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Alt 17.02.2008, 09:40     #1
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BMW Sauber F1 Team Pressemappe 2008

Das Team.


Die Saison.



Die Technik.


Die Fahrer.



Das Management.


Die Historie.

Websites.
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Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. (Albert Einstein)

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Alt 17.02.2008, 09:43     #2
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2008 mit hohem Ziel.

Das BMW Sauber F1 Team strebt nach dem ersten Sieg.

Die Aufbauphase ist beendet, die Motivation hoch und das Ziel ambitioniert: Das BMW Sauber F1 Team hat sich für seine dritte Saison in der Formel 1 den ersten Rennsieg vorgenommen. „Das ist ehrgeizig“, gibt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen zu, „dafür müssen wir uns in jedem Bereich weiter verbessern. Aber die vergangenen zwei Jahre stimmen uns zuversichtlich: Wir haben unsere Ziele jeweils erreicht, die eingeschlagene Richtung stimmt, alle Mitarbeiter in München und Hinwil sind fokussiert. Wenn wir diesen Weg konsequent weiter gehen, werden wir unsere Ziele auch 2008 erreichen.“

Das Team geht diese Herausforderung mit denselben Stammpiloten wie 2007 an – der Deutsche Nick Heidfeld (30) und Robert Kubica (23) aus Polen werden den neuen BMW Sauber F1.08 in den 18 Grands Prix zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2008 steuern.


Heidfeld, der 2007 erneut die meisten Punkte für das Team und zwei Podestplätze geholt hat, sagt: „Es ist grundsätzlich schwierig, Erwartungen und Prognosen anzustellen. Aber ich hoffe, dass unser Plan aufgeht und wir 2008 das erste Rennen gewinnen. Ich erwarte von unserem Team, dass wir uns in allen Belangen steigern, speziell in der Standfestigkeit, und dass wir aus Fehlern lernen. Dieser Reifeprozess ist das A und O.“

Kubica ergänzt: „Ich will in meiner zweiten kompletten Formel-1-Saison außerdem mehr Konstanz in meinen Ergebnissen. Im Vorjahr haben mich Ausfälle und der Unfall in Kanada mit dem folgenden Startverbot in den USA Punkte gekostet. 2008 müssen wir alle noch besser werden und jede sich bietende Chance hundertprozentig nutzen.“

Theissen hält große Stücke auf die beiden Piloten: „In Nick und Robert haben wir ein starkes und sich ebenbürtiges Duo. Für unsere junge Mannschaft, die 2006 und 2007 parallel zur WM den strukturellen und personellen Aufbau weiter vorantreiben musste, ist auch der Faktor Konstanz ein Plus. Wir wissen, dass diese Beiden das Maximum aus dem herausholen, was wir ihnen zur Verfügung stellen. Der F1.07 war gut. Mit den gewachsenen Ressourcen sollte der F1.08 noch besser sein.“



Der neue BMW Sauber F1.08.

Für den Technischen Direktor Willy Rampf verdichtet sich die Philosophie des Rennwagens für die Saison 2008 zu dem Ausdruck „radikale Evolution“. Denn die Ingenieure besaßen in dem Vorjahresfahrzeug eine gute Basis für den BMW Sauber F1.08. Sie mussten sich nicht damit aufhalten, Fehler zu korrigieren. Sie konnten Erkenntnisse aus der Saison 2007 nutzen und ihre Energie in darauf aufbauende Innovationen investieren.

Im Fokus der Entwicklung standen die Ziele hohe aerodynamische Effizienz bei gleichzeitig stabiler Aero-Balance – je weniger Abtrieb das Auto bei eingeschlagenen Rädern verliert, desto schneller ist es und desto mehr Vertrauen vermittelt es den Fahrern. Weitere Entwicklungsziele waren die Verbesserung von mechanischem Grip, um die Einheitsreifen bestmöglich zu nutzen, sowie die Gewichtsreduktion einiger Komponenten, um möglichst viel Ballast für eine optimierte Gewichtsverteilung einsetzen zu können.


Während das Aerodynamik-Reglement für 2008 gegenüber dem Vorjahr konstant blieb, haben zwei andere Regeländerungen massiven Einfluss: die Einführung der Standard-Elektronik (SECU) und die neue Laufzeit-Vorgabe für die Getriebe, die nun vier Grands Prix halten müssen. Mit der SECU entfällt unter anderem die Traktionskontrolle – dadurch steigt die Bedeutung von mechanischem Grip und sensiblem Gasfuß.
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Geändert von Martin (17.02.2008 um 13:10 Uhr)
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Alt 17.02.2008, 09:45     #3
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2006 erfolgreiches Debüt.

Besonders augenfällig ist der mächtige Frontflügel des F1.08. Die Fahrzeugnase indes ist ebenso schlanker geworden wie das Heck mit einer engeren Motorabdeckung, die zudem völlig neue Zusatzflügel trägt. Eine weitere, auf den ersten Blick erkennbare Neuerung sind die Felgenabdeckungen.

Der BMW Sauber F1.08 wurde am 14. Januar 2008 in München der Weltöffentlichkeit präsentiert. „Die Daten, die der F1.08 vor seinem Roll-out geliefert hat“, sagt Rampf, „sind viel versprechend. Und die Entwicklung bis zum Saisonstart läuft weiter auf Hochtouren: Bereits für das erste Rennen in Melbourne am 16. März haben wir ein weiteres Aero-Paket auf Kiel gelegt, das auch das Aussehen des F1.08 noch einmal verändern wird.“


Aufbauphase abgeschlossen.

Das BMW Sauber F1 Team war in der Saison 2007 konstant dritte Kraft und wurde – nach dem Ausschluss von McLaren Mercedes – Zweiter in der Weltmeisterschaft der Konstrukteure. Die Debütsaison 2006 hatte die Mannschaft auf dem fünften WM-Rang abgeschlossen. In den beiden ersten Jahren wurden je zwei Podestplätze verbucht, drei dritte und ein zweiter Platz.
Parallel zum unerbittlichen Rhythmus von Renn- und Testkalender bewältigte das BMW Sauber F1 Team in den ersten beiden Jahren seinen personellen und logistischen Aufbau. Der Standort Hinwil bei Zürich wurde seit der Übernahme durch BMW am 1. Januar 2006 konsequent ausgebaut. Der Personalstand wuchs um über 150 auf 420 Mitarbeiter, Ende 2007 wurde ein Erweiterungsbau bezogen. In der Münchener Zentrale sind unverändert rund 300 Mitarbeiter mit dem Formel-1-Projekt beschäftigt.


Trotz einer extrem kurzen Startphase – zwischen der Entscheidung zur Übernahme der Mehrheitsanteile an Sauber durch BMW und der Team-Präsentation lag nur ein halbes Jahr – gelangen der jungen Mannschaft in der Debütsaison bereits überraschende Erfolge. 19 Mal schaffte ein Fahrer des BMW Sauber F1 Teams den Sprung ins Top-Ten-Qualifying (10 Mal Heidfeld, 5 Mal Kubica, 4 Mal Jacques Villeneuve). Der beste Startplatz wurde Rang drei in Monza (Heidfeld). 15 Mal fuhr ein Pilot in die Punkteränge (10 Mal Heidfeld, 4 Mal Villeneuve, 1 Mal Kubica). Sogar zwei Pokale eroberte das Team – Heidfeld wurde in Budapest Dritter, Kubica in Monza. Das BMW Sauber F1 Team beendete seine erste Rennsaison mit 36 Punkten auf dem fünften Rang der Konstrukteurs-WM.

Das Team hatte die Saison 2006 mit Heidfeld und Villeneuve als Einsatzpiloten begonnen. Kubica beeindruckte trotz seiner Unerfahrenheit von Anfang an mit hervorragenden Leistungen bei Testfahrten und in den Trainings an den Freitagen der GP-Wochenenden.


Zum 13. Grand Prix des Jahres erhielt Kubica in Budapest die Chance, den zweiten F1.06 neben Heidfeld im Rennen zu steuern. Unter schwierigsten Bedingungen machte er sein Gesellenstück und kam als Siebter ins Ziel. Er war 51 Runden auf Intermediates gefahren. Der unerwartet hohe Reifenverschleiß führte zusammen mit einem leeren Feuerlöscher, der seine zwei Kilogramm Leichtwasser bei einem Leitplankenkontakt preisgegeben hatte, zu zwei Kilogramm Untergewicht bei der technischen Nachuntersuchung und damit zur Disqualifikation des Polen.

Seine Rennreife indes hatte Kubica bewiesen. Wenige Tage später trennten sich das Team und Villeneuve. Ab dem folgenden GP in der Türkei übernahm Sebastian Vettel die Rolle des Freitagsfahrers. Für 2007 wurde er als Test- und Ersatzfahrer neben Heidfeld und Kubica bestätigt. Timo Glock wurde zweiter Testfahrer.

Ergebnisse des BMW-Sauber F1 Teams 2006 als PDF
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Geändert von Martin (17.02.2008 um 13:11 Uhr)
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Alt 17.02.2008, 09:47     #4
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2007 schon dritte Kraft.

Das BMW Sauber F1 Team sammelte in seiner ersten Saison 36 WM-Punkte. In seiner erst zweiten Saison übertraf das BMW Sauber F1 Team alle Erwartungen. Mit 36 Punkten aus der Debütsaison war die Mannschaft als WM-Fünfter mit einem deutlichen Rückstand von 50 Zählern auf das viertplatzierte Team angetreten – und präsentierte sich 2007 vom ersten Grand Prix an als dritte Kraft. Am Ende standen 101 WM-Punkte zu Buche.

An jedem der 17 GP-Wochenenden fuhren beide Fahrer ins Top-Ten-Qualifying und mindestens einer am Sonntag in die Punkteränge.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen zog ein positives Fazit unter eine anstrengende Saison: „Wir haben unsere eigenen Zielvorgaben übertroffen und sind stolz darauf. Dass wir nach dem Urteil gegen McLaren Mercedes auf dem Papier WM-Zweiter wurden, täuscht uns nicht darüber hinweg, dass in der Saison 2007 vier Autos im Feld klar schneller waren als unsere.“

Nick Heidfeld fuhr als Zweiter in Kanada und als Dritter in Ungarn zwei Podestplätze ein. Er punktete in 14 von 17 Rennen und erzielte als WM-Fünfter mit 61 Zählern das beste Endergebnis seiner bisherigen Formel-1-Karriere. Robert Kubica fuhr in elf Grands Prix unter die ersten Acht und belegte mit 39 WM-Punkten als Sechster den Platz hinter seinem Teamkollegen. Nach einem schweren Unfall beim Grand Prix Kanada hatte der Pole das Rennen in den USA auslassen müssen.


Heidfeld und Kubica lagen fast immer gleichauf und bewiesen beide Zweikampfstärke auf der Strecke. Im August wurden beide Fahrer für die Saison 2008 bestätigt. Test- und Ersatzfahrer Sebastian Vettel wechselte zum GP Ungarn in ein Renncockpit der Scuderia Toro Rosso. Timo Glock stand fortan als Ersatzfahrer zur Verfügung.

In dem BMW Sauber F1.07 hatte das Team im zweiten Jahr seiner Aufbauphase den drittbesten Formel-1-Rennwagen gebaut. Im September war der dritte WM-Platz zementiert – von nun an wurde mit ganzer Kraft für die Saison 2008 entwickelt. Die Bedingungen dafür wurden stetig verbessert: Der angestrebte Personalstand von 430 Mitarbeitern in Hinwil war zu Saisonende fast erreicht, der neue Erweiterungsbau bezugsfertig.

Das BMW Sauber F1 Team sammelte im zweiten Jahr 101 WM-Punkte.

Ergebnisse des BMW-Sauber F1 Teams 2007 als PDF
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Geändert von Martin (17.02.2008 um 13:12 Uhr)
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Alt 17.02.2008, 09:51     #5
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Chronologie – die wichtigsten Daten.

Chronologie – die wichtigsten Daten als PDF
  • 22. Juni 2005 Mit einer Pressekonferenz in München wird die Mehrheitsbeteiligung von BMW an der Sauber AG bekanntgegeben.
  • 16. September 2005 BMW gibt die Verpflichtung von Nick Heidfeld bekannt.
  • 14. November 2005 Der Name „BMW Sauber F1 Team“ steht fest.
  • 28. November 2005 Erster Test des Interimschassis Sauber C24B mit dem BMW P86 V8-Motor in Barcelona.
  • 1. Dezember 2005 Jacques Villeneuve wird als Fahrer bestätigt.
  • 20. Dezember 2005 Robert Kubica wird Test- und Ersatzfahrer des Teams.
  • 1. Januar 2006 Vollzug der Anteilsübernahme durch BMW.
  • 16./17. Januar 2006 Das BMW Sauber F1 Team wird in Valencia der Öffentlichkeit vorgestellt. Der BMW Sauber F1.06 erlebt seine erste Ausfahrt.
  • Februar 2006 Bauantrag für den Erweiterungsbau in Hinwil.
  • 12. März 2006 Das BMW Sauber F1 Team startet in Bahrain zu seinem ersten Grand Prix.
  • 19. März 2006 Im zweiten Rennen holt das Team die ersten WM-Punkte. Villeneuve wird in Malaysia Siebter.
  • 2. April 2006 Im dritten GP fahren beide Piloten in die Punkte. In Australien wird Heidfeld Vierter, Villeneuve Sechster.
  • April 2006 Konzeptionsbeginn für den BMW Sauber F1.07.
  • 6. August 2006 Kubica fährt in Budapest sein erstes Formel-1-Rennen. Heidfeld holt im 13. WM-Lauf des Teams den ersten Podiumsplatz.
  • 7. August 2006 Das BMW Sauber F1 Team und Villeneuve trennen sich.
  • 25. August 2006 Sebastian Vettel übernimmt in Istanbul erstmals die Aufgabe des „Freitagsfahrers“ für das Team.
  • September 2006 Die Konstruktionsphase für den BMW Sauber F1.07 beginnt.
  • 10. September 2006 Als Dritter von Monza holt Kubica den zweiten Pokal.
  • Oktober 2006 Der Windkanal in Hinwil läuft im Dreischichtbetrieb. Vor Jahresfrist war es eine Schicht pro Tag.
  • 19. Oktober 2006 Die Fahrer für 2007 werden bekannt gegeben: Heidfeld und Kubica als Stammfahrer, Vettel als Test- und Ersatzfahrer.
  • 22. Oktober 2006 Das BMW Sauber F1 Team beschließt das Debütjahr als Fünfter der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Mittlerweile sind über 100 neue Mitarbeiter am Standort Hinwil eingestellt. Weitere 50 sollen folgen.
  • 28. November 2006 Beginn der Wintertestfahrten in Barcelona.
  • 14. Dezember 2006 Päsentation des neuen Supercomputers Albert².
  • 21. Dezember 2006 Timo Glock wird zweiter Testfahrer des Teams.
  • 16. Januar 2007 Vorstellung des BMW Sauber F1.07 und des BMW Sauber F1 Teams in Valencia.
  • 18. März 2007 Das Team präsentiert sich beim Saisonauftakt in Australien als dritte Kraft.
  • Mai 2007 Konzeptionsbeginn des BMW Sauber F1.08.
  • 10. Juni 2007 Heidfeld wird beim GP Kanada aus eigener Kraft Zweiter. Hinter ihm verunfallt Kubica schwer, bleibt jedoch nahezu unverletzt.
  • 17. Juni 2007 Kubica bekommt von den offiziellen Ärzten in den USA keine Rennfreigabe. Vettel vertritt ihn und holt bei seinem F1-Renndebüt als Achter einen WM-Punkt.
  • 31. Juli 2007 Glock steigt zum Ersatzfahrer auf, nachdem Vettel beim Team Scuderia Toro Rosso ein Renncockpit bekommen hat.
  • 5. August 2007 Heidfeld wird in Ungarn Dritter und holt den zweiten Pokal der Saison für das BMW Sauber F1 Team.
  • 21. August 2007 Heidfeld und Kubica werden für 2008 bestätigt.
  • September 2007 Einstellung der Entwicklungsarbeiten am F1.07 und Konzentration auf 2008.
  • Ab Oktober 2007 Bezug des Erweiterungsbaus in Hinwil. Mittlerweile arbeiten dort 420 Beschäftigte, bei der Übernahme des Teams durch BMW waren es 275.
  • 21. Oktober 2007 Mit den Plätzen fünf und sechs beim Finale in Brasilien unterstreichen Kubica und Heidfeld die Position des Teams als dritte Kraft. Auch in der Fahrer-WM belegen sie die Positionen fünf und sechs, dort liegt allerdings Heidfeld klar vor Kubica. In der Konstrukteurs-WM ist die Mannschaft nach dem Ausschluss von McLaren Mercedes offiziell Zweiter. 101 Punkte stehen zu Buche.
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Geändert von Martin (17.02.2008 um 12:23 Uhr)
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Alt 17.02.2008, 09:59     #6
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Who is who.

  • BMW Motorsport Direktor: Prof. Dr.-Ing. Mario Theissen
  • Technischer Direktor: Willy Rampf
  • Leiter Antrieb: Markus Duesmann
  • Projektmanagement: Walter Riedl
  • Chef Designer: Christoph Zimmermann
  • Leitung Aerodynamik: Willem Toet
  • Teammanager: Beat Zehnder
  • Leitender Renningenieur: Mike Krack
  • Renningenieur Nick Heidfeld: Giampaolo Dall’Ara
  • Renningenieur Robert Kubica: Antonio Cuquerella
  • Chefmechaniker Rennteam: Urs Kuratle
  • Leitender Ingenieur Testteam: Ossi Oikarinen
  • Leitung Sponsoringand Business Relations and Business Relations: Guido Stalmann
  • Leitung BMW Sportkommunikation: Jörg Kottmeier
  • Fahrer Startnummer 3: Nick Heidfeld
  • Fahrer Startnummer 4: Robert Kubica
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Geändert von Martin (17.02.2008 um 10:12 Uhr)
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Alt 17.02.2008, 09:59     #7
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Boxenstopp in München.

Kurze Wege und hohe Flexibilität – darauf ist der Formel-1-Standort von BMW in München getrimmt. Geschwindigkeit zählt – ob bei Abstimmungs-, Entwicklungs- oder Produktionsprozessen. Die einzelnen Formel-1-Abteilungen sind straff zentralisiert, benachbart mit dem BMW Forschungs- und Innovationszentrum FIZ und eingebettet in die Produktionsstätten und Büros der BMW AG. Insgesamt sind in München rund 300 Mitarbeiter mit dem Formel-1-Engagement von BMW beschäftigt.

Die Zentrale von BMW Motorsport sitzt im Anton-Ditt-Bogen, im Münchner Norden. Ende 2005 wurde hier ein neuer Komplex bezogen, der die jüngste Generation von Prüfständen und Labors für die Antriebsentwicklung sowie die Elektronik-Abteilung beherbergt. Die Formel-1-Teilefertigung mit eigener Qualitätskontrolle liegt direkt nebenan.

Markus Duesmann leitet die Entwicklung, Fertigung, Erprobung und den Renneinsatz aller Antriebskomponenten. Dazu gehören Motor, Getriebe, Differenzial und die elektronische Steuerung. Längst hat hier auch die Entwicklung des für 2009 vorgesehenen Energie-Rückgewinnungssystems KERS begonnen.

Mit dem Neubau konnten nicht nur die F1-Aktivitäten, sondern auch alle übrigen Motorsport-Projekte von BMW an einem Standort zusammengeführt werden. Hier liegen alle Büros, darunter jenes von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. Die Abteilung „Sponsoring und Business Relations“ ist hier zu Hause, und auch die Logistik wird von hier aus gestemmt. Viel Platz beansprucht das Materiallager im Keller der Zentrale. Hier sind die Kleiderkammer für die Team-Garderobe untergebracht sowie zahlreiche Exponate.


Alles in allem verteilen sich die Formel-1-Abteilungen auf sechs Gebäude für Werkstätten, Labors und Büros. Die Zugänge sind geschützt, ohne Anmeldung oder elektronischen Mitarbeiter-Pass gelangt hier niemand hinein. Das Ambiente wird von der Farbe Weiß dominiert, die weiteren BMW Motorsport Farben Blau und Rot setzen Akzente. Das moderne Interieur spiegelt den Charakter von BMW Motorsport wider – es ist von hoher Funktionalität und schlichter Eleganz.

Nur ein paar hundert Meter entfernt, in der Münchner Knorrstraße, steht das BMW Forschungs- und Innovationszentrum, kurz FIZ genannt. Es ist die Keimzelle aller BMW Serienfahrzeuge und steht mit seinen Ressourcen und Ingenieurskapazitäten auch den Formel-1-Ingenieuren zur Verfügung. Umgekehrt profitieren die FIZ-Spezialisten von der Nähe zu dem rasenden Forschungsprojekt Formel 1 – nirgendwo sonst muss Theorie so schnell in Praxis umgesetzt werden.

45 Fahrminuten nordöstlich von München, in Landshut, liegt die Formel-1-Gießerei. Sie wurde dort an die Serien-Gießerei angegliedert, um kürzeste Wege für den Technologietransfer zu garantieren.

BMW fertigt seit 1917 Hochleistungsmotoren. Heute gehören zur BMW Group die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce. Das Unternehmen hat eine Produkt- und Marktoffensive mit mehr neuen Modellen als je zuvor gestartet. Bis 2012 soll der Absatz auf 1,8 Millionen Automobile steigen. Mit 1,37 Millionen ausgelieferten Automobilen im Jahr 2006 ist die BMW Group der weltweit erfolgreichste Hersteller von Premium Automobilen. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei über 100.000 in rund 50 Nationen.


Als Vorstand für Entwicklung ist Dr. Klaus Draeger seit dem 1. November 2006 auch für die Motorsport-Projekte des Unternehmens verantwortlich.

Die Formel-1-Geschichte von BMW begann 1981 in der Turbo-Ära, 1983 gelang der Gewinn der Fahrerweltmeisterschaft durch Nelson Piquet (Brabham BMW). Ab der Saison 2000 bis einschließlich 2005 bestand die Partnerschaft des BMW WilliamsF1 Teams. In diesen sechs Jahren wurden zehn GP-Siege und 17 Polepositions erzielt. Die beste WM-Platzierung war Rang zwei 2002 und 2003.

Vor der Saison 2008 stehen für BMW insgesamt 214 Starts, 19 Grand-Prix-Siege und 32 Polepositions zu Buche.

Seit Bestehen des BMW Sauber F1 Teams wurden vier Podestplätze erzielt – zwei im Debütjahr 2006 und zwei in der Saison 2007. Die beste Punktausbeute in einem Grand Prix waren zehn WM-Zähler in Ungarn 2007. Das beste Einzelresultat war Nick Heidfelds zweiter Platz in Kanada 2007.
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Geändert von Martin (17.02.2008 um 13:13 Uhr)
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Alt 17.02.2008, 10:05     #8
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Boxenstopp in Hinwil.

Zwei Jahre gaben sich die Verantwortlichen des BMW Sauber F1 Teams Zeit, um den Aufbau des Teams abzuschließen. Dazu gehörte auch die Vergrößerung der Fabrik. Der Erweiterungsbau wurde direkt an das seit 1992 bestehende Gebäude angegliedert, wodurch die Fläche von ursprünglich 6.900 m2 auf 15.600 m2 (ohne Windkanal) wuchs.

So entstand Platz für zusätzliche Maschinen und Prüfstände sowie für die neuen Mitarbeiter. Von 275 im Juni 2005 stieg deren Zahl bis Ende 2007 auf rund 420. Nicht wenige von ihnen arbeiteten bis vor kurzem in angemieteten Büro- und Industrieräumen in der nahen Umgebung.

Die Planung des Anbaus begann im Oktober 2005, bereits Anfang Februar erfolgte die Baueingabe, und Ende Juni erteilten die Behörden die Baubewilligung. Im Juli 2006 konnte mit den Aushubarbeiten begonnen werden. Ab Herbst 2007 waren die ersten Arbeitsplätze bezugsbereit.

Die Konzeption dieses auch optisch attraktiven Baus unterlag streng praktischen Gesichtspunkten. Er ist so ausgelegt, dass kurze Wege und optimale Arbeitsabläufe gewährleistet sind. Effizienz hat Priorität. So verbindet beispielsweise eine geschlossene Brücke das Konstruktionsbüro und den Windkanal.


Im Erdgeschoss befindet sich die Lastwagen-Halle. Daneben ist Platz für große Produktionsanlagen, wie etwa die Portalfräsmaschinen. Diese werden allerdings erst nach Abschluss der ersten Rennen der Saison 2008 umgezogen, weil man bei der Teileproduktion für den F1.08 keinen Zeitverlust in Kauf nehmen will. Ebenfalls im Parterre stehen die Autoklaven, wogegen kleinere Maschinen im ersten Stock Platz finden.

Optisch interessant ist die zweite Etage gestaltet. Dort ist die Kohlefaser-Abteilung untergebracht, und in der Mitte werden die Formel-1-Rennwagen gewartet. Dieser zentrale Teil ist als Atrium ausgebildet, sodass die Renn-wagen auch vom dritten Stock aus zu sehen sind. Dort befinden sich die Administration, das Konstruktionsbüro sowie die Fahrzeug-Elektronik.

Der Windkanal: Herr der Lüfte.

Direkt neben dem Neubau steht der hochmoderne Windkanal, der im Frühjahr 2004 in Betrieb genommen wurde. Das 65 Meter lange, 50 Meter breite und 17 Meter hohe Gebäude besticht durch seine mit Glas verklei-dete Fassade. Hier befinden sich die Arbeitsplätze einer ganzen Reihe von Spezialisten: Neben den Aerodynamikern sind dies Modelldesigner und Modellbauer, CFD-Ingenieure sowie andere Mitarbeiter der Aerodynamik-abteilung. Deren Gesamtzahl stieg von 35 zu Sauber-Zeiten auf nunmehr über 80. Seit Oktober 2006 arbeitet das BMW Sauber F1 Team, genau wie die andern Topteams, im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr.

Die Technik der Anlage ist auf dem neuesten Stand. Das gilt für alle relevanten Faktoren wie Windgeschwindigkeit, Größe der Testsektion und der Modelle, Dimensionen der „Rolling Road“, „Model Motion System“ sowie die Datenerfassung.

Der Windkanal ist als geschlossener Kreislauf ausgeführt, der eine Gesamtlänge von 141 Metern und einen maximalen Rohrdurchmesser von 9,4 Metern hat. Das Gewicht aller Stahlelemente beträgt, inklusive Ventilatorgehäuse, 480 Tonnen. Der einstufige Axialventila¬tor mit Rotorblättern aus Karbon nimmt bei Volllast eine Leistung von 3.000 kW auf und ermöglicht so Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h. Damit keine störenden Schwingungen auf die Anlage übertragen werden, ist der Axialventilator über Schwingungsdämpfer mit einem massiven Betonsockel gekoppelt.


Das Kernstück jedes Windkanals ist die Testsektion, wo die Objekte dem Luftstrom ausgesetzt werden. Sowohl deren Querschnitt als auch die Länge der rollenden Straße sind in Hinwil besonders großzügig ausgelegt und bieten damit optimale Voraussetzungen für genaue Resultate. Gearbeitet wird vorwiegend mit 60-Prozent-Modellen. Die Aerodynamiker haben jedoch auch die Möglichkeit, Messungen am 1:1-Rennwagen durchzuführen.

Damit die Testobjekte nicht nur frontal, sondern auch leicht schräg bis zu einem Winkel von maximal zehn Grad angeströmt werden können, lässt sich die gesamte Messplattform drehen. Diese ist mit einem rotierenden Stahlband ausgerüstet, das die Relativbewegung zwischen Fahrzeug und Straße simuliert und synchron mit der Luftströmung läuft. Unter dem Rollband sind Wägezellen angebracht, mit denen die Radlasten gemessen werden.

Über die Technik hinaus wurde bei der Konzeption des Windkanals auch dem Erscheinungsbild große Beachtung geschenkt. Das Gebäude beeindruckt nicht bloß durch seine Abmessungen, auch die mit Glas verkleideten Fassaden unterstreichen seine Einmaligkeit als Kombination von Industriebau und Eventgebäude.

Was von außen als homogene Halle erscheint, besteht tatsächlich aus zwei klar abgetrennten Gebäudeelementen: dem eigentlichen Windkanal und einem Trakt mit Arbeitsräumen und einer Eventplattform, wo Partner und Sponsoren Marketingveranstaltungen, Kundenevents oder Seminare in einem einzigartigen Ambiente durchführen können. Die Galerie im ersten Stock bietet 150 Personen Platz.


Aus optischen Gründen liegt die Mittelachse der Windkanalverrohrung mehr als acht Meter über dem Boden. Mit Ausnahme der Messstrecke, die in eine Betonkonstruktion eingebettet ist, „schwebt“ der aus Stahlelementen zusammengefügte Kreislauf in der Halle.

Die beiden Bereiche werden durch eine Glaswand getrennt, sodass der optische Bezug erhalten bleibt, die Lärmemissionen des Windkanals aber wirkungsvoll abgehalten werden.

Im Erdgeschoss fand „Albert²“ Platz. Der Supercomputer des Teams wurde im Dezember 2006 vorgestellt. Die 21 Tonnen schwere Anlage für CFD-Berechnungen basiert auf Intel-Technologie und ist eine der leistungsstärksten in der Formel 1. Albert2 verfügt über 256 Knoten mit je zwei Intel Xeon 5.160 Prozessoren, von denen wiederum jeder zwei Kerne besitzt. Daraus ergeben sich total 1.024 Kerne. Die Kapazität des Hauptspeichers beträgt 2.048 GByte, die maximale Rechenleistung 12.288 GFlops; das sind 12.288.000.000.000 Fließkomma-Operationen pro Sekunde.

Genutzt werden die enormen technischen Möglichkeiten von Albert² für Analysen im Bereich der Aerodynamik. Mit seiner Hilfe berechnen die Spezialisten Teile für den Formel-1-Renner. Dabei werden Gitternetz-Modelle verwendet, die oft aus mehr als 100 Millionen Zellen bestehen. CFD spielt insbesondere eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Front-, Heck- und Zusatzflügeln, sowie auch bei der Motor- und Bremskühlung.

Die computergestützte Strömungssimulation steht nicht in Konkurrenz zur Arbeit im Windkanal, sondern ergänzt diese. „Ein großer Vorteil von CFD liegt darin, dass man die Luftströmung darstellen kann und dadurch versteht, warum ein Teil besser ist als ein anderes“, erklärt Willem Toet, Head of Aerodynamics.


BMW Motorsport Direktor Mario Theissen sagt: „Im Gegensatz zu andern Teams planen wir nicht den Bau eines zweiten Windkanals, sondern werden in Zukunft weiter auf die stetig wachsenden Möglichkeiten im Bereich der Simulation setzen.“ Der kombinierte Einsatz von Versuch und Simulation hat sich bereits 2007 bewährt.
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Vorschaustimmen
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. (Albert Einstein)

Geändert von Martin (17.02.2008 um 12:26 Uhr)
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