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Alt 09.03.2007, 19:51     #1
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F1 2007 - Termine, Vorschau, Freies Training, Qualifying, Rennergebnisse

---> Hier findet Ihr alle Informationen zum BMW Sauber F1 Team 2007 <---



---> Hier findet Ihr alle Grand-Prix-Informationen 2007 <---



BMW Sauber F1 Team - Großer Preis von Australien - Vorschau.

16. – 18. März 2007
1. von 17 WM-Läufen


München/Hinwil, 9. März 2007. Nach intensiven Testfahrten auf den Rennstrecken Valencia, Barcelona, Jerez und Bahrain geht der BMW Sauber F1.07 ins erste Rennen. Das BMW Sauber F1 Team hatte in seiner Debütsaison 2006 als WM-Fünfter besser als erwartet abgeschnitten. Für 2007 gilt die Zielvorgabe: im Rennen weitere Podestplätze aus eigener Kraft einfahren. In der WM-Wertung der Konstrukteure soll der Rückstand zur Spitze weiter abgebaut werden. 2006 betrug er allein gegenüber dem viertplatzierten Team 50 Punkte.

Neben den Stammfahrern Nick Heidfeld (29) und Robert Kubica (22) kommt am Freitagvormittag auch Test- und Ersatzfahrer Sebastian Vettel (19) zum Einsatz. Freitags stehen den Teams jetzt zwei je 90-minütige Testsitzungen zur Verfügung. Dabei dürfen maximal zwei Fahrzeuge pro Trainingseinheit eingesetzt werden. Insgesamt kann das Team am Freitag acht Reifensätze verwenden (vier von jeder Spezifikation), die anschließend zurückgegeben werden müssen. Am Samstag erhält jeder Fahrer zehn neue Sätze (fünf von jeder Spezifikation), mit denen er den Rest des Wochenendes bestreitet. Vor dem Training am Samstag dürfen die Autos neuerdings mit frischen Motoren bestückt werden, deren maximale Drehzahl 2007 auf 19.000 U/min limitiert ist. Die Motoren müssen weiterhin zwei Rennwochenenden durchhalten.

Im Rennen müssen die Teams beide Spezifikationen der neuen Einheitsreifen Bridgestone Potenza verwenden. Die unterschiedlichen Reifen werden so markiert sein, dass die Wahl auch für die Zuschauer nachvollziehbar ist. Aus dieser strategischen Aufgabe ergibt sich eine zusätzliche Unbekannte vor einer Saison, die nach zahlreichen Personalwechseln und Neuerungen an Spannung ohnehin kaum zu überbieten scheint.

Nick Heidfeld:
„Australien ist mein Lieblings-Reiseland von allen GP-Austragungsorten. Ich bin vom Test in Bahrain mit meiner Familie direkt dorthin geflogen, um mir einiges anzuschauen und mich auch an die Zeitzone und das Klima zu gewöhnen. Der Kurs im Albert Park ist schön und anspruchsvoll. Weil er ja keine permanente Strecke ist, hat man am Anfang immer sehr wenig Grip. Von daher wird es helfen, dass jetzt freitags mehr gefahren wird. Dadurch sollte schnell Gummiabrieb auf den Asphalt kommen. Nachdem wir bei den Testfahrten recht schnell waren, aber leider nicht besonders zuverlässig, wird für uns das Wichtigste, beim ersten Rennen des Jahres ins Ziel zu kommen.“

Robert Kubica:
„Der Albert Park ist einer meiner Lieblingsstrecken, weil er teilweise ein Straßenkurs ist. Es gibt auch ein paar Auslaufzonen, das macht es etwas einfacher. Es gibt wenig Grip und relativ viele Bodenwellen. Während des Wochenendes verbessern sich die Bedingungen enorm. Man muss das Auto verändern und verstehen, wie es reagieren wird. Ich mag den Kurs sehr, er ist eine Herausforderung. Enge Kurven und Vollgaspassagen folgen aufeinander.“

Sebastian Vettel:
„Ich war noch nie in Australien und freue mich sehr darauf, in Melbourne dabei zu sein und dort zu fahren. Die Strecke sieht sehr interessant aus. Der Start der Saison ist sehr wichtig. Wenn es von Anfang an gut läuft, ist vieles einfacher. Dass wir Potenzial haben, haben wir bei den Tests gezeigt. Allerdings hatten wir auch noch einige Schwierigkeiten. Ich freue mich mit dem Team, dass es jetzt endlich losgeht.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Im vergangenen Jahr haben wir im Albert Park sehr gut abgeschnitten. Es wäre schön, wenn wir auch diesmal am Sonntagabend etwas zu feiern hätten. Prognosen sind weiterhin schwierig. Die Konkurrenz hat uns zeitweise hoch gelobt, aber wir hatten auch einige Probleme bei den Tests. Wie immer ist es ein Wettlauf mit der Zeit, dem Auto bis zum ersten Einsatz Rennreife anzuerziehen.

Wir freuen uns, dass Melbourne 2007 wieder den Saisonauftakt bildet. Der Termin liegt 14 Tage früher als im Vorjahr, also wieder mehr im australischen Spätsommer als im Herbst. Diesmal wird die Stadt auch wieder hungriger auf den Grand Prix sein, weil sie nicht gerade erst Gastgeber der Commonwealth Games war.“

Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Vor dem ersten Rennen der Saison ist die Spannung natürlich stets besonders hoch, weil man wissen möchte, wo man im Vergleich zur Konkurrenz steht. Der letzte Test in Bahrain hat gezeigt, dass die Performance des F1.07 unseren Erwartungen entspricht, aber dennoch werden wir erst in Melbourne eine verlässliche Standortbestimmung erhalten. Zusätzlich werden wir in Australien einige neue Teile am F1.07 haben, die beim letzten Test noch nicht im Einsatz waren. Ich muss zugeben, dass die Vorfreude noch größer ist als sonst.

Melbourne ist ein Stop-and-Go-Kurs mit hohem Abtriebslevel, der die Bremsen stark beansprucht, weshalb man bei der Fahrzeugabstimmung besonders auf eine gute Bremsstabilität achtet. Typisch für die Strecke im Albert Park ist zudem, dass sie am Freitag noch recht schmutzig ist und sich das Grip-Niveau erst nach vielen Runden verbessert.“

Zahlen und Fakten:
  • Strecke/Datum - Albert Park, Melbourne/18. März 2007
  • Startzeit (lokal/UTC) - 14:00 Uhr/03:00 Uhr (Deutschland 04:00 Uhr)
  • Runde/Renndistanz - 5,303 km/307,574 km (58 Runden)
  • Kurven - 10 Rechts- und 6 Linkskurven
  • Sieger 2006 - Fernando Alonso, Mild Seven Renault F1 Team, 1:34.27,870 Stunden
  • Poleposition 2006 - Jenson Button, Lucky Strike Honda Racing, 1.25,229 Minuten
  • Schnellste Runde 2006 - Kimi Räikkönen, McLaren Mercedes, 1.26,045 Minuten
  • Bestehender Rundenrekord - Michael Schumacher, Scuderia Ferrari Marlboro, 1.24,125 min (2004)
Daten 2006 (Rennen):
  • Volllastanteil: 68 %
  • Topspeed: 303 km/h
  • Längste Volllastpassage: 10 sec / 720 m
  • Gangwechsel pro Runde: 53
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Bremsverschleiß: hoch
  • Abtriebslevel: hoch
  • Griplevel: niedrig
Termine und Veranstaltungen:
Am Dienstag (13. März) spielen einige Formel-1-Piloten, unter anderem Nick Heidfeld, Alexander Wurz und Scott Speed, gemeinsam mit Initiator Mark Webber und den australischen Tennis-Größen Paul McNamee, Jason Stoltenberg und Richard Fromberg ein Turnier für einen guten Zweck. Ab 16:30 Uhr ist Einlass an der Albert Reserve Tennis Australia Facility (Ecke St. Kilda Road und Hanna Street), Aufschlag ist um 17:15 Uhr. Der Eintritt kostet zehn australische Dollar. Alle Einnahmen kommen Webbers Stiftung für bedürftige Kinder zugute.

Historie und Hintergrund:
2007 wird der australische Grand Prix zum zwölften Mal in Melbourne ausgetragen. Bis einschließlich 1995 war Adelaide Schauplatz des Rennens.

Mit knapp 3,4 Millionen Einwohnern ist Melbourne nach Sydney die zweitgrößte Stadt Australiens. Sie liegt an der östlichen Südküste des Kontinents und ist die Hauptstadt des Staates Victoria. Die Stadt liegt am Yarra River, der hier in die Port Phillip Bucht fließt. Die Stadt ist abwechslungsreich und multikulturell, geprägt von Einwanderern und Studenten aus aller Herren Länder und einem interessanten architektonischen Mix aus Historie und Moderne. In St. Kilda herrscht buntes Strand- und Nachtleben. Sport- und Grünanlagen sind üppig. Die Formel-1-Rennstrecke führt mitten in der Stadt durch den idyllischen Albert Park mit seinem gleichnamigen See. Die Boxenanlage ist den Teams zu klein, für den Betrachter beschaulich.

Für BMW bleibt der erste Einsatz beim Wiedereinstieg in die Formel 1 unvergesslich. Damals, beim Saisonauftakt 2000, fuhr Ralf Schumacher in Melbourne auf Rang drei. Auf Anhieb ein Podiumsplatz – das war der erfolgreichste Einstieg eines Motorenherstellers seit 1967. 2006, im Debütjahr des BMW Sauber F1 Teams, holte die junge Mannschaft nirgendwo mehr WM-Punkte als beim Grand Prix von Australien.
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Geändert von Wolfhart (10.06.2007 um 11:20 Uhr)
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Alt 16.03.2007, 14:18     #2
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Großer Preis von Australien – Training, Freitag – 16.03.07

Wetter: nasse Strecke am Vormittag, nachmittags trocken, 21-22°C Luft, 21-31°C Asphalt

Melbourne (AUS). Der erste Trainingstag der Formel-1-Saison 2007 begann bei wechselhafter Witterung. Nach Regenfällen in der Nacht und am frühen Morgen war die 5,3 Kilometer lange Strecke im Albert Park zunächst nass. Die 90-minütige Testsession am Vormittag bestritten Stammfahrer Nick Heidfeld und Test- und Ersatzfahrer Sebastian Vettel, für den der Kurs Neuland war. Am Nachmittag fuhr Robert Kubica an der Seite von Heidfeld bei trockenen Bedingungen. Alle drei BMW Sauber F1 Team Fahrer zeigten sich zufrieden mit ihrem Start in die neue Saison.


Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
1. Training: 17., 1.37,249 min / 2. Training: 5., 1.27,970 min


„Ich bin insgesamt recht zufrieden mit dem ersten Trainingstag der Saison. Die guten Eindrücke von den Testfahrten haben sich bestätigt. Am Vormittag waren wir im Regen gut unterwegs, am Nachmittag konnten wir unser Programm bei trockener Strecke weitgehend abarbeiten, und die Zeiten waren auch okay. Ich hatte etwas Standzeit wegen eines Defekts am Auspuff, aber das war nicht so schlimm.“


Robert Kubica:
BMW Sauber F1.07-04 / BMW P86/7
2. Training: 9., 1.28,281 min


„Ich bin am Vormittag nicht gefahren, aber das war kein Problem, weil die Strecke ohnehin nass war. Nachmittags war das Auto ziemlich gut. Wir haben zwar noch ein paar Dinge zu verbessern, aber es sieht schon gut aus. Wir müssen ganz sorgfältig analysieren und die Abstimmung verbessern, dann werden wir okay sein. Ich denke, wir haben hier eine gute Chance auf Punkte, und das wäre ein guter Start in die Saison.”


Sebastian Vettel:
BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7
1. Training: 3., 1.30,857 min


„Am Anfang waren die Bedingungen extrem schwierig. Die Strecke war komplett nass, als ich morgens rausfuhr. Der Albert Park ist ja keine permanente Rennstrecke, deshalb gibt es viele Fahrbahnmarkierungen, und die sind bei Nässe extrem glatt. Die Strecke trocknete dann erstaunlich schnell ab. Durch die wechselnden Bedingungen konnte man nicht allzu viele Informationen sammeln. Aber wir haben gesehen, dass wir bei nassen Bedingungen recht gut unterwegs waren.“


Willy Rampf (Technischer Direktor):

„Endlich hat die Saison 2007 auch offiziell begonnen. Wir sind mit dem ersten Trainingstag insgesamt zufrieden. Wir haben uns auf den Reifenvergleich konzentriert und entsprechend Short- und Long-Runs absolviert. Nun wissen wir, worauf wir uns am Samstag im dritten freien Training konzentrieren müssen. Die Erfahrungen, die wir mit den Bridgestone-Reifen bei den jüngsten Tests gemacht haben, haben sich hier bestätigt. Unser Programm konnten wir wegen der widrigen Witterungsbedingungen und zahlreicher Unterbrechungen nicht komplett abspulen.“
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Geändert von Martin (18.03.2007 um 11:43 Uhr)
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Alt 19.03.2007, 18:36     #3
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Großer Preis von Australien – Rennen, Sonntag – 18.03.07

Wetter: trocken und sonnig, 21-22°C Luft, 39-41°C Asphalt

Melbourne (AUS). Das BMW Sauber F1 Team begann die Saison 2007 in Melbourne mit einem erfreulichen vierten Platz für Nick Heidfeld. Ein Getriebeproblem verhinderte, dass auch das zweite Auto in die Punkte fuhr. Robert Kubica schied nach 36 Runden aus.


Nick Heidfeld: 4.
BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.26,722 min in Rd. 37 (sechstschnellste insgesamt)

„Ich hatte einen sehr guten Start. Ich kam sogar besser als Kimi weg und konnte an Fernando vorbei. Natürlich hatte ich gehofft, ihn irgendwie hinter mir zu halten. Aber im Grunde war mir klar, dass die McLaren noch schneller sind als wir. Das war zu erwarten. Man darf bei aller Freude nicht vergessen, wo wir herkommen. Vor etwas über einem Jahr waren wir noch WM-Achter. Unsere Pace ist richtig gut, und der vierte Platz hier ist ein super Auftakt. Es tut mir sehr leid für unser Team, dass Robert ausgefallen ist. Er war auch stark. Meine Reifenstrategie, erst die weichen Reifen zu nehmen, war die riskantere. Ich wusste, dass nach dem Stopp die Gefahr droht, im Verkehr stecken zu bleiben, und das ist dann auch passiert. Aber darauf hatte ich mich eingelassen. Das Rennen hat sehr viel Spaß gemacht. Nur in der Schlussphase war ich etwas einsam unterwegs. Technisch lief mein Auto tadellos.“

Robert Kubica: Ausfall
BMW Sauber F1.07-04 / BMW P86/7
Schnellste Runde: 1.26,642 min in Rd. 19 (viertschnellste insgesamt)

„Mein Tempo war gut, aber dann hatten wir leider ein Getriebeproblem. Es blieb im fünften Gang stecken, und damit war mein Rennen vorbei. Das einzig Gute ist, dass wir das Problem kennen. Jetzt müssen wir es lösen. Mein Auto war im Rennen viel schwerer als Nicks, und ich konnte trotzdem so schnell fahren wie er. Meine Strategie war, am Ende des Rennens noch anzugreifen. Mein letzter Stint wäre sehr kurz und richtig gut geworden. Aber so weit kam ich leider nicht.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Nick hat ein gutes Rennen mit einem ebenso guten vierten Platz abgeschlossen und bereits beim Saisonauftakt die ersten fünf Punkte für unser Team eingefahren. Er fuhr zuerst mit den weichen Reifen, denen wir keine große Lebensdauer zugetraut haben. Im Nachhinein hätten wir den ersten Stint länger gestalten können. Robert war auf gleicher Höhe mit Nick und ebenfalls stark unterwegs, als bei ihm in Runde 36 der fünfte Gang stecken blieb. Jetzt geht es darum, das Thema Zuverlässigkeit auszusortieren. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass wir die gute Form aus den Tests bestätigt haben. Wir waren heute eindeutig die Nummer drei unter den Teams. Das ist eine gute Basis für die nächsten Rennen.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Der vierte Platz von Nick ist ein sehr gutes Ergebnis und spiegelt unsere Performance wider. Wie bereits im Qualifying waren wir auch im Rennen die dritte Kraft. Wir hatten für beide Autos unterschiedliche Strategien. Zum einen wegen der neuen Reifensituation, in der man beide Mischungen fahren muss und zum anderen wegen der neuen Safety-Car-Regelung mit dem Schließen der Boxengasse. Es gilt vorzubeugen, dass einen das nicht mit beiden Autos zu einer unglücklichen Phase trifft. Nick ist anfangs die weichen Reifen gefahren, Robert hätte das zum Schluss gemacht, wozu es ja nicht mehr kam. Beide Fahrer waren schnell und stark unterwegs.“
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Geändert von Martin (20.03.2007 um 07:36 Uhr)
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Alt 30.03.2007, 19:26     #4
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Großer Preis von Malaysia - 6. – 8. April 2007 - Vorschau

München/Hinwil, 30. März 2007. Nach einem guten Saisonauftakt in Australien und einem weiteren viertägigen Test freut sich das BMW Sauber F1 Team auf den PETRONAS Malaysian Grand Prix am 8. April in Sepang, dem zweiten von 17 Läufen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2007.

Doch vor dem Hitzerennen vor den Toren Kuala Lumpurs hat das BMW Sauber F1 Team eine ereignisreiche Woche vor sich. In der Heimat von Premiumpartner PETRONAS wird Fannähe groß geschrieben. Am Samstag und Sonntag (31. März/1. April) besucht das Team die Stadt Malakka. Samstag präsentieren sich dort die F1- Fahrer und die Teamführung in der historischen Altstadt. Sonntag finden Demo- Fahrten am Messegelände von Malakka statt, unter anderem mit Nick Heidfeld und Robert Kubica im BMW Sauber F1.07.


An diesen beiden Tagen gibt es ebenso wie in der Folgewoche zahlreiche Interviewgelegenheiten für Medien und Autogrammstunden mit den Protagonisten, die mit Schulkindern spielen, BMW Autohäuser besuchen und am Dienstag (3. April) um 15:00 Uhr zum Fototermin mit dem BMW Sauber F1.07 vor der imposanten Firmenzentrale von PETRONAS posieren – vor den höchsten Twin Towers der Welt.

Krönender Abschluss des Vorprogramms wird am Mittwoch die Eröffnung des BMW Sauber F1 Team Pit Lane Parks, der am anderen Ende des Parks hinter den PETRONAS Twin Towers errichtet wurde. Vormittags um 11:00 Uhr findet dort eine Pressekonferenz statt, und auch am Abend bei der Eröffnung für das Publikum sind Medien herzlich willkommen. Am Wochenende wird Testfahrer Timo Glock den F1.07 im Pit Lane Park fahren. Junioren bewegen Formel BMW Fahrzeuge, Stunt-Rider Chris Pfeiffer bietet Akrobatik mit seinem BMW Motorrad.

Nicht von ungefähr wurde auch das Heimrennen von PETRONAS als Ort für das offizielle Teamfoto gewählt. Die Mannschaft versammelt sich hierzu am Freitag von 9:35 – 9:45 Uhr in der Boxengasse.

Ein anspruchsvoller Kurs, tropische Hitze und ein schwer berechenbares Risiko von monsunartigen Regenfällen sind die Themen, die das Team bei der Rennvorbereitung beschäftigen. Die viertägigen Testfahrten in Sepang verliefen positiv.Kubica bestritt die ersten zwei Testtage, Heidfeld übernahm für den dritten und vierten Tag. Test- und Ersatzfahrer Sebastian Vettel wird die Strecke am Freitagmorgen vor dem GP kennen lernen, sofern keine Wetterkapriolen dagegen sprechen.


Nick Heidfeld:
„Ich habe kein Problem mit Hitzerennen. Aber es ist gut, wenn man sich etwas Zeit zum Akklimatisieren nimmt, zumal die hohe Luftfeuchtigkeit für uns Mitteleuropäer gewöhnungsbedürftig ist. Ich bin schon am Sonntag in Kuala Lumpur angekommen, auch der Test war sehr hilfreich. Ich denke, wir sind recht gut aufgestellt für das Rennen und hoffe, dass wir diesmal mit beiden Autos ins Ziel kommen. Ich habe in Sepang schon unglaubliche Wolkenbrüche erlebt. Im Regen zu fahren, ist wegen der fehlenden Sicht immer ein gewisses Risiko. Zumal man hier kaum von normalem Regen reden kann. Wenn es losgeht, dann steht immer sofort alles unter Wasser. Aber ich bin trotzdem ein Regenfan. Es macht einfach Spaß, unter solchen Bedingungen über 700 PS zu beherrschen. So oder so bin ich in Malaysia immer gut zurechtgekommen. Auch 2006, als mich ein Defekt leider kurz vor Rennende den fünften Platz gekostet hat.

Zu den schönen Aspekten meines Berufs gehört für mich auch das Reisen, und gerade von Malaysia habe ich mittlerweile recht viel gesehen. Petronas war ja schon in meinen früheren Sauber-Zeiten unser Partner und hat sich jedes Jahr etwas einfallen lassen. Für die Malayen ist dieses staatliche Unternehmen wie eine Ikone. Es ist beeindruckend, mit welchem Stolz sie uns begegnen, weil wir diesen Namen in die Welt tragen.“

Robert Kubica:
„Ich werde zum zweiten Mal in Malaysia antreten, aber das erste Mal zum Rennen, und darauf freue ich mich sehr. Die Strecke ist interessant. Sie hat allerdings einen ganz anderen Charakter als der Kurs in Melbourne. Es war gut, dass wir in Sepang Gelegenheit zum Testen hatten, um herauszufinden, wie sich das Fahrzeug bei Hitze verhält, wie sich die Temperaturen auf die Reifen auswirken und so weiter. Aber auch für mich persönlich war der Test zum Akklimatisieren sehr nützlich.

Ich hoffe, dass wir in Malaysia genauso stark sind wie in Australien. Nachdem ich dort ausgefallen bin, ist es jetzt für mich das Wichtigste, das Rennen zu beenden und Punkte zu holen.“

Sebastian Vettel:
„Ich war noch nie in Malaysia und freue mich, die nächste für mich neue Strecke kennenzulernen. Ich habe viel Gutes über den Kurs gehört. Er hat schnelle Kurven, und speziell aufgrund der hohen Temperaturen wird das Fahren dort auch körperlich anspruchsvoll. Aber ich habe genug Zeit, um mich an das Klima zu gewöhnen. Ich reise schon eine Woche vorher an. Für das Team hoffe ich, dass wir nach dem guten Auftakt in Australien auch in Malaysia stark sind.“

Mario Theissen:
BMW Motorsport Direktor: „Wir sind in Melbourne gut in die neue Saison gestartet und haben uns zum Auftakt als dritte Kraft präsentiert. Das war sehr erfreulich und hat dem gesamten Team einen Motivationsschub verpasst. Die Richtung stimmt, und wir werden diesen Weg weiterhin konsequent gehen. Das Schaltproblem an Roberts Auto haben wir analysiert und entsprechende Maßnahmen getroffen.

Neben dem Grand Prix auf dem Nürburgring ist das Rennen in Sepang unser zweites Heimrennen. 2006 haben wir erlebt, welche Strahlkraft unser Premiumpartner Petronas in Malaysia hat. Der euphorische Empfang unseres Teams in diesem Land war eine großartige Erfahrung. Die Veranstaltungen am Fuße der Petronas Twin Towers hatten 2006 Magnetwirkung und werden auch in diesem Jahr viele Zuschauer anlocken. Ich freue mich besonders auf die diesjährige Premiere des Pit Lane Parks, der im Schatten der Petronas Twin Towers Formel 1 zum Anfassen bietet und viele Fans anlocken wird.

Im Rahmen ihrer Asien-Strategie hat die BMW Group ihr Engagement in den vergangenen Jahren in Malaysia intensiviert. Der Einsatz in Sepang ist für beide Unternehmen sehr wichtig– und wird in jedem Fall ein heißes Rennen.“

Willy Rampf:
Technischer Direktor: „Melbourne war ein guter Auftakt für das BMW Sauber F1 Team, mit unserer Leistungsfähigkeit im ersten Rennen dürfen wir zufrieden sein. Aber wir wissen auch, dass die Strecke im Albert Park aufgrund ihrer besonderen Charakteristik begrenzt aussagekräftig ist. Da schätze ich Sepang als deutlich repräsentativer ein.

Der Kurs bietet eine sehr interessante Mischung aus unterschiedlichen Kurven, weshalb er vielfältige Anforderungen stellt. Die langsamen Passagen verlangen gute Traktion beim Herausbeschleunigen, während insbesondere in der Kurvenkombination vor der Gegengeraden hohe Stabilität wichtig ist. Zudem verlangt der Kurs eine gute aerodynamische Effizienz, denn nur wer auf den beiden Geraden schnell ist, kann dort auch die Möglichkeit zum Überholen nutzen. Weil der Asphalt recht rau ist und die Außentemperaturen oft sehr hoch sind, werden die Reifen, vor allem die hinteren, extrem beansprucht. Das wird eine besondere Herausforderung für die Ingenieure und einen erheblichen Einfluss auf den Ausgang des Rennens haben.“

Historie und Hintergrund:

Zum neunten Mal startet die Formel 1 auf der Rennstrecke von Sepang, die knapp eine Fahrstunde südlich der pulsierenden Innnenstadt von Kuala Lumpur liegt.

Kuala Lumpur heißt übersetzt „schlammige Flussmündung“, was auf die Lage an der Mündung der Flüsse Gombak und Klang zurückzuführen ist. „KL“, wie die Stadt heute meist genannt wird, ist das Zentrum des modernen Malaysia. Mit rund 1,5 Millionen Einwohnern, von denen gut die Hälfte Chinesen sind, ist die Hauptstadt gleichzeitig die größte Stadt des Landes. Sie erstreckt sich über 244 Quadratkilometer. KL bietet lebendige asiatische Kultur Seite an Seite mit britischen Kolonialbauten und berühmten Hightech-Bauwerken wie den 88 Stockwerke bzw. 452 Meter hohen PETRONAS Twin Tower.

Kuala Lumpur wurde 1857, damals mitten im Urwald, von Zinnsuchern gegründet. 1896 entstand unter britischer Herrschaft aus den malaiischen Sultanaten die Föderation von Malaya mit Kuala Lumpur als Hauptstadt. 1957 wurde Kuala Lumpur die Hauptstadt des nunmehr unabhängigen Landes. In diesem Jahr finden anlässlich der 50-Jahr-Feier des Landes zahlreiche Veranstaltungen statt.



Zahlen und Fakten:
  • Strecke/Datum: Sepang International Circuit/8. April 2007
  • Startzeit (lokal/UTC): 15:00 Uhr/07:00 Uhr (Deutschland 09:00 Uhr)
  • Runde/Renndistanz: 5,543 km/310,408 km (56 Runden)
  • Kurven: 10 Rechts- und 5 Linkskurven
  • Sieger: 2006 Giancarlo Fisichella, Renault 1:30.40,529 Stunden
  • Poleposition: 2006 Giancarlo Fisichella, Renault 1.33,840 Minuten
  • Schnellste Runde: 2006 Fernando Alonso, Renault 1.34,803 Minuten
  • Bestehender Rundenrekord: Juan Pablo Montoya (BMW WilliamsF1 Team, 2004) 1.34,223 Minuten



Daten 2006 (Rennen):
  • Volllastanteil: 68 %
  • Topspeed: 303 km/h
  • Längste Volllastpassage: 13 sec / 860 m
  • Gangwechsel pro Runde: 48
  • Reifenverschleiß: mittel bis hoch
  • Bremsverschleiß: niedrig
  • Abtriebslevel: mittel bis hoch
  • Griplevel: hoch
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Geändert von Martin (10.04.2007 um 08:37 Uhr)
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Alt 06.04.2007, 13:47     #5
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Großer Preis von Malaysia – Training, Freitag – 06.04.07

Wetter: sonnig und trocken, 29-35°C Luft, 47-49°C Asphalt

Sepang (MAL). In den ersten beiden freien Trainings zum Großen Preis von Malaysia waren die Fahrer noch nicht zufrieden mit der Abstimmung und Balance ihrer Autos. Robert Kubica belegte Platz sieben, Nick Heidfeld Position zehn.

Robert Kubica: BMW Sauber F1.07-04 / BMW P86/7 1. Training: 10., 1.37,121 min / 2. Training: 7., 1.36,717 min
„Wir hatten heute viele Probleme. Einige haben wir im zweiten Training lösen können, andere leider noch nicht.”

Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7 2. Training: 10., 1.36,862 min
„Ich bin noch ziemlich unzufrieden mit meinem Auto. Speziell zu Beginn war die Balance schlecht, das Auto war schwierig zu fahren. Wir haben dann zwar einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, aber da liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Sebastian Vettel: BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7 1. Training: 12., 1.37,837 min
„Für mich lief es heute Morgen problemlos. Meine Hauptaufgabe lag im Vergleich der beiden Reifenspezifikationen, und wir haben viele Ergebnisse bekommen. Für mich war die Strecke ja neu. Sie ist sehr breit und relativ schwierig zu lernen. Vor allem in den Abschnitten der Kurven zehn und elf und 13 und 14 muss man erstmal die richtige Linie finden. Aber ich habe mich recht schnell eingewöhnt.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Beide Einsatzpiloten klagten über mangelnde Fahrzeugstabilität, und es ist uns trotz diverser Modifikationen an der Abstimmung des Autos nicht gelungen, einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen. Wir müssen jetzt die Daten analysieren, um zu verstehen, woher das Problem kommt.“
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Alt 07.04.2007, 10:54     #6
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Großer Preis von Malaysia – Qualifikation, Samstag – 07.04.07

Wetter: trocken, erst sonnig, dann bewölkt, zum Schluss Regentropfen 34-35°C Luft, 46-50°C Asphalt

Sepang (MAL). Die BMW Sauber F1 Team Fahrer waren im Qualifying zum Großen Preis von Malaysia deutlich zufriedener mit ihren Autos als im freien Training. Drohender Regen erforderte ein geändertes Timing. Nick Heidfeld wird am Sonntag von Platz fünf zum Rennen starten, Robert Kubica als Siebter.

Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7 Qualifying: 5., 1.36,543 min (3. Training: 7., 1.36,160 min)
„Mit Startplatz fünf bin ich sehr zufrieden. Das war das Optimum, was ich heute erreichen konnte, denn die Balance meines Autos ist zwar besser, aber noch nicht gut. Unter diesen Umständen ist das ein gutes Ergebnis. Das Timing war diesmal schwierig, weil der Himmel immer dunkler wurde. Bei meinem letzten Outing war es in zwei Kurven schon etwas nass.“

Robert Kubica: BMW Sauber F1.07-04 / BMW P86/7 Qualifying: 7., 1.36,896 min (3. Training: 4., 1.35,385 min)
„Das Auto ist so wettbewerbsfähig wie es in Melbourne war, und ich hätte unter den ersten Fünf sein können, aber wir haben einen Fehler gemacht. Wir hätten ein besseres Resultat erzielen können, und das ist es, was zählt. Nach dem freien Training und beim Test war ich zufrieden mit der Balance. Das Auto wurde mit den sich bessernden Streckenbedingungen immer besser. Gestern hatten wir ein paar Probleme, die aber im Qualifying nicht aufgetreten sind.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Nachdem beide Fahrer gestern noch mit der Abstimmung gekämpft haben, sind wir heute sowohl mit dem freien Training als auch mit dem Qualifying zufrieden. Im dritten Qualifying sind wir ordentlich ins Schwitzen gekommen, als sich die ersten Regentropfen einstellten. Wir haben, wie die anderen Teams auch, früher als vorgesehen auf neue Reifen gewechselt. Bei Robert hat am Ende die Zeit leider nicht mehr für eine schnelle Runde gereicht, sonst hätten wir ihn weiter vorne erwartet.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Wir sind insgesamt zufrieden mit unserer Performance in heutigen Qualifying, aber sicher nicht enthusiastisch. Bei Robert waren wir für seine letzte Runde zu spät dran. Wenn er die Chance gehabt hätte, wäre er sicher um mindestens einen Platz nach vorn gekommen . Nick wollte für sein letztes Outing die härtere Reifenmischung und hat seine Rundenzeit damit auch steigern können. Die Autos haben eine bessere Balance als am Freitag. Spannend war der Umgang mit dem drohenden Regen. In so einer Situation muss man den Ablauf spontan ändern.“
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Alt 08.04.2007, 12:17     #7
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Großer Preis von Malaysia – Rennen, Sonntag – 08.04.07

Wetter: trocken, sonnig, 33-34°C Luft, 51-55°C Asphalt

Sepang (MAL). Das BMW Sauber F1 Team freute sich beim GP Malaysia über eine starke Leistung von Nick Heidfeld, der im zweiten Saisonrennen erneut Platz vier holte. Robert Kubicas Rennen hingegen war problembehaftet vom Start bis ins Ziel, er wurde 18.

Nick Heidfeld: 4. BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7 Schnellste Runde: 1.37,417 min in Rd. 55 (fünftschnellste insgesamt)
„Ich bin überglücklich, das ist ein phantastisches Ergebnis. Einen Ferrari hinter uns zu lassen, wird uns womöglich nicht so schnell wieder gelingen. Felipe war davor am ganzen Wochenende überlegen. Nachdem wir im Training Schwierigkeiten mit der Balance hatten, war im Rennen alles in bester Ordnung. Das Auto lag gut, wir hatten keine technischen Probleme, und mir ging es auch trotz der Hitze gut. In der ersten Kurve ist mir Robert ins Auto gerutscht. Dafür hat er sich entschuldigt, das kann passieren. Zum Glück ist an meinem Auto nichts kaputt gegangen. An Felipe kam ich vorbei, als der ausgerutscht war. Ich war überrascht, dass ich ihn gut hinter mir halten konnte und dass er früher als ich getankt hat. Ich bin erst am Ende einen Satz härtere Reifen gefahren. Und auch der war gut. Mein Topspeed ebenfalls. Felipe tat sich schwer damit, mich zu attackieren. Es ist ein tolles und auch ein bisschen unerwartetes Resultat. Aber jetzt sollten wir nicht abheben. Wir müssen weiter an den Fehlern arbeiten, die wir noch machen.“


Robert Kubica: 18. BMW Sauber F1.07-04 / BMW P86/7 Schnellste Runde: 1.38,874 min in Rd. 53 (17.-schnellste insgesamt)
„Ich hatte große Probleme. Eigentlich ist in meinem Rennen heute alles schief gegangen. Es fing mit Getriebeproblemen und einem platten Reifen an. Danach war ich viel zu langsam. Ein Rennen zum Vergessen. Trotzdem haben wir gezeigt, dass das Auto schnell ist, wenn es funktioniert. In den ersten beiden Saisonrennen hat mein Auto leider nicht funktioniert, obwohl es beim Testen und im Training wirklich gut war. Mein Hauptproblem war die Bremsstabilität. Es war fast unmöglich, das Auto zum Stehen zu bringen. So habe ich eine Menge Fehler gemacht heute. Ich habe die Räder blockiert, bin geradeaus gerutscht, hatte Übersteuern. Und der Funk war während des Rennens auch ausgefallen.“


Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das war erneut eine starke Vorstellung. Nick hatte ein problemfreies Rennen. Er verbesserte sich im Rennen vom fünften Startplatz auf Rang vier, etablierte sich dort und fuhr fünf Punkte nach Hause. Damit sind wir in die Phalanx der Top-Teams eingedrungen und haben beim Heimrennen von PETRONAS unsere gute Form bestätigt. Robert hingegen hatte Pech: Er hat sich im Gedränge der ersten Kurve die Aerodynamik beschädigt, danach war das Auto schwer fahrbar. Wir haben unsere dritte Position in der Konstrukteurswertung gefestigt und freuen uns auf das dritte Rennen in Bahrain am kommenden Wochenende.“ Willy Rampf (Technischer Direktor): „Beide Fahrer kamen gut vom Start weg, Robert schaffte es sogar, Nico Rosberg zu überholen. Doch dann berührten sich unsere Piloten in der ersten Kurve. In der Folge wurden die Rundenzeiten von Robert immer schlechter, worauf wir ihn nach der zehnten Runde an die Box holten. Weil der Funk ausgefallen war, wussten wir jedoch nicht, was sein Problem war. Wir wechselten nur die Reifen. Anschließend stellten wir fest, dass der Frontflügel leicht beschädigt war. Wir holten ihn nochmals an die Box und wechselten auch den Frontflügel. Damit war sein Rennen natürlich gelaufen. Nick fuhr ein ausgezeichnetes Rennen, schnell und konstant. Den Fehler von Felipe Massa nutzte er sofort aus und hielt anschließend seine Position. Dabei zahlte sich auch die Strategie mit den langen Stints aus. Kompliment an Nick, der wirklich eine sehr starke Leistung gezeigt hat.“

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Geändert von Martin (10.04.2007 um 08:43 Uhr)
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Alt 12.04.2007, 20:10     #8
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Großer Preis von Bahrain - 13. – 15. April 2007 - Vorschau.

München/Hinwil, 8. April 2007. Nur eine Woche nach dem Großen Preis von Malaysia steht am 15. April in Bahrain bereits das dritte Saisonrennen auf dem Programm. In Manama geht der erste Überseeblock der Saison zu Ende. Im Mai hat die Formel 1 in Barcelona ihren ersten Europaauftritt.

Nick Heidfeld:
„Die Streckenführung und die Anlage in Bahrain sind schön. Eine Besonderheit ist, dass der Kurs mitten in der Wüste liegt. Wenn es windig ist, wird die Strecke sehr sandig. Das hat zum einen Einfluss auf das Fahren, weil Grip verloren geht, zum anderen auch auf das Material. Diesmal haben fast alle Teams aktuelle Daten von Bahrain, weil wir da ja Ende Februar den Doppel-Test hatten.

Ansonsten ist es ungewohnt, die Menschen in ihren langen Gewändern zu sehen und die meisten Frauen verhüllt. Aber grundsätzlich mag ich die Abwechslung und immer wieder neue Eindrücke.“

Robert Kubica:
„Beim Großen Preis von Bahrain, der 2006 Saisonauftakt war, hatte ich meinen ersten Formel-1-Einsatz als Testfahrer. Es war ein großartiges Gefühl. Die Strecke hatte wenig Grip, weil Wüstensand darauf wehte. Und ich denke, dass die Strecke mit den V8- Motoren einfacher zu fahren ist als mit den früheren V10. Jetzt kann man zwei, drei Kurven mehr mit Vollgas fahren. Mit den neuen Einheitsreifen und dem dadurch reduzierten Grip verspricht das Rennen 2007 neue Herausforderungen. Bahrain ist insgesamt eine wirklich schöne Strecke, und ich hatte dort kürzlich zwei gute Testtage.“


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Nach dem starken Saisonauftakt in Australien und dem Hitzerennen in Malaysia endet in Bahrain der erste Überseeblock der laufenden Saison. Wir wollen mit einem positiven Resultat im Gepäck die Heimreise nach Europa antreten.

BMW hat seit Jahren ein Standbein in Bahrain: Zu der hochmodernen Anlage im Königreich gehört das BMW Performance Center mit dem BMW Fahrertraining und der Formel BMW Rennfahrerschule. Gerade für BMW als Hersteller im Premiumsegment ist die Region hochinteressant. joerg.kottmeier@b In Bahrain werden wir am Freitag mit unseren beiden Stammpiloten Nick und Robert in den freien Trainingssitzungen unterwegs sein. Sebastian Vettel bestreitet zeitgleich sein erstes Rennwochenende in der World Series in Monza. Auch Timo Glock, unser zweiter Testfahrer, ist an diesem Wochenende erstmals 2007 im Einsatz: Timo bestreitet in Bahrain sein erstes GP2-Rennen.“



Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Nachdem die meisten Teams vor Saisonbeginn in Bahrain testeten, haben wir eine gute Basis für die Abstimmung. Wegen des Sandes kann der Reifenverschleiß recht hoch sein. In Bezug auf die Aerodynamik verlangt die Strecke einen Kompromiss. In den langsamen Kurven ist hoher Abtrieb von Vorteil, doch auf den langen, breiten Geraden, auf denen die Piloten gut überholen können, darf man die Höchstgeschwindigkeit nicht vernachlässigen. Ich gehe davon aus, dass wir unsere Position als dritte Kraft festigen können.“

Historie und Hintergrund:

Die Formel 1 startet zum vierten Mal im Wüstenstaat Bahrain. Die moderne Rennstrecke liegt südlich der Hauptstadt Manama und gehört zum Stadtgebiet von Sakhir. Die großzügige Anlage des Bahrain International Circuit (BIC) erstreckt sich auf 170 Hektar und wurde vom deutschen Architekten Hermann Tilke entworfen. Es gibt fünf Streckenvarianten. Die längste ist der GP-Kurs mit 5,412 km.

Das Königreich Bahrain ist ein seit 1971 vom britischen Protektorat unabhängiges Arabisches Emirat. Die gesamte Fläche des Landes (665 Quadratkilometer) verteilt sich auf 36 Inseln vor der Küste Saudi Arabiens. Die Hauptstadt Manama liegt auf der Hauptinsel (578 Quadratkilometer).

Seit 1932 wird in Bahrain Erdöl gefördert, doch die Ressourcen schwinden. Die weiterverarbeitende Industrie sowie die reichhaltigen Erdgasvorkommen und das internationale Bankwesen haben an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen.


Zahlen und Fakten:
  • Strecke/Datum: Bahrain International Circuit/15. April 2007 Startzeit (lokal/UTC)14:30 Uhr/11:30 Uhr (Deutschland 13:30 Uhr)
  • Runde/Renndistanz: 5,412 km/308,238 km (57 Runden)
  • Kurven: 9 Rechts- und 6 Linkskurven
  • Sieger: Fernando Alonso, Renault 20061:29.46,205 Stunden
  • Poleposition: Michael Schumacher, Ferrari 20061.31,431 Min
  • Schnellste Runde: Nico Rosberg, Williams 20061.32,408 Min
  • Bestehender Rundenrekord: Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.30,252 min (2004)
Daten 2006 (Rennen):
  • Volllastanteil: 70 %
  • Topspeed: 302 km/h
  • Längste Volllastpassage: 15 sec / 1050 m
  • Gangwechsel pro Runde: 50
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Bremsverschleiß: mittel bis hoch
  • Abtriebslevel: mittel bis hoch
  • Griplevel: mittel
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Geändert von Martin (16.04.2007 um 07:00 Uhr)
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Alt 14.04.2007, 09:25     #9
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Großer Preis von Bahrain – Training, Freitag – 13.04.07

Wetter: sonnig und trocken, 28-33°C Luft, 34-47°C Asphalt Sakhir (Bahrain).

Guter Auftakt für das BMW Sauber F1 Team in Bahrain. Robert Kubica fuhr im Training am Freitag die drittschnellste Runde, Nick Heidfeld wurde Siebter. Das Team arbeitete intensiv an Abstimmungsverbesserungen für die sehr sandige Strecke und hat eine gute Basis für das weitere Wochenende gefunden.

Robert Kubica: BMW Sauber F1.07-04 and F1.07-03 / BMW P86/7 1. Training: 7., 1.35,248 min / 2. Training: 3., 1.33,732 min
„Das zweite Training war besser, aber wir haben noch immer Probleme mit der Balance. Im zweiten Training habe ich das Ersatzauto gefahren, weil wir am Morgen die gleichen Schwierigkeiten wie im Rennen in Malaysia hatten. Das T- Car ist berechenbarer. Wir müssen die Ursachen analysieren. Wir haben die Abstimmung etwas verändert, weil das Handling noch nicht perfekt ist, aber es sieht nicht schlecht aus. Die Strecke war vor allem heute morgen sehr schmutzig. Als wir hier vor der Saison zum Testen waren, sind wir 1.31er Zeiten gefahren. Jetzt fahren wir 1.33er Runden. Aber mit zunehmendem Gummiabrieb werden wir noch schneller werden. Falls es regnet, geht das Spiel von vorne los. Auch Wind, der Wüstensand mitbringt, kann die Bedingungen entsprechend stark verändern.“

Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7 1. Training: 6., 1.35,076 min / 2. Training: 7., 1.34,076 min
„Bei mir lief heute alles problemlos. Zu Beginn war die Balance meines Autos nicht ganz so wie bei unserem Test hier vor sechs Wochen. Übersteuern ist ein Thema. Aber wir haben daran gearbeitet. Ich bin recht zufrieden. Auch die Long-Runs waren in Ordnung.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Ich bin zufrieden, vor allem mit dem Ergebnis des zweiten Trainings. Wir haben mit beiden Autos das Programm komplett und ohne Probleme abgespult. Wir haben die Rennvorbereitung durchgeführt und können uns am Samstag auf das Qualifying konzentrieren. Bei Robert haben wir nach mehreren Änderungen am Set-up für das zweite Training auf das Ersatzfahrzeug gewechselt. Mit diesem Fahrzeug ist er besser zurecht gekommen. Jetzt geht es darum zu analysieren, wo die Unterschiede zwischen beiden Fahrzeugen liegen.“
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Geändert von Martin (16.04.2007 um 07:01 Uhr)
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Alt 15.04.2007, 11:13     #10
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Großer Preis von Bahrain – Qualifikation, Samstag – 14.04.07

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Sakhir (Bahrain). Nach einem erfreulichen dritten freien Training am Vormittag brachte auch das dritte Qualifying der Saison ein tadelloses Ergebnis für das BMW Sauber F1 Team: Nick Heidfeld war auf dem Bahrain International Circuit Fünftschnellster. Robert Kubica wird neben ihm von Position sechs ins Rennen gehen.


Nick Heidfeld: BMW Sauber F1.07-05 / BMW P86/7 Qualifying: 5., 1.33,404 min (3. Training: 3., 1.32,652 min)
„Ich bin sehr zufrieden. Das Team hat sehr gut gearbeitet, mein Auto war hervorragend, und auch die letzte Runde im Top-Ten-Qualifying war richtig gut. Die beiden Teams vor uns waren klar schneller. Der Rückstand ist beträchtlich, aber wir waren auch heute dritte Kraft. Eine Verbesserung der Position im Rennen ist im Grunde nur möglich, wenn entweder ein Ferrari oder McLaren heute extrem leicht war oder sonst etwas Unvorhergesehenes passiert.“

Robert Kubica: BMW Sauber F1.07-03 / BMW P86/7 Qualifying: 6., 1.33,710 min (3. Training: 4., 1.32,755 min)
„Das war ein guter Tag heute – das erste fehlerfreie Qualifying für mich in diesem Jahr. Das ist ein Fortschritt. Ich hatte etwas Schwierigkeiten mit der Balance des Autos, aber es war trotzdem gut, und ich hoffe morgen auf ein anständiges Rennen und meine ersten WM-Punkte der Saison.“

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Ich bin sehr zufrieden mit den Resultaten unserer beiden Fahrer. Das war zum dritten Mal in Folge ein starkes Qualifying. Besonders gefreut hat mich die Tatsache, dass wir im zweiten Durchgang des Qualifyings nur einmal rausfahren mussten und uns auf Anhieb für Q3 qualifiziert haben. Das zeigt, dass schon ordentlich Substanz dahinter steckt. Die Plätze fünf und sechs entsprechen unserem derzeitigen Leistungsstand. Im Rennen wird nun viel davon abhängen, wann die Autos vor uns zum ersten Tankstop reinkommen.“

Willy Rampf (Technischer Direktor):
„Die Startplätze fünf und sechs entsprechen absolut unserem Stand, ich freue mich über das Ergebnis. Das Team und die Fahrer haben die Leistungsfähigkeit unseres Pakets optimal umgesetzt. Wir hatten keinerlei technische Probleme und freuen uns jetzt sehr auf das Rennen. Momentan sieht es so aus, als erwarte uns auch morgen ein heißer und trockener Tag.“
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