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Alt 27.06.2006, 19:32     #11
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WTTC - Läufe 9 & 8 - Curitiba - Vorschau

Erste Saisonhälfte der Tourenwagen-WM endet in Curitiba.

München, 26. Juni 2006. Am kommenden Wochenende steht die erste Übersee-Veranstaltung der FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006 auf dem Programm. Die BMW Länderteams treten auf dem „Autódromo Internacional de Curitiba“ für die Läufe neun und zehn der Weltmeisterschaft an. Die brasilianischen Motorsport-Fans können sich auf die Fortsetzung einer äußerst spannenden Saison freuen: Lediglich fünf Zähler trennen BMW Team UK Fahrer Andy Priaulx (GBR), der die Fahrerwertung mit 33 Punkten anführt, und den WM-Siebten Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany. Dirk Müller (Burbach) – ebenfalls in Diensten des BMW Team Germany – belegt aktuell mit nur einem Punkt Rückstand auf Priaulx Rang drei in der Meisterschaft.

Nach dem für BMW erfolgreich verlaufenen Rennwochenende in Oschersleben, als sowohl Priaulx als auch Jörg Müller je einen Laufsieg feiern konnten und Dirk Müller insgesamt 14 Punkte sammelte, tritt das Trio in Südamerika mit viel Zusatzgewicht an. Dirk Müller hat 70 Kilogramm Ballast an Bord seines BMW 320si WTCC, Priaulx ist mit einem Handicap von 65 Kilogramm belastet. Jörg Müller startet auf der 3,695 Kilometer langen Strecke mit 60 zusätzlichen Kilogramm.

Duncan Huisman (NLD) feiert in Curitiba sein Renndebüt für das BMW Team Italy-Spain. Dort ersetzt er bis zum Ende der Saison Marcel Costa (ESP). Der 34-Jährige bestreitet die beiden Läufe mit einem Basiszusatzgewicht von 20 Kilogramm. Huisman hat in der vergangenen Woche zahlreiche Testkilometer zurückgelegt und hofft, seine Rückkehr in die WTCC mit einem guten Ergebnis zu beginnen. Im vergangenen Jahr war der Routinier für das BMW Team Holland in Macau im Einsatz und sicherte sich im letzten Saisonrennen den Sieg. Auch sein Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) hat sich vorgenommen, in Brasilien wieder in die Punkteränge zurückzukehren.

Duncan Huisman (BMW Team Italy-Spain):
„In Budapest habe ich meinen ersten Test mit dem BMW Team Italy-Spain absolviert. Aus der Vergangenheit kenne ich Schnitzer Motorsport und RBM und kann sagen, dass die Mannschaft von Roberto Ravaglia auf demselben hohen Niveau anzusiedeln ist. Der BMW 320si ist ein fantastisches Auto. Er fühlt sich viel mehr wie ein Rennwagen an als sein Vorgänger, mit dem ich in der schwedischen Tourenwagenmeisterschaft unterwegs bin. Curitiba ist der perfekte Ort, um in die WM einzusteigen. Ich habe zwar wenig Erfahrung mit dem Auto, aber zumindest ist die Strecke für alle Piloten neu. Zum Einstieg wären Punkte natürlich sehr schön.“

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
„Obwohl ich schon lange im Motorsport dabei bin, habe ich noch kein Rennen in Curitiba bestritten. Natürlich sieht man sich die Fotos von der Strecke genau an, um sich vorzubereiten. Ob man einen neuen Kurs mag oder nicht lässt sich erst sagen, wenn man dort gefahren ist. Ich bin gespannt darauf, ob die Fans genauso begeistert sein werden wie 2005 in Puebla. Für mich kommt es nicht so sehr darauf an, wo ich antrete. Einen WM-Punkt zu gewinnen, macht in Curitiba genauso viel Spaß wie auf traditionsreichen europäischen Kursen.“

Historie und Hintergrund:
Das „Autódromo Internacional de Curitiba“ feiert sein Debüt als Austragungsort von Rennen einer offiziellen FIA Weltmeisterschaft. Die Veranstaltung in Brasilien ist zugleich die erste Station der WTCC auf dem südamerikanischen Kontinent. Die Fahrer der BMW Länderteams werden die Reise über den „Großen Teich“ in diesem Jahr ein weiteres Mal antreten: Am 30. Juli finden zwei Rennen in Puebla (MEX) statt, wo die WTCC bereits im Vorjahr gastierte.

In Oschersleben begann die Ausrüstung der Teams ihre lange Reise nach Brasilien bereits am 4. Juni. 27 Container wurden nach dem achten Saisonrennen mit 24 Autos, 200 Tonnen Ersatzteilen und 1 500 Reifen beladen und nach Hamburg transportiert. Von dort ging es an Bord der „NYK Espirito“ weiter über den Atlantischen Ozean. Knapp zwei Wochen später kam die wertvolle Fracht im Hafen von Paranagua an, wo LKW die letzte Etappe des Transports zur etwa 100 Kilometer entfernten Rennstrecke übernahmen.

Curitiba, die 1,6 Millionen Einwohner zählende Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Paraná, liegt rund 340 Kilometer von São Paulo entfernt. Dort bestreitet das BMW Sauber F1 Team am 22. Oktober das Saisonfinale der Formel 1.

Die Stadt wurde 1693 von portugiesischen Kolonialisten gegründet und erhielt 1721 ihren endgültigen Namen. Er stammt aus der Tupi-Sprache: „Curii Tiba“ bedeutet „viele Kieferbäume“. Die Region war ursprünglich von Kiefernwäldern übersät, ehe die Industrialisierung einsetzte. Inzwischen zählt Curitiba wieder zu den grünsten Städten Brasiliens. Auf jeden Einwohner kommen über 50 Quadratmeter Grünfläche.

Von allen Großstädten Brasiliens ist Curitiba die fortschrittlichste. Schon 1913 wurde dort die erste Bundesuniversität Brasiliens gegründet. Dem rapiden Bevölkerungswachstum in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begegnete Curitiba mit einer nachhaltigen und ökologischen Stadtplanung sowie dem Ausbau des Transportssystems und erhielt 1996 den Titel „Innovativste Stadt der Welt“.

Der Bau der Rennstrecke begann 1965 und wurde zwei Jahre später abgeschlossen. Erste Höhepunkte waren das Stadtrennen „Cidade de Curitiba“ und die „100 Meilen von Piraquara“. Mitte der 90er Jahre erfolgte ein aufwändiger Umbau der Rennstrecke. Dabei wurde das Oval um ein Infield ergänzt. Heute gehört die Strecke zu den modernsten des Landes. Seit 2000 ist das „Centro de Excelência em Automobilismo“ angeschlossen, das unter anderem eine Kartanlage für den brasilianischen Rennfahrernachwuchs beherbergt.

Der Kurs setzt sich aus sieben Rechtskurven, vier Linkskurven und fünf Geraden zusammen, von denen die längste 980 Meter misst. Die maximale Breite der Strecke beträgt 15 Meter. 2,550 Kilometer der Gesamtstreckenlänge von 3,695 Kilometern verlaufen auf dem ehemaligen Oval.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 14 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 51,73 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 12.05 Uhr Ortszeit, Rennen zwei startet um 13.15 Uhr. Am Freitag ist für die Piloten eine 30-minütige Testsession vorgesehen, um sich mit der Strecke vertraut zu machen.

Zahlen und Fakten:
Strecke / Datum - Autódromo Internacional de Curitiba / 02. Juli 2006

Runde / Distanz - 3,695 km/51,73 km (14 Runden)

Sieger 2005 - Veranstaltung nicht im Rennkalender

Poleposition 2005 - Veranstaltung nicht im Rennkalender

Schnellste Runde 2005 - Veranstaltung nicht im Rennkalender

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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Alt 04.07.2006, 19:47     #12
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WTCC - Läufe 9 & 8 - Curitiba - Qualifying

Priaulx schnellster BMW Fahrer im ersten WTCC-Qualifying in Südamerika.

Curitiba (Brasilien), 01. Juli 2006. Im Qualifying für den neunten Lauf der FIA World Touring Car Championship (WTCC) auf dem „Autódromo Internacional de Curitiba“ hat Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK den siebten Platz belegt. In einer Zeit von 1:25,272 Minuten war der WM-Spitzenreiter der schnellste Pilot der BMW Länderteams. Lokalmatador Augusto Farfus (BRA) sicherte sich in 1:24,761 Minuten die Poleposition.

„Ich bin wirklich zufrieden, obwohl es vielleicht sogar noch etwas schneller gegangen wäre“, meinte Priaulx, der beim ersten Auftritt der Tourenwagen-WM in Brasilien mit einem Zusatzgewicht von 65 Kilogramm antritt. „Angesichts der Gewichtssituation ist die Ausgangsposition gut.“ Auch Duncan Huisman (NLD) war mit dem Qualifying auf der 3,695 Kilometer langen Strecke zufrieden. Der 34-Jährige bestreitet in Curitiba seine ersten beiden Rennen für das BMW Team Italy-Spain und sicherte sich den elften Startplatz. „Mein erstes WTCC-Qualifying in dieser Saison war in Ordnung. Wir konnten uns im Vergleich zu den Trainings-Sitzungen erheblich steigern und gehen mit Selbstvertrauen in die beiden Rennen.“

Huismans Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) hatte hingegen Pech. In seiner ersten gezeiteten Runde verlor der 39-Jährige in Kurve neun die Kontrolle über seinen BMW 320si WTCC und schlug in die Reifenstapel ein. Anschließend musste Zanardi dem Geschehen auf der Strecke tatenlos zusehen. Zuvor hatte er in den freien Trainings einen guten Eindruck hinterlassen.

Die Fahrer vom BMW Team Germany verpassten ebenfalls den Sprung in die Top-Ten. Jörg Müller (Hückelhoven) erreichte mit 60 Kilogramm Ballast an Bord den 13. Platz. Sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach), der mit einem Handicapgewicht von 70 Kilogramm antritt, belegte den 19. Rang. Beide Fahrer haben am Rennsonntag eine Aufholjagd vor sich, wenn sie weitere WM-Punkte gewinnen wollen. „Das Feld liegt auch hier in Curitiba sehr eng zusammen“, meinte Charly Lamm (Freilassing), Teammanager vom BMW Team Germany. „Es ist ein Kampf um Hundertstel-sekunden. Leider ist es uns heute nicht gelungen, diese entscheidenden Hundertstel zu holen. Das führt dazu, dass man nach hinten durchgereicht wird. Wir haben viel Arbeit vor uns, um morgen noch Boden gut machen zu können.“

So ist es einstweilen der amtierende Tourenwagen-Weltmeister Priaulx, der in den beiden Rennen am Sonntag die besten Aussichten auf ein gutes Resultat hat. Allerdings weiß der 31-Jährige, dass er vor einer Herausforderung steht. „Schon vorher war uns klar, dass es hier in Brasilien nicht leicht werden würde“, sagt er. „Deshalb erwarte ich morgen auch nicht, allzu viele Punkte mitzunehmen. Aber ich werde in den Rennen mein Bestes geben – und schauen wir mal, was dabei herauskommt.“

Der erste Lauf in Curitiba beginnt am Sonntag um 12.05 Uhr Ortszeit (17.05 Uhr MESZ). Rennen zwei wird um 13.15 Uhr (18.15 Uhr MESZ) gestartet.

Daten und Ergebnisse Curitiba:

Strecke / Datum - Autódromo Internacional de Curitiba / 02. Juli 2006
Runde / Distanz - 3,695 km/51,73 km (14 Runden)
Poleposition 2006 - Augusto Farfus (Alfa Romeo), 1:24,761 Minuten
Sieger 2005 - Veranstaltung nicht im Rennkalender
Schnellste Runde 2005 - Veranstaltung nicht im Rennkalender

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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Alt 04.07.2006, 19:52     #13
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WTCC - Läufe 9 & 10 - Curitiba - Rennen

Priaulx feiert für BMW seinen vierten Saisonsieg - Zanardi auf dem Podest.

Curitiba (Brasilien), 02. Juli 2006. Beim ersten Auftritt der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Südamerika hat Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK seinen vierten Saisonsieg errungen. Der amtierende Weltmeister gewann den zweiten Lauf auf dem „Autódromo Internacional de Curitiba“. Hinter Priaulx und Alfa-Pilot Gianni Morbidelli (ITA) erreichte Alessandro Zanardi (ITA) für das BMW Team Italy-Spain zum ersten Mal in diesem Jahr eine Podestplatzierung. Der 39-Jährige war nach einem Fehler im Qualifying vom letzten Platz ins erste Rennen gestartet, zeigte aber eine beeindruckende Aufholjagd, die mit Platz drei in Lauf zwei belohnt wurde. Zudem sammelte Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany in Curitiba zwei WM-Punkte. Er belegte im zweiten Rennen den siebten Rang. Den Sieg im ersten Lauf sicherte sich Jordi Gené (ESP) vor Peter Terting (GER) und Augusto Farfus (BRA).

Bei Temperaturen um 15 Grad Celsius und leichter Bewölkung erlebten die brasilianischen Motorsport-Fans einen turbulenten Start ins erste Rennen. Bereits nach der ersten Runde fuhr das Safety-Car auf die Strecke, nachdem sowohl Maurizio Ceresoli (ITA) als auch Lokalmatador Lucas Molo (BRA) ihre Autos in Folge von Unfällen abstellen mussten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Jörg Müller bereits auf den neunten Platz vorgearbeitet, BMW Team Italy-Spain Pilot Duncan Huisman (NLD) fuhr auf der zehnten Position. Den besten Start zeigte Zanardi, der sich vom letzten auf den 15. Rang verbesserte. Dirk Müller (Burbach) hatte hingegen zu Beginn des Rennens Pech: In Kurve sechs wurde der Fahrer vom BMW Team Germany auf Platz 14 fahrend am Heck getroffen und ins Kiesbett geschoben. Daraufhin fiel er ans Ende des Feldes zurück und kam als 20. ins Ziel.

Priaulx verteidigte am Start Position sieben, musste jedoch nach Ende der Safety-Car-Phase zu Beginn der vierten Runde Morbidelli passieren lassen. Den achten Rang – und damit die Poleposition für Lauf zwei – hielt er bis ins Ziel. Jörg Müller fuhr ein fehlerloses Rennen, das er auf dem neunten Platz beendete. Bis kurz vor Schluss sah es so aus, als könne Huisman seinen zehnten Rang halten. Allerdings hatte der 34-Jährige mit einem technischen Problem an der Hinterachse zu kämpfen, so dass er sein Tempo reduzieren musste und einen Platz verlor. Davon profitierte Zanardi, der nach einigen spektakulären Überholmanövern Zehnter wurde.

Der zweite Lauf wurde zum Thriller. Zwei Mal musste das Safety-Car das Feld neutralisieren. Nach weiteren Unfällen, die viele Trümmerteile auf die Strecke wirbelten, brach die Rennleitung den Lauf vorzeitig ab. Priaulx hielt sich aus den hart geführten Zweikämpfen im Mittelfeld heraus. Er bestimmte das Geschehen von der Spitze aus und erarbeitete sich auch nach den Safety-Car-Phasen rasch wieder einen Vorsprung. Weiter hinten begeisterte Zanardi die Fans. Vom zehnten Startrang machte er Platz um Platz gut und übernahm in Runde neun die dritte Position von James Thompson (GBR). Gegen Ende des Rennens setzte er auch noch Morbidelli unter Druck, der Abbruch verhinderte jedoch einen Angriff. Zanardi fuhr in 1:26,069 Minuten zum ersten Mal in seiner WTCC-Karriere die schnellste Rennrunde.

Jörg Müller verbesserte sich im Verlauf des Rennens vom neunten auf den siebten Platz. Sein Teamkollege Dirk Müller konnte vom 20. Startplatz nicht mehr in den Kampf um die Punkte eingreifen und musste sich mit dem 15. Platz zufrieden geben. Auch Huisman gelang es nicht, sich bei seinem WTCC-Comeback in den Top-Acht zu platzieren. Nachdem er in der fünften Runde im Duell mit Gabriele Tarquini (ITA) dessen SEAT touchiert hatte, fiel Huisman zurück und beendete das Rennen schließlich auf Rang 16.

Reaktionen:

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Es ist fantastisch, einen weiteren Sieg errungen zu haben. Für mich sind jedoch die WM-Punkte wichtiger. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir mit 65 Kilogramm Zusatzgewicht elf Zähler aus Brasilien mitnehmen. Darum bin ich sehr, sehr zufrieden. Ich bin im zweiten Rennen gut gestartet und konnte einen Vorsprung herausfahren, dann kam das Safety-Car auf die Strecke. Nach einem guten Re-Start habe ich mich wieder abgesetzt – und wieder gab es eine Safety-Car-Phase. Es war ein ereignisreiches Rennen, aber ich habe versucht, überlegt und ohne Fehler zu fahren. Nun wird es jedoch in Mexiko nicht einfach für mich, da ich dort erneut mit sehr viel Ballast antreten werde.“

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
„Gestern war ein schlechter Tag für mich. Das Team ein tolles Auto vorbereitet, und ich spürte, dass ein Qualifying-Ergebnis unter den besten Fünf möglich sein könnte. Dann habe ich diese Chance jedoch weggeworfen, noch bevor ich die erste Runde beenden konnte. Dafür möchte ich mich noch einmal bei meinem Team entschuldigen. Die beiden Rennen waren unglaublich. Ich bin aggressiv gefahren, aber mein Auto hat nicht einen Kratzer abbekommen. Erst Zehnter und dann Dritter zu werden, ist einfach toll. Zu sagen, die Rennen seien aufregend für mich gewesen, wäre untertrieben.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team UK):
„Wir haben schon am Freitag gemerkt, dass unser Auto hier konkurrenzfähig sein würde. Andererseits haben auch unsere Konkurrenten sehr gut ausgesehen. Es war also nicht einfach. Im ersten Rennen hat man gesehen, dass man mit viel Ballast selbst mit einem guten Auto nicht überholen kann, ohne ein Risiko einzugehen. Deshalb waren wir mit Platz acht sehr zufrieden. Das zweite Rennen war sehr spannend. Andy hat eine starke Leistung gezeigt. Die elf WM-Punkte sind willkommen.“

Charly Lamm (Teammanager BMW Team Germany):
„Glückwunsch an Andy Priaulx und Alessandro Zanardi, die BMW heute gemeinsam mit Jörg Punkte beschert haben. Wir hatten ganz sicher kein einfaches Wochenende. Das gilt insbesondere für Dirk, der aufgrund eines schwierigen Qualifyings weit hinten starten musste und in Zwischenfälle verwickelt war. Für Jörg war es unglücklich, dass er im ersten Lauf nicht Platz acht und damit die Pole erreicht hat. So stehen für uns lediglich zwei Punkte auf der Habenseite. Nun heißt es, hart zu arbeiten, um in Mexiko wieder weiter vorn zu landen.“

Daten und Ergebnisse Curitiba:

Strecke / Datum - Autódromo Internacional de Curitiba / 02. Juli 2006

Runde / Distanz - 3,695 km/51,73 km (14 Runden)

Poleposition 2006 - Augusto Farfus (Alfa Romeo), 1:24,761 Minuten

Sieger 2006 - Rennen 1: Jordi Gené (SEAT)

Rennen 2: Andy Priaulx (BMW Team UK)

Schnellste Runde 2006 - Rennen 1: Jordi Gené, 1:25,604 Minuten

Rennen 2: Alessandro Zanardi., 1:26,069 Minuten

Fahrerwertung: 1. Priaulx (44 Punkte), 2. Thompson (41), 3. Tarquini (40), 4. Rydell (34), 5. Muller (33), 6. Dirk Müller (32), 7. Terting (32), 8. Jörg Müller (30).

Herstellerwertung: 1. SEAT (127 Punkte), 2. BMW (126), 3. Alfa Romeo (75), 4. Alfa (62).

Rennkalender:
02.04. – Monza (ITA), 30.04. – Magny-Cours (FRA), 21.05. – Brands Hatch (GBR), 04.06. – Oschersleben (DEU), 02.07. – Curitiba (BRA), 30.07. – Puebla (MEX), 03.09. – Brünn (CZE), 24.09. – Istanbul (TUR), 08.10. – Valencia (ESP), 19.11. – Macau (CHN).
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Alt 25.07.2006, 21:38     #14
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WTCC - Läufe 11 & 12 - Puebla - Vorschau

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006 Läufe 11 & 12 – 29./30. Juli 2006 – Vorschau

Von Brasilien nach Mexiko: WTCC startet zum zweiten Mal in Puebla.


München, 24. Juli 2006. Sechs Siege in zehn Rennen, 92 Führungsrunden und Platz eins in der Fahrerwertung: Die Zwischenbilanz der BMW Länderteams zur Halbzeit der FIA World Touring Car Championship (WTCC) fällt positiv aus. In der zweiten Saisonhälfte wollen die fünf Piloten mit dem BMW 320si WTCC an ihre guten Leistungen anknüpfen. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Wochenende in Puebla, Mexiko. Dort finden die Läufe elf und zwölf der Serie statt. Das „Autodromo Miguel E. Abed“ ist nach den Rennen in Brasilien die zweite Station der Tourenwagen-WM 2006 außerhalb Europas.

Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK reist mit 44 Punkten als Spitzenreiter in der Fahrerwertung nach Mittelamerika. Allerdings dürfte es für den 31-Jährigen nicht einfach werden, seinen fünften Saisonsieg einzufahren. Er ist der erste Fahrer in der Geschichte der WTCC, der das maximale Zusatzgewicht von 80 Kilogramm mit an Bord seines Autos nehmen muss. Auch die Fahrer vom BMW Team Germany gehen mit Ballast in die beiden Sprintrennen auf der 3,36 Kilometer langen Strecke. Dirk Müller (Burbach) lädt 50 Kilogramm zu, Jörg Müller (Hückelhoven) tritt mit 45 zusätzlichen Kilogramm an.

Alessandro Zanardi (ITA) und Duncan Huisman (NLD) starten für das BMW Team Italy-Spain hingegen ohne Handicap-Gewicht. Dass er jederzeit für ein gutes Ergebnis gut ist, hat Zanardi zuletzt in Curitiba unter Beweis gestellt, wo er sich als Dritter im zweiten Lauf einen Platz auf dem Podium sicherte. Huisman hat bei seinem dritten WTCC-Einsatz in diesem Jahr ebenfalls WM-Punkte fest im Visier.

Die Höhenlage von 2 200 Metern – und die damit verbundene Reduzierung der verfügbaren PS-Leistung um etwa 20 Prozent – ist nicht die einzige Besonderheit des „Autodromo Miguel E. Abed“. Es ist zugleich die einzige Rennstrecke im Kalender der WTCC, auf der die Piloten auf Teilen eines Ovals antreten.

Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Die Strecke in Puebla ist verändert worden. Dabei ging es hauptsächlich darum, die Sicherheit zu erhöhen. Das ist ein vollkommen richtiger Schritt. Insgesamt gehe ich jedoch davon aus, dass die Charakteristik des Kurses nicht grundlegend anders sein wird. Wir haben bereits 2005 gesehen, dass es in Puebla insbesondere mit viel Ballast an Bord für uns nicht einfach ist, vorne dabei zu sein. Aber ich kenne diese Situation. Zuletzt habe ich die umgekehrte Startreihenfolge im zweiten Rennen mehrmals erfolgreich genutzt und auch mit viel Gewicht gewonnen. Mit 80 Kilogramm, der Höhenlage und dem besonderen Streckenlayout erwarte ich jedoch kein einfaches Wochenende. Ein besonderes Erlebnis war es für mich, Anfang Juli beim Goodwood Festival of Speed dabei zu sein. Ich fuhr sowohl den Formel-1-Wagen des BMW Sauber F1 Teams als auch den BMW 320i, mit dem ich 2005 die WM gewinnen konnte. Es war toll, mich wieder den britischen Fans präsentieren zu können. Das Wochenende war einfach fantastisch. Das gleiche gilt für die Auftritte im Pit Lane Park des BMW Sauber F1 Teams in Silverstone und Montréal. Dieser Formel-1-Themenpark ist eine tolle Sache für die Fans.“

Historie und Hintergrund:

Das „Autodromo Miguel E. Abed“ in Puebla ist den Piloten der BMW Länderteams gut bekannt. An gleicher Stelle fanden bereits im vergangenen Jahr zwei Läufe der FIA WTCC statt. Damals gelang es jedoch von den heute aktiven BMW Fahrern lediglich Priaulx, einen WM-Punkt aus Mexiko mitzunehmen.

Trotz der Erfahrungen aus den beiden Rennen 2005 müssen sich die Piloten auf Neuerungen einstellen, denn die Streckenführung wurde modifiziert. Die Linkskurve nach Start/Ziel führt nun nicht mehr direkt in das Infield, sondern mündet in zwei Rechtskurven. Dieser Abschnitt wurde im vergangenen Jahr noch nicht befahren. Die Fahrer bleiben im Oval, bis sie die Gerade im Südwestteil der Strecke erreichen. Von dort leitet schließlich ein 90-Grad-Linksknick ins Infield über. Der Kurs hat sich durch die Änderungen von 3,13 auf 3,36 Kilometer verlängert. Aufgrund dessen verringert sich die Zahl der zu fahrenden Runden von 18 auf 15.

Die Ausrüstung der Teams wurde nach den Rennen in Curitiba zunächst von 14 Trucks zum Hafen der brasilianischen Stadt Itajai gebracht. An Bord hatten die Lkw 28 Container, in denen alle 25 WTCC Fahrzeuge und die entsprechenden Ersatzteile sicher verstaut worden waren. Mit dem Frachtschiff „Libra Santos“ ging die Reise weiter nach Vera Cruz. In der mexikanischen Hafenstadt wurde die Fracht wieder auf die Straße verladen. Per Lastwagen-Kolonne ging es weiter nach Puebla, zum „Autodromo Miguel E. Abed“.

Puebla, die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, zählt knapp 1,4 Millionen Einwohner. Wichtigstes Ereignis der Stadtgeschichte ist die „Schlacht bei Puebla“, bei der am 5. Mai 1862 das französische Expeditionskorps versuchte, die Stadt einzunehmen. Nachdem einheimische Bauern das französische Heer zurückschlagen konnten, wurde der 5. Mai zum mexikanischen Nationalfeiertag. Aufgrund seiner beeindruckenden Kolonialarchitektur wurde Puebla 1987 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.

Von Puebla sind die beiden zentralamerikanischen Zwillingsvulkane Popocatépetl und Iztaccíhuatl zu sehen. Der auch „El Popo“ genannte Popocatépetl überragt seinen imposanten Nachbarn mit einer Höhe von 5 462 Metern um 176 Meter.

Etwa 15 Kilometer von Puebla entfernt liegt Cholula. Dort befindet sich die „Tepanapa“-Pyramide. Dem Volumen nach ist sie das größte Bauwerk dieser Art auf der Welt. Allerdings lohnt ein Besuch kaum: Die Pyramide ist überwachsen und wurde im Verlauf ihrer Geschichte mehrfach überbaut.

Im Frühjahr hat BMW das „Festival de Mexico“ zum elften Mal als Partner unterstützt. Dieses bedeutende Kulturereignis lockt alljährlich mehr als eine Million Besucher nach Mexiko City. Musiker, Tänzer und Schauspieler verwandeln die Hauptstadt in eine große Bühne.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über 15 Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 50,4 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 14.05 Uhr Ortszeit (20.05 Uhr MESZ), Rennen zwei startet um 15.15 Uhr (21.15 MESZ). Wegen der Veränderungen am Streckenlayout steht den Fahrern auch in diesem Jahr am Freitag eine 30-minütige Testsession zur Verfügung.

Zahlen und Fakten:

Strecke / Datum - Autodromo Miguel E. Abed / 30. Juli 2006

Runde / Distanz - 3,36 km/50,4 km (15 Runden)

Sieger 2005 - Rennen 1: Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo)
Rennen 2: Peter Terting (SEAT)

Poleposition 2005 - Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo), 1:29,993 Minuten

Schnellste Runde 2005 - Rennen 1: Gabriele Tarquini, 1:30,587 Minuten
Rennen 2: Fabrizio Giovanardi, 1:30,867 Minuten

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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Alt 01.08.2006, 20:11     #15
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WTCC - Läufe 11 & 12 - Puebla - Qualifikation

Priaulx und Zanardi starten für BMW in Puebla aus den Top-Ten.

Puebla (Mexiko), 29. Juli 2006. Im Qualifying zum elften Lauf der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Puebla war Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK der schnellste Fahrer der BMW Länderteams. In einer Zeit von 1:42,202 Minuten sicherte sich der amtierende Weltmeister den zehnten Platz im Klassement. Priaulx, der in Mexiko mit dem maximalen Handicap-Gewicht von 80 Kilogramm antritt, profitiert vom Motorwechsel am Auto von Gabriele Tarquini (ITA) und nimmt das erste Rennen am Sonntag daher vom neunten Rang auf. Die Poleposition errang Tarquinis Markenkollege Rickard Rydell (SWE), der 1:41,259 Minuten für die Umrundung des „Autodromo Miguel E. Abed“ benötigte.

BMW Team Italy-Spain Pilot Alessandro Zanardi (ITA) war auf seiner persönlich schnellsten Runde kurz vor Ende der 30-minütigen Session nur 0,173 Sekunden langsamer als Priaulx. Der 39-Jährige rückt in der Startaufstellung ebenfalls eine Position auf und geht am Sonntag als Zehnter auf die Jagd nach weiteren WM-Punkten. Auch Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany schob sich in seinem letzten Stint noch auf einen aussichtsreichen Startrang und nimmt den Auftakt zur zweiten WTCC-Saisonhälfte von Platz zwölf in Angriff.

Sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach) hatte hingegen Pech. Als die Strecke den Piloten immer mehr Grip bot und die Rundenzeiten im letzten Abschnitt des Zeittrainings fielen, stand der 30-Jährige in der Box des Teams von Schnitzer Motorsport. Ein Getriebeproblem machte es für nicht möglich, seine Zeit noch einmal entscheidend zu verbessern. So musste sich Dirk Müller mit dem 17. Platz zufrieden geben. Da jedoch neben Tarquini auch Chevrolet-Fahrer Robert Huff (GBR) einen Motorwechsel zu beklagen hatte, startet der BMW Werksfahrer zwei Positionen weiter vorn. Duncan Huisman (NLD) vom BMW Team Italy-Spain kam mit der rutschigen Strecke überhaupt nicht zurecht und klassierte sich auf Platz 21. Auch Huisman macht aber in der Startaufstellung einen Platz gut.

Das Qualifying konnte erst mit einer Verzögerung von mehreren Stunden gestartet werden. Erst vor wenigen Tagen waren an 3,24 Kilometer langen Rennstrecke massive Umbaumaßnahmen vorgenommen worden, wobei der komplette Kurs eine neue Asphaltdecke erhielt. Schon im Verlauf der 30-minütigen Test-Session am Freitag riss die Fahrbahnoberfläche jedoch an vielen Stellen wieder auf. Die Piloten hatten daraufhin mit gefährlichen Unebenheiten und einem niedrigen Grip-Niveau zu kämpfen. Nach langen Gesprächen mit den Fahrern und Nachbesserungen am Asphalt entschied die Rennleitung im Anschluss an das freie Training, das Rennwochenende fortzusetzen. Die zweite Trainingssitzung wurde allerdings gestrichen. Diese Zeit nutzten die Streckenposten, um weiter an den kritischen Passagen zu arbeiten.

Daten und Ergebnisse Puebla:

Strecke / Datum - Autodromo Miguel E. Abed / 30. Juli 2006

Runde / Distanz - 3,24 km/51,84 km (16 Runden)

Poleposition 2006 - Rickard Rydell (SEAT), 1:41,259 Minuten

Sieger 2005 - Rennen 1: Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo)
Rennen 2: Peter Terting (SEAT)

Schnellste Runde 2005 - Rennen 1: Gabriele Tarquini, 1:30,587 Minuten
Rennen 2: Fabrizio Giovanardi, 1:30,867 Minuten

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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WTCC - Läufe 11 & 12 - Puebla - Rennen

Dirk Müller erfolgreichster BMW Fahrer bei schwierigen Rennen in Puebla.

Puebla (Mexiko), 30. Juli 2006. Bei den Läufen elf und zwölf der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Puebla war Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Germany der erfolgreichste Fahrer der BMW Länderteams. Im ersten Rennen belegte der 30-Jährige den sechsten Platz, Lauf zwei beendete er auf Rang vier. Neben Dirk Müller sammelte auch Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK Punkte auf dem „Autodromo Miguel E. Abed“. Der amtierende Weltmeister kämpfte sich im zweiten Rennen trotz des maximalen Zusatzgewichts von 80 Kilogramm vom letzten auf den siebten Platz nach vorn. Alle Fahrer hatten mit den teilweise irregulären Bedingungen zu kämpfen, der frisch gelegte Asphalt bereitete wie schon am Samstag große Probleme. Salvatore Tavano (ITA) gewann das erste Rennen, Augusto Farfus sah im zweiten Lauf als Sieger die Zielflagge. Die Alfa-Romeo-Piloten nutzten den Vorteil, den sie bei diesen Verhältnissen mit ihren frontgetriebenen Fahrzeugen hatten. Darüber hinaus war das Mindestgewicht für Alfa Romeo und Chevrolet zuvor um weitere zehn Kilogramm reduziert worden.

Der erste Lauf auf der 3,24 Kilometer langen Strecke begann mit einer Schrecksekunde: Vor der Einfahrt ins Oval fuhr Chevrolet-Pilot Nicola Larini (ITA) in die Seite des BMW 320si WTCC von Duncan Huisman (NLD). Der Fahrer vom BMW Team Italy-Spain schob daraufhin Robert Huff (GBR) an, der in die Mauer einschlug. Das Rennen wurde unterbrochen, und es vergingen mehrere Minuten, ehe Huff aus seinem Auto geborgen werden konnte. Er wurde als Vorsichtsmaßnahme per Helikopter ins Krankenhaus geflogen. Nach einer langen Unterbrechung startete das Feld hinter dem Safety Car zum zweiten Mal. Die Bedingungen verschlechterten sich allerdings weiter.

Dirk Müller hatte sich schon vor Abbruch des Rennens auf Rang zehn vorgearbeitet und machte nach dem Re-Start weiter Boden gut. Erst überholte er in der dritten Runde Priaulx, zwei Umläufe später profitierte er vom Pech von BMW Team Italy-Spain Fahrer Alessandro Zanardi (ITA), der an sechster Stelle liegend von Yvan Muller (FRA) von der Strecke geschoben wurde und viele Plätze verlor. In der 14. Runde griff Dirk Müller SEAT-Fahrer Jordi Gené (ESP) an und übernahm bereits Platz sechs, den er bis zum Schluss hielt. Priaulx wurde im Kampf um Platz acht – und damit die Poleposition für Lauf zwei – von Gabriele Tarquini (ITA) behindert, der ihn im Verlauf des Rennens nicht weniger als drei Mal rammte. Die letzte dieser Kollisionen warf den amtierenden Weltmeister bis auf den 18. Platz zurück. Für die weiteren Piloten der BMW Länderteams lief es nicht besser: Zanardi kam als 17. ins Ziel, Huisman wurde 21. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany geriet ebenfalls mit Muller aneinander und musste sich schließlich mit Position 19 zufrieden geben.

Zwischen den beiden Rennen fuhren Kehrmaschinen die Strecke ab, um die unzähligen Asphaltbrocken und Steinchen von der Fahrbahn zu räumen. Das Grip-Niveau blieb dennoch extrem niedrig.

Dirk Müller eroberte gleich am Start des zweiten Laufs Platz zwei, musste jedoch erst Gianni Morbidelli (ITA) und wenig später auch Farfus passieren lassen, die mit weniger Zusatzgewicht unterwegs waren. Platz vier gab er zwischenzeitlich zwar an Tom Coronel (NLD) ab, holte sich die Position aber kurz vor Schluss zurück.

Dahinter fuhr Priaulx mit dem höchsten möglichen Handicapgewicht von 80 Kilogramm ein sensationelles Rennen: Vom letzten Platz gestartet, überholte er Gegner um Gegner und rückte schließlich bis auf den siebten Platz vor. Zanardis Rennen nahm erneut bei einer Begegnung mit Muller eine negative Wendung: In der dritten Runde kollidierte der 39-Jährige erneut mit dem SEAT-Piloten, woraufhin beide den Lauf vorzeitig aufgeben mussten. Jörg Müllers Chancen auf Punkte wurden von einem Reifenschaden am rechten Vorderrad zunichte gemacht. Er musste die Box ansteuern und kam schließlich als 15. ins Ziel. Vier Positionen weiter vorn landete Huisman, der sich in den 16 Runden vom 20. auf den elften Platz verbessern konnte.

Reaktionen:
Charly Lamm (Teammanager BMW Team Germany):
„Das Wochenende in Puebla war vom schlechten Zustand der Strecke geprägt. Leider begann der neue Asphalt bereits im Training und im Qualifying aufzubrechen, was zu äußerst schwierigen Rennverhältnissen geführt hat. Wir freuen uns daher sehr über die Punkte, die Dirk Müller trotz der schlechten Bedingungen gewinnen konnte. Jörg hatte wie viele andere Fahrer Probleme, mit der Situation umzugehen. Der Reifenschaden hat schließlich dazu geführt, dass er ohne Punkte geblieben ist.“

Daten und Ergebnisse Puebla:
Strecke / Datum - Autodromo Miguel E. Abed / 30. Juli 2006

Runde / Distanz - 3,24 km/51,84 km (16 Runden)

Poleposition 2006 - Rickard Rydell (SEAT), 1:41,259 Minuten

Sieger 2006 - Rennen 1: Salvatore Tavano (Alfa Romeo)
Rennen 2: Augusto Farfus (Alfa Romeo)

Schnellste Runde 2006 - Rennen 1: Salvatore Tavano, 1:45,188 Minuten
Rennen 2: Augusto Farfus, 1:46,076 Minuten

Fahrerwertung:
1. Thompson (49 Punkte), 2. Priaulx (46), 3. Farfus (46), 4. Tarquini (41), 5. Rydell (41), 6. Dirk Müller (40), 7. Muller (33), 8. Terting (32).

Herstellerwertung:
1. SEAT (148), 2. BMW (139), 3. Alfa Romeo (111), 4. Chevrolet (67).

Rennkalender:
02.04. – Monza (ITA), 30.04. – Magny-Cours (FRA), 21.05. – Brands Hatch (GBR), 04.06. – Oschersleben (DEU), 02.07. – Curitiba (BRA), 30.07. – Puebla (MEX), 03.09. – Brünn (CZE), 24.09. – Istanbul (TUR), 08.10. – Valencia (ESP), 19.11. – Macau (CHN).
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WTCC - Läufe 13 & 14 - Brünn - Vorschau

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006
Läufe 13 & 14 - 02./03. September 2006 - Vorschau

Tourenwagen-WM feiert Comeback in Tschechien.


München, 28. August 2006. Die Zeit der Überseerennen ist für die BMW Länderteams in der FIA World Touring Car Championship (WTCC) zunächst einmal vorüber. Nach Rennen in Brasilien und Mexiko kehrt die Serie am kommenden Wochenende nach Europa zurück, um in Brünn die Läufe 13 und 14 auszutragen.

Bereits 1987 war die Tourenwagen-WM auf dem tschechischen Rundkurs zu Gast. Damals wie heute zählen die BMW Piloten im "Automotodrom Brno" zu den Favoriten. Doch müssen sie sich erneut gegen starke Konkurrenten behaupten. In der Meisterschaft geht es weiterhin spannend zu, was ein Blick auf den aktuellen WM-Stand verdeutlicht. Lediglich neun Punkte trennen in der Fahrerwertung die sechs bestplatzierten Piloten.

Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK reist mit 46 Punkten als Zweiter der Fahrerwertung hinter James Thompson (GBR/SEAT/49Punkte) nach Brünn. BMW Team Germany Fahrer Dirk Müller (Burbach) belegt mit 40 Punkten Rang sechs. Beide Piloten haben auf der 5,403 Meter langen Strecke die Chance, die WM-Führung für BMW zurückzuerobern. Allerdings wird das Duo sein ganzes Können aufbieten müssen, will es sich auf dem verwinkelten Rundkurs in die Siegerliste eintragen: Priaulx geht mit 60 Kilogramm Zusatzgewicht an den Start, Dirk Müller nimmt 65 Kilogramm an Bord seines BMW 320si WTCC. Jörg Müller (Hückelhoven), der ebenfalls für das BMW Team Germany antritt, muss mit 25 Kilogramm Zusatzgewicht antreten. Lediglich Duncan Huisman (NLD) und Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain gehen ohne Ballast in die beiden Sprintrennen.

Für Dirk Müller und Jörg Müller kommt die Veranstaltung in Brünn einem Heimspiel gleich. Traditionell treten viele deutsche Motorsport-Fans die Reise nach Tschechien an, wenn dort eine internationale Rennserie wie die WTCC gastiert. Während Dirk Müller in der Punktewertung näher an die Spitze rücken möchte, will sein Teamkollege nach zwei enttäuschenden Rennen in Puebla in die Erfolgsspur zurückkehren.

Dirk Müller (BMW Team Germany):
"Es ist es schön, dass die Saison nach der Sommerpause endlich in Europa weitergeht und die Rennen wieder in kürzeren Abständen stattfinden. Das Automotodrom ist kein einfacher Kurs. Er erfordert eine gute Abstimmung. Angesichts des Zusatzgewichts dürfte es schwierig werden, einen Sieg einzufahren. Ich bin aber trotzdem optimistisch, ein gutes Ergebnis zu erreichen."

Jörg Müller (BMW Team Germany):
"Brünn ist eine meiner Lieblingsstrecken. Sie bietet ein einzigartiges Layout, das man in unserem Rennkalender sonst auf keinem anderen Kurs findet. Die Strecke ist gespickt mit 90-Grad-Kurven, die flüssig zu fahren sind. Es gibt einige Rechts-Links-Kombinationen, die man vorausschauend angehen muss. Im Rennen kommt es auch immer darauf an, wie viel Gewicht man an Bord hat. Da ich in Brünn nur mit wenig Zusatzgewicht starte, ist mein Ziel ein Podiumsplatz."

Historie und Hintergrund:
Das "Automotodrom Brno" - oder der "Masaryk-Ring", wie der Kurs in Tschechien bezeichnet wird - ist zum zweiten Mal Austragungsort von Rennen der Tourenwagen-WM. Bereits 1987, als die WM ihre Premieren-Saison feierte, kämpfte dort der heutige Teamchef vom BMW Team Italy-Spain, Roberto Ravaglia, unter der Ägide von Schnitzer-Teammanager Charly Lamm auf dem legendären BMW M3 um Punkte - und sicherte sich am Ende der Saison den Titel.

Doch auch für die heutige Generation der BMW Piloten ist der Kurs kein Neuland. In Brünn fanden zwischen 2002 und 2004 sechs Läufe der Tourenwagen-Europameisterschaft statt. Vier Mal ging der Sieg an Fahrer der BMW Länderteams. Sowohl 2003 als auch 2004 waren es Priaulx und Dirk Müller, die je einen Erfolg auf der Naturrennstrecke feiern konnten. Mit einer Zeit von 2:11,903 Minuten führt Priaulx zudem die Bestenliste der schnellsten Rennrunden an.

Die Strecke in Brünn ist im diesjährigen Rennkalender der Tourenwagen-Weltmeisterschaft hinter Macau und Monza der drittlängste Kurs. Das "Automotodrom" bietet Steigungen von bis zu acht Prozent. Der tiefste Punkt, kurz vor der Start-Ziel-Geraden, liegt 73 Höhenmeter unterhalb der Boxengasse.

Besonderes Merkmal des Kurses ist die Omega-Kurve. Die Streckenführung erinnert dort an den letzten Buchstaben des griechischen Alphabets. Die längste Gerade misst 636 Meter, dazu kommen insgesamt 14 Kurven.

Die Strecke blickt auf eine mehr als 70-jährige Geschichte zurück. Ursprünglich führte das "Automotodrom" als Naturrundkurs von 29,1 Kilometer Länge von Brünn nach Prag. Im Jahr 1986 wurde die aktuelle Anlage eröffnet. Der Kurs gilt heute als einer der sichersten und interessantesten der Welt.

Brünn ist mit ca. 370.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Tschechiens und Hauptstadt der Region Südmähren. Bereits im Jahr 1021 begann die Geschichte Brünns mit der Erbauung der gleichnamigen Burg. 1243 gründete Wenzel I. die Stadt Brünn.

Bedeutende Ereignisse in der über 750 Jahre alten Stadtgeschichte waren darüber hinaus die Belagerung Brünns durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg sowie die Schlacht von Austerlitz, die 1805 vor den Stadttoren ausgetragen wurde. Heute ist Brünn in Tschechien vor allem als Industrie- und Universitätsstandort bekannt.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über zehn Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 54,03 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 15.15 Uhr Ortszeit, Rennen zwei startet um 16.25 Uhr. Da das "Automotodrom Brno" ein Neuling im Rennkalender der WM ist, steht bereits am Donnerstag ab 16 Uhr eine 30-minütige Test-Session auf dem Programm.

Rennkalender:
2. April - Monza (ITA), 30. April - Magny-Cours (FRA), 21. Mai - Brands Hatch (GBR), 4. Juni - Oschersleben (DEU), 2. Juli - Curitiba (BRA), 30. Juli - Puebla (MEX), 3. September - Brünn (CZE), 24. September - Istanbul (TUR), 8. Oktober - Valencia (ESP), 19. November - Macau (CHN).
Alt 04.09.2006, 09:45     #18
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WTCC - Läufe - 13 & 14 - Brünn - Qualifikation

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006
Läufe 13 & 14 - 02./03. September 2006 - Qualifying

Jörg Müller startet in Brünn aus Reihe eins - Zanardi Dritter im Qualifying.


Brünn (Tschechische Republik), 02. September 2006. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany hat sich im Qualifying für den 13. Lauf der FIA World Touring Car Championship den zweiten Platz gesichert. Auf dem "Automotodrom Brno" blieb er in einer Zeit von 2:12,331 Minuten nur 0,045 Sekunden hinter SEAT-Pilot Gabriele Tarquini (ITA), der die Poleposition errang.

"Nach den für mich enttäuschenden Rennen in Übersee freue ich mich natürlich sehr, dass ich hier in der Startaufstellung so weit vorne stehe", sagte Jörg Müller im Anschluss an die 30-minütige Session. "Es ging sehr eng zu, aber ich konnte mich in der letzten Runde noch vor Alessandro schieben. Ich hoffe, dass ich am Sonntag einen guten Start zeigen werde und mir gleich zu Beginn einen Vorsprung erarbeiten kann. Allerdings lässt sich so etwas nicht planen. Am Start muss alles passen."

Jörg Müller ist nicht der einzige Fahrer in Reihen der BMW Länderteams, der für die beiden Läufe auf der 5,403 Kilometer langen Naturrennstrecke optimistisch sein darf: BMW Team Italy-Spain Pilot Alessandro Zanardi (ITA) erreichte in 2:12,353 Minuten hinter seinem Markenkollegen den dritten Platz. Für den 39-Jährigen ist dies zugleich die beste Startposition in seiner bisherigen WTCC-Karriere. Zanardi meinte: "Das ist eine gute Ausgangslage. Aber erst in den ersten drei bis vier Runden wird sich zeigen, welches Auto wirklich die beste Balance hat und gut mit dem Reifenverschleiß umgeht. Das Rennen wird ganz sicher nicht in der ersten Kurve entschieden. Ich setze auf einen guten Start - und dann werden wir sehen, was noch möglich ist."

Der amtierende Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK startet aus der dritten Reihe. Mit 60 Kilogramm Zusatzgewicht an Bord seines BMW 320si WTCC gelang ihm in 2:12,506 Minuten die sechstschnellste Zeit. Zudem profitiert er von der Strafversetzung Robert Huffs (GBR), der in der Startaufstellung vom vierten auf den 14. Rang zurückgesetzt wird. Der Chevrolet-Fahrer tritt nach einem Unfall in Puebla mit einem komplett neuen Auto an.

Auch Zanardis Teamkollege Duncan Huisman (NLD) rückt aufgrund von Huffs Strafe einen Platz vor und wird Lauf eins vom zwölften Platz aufnehmen. Dirk Müller (Burbach) war hingegen unzufrieden mit seinem Abschneiden im Qualifying. Der Pilot vom BMW Team Germany blieb mit 65 Kilogramm Ballast 0,927 Sekunden hinter Tarquinis Bestzeit und hat vom 16. Startplatz eine Aufholjagd vor sich, will er im Kampf um die Weltmeisterschaft wertvolle Punkte aus Brünn mitnehmen.

SEAT-Pilot James Thompson (GBR), der die WM derzeit mit 49 Punkten anführt, erreichte lediglich den 20. Startplatz. Insbesondere Priaulx kann sich daher berechtigte Hoffnungen machen, die Spitzenposition in der Fahrerwertung zurückerobern zu können. Darüber hinaus streben die Piloten der Ländeteams ein gutes Gesamtergebnis an, um BMW auch in der Markenwertung wieder in Führung zu bringen. Lauf eins beginnt am Sonntag um 15.15 Uhr. Das zweite Rennen wird um 16.25 Uhr gestartet.

Rennkalender:
2. April - Monza (ITA), 30. April - Magny-Cours (FRA), 21. Mai - Brands Hatch (GBR), 4. Juni - Oschersleben (DEU), 2. Juli - Curitiba (BRA), 30. Juli - Puebla (MEX), 3. September - Brünn (CZE), 24. September - Istanbul (TUR), 8. Oktober - Valencia (ESP), 19. November - Macau (CHN).
Alt 04.09.2006, 09:46     #19
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WTCC - Läufe 13 & 14 - Brünn - Rennen

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2006
Läufe 13 & 14 - 02./03. September 2006 - Rennen


Jörg Müller gewinnt für BMW in Brünn -Priaulx wieder WM-Spitzenreiter.

Brünn (Tschechische Republik), 03. September 2006. Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany hat den 13. Lauf der World Touring Car Championship in Brünn gewonnen. An seinem 37. Geburtstag feierte der Routinier im ersten Lauf des Tages den Sieg vor BMW Team Italy-Spain Fahrer Alessandro Zanardi (ITA) und Yvan Muller (FRA/SEAT). Für Jörg Müller war es bereits der zweite Erfolg in diesem Jahr. Zanardi feierte als Zweiter sein bisher bestes Saisonergebnis.

Auch Andy Priaulx (GBR), der für das BMW Team UK antritt, konnte mit dem Wochenende auf dem "Automotodrom Brno" zufrieden sein: Nach Platz fünf im ersten Lauf gelang ihm im zweiten Rennen als Zweiter der Sprung aufs Podest. Damit sammelte der 32-Jährige an diesem Wochenende insgesamt zwölf WM-Punkte und setzte sich mit 58 Zählern wieder an die Spitze der Fahrerwertung. Den Sieg im zweiten Lauf sicherte sich Robert Huff (GBR/Chevrolet). Dritter wurde erneut Muller, der in der letzten Runde Zanardi von der Strecke geschoben hatte. Dank der starken Leistung aller drei BMW Länderteams hat BMW auch die Führung in der Markenwertung zurückerobert und führt mit 170 Punkten knapp vor SEAT (169).

Vor den Augen von 46 000 Zuschauern begann der erste Lauf turbulent: Bereits in der Formationsrunde hatte sich am Auto von Rickard Rydell (SWE) ein Motorenproblem angedeutet, das schließlich dazu führte, dass der SEAT-Pilot am Start stehen blieb. Vor allem im hinteren Feld sorgte diese Situation für Ungewissheit darüber, ob das Rennen überhaupt gestartet worden war. Beim Versuch, die Kollision mit Rydells Auto zu verhindern, stieß Duncan Huisman (NLD) vom BMW Team Italy-Spain mit Augusto Farfus (BRA) zusammen und fiel mit beschädigter Lenkung vom elften auf den 22. Rang zurück. An der Spitze legten derweil Jörg Müller und Zanardi mit guten Starts den Grundstein für ein erfolgreiches Rennen. Beide zogen an Polesitter Gabriele Tarquini (ITA/SEAT) vorbei. Jörg Müller übernahm die Führung, Zanardi folgte dicht hinter seinem Markenkollegen. Das Duo leistete sich im Verlauf der zehn Rennrunden keine Fehler und verteidigte die BMW Doppelführung bis ins Ziel.

Priaulx überholte am Start zunächst Jordi Gené (ESP) und griff anschließend Tarquini an. Es kam zur Kollision, woraufhin sich der SEAT-Fahrer von der Strecke drehte. Priaulx konnte die gerade gewonnene dritte Position allerdings nicht lange halten. Der amtierende Weltmeister musste Muller und wenig später auch Gené passieren lassen. Er kam als Fünfter ins Ziel. Eine gelungene Aufholjagd zeigte Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Germany: Der 30-Jährige verbesserte sich schon am Start auf Platz acht. Lange sah es so aus, als könne sich der BMW Werksfahrer die Poleposition für Lauf zwei sichern. In der neunten Runde musste er jedoch Chevrolet-Pilot Robert Huff (GBR) passieren lassen und sah als Neunter die Zielflagge. Huisman belegte den 18. Platz.

Priaulx und Jörg Müller waren die großen Gewinner des Starts in Lauf zwei. Vom vierten Startplatz passierte Priaulx sowohl Tom Coronel (NLD) als auch Yvan Muller. Dahinter rückte Jörg Müller vom achten auf den vierten Platz nach vorn. In den folgenden Runden startete auch Zanardi seinen Angriff auf die Spitzenplätze. Nach Überholmanövern gegen Coronel und Muller profitierte er in der vierten Runde vom Pech Jörg Müllers, der beim Versuch, an Alain Menu (SUI) vorbeizugehen, kurzzeitig von der Strecke abgekommen war. Der Sieger des ersten Rennens reihte sich als Fünfter wieder ein, Zanardi übernahm die dritte Position.

Dahinter machte Dirk Müller Boden gut und griff früh den auf Rang sechs fahrenden Gené an. Im neunten Umlauf gelang es ihm schließlich, den SEAT-Piloten zu überholen. In der letzten Runde ging es für den WM-Zweiten des Vorjahres einen weiteren Platz nach vorn, als Muller Zanardi beim Überholversuch abschoss und das Rennen des 39-Jährigen auf diese Weise vorzeitig beendete. Davon profitierte Jörg Müller, der Vierter wurde. Vom 18. Startrang schob sich Huisman Platz und Platz nach vorn und überquerte die Ziellinie als Neunter. Erneut schrammte er nur knapp an WM-Punkten vorbei. Priaulx beging als Zweiter indes keine Fehler und behauptete diese Position bis ins Ziel.

Reaktionen:
Jörg Müller (BMW Team Germany):

"Eigentlich ist es nicht so schön, ein Jahr älter zu werden. Aber der Sieg im ersten Rennen hat meinen Geburtstag dennoch zu einem rundum schönen Tag werden lassen. Mein Auto hat das gesamte Wochenende perfekt funktioniert, und die Balance hat auch im Rennen gepasst. Mit dem Reifenverschleiß hatte ich keine Probleme. Im zweiten Lauf war es ein enger Kampf mit Alessandro und Yvan Muller. Es tut mir leid, dass Alex ausgeschieden ist. Ich konnte mich dadurch aber noch auf Platz vier verbessern und noch mehr Punkte mitnehmen. Wer weiß, was in der Meisterschaft noch alles passieren kann. Es gibt sechs bis acht Fahrer, die noch Weltmeister werden können."

Andy Priaulx (BMW Team UK):
"Ich habe nicht erwartet, dass es mit 60 Kilogramm Zusatzgewicht so gut für mich laufen würde. Das Team hat nicht nur an diesem Wochenende, sondern auch in der Zeit nach den Läufen in Puebla hart gearbeitet und sich diesen Erfolg verdient. Schon mit Rang fünf im ersten Rennen war ich recht zufrieden. Robert Huff ist dann im zweiten Lauf vor mir stark gefahren. Ich habe deshalb nichts riskiert, um den zweiten Platz sicher nach Hause zu bringen. Schließlich muss ich die Meisterschaft im Auge behalten. Ich liege nun wieder in Führung. Das ist für ein sehr gutes Ergebnis."

Alessandro Zanardi (BMW Team Italy-Spain):
"Ich freue mich sehr über diesen zweiten Platz. Zunächst erschien es mir so, als hätte ich Jörg im Verlauf des ersten Rennens noch mehr entgegenzusetzen. Dann wurden jedoch meine Reifen immer schlechter. Jörg war schneller als ich, und ich beging hier und dort einen Fehler. Also konnte er etwas davonziehen. Dennoch ist Platz zwei ein tolles Ergebnis für das BMW Team Italy-Spain. Zum Zwischenfall mit Yvan Muller in Lauf zwei kann ich nur sagen, dass es Ansichtssache ist. Ich denke, die Stewards werden noch darüber zu reden haben. Für mich war die Situation jedoch eindeutig."

Geändert von Albert (04.09.2006 um 09:49 Uhr)
Alt 19.09.2006, 19:24     #20
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WTCC - Läufe 15 & 16 - Istanbul - Vorschau

Läufe 15 & 16 – 23./24. September 2006 – Vorschau

BMW und Andy Priaulx reisen als WM-Führende in die Türkei.

München, 18. September 2006. In der Türkei starten die BMW Länderteams in den letzten Saisonabschnitt der FIA World Touring Car Championship (WTCC). Auf dem modernen „Istanbul Speed Park“ trägt die Serie am kommenden Wochenende die Läufe 15 und 16 aus. Nach den erfolgreichen Rennen in Brünn steht BMW am Bosporus vor der Aufgabe, die Führung in der Herstellerwertung zu verteidigen. Auch bei den Fahrern lautet das Ziel, den Spitzenplatz in der Weltmeisterschaft zu festigen: Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK hat 58 Punkte auf dem Konto und damit neun Zähler Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger, SEAT-Pilot James Thompson (GBR).

Im vergangenen Jahr feierte die vom deutschen Architekten Hermann Tilke entworfene Strecke ihre Motorsport-Premiere. Im August machte die FIA Formel-1-Weltmeisterschaft bereits zum zweiten Mal in der Türkei Station. Auch für die WTCC ist es der zweite Auftritt in Istanbul. Die Rennen der vergangenen Saison hat vor allem Priaulx in guter Erinnerung. Der 32-Jährige übernahm 2005 nach den Läufen auf dem 5,333 Kilometer langen Kurs die Gesamtführung in der Fahrerwertung – und wurde schließlich Tourenwagen-Weltmeister.

Allerdings bringt der Spitzenplatz in der WM für Priaulx auch einen „gewichtigen“ Nachteil mit sich: Er nimmt in Istanbul den maximalen Ballast von 80 Kilogramm mit an Bord seines BMW 320si WTCC und ist damit schwerer unterwegs als jeder andere Fahrer im Feld. Zugleich ist der Titelverteidiger von der Kanalinsel Guernsey der erste Pilot in diesem Jahr, der bereits zum zweiten Mal mit dem höchstmöglichen Zusatzgewicht an den Start gehen muss.

Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Germany muss nach seinem Sieg in Brünn ebenfalls ein hohes Handicapgewicht von 70 Kilogramm zuladen. Sein Teamkollege Dirk Müller (Burbach) und BMW Team Italy-Spain Fahrer Alessandro Zanardi (ITA) gehen mit 55 bzw. 5 Kilogramm in die beiden Sprintrennen. Lediglich Duncan Huisman (NLD), ebenfalls für das BMW Team Italy-Spain am Start, tritt ohne Ballast an.


Andy Priaulx (BMW Team UK):
„Istanbul ist eine sehr schöne Motorsportanlage und eine fantastische Rennstrecke. Der Kurs hat sich im vergangenen Jahr als sehr anspruchsvoll erwiesen. Es ist dort äußerst schwierig, die richtige Balance zu finden. Das gilt vor allem für die lang gezogene Kurve 8. Diese Linkskurve ist besonders anspruchsvoll, das Auto muss dort perfekt funktionieren. Darüber hinaus ist es eine Strecke, auf der es einige heftige Bremspunkte zu bewältigen gilt. Ich bin mir nicht so sicher, Istanbul auch als Meisterschafts-Führender verlassen zu können. Ich muss schon ein wirklich gutes Qualifying hinlegen, um im ersten Rennen unter die Top-Acht zu kommen. 80 Kilogramm Zusatzgewicht lassen sich einfach nicht kompensieren. Man kann es mit einer Fahrt in einem Formelauto vergleichen, bei dem der Frontflügel abgebrochen ist. Das Maximalgewicht ist schlichtweg zu hoch.“

Historie und Hintergrund:
Bereits im zweiten Jahr nach seiner Eröffnung zählt der „Istanbul Speed Park“ zum festen Bestandteil des Rennkalenders der FIA World Touring Car Championship. In der vergangenen Saison trug die WTCC auf dem damals neu erbauten Kurs zwei Meisterschaftsrennen aus.

Für fast alle Fahrer der BMW Länderteams ist der Rundkurs daher eine bekannte Größe. Lediglich Huisman war bei der Streckenpremiere noch nicht am Start. Zanardi und Priaulx feierten 2005 mit ihren dritten Rängen jeweils eine Podiumsplatzierung und waren damit die erfolgreichsten Piloten in den Reihen der BMW Teams.

Die 5,333 Kilometer lange Strecke liegt im asiatischen Teil der türkischen Metropole. Wie auch für die in den vergangenen Jahren neu entstandenen Formel-1-Kurse in Bahrain und China zeichnete der deutsche Rennstrecken-Architekt Hermann Tilke für dieses Projekt verantwortlich. Entstanden ist eine der modernsten Motorsportanlagen der Welt, deren Architektur auch landestypische Elemente ausweist. Am 27. August bestritt das BMW Sauber F1 Team an gleicher Stelle den 14. Lauf der diesjährigen Formel-1-Saison.

Auffallend ist neben den beträchtlichen Höhenunterschieden der einzelnen Streckenabschnitte auch die Breite der Fahrbahn. Sie reicht von 12,5 bis 21,5 Meter und bietet den Fahrern mehrere Überholmöglichkeiten. Besonders herausfordernd ist Kurve 8, die nicht weniger als vier verschiedene Scheitelpunkte aufweist. Hier ist hohe Konzentration gefragt, denn der kleinste Fehler in dieser Passage kostet Zeit.

Istanbul liegt an der Meerenge zwischen dem Schwarzen und dem Marmarameer ist die einzige Stadt der Welt, die sich über zwei Kontinente – Asien und Europa – erstreckt.

Die Stadtgrenzen umfassen eine Fläche von1.538,77 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl stieg von 680.000 im Jahr 1927 auf 2,5 Millionen 1975. Bis heute hat sich die Bevölkerungszahl auf rund zehn Millionen Bewohner noch einmal vervierfacht. Rund ein Drittel davon lebt auf der asiatischen Seite. Die Hauptstadt der Türkei und das Zentrum des politischen Lebens des Landes ist dennoch Ankara.

Erst seit dem 28. März 1930 trägt die Stadt den Namen Istanbul. Kemal Atatürk, Gründungsvaters der modernen Türkei, ließ das ehemalige Konstantinopel umbenennen. Das Gründungsdatum der Stadt fällt in das Jahr 658 vor Christus. In der Antike war Istanbul als griechische Siedlung Byzanz bekannt. Heute zeugen die über 500 Kuppeln und Minarette der Moscheen und zahlreiche christliche Sehenswürdigkeiten wie die „Hagia Sophia“ von der bewegten Vergangenheit Istanbuls.

Die beiden WTCC-Rennen werden jeweils über zehn Runden ausgetragen. Dies entspricht einer Gesamtdistanz von 53,33 Kilometern. Der erste Lauf beginnt am Sonntag um 15.10 Uhr Ortszeit (14.10 Uhr MESZ), Rennen zwei startet um 16.20 Uhr (15.20 Uhr MESZ).

Zahlen und Fakten:

Strecke / Datum - Istanbul Speed Park / 24. September 2006

Runde / Distanz - 5,333 km/53,33 km (10 Runden)

Sieger 2005 - Rennen 1: Fabrizio Giovanardi (Alfa Romeo), Rennen 2: Gabriele Tarquini (Alfa Romeo)

Poleposition 2005 - Gabriele Tarquini (Alfa Romeo), 2:04,525 Minuten

Schnellste Runde 2005 - Rennen 1: James Thompson, 2:05,942 Minuten, Rennen 2: Gabriele Tarquini, 2:05,771 Minuten

Rennkalender:
2. April – Monza (ITA), 30. April – Magny-Cours (FRA), 21. Mai – Brands Hatch (GBR), 4. Juni – Oschersleben (DEU), 2. Juli – Curitiba (BRA), 30. Juli – Puebla (MEX), 3. September – Brünn (CZE), 24. September – Istanbul (TUR), 8. Oktober – Valencia (ESP), 19. November – Macau (CHN).
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