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Alt 05.08.2006, 10:38     #51
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BMW Sauber F1 Team - GP Ungarn - Training

Wetter: Bewölkt, 20°C Luft, 27-29°C Asphalt

Budapest (HUN). Die BMW Sauber F1 Team Piloten Nick Heidfeld und Robert Kubica, der in Ungarn sein erstes Formel-1-Rennen bestreiten wird, belegten im zweiten freien Training in Budapest die Plätze neun und zehn. Zum ersten Training war die Strecke noch nicht komplett trocken gewesen, keiner der beiden war eine Runde gefahren. Zum ersten Mal hat das BMW Sauber F1 Team am Freitag kein drittes Fahrzeug eingesetzt.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
1. Training: nicht gefahren / 2. Training: 9., 1.23,934 min

Das Gripniveau war sehr niedrig, was natürlich mit den Temperaturen und dem Regen zusammenhängt. Die Strecke ist erheblich kühler als jeder erwartet hat. Das war heute das Problem bezüglich der Abstimmung und Balance des Autos. Bei meiner zweiten Ausfahrt heute Nachmittag bin ich weniger gefahren als ursprünglich geplant, weil wir zwischendurch eine Abstimmungsänderung gemacht haben, die doch recht viel Zeit in Anspruch genommen hat.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
1. Training: nicht gefahren / 2. Training: 10., 1.24,106 min

Das war kein Freitag, wie ich ihn gewohnt bin. Die Strecke ist mir nicht sehr vertraut, ich bin hier nur einmal vor fünf Jahren gefahren. Ich bin nur fünf fliegende Runden gefahren, von daher war es nicht einfach. Im morgigen freien Training werden wir mehr fahren. Der Kurs ist sehr wellig und bietet sehr wenig Haftung. Die Balance des Autos war okay. Ein paar Dinge sind noch zu verbessern, aber wir wissen, was wir zu tun haben.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
In der ersten Sitzung trocknete die Strecke sukzessive ab. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Fahrzeugabstimmung auf den Nachmittag zu verlegen. Das hat bei beiden Fahrzeugen problemlos funktioniert. Nick und Robert haben jeweils mehrere Runden am Stück fahren können und damit die nötigen Aussagen zu den Reifen geliefert. Robert hat wie erwartet den Einstieg in das Rennwochenende gut und fehlerfrei bewältigt.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Aufgrund der unerwartet niedrigen Fahrbahntemperaturen war das ein prinzipiell schwieriges Training. Wir haben uns darauf konzentriert, eine Basisabstimmung zu erarbeiten und sind auch erst am Nachmittag gefahren, als die Streckenbedingungen etwas besser waren. Die Hauptarbeit für die Abstimmung wird morgen erfolgen. Wir gehen davon aus, dass es wärmer wird und dann auch mehr Gummi auf dem Asphalt liegt.
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Alt 05.08.2006, 18:03     #52
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BMW Sauber F1 Team - GP Ungarn - Qualifikation

Wetter: bedeckt, 23-24°C Luft, 33-35°C Asphalt

Budapest (HUN). Von den Startplätzen neun und zehn für Robert Kubica und Nick Heidfeld sind die Punkteränge beim Großen Preis von Ungarn in Reichweite. Beide Piloten des BMW Sauber F1 Teams profitieren von der Rückstufung von Konkurrenten.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
Qualifying: 10., 1.22,049 min (3. Training: 3., 1.21,806 min)

Ich kenne unser Potenzial und denke, das Ergebnis entspricht ihm. Ich war wirklich überrascht, dass ich schneller war als Nick. Das ist nicht einfach. Im dritten Qualifying habe ich jemanden gesehen, der eine gelbe Flagge schwenkte. Es war kein Streckenposten, aber das habe ich erst später gesehen. Ich bin vom Gas gegangen, von daher war mein erster Sektor nicht sehr gut. Auf jeden Fall war der Abstand zum nächsten Platz zu groß. Aber Fahrer vor uns mögen auch andere Rennstrategien haben. Das Rennen wird hart für mich, aber ich bin recht zuversichtlich. Ich will morgen ein gutes Rennen fahren. Ich bin sehr selbstkritisch. Wenn ich morgen mit mir zufrieden bin, dann war es ein gutes Rennen.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86
Qualifying: 11., 1.20,623 min (3. Training: 20., 1.25,597 min)

Ich bin etwas enttäuscht. Robert hat gezeigt, dass es heute noch etwas schneller gegangen wäre. Auch wenn es zum Top-Ten-Qualifying nur gereicht hat, weil Fernando Alonso und Michael Schumacher Zeitstrafen bekommen haben. Bei meiner ersten Runde hat mich Felipe Massa behindert. In der zweiten Viertelstunde war die Balance meines Autos auf der ersten Runde gut. Dann hat die Strecke mehr Grip geboten, und den konnte ich leider nicht richtig nutzen. Unter diesen veränderten Bedingungen hat die Balance einfach nicht mehr gepasst. Jetzt schauen wir mal, was im Rennen geht. Auf jeden Fall haben wir die richtigen Reifen ausgesucht.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das Qualifying war erfreulich für uns. Wir haben wieder Boden gut gemacht, und angesichts der Rennstrategie sind wir mit den Startplätzen neun und zehn sehr zufrieden. Bei Nick hat die schnelle Runde im zweiten Qualifying nicht perfekt gepasst. Robert hat einen sehr guten Einstand hingelegt und ist mit der richtigen Mischung aus Angriffslust und Übersicht zu Werke gegangen.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Wir haben recht gute Ausgangspositionen für das Rennen und fühlen uns auch gut vorbereitet. Robert hat sein erstes Formel-1-Qualifying problemlos gemeistert. Nick hat etwas stärker darunter gelitten, dass sich das Handling bei zunehmendem Grip stärker als erwartet verändert hat. Insgesamt hat keiner der beiden eine perfekte Runde gehabt.
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Alt 06.08.2006, 20:24     #53
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BMW Sauber F1 Team - GP Ungarn - Rennen

Wetter: Regen bis 13 Uhr, dann abtrocknend, 17-22°C Luft, 20-27°C Asphalt

Budapest (HUN). Im 13. Rennen der ersten Saison feierte das BMW Sauber F1 Team den ersten Podiumsplatz. Nick Heidfeld fuhr beim Großen Preis von Ungarn in Budapest auf Platz drei. F1-Debütant Robert Kubica brachte seinen BMW Sauber F1.06 nach einem spektakulären Rennen als Siebter ins Ziel. Damit hat das BMW Sauber F1 Team Rang fünf im Zwischenstand der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft von Toyota zurückerobert.

Nick Heidfeld: 3.
BMW Sauber F1.06-02/BMW P86

Das ist ein phantastischer Tag! Nicht nur für mich, sondern auch für das gesamte Team. Speziell, weil wir bei den letzten beiden Rennen etwas im Tief waren. Es ist auch toll, dass wir mit dem zweiten Auto ebenfalls in den Punkten gelandet sind. Dieses Ergebnis ist eine riesige Motivation für uns alle. Mein Rennen lief insgesamt gut. Ich musste vorsichtig mit den Reifen sein, damit sie nicht überhitzen, aber das ging heute sicher den meisten so. Die Boxencrew hat einen tollen Job gemacht. Sie hat mich an Coulthard vorbeigebracht und letztlich den Podiumsplatz ermöglicht. Ich hatte zwei Schrecksekunden: Eine früh im Rennen, als ich über Kies fuhr, der auf der Strecke lag und dann noch eine später, als ich Michael Schumacher überholt habe. Er hat mein Heck getroffen und dabei seine Aufhängung kaputt gemacht. Danach war bei mir die Lenkung beschädigt, aber ich wusste, dass ich es schaffen kann.

Robert Kubica: 7.
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86

Mein Start war sehr gut, aber dann habe ich ganz schön mit den Bedingungen gekämpft, weil ich wenig Erfahrung mit der Traktionskontrolle und anderen Einstellungen habe. In Runde zwei habe ich in der Schikane einen Fehler gemacht, als ich auf die weiße Linie kam und mich gedreht habe. Später habe ich dann noch einen Fehler gemacht und bin an die Streckenbegrenzung angeschlagen. Deswegen mussten wir unsere Boxenstopp-Strategie ändern, und ich habe das Rennen auf Intermediates beendet. Die waren verschlissen, und deswegen war ich so langsam. Das Ergebnis ist gut, aber meine fahrerische Leistung heute war es nicht. Ich habe zu viele Fehler gemacht.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Wir freuen uns natürlich riesig über den ersten Podestplatz mit unserem neuen Team. Nick hat bei diesen extrem schwierigen Bedingungen ein phantastisches Rennen gezeigt und seinen Platz auf dem Podest vollauf verdient. Und Robert hat in seinem ersten Formel-1-Rennen auf Anhieb zwei Punkte geholt. Anfangs war das Parkett für ihn noch etwas zu glatt. Dieses Resultat gibt uns unglaublich Auftrieb für den Rest der Saison. Ein großes Dankeschön geht an das ganze Team, nicht nur hier an der Strecke, sondern auch an die Kollegen in München und Hinwil.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Das ist ein glänzendes Ergebnis nach einem sehr abwechslungsreichen Rennen unter schwierigen Bedingungen. Als Robert mit der kaputten Nase zur Box kamen, mussten wir die Strategie ändern. Es war zu früh für Trockenreifen. Wir waren uns des Risikos bewusst, ihn auf Intermediates zu lassen, aber ein weiterer Stopp hätte uns mindestens einen Platz gekostet. Pace und Performance von Robert waren unter diesen schwierigen Bedingungen für sein erstes F1-Rennen sehr gut. Er war auch kämpferisch unterwegs. Bei Nick konnten wir die Strategie wie geplant umsetzen. Er ist ein fehlerfreies Rennen gefahren und hat bei seinem zweiten Stopp Trockenreifen bekommen. Er hat keine Gelegenheit ausgelassen, sich nach vorn zu kämpfen, um schließlich einen Podiumsplatz herauszufahren.
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Alt 18.08.2006, 12:45     #54
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BMW Sauber F1 Team - GP Türkei - Vorschau

München/Hinwil, 18. August 2006. Nach einer kurzen und testfreien Verschnaufpause startet das BMW Sauber F1 Team am 27. August zum 14. von 18 Läufen zur FIA Formel-1-Weltmeisterschaft. Der Große Preis der Türkei debütierte 2005 im Formel-1-Kalender, in der aktuellen Saison bildet er das vorletzte Europarennen der Königsklasse.

Die moderne Berg- und Talbahn auf der asiatischen Seite der Millionen-Metropole Istanbul stellt nicht nur fahrerisch und technisch hohe Ansprüche, das Rennen ist auch für die Logistiker eine Herausforderung: Nie legen die Trucks und Motorhomes eine größere Strecke zurück. Bei noch weiter von Zentraleuropa entfernten Grands Prix bleiben sie zuhause, dann reist das Equipment per Luftfracht.

Nick Heidfeld:
„Zum Großen Preis der Türkei fällt mir als erstes das Verkehrschaos ein, durch das man muss, wenn man von der Rennstrecke in die Stadt will und umgekehrt. Im vergangenen Jahr hatte ich mir ein Wohnmobil gemietet, um an der Strecke schlafen zu können. Die Stadt Istanbul ist allerdings sehr schön und deswegen reizvoll.

Auf dieser neuen Strecke ist Überholen möglich. Das ist positiv. Es gibt eine extrem lange Gerade und eine sehr schnelle und schwierige Kurve mit mehreren Scheitelpunkten. Das ist die Kurve 8, auf die ich mich besonders freue. Von langsamen bis schnellen Kurven ist in Istanbul alles vorhanden. Mein dritter Platz in Ungarn war ein super Ergebnis für unser junges Team. Ich hoffe, wir schneiden auch in Istanbul gut ab.“

Robert Kubica:
„Ich freue mich natürlich sehr auf mein zweites Formel-1-Rennen. Nach dem Großen Preis von Ungarn war ich nicht sehr glücklich mit meiner fahrerischen Leistung, weil ich Fehler gemacht habe. Andererseits haben unter den herrschenden Bedingungen auch andere Fehler gemacht, und es gab auch Situationen, in denen ich gut gefahren bin. Auf jeden Fall habe ich in Ungarn eine Menge gelernt, und das wird mir beim nächsten Grand Prix helfen. Ich bin noch nie in Istanbul gefahren, ich war überhaupt noch nie dort. Das Vorjahresrennen habe ich im Fernsehen verfolgt. Die Streckenführung hat mir gefallen, weil sie Überholmöglichkeiten bietet, was für gute Rennen sorgt.

Ich habe den Eindruck, dass das Interesse an der Formel 1 in der Türkei ähnlich zunimmt wie das jetzt in Polen der Fall ist. Die Dinge ändern sich, sobald die Leute ein echtes Verhältnis zu unserem Sport bekommen. Sei es durch einen Grand Prix oder durch einen Fahrer.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Der dritte Platz von Nick in Ungarn hat uns ungeheuren Auftrieb gegeben. Podiumsplätze hatten wir erst für nächstes Jahr auf der Rechnung. Das Resultat ändert allerdings nichts an unserer Zielrichtung: systematischer Aufbau des Teams und Weiterentwicklung des Autos. Mit diesem Programm wollen wir auch im letzten Drittel der Saison in das Top-Ten-Qualifying vorstoßen und im Rennen Punkte sammeln.

Der Große Preis der Türkei hat sich mit dem gelungenen Debüt 2005 einen festen Platz im Formel-1-Kalender verdient. Die Anlage und die Streckenführung sind hervorragend. In diesem Schmelztiegel der Kulturen aus Tradition und Moderne wurde die Formel 1 als willkommener Impuls begrüßt.

Im vergangenen Jahr hatten wir alle mit einem Hitzerennen und entsprechend hohen Belastungen für Mensch und Maschine gerechnet. Doch die Temperaturen waren moderat. Es bleibt abzuwarten, ob thermische Belastungen 2006 ein akutes Thema werden.“

Willy Rampf, Technischer Direktor:
„Der Istanbul Park hat bei der Premiere im letzten Jahr von den Piloten viel Lob erhalten. Er bietet eigentlich alles, was eine gute Rennstrecke ausmacht: Am Anfang und gegen Ende der Runde weist er langsame Passagen auf, wo gute Traktion gefragt ist, dann gibt es aber auch die berüchtigte Kurve 8, die aus vier Abschnitten besteht, jedoch in einer Linie mit rund 250 km/h gefahren wird. Hier benötigt man viel Abtrieb und eine optimale Stabilität. Weil in Istanbul, genau wie in Imola und Interlagos, entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren wird, und auch die Kurve 8 eine Linkskurve ist, ist sie für die Piloten physisch sehr anspruchsvoll.

Mit seinen markanten Steigungen und Gefällen erinnert der Istanbul Park ein wenig an Spa-Francorchamps. Wegen der langen Geraden und der Bergaufpassagen ist eine sehr gute aerodynamische Effizienz besonders wichtig. Dieser Aspekt hat durch die Umstellung auf V8-Motoren noch zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Wer über eine gute Höchstgeschwindigkeit verfügt, kann hier überholen.

Recht delikat wird die Reifenwahl. Wegen der sehr hohen Belastung in Kurve 8 verwendet man vergleichsweise harte Mischungen. Die Einschätzung der Außentemperaturen ist nicht einfach. Vor einem Jahr hatten wir uns auf große Hitze eingestellt, die dann aber ausblieb. Diese Unsicherheit gibt es jetzt natürlich auch wieder.“


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum - Istanbul Park/27. August 2006

Startzeit (lokal/UTC) - 15:00 Uhr/12:00 Uhr

Runde/Renndistanz - 5,338 km/309,356 km (58 Runden)

Sieger 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes),1:24.34,454 Std

Poleposition 2005 - Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes),1.26,797 Min

Schnellste Runde 2005 - Juan Pablo Montoya (West McLaren Mercedes),1.24,770 min

Bestehender Rundenrekord - Juan Pablo Montoya (West McLaren Mercedes),1.24,770 Min (2005)

Das BMW Sauber F1 Team belegt nach 13 von 18 Rennen mit 26 Punkten Rang sechs der Konstrukteursweltmeisterschaft.

Historie und Hintergrund:
Der vom Aachener Architekten Herman Tilke entworfene Kurs ist eine Berg- und Talbahn mit sechs Rechts- und acht Linkskurven. Es wird entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren. Die Start- und Zielgerade ist 655,5 Meter lang. Die Anlage in Tuzla Tepeören auf der asiatischen Seite der Metropole am Bosporus bietet 130.000 Zuschauern Platz.

Istanbul umschließt den südlichen Bosporus und wird von ihm in ein westlich-europäisches und ein östlich-asiatisches Gebiet geteilt. Das Goldene Horn, eine nach Westen verlaufende Bosporusbucht, trennt den europäischen Teil in eine südlich, zwischen Marmarameer und Goldenem Horn liegende Halbinsel mit dem historischen Istanbul und die an das historische Galata anschließenden nördlichen Stadtteile.

Die Stadtgrenzen umfassen eine Fläche von1.538,77 Quadratkilometern. Die Metropolregion Istanbul hat eine Fläche von 5.220 Quadratkilometern. Die Einwohnerzahl Istanbuls stieg von 680.000 im Jahr 1927 auf 1,3 Millionen 1955. Im Jahr 1975 lebten in der Stadt 2,5 Millionen Menschen. Bis heute hat sich die Bevölkerungszahl auf rund zehn Millionen Bewohner vervierfacht. Rund ein Drittel davon lebt auf der asiatischen Seite.
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Alt 30.08.2006, 15:21     #55
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BMW Sauber F1 Team - GP Türkei - Training

Wetter: trocken und sonnig, 30-32°C Luft, 45-52°C Asphalt
Istanbul (TUR). Das BMW Sauber F1 Team war im Training zum Großen Preis der Türkei wieder in voller Personalstärke vertreten: Sebastian Vettel übernahm die Aufgabe des Test- und Ersatzfahrers neben den Einsatzpiloten Nick Heidfeld und Robert Kubica. Der 19-jährige Vettel ist der jüngste Fahrer, der je ein Formel-1-Fahrzeug an einem GP-Wochenende bewegt hat. Der Heppenheimer fuhr am Freitag in Istanbul die Tagesbestzeit.

Sebastian Vettel:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
1. Training: 8., 1.29,964 / 2. Training: 1., 1.28,091 min

Das Ergebnis überrascht mich selbst. Es war schon schwierig für mich. Ich kannte die Strecke nicht und hatte ja auch erst einen richtigen Formel-1-Test. Aber ich habe mich sehr wohl gefühlt und habe auch einige Informationen liefern können. Und es war toll! Was hier in den schnellen Kurven abgeht, das ist einfach unbeschreiblich. Im zweiten Training ging es dann erheblich schneller. Ich habe auch gleich am ersten Tag Bekanntschaft mit anderen Formel-1-Gebräuchen gemacht. Im ersten Training habe ich vergessen, den Speedlimiter in der Boxengasse zu drücken, was leider teuer wird. Und nach dem zweiten Training hat das Zufallsprinzip mich für die Doping-Kontrolle ausgewählt.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
1. Training: 7., 1.29,780 min / 2. Training: 27., 1.31,526 min

Ich fahre sehr gerne hier. Vor allem die Kurve acht ist eine wirklich tolle Kurve, auch mit den diesjährigen V8-Motoren. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass sie im Qualifying mit Vollgas geht. Manchmal verändern sich Streckenbeläge durch ihren ersten Winter stark und entwickeln Bodenwellen, aber der Kurs hier hat sich gegenüber 2005 kaum verändert.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 17., 1.30,502 min

Ich bin nicht viel gefahren, nur fünf gezeitete Runden. Immerhin habe ich eine Vorstellung von der nötigen Abstimmung und einen Eindruck von der Strecke bekommen. Morgen haben wir noch das dritte Training, um uns auf das Qualifying vorzubereiten. Die Strecke ist neu für mich. Ich mag sie und wäre gern ein paar mehr Runden gefahren.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein guter erster Trainingstag für unser Team mit einer tadellosen Vorstellung des erst 19-jährigen Sebastian Vettel, der hier zum ersten Mal zum Einsatz gekommen ist. Er hat sein gesamtes Programm fehlerfrei absolviert und damit die Basis für die Abstimmung der beiden Rennfahrzeuge gelegt. Dass er heute die schnellste Runde gedreht hat, stand nicht auf dem Programm, rundet aber seine hervorragende Leistung ab. Auch Nick und Robert haben ihr Programm wie geplant absolviert.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Es war ein problemloser Trainingstag. Wir haben uns heute auf die Abstimmung konzentriert und müssen jetzt bei unseren Maßnahmen auch die sich ändernden Streckenverhältnisse einbeziehen. Sebastian hat bei seiner Premiere als Freitagsfahrer sein Programm fehlerfrei abgearbeitet. Kompliment!
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Alt 30.08.2006, 15:22     #56
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BMW Sauber F1 Team - GP Türkei - Qualifikation

Wetter: trocken und sonnig, 33-34°C Luft, 47-53°C Asphalt
Istanbul (TUR). Zum vierten Mal gelang es dem BMW Sauber F1 Team, mit beiden Autos in das Top-Ten-Qualifying vorzustoßen. Nick Heidfeld fuhr in Istanbul die sechstschnellste Runde, Robert Kubica war Neuntschnellster. In Summe ist dies die bisher beste Qualifyingleistung des jungen BMW Sauber F1 Teams. Für die Startaufstellung rücken beide Fahrer noch um einen Platz auf, weil ein Konkurrent den Motor wechseln musste.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying: 6., 1.27,785 min (3. Training: 5., 1.28,151 min)

Ich bin erstaunt, dass es so gut lief. Unser guter Auftritt in Ungarn war aufgrund der Umstände schwer zu bewerten. Im Vergleich zu den Rennen davor ist die Steigerung gigantisch. Das zeigt auch, dass die Jungs in den Fabriken in der Sommerpause sehr gut gearbeitet haben. Wir haben hier erneut aerodynamische Verbesserungen zur Verfügung, unter anderem einen weiterentwickelten Frontflügel. Trotzdem bin ich vorsichtig und glaube, dass wir uns im Rennen etwas schwerer tun werden. Aber Punkte sind auf jeden Fall das Ziel.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
Qualifying: 9., 1.28,167 min (3. Training: 4., 1.27,964 min)

Mit beiden Autos in den Top-Ten zu sein, ist ein gutes Qualifying-Ergebnis. Wir hatten aber etwas Probleme mit der Balance. Heute Morgen war es Untersteuern, im Qualifying verwandelte sich das plötzlich in Übersteuern. Es schlug von einem Extrem ins andere um, die Autos waren leider wirklich schwierig zu fahren. Eine Runde ist mir aber ganz gut gelungen. Wir werden sehen, wie es morgen aussieht. Die Bedingungen ändern sich. Es wird mehr Gummiabrieb auf der Strecke liegen, und dann wird das Heck stabiler.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das war das beste Qualifyingergebnis, das unser junges Team bisher erreicht hat. Wir gehen morgen voraussichtlich von den Positionen fünf und acht ins Rennen, das sind hervorragende Ausgangspositionen. Nick hat in allen drei Durchgängen des Qualifyings eine sehr starke Vorstellung gezeigt. Auch Robert hat in seinem erst zweiten Formel-1-Qualifying überzeugt.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Das war ein sehr gutes und aufregendes Qualifying. Das Ergebnis ist eine schöne Bestätigung für beide Fahrer und die Qualität der Fahrzeugabstimmung. Der Istanbul Park ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, für die man beim Set-up den besten Kompromiss ausarbeiten muss. Dabei hat auch die gute Arbeit, die Sebastian Vettel bei seinem Debüt als Freitagsfahrer geleistet hat, einen Beitrag geleistet. Wir haben uns auf hohe Temperaturen beim Rennen vorbereitet, diesbezüglich sollten wir gut gerüstet sein. Wir freuen uns sehr darauf, von diesen viel versprechenden Positionen zu starten.
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Alt 30.08.2006, 15:23     #57
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BMW Sauber F1 Team - GP Türkei - Rennen

Wetter: trocken und sonnig, 36-37°C Luft, 42-53°C Asphalt
Istanbul (TUR). Die bisher besten Startplätze fünf und acht hatten auf Punkte hoffen lassen, aber im Rennen gingen beide BMW Sauber F1 Team Piloten leer aus: Im Fall von Robert Kubica bereute das Team die Reifenwahl, der Pole wurde Zwölfter. Nick Heidfeld war nach einer unverschuldeten Kollision in der ersten Runde chancenlos und kam beim Großen Preis der Türkei in Istanbul als 14. ins Ziel.

Robert Kubica: 12.
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86

Mein Start war recht gut, aber in der ersten Kurve musste ich gemeinsam mit Barrichello einen Bogen um Fisichellas Dreher machen und habe dabei einige Plätze verloren. Danach konnte ich ein paar Fahrer überholen, aber als das Safety Car auf die Strecke fuhr, haben wir Reifen gewechselt. Der erste und der zweite Stint waren nicht allzu schlecht, obwohl die Reifen zu stark gekörnt haben. Im letzten Stint hatte ich dann schon in der ersten Runde Graining, die Rundenzeiten waren viel zu schlecht. Es war unsere WahI, und es hat nicht funktioniert. Aber sobald die Reifen richtig arbeiteten, war es okay. Ich hatte ein paar gute Kämpfe, und das war für mein zweites Formel-1-Rennen in Ordnung.

Nick Heidfeld: 14.
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86

Ich hatte einen super Start. Gerade im direkten Vergleich zu Fisichella, und die Renault sind diesbezüglich ja gut. Auch die erste Kurve hatte ich innen gut erwischt, aber dann hat sich Fisichella um seine eigene Achse gedreht und mich mit seiner Front getroffen. Danach hat der Flügel unter meinem Auto geklemmt. Ich hatte entsprechend keinen Grip in der ersten Runde, und dabei wurde auch der Unterboden beschädigt. Der rechte Hinterreifen wiederum hat Schäden am Heckflügel verursacht. Die Balance war ruiniert, ich hatte keinen Grip mehr.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Wir hatten angesichts unserer Startpositionen zwei Plätze in den Punkterängen angepeilt. Insofern ist dieses Ergebnis sehr enttäuschend. Nick wurde in der ersten Kurve durch einen Dreher von Fisichella seines Frontflügels beraubt. Auf der Fahrt zurück in die Box wurde außerdem der Unterboden beschädigt. Sein Rennen war damit gelaufen. Bei Robert waren die Reifen der entscheidende Faktor. Wir haben hier etwas riskiert, und die Rechnung ging nicht auf. Vor allem sein dritter Satz kam erst gegen Rennende wieder aus der Graining-Phase heraus. Das hat ihn einen Platz in den Punkterängen gekostet.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Nick hatte nach der Kollision in der ersten Kurve keine Chance mehr auf eine gute Platzierung. Der Frontflügel war kaputt, hinten rechts war der Reifen beschädigt, und auch der Unterboden hatte einiges abbekommen. Nick musste das Rennen mit einem entsprechend schlecht balancierten Auto zu Ende fahren. Er hat zweifellos das Beste aus der Situation gemacht. Robert hatte sich eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Dann haben wir in der Safety-Car-Phase Positionen verloren. Aber letztlich war der Grund für seine schlechten Rundenzeiten, dass unsere Entscheidung für die weichere Reifenmischung für Robert nicht richtig war.
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Alt 04.09.2006, 09:44     #58
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BMW Sauber F1 Team - GP Italien - Vorschau

Großer Preis von Italien.
8.-10. September 2006
15. von 18 WM-Läufen

Vorschau.

München/Hinwil, 1. September 2006. Die Formel 1 geht mit Vollgas ins Europa-Finale der Weltmeisterschaft 2006. Auf keiner Rennstrecke ist der Volllastanteil höher als im Königlichen Park von Monza, wo am 10. September der 15. von 18 WM-Läufen ausgetragen wird. Das BMW Sauber F1 Team tritt beim Großen Preis von Italien mit speziellen Aerodynamik-Entwicklungen an.

Das Team hat auf dem Hochgeschwindigkeitskurs bei Mailand ein dreitägiges Testprogramm mit den Stammfahrern Nick Heidfeld und Robert Kubica sowie mit dem jungen Sebastian Vettel absolviert. Vettel wird am Freitag in Monza erneut den dritten BMW Sauber F1.06 steuern.


Nick Heidfeld:
"Der Große Preis von Italien in Monza ist für mich aus verschiedenen Gründen ein außergewöhnlicher Grand Prix. Zunächst ist der Kurs im Königlichen Park eine der letzten echten Hochgeschwindigkeitsstrecken, auf der die Formel 1 noch fährt. Um den Speed zu veranschaulichen: Bei 360 km/h legt man innerhalb einer Sekunde 100 Meter zurück. Das heißt, wenn man eine halbe Sekunde zu spät dran ist, hat man den Bremspunkt für eine Kurve verpasst. Zweitens ist Italien Ferrari-Land, und die Tifosi sorgen immer für eine ganz besondere Stimmung. Drittens fährt man nirgendwo so hart über die Randsteine wie in Monza, und viertens gibt es Überholmöglichkeiten, was sowohl uns Fahrer als auch die Zuschauer freut."


Robert Kubica:
"Mein drittes Formel-1-Rennen werde ich auf einer Strecke fahren, die ich gut kenne und sehr mag. Wie immer werde ich am Wochenende intensiv mit den Ingenieuren arbeiten, aber diesmal können wir auch auf die Daten von unserem dreitägigen Test der vergangenen Woche sowie auf jene von unserem Test im Juni zurückgreifen. Ich habe viele Jahre in Italien gelebt, deshalb empfinde ich diesen Grand Prix als Heimrennen. Die Italiener lieben ihren Motorsport, und in diesem Land habe ich als 13-Jähriger begonnen, mein Handwerk zu lernen."


Sebastian Vettel:
"Ich freue mich absolut auf meinen zweiten Einsatz an einem GP-Wochenende. Beim Test habe ich die Strecke in Monza anfangs gar nicht gemocht. Ich fand es relativ schwierig, die Bremspunkte zu finden. Als das dann geklappt hat, hat sie mir immer besser gefallen. Einige Kurven sind toll, auch wenn es nicht ganz einfach ist, sie mit der Low-Downforce-Konfiguration richtig hinzubekommen. Ungewohnt war für mich auch, dass man so wild über die Randsteine räubern muss. Der Test so kurz vor dem GP-Wochenende macht meine Arbeit als Freitagsfahrer ein bisschen einfacher, weil frische Daten vorliegen. Aber für die Feinheiten und die Abstimmung auf die aktuellen Gegebenheiten und die Witterung wird meine Aufgabe trotzdem sehr wichtig sein."


Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
"Beim letzten Europarennen unserer Debütsaison hoffen wir, wieder Punkte einzufahren. Unsere Qualifyingleistung in Istanbul hat gezeigt, dass wir Fortschritte gemacht haben und dieses Ziel realistisch ist. Leider konnten wir unser Potenzial im Rennen nicht umsetzen, das streben wir in Monza an. Dort werden wir mit der gleichen Fahrerbesetzung wie in der Türkei an den Start gehen. Nick hat in Istanbul eine besonders starke Qualifyingleistung gezeigt, Robert hat in seinen beiden ersten F1-Rennen souveräne Vorstellungen abgeliefert, und Sebastian hat in der Türkei einen sehr guten Einstand gehabt.

Die Strecke im Königlichen Park ist die Hochgeschwindig¬keitsstrecke schlechthin und für Fahrer und Material gleichermaßen Respekt einflößend. Mit den V10-Motoren betrug der Volllastanteil 67 Prozent, mit dem schwächeren V8 haben wir beim Test 77 Prozent ermittelt."


Willy Rampf, Technischer Direktor:
"Weil Monza eine echte Hochgeschwindigkeitsstrecke ist, wird dort mit entsprechend wenig Abtrieb gefahren. Das bedeutet, dass man für den Kurs ein spezielles Aerodynamik-Paket entwickelt, das sonst nirgendwo verwendet wird. Dieses umfasst einen andern Front- und Heckflügel sowie mehrere Modifikationen an der Karosserie. Mit den V8-Motoren werden die Höchstgeschwindigkeiten natürlich etwas niedriger sein als in der Vergangenheit, aber man wird immer noch rund 340 km/h erreichen. Monza gehört zu den Strecken mit der höchsten Bremsbelastung, wobei die extremste Verzögerung beim Anbremsen auf die erste Schikane auftritt. Man erreicht hier Verzögerungswerte bis über 5g. Da dieser Streckenabschnitt auch einige Bodenwellen aufweist, ist eine Abstimmung mit hoher Bremsstabilität notwendig. Voraussetzung für eine schnelle Rundenzeit ist zudem, dass die Piloten in den Schikanen aggressiv über die Randsteine fahren können. Dies ist nur dann möglich, wenn das Fahrzeug diese Belastungen gut absorbiert und nicht aus der Balance gerät."


Zahlen und Fakten:

Strecke/Datum
Monza/10. September 2006
Startzeit (lokal/UTC)
14:00 Uhr/12:00 Uhr
Runde/Renndistanz
5,793 km/306,720 km (53 Runden)
Sieger 2005
Juan Pablo Montoya (West McLaren Mercedes), 1:14.28,659 Std
Poleposition 2005
Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1.20,878 Min
Schnellste Runde 2005
Kimi Räikkönen (West McLaren Mercedes), 1.21,504 Min
Bestehender Rundenrekord
Rubens Barrichello (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.21,046 Min (2004)




Historie und Hintergrund:
Vor allem zwei Merkmale zeichnen Monza aus: enorme Spitzengeschwindigkeiten und Tradition. Nirgendwo wurden mehr F1-Grands-Prix ausgetragen als in dem von hohen Mauern umgebenen Park. 2006 startet die Formel 1 dort zum 56. Mal. Lediglich ein GP Italien fand andernorts statt, 1980 in Imola. Die Rennstrecke wurde in ihrer langen Geschichte vielfach umgebaut. Überreste einer Steilwand sind stumme Zeugen ihrer frühen Zeit. Die Stadt Monza hat rund 120.000 Einwohner und liegt in der Provinz Mailand.

BMW Sauber F1 Team Pit Lane Park:
Beim Großen Preis von Italien hat das BMW Sauber F1 Team noch einmal den Pit Lane Park dabei. Er wird errichtet an der Arena Civica, Via Comizi di Lione 1 in Zentrumsnähe von Mailand. Die Entfernung zur Rennstrecke beträgt 16 Kilometer.

Der High-Tech-Themenpark mit Formel-1-Exponaten und interaktiven Computer-Animationen und -Features von Official Corporate Partner Intel hat am Freitag von 12:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr und Sonntag von 10:00 bis 19:00 Uhr.

Bei den zahlreichen Fahrdemonstrationen am Wochenende wird das F1-Fahrzeug vom deutschen BMW WTCC-Fahrer Jörg Müller bewegt. Den Formel BMW Rennwagen steuert Simona De Silvestro. Die 18-Jährige mit Schweizer und italienischer Staatsangehörigkeit fährt 2006 in der Formula BMW USA. Motorrad-Stuntrider Chris Pfeiffer wird das Publikum mit akrobatischen Vorstellungen auf seiner BMW F 800 S in Atem halten.

Der Zutritt zu dem 5400 Quadratmeter großen Park mit seiner 90 Meter langen Strecke ist kostenlos und für jeden möglich, soweit die Kapazität reicht. Für Medien gibt es eine Fast Lane.
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Alt 16.09.2006, 20:58     #59
Hermann   Hermann ist offline
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BMW Sauber F1 Team - GP Italien - Training

Monza (ITA). Der 19 Jahre junge Sebastian Vettel sorgte mit seinem BMW Sauber F1.06 am Freitag in Monza für die Tagesbestzeit. Auch die Stammfahrer Nick Heidfeld und Robert Kubica absolvierten die ersten beiden freien Trainings zum Großen Preis von Italien problemlos und mit erfreulichen Rundenzeiten.

Sebastian Vettel:
BMW Sauber F1.06-08/BMW P86
1. Training: 1., 1.23,263 min / 2. Training: 1., 1.22,631 min

Es war heute früh erst nicht ganz einfach für mich. Ich bin ja zwischenzeitlich wieder Formel 3 gefahren. Allerdings ist der Umstieg vom F3 in den Formel 1 einfacher als der Schritt zurück. Ich habe unheimlich Freude am Fahren. Das Auto ist phantastisch. Aber neben dem Spaß und einer guten Rundenzeit ist das Wichtigste an meiner Aufgabe, das Team und die beiden Rennfahrer mit Informationen zu versorgen.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
1. Training: keine gezeitete Runde / 2. Training: 7., 1.24,330 min

So weit so gut: Wir hatten keine Probleme, und die Reifen, die wir für Monza von Michelin bekommen haben, funktionieren anscheinend. Schon unser Test hier war gut, das Low-Downforce-Aero-Paket passt. Wir haben zwischen dem Test und dem GP-Wochenende noch ein paar Modifikationen vorgenommen und hier bislang nichts Unerwartetes erlebt.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
1. Training: 2., 1.23,745 min / 2. Training: 9., 1.24,813 min

Im ersten freien Training bin ich nur eine Hand voll Runden gefahren, um die Reifentemperatur zu checken und einen allgemeinen Funktionstest zu machen. Nachmittags bin ich mit demselben Reifensatz weitergefahren, und wir sind ziemlich optimistisch, dass die Reifen hier gut funktionieren. Wir haben Daten vom dritten Auto, aber es ist gut, dass ich auch ein bisschen gefahren bin und mich mit unserer Entscheidung sicher fühle. Freitags legt noch keiner die Karten auf den Tisch. Morgen werden wir sehen, wo wir landen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Es war ein guter Freitag für unser Team. Sebastian hat das Auto unter verschiedenen technischen Bedingungen bewegt und eine Menge Daten für die Rennabstimmung gesammelt. Das war der zweite Freitagseinsatz für Sebastian. Den hat er erneut souverän bewältigt. Dies zeigt, dass er trotz seines jungen Alters für diese Aufgabe gerüstet ist. Auch Nick und Robert waren recht zufrieden. Technisch gab es bei allen drei Fahrzeugen keine Probleme.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Nachdem vergangene Woche alle Teams hier ausgiebig getestet hatten, war die Abstimmung unserer Autos von Beginn an recht gut. Wir haben uns darauf konzentriert, die Balance weiter zu optimieren. Sebastian hat seine Aufgabe erneut sehr gut gelöst und viele Informationen und Daten geliefert, die uns helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Insgesamt war es für uns ein produktiver Tag und ein guter Start ins Rennwochenende.
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Alt 16.09.2006, 20:59     #60
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BMW Sauber F1 Team - GP Italien - Qualifikation

Wetter: trocken und sonnig, 28°C Luft, 41-42°C Asphalt

Monza (ITA). In Monza übertraf das BMW Sauber F1 Team seine erst vor 14 Tagen in Istanbul erzielte eigene Bestleistung im Qualifying: Nick Heidfeld erreichte auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Italien Platz drei. Robert Kubica wurde Siebter im spannenden Qualifying. Damit hat das junge Team in seinem ersten Jahr zum fünften Mal insgesamt und zum zweiten Mal hintereinander beide BMW Sauber F1.06 ins Top-Ten-Qualifying gebracht.

Nick Heidfeld:
BMW Sauber F1.06-04/BMW P86
Qualifying: 3., 1.21,653 min (3. Training: 2., 1.22,052 min)

Ich bin zwar ein bisschen überrascht über das gute Resultat, aber wir waren hier beim Test schon nicht schlecht, wobei Testergebnisse immer sehr schwer zu bewerten sind. Das Auto ist schnell, das sieht man auch an den Topspeed-Messungen. Wir können mittlerweile die gute Performance, die wir schon oft Samstagmorgen im dritten freien Training gezeigt haben, mittlerweile auch immer besser im Qualifying umsetzen. Und ich denke, das war heute auch meine persönlich beste Qualifying-Runde in der bisherigen Saison.

Robert Kubica:
BMW Sauber F1.06-05/BMW P86
Qualifying: 7., 1.22,258 min (3. Training: 4., 1.22,280 min)

Es war ein weiteres gutes Qualifying für uns. Ich bin bei meinen drei Einsätzen jetzt immer in das Top-Ten-Qualifying gefahren. Trotzdem habe ich meine letzte Runde leider versaut: Ich bin in der ersten Lesmo-Kurve über den Randstein gekommen, und dann mit schmutzigen Reifen in der zweiten Lesmo zu stark gerutscht. Aber ich bin insgesamt zuversichtlich: Wir haben eine gute Reifenwahl fürs Rennen getroffen.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das war ein klasse Qualifying für unser Team mit dem besten Ergebnis der bisherigen Saison. Mit Nick steht erstmals eines unserer Autos in der zweiten Startreihe. Bei ihm hat heute alles zusammengepasst. Robert hatte leider in seiner letzten schnellen Runde einen Fehler im zweiten Sektor, geht aber von Position sieben sehr aussichtsreich ins Rennen. Sehr erfreulich war, dass wir in den Qualifying-Durchgängen zwei und drei, also sowohl mit fast leerem Tank als auch mit Benzin an Bord, gleichermaßen gut unterwegs waren. Kompliment an das ganze Team vor Ort, aber natürlich auch in Hinwil und München.

Willy Rampf (Technischer Direktor):
Nach dem freien Training am Morgen waren wir zuversichtlich, beide Autos ins dritte Qualifying bringen zu können. Dass es gleich ein so tolles Resultat wurde, war dann aber schon eine Überraschung. Nick hat einen perfekten Job abgeliefert, und auch Robert hat eine starke Leistung gezeigt. Einen wichtigen Beitrag leistete zudem das gesamte Team, das seine Aufgabe mit höchster Präzision erledigt hat. Dieses ausgezeichnete Trainingsresultat zeigt, dass wir mittlerweile einen hohen Entwicklungsrhythmus haben, der es uns ermöglicht, auf dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke ein perfekt ausbalanciertes Low-Downforce-Aerodynamik-Paket einzusetzen. Das gesamte Team hat sich ein großes Kompliment verdient.
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