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Alt 25.09.2006, 21:12     #21
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WTCC - Läufe 15 & 16 - Istanbul - Qualifying

BMW Fahrer Alessandro Zanardi startet in Istanbul aus der ersten Reihe.

Istanbul (Türkei), 23. September 2006. Im Qualifying zum 15. Lauf der FIA World Touring Car Championship hat Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain den zweiten Platz errungen. In einer Zeit von 2:06,427 Minuten blieb er lediglich 0,138 Sekunden hinter SEAT-Pilot Rickard Rydell (SWE), der sich die Poleposition sicherte. Den dritten Platz belegte Rydells Markenkollege Gabriele Tarquini (ITA). Bereits nach gut zehn Minuten begann es zu regnen, so dass im weiteren Verlauf des Qualifyings keine Zeitenverbesserungen mehr möglich waren.

Bereits in den beiden freien Trainings hatte Zanardi angedeutet, dass mit ihm in Istanbul zu rechnen ist und jeweils die Bestzeit erreicht. „Das Auto hat hier von der ersten Sekunde an sehr gut funktioniert“, meinte der Routinier im Anschluss an das Qualifying. „Der Kurs ähnelt in gewisser Hinsicht der Strecke in Brünn – und schon dort lief es für uns gut. Also habe ich darauf gehofft, dass auch Istanbul meinem Auto liegen würde. Offenbar ist dies der Fall. Vielleicht hätte ich Rickard das Leben noch schwerer machen können, wenn der Regen ausgeblieben wäre. Aber ich bin auch so sehr froh, in der ersten Reihe zu stehen.“ Für Zanardi war es nach seinem dritten Startplatz in Brünn vor drei Wochen das bisher erfolgreichste Qualifying seiner WTCC-Karriere.

Zweitschnellster Fahrer der BMW Länderteams war Duncan Huisman (NLD), der ebenfalls für das BMW Team Italy-Spain an den Start geht. Der 34-Jährige belegte in 2:06,806 Minuten den fünften Platz im Klassement und erreichte damit sein bisher bestes Qualifying-Ergebnis in dieser Saison. Auch Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Germany gelang der Sprung in die Top-Ten: Mit 55 Kilogramm Zusatzgewicht an Bord seines BMW 320si WTCC fuhr der BMW Werksfahrer auf den achten Platz. Sein Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven), der in der Fahrerwertung den vierten Platz belegt, wurde Zwölfter. Nach der Strafversetzung von SEAT-Fahrer Peter Terting (DEU) wegen eines Motorwechsels geht der 37-Jährige vom elften Rang ins erste Rennen am Sonntag.

Auch der Meisterschaftsführende Andy Priaulx (GBR) rückt aus diesem Grund in der Startaufstellung eine Position nach vorn und nimmt den ersten Lauf vom 14. Platz auf. Der amtierende Tourenwagen-Weltmeister tritt in Istanbul zum zweiten Mal in diesem Jahr als einziger Fahrer mit dem maximalen Handicap-Gewicht von 80 Kilogramm an.

Bei 20 Grad Celsius und immer stärker werdendem Regen nutzten die Piloten im Qualifying die Gelegenheit, ihre Fahrzeuge für nasse Bedingungen abzustimmen. Dies könnte sich im Hinblick auf die Rennen am Sonntag lohnen, da die Meteorologen auch für die Meisterschaftsläufe 15 und 16 Regenfälle vorhersagen. Das erste Rennen in Istanbul startet morgen um 15.10 Uhr Ortszeit. Dies entspricht 14.10 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Um 16.20 Uhr (15.20 Uhr MESZ) nehmen die Piloten den zweiten Lauf auf. Der TV-Sender EUROSPORT überträgt live. Das ZDF berichtet ausführlich im Rahmen der „SPORTreportage“ über die WTCC.

Daten und Ergebnisse Istanbul:

Strecke / Datum - Istanbul Speed Park / 24. September 2006

Runde / Distanz - 5,333 km/53,33 km (10 Runden)

Poleposition 2006 - Rickard Rydell (SEAT), 2:06,289 Minuten

Sieger 2005 - Rennen 1: Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo) - Rennen 2: Gabriele Tarquini (Alfa Romeo)

Schnellste Runde 2005 - Rennen 1: James Thompson, 2:05,942 Minuten - Rennen 2: Gabriele Tarquini, 2:05,771 Minuten

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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Alt 25.09.2006, 21:18     #22
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WTCC - Läufe 15 & 16 - Istanbul - Rennen

Zanardi siegt im BMW 320si WTCC erneut in der Tourenwagen-WM.

Istanbul (Türkei), 24. September 2006. Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain hat den 15. Lauf der FIA World Touring Car Championship gewonnen. Am Steuer seines BMW 320si WTCC errang der 39-Jährige einen souveränen Sieg im „Istanbul Speed Park“. Für Zanardi war es nach dem Erfolg in Oschersleben 2005 der zweite Triumph in einem WM-Lauf. Dahinter belegten die SEAT-Piloten Rickard Rydell (SWE) und Gabriele Tarquini (ITA) die Plätze zwei und drei. Im zweiten Rennen auf der 5,333 Kilometer langen Strecke, das aufgrund eines Unwetters mit knapp zweistündiger Verspätung gestartet wurde, feierte Tarquini vor seinem Markenkollegen Peter Terting (DEU) und Chevrolet-Pilot Nicola Larini (ITA) den Sieg. Dirk Müller kam als erfolgreichster BMW Fahrer auf den siebten Platz.

Nach den beiden Läufen in der Türkei ist das Feld in der Fahrerwertung noch enger zusammengerückt. Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK liegt mit 58 Punkten weiterhin in Führung, obwohl er keine WM-Punkte aus Istanbul mitnehmen konnte. Dirk Müller verbesserte sich auf den vierten Platz und hat nun 51 Zähler auf dem Konto. In der Herstellerwertung liegt BMW mit 192 Punkten hinter SEAT (201) auf Position zwei.

Zanardi hatte in allen Trainingssitzungen des Wochenendes die Bestzeit erreicht und knüpfte am Start ins erste Rennen an die zuvor gezeigten Leistungen an. Der ehemalige Formel-1-Pilot überholte bei der Anfahrt auf die erste Kurve Polesitter Rydell – und gab die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab. Nach zehn Runden überquerte er mit einem Vorsprung von 1,002 Sekunden als Sieger die Ziellinie. Nach den Plätzen zwei und drei in Brünn und Curitiba verbuchte Zanardi nun seinen ersten Saisonerfolg.

Hinter der Spitze waren die Fahrer der BMW Länderteams an vielen packenden Rad-an-Rad-Duellen beteiligt. Zanardis Teamkollege Duncan Huisman (NLD) lieferte sich über mehrere Runden einen Zweikampf mit SEAT-Fahrer Yvan Muller (FRA). Nach zahlreichen Positionswechseln konnte Huisman in der fünften Runde den vierten Platz übernehmen. In 2:06,959 Minuten gelang ihm wenig später die schnellste Runde des Rennens. Im letzten Umlauf verlor der 34-Jährige Rang vier jedoch noch an Dirk Müller. Der Fahrer vom BMW Team Germany hatte zuvor ein fehlerfreies Rennen abgeliefert und sich aus dem Getümmel herausgehalten. Mit dem Gewinn von fünf WM-Punkten meldete sich Dirk Müller eindrucksvoll im Titelkampf zurück.

Weniger erfolgreich verlief das Rennen hingegen für Titelverteidiger Priaulx und Jörg Müller (Hückelhoven). Priaulx wurde bereits in der zweiten Runde durch Luca Rangoni (ITA) von der Strecke gedrängt und fiel weit zurück. Der 32-Jährige, der mit dem maximalen Zusatzgewicht von 80 Kilogramm antrat, kam schließlich als 14. ins Ziel und musste anschließend die beschädigte Auspuffanlage an seinem Auto wechseln lassen. BMW Team Germany Pilot Jörg Müller war auf dem sechsten Platz unterwegs, als ihm in Folge einer Kollision mit Yvan Muller die Aufhängung am rechten Hinterrad brach. Er steuerte die Box an, damit die Schnitzer Motorsport Mannschaft den Schaden für Lauf zwei reparieren konnte.

In der Pause zwischen den beiden Rennen fegte ein Gewitter mit heftigen Regenfällen über den „Istanbul Speed Park“ hinweg. Kurve neun stand kurzzeitig komplett unter Wasser. Als es jedoch aufhörte zu regnen und die Sonne wieder zum Vorschein kam, verbesserten sich die Bedingungen schnell wieder, so dass Lauf zwei um 18.15 Uhr Ortszeit gestartet werden konnte.

Zunächst sah es so aus, als könnten die Fahrer der BMW Länderteams wie im ersten Rennen um die Spitzenplätze kämpfen. Letztlich erwiesen sich die nassen Bedingungen für das Quintett jedoch als schwieriges Terrain, und keinem der Piloten gelang der Sprung auf das Podest. Jörg Müller konnte dennoch mit seiner tollen Aufholjagd zufrieden sein: Aus der Boxengasse gestartet, machte der Routinier Platz um Platz gut und sah als Achter die Zielflagge. Einen Platz vor ihm landete Dirk Müller. Der WM-Zweite des Vorjahres fuhr lange auf dem dritten Platz, konnte die Geschwindigkeit der Konkurrenz auf der nassen Strecke jedoch nicht über die Gesamtdistanz mitgehen. Als Siebter sammelte er noch zwei WM-Punkte.

Auch Zanardi und Huisman hatten mit den Bedingungen zu kämpfen. Zanardi fiel im Rennverlauf vom fünften auf den neunten Platz zurück. Huisman, der als Vierter gestartet war, musste sich mit Rang zehn zufrieden geben. Pech hatte indes Priaulx: Der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey war von Startposition 14 ins Rennen gegangen und gerade auf dem Weg nach vorn, als er in der zweiten Runde von einem Konkurrenten im Heck getroffen wurde. Bei dieser Kollision wurde die Heckschürze seines BMW 320si WTCC beschädigt und schlitzte daraufhin den rechten Hinterreifen auf. Als Folge musste Priaulx in der dritten Runde mit einem Reifenschaden aufgeben.

Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft wird am 8. Oktober 2006 auf dem „Circuit de la Comunitat“ von Valencia mit den Läufen 17 und 18 fortgesetzt.

Reaktionen:

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
„Ich bin sehr glücklich über meinen zweiten Sieg in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Es ist ein fantastisches Gefühl, wenn die Gegner im Rückspiegel immer kleiner werden und man langsam die Gewissheit bekommt, dass einem niemand mehr den Erfolg nehmen kann. Mein erster Sieg in Oschersleben ist unschlagbar, was die Emotionen betrifft. Aber meine Situation ist grundsätzlich dieselbe geblieben, schließlich sind mir keine neuen Beine gewachsen. Deshalb ist auch dieses Erlebnis wieder etwas Besonderes. Mein Team hat mir ein Auto gegeben, das heute im Trockenen kaum zu schlagen gewesen ist. Den ersten Lauf zu gewinnen, in dem jeder sein Bestes gibt, ist toll. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn das zweite Rennen abgesagt worden wäre und dafür der Sieger des ersten Laufs die doppelte Punktzahl erhalten hätte. Im Ernst: Im Nassen war für uns heute nicht viel zu holen. Daher bin ich froh, dass es schon im ersten Rennen so gut für uns gelaufen ist.“

Daten und Ergebnisse Istanbul:

Strecke / Datum - Istanbul Speed Park / 24. September 2006

Runde / Distanz - 5,333 km/53,33 km (10 Runden)

Poleposition 2006 - Rickard Rydell (SEAT), 2:06,289 Minuten

Sieger 2006 - Rennen 1: Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain) - Rennen 2: Gabriele Tarquini (SEAT)

Schnellste Runde 2006 - Rennen 1: Duncan Huisman, 2:06,959 Minuten - Rennen 2: Gabriele Tarquini, 2:15,830 Minuten

Fahrerwertung: 1. Priaulx (58 Punkte), 2. Tarquini (57), 3. Rydell (54), 4. Dirk Müller (51), 5. Thompson (49), 6. Farfus (46), 7. Jörg Müller (46), 8. Muller (45).

Herstellerwertung: 1. SEAT (201), 2. BMW (192), 3. Alfa Romeo (125), 4. Chevrolet (103).

Rennkalender:
02.04. – Monza (ITA), 30.04. – Magny-Cours (FRA), 21.05. – Brands Hatch (GBR), 04.06. – Oschersleben (DEU), 02.07. – Curitiba (BRA), 30.07. – Puebla (MEX), 03.09. – Brünn (CZE), 24.09. – Istanbul (TUR), 08.10. – Valencia (ESP), 19.11. – Macau (CHN).
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Alt 05.10.2006, 19:51     #23
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WTCC - Läufe 17 & 18 - Valencia - Vorschau

Läufe 17 & 18 – 07./08. Oktober 2006 – Vorschau

Packender Kampf um die Tourenwagen-WM geht in Valencia weiter.


München, 02. Oktober 2006. Die FIA World Touring Car Championship (WTCC) geht in ihre entscheidende Phase. Am kommenden Wochenende stehen in Valencia die Läufe 17 und 18 auf dem Programm. Im Anschluss an die beiden Rennen in Spanien treten die BMW Länderteams die Reise nach Macau an, wo am 19. November die Entscheidung im Titelkampf fallen wird.

Bevor in der ehemaligen portugiesischen Kolonie die letzten WM-Punkte vergeben werden, bestreiten die Piloten auf dem „Circuit de la Comunitat“ das Finale der diesjährigen Europa-Saison. Die Ausgangslage in der Fahrerwertung verspricht spannende Rennen auf der 4,005 Kilometer langen Strecke. Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK liegt mit 58 Zählern weiterhin in Führung, obwohl er in Istanbul zuletzt ohne Punkte blieb. Allerdings hat die Konkurrenz die Gelegenheit genutzt, um näher an den amtierenden Weltmeister heranzurücken. Schärfster Verfolger ist SEAT-Fahrer Gabriele Tarquini (ITA), der nur einen Punkt weniger als Priaulx auf dem Konto hat. Aber auch Dirk Müller (Burbach), der für das BMW Team Germany antritt, konnte in der Türkei punkten und so den Rückstand auf seinen Markenkollegen auf sieben Zähler verringern. Sein Teamkollege Jörg Müller (Hückelhoven) liegt mit 46 Punkten in Lauerstellung auf Rang sieben.

In der Herstellerwertung belegt BMW derzeit mit 192 Punkten hinter SEAT (201) den zweiten Platz. Die BMW Länderteams wollen in Spanien nun verlorenen Boden wieder gutmachen. Bei dieser Mission dürfte sich erneut die großartige Form von Alessandro Zanardi (ITA) als Trumpf erweisen. In Istanbul feierte der 39-Jährige für sein BMW Team Italy-Spain nach dem Triumph in Oschersleben 2005 den zweiten Sieg in der Tourenwagen-WM. Auch Duncan Huisman (NLD) reist mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck nach Valencia: Beim Sieg seines Teamkollegen Zanardi sammelte er als Fünfter seine ersten vier WM-Punkte in dieser Saison. Beide Fahrer treten deshalb voller Optimismus beim Heimspiel ihres Teams an.

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):

„Es war schön, in Istanbul meinen ersten Sieg in diesem Jahr zu erringen. Valencia ist jedoch eine ganz andere Herausforderung. 2005 bin ich im ersten Rennen vom 20. auf den achten Platz gefahren. Überholen ist also möglich. Die Strecke ist zugleich Heimat des Formel BMW Racing Centers. Dort erhalten Nachwuchspiloten das Rüstzeug für ihre Karriere. Ich freue mich schon jetzt auf das Weltfinale der Formel BMW, das im November in Valencia stattfindet. Am Samstag sehe ich mir außerdem zum ersten Mal die Team Base von BMW ORACLE Racing an. Der Blick hinter die Kulissen eines America’s Cup Teams dürfte interessant werden.“

Duncan Huisman (BMW Team Italy-Spain):

„Obwohl ich schon einige Jahre im Rennsport dabei bin, trete ich zum ersten Mal in Valencia an. Unbekannte Strecken sind jedoch für Rennfahrer eigentlich kein Problem. Man braucht nur wenige Runden, um ans Limit gehen zu können. Ich schaue mir außerdem die Streckengrafik genau an und laufe den Kurs vor dem ersten Training ab. Für unser Team ist es gewissermaßen ein Heimspiel. Deshalb bin ich besonders motiviert, ein gutes Ergebnis zu erzielen.“

Historie und Hintergrund:

2005 drückten vor allem die beiden Fahrer vom BMW Team Germany den WTCC-Läufen in Valencia ihren Stempel auf: Als Zweiter stand Dirk Müller nach dem ersten Rennen auf dem Podest. In Lauf zwei verfehlte er mit Rang vier zwar das Podium. Jörg Müller feierte jedoch vor 52 000 Zuschauen seinen dritten Saisonsieg. Alle fünf Fahrer der BMW Länderteams kamen unter die ersten Sechs.

Der „Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo“, wie der Kurs mit vollständigem Namen heißt, zählt zu den modernsten Rennstrecken Europas. Deshalb ist es keine Überraschung, dass neben der WTCC auch viele andere Rennserien in Valencia Station machen. Das BMW Sauber F1 Team absolviert dort regelmäßig Testfahrten. Darüber hinaus ist an der Strecke das Formel BMW Racing Center beheimatet, wo seit 2001 die Lizenz- und Sichtungslehrgänge der europäischen Formel BMW Nachwuchsserien stattfinden.

Nicht nur für die WTCC ist Valencia eine Reise wert. Etwa 300 sonnige Tage im Jahr und seltene Regenfälle machen die Stadt zu einem lohnenswerten Ziel für Touristen. Ein Blick auf die Landkarte verrät, warum: Valencia liegt im Zentrum der iberischen Mittelmeerküste an der Mündung des Flusses Turia und empfängt seine Besucher mit mediterranem Klima. Die Temperaturen sinken im Winter selten unter zehn Grad Celsius, während die Sommermonate aufgrund der Meeresbrise nicht zu heiß, sondern angenehm warm sind.

Mit etwa 850 000 Einwohnern ist Valencia nach Madrid und Barcelona die drittgrößte Stadt Spaniens und Hauptstadt der gleichnamigen Region im Osten des Landes. Im Großraum der Metropole leben rund 1,8 Millionen Menschen. Ein breites Angebot sportlicher Aktivitäten sowie ein großartiges Nachtleben machen die Stadt zu einem Erlebnis. Gleichzeitig ist Valencia einer der dynamischsten Orte Spaniens und zählt zu den wirtschaftlich leistungsfähigsten Regionen in ganz Europa.

Valencia wurde 138 v. Chr. von den Römern gegründet und war im Lauf der Jahrhunderte oftmals Streitobjekt von Christen und Arabern, die sich in der Herrschaft über die Stadt abwechselten.

Heute ist Valencia auch als Schauplatz von bedeutsamen Sportveranstaltungen bekannt. 2007 wird dort unter anderem der traditionsreiche America’s Cup ausgetragen, bei dem das BMW ORACLE Racing Segelteam den Sieg erringen möchte. Zuvor trägt die Formel BMW dort vom 24. bis 26. November 2006 ihr Weltfinale aus. Nachwuchspiloten aus den vier internationalen Formel BMW Serien kämpfen um den Sieg – und eine Testfahrt für das BMW Sauber F1 Team.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 13 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 52,065 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 15.15 Uhr Ortszeit, Rennen zwei startet um 16.25 Uhr.

Zahlen und Fakten:

Strecke / Datum - Circuit de la Comunitat / 08. Oktober 2006

Runde / Distanz - 4,005 km / 52,065 km (13 Runden)

Sieger 2005 - Rennen 1: Jordi Gené (SEAT), Rennen 2: Jörg Müller (BMW Team Germany)

Poleposition 2005 - Jordi Gené (SEAT), 1:42,778 Minuten

Schnellste Runde 2005 - Rennen 1: Dirk Müller, 1:43,795 Minuten, Rennen 2: Jörg Müller, 1:43,948 Minuten

Rennkalender:

2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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Alt 09.10.2006, 15:18     #24
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WTCC - Läufe 17 & 18 - Valencia - Qualifying

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006
Läufe 17 & 18 - 07./08. Oktober 2006 - Qualifying

Jörg Müller schnellster BMW Fahrer im engsten Qualifying aller Zeiten.


Valencia (Spanien), 07. Oktober 2006. Im Qualifying für den 17. Lauf der FIA World Touring Car Championship hat Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany den neunten Platz belegt. Die schnellste Runde des 37-Jährigen auf dem "Circuit de la Comunitat" von Valencia wurde in 1:45,065 Minuten gestoppt. Damit blieb Jörg Müller 0,531 Sekunden über der Zeit von Alfa-Romeo-Pilot Augusto Farfus (BRA), der sich vor Jordi Gené (ESP) und Salvatore Tavano (ITA) die Poleposition sicherte.

Das Qualifying auf der 4,005 Kilometer langen Strecke geht in die Geschichte der Tourenwagen-Weltmeisterschaft ein: Insgesamt 22 Fahrer lagen im Schlussklassement innerhalb einer Sekunde. Derart eng hat das Feld seit 2005 noch in keinem Zeittraining der WTCC zusammen gelegen. Umso mehr freute sich Jörg Müller über die Top-Ten-Platzierung. "Ich bin recht zufrieden, in einem solch spannenden Qualifiying der bestplatzierte BMW Fahrer zu sein", sagte er. "Nun habe ich für die beiden Rennen alle Chancen, gut abzuschneiden."

Für eine Überraschung sorgte Luca Rangoni (ITA). Am Steuer eines BMW 320si WTCC vom Proteam Motorsport fuhr der Privatier auf den zehnten Platz. Hinter ihm beendeten die beiden BMW Team Italy-Spain Fahrer Alessandro Zanardi (ITA) und Duncan Huisman (NLD) das Qualifying auf den Plätzen elf und zwölf.

Der Kampf um den Fahrertitel dürfte sich hingegen an diesem Wochenende vor allem im Mittelfeld abspielen. WM-Spitzenreiter und Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK musste sich mit dem 17. Platz zufrieden geben. Der 32-Jährige hat in Spanien 65 Kilogramm Zusatzgewicht seines Autos. Auch BMW Team Germany Fahrer Dirk Müller (Burbach), der aktuell Rang vier in der Meisterschaft inne hat, musste seinem Handicapgewicht in Höhe von 55 Kilogramm Tribut zahlen und wurde 22.

"Ich bin natürlich sehr enttäuscht", meinte Dirk Müller anschließend. "Nach den Trainings war ich eigentlich optimistisch, besser abschneiden zu können. Als ich jedoch auf neuen Reifen angreifen wollte, hatte ich Pech. Eine Gelbphase und Verkehr auf der Strecke machten es unmöglich, mich entscheidend zu verbessern. Morgen kann allerdings noch viel passieren." Die größten Konkurrenten der beiden BMW Fahrer im Titelkampf nehmen das erste von zwei Sprintrennen am Sonntag ebenfalls aus den hinteren Reihen auf. Der WM-Zweite Gabriele Tarquini (ITA) startet als 15. einen Rang vor seinem SEAT-Markenkollegen Rickard Rydell (SWE), der bei den Fahrern den dritten Platz hält.

Die Bedingungen für das 30-minütige Qualifying waren ideal. Bei Sonnenschein und Temperaturen um 28 Grad Celsius gingen die Piloten zum vorletzten Mal in dieser Saison auf die Jagd nach der Poleposition. Auch für die beiden Läufe am Sonntag sind sommerliche Verhältnisse vorhergesagt. Rennen eins beginnt um 15.15 Uhr, der zweite Lauf startet um 16.25 Uhr.
Alt 09.10.2006, 15:19     #25
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WTCC - Läufe 17 & 18 - Valencia - Rennen

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006
Läufe 17 & 18 - 07./08. Oktober 2006 - Rennen

BMW feiert Dreifach-Sieg in Valencia - WM-Kampf spitzt sich zu.


Valencia (Spanien), 08. Oktober 2006. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany hat den 18. Lauf der FIA World Touring Car Championship gewonnen. Beim dritten Saisonerfolg des 37-Jährigen komplettierten BMW Team Italy-Spain Fahrer Duncan Huisman (NLD) und Privatfahrer Luca Rangoni (ITA) auf den Plätzen zwei und drei das exzellente Gesamtergebnis für BMW. Schon im ersten Rennen hatte Rangoni am Steuer seines Proteam Motorsport BMW 320si WTCC eine starke Leistung gezeigt und als Zweiter hinter Augusto Farfus (BRA) den Sprung auf das Podest geschafft.

Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK schied im ersten Lauf aus, kämpfte sich jedoch in Rennen zwei vom Ende des Feldes auf den achten Platz vor. Mit nun 59 Punkten liegt er vor dem Saisonfinale in Macau einen Zähler hinter dem neuen WM-Spitzenreiter Farfus. Jörg Müller katapultierte sich mit seinem Sieg auf den dritten Platz der Fahrerwertung und liegt punktgleich mit Priaulx auf Platz drei. Sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach), der in Valencia zwei Punkte gewann, hat 53 Zähler auf dem Konto und kann sich als Sechster ebenfalls noch berechtigte Hoffnungen auf den Titelgewinn machen. Insgesamt haben neun Piloten die theoretische Chance, die WM für sich zu entscheiden. In der Herstellerwertung hat BMW seine Erfolgsbilanz auf 221 Punkte aufgestockt und den Spitzenplatz von SEAT zurückerobert. Der Vorsprung vor den abschließenden zwei Saisonrennen beträgt zehn Punkte.

Bereits unmittelbar nach dem Start war der erste Lauf für Priaulx schon wieder beendet: Eingangs Kurve eins wurde der amtierende Tourenwagen-Weltmeister von SEAT-Fahrer Gabriele Tarquini (ITA) angeschoben, kam von der Strecke und kehrte rückwärts auf die Fahrbahn zurück. Dabei kollidierte er mit Chevrolet-Pilot Robert Huff (GBR). Beide mussten das Rennen aufgeben. Auch Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain hatte Pech. Nach der Berührung mit einem Konkurrenten fuhr auch der 39-Jährige durchs Kiesbett und fiel ans Ende des Feldes zurück.

Besser lief es hingegen für Rangoni. Am Ende der Safety-Car-Phase nach dem Startunfall lag der BMW Privatfahrer bereits an vierter Stelle. Jörg Müller hatte sich auf den siebten Platz verbessert, Huisman fuhr auf Rang neun. Den größten Sprung nach vorn machte Dirk Müller: Er schob sich vom 22. auf den zwölften Platz. Der Führende SEAT-Pilot Jordi Gené (ESP) musste Ende der fünften Runde wegen Frühstarts für eine Durchfahrtsstrafe die Box ansteuern.

Alle BMW Fahrer gewannen eine weitere Position. Jörg Müller ging in Runde acht an Alain Menü (SUI) vorbei, verlor den fünften Platz jedoch im letzten Umlauf noch an Peter Terting (DEU). Nach einem rundenlangen Kampf mit Yvan Muller (FRA), James Thompson (GBR) und Tarquini kam Dirk Müller als Elfter ins Ziel. Zanardi arbeitete sich zumindest noch auf den 15. Platz nach vorn. Als Siebter sammelte Huisman zum zweiten Mal in dieser Saison WM-Punkte und sicherte sich einen Platz in der ersten Startreihe für das zweite Rennen. Jörg Müller, der als Sechster die Zielflagge gesehen hatte, nahm Lauf zwei aufgrund der umgekehrten Startreihenfolge vom dritten Platz auf.

Diese gute Ausgangsposition konnte das Duo am Start nutzen. Huisman überholte Menü und übernahm die Spitze. Auch Jörg Müller konnte den Chevrolet-Piloten überholen. Die anderen BMW Piloten machten ebenfalls Boden gut: Dirk Müller verbesserte sich vom elften auf den achten Platz, Priaulx begab sich auf eine Aufholjagd. Dirk Müller fuhr bereits auf der sechsten Position, als er in einer dramatischen Schlussrunde erst zwei Plätze verlor, nur um wenig später zu kontern und Platz sieben von Menü zurückzuerobern. Als der BMW Werksfahrer die Ziellinie überquerte, sah er bereits Priaulx im Rückspiegel, der sich bis auf Rang acht vorgekämpft hatte und so doch noch einen WM-Punkt aus Valencia mitnahm.

Zanardi lieferte sich im Mittelfeld packende Rad-an-Rad-Duelle mit seinen Konkurrenten, konnte sich aber nicht entscheidend verbessern. Er musste sich am Ende der 13 Runden mit dem 17. Platz zufrieden geben. An der Spitze bestimmten Huisman und Jörg Müller ungefährdet das Tempo. Rangoni war inzwischen auf den dritten Rang vorgefahren. Gegen Rennende verloren die Reifen von Huisman an Grip, so dass Jörg Müller schließlich in der zwölften Runde noch an seinem Markenkollegen vorbeigehen konnte und den Sieg feierte.
Im Verlauf des vorletzten WTCC-Wochenendes verfolgten 59 000 Zuschauer das Geschehen auf dem "Circuit de la Comunitat". Die Entscheidung im Titelkampf wird wie im vergangenen Jahr erst in Macau fallen. Dort finden am 19. November die Läufe 19 und 20 der Weltmeisterschaft statt.

Reaktionen:
Jörg Müller (BMW Team Germany):

"Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach den Rennen Valencia nur einen Punkt hinter dem WM-Führenden liegen würde. Zu Beginn der Saison lag das Auto mit viel Zusatzgewicht nicht so gut, wie ich es mir gewünscht hätte. Wir haben jedoch viel getestet und das Problem beheben können. Das Ergebnis sieht man hier. Für das Saisonfinale wage ich keine Prognose. Es kann gut sein, dass am Ende keiner der Fahrer, die jetzt vorne stehen, den Titel gewinnt. Alles ist möglich. Ich freue mich, dass ich im Titelkampf dabei bin."

Duncan Huisman (BMW Team Italy-Spain):

"Das ist ein gutes Ergebnis für das BMW Team Italy-Spain beim Heimspiel. Valencia ist nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke, das ist Macau. Aber das Auto lief hier sehr gut. Ich wollte bei Jörgs Angriff am Schluss nichts riskieren, schließlich kämpfe ich nicht mehr um die Meisterschaft. Ich werde nun beim Finale versuchen, möglichst viele WM-Punkte zu sammeln, damit BMW den Herstellertitel gewinnt."

Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Natürlich war ich nach dem frühen Ausscheiden im ersten Lauf tief enttäuscht. So ist es aber oft im Rennsport. Manchmal hat man um wenige Zentimeter die Nase vorn, manchmal eben nicht. Ich habe aber nicht aufgegeben und wurde mit Rang acht belohnt. In Macau nehme ich nun 45 Kilogramm Ballast an Bord. So wenig Gewicht musste ich zuletzt in Magny-Cours zuladen - beim zweiten Rennwochenende der Saison. Ich habe im vergangenen Jahr in Macau den Titel gewonnen. Die Strecke mit ihren vielen Eigenheiten liegt mir. Allerdings braucht man dort auch eine große Portion Glück."
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WTCC - Läufe 19 und 20 - Showdown in Macau - Vorschau

Showdown in Macau: Drei BMW Fahrer wollen den WTCC-Titel.

München, 14. November 2006. Am kommenden Wochenende fällt auf dem „Guia Circuit“ von Macau (CHN) die Entscheidung in der FIA World Touring Car Championship. Drei Fahrer der BMW Länderteams haben noch die Chance, in den Läufen 19 und 20 den Gewinn des Fahrertitels perfekt zu machen. Darüber hinaus führt BMW (221 Punkte) vor den Rennen in der ehemaligen portugiesischen Kolonie die Herstellerwertung mit zehn Zählern Vorsprung auf SEAT an.

Insgesamt neun Piloten können noch Weltmeister werden. Titelverteidiger Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK belegt in der Fahrerwertung aktuell mit 59 Punkten den zweiten Platz. Für das Saisonfinale in Macau erhält der 32-Jährige einen Teamkollegen: Jan Magnussen (DEN) wird BMW im Kampf um die Weltmeisterschaft am Steuer eines BMW 320si WTCC unterstützen.

Auch die beiden Fahrer vom BMW Team Germany haben den WM-Titel im Visier: Jörg Müller (Hückelhoven) belegt punktgleich mit Priaulx Rang zwei im Gesamtklassement. Dirk Müller (Burbach) will in China seinen Rückstand von sieben Punkten auf Spitzenreiter Augusto Farfus (BRA) aufholen. Auch die BMW Team Italy-Spain Piloten Alessandro Zanardi (ITA) und Duncan Huisman (NLD) möchten ein Wort um die Punktevergabe beim WTCC-Finale mitreden und BMW zum Herstellertitel verhelfen.

Andy Priaulx (BMW Team UK):

„Ich kann es nur immer wieder sagen: Ich liebe Macau. Es ist ein ganz besonderer Kurs, und es macht ungemein viel Spaß, dort anzutreten. Ich mag einfach alles an dieser Strecke. Dieser Ort ist voller Leben. Die vielen Casinos sorgen für eine besondere Atmosphäre. Man stelle sich vor, mitten in Las Vegas Rennen zu fahren. Fantastisch. Einerseits kommt es dort darauf an, ein gutes Qualifying hinzulegen. Im Rennen muss man mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen und mit hoher Konzentration zu Werke gehen. Es ist natürlich ein Vorteil, nicht ganz so schwer unterwegs zu sein. Aber es wird so oder so ein spannendes Finale.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):

„Zu Macau habe ich eine besondere Beziehung. Ich habe dort sowohl im Formel 3 als auch im Tourenwagen gewonnen. Bei der WM-Entscheidung habe ich 75 Kilogramm Ballast an Bord. Aber das ist mir egal. Man hat im Saisonverlauf gesehen, dass auch Fahrer mit hohem Zusatzgewicht gewonnen haben. Ich kenne die Strecke gut, fühle mich dort wohl und gehe die Rennen zuversichtlich an.“

Dirk Müller (BMW Team Germany):

„Ich freue mich sehr auf die Rennen in Macau. Die Strecke ist zum Abschluss der Saison noch einmal eine echte Herausforderung. Es ist ratsam, den Kurs nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und überlegt zu fahren. Es können noch so viele Fahrer Weltmeister werden. Deshalb ist die Spannung natürlich ungemein groß, und es kommt in diesem Jahr noch stärker darauf an, das nötige Quäntchen Glück zu haben, wenn man ganz vorne stehen will. In Macau geht es immer turbulent zu.“

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):

„Im vergangenen Jahr habe ich in Macau erlebt, dass dort alles möglich ist. Nach einem verkorksten Qualifying ging ich als 24. ins erste Rennen. Im Verlauf der beiden Läufe konnte ich jedoch von den Ereignissen auf der Strecke profitieren und arbeitete mich konsequent nach vorn. So kam ich in Rennen zwei schließlich als Vierter ins Ziel. Das war ein guter Abschluss der Saison. Ich bin motiviert, dass mir dies auch 2006 gelingt. Es ist mein Ziel, für BMW noch einmal viele Punkte zu gewinnen, um den Herstellertitel unter Dach und Fach zu bringen.“

Duncan Huisman (BMW Team Italy-Spain):

„Macau ist der aufregendste Kurs der Welt. Für mich ist es eine Mischung aus Monaco und Nürburgring-Nordschleife. Wir erreichen dort den höchsten Top-Speed der Saison – und befahren gleichzeitig die Melco-Haarnadel, in der man nicht überholen darf. Das ist einzigartig. Ich habe schon vier Mal in Macau gewonnen. Also muss ich nicht betonen, dass ich den Kurs sehr mag. Die entscheidende Stelle ist die Lisboa-Kurve. Dort hat es auch 2005 gekracht. Es wird darum gehen, sich nach Möglichkeit aus allem Getümmel herauszuhalten. Auch wenn das nicht einfach ist.“

Jan Magnussen (BMW Team UK):

„Ich kann es kaum erwarten, wieder in Macau anzutreten. Ich gespannt, ob die Strecke im Tourenwagen genauso viel Freude macht wie 1994 im Formel 3. Ich weiß wie es ist, in einem spannenden Saisonfinale anzutreten. In der dänischen Tourenwagenmeisterschaft habe ich mir ein enges Duell mit meinem Meisterschaftskonkurrenten geliefert. Leider hat es nicht zum Titel gereicht. Umso motivierter bin ich, für BMW am Wochenende ein gutes Ergebnis zu erzielen.“Historie und Hintergrund:
  • Seit 2001 konnte sich immer ein BMW Pilot in die Siegerliste des „Guia Race“ in Macau eintragen: Zwischen 2001 und 2003 gewann Duncan Huisman drei Mal am Steuer eines Carly Motors BMW 320i. 2004 triumphierte Jörg Müller für das BMW Team Germany und feierte damit nach seinem Erfolg im Formel-3-Rennen 1993 auch im Tourenwagen den Sieg auf der anspruchsvollen Strecke. Im vergangenen Jahr war es erneut Huisman, der den 20. und letzten Lauf der WM für sich entschied. Kein Fahrer hat eine eindrucksvollere Erfolgsbilanz in Macau als der 35-Jährige. Mit zwei zweiten Plätzen sicherte sich Andy Priaulx 2005 auf dem „Guia Circuit“ den WM-Titel.
  • Neun Piloten haben noch die theoretische Chance, den Fahrertitel 2006 zu erringen. Der WM-Führende August Farfus hat 60 Punkte auf dem Konto. Peter Terting (DEU) belegt mit 48 Zählern Rang neun. 20 Punkte werden in den letzten beiden Rennen noch vergeben. Farfus ist zugleich mit 80 Kilogramm Zusatzgewicht der schwerste Titelanwärter. Jörg Müller muss 75 Kilogramm zuladen. Andy Priaulx hat 45 Kilogramm Ballast an Bord seines BMW 320si WTCC, Dirk Müller 35 Kilogramm.
  • Auch ein Mitglied des BMW Sauber F1 Teams tritt 2006 in Macau an: Sebastian Vettel (Heppenheim). Der Test- und Ersatzfahrer kämpft beim 53. Macau Grand Prix am Steuer eines Formel-3-Wagens um den Sieg. Bei seinem zweiten Einsatz auf dem Parcours vor den Toren Hongkongs wird Vettel einen Dallara-Honda für das Team Carlin steuern.
  • „Macau ist eine der besten und anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt“, schwärmt Vettel vor seinem Einsatz. „Entsprechend große Aufmerksamkeit genießt dieses Rennen, es ist eines der wichtigsten für einen jungen Fahrer. Viele, die dort erfolgreich waren, haben es bis in die Formel 1 geschafft. Im vergangenen Jahr bin ich in Macau Dritter hinter einem gewissen Robert Kubica geworden. Wenn man bei diesem Rennen zum zweiten Mal antritt, will man es gewinnen. Insofern ist das Ziel klar. Allerdings gehört dazu in Macau auch immer etwas Glück.“
  • Der Pole Kubica war vor seinem Formel-1-Debüt mit dem BMW Sauber F1 Team drei Mal beim prestigereichen Weltfinale der Formel 3 am Start und fuhr 2004 und 2005 jeweils auf den zweiten Platz. Er sagt: „Macau ist meine Lieblingsstrecke außerhalb der Formel 1, denn der Kurs ist schwierig und herausfordernd. Es ist ganz einfach ein Stadtkurs, und ich mag diese Strecken sehr. Alles dort ist sehr speziell. Man fährt dort im Formel 3 mit wenig Abtrieb. Denn es gibt viele lange Geraden, man muss aber auch in den engen Kurven schnell sein. Die Kurven sind abwechslungsreich. Mir gefallen vor allem die auf dem Berg. Ich war drei Mal in Macau dabei und wurde bei meinen letzten beiden Auftritten Zweiter. Dennoch: Ich habe nur gute Erinnerungen an diese Veranstaltung.“
  • Motorsport hat in Macau Tradition: In diesem Jahr findet das legendäre Formel-3-Rennen zum 53. Mal statt. Das Saisonfinale der WTCC ist dabei nur ein Highlight im umfangreichen Programm. Unter anderem findet am kommenden Wochenende auch der 40. Macau-Motorrad-Grand Prix statt.
  • Das letzte Qualifying der WTCC-Saison 2006 wird eine besondere Bedeutung haben, schließlich bieten sich auf dem verwinkelten Kurs nur wenige Überholmöglichkeiten. Im vergangenen Jahr war Andy Priaulx der schnellste Pilot im Zeittraining. In 2:31.712 Minuten stellte er einen neuen Rundenrekord für Tourenwagen in Macau auf und legte so den Grundstein zum Titelgewinn.
  • Macau besteht aus einer Halbinsel und zwei weiteren Inseln, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Der Großteil der knapp 500 000 Einwohner lebt auf der Halbinsel. Insgesamt umfasst Macau eine Fläche von 25,4 Quadratkilometern. Die offiziellen Landessprachen sind Chinesisch und Portugiesisch.
  • 1516 landeten die Portugiesen in Macau und bauten die ehemals kleine Fischer-Siedlung schrittweise zum Zentrum ihrer Präsenz in Asien aus. Die Souveränität blieb jedoch bei China. 1849 versuchten die Portugiesen erstmals, die alleinige Macht über Macau zu gewinnen und lieferten sich kleinere Gefechte mit den Chinesen. 1887 kannte die Mandschu-Regierung die portugiesische Besetzung an. 1999 gab Portugal die Souveränität wieder an China zurück.
  • Die beiden WTCC Rennen werden jeweils über neun Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von jeweils 55,053 Kilometern. Das erste Rennen beginnt um 11.05 Uhr Ortszeit (4.05 Uhr MEZ), der letzte Lauf der Saison wird um 12.15 Uhr gestartet (5.15 Uhr MEZ).
Zahlen und Fakten:

Strecke / Datum - Guia Circuit / 19. November 2006

Runde / Distanz - 6,117 km / 55,053 km (9 Runden)

Sieger 2005 - Rennen 1: Augusto Farfus (Alfa Romeo), Rennen 2: Duncan Huisman (BMW Team Holland)

Poleposition 2005 - Andy Priaulx (BMW Team UK), 2:31,712 Minuten

Schnellste Runde 2005 - Rennen 1: Andy Priaulx, 2:33,903 Minuten, Rennen 2: Andy Priaulx, 2:33,757 Minuten
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
Alt 20.11.2006, 17:46     #27
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FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006 Läufe 19 & 20 – 17./19. November 2006 – Rennen

BMW und Andy Priaulx gewinnen Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2006.

Macau (China), 19. November 2006. Andy Priaulx (GBR) ist der alte und neue Tourenwagen-Weltmeister. Beim Saisonfinale der FIA World Touring Car Championship in Macau feierte der Pilot vom BMW Team UK im ersten Lauf den Sieg und belegte im zweiten Rennen Platz fünf. Mit insgesamt 73 Punkten sicherte er sich zum zweiten Mal in Folge den WM-Titel. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany musste sich seinem Markenkollegen nur um einen Punkt geschlagen geben. Der 37-Jährige gewann den zweiten Lauf auf dem „Guia Circuit“ nachdem er in Lauf eins als Sechster ins Ziel gekommen war. In der Herstellerwertung hat BMW zum Saisonende 254 Punkte auf dem Konto und einen Vorsprung von 19 Punkten auf Verfolger SEAT. Auch in dieser Meisterschaft gelang somit die Titelverteidigung.

Priaulx trug sich auf einer der anspruchsvollsten Strecken der Welt in die Geschichtsbücher ein. Er ist der erste Tourenwagen-Pilot seit Robert Ravaglia (ITA), dem heutigen Teamchef von BMW Team Italy-Spain, der drei Mal in Folge eine offizielle FIA Tourenwagen-Meisterschaft für sich entscheiden konnte. 2004 gewann er die Tourenwagen-EM, im vergangenen Jahr triumphierte er in der FIA WTCC. Wann immer ein WM-Titel im Tourenwagensport vergeben wurde, ging Platz eins an einen BMW Fahrer. Der Gewinn des Fahrer- und Herstellertitels ist der krönenden Abschluss einer erfolgreichen Debütsaison des BMW 320si WTCC. Die Fahrer der BMW Länderteams errangen elf Siege in 20 Rennen mit dem von BMW Motorsport auf Basis des gleichnamigen Serienmodells komplett neu entwickelten Rennwagen.


Mit einem guten Start ins erste Rennen von der Poleposition legte Priaulx den Grundstein für den erneuten Titelgewinn. Er verteidigte die Spitze und zeigte im Anschluss eine fehlerfreie Leistung. Dahinter ging es turbulent zu: Duncan Huisman (NLD) vom BMW Team Italy-Spain machte am Start zwei Positionen gut und ging als Zweiter in die erste Kurve. Jörg Müller, der vom fünften Platz gestartet war, verlor einen Rang. Sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach), der sich als WM-Sechster ebenfalls noch Hoffnungen auf den Gewinn der Weltmeisterschaft machen durfte, hatte Pech. Bei der Anfahrt auf die berüchtigte Lisboa-Kurve wurde er von Fabrizio Giovanardi (ITA) angeschoben und verlor die Kontrolle über sein Auto. Quer stehend blockierte der 31-Jährige kurzzeitig die Fahrbahn, konnte das Rennen wenig später aber wieder aufnehmen. Mehr als der 14. Platz war für ihn allerdings nicht mehr möglich. Damit verabschiedete sich Dirk Müller vorzeitig aus dem Titelrennen.

Auch Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain und Jan Magnussen (DEN), der für das BMW Team UK antrat, waren in diesen Zwischenfall verwickelt. Magnussen musste sein Auto beschädigt in der Box abstellen, während Zanardi nach einem Reparatur-Stopp zumindest ins Rennen zurückkehren konnte. Der 40-Jährige kam als 23. ins Ziel. An der Spitze diktierte Priaulx das Tempo und sammelte nach neun Runden zehn wertvolle WM-Punkte. Huisman zeigte ebenfalls eine starke Vorstellung und sah als Zweiter die Zielflagge.

Mit 69 Zählern hatte Priaulx zu diesem Zeitpunkt fünf Punkte Vorsprung auf Augusto Farfus (BRA) und sieben auf Jörg Müller. Diese beiden Piloten lieferten sich ein spannendes Duell um den fünften Platz. Jörg Müller fuhr schließlich als Sechster über die Ziellinie. Die WM-Entscheidung fiel also im letzten Lauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2006.

Jörg Müller musste das zweite Rennen unbedingt gewinnen, um den Rückstand auf Priaulx zu verkürzen – und er stellte schon am Start die Weichen auf Sieg. Vom dritten Platz schoss er an Peter Terting (DEU) und Tom Coronel (NLD) vorbei und übernahm so die Führung. Allerdings verbesserte sich auch Priaulx um zwei Positionen und war auf dem sechsten Platz unterwegs, als das Safety-Car am Ende der ersten Runde auf die Strecke fuhr. Wie im ersten Lauf war es im Mittelfeld zu einer Massenkollision gekommen, an der auch BMW Fahrer beteiligt waren. So fiel Huisman vom siebten Startplatz bis auf Rang 17 zurück. Magnussen musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Dirk Müller verbesserte sich hingegen vom 14. auf den achten Platz, Zanardi schob sich vom 21. auf den elften Rang nach vorn. Für Priaulx und Jörg Müller war jedoch von größerer Bedeutung, dass der dritte Titelanwärter Farfus in der ersten Runde die Streckenbegrenzung berührt hatte und vorzeitig ausgeschieden war. Somit machten die beiden BMW Fahrer den Titel unter sich aus.

Ende der vierten Runde bog das Safety-Car wieder in die Boxengasse ab. Jörg Müller profitierte beim Re-Start von technischen Problemen am Auto von Terting, der den Rest des Feldes aufhielt. Entsprechend konnte sich Jörg Müller schnell absetzen und einen ungefährdeten Sieg einfahren. Priaulx hätte bereits der sechste Platz genügt, um den Titel zu gewinnen. Nach Tertings Ausscheiden rückte der 32-Jährige allerdings sogar auf Rang fünf vor, den er bis ins Ziel verteidigte. Damit gewann er vier WM-Punkte und hielt auf diese Weise Jörg Müller in der Fahrerwertung knapp hinter sich. Dirk Müller sicherte dank des achten Rangs im zweiten Rennen zumindest Platz sechs in der Fahrerwertung. Zanardi beendete das Rennen als Neunter, Huisman brachte sein beschädigtes Auto auf Platz 13 ins Ziel.

Reaktionen:

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen:


"Es ist für BMW ein großer Erfolg, zum dritten Mal in Folge den Titel gewonnen zu haben. Bei allen Erfolgen der vergangenen drei Jahre konnten wir die ersten beiden Plätze der Fahrerwertung belegen und haben auch die Herstellerwertung gewonnen. Dieser WM-Sieg hat für mich jedoch eine besondere Bedeutung. Wir haben mit dem BMW 320si WTCC ein komplett neu entwickeltes Fahrzeug an den Start geschickt. Ob sich ein Wagen wirklich im Renneinsatz bewährt, sieht man erst, wenn die ersten Rennen absolviert sind. Wir waren von Beginn an konkurrenzfähig. Im Verlauf der Saison konnten wir den BMW 320si weiter verbessern und noch schneller machen. Wir bieten dieses Fahrzeug Kundenteams auf der ganzen Welt an. Nach dem Sieg in der WTCC wissen die Teams nun noch genauer, worauf sie sich freuen können. Der Kampf um den Fahrertitel war bis zur letzten Runde spannend. Gratulation an Andy Priaulx, der hier in Macau einmal mehr sein Ausnahmetalent unter Beweis gestellt hat. Jörg Müller hat es ihm allerdings nicht leicht gemacht. Es war eine spannende Saison mit einem würdigen Champion.“

Andy Priaulx (BMW Team UK):

"Ich bin überwältigt. Der Druck in diesen beiden Rennen war riesig. Jörg hat mich durch seine starke Leistung dazu gezwungen, im zweiten Lauf das beste Rennen meines Lebens zu fahren. Aber ich hatte glücklicherweise das richtige Auto, um genau das zu tun. Mein RBM-Team hat tolle Arbeit geleistet. Im zweiten Lauf war ich permanent unter Druck von Fabrizio Giovanardi. Er saß mir Runde für Runde im Nacken. Aber am Ende hat es für mich gereicht. Drei Mal in Folge den Titel zu gewinnen, ist einfach ein fantastisches Gefühl. Ich freue mich, dass ich in einer solch spannenden Meisterschaft antreten und um Siege kämpfen darf. Ich muss auch unseren Konkurrenten von SEAT ein Lob aussprechen. Sie haben 2006 großen Einsatz gezeigt. Allerdings bin ich froh, dass ich in einem BMW unterwegs bin.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team UK):

"Dieses Finale der Meisterschaft zeigt, dass wir auch 2006 das beste Paket aus Auto, Fahrer und Team hatten. Wenn man in dieser engen Serie drei Polepositions und fünf Siege erringt, dann ist dies eine besondere Leistung. Die vergangene Saison war die beste, die das RBM-Team bisher erlebt hat. Besonders freut es mich, dass Andy diesmal auch in Macau ein Rennen gewinnen konnte. Das untermauert seine Klasse. Ich möchte mich bei BMW für den BMW 320si WTCC bedanken. Es war unglaublich, dass wir damit bereits das allererste Rennen gewinnen konnten. Außerdem gilt mein Dank der BMW Motorenabteilung. Die Ingenieure haben gerade im Hinblick auf die Power-Strecke von Macau einen herausragenden Job gemacht.“

Jörg Müller (BMW Team Germany):

„Das war ein schönes Wochenende für mich. Es ist schade, dass es für mich knapp nicht zum Titel gereicht hat. Aber dafür habe ich im Saisonverlauf einfach nicht konstant genug gepunktet. Mit einem neuen Auto muss man erst Erfahrungswerte sammeln. Hier mit einem Handicapgewicht von 75 Kilogramm zu gewinnen, ist phänomenal und zeigt, wie gut das Team gearbeitet und das Auto verbessert hat. Andy hat eine super Leistung gezeigt und verdient gewonnen.“
Dirk Müller (BMW Team Germany):

„Im ersten Rennen habe ich zurückgesteckt, um eine Kollision mit Andy zu vermeiden. Daraufhin habe ich Plätze verloren und wurde schließlich von einem Gaststarter umgedreht. Das war nicht das, was ich im Titelkampf gebraucht habe. Im zweiten Lauf bin ich vom 14. noch auf den achten Platz vorgefahren. Natürlich bin ich tief enttäuscht, denn ich hätte mir mehr erhofft.“

Daten und Ergebnisse Macau:

Strecke / Datum - Guia Circuit / 19. November 2006

Runde / Distanz - 6,117 km / 55,053 km (9 Runden)

Poleposition 2006 - Andy Priaulx (BMW Team UK), 2:33,318 Minuten

Sieger 2006 - Rennen 1: Andy Priaulx (BMW Team UK) / Rennen 2: Jörg Müller (BMW Team Germany)

Schnellste Runde 2006 - Rennen 1: Alain Menü, 2:34,249 Minuten / Rennen 2: Yvan Muller, 2:34,394 Minuten

Endstand Fahrerwertung:

1. Priaulx (73 Punkte)
2. Jörg Müller (72)
3. Augusto Farfus (64)
4. Muller (62), 5. Tarquini (57)
6. Dirk Müller (54)
7. Rydell (54)
8. Thompson (54)
9. Terting (49)
10. Gené (36)
11. Zanardi (26)
13. Huisman (22).

Endstand Herstellerwertung:

1. BMW (254)
2. SEAT (235)
3. Alfa Romeo (154)
4. Chevrolet (128).
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Viele Grüße Hermann

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