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Alt 06.09.2008, 17:51     #51
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Großer Preis von Belgien – Qualifikation, Samstag – 06.09.08

Wetter: bedeckt, aber trocken, 15-17° Luft, 16-18°C Asphalt


Spa-Francorchamps (BE). Nick Heidfeld belegte im Qualifying zum Großen Preis von Belgien Platz fünf. Sein BMW Sauber F1 Teamkollege Robert Kubica wurde Achter. Die Strecke blieb während des kompletten Qualifyings trocken.


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Qualifying 5., 1.48,315 min (3. Training: 1., 1.47,876 min)
„Ich bin zufrieden mit meinem Qualifying, für mich lief das ganze Wochenende bisher gut. Am Freitag lag mein Auto schon nicht schlecht, und heute Vormittag war ich Schnellster. Platz fünf war im Qualifying das maximal Mögliche. Für mich ist es sehr wichtig zu sehen, dass unsere Arbeit Früchte trägt. Wir hatten ja bereits vor einigen Wochen Lösungen gefunden, die für mich Verbesserungen brachten, aber dann kam das überraschend schlechte Rennen in Valencia. Nun haben wir beim Test in Monza wiederum dazugelernt. Ich habe hier sogar den Eindruck, dass wir wieder ein bisschen näher dran sind an den McLaren und Ferrari, wobei wir im Rennen deren Tempo wahrscheinlich kaum mitgehen können. Morgen wird das Wetter eine entscheidende Rolle spielen, und dann ist natürlich ein guter Start wichtig, mein Platz liegt auf der sauberen Fahrbahnseite.“


Robert Kubica: BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
Qualifying 8., 1.48,763 min (3. Training: 13., 1.49,250 min)
„Das Qualifying war schwierig für mich, obwohl die Bedingungen die besten des bisherigen Wochenendes waren. Die Strecke war komplett trocken. Ich hatte jedoch in allen Trainings Probleme mit der Balance des Fahrzeugs, und meine Reifen können insgesamt nicht genügend Grip aufbauen. Das macht das Fahren schwierig, insbesondere hier in Spa, wo es viele lange Kurven gibt.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Ich bin zufrieden mit unserer Leistung heute. Wir hatten offensichtlich nicht das richtige Basis-Setup gestern, und die wechselnden Wetterbedingungen machten die Abstimmungsarbeit nicht einfacher. Nichtsdestotrotz konnten wir heute Morgen sehen, dass wir im Vergleich zu Freitag einen signifikanten Schritt vorwärts gemacht haben. Nick war in der Lage, diesen Eindruck im Qualifying sowohl mit wenig Sprit als auch mit viel Sprit an Bord zu bestätigen. Er ist jetzt in einer starken Ausgangsposition für das Rennen. Für Robert lief es an diesem Wochenende bislang nicht rund, und im Qualifying ist ihm keine perfekte Runde gelungen.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Obwohl wir gestern Probleme hatten, die richtige Abstimmung zu finden, ist es uns heute gelungen, beide Autos sicher ins Top-Ten-Qualifying zu bringen. Vor allem Nick hat seit gestern einen großen Schritt nach vorn gemacht und ist ein starkes Qualifying gefahren. Robert hat in allen Trainings mit der Fahrzeugabstimmung zu kämpfen gehabt, speziell der zweite Sektor war schwierig für ihn. Ich denke, wir sind gut auf das Rennen vorbereitet. Jetzt müssen wir mal sehen, welche Strategien sich die anderen Teams überlegt haben.“
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Alt 07.09.2008, 17:47     #52
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Großer Preis von Belgien – Rennen, Sonntag – 07.09.08

Wetter: bedeckt, Regen zum Rennende, 15° Luft, 17°C Asphalt



Spa-Francorchamps (BE). Dank einer goldrichtigen Blitzentscheidung in der Schlussphase hat Nick Heidfeld dem BMW Sauber F1 Team beim Großen Preis von Belgien den neunten Podestplatz der Saison beschert. Nach 42 von 44 Runden wechselte Heidfeld auf Regenreifen und verbesserte sich vom siebten auf den dritten Rang. Für ihn war es der vierte Podestplatz der Saison. Sein Teamkollege Robert Kubica hatte vor ihm gelegen, ehe es bei seinem zweiten Boxenstopp eine Verzögerung beim Tanken gab. Der Pole war von Platz acht gestartet und kam in einem ereignisreichen Rennen letztlich als Sechster ins Ziel. Damit hat das BMW Sauber F1 Team fünf Rennen vor Saisonende bereits 105 Punkte auf dem Konto. Am Saisonende 2007 hatte das Team insgesamt 101 Zähler gesammelt.


Nick Heidfeld: 3. BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.49,067 min in Rd. 36 (siebtschnellste insgesamt)
„Ich hatte ein phantastisches Rennwochenende und bin heute sehr froh. Beim Start kam ich sogar etwas besser weg als die Autos vor mir. Dann bin ich nach außen gezogen, und Heikki Kovalainen ist mir leider ins Auto gefahren. Das kann passieren, ich war froh, dass mein Auto nicht weiter beschädigt war, aber natürlich habe ich einige Plätze verloren. Später konnte ich ein paar Autos wieder überholen, aber dann hing ich im Verkehr fest. Als es begann zu nieseln, war ich überzeugt, dass der Regen in der nächsten Runde stärker werden würde und habe mich entschieden, auf Regenreifen zu wechseln. Das Team hat nochmals nachgefragt, ob ich das auch ernst meine. Als ich dann aus der Boxengasse fuhr, habe ich gefragt, wie viele Runden es noch wären. Mein Ingenieur sagte mir, diese und noch eine. Ich sah weit und breit kein Auto und dachte schon, oh Mann, das war wohl die falsche Entscheidung, aber dann hat sie sich doch ausgezahlt. Es war eine Frage von Sekt oder Selters.“


Robert Kubica: 6. BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.48,965 min in Rd. 36 (fünftschnellste insgesamt)
„Ich bin nicht zufrieden mit dem Resultat. Ich hatte heute die Möglichkeit, aufs Podium zu fahren. Wir hatten jedoch ein Problem während des zweiten Boxenstopps. Ich verlor zwei oder drei Positionen und kam hinter Nick zurück auf die Strecke. Als es zu regnen begann, fuhr er in die Box und wechselte die Reifen. Das hätte bei mir zu viel Zeit gekostet. Ich war ja direkt hinter Nick, wir wären praktisch gleichzeitig angekommen. Ich hatte darüber hinaus keine Informationen zum Wetter, weil es Probleme mit dem Funk gab. Leider haben wir Punkte verschenkt. Naja, das ist Rennsport.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Es war ein turbulentes Rennen – sowohl unmittelbar nach dem Start, als auch in der Schlussphase. Nick war im Startgetümmel der ersten Kurve in eine Kollision verwickelt und hat dabei ebenso wie Robert einige Positionen eingebüßt. Damit waren wir mit beiden Autos schon außerhalb der Punkteränge. Hinzu kam bei Robert während des zweiten Boxenstopps ein Problem beim Ansetzen des Tankrüssels. Doch letztlich wurden wir für diese Handicaps entschädigt. Nick, sein Renningenieur und unsere Strategen haben zwei Runden vor Schluss die richtige Entscheidung getroffen und auf Regenreifen gesetzt. Der neunte Podestplatz unseres Teams durch Nick und Roberts sechster Rang haben uns in Spa neun Punkte beschert. Damit haben wir fünf Rennen vor dem Saisonende bereits 105 Zähler und somit vier Punkte mehr als nach der Saison 2007.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Dies war wohl das ungewöhnlichste Rennen, das ich je erlebt habe. Bis zwei Runden vor Schluss war alles ziemlich normal. Aber dann begann es zu regnen, und die Ereignisse überschlugen sich. Nick hat an die Box gefunkt, dass er Reifen wechseln möchte. Er war der erste Fahrer, der sich dazu entschloss. Die Boxenmannschaft hat sofort reagiert. Nick war anschließend der schnellste Mann auf der Strecke und konnte viele Positionen gut machen. Letztlich ist er Dritter geworden. Für Robert ging leider einiges schief bei seinem zweiten Boxenstopp. Wir hatten Probleme beim Tanken, und dadurch hat er mehrere Plätze verloren. Insgesamt war es dennoch ein sehr gutes Ergebnis für das Team. Wir haben einen weiteren Podestplatz und neun Punkte eingestrichen.“
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Alt 08.09.2008, 11:19     #53
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Großer Preis von Italien. 12. – 14. September 2008

14. von 18 WM-Läufen Vorschau.


München/Hinwil, 8. September 2008. Die Europasaison der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft geht mit Vollgas auf die Zielgerade: Am kommenden Wochenende, 12. bis 14. September, steht der Hochgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park von Monza auf dem Programm. Über 350 km/h schnell werden die Autos sonst nirgendwo. Ein spezielles Aerodynamik-Paket mit minimalem Luftwiderstand und entsprechend geringem Abtrieb macht es möglich.

Motorleistung steht ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste für den Großen Preis von Italien. Außergewöhnlich belastet werden Mensch und Material zudem beim Bremsen. Die Teams haben sich Ende August mit drei Testtagen in Monza vorbereitet. Für das BMW Sauber F1 Team war Nick Heidfeld zwei Tage im Einsatz, Robert Kubica einen. Im vergangenen Jahr hatten die Piloten des BMW Sauber F1 Team beim GP Italien die Plätze vier (Heidfeld) und fünf (Kubica) belegt. Kubica erzielte im Rennen mit 351,7 km/h das höchste Tempo von allen. 2006, im Debütjahr von Team und Fahrer, hatte der Pole in seinem erst dritten Grand Prix als Dritter seinen ersten Podestplatz geholt.


Nick Heidfeld: „In Monza dominiert das Thema Höchstgeschwindigkeit, über 350 km/h erreichen wir auf keiner anderen aktuellen Formel-1-Rennstrecke. Extrem ist auch, wie hart wir in den Schikanen über die Randsteine fahren. Tempo und Tradition zeichnen den Kurs aus, in anderer Hinsicht ist er leider etwas veraltet. Die italienischen Fans sorgen immer dafür, dass dieser Grand Prix eine spezielle Atmosphäre hat. Sportlich entscheidend ist ein gutes Aerodynamik-Paket, das wenig Luftwiderstand erzeugt. Mit so wenig Flügelwerk am Auto fahren wir sonst nirgendwo, und dieses besondere Aero- Paket gelingt unserem Team normalerweise recht gut. Unser Test in Monza war ermutigend, ich freue mich sehr auf den Großen Preis von Italien.“


Robert Kubica: „Monza ist eine der anspruchvollsten Strecken für die Autos, denn hier fahren wir mit dem niedrigsten Downforce-Level und den höchsten Topspeeds der gesamten Saison. Die entscheidenden Faktoren in Monza sind ein geringer Luftwiderstand, um möglichst hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, ohne zu viel Abtrieb zu verlieren, und eine gute Bremsstabilität. Die Strecke ist einzigartig aufgrund der langen Geraden, auf denen wir problemlos über 300 km/h erreichen. Es gibt einige berühmte Kurven wie Parabolica, Ascari oder Lesmo, die deutlich schneller durchfahren werden als die ersten Schikanen. Man muss mehrfach sehr hart bremsen.

Für mich ist Monza ein besonderes Rennwochenende, denn ich stand hier 2006 in meinem erst dritten Formel-1-Rennen zum ersten Mal auf dem Podium. In Erinnerung an diesen speziellen Moment in meiner Karriere werde ich in Monza mit einem leicht veränderten Helmdesign fahren. Weil ich in Italien als Rennfahrer aufgewachsen bin, kenne ich hier eine Menge Leute, und ziemlich viele italienische Fans feuern mich an. Ich rechne auch mit polnischen Fans und freue mich auf das Wochenende.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „Monza ist die klassische Motoren-Rennstrecke. Mit dem Umstieg auf V8-Motoren ist der Volllastanteil pro Runde auf 70 Prozent gestiegen. Robert erzielte 2007 im Königlichen Park mit 351,7 km/h den höchsten Top-Speed aller Piloten. Während Nick in Italien mit dem gleichen Motor antritt, der bereits in Spa im Einsatz war, wird in Roberts Auto turnusgemäß ein neues Aggregat eingebaut.

Monza war für unser Team bisher ein gutes Pflaster: 2006 eroberte Robert in seinem erst dritten Grand Prix seinen ersten Podestplatz. Und im Vorjahr holten Nick und Robert neun WM-Punkte und sorgten damit für unser zweitbestes Saisonresultat. Dementsprechend haben wir uns auch für den diesjährigen Großen Preis von Italien einiges vorgenommen.

Das Rennen in Italien bildet 2008 den Abschluss der Europasaison, die für das BMW Sauber F1 Team sehr erfolgreich verlaufen ist. Wir haben im Jahr 2008 bisher insgesamt neun Podestplätze herausgefahren und in Montréal einen Doppelsieg gefeiert. Damit haben wir unser Saisonziel erreicht und uns als eines von drei Top-Teams etabliert."


Willy Rampf, Technischer Direktor: Auf das Rennen in Monza freue ich mich sehr, denn es ist jedes Mal etwas Besonderes. Monza ist Tradition pur und die einzige Hochgeschwindigkeitsstrecke, die im Kalender verblieben ist. Wegen der vier langen Geraden entwickelt man ein spezielles ‚Low- Downforce’-Aerodynamik-Paket, das dank geringem Luftwiderstand hohe Geschwindigkeiten erlaubt und das man nur bei diesem einen Rennen verwendet. Aufgabe von Fahrern und Ingenieuren ist es, eine mechanische Abstimmung zu finden, die eine gute Bremsstabilität garantiert und aggressives Fahren über die Randsteine ermöglicht. Das ist für eine gute Rundenzeit zwingend erforderlich. Mit dem Test in Monza waren wir durchaus zufrieden, so dass wir optimistisch nach Italien reisen.“


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Monza/14. September 2008 Startzeit (lokal/UTC) 14:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz 5,793 km/306,720 km (53 Runden)

Kurven 7 Rechts- und 4 Linkskurven

Sieger 2007 Fernando Alonso, Vodafone McLaren Mercedes, 1:18.37,806 Stunden

Poleposition 2007 Fernando Alonso, Vodafone McLaren Mercedes, 1.21,997 Minuten

Schnellste Runde 2007 Fernando Alonso, Vodafone McLaren Mercedes, 1.22,871 Minuten


Daten 2007 (Rennen):

Volllastanteil: 70 %
Topspeed: 351 km/h
Längste Volllastpassage: 16 sec / 1320 m
Gangwechsel pro Runde: 46
Reifenverschleiß: gering
Bremsverschleiß: sehr hoch
Abtriebslevel: sehr niedrig


Historie und Hintergrund: Die Geschichte der Rennstrecke reicht auf das Jahr 1922 zurück. Immer wieder wurde sie umgebaut, um das Tempo zu drosseln. 1935 wurden erstmals Schikanen eingerichtet. 1950 wurden zwei Steilkurven gebaut, die mittlerweile verfallen sind. Einst war die Strecke zehn Kilometer lang. In dieser Variante wurde sie 1961 zuletzt von der F1 befahren. In jenem Rennen verunfallte Graf Berghe von Trips tödlich, 15 Zuschauer wurden mit in den Tod gerissen. Monza forderte mehrfach Opfer. Inzwischen allerdings seit 30 Jahren nicht mehr, wozu nicht nur die bauliche Entschärfung, sondern vor allem die höhere Sicherheit der F1- Fahrzeuge beitrug. Seit der offiziellen Zeitrechnung der Formel 1 (ab 1950) wurden nirgendwo mehr GP ausgetragen als in dem von hohen Mauern umgebenen Park. 2008 startet die Formel 1 dort zum 58. Mal. Lediglich ein Großer Preis von Italien fand anderswo statt – 1980 in Imola. Die Stadt Monza liegt in der Lombardei und ist von Mailand aus in etwas mehr als einer halben Fahrstunde zu erreichen. Monza hat gut 120.000 Einwohner und ist seit dem 11. Juni 2004 offiziell Hauptstadt der neuen Provinz Monza und Brianza.
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Alt 12.09.2008, 17:26     #54
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Großer Preis von Italien – Training, Freitag – 12.09.08

Wetter: extremer Regen am Vormittag, nachmittags sonnig, 19-23°C Luft, 15-29°C Asphalt


Monza (IT). Nachdem das erste freie Training praktisch im Regen versunken war, wurde die zweite 90-Minuten-Sitzung vor dem Großen Preis von Italien umso geschäftiger. Die BMW Sauber F1 Team Fahrer Robert Kubica und Nick Heidfeld kamen problemlos über die Runden und belegten die Plätze zwei und drei auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park von Monza. Kubica fährt in Monza mit einem speziellen Helmdesign, das neben den polnischen auch die italienischen Nationalfarben wiedergibt. Kubica war bereits als 13-Jähriger von Polen nach Italien gezogen, um hier seine Kartkarriere fortzusetzen.


Robert Kubica: BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 2., 1.23,931 min
„Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen, insbesondere am Morgen, konnten wir unser geplantes Freitagsprogramm nicht fahren. Die Bedingungen verbesserten sich am Nachmittag, obwohl die Strecke nur langsam abtrocknete. Mit den sich verändernden Bedingungen in jeder einzelnen Runde ist eine Beurteilung der Resultate ziemlich schwierig. Ich hoffe, dass das Wetter morgen besser ist.“


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 3., 1.23,947 min
„Die Rundenzeiten sehen nicht schlecht aus, das war beim Test hier schon so. Die Balance meines Autos ist allerdings noch nicht so gut wie beim Test, was sicher auch damit zu tun hat, dass nach dem heftigen Regen wenig Gummi auf dem Asphalt liegt. Die weitere Wetterentwicklung wird auf jeden Fall eine wichtige Rolle spielen.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Nachdem wir hier in Monza vergangene Woche getestet hatten, waren die meiste Abstimmungsarbeit und der Reifenvergleich schon vor diesem Wochenende erledigt. Deshalb haben wir uns heute vor allem darauf konzentriert, die Balance der Autos weiter zu optimieren. Ich bin recht zuversichtlich, dass wir für den Rest des Wochenendes wettbewerbsfähig sein sollten.“
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Alt 13.09.2008, 16:03     #55
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BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Italien - Qualifikation

Wetter: Regen, 19-21° Luft, 18°C Asphalt


Monza (IT). Das komplette Qualifying zum Großen Preis von Italien auf dem Respekt einflößenden Hochgeschwindigkeitskurs von Monza fand auf nasser Strecke statt, was zu einer exotischen Startaufstellung führte. Robert Kubica verpasste den Sprung ins Top-Ten-Qualifying um 21 Tausendstelsekunden und wurde Elfter. Nick Heidfeld schaffte es in die turbulente Schlussphase, haderte dann aber mit der Reifenhaftung und belegte Platz zehn.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Qualifying 10., 1.39,906 min (3. Training: 6., 1.36,972 min)
„Das Qualifying lief unter diesen schwierigen Bedingungen zunächst ziemlich gut für mich. Aber nachdem ich im Top-Ten-Qualifying war, hatte ich mir mehr davon versprochen. Die letzten Runden waren enttäuschend. Anstatt mehr hatte ich immer weniger Grip. Wir müssen jetzt analysieren, woran das lag.“


Robert Kubica:
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Qualifying 11., 1.36,697 min in Q2 (3. Training: 12., 1.37,671 min)
„Wir hatten heute ein wenig Pech, denn der Abstand zu Position zehn und damit zum dritten Qualifying war denkbar knapp. Wir haben zu Beginn der zweiten Session einen neuen Satz Reifen aufgezogen. Unser Plan war es, keinen Boxenstopp zu machen. Es dauert in der Regel zwei bis drei Runden, um die neuen Reifen zum Arbeiten zu bringen. Die Strecke trocknete nach den ersten Runden ab, jedoch begann es dann stark zu regnen. Deshalb war ich nicht in der Lage, meine Rundenzeit weiter zu verbessern. Herzlichen Glückwunsch an Torro Rosso und Sebastian Vettel zur ersten Pole Position!“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Das war heute das turbulenteste Qualifying, an das ich mich erinnern kann. Unter diesen schwierigen Wetterbedingungen war es ein Lotteriespiel. Gratulation an Sebastian Vettel und Toro Rosso, die unter diesen Umständen eine hervorragende Leistung gezeigt haben. Schaut man auf das Klassement, dann finden sich einige Favoriten ungewohnt weit hinten wieder. Und auch wir sind natürlich mit den Startpositionen zehn und elf nicht zufrieden. Es kam heute darauf an, zum richtigen Zeitpunkt mit warmen Reifen eine freie Runde zu erwischen. Das hat bei uns nicht geklappt.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Nach unserer starken Vorstellung gestern im Trockenen sind wir von den Startpositionen zehn und elf natürlich enttäuscht. Robert hat den Sprung ins dritte Qualifying nicht geschafft, weil es gegen Ende des zweiten Teils stärker regnete. Die Startaufstellung sieht ziemlich anders aus als üblich, also können wir morgen mit einem spannenden Rennen rechnen. Natürlich muss man nun abwarten, wer auf welche Strategie gesetzt hat.“
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Alt 14.09.2008, 17:28     #56
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Großer Preis von Italien – Rennen, Sonntag – 14.09.08

Wetter: Regen zu Beginn, langsam abtrocknende Strecke, 14° Luft, 15°C Asphalt



Monza (IT). Von Startplatz elf aus holte Robert Kubica den zehnten Podestplatz der Saison für das BMW Sauber F1 Team. Der Pole wurde im aufregenden Großen Preis von Italien Dritter und stand nun 2008 bereits sechs Mal auf dem Podium. Nick Heidfeld war als Zehnter gestartet und wurde im Regenrennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza Fünfter.

Robert Kubica: 3. BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8 S
chnellste Runde: 1.30,298 min in Rd. 52 (zwölftschnellste insgesamt)
„Ich freue mich sehr, heute auf dem Podium zu stehen. Das Qualifying gestern war schwierig, als ich die Top Ten verpasst habe. Der einzige Vorteil davon war, dass ich meine Strategie frei wählen konnte, und wir haben uns für nur einen Stopp und einen sehr langen ersten Stint entschieden. Anfangs war die Sicht wirklich schlecht. Als das Safety-Car nach zwei Runden in die Box fuhr, habe ich Nick vor der ersten Schikane überholt und ihn dabei nicht einmal gesehen. Es war wirklich gefährlich. Dann konnte ich mein Tempo fahren, aber gegen Ende des ersten Stints bekam ich Probleme mit den Reifen, offenbar, weil mein Auto ja so schwer gewesen war. Wir hatten dann Glück mit dem Timing für unseren Boxenstopp, weil der Moment genau richtig war, um von Regenreifen auf Intermediates zu wechseln. Ab dann konnte ich meine Position recht leicht kontrollieren. Platz drei war der verdiente Lohn für das ganze Team. Gratulation an Sebastian und Toro Rosso für den heutigen Sieg.“


Nick Heidfeld: 5. BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.29,807 min in Rd. 53 (sechstschnellste insgesamt)
„Von Startplatz zehn aus Fünfter zu werden, geht in Ordnung, aber optimal war mein Rennen nicht. Ich habe einen Platz an Robert verloren, als das Rennen nach zwei Runden hinter dem Safety-Car freigegeben wurde. Es war richtig, uns hinter dem Safety-Car losfahren zu lassen. Nach zwei Runden war die Sicht noch immer so schlecht, dass ich viel zu früh verzögert habe, so konnte Robert durchschlüpfen. Diesmal hat mir das Team die Reifenentscheidung abgenommen. Das wollte ich auch so, weil man an der Box natürlich viel mehr Informationen zum Wetter hatte. Es war absolut richtig, auf Intermediates zu wechseln. Heute war es entscheidend, fehlerfrei über die Runden zu kommen und nicht neben der Strecke zu landen. Ich bin froh, dass ich zum Schluss schnell genug war, um Felipe Massa und Lewis Hamilton hinter mir halten zu können. Ganz herzliche Glückwünsche auch von mir an Sebastian und Toro Rosso zu diesem phantastischen Sieg.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Es war das erwartet turbulente Rennen, nur nicht für den Mann an der Spitze. Toro Rosso hatte unter diesen Bedingungen das beste Auto, und Sebastian Vettel hat mit einer souveränen Leistung den ersten Sieg für sich und sein Team errungen. Da kann man nur den Hut ziehen. Auch für uns ist es heute perfekt gelaufen. Entscheidend war die Rennstrategie. Wir konnten mit beiden Autos sehr spät tanken und bei unserem einzigen Boxenstopp auf Intermediates wechseln. Es war genau der richtige Zeitpunkt, so dass beide Fahrer von ihren ungünstigen Startpositionen weit nach vorne fahren konnten. Robert und Nick waren bei diesen schwierigen Bedingungen fehlerfrei unterwegs. Robert holte die zehnte Podiumsplatzierung für unser Team, Nick schaffte Platz fünf, das Team verabschiedet sich mit zehn Punkten aus Europa. Monza war erneut ein gutes Pflaster für uns.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Das war ein sehr spannendes Rennen mit vielen Überholmanövern und einem tollen Resultat für uns. Wir haben unser Punktekonto zum Abschluss der Europasaison noch einmal um zehn Zähler aufgestockt. Das gute Ergebnis ist ganz klar auf die starken Leistungen der Fahrer zurückzuführen. Nick war einer der ersten, die auf Intermediates gewechselt haben, und Robert fuhr bei diesen schwierigen Bedingungen fehlerfrei aufs Podium. Wenn man von den Startplätzen zehn und elf ins Rennen geht und zehn Punkte holt, ist das eine sehr gute Leistung. Technisch gab es keine Probleme. Gratulation an Sebastian Vettel und Toro Rosso für diese erstklassige Vorstellung.“
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Großer Preis von Singapur. 26. – 28. September 2008

15. von 18 WM-Läufen Vorschau.



München/Hinwil, 19. September 2008. Wenn es am Wochenende des 26. bis 28. September Nacht wird in Singapur, geht es rund: Die Formel 1 trägt das erste Nachtrennen der Geschichte aus. Für den 15. von 18 WM-Läufen der Saison 2008 wird ein gut fünf Kilometer langer Stadtkurs in der asiatischen Hafenmetropole unter Flutlicht gesetzt. Kunstlicht ist ein beherrschendes Thema im Vorfeld des Großen Preises von Singapur, und so ist die Illumination der deutschen Künstler Friedrich Förster und Sabine Weißinger, besser bekannt als „Casa Magica“, überaus passend. Credit Suisse präsentiert auf der Fassade des Meritus Marina Hotels Impressionen der Partnerschaft und Parallelen zwischen der Arbeit des renommierten Schweizer Finanzinstituts und dem BMW Sauber F1 Team. Die Projektion erstrahlt vom 25. bis zum 28. September von Sonnenuntergang bis Mitternacht. Für die technische Vorbereitung auf den neuen Stadtkurs spielt die Austragung bei Nacht indes praktisch keine Rolle. Das BMW Sauber F1 Team hat sich für seinen 50. Grand Prix mittels seiner Simulationswerkzeuge genauso vorbereitet wie erst kürzlich auf den neuen Stadtkurs von Valencia. Auf Basis der Streckendaten wurde die voraussichtliche Ideallinie errechnet. In verschiedenen Fahrzeugkonfigurationen wurden Rundenzeiten simuliert. Für die mechanische Abstimmung wurden die Gewichtsverteilung sowie die Feder- und Dämpferkennung bestimmt. Anhand der errechneten Geschwindigkeiten hat das Team die Getriebeübersetzung festgelegt und unter Berücksichtigung von Abtriebsniveau und Streckencharakteristik den Belastungsgrad der Bremsen ermittelt, um das Material und die erforderliche Bremsbelüftung zu definieren. Bis zum ersten Fahreinsatz ungeklärt bleibt zwangsläufig die Frage nach dem Grip der Asphaltoberfläche und dem Reifenverschleiß. Einfach zu ignorieren, ob es gerade hell oder dunkel ist, empfiehlt sich für den Biorhythmus des gesamten aus Europa anreisenden Formel-1-Trosses. Gefrühstückt wird dann, wenn in Singapur das Mittagessen schon vorbei ist, gefahren wird am Abend, gearbeitet bis in die frühen Morgenstunden.


Nick Heidfeld: „Alle sind extrem gespannt auf den Großen Preis von Singapur. Erstens, weil wir es mit einer neuen Rennstrecke zu tun haben, zweitens, weil es ein Stadtkurs ist, und drittens natürlich, weil wir nachts fahren werden. Mit dem Flutlicht soll es zwar taghell sein, aber wie die Lichtbedingungen im Formel-1-Tempo wirken, das hat eben einfach noch keiner ausprobiert. Ich hätte es begrüßt, wenn es eine Testchance gegeben hätte, zumal im Regen. Regen in Kombination mit dem Kunstlicht ist für mich die größte Unbekannte bei diesem Rennen. Das Klima dürfte ähnlich sein wie nebenan in Kuala Lumpur, und da regnet es erfahrungsgemäß häufig, vor allem am frühen Abend. Die Idee, ein Nachtrennen zu veranstalten, finde ich prinzipiell super. Ich bin eher Nachtmensch, gehe gern spät schlafen und stehe ungern früh auf. Von daher wird mir der Rhythmus dieses Rennwochenendes entgegenkommen. Man muss sich darauf einstellen. Es ist wichtig, zur richtigen Zeit zu essen und zu schlafen, um topfit zu sein, wenn man gefordert ist. Wir werden vermutlich nicht allzu viel Freizeit haben, aber da das Rennen mitten in der Stadt ausgetragen wird, werden wir schon einiges mitbekommen und die Atmosphäre spüren. Ich war noch nie in Singapur, wenn man von Aufenthalten am Flughafen einmal absieht, und erwarte eine pulsierende und interessante asiatische Metropole.“


Robert Kubica: „Ich freue mich auf Singapur, denn das Rennen wird der zweite neue Grand Prix der Saison. Es ist immer interessant, auf neuen Strecken zu fahren, und ich bin unheimlich gespannt. Darüber hinaus bin ich extrem froh, auf einem weiteren Stadtkurs zu fahren, denn ich bin ein großer Fan von Stadtkursen. Viele Menschen finden es interessant, dass das Rennen ein Nachtrennen ist. Aus der Fahrerperspektive jedoch erwarte ich keinen großen Unterschied, ob wir nun nachts oder tagsüber fahren. Die Wetterbedingungen und die damit verbundene Lichtsituation werfen noch einige Fragen auf. Ich bin jedoch sicher, dass die FIA alles dafür getan hat, um das Rennen sicher zu machen.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: „Singapur ist in dieser Saison nach Valencia die zweite Unbekannte im Kalender. Beides sind Stadtrennen, doch in Singapur wird darüber hinaus noch bei Nacht gefahren. Und das in einer Metropole Asiens vor großer Kulisse. Dies wird für zusätzliche Attraktivität und Spannung sorgen. Man braucht sich nur die spezielle Atmosphäre eines Fußballspiels unter Flutlicht anzusehen: Die Umgebung tritt in den Hintergrund, das eigentliche Geschehen rückt ins Zentrum. Die Premiere in Singapur wird nach meiner Erwartung der Saison-Höhepunkt. Bei einem Treffen der Teammanager in Singapur wurde die Strecke besichtigt und die Beleuchtungsanlage vorgeführt.

Der Eindruck: Es wird zwar bei Nacht gefahren, doch es wird taghell sein. Offen ist allein die Frage, ob bei Regen Lichtreflektionen von der nassen Fahrbahn ausgehen. Das werden auch wir erst wissen, wenn der Fall eintritt. Wir freuen uns sehr auf ein weiteres Rennen in einer boomenden Region. Die Vielfalt von Rennstrecken, auf denen die Königsklasse in diesem Jahr im Einsatz ist, halte ich für richtig und sinnvoll - und vor allem für sehr attraktiv für die Zuschauer. Das Gesamtpaket ist die wohl spektakulärste Streckenmischung, die es in der Formel 1 je gab. Nick und Robert haben zuletzt beim Doppelpack in Spa und Monza nicht nur unser diesjähriges Konto auf zehn Podestplätze aufgestockt, sondern wir haben auch 21 Punkte gesammelt – so viele wie kein anderes Team. Diesem guten Abschneiden bei den beiden letzten Europa-Rennen des Jahres wollen wir ein starkes Saisonfinale folgen lassen.“


Willy Rampf, Technischer Direktor: „Aus Sicht der Zuschauer wird der Große Preis von Singapur, das erste Nachtrennen in der Geschichte der Formel 1, ein Highlight im Wortsinne. Die Strecke hat zahlreiche 90-Grad- Kurven im Geschwindigkeitsbereich um 100 km/h, weshalb die Traktion oberste Priorität genießt. Das Abtriebsniveau ist hoch, vergleichbar mit jenem in Monaco. Die größte Unbekannte ist derzeit noch der Fahrbahnbelag. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss wird die fehlende Sonneneinstrahlung haben, werden doch die Asphalttemperaturen niedriger sein als bei anderen Rennen in diesen Breiten. Das gilt es bei der Abstimmung der Autos zu berücksichtigen. Weil die Strecke für alle neu ist, werden wir uns ganz auf unsere Simulation verlassen, die sich in der Vergangenheit sehr gut bewährt hat. Die ungewöhnlichen Arbeitszeiten werden allen Beteiligten bestimmt einiges abverlangen und zugleich eine interessante Erfahrung. Wir haben in Jerez einige neue Aerodynamik-Teile getestet, die wir in Singapur einsetzen werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere positive Serie der vergangenen Rennen fortsetzen können und freue mich auf diese neue Herausforderung.“


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum Singapur/28. September 2008

Startzeit (lokal/UTC) 20:00 Uhr/12:00 Uhr (14:00 Uhr in Zentraleuropa)

Runde/Renndistanz 5,067 km/309,087 km (61 Runden)



Historie und Hintergrund: Die ersten Aufzeichnungen zur Geschichte Singapurs sind chinesische Schriften aus dem dritten Jahrhundert. Die Entwicklung des modernen Stadtstaates begann 1819, als Sir Thomas Stamford Raffles dort im Namen der britischen ostindischen Handelskompanie die erste Niederlassung gründete. 1824 hatte die Kompanie die gesamte Insel vereinnahmt, die sie dem Sultan von Johor abgekauft hatte. 1867 wurde Singapur britische Kronkolonie. Von 1942 bis 1945 war Singapur in Folge eines erfolgreichen Angriffes der Japaner unter deren Herrschaft, danach wurde es wieder an die Briten zurückgegeben. Seit dem 1. September 1963 ist Singapur unabhängig und wurde Mitglied einer Föderation mit Malaya, Sabah und Sarawak. Nach massiven Unruhen wurde Singapur aus diesem Verband ausgeschlossen und ist seit 1965 selbstständig. Die überlieferte Geschichte über den Namen des Staates ist hingegen alles andere als kampfbetont: Er stammt aus dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus Singha (Löwe) und Pura (Stadt). Gemäß der Legende begegnete ein hinduistischer Prinz einst einem Löwen im dichten Dschungel. Ein gegenseitiger Blick in die Augen verhinderte einen Kampf – der Prinz ließ sein Schwert sinken, der Löwe zog sich zurück.

Kritiker stören sich an den autoritären Kontrollmechanismen und extrem harten Strafen im Staat Singapur, Befürworter loben Sauberkeit sowie geringe Korruption und Kriminalität. Das Staatsgebiet erstreckt sich derzeit über rund 700 Quadratkilometer und wird mittels Landgewinnung weiter wachsen. Derzeit leben mehr als viereinhalb Millionen Menschen im Inselstaat. Es gibt vier Amtssprachen: Malaiisch, Chinesisch, Tamilisch und Englisch. Die wirtschaftliche Bedeutung Singapurs begründet sich traditionell im Hafen, der einer der größten und modernsten Umschlagsplätze der Welt ist, sowie im Finanzwesen.

Einsatz in Südkorea: Das BMW Sauber F1 Team und Nick Heidfeld werden zwischen den Großen Preisen von Singapur und Japan noch einen weiteren Einsatz in Asien absolvieren. Am Samstag (4. Oktober) wird es eine Demonstrationsfahrt in Seoul geben, am Sonntag (5. Oktober) eine weitere im gut 250 Kilometer südlich gelegenen Gwang Ju. 2010 soll in Südkorea erstmals ein Formel-1-Rennen ausgetragen werden.
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Alt 26.09.2008, 19:51     #58
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Großer Preis von Singapur – Training, Freitag – 26.09.08

Wetter: trockene Strecke, feuchte Luft, 28°C Luft, 27-29°C Asphalt


Singapur (SG). Die mit Spannung erwarteten ersten Nachttrainings der Formel-1-Geschichte verliefen reibungslos für das BMW Sauber F1 Team. Licht und Sicht boten keinen Grund zur Klage, die einzigartige Atmosphäre sorgte für ungewohnten Zuschauerandrang im freien Training zum Großen Preis von Singapur, dem 50. GP des BMW Sauber F1 Teams.

Robert Kubica: BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
1. Training: 5., 1.46,618 min / 2. Training: 6., 1.46,384 min
„Das Training war eine Prüfung, wie erwartet – nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Autos. Man ist pausenlos in Kurven, und der Belag ist sehr uneben, an zwei, drei Stellen ist das extrem. Es ist sehr wichtig, dass das Auto eine stabile Straßenlage hat, weil man in einigen Ecken sonst zu viel Zeit verliert. Ich habe mir den Kurs in der ersten Runde eingeprägt, und weil ich auch schnell war, konnten wir gleich mit der Abstimmungsarbeit beginnen. Im zweiten Training haben wir den Reifenvergleich erledigt. Jetzt werden wir analysieren, was wir für Samstag noch verbessern können.”


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
1. Training: 8., 1.46,964 min / 2. Training: 16., 1.47,760 min
„Mein Trainingstag hier lief insgesamt gut, auch wenn meine schnellste Runde aus der zweiten Session das nicht vermuten lässt. Die Strecke hier macht sehr viel Spaß. Sie ist viel mehr Stadtkurs als die neue Strecke in Valencia und auch herausfordernder. Hier ist alles deutlich enger. Als ich die Strecke Mittwochnacht abgelaufen bin, kamen mir die Geraden noch relativ lang vor, aber im Formel-1-Tempo ist das natürlich anders. An die künstliche Beleuchtung gewöhnt man sich sehr schnell, nach ein, zwei Runden hat man das vergessen, obwohl die Helligkeit nicht überall genau gleich ist. Ein Thema sind die Bodenwellen, davon gibt es eine ganze Menge. Mit dem Rhythmus, die Nacht zum Tage zu machen, habe ich kein Problem. Ich bleibe einfach lange auf und schlafe dann bis mittags, um in den späten Abendstunden fit zu sein.“

Willy Rampf (Technischer Direktor): „Das war ein gelungener Auftakt in das wohl ungewöhnlichste Rennwochenende des Jahres. Das Ambiente hier ist phantastisch, die Stimmung einzigartig. Beide Fahrer haben nur ein paar Runden gebraucht, um sich auf die neue Strecke einzustellen. Nach dieser kurzen Eingewöhnungsphase haben wir uns wie sonst auch auf die Rennvorbereitungen konzentriert. Wir haben einige Änderungen an der Fahrzeugabstimmung durchgeführt und werden die Daten heute Nacht noch analysieren.“
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Alt 27.09.2008, 20:39     #59
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Großer Preis von Singapur – Qualifikation, Samstag – 27.09.08

Wetter: trockene Strecke, feuchte Luft, 29-31°C Luft, 31-32°C Asphalt


Singapur (SG). Das BMW Sauber F1 Team hat sich gute Startplätze für das erste Nachtrennen der Formel-1-Geschichte gesichert. Robert Kubica qualifizierte sich in der heißen nächtlichen Session für Position vier, Nick Heidfeld fuhr in der Qualifikation vor dem Großen Preis von Singapur die sechstschnellste Zeit.


Robert Kubica: BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
Qualifying 4., 1.45,779 min (3. Training: 7., 1.45,425 min)
„Mein Qualifying war ziemlich gut. Ich bin zufrieden mit Platz vier, jedoch nicht mit meiner letzten Runde. Ich hatte wenig Grip. Im letzten Stint von Q3 hatte ich nahezu keine Haftung im ersten Sektor. Ich verlor dort ziemlich viel Zeit, denn ich hatte Felipe Massa auf seiner Outlap vor mir. Vielleicht war das der Grund, dass die Reifen nicht richtig auf Temperatur kamen. Wie dem auch sei, das Rennen wird eine komplett andere Geschichte. Es wird ziemlich anstrengend werden, denn die Strecke ist sehr wellig und anspruchsvoll. Der Reifenabbau wird ein entscheidender Faktor sein.“


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Qualifying 6., 1.45,964 min (3. Training: 11., 1.45,689 min)
„Ich bin recht zufrieden, meine Runde war gut. Wir haben seit den ersten Trainings am Freitag einiges umgebaut, und das meiste davon war richtig. Das Auto ist besser geworden, und ich habe mich langsam an den Kurs hier herangetastet und auch gesteigert. Morgen ist ein guter Start extrem wichtig. Überholen ist hier unheimlich schwierig, weil die Strecke sehr eng ist und neben der Ideallinie dreckig und noch welliger. Das könnte einer der härtesten Grand Prix des Jahres werden.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Das war eine sehr gute Leistung beider Fahrer unter nicht einfachen Bedingungen. Wir mussten permanent mit einer Gelbphase rechnen. Außerdem war nicht eindeutig, welcher Reifentyp der schnellere ist. Wir sind daher schon im ersten und zweiten Qualifyingabschnitt je zwei Mal raus gefahren und haben beide Reifenmischungen eingesetzt. Am Ende ist Robert mit den härteren Reifen auf Platz vier und Nick mit den weicheren auf Position sechs gefahren. Das sind sehr gute Ausgangspositionen für das Rennen.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Das war ein sehr spannendes Qualifying. Mit den Startpositionen vier und sechs sind wir für das erste Nachtrennen der Formel 1 gut gerüstet. Beide Fahrer waren unter diesen schwierigen Umständen sehr gut unterwegs und haben fehlerfreie Runden geschafft. Obwohl hier das Überholen sehr schwierig werden dürfte, freuen wir uns auf ein spannendes Rennen.“
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Alt 28.09.2008, 17:30     #60
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Großer Preis von Singapur – Rennen, Sonntag – 28.09.08

Wetter: trockene Strecke, 28-30°C Luft, 31-32°C Asphalt, 66-79 % Luftfeuchtigkeit


Singapur (SG). Anstatt der befürchteten Prozession auf dem engen Singapore Marina Circuit erlebte das Publikum beim ersten Nachtrennen der Formel 1 spannenden Rennsport. Die Beute für das BMW Sauber F1 Team fiel mit drei Punkten für Nick Heidfeld (Platz sechs) allerdings etwas mager aus. Robert Kubica hatte großes Pech, weil er während einer Safety-Car-Phase tanken musste, als die Boxengasse noch geschlossen war. Nach der Bestrafung wurde der Pole noch Elfter.

Nick Heidfeld: 6. BMW Sauber F1.08-07 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.47,306 min in Rd. 14 (elftschnellste insgesamt)
„Obwohl man sich im Grunde nicht beschweren kann, wenn man von Startplatz neun aus Sechster wird, finde ich es unheimlich schade, dass ich heute keine Chance hatte, meinen wahren Speed zu zeigen. Mein Auto war sehr gut, und ich hätte viel schneller fahren können, wenn ich nicht ständig im Verkehr festgesteckt hätte. Ich habe sogar Sprit gespart und die Reifen geschont, weil ich hoffte, dass die anderen sich ihre Reifen ruinieren und ich dann später angreifen kann. Einige hatten später auch Probleme mit ihren Reifen, aber mein Vorteil hat trotzdem nicht für einen Angriff gereicht. Mein Start war gut, ich habe es immerhin an Nico Rosberg vorbei geschafft. Jedenfalls habe ich kaum geschwitzt, weil mein Rennen einfach nicht anstrengend war.“


Robert Kubica: 11. BMW Sauber F1.08-05 / BMW P86/8
Schnellste Runde: 1.46,899 min in Rd. 14 (sechstschnellste insgesamt)
„Das Rennen war physisch sehr hart. Es gibt hier so viele Bodenwellen, ich hoffe wirklich, dass die Veranstalter an dem Streckenbelag fürs nächste Jahr etwas tun werden. Außerdem wurde die Sicht immer schlechter, weil ich müde wurde. Während der letzten 15 Runden hatte ich fürchterliche Kopfschmerzen. Die Entscheidung, nicht gleich in der ersten Runde, während die Boxengasse geschlossen war, zum Tanken zu kommen, war unglücklich und hat mich das Rennen gekostet, weil die anderen Autos hinter mir die Lücke schließen konnten. Das Team hoffte natürlich, dass die Boxengasse rasch wieder geöffnet würde, aber das war eben nicht so. So etwas gehört zum Rennsport.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor): „Die Formel-1-Geschichte ist um ein spektakuläres Kapitel erweitert worden. Das erste Nachtrennen war ein voller Erfolg, Kompliment an die Verantwortlichen. Das Rennen selbst war turbulent und durch die erste Safety-Car-Phase bestimmt. Leider hat die Pit-Lane-Regel Robert dann komplett aus dem Rennen geworfen, während Nick gerade so lange draußen bleiben konnte, bis die Boxengasse wieder geöffnet wurde. Für Robert ist es sehr schade, denn er war gut unterwegs, weitere wichtige Punkte in der Gesamtwertung zu holen. Nick hat als Sechster drei Plätze gut gemacht und drei Zähler eingefahren. Auch bei den direkten Konkurrenten lief längst nicht alles nach Plan. Neben Nick hat von den ersten Sechs der Gesamtwertung nur noch Lewis Hamilton gepunktet. Gratulation an Renault und Fernando Alonso für den Sieg in diesem aufregenden Rennen.“


Willy Rampf (Technischer Direktor): „Der Rennstart war für unsere Fahrer okay. Robert hat seine Position verteidigt, Nick hat einen Platz gewonnen. Damit waren wir mit beiden Fahrzeugen wie geplant unterwegs und konnten zu den hinter uns liegenden Autos einen Vorsprung herausfahren. Dann jedoch hat die erste Safety-Car-Phase Roberts Rennen komplett zerstört. Wir mussten nachtanken, obwohl die Boxengasse noch geschlossen war. Die daraus resultierende Strafe hat Robert leider hoffnungslos zurückgeworfen – und das auf einer Strecke, auf der Überholen sehr schwierig ist. Am Ende rette Nick immerhin drei Zähler, damit haben wir 2008 auch weiterhin in jedem Rennen gepunktet.“
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