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Alt 04.06.2007, 19:49     #11
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Läufe 7 & 8 – 02./03. Juni 2007, Pau – Qualifying

BMW Pilot Farfus übersteht Unfall unverletzt – Priaulx steht in Reihe drei.

Pau (Frankreich), 02. Juni 2007. Ein schwerer Unfall von Augusto Farfus (BRA) hat das Qualifying für den siebten Lauf der FIA World Touring Car Championship in Frankreich überschattet. Auf dem „Circuit de Pau“ überschlug sich der Fahrer vom BMW Team Germany in der Schlussphase der Session zweieinhalb Mal, entstieg seinem stark beschädigten BMW 320si WTCC aber glücklicherweise unverletzt. Zuvor hatte Farfus auf dem 2,760 Kilometer langen Stadtkurs in 1:22,379 Minuten die drittschnellste Zeit aller Piloten erreicht. Die Poleposition sicherte sich Chevrolet-Pilot Alain Menü (SUI) vor Yvan Muller (FRA/SEAT). Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK belegte mit 55 Kilogramm Handicapgewicht den siebten Platz. Da Farfus aufgrund einer Strafe aus Valencia zehn Plätze in der Startaufstellung verliert, geht der Titelverteidiger vom sechsten Rang ins erste Sprintrennen am Sonntag.


Zunächst stand nach dem Qualifying jedoch der Gesundheitszustand von Farfus im Vordergrund. Der 23-Jährige entstieg seinem BMW 320si WTCC aus eigener Kraft und konnte rasch Entwarnung geben. Er sagte: „Ich bin okay, aber über mich selbst sehr verärgert. Den Unfall muss ich auf meine Kappe nehmen. Ich lag auf Platz drei und wollte am Ende des Qualifyings mit aller Macht noch weiter nach vorn. Leider ist es schief gegangen. Ich verlor das Heck, berührte die Leitplanke und geriet anschließend mit einem Rad auf den Grashügel, was den Überschlag zur Folge hatte. BMW baut zum Glück extrem sichere Autos. Ich hoffe, das Team bekommt den Wagen bis morgen wieder hin, denn wir waren bisher sehr gut unterwegs.“


Die Piloten hatten in Pau mehr Zeit als gewöhnlich, um schnelle Zeiten zu erreichen. Auf allen drei Stadtkursen im Rennkalender – auch in Porto und Macau tritt die WTCC 2007 auf öffentlichen Straßen an – dauert das Qualifying 45 statt 30 Minuten. Farfus, der in Pau 40 Kilogramm Ballast an Bord seines BMW hat, ging insgesamt fünf Mal auf die Strecke und verbesserte sich kontinuierlich. Gleiches galt für Priaulx. Der 32-Jährige liegt derzeit auf Platz zwei in der Fahrerwertung und meinte nach dem Zeittraining: „Ich habe meine schnellste Zeit auf gebrauchten Reifen erreicht. Bei meinen Versuchen mit einem frischen Satz geriet ich jedes Mal in Verkehr. Deshalb bin ich insgesamt sehr zufrieden mit diesem Ergebnis, zumal sich auf dieser Strecke Zusatzgewicht erheblich auf die Zeiten auswirkt.“


Félix Porteiro (ESP) fuhr für das BMW Team Italy-Spain die zehntschnellste Zeit und rückt wie Priaulx in der Startaufstellung aufgrund von Farfus’ Bestrafung einen Rang vor. Weniger erfolgreich lief das Qualifying für den WM-Führenden Jörg Müller (Hückelhoven). Der Wechsel eines gebrochenen Dämpfers kostete den 37-Jährigen Fahrer vom BMW Team Germany Zeit. Am Ende musste er sich mit dem 17. Platz im Klassement zufrieden geben. Eine Position hinter ihm startet Porteiros Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA). Dennoch müssen Müller und Zanardi ihre Hoffnung auf Punkte noch nicht aufgeben. Dasselbe, was in Monaco für die Formel 1 gilt, trifft für die WTCC auf die engen Straßen von Pau zu: Alles ist möglich.


Der siebte Lauf der WTCC beginnt am Sonntag um 10.05 Uhr (live auf Eurosport 2). Rennen zwei wird um 15.35 Uhr gestartet und ist auf Eurosport zu verfolgen.

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Alt 04.06.2007, 19:59     #12
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Läufe 7 & 8 – 02./03. Juni 2007, Pau – Rennen

Zahlen und Fakten PDF

BMW feiert Doppelsieg in Pau – Farfus gewinnt nach Aufholjagd.

Pau (Frankreich), 03. Juni 2007. Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany hat den achten Lauf der FIA World Touring Car Championship gewonnen. Auf dem „Circuit de Pau“ feierte der 23-Jährige vor BMW Team UK Pilot Andy Priaulx (GBR) und Tiago Monteiro (POR/SEAT) seinen zweiten Saisonsieg. Im Vormittags-Rennen hatte Farfus den siebten Platz belegt. Porteiro war der bestplatzierte Fahrer der BMW Länderteams und überquerte dicht gefolgt von Priaulx als Fünfter die Ziellinie.


Für Farfus war der Triumph der krönende Abschluss eines turbulenten Wochenendes. Sein spektakulärer Unfall im Qualifying hatte der Einsatzmannschaft von Schnitzer Motorsport eine arbeitsreiche Nacht beschert. Gerade rechtzeitig zum Warm-up am Sonntagmorgen war der stark beschädigte BMW 320si WTCC wieder einsatzfähig – und Farfus fuhr prompt die Bestzeit. Zudem wurde der BMW Werksfahrer aufgrund einer Strafe aus Valencia in der Startaufstellung für den ersten Lauf vom dritten auf den 13. Platz zurückversetzt. Allen Unwägbarkeiten zum Trotz fuhr Farfus zwei fehlerlose Rennen und bedankte sich so für die Arbeit des Teams.


Farfus’ Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven), der vor den Rennen auf der 2,760 Kilometer langen Strecke die Fahrerwertung angeführt hatte, blieb mit den Plätzen elf und zehn in Pau ohne Punkte. Damit hat Priaulx nun die alleinige Führung in der Weltmeisterschaft übernommen. Der 32-Jährige ist der einzige Pilot in der Tourenwagen-WM, der bisher in allen acht Saisonläufen Punkte errungen hat. Hinter dem Titelverteidiger, der 42 Zähler auf dem Konto hat, liegt Farfus mit 40 Punkten auf Platz zwei. Müller belegt mit elf Punkten Rückstand auf Priaulx den dritten Platz. BMW konnte zudem die Führung in der Herstellerwertung ausbauen. Insgesamt stehen für die Marke nun 106 Punkte zu Buche.


Das erste Rennen verlief weniger ereignisreich als erwartet. Lediglich fünf Piloten schieden auf dem anspruchsvollen Stadtkurs vorzeitig aus. Darunter befand sich allerdings Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain. In der zwölften Runde touchierte er auf Rang zwölf fahrend die Streckenbegrenzung und musste mit beschädigter Vorderradaufhängung die Box ansteuern. Am Start hatte der 40-Jährige mehrere Positionen gutmachen können. Gleiches galt für seine Markenkollegen. Farfus gelang von allen der größte Sprung nach vorn. Am Ende der ersten Runde fuhr er bereits an neunter Position und übte Druck auf den vor ihm liegenden SEAT-Piloten Jordi Gené (ESP) aus. Auch Porteiro zeigte einen guten „fliegenden“ Start. Der 23-Jährige verbesserte sich vom achten auf den sechsten Platz und überholte unter anderem Priaulx, der sich als Siebter ans Heck des Spaniers heftete. Müller rückte vom 16. auf den 14. Rang vor.

Überholmanöver blieben im engen Leitplankenkanal erwartungsgemäß Mangelware. Dass es möglich ist, in Pau zu überholen, bewies jedoch Farfus. Geduldig wartete er auf seine Chance, ehe er in der 16. Runde an Gené vorbei ging. Durch den Ausfall von Nicola Larini (ITA/Chevrolet) im 13. Umlauf hatten die BMW Piloten bereits kampflos einen Platz gewonnen, so dass Farfus nun auf dem siebten Platz unterwegs war, den er bis ins Ziel verteidigte. Darüber hinaus brachte Larinis Ausscheiden Porteiro auf Rang fünf. Der WTCC-Neuling hielt im Anschluss dem Dauerdruck von Priaulx stand und machte nach 19 Runden sein bestes Saisonergebnis perfekt. Müller beendete das Rennen auf der elften Position. Mit drei Autos in den ersten beiden Reihen hatten sich die BMW Länderteams aufgrund der umgekehrten Startreihenfolge eine gute Ausgangsposition für Lauf zwei erarbeitet.


Polesitter Farfus und Priaulx legten schon am Start den Grundstein für den Doppelsieg, als beide an Gené vorbeigingen. Bis zum Schluss blieb das Duo eng beieinander. Priaulx zeigte sich zwar immer wieder im Rückspiegel von Farfus, startete aber keinen waghalsigen Überholversuch. Schließlich kamen die beiden Markenkollegen mit knapp fünf Sekunden Vorsprung auf Monteiro ins Ziel. Auch Porteiro lag kurzzeitig auf Podestkurs. Er verteidigte am Start den vierten Platz und eroberte in der elften Runde sogar den dritten Rang von Gené. Wenige Kurven später endete Porteiros Rennen jedoch abrupt, als ihm beim Überfahren eines hohen Randsteins vorne links der Dämpfer brach.


Zanardi erwischte vom Ende des Feldes einen guten Start und fuhr schon auf Platz 13, als das Safety-Car in Runde drei nach einem Unfall auf die Strecke fuhr. Insgesamt vier Autos schieden bei dieser Karambolage ausgangs der Start-Ziel-Gerade aus. Als das Rennen im siebten Umlauf wieder freigegeben wurde, setzte Zanardi seine Aufholjagd fort. Müller kam nach einem Überholversuch gegen Tom Coronel (NLD/SEAT) kurz von der Ideallinie ab, und der Routinier nutzte die Chance zum Überholen. Am Ende reichte es dennoch nicht für Punkte: Zanardi musste sich mit Rang neun zufrieden geben, Müller wurde Zehnter.



Reaktionen:

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
„So kurz nach dem Rennen habe ich noch nicht begriffen, was an diesem Wochenende alles passiert ist. Bis Samstagabend war nicht klar, ob ich überhaupt antreten kann. Das Team hat jedoch fantastische Arbeit geleistet. Dieser Sieg gehört den Schnitzer-Jungs. Im ersten Lauf habe ich mich auf Platz sieben vorgearbeitet. Der Start ins zweite Rennen lief perfekt, und ich konnte an der Spitze mein Tempo fahren. Andy hat Druck gemacht, aber es ist hier nun einmal höllisch schwierig zu überholen. Das war ein unglaubliches Wochenende.”

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Mit 55 Kilogramm Zusatzgewicht hatte ich es auf dieser Strecke gewiss nicht leicht. Umso glücklicher bin ich über die elf WM-Punkte. Im ersten Lauf hatte ich aufgrund des Gewichts keine Chance, Félix anzugreifen. Also habe ich mich darauf konzentriert, keine Fehler zu machen. Im zweiten Rennen ergab sich dieselbe Situation mit Augusto. Ich stand in dieser Saison noch nicht ganz oben auf dem Treppchen, aber die Meisterschaft ist wichtiger. Der erste Sieg wird kommen.“

Charly Lamm (Teammanager, BMW Team Germany):
„Es sieht ganz so aus, als hätten wir an diesem Wochenende für die Schlagzeilen gesorgt. Nach Augustos Unfall hat die Mannschaft alles gegeben, um ihm den Start zu ermöglichen. Deshalb ist sein Sieg auch ein ganz spezieller Erfolg für uns. Fahrer und Mechaniker haben große Moral bewiesen. Ich bin sehr stolz auf das Team. Bei den kommenden Rennen in Brünn wird auch mit Jörg wieder zu rechnen sein. Dort hat er bisher immer gut abgeschnitten.”

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Alt 12.06.2007, 11:46     #13
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Läufe 9 & 10 – 16./17. Juni 2007, Brno (CZE) – Vorschau

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Vom Stadtkurs auf die Achterbahn: BMW will erneut in Brno siegen.

München, 11. Juni 2007. In der FIA World Touring Car Championship (WTCC) bleibt den BMW Länderteams keine Zeit zum Verschnaufen. Bereits am kommenden Wochenende gastiert die Meisterschaft für die Läufe neun und zehn in Brno, Tschechien. Das „Automotodrom Brno“ ist eine Naturrennstrecke, die eindrucksvoll in die Landschaft der Region Südmähren eingebettet ist. Damit unterscheidet sich die Anlage erheblich vom engen Stadtkurs in Pau (FRA), wo die WTCC zuletzt angetreten war. Die BMW Fahrer dürfen sich auf Überholgelegenheiten freuen.

Zahlreiche Bergauf-Passagen sind charakteristisch für die 5,403 Kilometer lange Strecke. Aus diesem Grund wirkt sich Zusatzgewicht in Brno deutlich stärker aus als auf Rundstrecken mit flacherem Profil. Besonders WM-Spitzenreiter Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK und BMW Team Germany Augusto Farfus (BRA) stehen deshalb in Tschechien vor einer Herausforderung. Beide müssen nach ihrem erfolgreichen Abschneiden in Frankreich als erste Fahrer überhaupt den maximalen Ballast von 60 Kilogramm zuladen. Farfus’ Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven), der im vergangenen Jahr einen der beiden WTCC-Läufe in Brno gewann, nimmt 45 Kilogramm mit an Bord seines BMW 320si WTCC.


Nachdem Félix Porteiro (ESP) in Pau vier WM-Punkte erringen konnte, hofft das BMW Team Italy-Spain in Brno auf ein weiteres gutes Resultat. 2006 hatte Porteiros Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) auf dem „Automotodrom Brno“ als Zweiter des ersten Laufs gezeigt, wie gut er mit dem Kurs zurechtkommt.

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Ich hatte in Pau ein tolles Wochenende. Es hat Spaß gemacht, mit dem BMW Team UK wieder die WM-Führung zu übernehmen. Nun freue ich mich auf Brno. Der Nachteil der Tabellenspitze ist, dass ich 60 Kilogramm an Bord haben werde. Das ist auf dieser Strecke nicht gerade ideal. Aber ich bin überzeugt, dass mir RBM einmal mehr ein fantastisches Auto hinstellen wird. Brno ist eine schöne Strecke, es geht wie auf einer Achterbahn hoch und runter. Der Kurs erinnert mich an Spa.“

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
„Nach meinem Überschlag im Qualifying in Pau noch zu gewinnen, war ein Traum. Allerdings lag mein Anteil daran bestenfalls bei einem Prozent. Der Rest gehörte dem Team. Jetzt freue ich mich auf ein weniger ereignisreiches Wochenende. Mein Ziel ist, einige Punkte mitzunehmen. Ich mag die Strecke, wenngleich ich mich erst daran gewöhnen muss, dort am Steuer des BMW 320si WTCC zu fahren.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Brno ist zwar nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke, sie gehört aber dennoch zu den attraktiven Stationen der WTCC. Der Kurs bietet eine Menge Bergauf- und Bergab-Passagen, die toll zu fahren sind. Außerdem ist die Fahrbahn sehr eben. Deshalb tritt man mit einer härteren Fahrzeugabstimmung an. Es gibt anders als zuletzt in Pau viele Überholgelegenheiten.“


Historie und Hintergrund:

Das „Automotodrom Brno“ – in Tschechien auch unter dem Namen „Masaryk-Ring“ bekannt – ist im internationalen Tourenwagensport eine feste Größe. Bereits 1987, bei der ersten Auflage der Weltmeisterschaft, wurde auf der imposanten Naturrennstrecke um Punkte gekämpft. Bevor die WM im vergangenen Jahr nach Tschechien zurückkehrte, war Brno von 2002 bis 2004 Schauplatz von sechs Rennen der Tourenwagen-Europameisterschaft.

Brno ist für BMW ein gutes Pflaster. In fünf von acht EM- bzw. WM-Rennen überquerte ein BMW Pilot als Erster die Ziellinie. 2003 und 2004 feierte der amtierende Weltmeister Andy Priaulx je einen Laufsieg und ist damit in Brno der bisher erfolgreichste Fahrer im aktuellen Aufgebot der BMW Länderteams.


2006 feierte Jörg Müller in Brno seinen 37. Geburtstag – und machte sich selbst das schönste Geschenk. Im ersten der beiden WTCC-Läufe verwies er Alessandro Zanardi und Yvan Muller (FRA/SEAT) auf die Plätze zwei und drei. Zanardi hatte zuvor eine seiner bisher besten Qualifyingleistungen in der WTCC gezeigt und sich den dritten Startplatz gesichert. Nur einmal war der 40-Jährige im Zeittraining schneller: In Istanbul qualifizierte er sich 2006 für den zweiten Startrang und gewann das erste Rennen.

Nach acht von 22 WM-Läufen liegt BMW sowohl in der Fahrer- als auch in der Herstellerwertung an der Spitze. Das war auch nach acht Läufen im vergangenen Jahr so, allerdings ging es damals deutlich enger zu. Priaulx lag mit 33 Punkten bei den Fahrern in Front. Zum Vergleich: In diesem Jahr hat der 32-Jährige zum gleichen Zeitpunkt schon 42 Zähler auf dem Konto. Auch Augusto Farfus und Jörg Müller haben 2007 mehr Punkte gesammelt als im gleichen Zeitraum der Vorsaison. In der Herstellerwertung stand es im Duell BMW gegen SEAT im Vorjahr 103 zu 100. Auch hier befindet sich BMW in diesem Jahr in einer noch besseren Ausgangssituation. Mit 106 Punkten liegt die Marke in de Gesamtwertung vorne, genau 20 Zähler vor dem engsten Verfolger.

Besonderes Merkmal des „Automotodrom Brno“ ist die Omega-Kurve. Die Streckenführung erinnert dort an den letzten Buchstaben des griechischen Alphabets. Die längste Gerade misst 636 Meter, dazu kommen insgesamt 14 Kurven. Die Strecke blickt auf eine mehr als 70-jährige Geschichte zurück. Ursprünglich führte sie als Naturrundkurs von 29,1 Kilometer Länge von Brno nach Prag. Im Jahr 1986 wurde die aktuelle Anlage eröffnet.

Brno ist mit ca. 366.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Tschechiens und Hauptstadt der Region Südmähren. Bereits im Jahr 1021 begann die Geschichte Brnos mit der Erbauung der gleichnamigen Burg. 1243 gründete Wenzel I. die gleichnamige Stadt.

Zwei Sprintrennen á zehn Runden erwarten die Piloten am kommenden Sonntag. Insgesamt sind pro Lauf gut 54 Kilometer zurückzulegen. Das erste Rennen beginnt am Sonntag um 12.05 Uhr. Lauf zwei wird um 15.35 Uhr gestartet. Beide Rennen sind auf live auf Eurosport International mitzuverfolgen.

Geändert von Martin (19.06.2007 um 08:35 Uhr)
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Alt 18.06.2007, 14:29     #14
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Läufe 9 & 10 – 16./17. Juni 2007, Brno (CZE) – Qualifying

Porteiro erringt in Brno erste Poleposition für das BMW Team Italy-Spain.

Brno (Tschechische Republik), 16. Juni 2007. Die BMW Länderteams haben sich im Qualifying für den neunten Lauf der FIA World Touring Car Championship gute Ausgangspositionen für die Rennen am Sonntag erarbeitet. Alle fünf Piloten sicherten sich auf dem „Automotodrom Brno“ einen Startplatz in den Top-Ten. Schnellster Fahrer des Zeittrainings war Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team Italy-Spain. Er erreichte eine Zeit von 2:11,584 Minuten und blieb damit 0,365 Sekunden vor BMW Team UK Pilot Andy Priaulx (GBR). Der amtierende Weltmeister fuhr trotz maximalen Handicapgewichts von 60 Kilogramm auf Platz zwei. Porteiros Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) komplettierte als Dritter das hervorragende Resultat für das BMW Team Italy-Spain. Die Mannschaft von Teamchef Roberto Ravaglia (ITA) feierte das erfolgreichste Qualifying-Ergebnis seit seinem Bestehen.

BMW Team Germany Fahrer Jörg Müller (Hückelhoven), der an diesem Wochenende 45 Kilogramm Zusatzgewicht mitführt, startet vom siebten Platz ins erste der beiden Sprintrennen. Zwar hatte der 37-Jährige am Schluss der Session die drittschnellste Zeit aufgestellt. Sie wurde ihm jedoch nachträglich aberkannt, da Müller unter gelben Flaggen eine Verbesserung erzielt hatte. Seinem Teamkollegen Augusto Farfus (BRA) wurde die letzte Rundenzeit aus demselben Grund gestrichen. Der WM-Zweite startet vom zehnten Platz.

Für Porteiro ist die Poleposition der größte Erfolg in seiner noch jungen Tourenwagen-Karriere. „Ich bin natürlich sehr glücklich“, meinte der 23-Jährige, der zu Jahresbeginn aus der GP2-Serie zum BMW Team Italy-Spain gewechselt war. „Ich fahre hier lediglich mit fünf Kilogramm Ballast. Deshalb wusste ich, dass ein Platz in den Top-Fünf möglich sein sollte. Es aber gleich bis ganz nach vorne zu schaffen, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich bin noch nicht so lange dabei und lerne an jedem Wochenende viel dazu. Dieses Ergebnis zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.“


Nicht minder beeindruckend war die Leistung von Priaulx, der ungeachtet des maximalen Zusatzgewichts einmal mehr sein ganzes fahrerisches Können abrufen konnte. „Ich bin positiv überrascht“, sagte der zweimalige Weltmeister. „Mein Ziel war, es unter die besten Acht zu schaffen. Nun ist daraus die erste Reihe geworden. Die Strecke hatte wenig Grip, so dass es schwierig war, die passende Abstimmung zu finden. Umso zufriedener bin ich mit dem Ergebnis.“

Die Entscheidung über die Vergabe der Startplätze fiel wie so oft erst in den letzten Sekunden der Qualifikation. Alle Fahrer der BMW Länderteams hatten bereits zwei Stints absolviert, als sie wenige Minuten vor Schluss einen letzten Versuch unternahmen. Porteiro und Priaulx blieben als einzige Piloten unter der Marke von 2:12 Minuten. Zanardi feierte sein bestes Qualifying-Abschneiden seit Istanbul 2006. Damals ging er als Zweiter ins Rennen – und kam als Sieger ins Ziel.

Der neunte Lauf der Tourenwagen-WM wird am Sonntag um 12.05 Uhr gestartet und über zehn Runden ausgetragen. Lauf zwei beginnt um 15.35 Uhr. Eurosport International überträgt live.

Geändert von Martin (19.06.2007 um 08:39 Uhr)
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Alt 18.06.2007, 14:32     #15
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Zahlen und Fakten (PDF)

Dominante Vorstellung von BMW in Brno: Porteiro und Müller siegen.

Brno (Tschechische Republik), 17. Juni 2007. Bei den Läufen neun und zehn der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Brno waren alle Podestplätze für die Piloten der BMW Länderteams reserviert. Vor 52 000 Zuschauern errang Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team Italy-Spain im Vormittagsrennen seinen ersten WM-Sieg. Der 23-Jährige verwies auf dem „Automotodrom Brno“ BMW Team Germany Pilot Jörg Müller (Hückelhoven) und seinen Teamkollegen Alessandro Zanardi (ITA) auf die Plätze zwei und drei. Im zweiten Rennen feierte das BMW Team Germany zum ersten Mal in diesem Jahr einen Doppelsieg: Müller überquerte vor Augusto Farfus (BRA), der Lauf eins auf dem vierten Platz abgeschlossen hatte, als Sieger die Ziellinie. Porteiro krönte sein perfektes Wochenende mit dem dritten Platz.

Farfus hat damit die WM-Führung von Andy Priaulx (GBR) zurück erobert. Der Titelverteidiger in Diensten vom BMW Team UK schied im ersten Rennen kurz nach dem Start aus, arbeitete sich aber in Lauf zwei trotz 60 Kilogramm Zusatzgewichts vom 22. auf den siebten Platz nach vorn. Mit 53 Punkten ist Farfus der neue Spitzenreiter, Müller folgt mit vier Punkten Rückstand auf Rang zwei. Priaulx belegt mit 44 Zählern Rang drei. In der Herstellerwertung konnte BMW seinen Vorsprung ausbauen und hält mit insgesamt 142 Punkten souverän die Spitze.


Im Vormittags-Rennen nutzte Porteiro seine Poleposition und feierte einen Start-Ziel-Sieg. Allerdings hatte der Youngster über die gesamte Distanz den BMW 320si WTCC von Müller im Rückspiegel, der sich am Start vom siebten auf den zweiten Platz verbessert hatte. Farfus machte sogar noch mehr Plätze gut, fuhr von der neunten auf die dritte Position und kam vor Zanardi aus der ersten Kurve. Für Priaulx endete das Rennen hingegen schon nach wenigen Metern. SEAT-Fahrer Pierre-Yves Corthals (BEL) traf ihn am Heck, so dass sich der zweimalige Weltmeister von der Strecke drehte und im Kiesbett landete.

Nach der folgenden Safety-Car-Phase setzten sich die vier BMW Piloten ab. Mit maximalem Ballast von 60 Kilogramm verteidigte Farfus bis zur siebten Runde den dritten Platz, musste den ohne Handicapgewicht fahrenden Zanardi dann aber doch passieren lassen. Weiter vorn blieb Müller nah an Porteiro. Zu einem Angriff bot sich dem Routinier aufgrund seiner 45 Kilogramm Ballast allerdings keine Gelegenheit, so dass Porteiro den bisher größten Erfolg seiner Tourenwagen-Karriere feiern konnte.

Auch im zweiten Rennen bot der Youngster eine starke Leistung. Vom achten Startrang machte er viele Positionen gut und eroberte schließlich in der siebten Runde Rang drei von Gabriele Tarquini (SEAT), den er bis zum Ende hielt. Zanardis Chancen auf einen weiteren Podestplatz waren schon vor dem Start zunichte gemacht worden: Zwischen den beiden Rennen begannen die Mechaniker einige Sekunden zu früh damit, an seinem Auto zu arbeiten. Daraufhin wurde Zanardi mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt. Noch bevor er die Strafe absitzen konnte, musste der 40-Jährige in Folge einer Kollision mit Chevrolet-Pilot Alain Menu (SUI) zum Wechsel eines beschädigten Reifens in die Box fahren. Zanardi kam nach zehn Runden als 20. ins Ziel.

Priaulx arbeitete sich derweil durchs Feld und machte Platz um Platz gut. Im achten Umlauf ging er an den SEAT-Piloten Jordi Gené (ESP) und Tiago Monteiro (POR) vorbei, die im Zweikampf von der Ideallinie abgekommen waren. Damit war er Siebter und hielt diesen Platz bis zum Ende des Rennens. An der Spitze lieferten sich Farfus und Müller ein packendes Duell um den Sieg. Wie Müller profitierte auch Farfus von einem guten Start und übernahm in der dritten Runde die Führung von Tarquini. Mit seinem um 15 Kilogramm leichteren BMW wollte Müller diesmal nichts unversucht lassen, sich seinen zweiten Saisonsieg zu sichern. In der vierten Runde unternahm er den entscheidenden Überholversuch – und hatte Erfolg. Müller sah mit 0,812 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen die Zielflagge.


Reaktionen:

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Es ist fantastisch, mit 45 Kilogramm Ballast einen Sieg und einen zweiten Platz errungen zu haben. Das ganze Team hat hart gearbeitet, und wir haben uns vor allem darauf konzentriert, meine Qualifying-Performance zu verbessern. Das war der Schlüssel zu diesem Ergebnis. Das BMW Team Germany führt die WM nun mit beiden Fahrern an. Das ist das Wichtigste.”

Félix Porteiro (BMW Team Italy-Spain):
„Es war lange an der Zeit, dass wir die Früchte unserer Arbeit ernten. Nicht nur mein Sieg, sondern auch der dritte Platz von Alessandro im ersten Rennen und mein zweiter Podestplatz beweisen, wie gut unser Auto war. Ich wusste, dass ich ein fehlerloses Rennen fahren muss, um zu gewinnen. Das ist mir gelungen. Mit diesem Erfolg im Rücken ging es im zweiten Rennen darum, Spaß zu haben.”

Augusto Farfus (BMW Team Germany):
„Das war ein schönes Wochenende für mich. Obwohl ich 60 Kilogramm im Auto hatte, konnte ich in der WM die Führung übernehmen. Im ersten Rennen habe ich viele Plätze gut gemacht, in Lauf zwei lieferte ich mir ein spannendes Duell mit Jörg. Er war etwas schneller, und ich musste ihn ziehen lassen.”

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
„Das ist ein tolles Ergebnis für unser Team. Leider stand ich schon nach dem ersten Rennen mit Félix auf dem Podium, und wir mussten uns noch auf den zweiten Lauf vorbereiten. Sonst hätten wir wohl direkt damit begonnen, den Sieg zu feiern. Mein Teamkollege und die ganze Mannschaft haben einen hervorragenden Job gemacht.”

Roberto Ravaglia (Teamchef BMW Team Italy-Spain):
„Nach den Leistungen von Félix in den Trainings und im Qualifying lag dieser erste Sieg in diesem Jahr in der Luft. Als es dann wirklich soweit war, ist uns allen ein Stein vom Herzen gefallen. Dieser Erfolg gibt dem Team großen Auftrieb.”

Charly Lamm (Teammanager BMW Team Germany):
„Brno war immer gut zu BMW – und das war auch heute wieder so. Für unser Team war dies zweifelsohne ein traumhaftes Wochenende. Jörg und Augusto waren in den Rennen immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und haben eine fehlerfreie Leistung gezeigt. Wenn zwei Fahrer aus demselben Team um den Sieg kämpfen, rast der Puls des Teammanagers an der Boxenmauer. Beide sind jedoch sehr gut mit der Situation umgegangen.”

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WTCC 2007 Läufe 11 & 12 – 07./08. Juli 2007, Porto (PRT) – Vorschau

BMW schließt in Porto erfolgreiche erste WTCC-Saisonhälfte ab.

München, 03. Juli 2007. Zur Halbzeit der FIA World Touring Car Championship treten die BMW Länderteams am kommenden Wochenende auf dem „Circuito da Boavista“ in Porto (PRT) an. Der 4,720 Kilometer lange Stadtkurs an der Atlantikküste verspricht spektakuläre Rennen, wenngleich sich den Fahrern nur wenige Überholmöglichkeiten bieten dürften.

Je mehr Ballast ein Fahrer in der WTCC an Bord seines Autos hat, desto erfolgreicher war er zuletzt. Dass in Porto alle fünf Piloten der BMW Länderteams Handicapgewicht mitführen, belegt die starke Performance des BMW 320si WTCC in den bisherigen Rennen. Zum zweiten Mal in Folge muss WM-Spitzenreiter Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany das maximale Erfolgsgewicht von 60 Kilogramm zuladen. Erstmals ist auch sein Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven), in der Fahrerwertung auf Platz zwei geführt, mit dem höchstmöglichen Ballast unterwegs.

Der WM-Dritte und Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK tritt mit zusätzlichen 55 Kilogramm beim WM-Gastspiel in Portugal an. Nach seinem ersten Laufsieg in Brno (CZE) hat BMW Team Italy-Spain Fahrer Félix Porteiro (ESP) 30 Kilogramm im Auto. Sein Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA), der in Tschechien als Dritter auf das Podium fuhr, nimmt zehn Kilogramm mit.


Die Bilanz von BMW im ersten Abschnitt der Saison kann sich sehen lassen. Fünf Siege, zwei Polepositions und sechs schnellste Rennrunden stehen für die Marke zu Buche. In der Herstellerwertung führt BMW mit 142 Punkten – SEAT folgt 38 Zähler dahinter auf Platz zwei.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:
„In Porto endet die erste Saisonhälfte der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Unser Zwischenfazit fällt positiv aus. Fünf der zehn Läufe haben Fahrer der BMW Länderteams gewonnen. Augusto Farfus, Jörg Müller und Andy Priaulx liegen in der Fahrerwertung vorn, BMW führt das Herstellerklassement mit deutlichem Vorsprung an. Dies verdeutlicht: Der BMW 320si WTCC ist auch in diesem Jahr das beste Basisauto in dieser Meisterschaft. Veränderungen am Grundgewicht der Autos sowie der fliegende Start ins erste Rennen haben nichts daran geändert, dass unsere Piloten in der WM den Ton angeben. Wie schon in den beiden vergangenen Jahren bietet die Tourenwagen-Weltmeisterschaft auch in dieser Saison spannende Rennen und eine Menge Action auf der Strecke. Das Salz in der Suppe sind die Läufe auf Stadtkursen, so wie am kommenden Wochenende in Porto. Wir haben uns für den Rest der Saison eine exzellente Ausgangsbasis erarbeitet. Nun müssen unsere Teams das hohe Niveau halten, damit wir in Macau am Jahresende erneut Grund zum Feiern haben. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.“



Historie und Hintergrund:
Nach Zandvoort (NLD) und Pau (FRA) ist Porto bereits der dritte Debütant in der diesjährigen Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Dennoch kann der „Circuito de Boavista“ auf eine lange Tradition zurückblicken und war sogar schon zwei Mal Schauplatz von Rennen der Formel-1-WM. 1958 verwies der spätere Weltmeister Stirling Moss (GBR) seine Landsmänner Mike Hawthorn und Stuart Lewis Ewans an der portugiesischen Atlantikküste auf die Plätze zwei und drei. Zwei Jahre später setzte sich der Australier Jack Brabham gegen Bruce McLaren (NZL) und Jim Clark (GBR) durch. Das erste Automobilrennen auf dem Stadtkurs hatte bereits 1931 stattgefunden.

Eine Besonderheit erlebten die portugiesischen Zuschauer im Rahmen des Grand Prix von Portugal 1958. Maria Teresa di Fillipis (ITA) war die erste Frau, die jemals an Rennen der Formel-1-WM teilnahm. Allerdings blieb sie in Porto glücklos und schied bereits nach sechs Runden aus.
Die Formel-1-Rennen fanden auf einem 7,5 Kilometer langen Kurs statt. Das Streckenlayout wurde allerdings in der Zwischenzeit erheblich verändert. Wenn die BMW Länderteams am Wochenende in Porto antreten, warten jeweils elf Runden á 4,720 Kilometer auf die Piloten. Um die erforderlichen Sicherheitsstandards des Automobil-Weltverbands FIA zu erfüllen, wurde unter anderem eine Schikane eliminiert und die Fahrbahn an mehreren Stellen verbreitert.

Nicht nur der Streckenverlauf, sondern auch die Infrastruktur rund um den Traditionskurs hat in jüngerer Vergangenheit zahlreiche Modernisierungen erfahren. So sind unter anderem drei neue Tribünen entstanden. Insgesamt bietet die Anlage nun 24 000 Sitzplätze.
Der „Circuito da Boavista“ ist der langsamste der insgesamt drei Stadtkurse, die im WTCC-Kalender 2007 vorgesehen sind. Die höchsten Geschwindigkeiten werden in den Straßen von Macau (MAC) erreicht, wo am 18. November das Saisonfinale ausgetragen wird.
Porto, früher Oporto, liegt an der Mündung des Flusses Douro und hat 330 000 Einwohner. Damit ist es nach der Hauptstadt Lissabon die zweitgrößte Stadt Portugals. Im Großraum der Küstenstadt leben etwa 1,3 Millionen Menschen.

Die historische Altstadt am Nordufer des Douro wird von der UNESCO seit 1996 als Weltkulturerbe geführt. Auch außerhalb Europas ist Porto für eine alkoholische Spezialität bekannt: den Portwein. Die Trauben für diesen Wein dürfen nur im Douro-Tal geerntet werden. Der Reifungsprozess dauert mindestens zwei Jahre.

Wie bei allen neuen Strecken im Kalender steht den Fahrern auch in Porto eine 30-minütige Testsession zur Verfügung, um sich bereits am Freitag mit dem Kurs vertraut zu machen. Das erste Rennen beginnt am Sonntag um 10.05 Uhr (live auf Eurosport 2). Lauf zwei wird um 16.35 Uhr gestartet und ist auf Eurosport International zu sehen.

Zahlen und Fakten:
Strecke / Datum: Circuito da Boavista / 08. Juli 2007

Runde / Distanz: 4,720 km / 51,92 km (11 Runden)

Sieger 2006: Rennen 1: nicht im Kalender, Rennen 2: nicht im Kalender

Poleposition 2006: Nicht im Kalender

Schnellste Runden 2006: Rennen 1: nicht im Kalender, Rennen 2: nicht im Kalender
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Geändert von Martin (04.08.2007 um 10:32 Uhr)
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Alt 24.07.2007, 19:56     #17
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Tourenwagen-WM gastiert in Schweden - Ekblom für BMW am Start.

München, 23. Juli 2007. Bei den zwei Läufen der FIA World Touring Car Championship in Anderstorp verstärkt ein Lokalmatador die Reihen der BMW Länderteams: Fredrik Ekblom (SWE) tritt an der Seite des amtierenden Weltmeisters Andy Priaulx (GBR) für das BMW Team UK an. Seinen BMW 320si WTCC wird dabei die schwedische Nationalflagge zieren.

Als WTCC-Neueinsteiger nimmt Ekblom lediglich zehn Kilogramm Handicapgewicht mit an Bord seines BMW. Schwergewichtiger sind hingegen einige seiner Markenkollegen unterwegs, die im bisherigen Saisonverlauf insgesamt bereits sechs Laufsiege errungen haben. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany liegt mit 58 Punkten in der Weltmeisterschaft auf dem Spitzenplatz. Wie sein Teamkollege Augusto Farfus (BRA), der in der Fahrerwertung mit zwei Punkten Rückstand Rang zwei belegt, tritt er mit dem maximalen Ballast von 60 Kilogramm an. Gleiches gilt für Priaulx, der punktgleich mit Farfus WM-Dritter ist. Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team Italy-Spain führt 20 zusätzliche Kilogramm mit, sein Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) geht mit fünf Kilogramm vergleichsweise leicht in die beiden Rennen. Bei den Herstellern hält BMW mit 167 Punkten souverän die Spitze.

Auf dem „Scandinavian Raceway“ schlägt das Herz des nordeuropäischen Motorsports. In den 70er Jahren trug die Formel 1 auf der 4,025 Kilometer langen Strecke insgesamt sechs Grands Prix aus. Der Kurs ist damit bis heute der einzige F1-Schauplatz in Skandinavien. Im Rahmen der FIA Tourenwagen-EM sammelten Müller und Priaulx in Anderstorp schon 2002 und 2003 erste Erfahrungen. Müller gewann damals einen Lauf, Priaulx fuhr als Zweiter auf das Podest.


Ekbloms letzter Renneinsatz auf dem 1968 eröffneten Kurs liegt nur gut einen Monat zurück: Am 17 Juni 2007 belegte er dort in der schwedischen Tourenwagenmeisterschaft (STCC) am Steuer eines BMW 320si den vierten Platz. Er führt die hart umkämpfte Serie derzeit mit 41 Punkten an. Auch Ekblom war schon 2002 beim ETCC-Gastspiel in Anderstorp dabei und errang für das BMW Team Belgium den dritten Platz. Nun geht er erneut für das RBM-Team von Teamchef Bart Mampaey auf Punktejagd.

Fredrik Ekblom (BMW Team UK):
Es ist fantastisch, in der Tourenwagen-WM anzutreten – und dann auch noch vor meinem Heimpublikum. Anderstorp ist nicht unbedingt die Strecke in Schweden, auf der ich am häufigsten angetreten bin. Aber ich mag den Kurs. Er ist nicht sonderlich anspruchsvoll. Dennoch stellt er eine Herausforderung dar. Man kann ihn mit nur wenigen anderen Strecken vergleichen. Ich bin zwar auch schon eine Weile im Geschäft. Dennoch freue ich mich darauf, mir bei Andy Priaulx noch ein paar Sachen abschauen zu können. Er ist der König des Tourenwagensports. Schon 2002 lief es in der EM für RBM und mich nicht schlecht, als ich in Anderstorp aufs Podium fuhr. Ich möchte auch diesmal ein gutes Ergebnis für BMW und das Team erreichen. Für mich gilt es daher, mich schnell an das hohe Niveau in der WTCC zu gewöhnen.“


Historie und Hintergrund:
Auf dem „Scandinavian Raceway“ von Anderstorp fanden zwischen 1973 und 1978 sechs Ausgaben des Formel 1 Grand Prix von Schweden statt. Das Zugpferd für diese Veranstaltungen war Ronnie Peterson (SWE), der 1973 als erster Schwede nach Jo Bonnier im Jahr 1959 wieder einen GP-Sieg gefeiert hatte. Neun weitere Triumphe folgten bis zu Petersons tödlichen Unfall am 11. September 1978.

Ein Sieg bei seinem Heim-Grand-Prix in Anderstorp war Peterson nicht vergönnt. Beim F1-Debüt der Strecke 1973 führte er bis fünf Runden vor Schluss, musste aber wegen eines Reifenschadens Denny Hulme (NZL) den ersten Platz überlassen. In den Jahren darauf trugen sich Jody Scheckter (RSA) und Niki Lauda (AUT) je zwei Mal in die Siegerliste ein, der Franzose Jacques Laffite stand beim Schweden-GP 1977 ganz oben auf dem Treppchen.

Seit dem Abschied der Formel 1 und der Motorrad-Weltmeisterschaft, die bis 1990 17 Mal in Anderstorp antrat, dominieren Tourenwagen das Geschehen auf dem „Scandinavian Raceway“. 1997 machte dort erstmals die schwedische Tourenwagenmeisterschaft (STCC) Station. Fünf Jahre später gastierte die FIA Tourenwagen-Europameisterschaft zum ersten Mal in der historischen Provinz Småland. Schon damals war Jörg Müller für das BMW Team Germany unterwegs und sicherte sich einen Sieg.

Auch Fredrik Ekblom kämpfte 2002 im Rahmen der FIA ETCC mit dem RBM-Team – zu dieser Zeit noch unter dem Banner vom BMW Team Belgium – um Punkte. Bei seinem Heimspiel in Anderstorp überquerte er in Lauf zwei am Steuer seines BMW 320i als Dritter die Ziellinie. 2003 feierten Antonio Garcia (ESP) und Dirk Müller (Burbach) für BMW im ersten Lauf Podestplätze, während Andy Priaulx in Rennen zwei als Zweiter erfolgreichster BMW Fahrer war.

Im Frühjahr 2006 wurden weite Teile des „Scandinavian Raceway“ modernisiert. Besonderes Augenmerk legten die Streckenbetreiber dabei auf die Boxenanlagen und den Paddock-Bereich.


Anderstorp gehört zur Gemeinde Gisvaled, die sich seit der Kommunalreform von 1974 aus den Orten Burseryd, Reftele, Villstad, Södra Mo, Anderstorp und Gisvaled zusammensetzt. In der Gemeinde leben knapp 30 000 Menschen. Allerdings ist die Region alles andere als dicht besiedelt: Auf einen Quadratkilometer kommen lediglich 26 Einwohner.

Gisvaled ist bekannt für seine über 380 Seen, welche die Landschaft in beeindruckender Art und Weise prägen. Durch die Gemeinde fließt zudem der Fluss Nissan, der in Halmstad ins Meer mündet.

Am Freitag erwartet die Fahrer der BMW Länderteams eine 30-minütige Testsession, in der sie sich mit der Strecke vertraut machen können. Das Vormittags-Rennen am Sonntag beginnt um 12.05 Uhr. Rennen zwei wird um 14.35 Uhr gestartet. Eurosport International überträgt beide Läufe live.

Zahlen und Fakten:
Strecke / Datum - Scandinavian Raceway / 29. Juli 2007

Runde / Distanz - 4,025 km / 52,33 km (13 Runden)

Sieger 2006 - Rennen 1: nicht im Kalender - Rennen 2: nicht im Kalender

Poleposition 2006 - nicht im Kalender

Schnellste Runden 2006 - Rennen 1: nicht im Kalender - Rennen 2: nicht im Kalender
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Geändert von Martin (04.08.2007 um 10:25 Uhr)
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Alt 31.07.2007, 20:19     #18
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Ekblom Vierter für BMW im verregneten WTCC-Qualifying von Anderstorp.

Anderstorp (Schweden), 28. Juli 2007. Fredrik Ekblom (SWE) startet vom vierten Platz in das 13. Rennen der FIA World Touring Car Championship. Auf dem „Scandinavian Raceway“ von Anderstorp erreichte der Neuzugang im BMW Team UK eine Zeit von 1:50,922 Minuten und war damit 0,866 Sekunden langsamer als SEAT-Pilot Tiago Monteiro (PRT), der die Poleposition errang. Alessandro Zanardi (ITA) fuhr für das BMW Team Italy-Spain die elftschnellste Rundenzeit. Eine Position hinter ihm platzierte sich sein Teamkollege Félix Porteiro (ESP). Der WM-Führende Jörg Müller (Hückelhoven) sowie seine BMW Markenkollegen Augusto Farfus (BRA) und Andy Priaulx (GBR) haben hingegen eine Aufholjagd vor sich.


Nach einem heftigen Regenschauer zu Beginn verbesserten sich die Bedingungen gegen Ende des 30-minütigen Zeittrainings. Allerdings spielten die wechselhaften Verhältnisse den bestplatzierten BMW Fahrern in der WM nicht in die Karten. BMW Team UK Pilot Priaulx kam auf der 4,025 Kilometer langen Strecke auf den 15. Platz, Farfus vom BMW Team Germany musste sich mit Rang 18 im Klassement zufrieden geben. Sein Teamkollege Müller kam nicht über den 20. Platz hinaus. Die drei BMW Werksfahrer sind in Schweden mit dem höchstmöglichen Ballast von 60 Kilogramm unterwegs. Aufgrund der Strafversetzung von Roberto Colciago (ITA/SEAT) um zehn Plätze, rücken Priaulx und Farfus in der Startaufstellung genauso wie die Piloten vom BMW Team Italy-Spain um einen Rang vor.

Ekblom freute sich nach dem Qualifying über sein gelungenes Debüt in der Tourenwagen-WM. „In der WTCC geht es so eng zu, dass man ein solches Ergebnis nicht vorhersagen kann“, meinte der Lokalmatador. „Noch schwieriger ist es bei solchen Bedingungen wie heute. Deshalb bin ich glücklich, dass es so gut funktioniert hat. Das Team hat mich fantastisch aufgenommen. Ich wurde zum richtigen Zeitpunkt zum Reifenwechsel in die Box gerufen und konnte mich so kurz vor Schluss noch einmal steigern. Jetzt bin ich auf die beiden Rennen am Sonntag gespannt und werde alles geben.“


Trotz der schwierigen Ausgangspositionen haben auch die Titelaspiranten in Reihen der BMW Länderteams ihre Hoffnung auf weitere WM-Punkte noch lange nicht aufgegeben. „Ich werde den Kopf nicht in den Sand stecken“, meinte Müller. „Im letzten Abschnitt des Qualifyings, als die Bedingungen besser wurden, haben wir unsere Reifen nicht zum Funktionieren gebracht. Es hat schlichtweg der Grip gefehlt. Morgen noch in die Punkte zu kommen, wird gewiss kein einfaches Unterfangen. Aber in unserer Meisterschaft ist alles möglich.“ Priaulx pflichtete seinem Markenkollegen bei und sagte: „Augusto, Jörg und ich sitzen am Sonntag wohl im selben Boot. Ich werde alles versuchen, um weiter nach vorn zu kommen. Allerdings machen die 60 Kilo an Bord meines BMW die Aufgabe nicht unbedingt leichter.“
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Geändert von Martin (04.08.2007 um 10:27 Uhr)
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Alt 31.07.2007, 20:40     #19
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Schwierige Regenrennen in Schweden - Farfus gewinnt Punkt für BMW.

Daten und Ergebnisse Anderstorp

Anderstorp (Schweden), 29. Juli 2007. Augusto Farfus (BRA) vom BMW Team Germany hat in den beiden Läufen der FIA World Touring Car Championship in Anderstorp als einziger BMW Pilot einen WM-Punkt gewonnen. Mehrere Regenschauer sorgten auf dem „Scandinavian Raceway“ für wechselhafte Bedingungen, die Reifenwahl für die Saisonrennen 13 und 14 kam einer Lotterie gleich. Die Chevrolet-Piloten Robert Huff (GBR) und Rickard Rydell (SWE) sicherten sich je einen Sieg auf der 4,025 Kilometer langen Strecke.

An der Spitze der Fahrerwertung haben sich trotz der mageren Punkteausbeute in Schweden keine gravierenden Änderungen ergeben. BMW Team Germany Pilot Jörg Müller (Hückelhoven) liegt mit 58 Punkten weiter in Front. Nur einen Zähler dahinter folgt sein Teamkollege Farfus, der seinerseits einen Punkt mehr auf dem Konto hat als der amtierende Weltmeister Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK. Mit nun 177 Punkten hält BMW weiterhin die Spitze in der Herstellerwertung.

Auch am Sonntag spielte das Wetter die Hauptrolle in Anderstorp. 20 Minuten vor dem Start des Vormittags-Rennens ging einmal mehr ein heftiger Regenschauer auf die Strecke nieder. Die BMW Länderteams mussten sich zwischen Regen- und Trockenreifen entscheiden: Der Kurs begann bei Sonnenschein zwar abzutrocknen, die Ideallinie war jedoch in der ersten Rennhälfte weiterhin nass. Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain war einer der wenigen Fahrer, der Trockenreifen wählte. Jene BMW Piloten, die auf Regenreifen unterwegs waren, hatten bei diesen Mischverhältnissen Schwierigkeiten mit der Leistungsfähigkeit ihrer Pneus. Zu Anfang konnten sie das Tempo der Konkurrenz noch mitgehen. Über die Distanz bauten die Reifen jedoch unerwartet stark ab, so dass die Fahrer zunehmend mit stumpfen Waffen kämpften. Für Müller, Farfus und Priaulx wirkte sich zusätzlich das maximale Handicapgewicht von 60 Kilogramm negativ aus.


Dennoch war Priaulx als Elfter der bestplatzierte Vertreter der BMW Länderteams. Hinter ihm überquerte sein Teamkollege Fredrik Ekblom (SWE) als Zwölfter die Ziellinie. Félix Porteiro (ESP) vom BMW Team Italy-Spain lag bis zur siebten Runde noch auf dem aussichtsreichen achten Platz. Als bei abtrocknender Strecke die auf Slicks fahrenden Piloten die Oberhand erlangten, fiel der 23-Jährige allerdings noch auf Rang 14 zurück. Müller musste sich trotz eines fulminanten Starts, der ihn vom 20. auf den elften Platz nach vorn gebracht hatte, mit dem 15. Platz zufrieden geben. Unmittelbar dahinter kam Farfus ins Ziel. Zanardis Mut zum Risiko zahlte sich nicht aus: In der zweiten Kurve wurde er von einem Konkurrenten ins Kiesbett befördert und fiel vom zehnten Platz ans Ende des Feldes zurück. Von dieser Position war der Routinier nicht mehr in der Lage, den Vorteil der Trockenreifen in ein gutes Resultat zu verwandeln und wurde 20. Unmittelbar nach Rennende unterstrich ein weiterer Regenguss, wie unberechenbar die Verhältnisse an diesem Tag waren.

Ein ähnliches Bild wie im ersten Lauf bot sich auch vor dem zweiten Rennen. Wieder war die Strecke noch nass, wieder zeichnete sich eine Verbesserung der Bedingungen über die Distanz von 13 Runden ab. Diesmal wählten alle Fahrer der BMW Länderteams Trockenreifen. Porteiro ging zunächst auf Regenreifen auf die Einführungsrunde, steuerte allerdings anschließend zum Reifenwechsel die Box an und musste daraufhin aus der Boxengasse starten. Zunächst hatten die BMW Piloten einen Nachteil gegenüber ihren Rivalen auf Regenreifen. Erst ab der sechsten Runde erwiesen sich die Trockenreifen als bessere Option.

Farfus nutzte die Chance, doch noch einen WM-Punkt mitzunehmen. Von Rang 16 gestartet arbeitete er sich bis auf den neunten Platz vor. Da der achtplatzierte Robert Dahlgren (SWE/Volvo) außer Konkurrenz antrat, sicherte sich Farfus so zumindest einen Zähler. Nach ihm fuhr Müller, der als 15. ins Rennen gegangen war, über die Linie. Priaulx’s Aufholjagd erhielt in der achten Runde einen Dämpfer, als er nach einem Überholversuch gegen Yvan Muller (FRA/SEAT) zwei Autos passieren lassen musste. Schließlich wurde er als 13. abgewinkt. Ekblom belegte den 14. Rang vor Zanardi und Porteiro.

Reaktionen:
Augusto Farfus (BMW Team Germany):

Jemand im Team hat erwartet, dass wir doch noch einen Punkt aus Anderstorp mitnehmen. Wir sind im zweiten Rennen das Risiko eingegangen, auf Trockenreifen zu starten. Das hat sich ausgezahlt. Die Mannschaft hat gute Arbeit geleistet und großen Kampfgeist bewiesen. Nun freue ich mich auf mein erstes Heimspiel mit dem BMW Team Germany in Oschersleben. Die Bedingungen dürften uns dort eher entgegenkommen als es hier in Schweden der Fall gewesen ist.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):
„Das war der reinste Reifenpoker. Anders als im ersten Lauf bin ich im zweiten Rennen auf Slicks gestartet. Außerdem sind wir das Risiko eingegangen, mein Auto komplett auf trockene Bedingungen abzustimmen. Deshalb bin ich am Anfang etwas zurückgefallen, kam dann aber im Verlauf des Rennens zurück. Wäre noch eine Runde mehr zu fahren gewesen, hätte es noch mit einem Punkt klappen können.“

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Der zweite Regenguss nach dem ersten Rennen ist leider zu spät gekommen, sonst hätte ich weiter vorn stehen können. Wir hatten mit den Regenreifen zwar die richtige Entscheidung getroffen, aber das Wetter hat uns nicht in die Karten gespielt. Der zweite Lauf begann recht gut für mich, endete dann jedoch enttäuschend. Yvan Muller vor mir war langsamer, aber ich konnte ihn lange nicht überholen. Beim entscheidenden Versuch sind wir aneinander geraten. Ich habe dabei den Schwung verloren, so dass die anderen an mir vorbeigingen. Damit waren die Punkte außer Reichweite.“

Fredrik Ekblom (BMW Team UK):
„Es hat großen Spaß gemacht, wieder für BMW Rennen zu bestreiten. Das Auto lief ausgezeichnet und das BMW Team UK hat mich nach Kräften unterstützt. Im Qualifying lief es mich sehr gut. In den Rennen war hingegen nicht mehr möglich. Das nächste Mal bin ich in Monza wieder als Teamkollege von Andy Priaulx dabei. Ich hoffe, dass ich dann in den Kampf um WM-Punkte eingreifen werde.“
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Geändert von Martin (04.08.2007 um 10:28 Uhr)
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Alt 28.08.2007, 12:51     #20
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FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2007, Läufe 15 & 16 - 25./26. August 2007, Oschersleben (DEU) - Vorschau

BMW Länderteams wollen Erfolgsserie in Oschersleben fortsetzen.


München, 20. August 2007. Nach einer vierwöchigen Sommerpause setzt die FIA World Touring Car Championship in Oschersleben die Saison 2007 mit den Läufen 15 und 16 fort. Beim Heimspiel in der "Motorsport Arena" möchte BMW an die Erfolge aus den vergangenen Jahren in der "Magdeburger Börde" anknüpfen.

Besonders im Blickpunkt steht der einzige deutsche Fahrer, der um die Meisterschaft kämpft: Jörg Müller (Hückelhoven). Der Pilot vom BMW Team Germany geht als WM-Führender in die beiden Läufe auf der 3,696 km langen Strecke. Im vergangenen Jahr konnte Müller in Oschersleben Lauf zwei für sich entscheiden, BMW Team UK Fahrer Andy Priaulx (GBR) sicherte sich den Sieg im ersten Rennen. Ohnehin können die BMW Länderteams auf eine beeindruckende Bilanz zurückblicken: Seit 2002 gewannen BMW Piloten neun von zehn Rennen, die in Oschersleben im Rahmen der Welt- und Europameisterschaft ausgetragen wurden.

Nach zwei schwierigen Rennen in Anderstorp (SWE) möchten die BMW Fahrer in Oschersleben zudem davon profitieren, mit etwas geringerem Handicapgewicht anzutreten. Während Priaulx und Müller im Vergleich zu den Läufen in Schweden mit 55 Kilogramm fünf Kilo weniger Ballast an Bord haben werden, treten Müllers Teamkollege Augusto Farfus (BRA, 50 kg) und Félix Porteiro (ESP, 10kg) vom BMW Team Italy-Spain mit zehn Kilogramm weniger Zusatzgewicht an. Porteiros Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) bleibt bei fünf Kilogramm Ballast.



Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Oschersleben ist eine Strecke, die BMW liegt. Aus diesem Grund bin ich zuversichtlich, dass die BMW Länderteams auch diesmal gut abschneiden werden. Dadurch, dass es meine Heimrennen sind, kommen meine Familie und viele meiner Freunde in die Motorsport Arena - darüber freue ich mich sehr. Grundsätzlich aber ist Oschersleben ein Rennen wie jedes andere: Meine Vorbereitung läuft ab wie immer, meine Motivation ist genauso hoch wie an jedem anderen Rennwochenende. Mein persönliches Ziel wird es sein, Punkte zu machen. Das dürfte sehr schwierig werden, da ich nahezu vollgeladen - mit 55 Kilogramm Zusatzgewicht - unterwegs bin. Dennoch gilt: Alles ist möglich. Die Hauptsache ist, anzukommen."


Historie und Hintergrund:

Die "Motorsport Arena Oschersleben" gehört zu den Dauerbrennern im Rennkalender von FIA Tourenwagen-Meisterschaften. Sechs Rennen der Europameisterschaft fanden dort zwischen 2002 und 2004 statt. In den vergangenen beiden Jahren gastierte auch die WTCC in der Magdeburger Börde.
Bei neun von zehn Rennen auf der anspruchsvollen Strecke siegte ein BMW Fahrer. Dirk Müller (Burbach) gewann 2002 beide ETCC-Läufe. Im folgenden Jahr trugen sich auch Jörg Müller und Priaulx in die Siegerliste ein. 2004, beim letzten Auftritt der Tourenwagen-EM, gelang Priaulx ein weiterer Laufsieg. Auch auf WM-Niveau bestimmten BMW Piloten bisher das Bild auf dem Podium: 2005 gewann Priaulx erneut, im zweiten Rennen feierte Zanardi seinen bewegenden Premieren-Erfolg in der WTCC. In der vergangenen Saison setzte sich erneut das Duo Priaulx/Müller durch.

Der Rundkurs ist eine der jüngsten und modernsten Motorsportanlagen Deutschlands. Am 25. Juli 1997 wurde der "MOTOPARK Oschersleben" eröffnet und im August 2005 in "Motorsport Arena Oschersleben" umbenannt.
Im Vergleich zum vergangenen Jahr erwartet die Piloten der BMW Länderteams eine leicht modifizierte Streckenführung. Die Start/Ziel-Gerade wurde verlängert und führt nun in einem 90-Grad-Bogen mit anschließender Rechtskurve auf den alten Streckenverlauf zurück. Eine neue Asphaltfläche und ein Kiesbett wurden ebenfalls angelegt.

Eine Besonderheit der Strecke ist die "Hasseröder-Kurve". Diese 180-Grad-Kehre ist leicht überhöht und in dieser Form auf aktuellen Kursen nur selten zu finden.
In der Schikane vor der Gegengeraden sorgen die Piloten für spektakuläre Szenen: Beim Überfahren der Randsteine stehen nicht selten zwei Räder in der Luft. Eine gute Überholmöglichkeit bietet sich in der letzten Kurve vor Start und Ziel.


Neben der Rennstrecke, auf der sowohl Automobil- als auch Motorradrennen stattfinden, gehört auch eine moderne Kartbahn zur "Motorsport Arena". Auf dieser 1018 Meter langen Outdoor-Anlage werden regelmäßig Rennen verschiedener deutscher Kartserien ausgetragen.

Die Gemeinde Oschersleben zählt 18 000 Einwohner und liegt 35 Kilometer von Magdeburg entfernt. Die Metropole Berlin befindet sich etwa 150 Kilometer nord-östlich.

Das Vormittags-Rennen am Sonntag beginnt um 12.05 Uhr und ist auf Eurosport 2 zu sehen. Rennen zwei wird um 16.05 Uhr gestartet. Eurosport International überträgt live.


Strecke / Datum Motorsport Arena Oschersleben / 26. August 2007

Runde / Distanz 3,696 km / 51,74 km (14 Runden)

Sieger 2006 Rennen 1: Andy Priaulx (BMW Team UK)

Rennen 2: Jörg Müller (BMW Team Germany)

Poleposition 2006 Andy Priaulx (BMW Team UK), 1:35,661 Minuten


Schnellste Runden
2006 Rennen 1: Rickard Rydell, 1:34,048 Minuten
Rennen 2: Augusto Farfus., 1:33,749 Minuten
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There are three types of people in this world: those who make things happen, those who watch things happen and those who wonder what happened.

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