweitert und bietet seitdem noch mehr Komfort: Neben dem Automatischen BMW Teleservice Call, bei dem das Fahrzeug bei Servicebedarf selbstständig den BMW Service Partner informiert, hat der Fahrer auch die Möglichkeit den BMW Teleservice Call manuell auszulösen, um ganz bequem einen Service-Termin zu vereinbaren.

Im Fall einer Funktionsstörung am Fahrzeug hat der Fahrer die Möglichkeit per Knopfdruck alle relevanten Daten an die BMW Pannenhilfe zu übermitteln. Hierbei werden ebenfalls alle servicerelevanten Daten wie CBS Informationen, Fahrzeugkonfiguration und eventuelle Fehlereinträge, der im Fahrzeug verbauten Steuergeräte übermittelt. Der Spezialist der BMW Pannenhilfe kann sich daraufhin ein exaktes Bild vom Zustand des Fahrzeugs machen und in vielen Fällen den Fehler sogar aus der Ferne korrigieren (BMW Teleservice Hilfe). Durch die BMW TeleServices wird die Wartung des BMW Fahrzeuges noch schneller, einfacher und komfortabler. Bereits seit Anfang 2004 setzt BMW im Service auf die Innovationskraft von Telematikdiensten und hat damit eine Vorreiterrolle übernommen.
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Alt 14.03.2008, 14:45     #5
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Der „vernetzte BMW“ der Zukunft erkennt den Fahrer am Gesicht
Forschungsprojekt: Biometrische Personenidentifikation


München. Ein entscheidender Faktor für den einzigartigen Komfort an Bord eines Premium-Fahrzeugs ist der Grad der Individualisierung. Neben der Wertigkeit und der Anmutung zählen dazu vor allem die Personalisierungsmöglichkeiten der Ergonomie-, Bedienungs-, Sitz- und Infotainment-Funktionen, die bereits heute in Oberklasse-Fahrzeugen über den Fahrzeugschlüssel gespeichert werden können. Doch Schlüssel können wie PIN und Passwort an eine andere Person weitergegeben werden, biometrische Eigenschaften nicht. Ein Körpermerkmal ist einzigartig. Um künftig Unabhängigkeit vom Schlüssel und somit auch den Schutz persönlicher Daten garantieren zu können, erforscht die BMW Group intensiv die Möglichkeit einer videobasierten Personenidentifikation. Dieses biometrische Authentifizierungsverfahren setzt auf dem bestehenden Konzept der Schlüsselpersonalisierung auf, identifiziert die Fahrer jedoch eindeutig an markanten Gesichtsmerkmalen.

Ohne aktiv handeln zu müssen, wie beispielsweise beim Fingerprint-Sensor, erfasst eine im Fahrzeug integrierte Infrarotkamera das Gesicht des Fahrers, sobald dieser auf dem Fahrersitz Platz genommen hat. Die gewonnen Daten werden dann mit den in einer Datenbank hinterlegten Gesichtsmerkmalen abgeglichen. Erst wenn der Fahrer eindeutig identifiziert wurde, stellen sich bei dem BMW Prototyp die Komforteinstellungen für die Sitz-, Spiegel-, Lenksäulenposition und Radio individuell und automatisch ein. Künftig wäre es aber eben auch denkbar, personenbezogene Datenbereiche, etwa das persönliche Telefonbuch oder das Adressverzeichnis des Navigationssystems sowie die Wegfahrsperre mit der kamerabasierten Driver Memory zu verbinden.


Fahrer – Fahrzeug: Vom ersten Treffen zum Kennenlernen

Vor der biometrischen Autorisation lernt das System den Fahrer zunächst kennen, in dem es beim ersten Mal die individuelle Merkmalstruktur des Gesichts analysiert. Eine Bildverarbeitungssoftware wertet das Infrarotbild aus und vermisst dabei die markanten Stellen im Gesicht der Person. Zu diesen Gesichtseigenschaften gehören die oberen Kanten der Augenhöhlen, die Gebiete um die Wangenknochen und die Seitenpartien des Mundes. Während der Registrierung wird ein Gitternetz über die Aufnahme des Gesichts gelegt, um die markanten Punkte zu lokalisieren und Position, Abstand und Lage zueinander zu registrieren. Die erkannten Gesichtsmerkmale werden anschließend mit einem vom Fahrer definierten, anonymisierten Namen als Template in einer Datenbank abgelegt. In einem weiteren Schritt werden dann die aktuellen Komforteinstellungen (Sitz-, Spiegel- und Lenksäulenposition, sowie das Radioprogramm etc.) mit dem Gesicht des Fahrers verknüpft und abspeichert.

Der Fahrerkreis ist dabei zahlenmäßig nicht beschränkt. Das heißt, dass sich, so es der Fahrer zulässt, unbegrenzt viele Personen mit ihren biometrischen Gesichtsmerkmalen und den entsprechenden Komforteinstellungen in der Datenbank registrieren lassen können. Das entsprechende Template dient in der Folge nach jedem Einsteigen in das Fahrzeug als Vergleichsmuster, wobei die Wiedererkennung bei den derzeitigen Prototypen in rund 5 Sekunden analog zum Identifizierungsvorgang beim Erstkontakt mit dem Fahrzeug erfolgt. Hierbei werden die festgestellten markanten Gesichtseigenschaften mit den Einträgen in der Datenbank abgeglichen. Durch diese biometrische Identifizierungsmethode könnten künftig beispielsweise bei Fahrzeugen, die privat oder beruflich von mehreren Personen genutzt werden, auch personenspezifische Daten wie Telefonbuch und Navigationsziele oder sogar sensible Daten wie der SIM-PIN eindeutig und sicher dem Fahrer zugeordnet werden.

Die größte Herausforderung: das Licht

Im Gegensatz zur videobasierten Personenidentifikation in einem Gebäude, sind die Entwickler der BMW Group im Fahrzeug mit ständig wechselnden und kaum kontrollierbaren Lichtverhältnissen konfrontiert. Scheint etwa die Sonne von der Seite auf das Fahrzeug, bildet sich ein Schlagschatten auf dem zu erkennenden Gesicht. Kommt die Sonne von vorne kann dies eine Überstrahlung und damit eine Blendung der Kamera zur Folge haben. Die Minimierung dieser äußeren Einflüsse auf die korrekte Funktionsweise des Systems stellt die größte Herausforderung auf dem Weg zu einem robusten Einsatz der videobasierten Personenidentifikation in einem Serienfahrzeug dar.
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Alt 14.03.2008, 14:48     #6
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Maßgeschneiderte Betriebsanleitung passend zum Fahrzeug
Grundlage: die webbasierte persönliche Betriebsanleitung der BMW Group


München. Alle wichtigen Fahrzeugfunktionen sind bei der BMW Group so konzipiert, dass sie vom Fahrer schnell und intuitiv bedient werden können. Ab und zu, z.B. bei selten oder erstmalig genutzten Funktionalitäten, ist jedoch der Blick in die Betriebsanleitung unerlässlich. Dabei stößt die gedruckte Fassung aufgrund der stetig wachsenden Zahl an Funktionen und Sonderausstattungsmöglichkeiten, sowie des hohen Individualisierungsgrades der Fahrzeuge, zusehends an ihre Grenzen. Deshalb arbeitet die BMW Group an einer maßgeschneiderten persönlichen Betriebsanleitung im Web, die speziell auf das jeweilige Kundenfahrzeug adaptiert ist. Erläuterungen wie „gilt für Ausstattung mit“ oder unübersichtliche Tabellen mit Daten zu unterschiedlichen Motorisierungen entfallen. Der Kunde konfiguriert bei der Bestellung sein Fahrzeug und damit seine individuelle Betriebsanleitung gleich mit. Undenkbar auf Papier.

Vernetzung garantiert zu jeder Zeit aktuelle Informationen.

In einem kundenspezifischen Webportal lassen sich diese Personalisierungsmöglichkeiten und auch weitergehende Funktionen realisieren. Das eigene Fahrzeug ist am heimischen Rechner multimedial erlebbar, beispielsweise mit Animationen, die die technischen Zusammenhänge veranschaulichen. Hilfe findet man auch über eine Bildsuche, die speziell auf das persönliche Kundenfahrzeug zugeschnitten ist. Und sogar das Recherchieren über weitere nachrüstbare Sonderausstattungen ist Bestandteil der Webapplikation. Das alles auch bereits vor der eigentlichen Auslieferung.

Im Laufe des Fahrzeuglebenszyklus können bei Nachrüstungen oder Änderungen am Fahrzeug im Service die Informationen zur Bedienung und zum Betrieb auf den neuesten Stand gebracht werden. Das gilt für fahrzeugspezifisches Zubehör wie z.B. einen Skisack oder eine Anhängerkupplung genauso wie für Software-Updates. Über das Portal abgerufene Informationen stimmen so mit dem Fahrzeug überein und sind immer aktuell.


Technische Basis des kundenspezifischen Webportals.

Die webbasierte persönliche Betriebsanleitung basiert auf vorhandenen Daten aus bereits existierenden Produktionssystemen, wie etwa den Beschreibungen der Ausstattungsvarianten, kombiniert mit den Kunden- und Fahrzeugdaten. Letztere stammen aus Vertriebs- und Servicesystemen. Diese Daten werden logisch verknüpft und in Datenmodellen gekapselt. Die HTML-Darstellung erfolgt über den Browser des Benutzers.

Ideen für die Zukunft.

Neben der webbasierten Variante der persönlichen Betriebsanleitung wird auch an einer im Fahrzeug integrierten Lösung gearbeitet. In Verbindung mit der im Fahrzeug hinterlegten Konfiguration bietet sich hier weiteres Individualisierungspotenzial. Die Integration im Auto bietet zudem die Möglichkeit permanent und schnell – sozusagen „vor Ort“ – auf die maßgeschneiderten Informationen direkt zugreifen zu können.
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Alt 14.03.2008, 14:50     #7
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Entertainment aus der Luft: kabellose Integrationslösungen
Bluetooth Audio Streaming und Wireless USB im Fahrzeug


München. Das Angebot integrierter Infotainment-Funktionen hat aus den Premium-Automobilen der BMW Group längst „vernetzte Fahrzeuge“ gemacht. Eine der großen Herausforderungen: die komfortable Verbindung der in kurzen zeitlichen Abständen auf den Markt kommenden Multimediageräte mit dem Fahrzeug. Wenn mobile Endgeräte ins Fahrzeug integriert werden, sollen diese über im Fahrzeug vorhandene Bedienmöglichkeiten intuitiv, ablenkungsfrei und ergonomisch korrekt bedient werden können. Die Applikation und die kundenspezifischen Daten verbleiben auf dem mobilen Endgerät, während Bedienung und Ausgabe über das HMI (Human Machine Interface, d.h. die Bedienlogik) des Fahrzeugs erfolgen. Die Vorteile für den Kunden sind neben dem Komfort der einfachen, übergangslosen Nutzungsmöglichkeit der Geräte im Fahrzeug eine erhöhte Sicherheit und Gesetzeskonformität. Dies ist bei Fahrzeugen der BMW Group bereits möglich, unter anderem durch Abspielen von Musik vom Apple iPod und vielen weiteren Musik-Playern über die USB-Audio-Schnittstelle, sowie durch drahtloses Freisprechen mit Mobiltelefonen via Bluetooth.

Um künftig möglichst umfassend mobile Endgeräte mit attraktiven und geeigneten Anwendungen ohne möglicherweise störende Kabel im Fahrzeug nutzbar zu machen, beobachtet und untersucht die BMW Group verschiedene Übertragungstechnologien.

Große Bandbreite für Bild und Ton: Wireless USB

Wireless USB ist die drahtlose Variante der bekannten standardisierten Schnittstelle USB (Universal Serial Bus). Die neue Technologie macht nicht nur das Kabel zur Datenübertragung überflüssig, sie ermöglicht auch bandbreitenhungrige Anwendungen wie Videoübertragung. Wireless USB basiert auf dem Kurzstreckenfunk Ultrawideband (UWB). UWB ist eine potenzielle Technologie für zukünftige Produkte aus dem Bereich der IT und Unterhaltungselektronik (Laptops, Mobiltelefone, Digitalkameras, Fernsehgeräte und andere), um drahtlos große Datenmengen über kurze Entfernungen zu übertragen. Nach derzeitigem Stand sind Übertragungsraten von bis zu 480 Mbit/s möglich. Das entspricht der Bandbreite von drahtgebundenem USB 2.0. Zusätzlich zum Komfort einer drahtlosen Anschlussmöglichkeit gewährleistet Wireless USB Datensicherheit durch AES-Verschlüsselung mit 128 Bit.r][/clear]

Musik aus der Luft: Bluetooth Audio Streaming

Die BMW Group arbeitet derzeit an einer Lösung zur Wiedergabe von Musikdateien im Fahrzeug über Bluetooth. Künftig ist ein Musik-Streaming von einem geeigneten Endgerät per Bluetooth in Stereo-Qualität zum Infotainment-System des Fahrzeugs möglich, ohne dass die Musik-Dateien vor dem Anhören in das Fahrzeug übertragen werden müssen. Hierfür werden die Standards Bluetooth A2DP (Advanced Audio Distribution Profile) und AVRCP (Audio/Video Remote Control Profile) eingesetzt. A2DP sorgt für das eigentliche Audio Streaming, AVRCP dient der Steuerung über das Infotainment-System des Fahrzeugs. Inzwischen gibt es Geräte mit AVRCP1.0 und 1.3, die Audio Streaming ermöglichen – allerdings nur mit einfachen Fernsteuerfunktionen wie Start, Stopp, Pause und Skip. Komfortabel z.B. durch Titelauswahl, und damit dem Anspruch der BMW Group gerecht, wird Bluetooth Audio Streaming erst mit der AVRCP Version 1.4, dessen Standardisierungsarbeit noch nicht abgeschlossen ist.

Ausschlaggebend für die Implementierung im Fahrzeug ist der Kundennutzen. Deshalb sind das Angebot und der Funktionsumfang im Fahrzeug vom Angebot der Hersteller mobiler Endgeräte und deren Schnittstellenimplementierung abhängig. Die Experten der BMW Group beobachten die Marktentwicklung, um zur Einführung attraktiver Anwendungen in mobilen Endgeräten die dazu passenden Lösungen im Fahrzeug anzubieten. In der Arbeitsgruppe CE4A (Consumer Electronics for Automotive) haben sich darüber hinaus die deutschen Automobilhersteller zusammengeschlossen, um die Standardisierungsbemühungen aus ihrer Sicht zu treiben.
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Alt 14.03.2008, 14:52     #8
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Offen für Neues: die dynamische HMI Generierung
Entwicklungsprojekt der BMW Car IT zur Integration nachladbarer Dienste in bestehende Anzeige- und Bediensysteme


München. Elektronik bestimmt nahezu alle Innovationen im Fahrzeug. Dabei wächst vor allem das Angebot an Infotainment- und Assistenzsystemen stetig: Radio, Navigation, Telefon, Sprachdialog, TV oder MP3 sind längst genauso selbstverständlich wie Park- oder Spurassistent. Alle Systeme, die Benutzereingaben erlauben, werden bei den Premium-Fahrzeugen der BMW Group über das typische „automotive HMI“ (Human Machine Interface) bedient. Dieses für das Fahrzeug optimierte Anzeige- und Bedienkonzept soll künftig auch die Integration von Infotainmentdiensten ermöglichen, die erst nach der Auslieferung des Fahrzeugs entwickelt werden. Damit soll die Differenz zwischen der hohen Lebensdauer der Fahrzeuge und den sehr kurzen Innovationszyklen von Consumer-Electronics-Applikationen überwunden werden. Die modellbasierte HMI-Entwicklung der BMW Group wird dieser Dynamik gerecht, in dem sie das Fahrzeug für „dynamisch nachladbare Dienste“, also mobile Endgeräte, Webapplikationen oder Software-Downloads, öffnet. Der Kunde kann diese Dienste somit in Zukunft schnell und unkompliziert fahrzeugspezifisch bedienen. Fahrzeugspezifisch bedeutet bei der BMW Group: intuitiv, ablenkungsfrei und ergonomisch perfekt. Die Vorteile für den Kunden sind neben dem Komfort der kontinuierlichen Nutzungsmöglichkeit der Geräte eine erhöhte Sicherheit und Gesetzeskonformität.

Flexibilität durch semantische Informationen

Die Dynamik diverser Steuerungsmöglichkeiten und Fahrerinformationen wird dadurch erreicht, dass nachladbare Dienste eine semantische Beschreibung ihrer Benutzerinteraktion mitliefern. Aufgrund von Generierungsregeln können dann fahrzeugtypische grafische Bedienelemente erzeugt werden. Dabei werden Konzepte aus dem „Semantic Web“ verwendet, um eindeutige Begriffe für die HMI-Beschreibung des Dienstes und dessen Bedienanforderungen zu schaffen. Der Autor der HMI-Beschreibung des Dienstes liefert detaillierte Informationen über die Art des Services und dessen Anzeige und Bedienung. Dabei braucht er nicht zu wissen, in welchem Fahrzeugmodell (und damit auf welcher sogenannten Head Unit) diese Informationen in Form einer konkreten Bedienoberfläche umgesetzt werden. So kann sich beispielsweise ein beliebiger Music Player als „Audio-Abspiel-Service“ identifizieren, woraufhin die HMI Bedien-Buttons für die entsprechenden Bedienoperationen „play“, „stop“, „pause“, etc. bereitstellt. Die Beschreibung der Benutzerinteraktion des Dienstes muss dabei nur ein einziges Mal erstellt werden und kann für alle Fahrzeugmodelle verwendet werden.


Ein weiterer Nutzen der semantischen Informationen ist, dass sie auch eine Interaktion zwischen Diensten ermöglicht, die sich vorher nicht kennen. Sie müssen lediglich wissen, mit welcher Art Service sie interagieren können. Zum Beispiel kann sich ein „Location-based-search“-Service als Lieferant von geographischen Adressen anmelden. Dadurch kann der Benutzer die Suchresultate, also Adressen, per Knopfdruck als Zieladresse an das Navigationssystem übernehmen. Liefert der Service zusätzlich auch Telefonnummern, werden diese automatisch dem Telefonservice bereitgestellt. Auf diese Weise ermöglicht das dynamische HMI dem Benutzer, eine beliebige Anzahl von Diensten vielfältig zu kombinieren, und dies selbst für diejenigen Dienste, die zur Produktionszeit des Fahrzeugs noch gar nicht existierten.
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Offene Plattform für Multimedia-Anwendungen im Fahrzeug
Die BMW Group arbeitet zusammen mit IT Unternehmen wie Intel gemeinsam an einer automobilen offenen Infotainment-Plattform


München. 1932 wurde Europas erstes Autoradio auf der Berliner Funkausstellung präsentiert. Heute sind zahlreiche Informations- und Kommunikationsangebote aus modernen Premium-Fahrzeugen nicht mehr wegzudenken. Navigation, Telefonie, CD-Wechsler und Co. hielten Einzug in die automobile Welt. Die große Herausforderung: Fahrzeugsysteme müssen sich speziellen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Sicherheit stellen und den technischen Ansprüchen eines mobilen Lebens von Erschütterungen bis großen Temperaturdifferenzen genügen. Die Bandbreite der Systemanforderungen reicht dabei von reaktiven zu interaktiven, und von prozess- zu datenintensiven Applikationen.

IT Lebenswelt im Fahrzeug

Mehr und mehr finden sich heute auch Anwendungen aus der Informationstechnologie des heimischen PCs und der Welt der mobilen Endgeräte in den Fahrzeugen. Beispielsweise präsentiert die BMW Group auf dem 78. Genfer Automobilsalon im März 2008 als weltweit erster Automobilhersteller den uneingeschränkten Zugriff auf das World Wide Web im Fahrzeugdisplay. Auch technologische Standards aus der Welt der Consumer Electronics (CE) wie Bluetooth oder USB werden immer mehr zum Treiber der Funktionalitäten im Fahrzeug.

Offene Infotainment-Plattform

Der neue Ansatz, den die Entwickler bei der BMW Group derzeit verfolgen, beruht auf der eigentlich simplen Idee, sich bei Hard- und Software aus der PC Welt zu bedienen. Setzt man bislang also Funktionalitäten aus der IT Welt in fahrzeugspezifischer Hard- und Software um, könnte die zukünftige Lösung sein, IT Technologie um die spezifisch automobilen Anteile und Anforderungen zu ergänzen und damit fahrzeugtauglich zu machen. Speziell gilt dies für die Umfänge des In-Car-Entertainment. Denn Multimedia-Systeme im Fahrzeug müssen für den Kunden nicht nur intuitiv zu bedienen sein und extrem zuverlässig arbeiten. Kriterien sind auch ein schnelles Time-to-Market, flexible Implementierung und eine aktualisierbare Lösung. Auch um Applikationen stärker voneinander differenzieren zu können, hat die BMW Group zusammen mit Unternehmen aus der IT Technologie wie Intel eine offene Multimedia-Plattform entwickelt. Diese Plattform verfügt über die notwendigen Leistungsreserven und die Skalierbarkeit, um heutige und künftige Multimedia-Anwendungen für den Einsatz im In-Car-Infotainment zu optimieren. Software- und Infotainment-Unternehmen, die künftig Lösungen auf Basis dieser innovativen Architektur für das In-Car-Entertainment entwickeln, könnten somit von einem effizienteren Designprozess profitieren und einfacher und schneller Applikationen auf den Markt bringen, die den Kundenbedürfnissen entgegen kommen. Durch leistungsfähige Prozessoren, Grafikpower und Flashanimationen erschließt die offene Softwareplattform die nächste Stufe des Infotainments im Fahrzeug.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Martin (15.03.2008 um 15:07 Uhr)
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