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Alt 27.09.2005, 07:18     #21
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WTCC - Läufe 17 und 18 - Valencia - Vorschau

Europa-Saison der Tourenwagen-WM endet in Spanien.

München, 26. September 2005. Am kommenden Wochenende verabschiedet sich die FIA World Touring Car Championship (WTCC) aus Europa. Die Läufe 17 und 18 der Serie finden auf dem "Circuit de la Comunitat Ricardo Tormo" nahe Valencia statt. Anschließend rüsten sich die BMW Länderteams für das Saisonfinale in Macau. Fahrer und Teamverantwortliche sind sich einig, dass die WM-Entscheidung erst in China fallen wird. Umso wichtiger ist es, sich bei den beiden Rennen in Spanien eine gute Ausgangsposition zu verschaffen.

In der Fahrerwertung haben sowohl Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK als auch BMW Team Deutschland Fahrer Dirk Müller (Burbach) alle Chancen, den ersten Weltmeistertitel im Tourenwagensport seit 1987 zu gewinnen. Priaulx führt die WM seit Istanbul mit 74 Punkten an, einen Zähler dahinter folgt Dirk Müller. Der schärfste Widersacher des BMW Duos ist Fabrizio Giovanardi (ITA), der für Alfa Romeo antritt. Er liegt derzeit mit 70 Punkten auf dem dritten Platz.

Wie Priaulx und Dirk Müller sieht auch Antonio Garcia (ESP) vom BMW Team Italy-Spain den Rennen in Valencia mit Spannung entgegen. "Es ist schön, dass die WM auch in meiner Heimat Spanien Station macht", sagt der 25-Jährige. "Rennen vor heimischer Kulisse sind immer etwas Besonderes. Grundsätzlich mag ich die Strecke sehr, obwohl es 2004 nicht so gut für uns lief. Aber auch Imola galt als Alfa-Terrain - und dort habe ich Ende Mai einen zweiten Platz erreicht."

Der 4,005 Kilometer lange "Circuit de la Comunitat" stellt die Fahrer vor eine Herausforderung. Langsame, mittelschnelle und schnelle Kurven bilden einen anspruchsvollen Mix, der keine Fahrfehler verzeiht. Bereits im Vorjahr war der Kurs Teil des EM-Rennkalenders, beide Siege gingen an Alfa-Romeo-Piloten. Im Verlauf der aktuellen FIA WTCC Saison hat sich allerdings mehr als einmal gezeigt, dass die Dominanz der Hersteller auf bestimmten Strecken nicht mehr so deutlich ausfällt wie in der Vergangenheit. Vielmehr beeinflusst die Verteilung der Zusatzgewichte das Kräfteverhältnis von Wochenende zu Wochenende.

Während Priaulx mit dem maximalen Ballast von 60 Kilogramm startet, geht Garcia am Wochenende mit lediglich 20 Kilogramm Zusatzgewicht auf die Strecke. Der Lokalmatador belegt mit 48 Punkten den siebten Platz in der Fahrerwertung. "Ich hätte mir gewünscht, in der WM zu diesem Zeitpunkt weiter vorne zu stehen", meint Garcia. "In dieser Saison bin ich häufig unverschuldet in Kollisionen verwickelt gewesen. Allein in Istanbul und Spa habe ich jeweils im zweiten Lauf viele Punkte verloren, was schade ist. An meiner Zielsetzung hat sich jedoch nichts geändert: Ich will 2005 ein Rennen gewinnen - am liebsten natürlich in Valencia."

Mit seinen WM-Punkten ist Garcia für BMW eine wichtige Stütze im Kampf um den Herstellertitel. Gleiches gilt auch für seinen Teamkollegen Alessandro Zanardi (ITA), der in Oschersleben sensationell einen Laufsieg feierte und in Istanbul einen weiteren Podestplatz folgen ließ. Vier Rennen vor dem Saisonende führt BMW die Herstellerwertung mit 215 Punkten vor Alfa Romeo (200) und SEAT (147) an.


WM-Stände nach 16 von 20 Rennen:

Fahrerwertung:
1. Andy Priaulx 74 Punkte, 2. Dirk Müller 73, 3. Fabrizio Giovanardi 70, 4. Gabriele Tarquini 55, 5. James Thompson 51, 6. Rickard Rydell 49, 7. Antonio Garcia 48, 8. Augusto Farfus jr. 47, 9. Jörg Müller 45, 10. Alessandro Zanardi 26

Herstellerwertung:
1. BMW 215 Punkte, 2. Alfa Romeo 200, 3. SEAT 147, 4. Chevrolet 54, 5. Ford 8

Zusatzgewichte der BMW Fahrer:
Andy Priaulx 60 Kilogramm (Maximalgewicht),
Dirk Müller 55,
Alessandro Zanardi 40,
Jörg Müller 30,
Antonio Garcia 20


Zeitplan:

Samstag, 01. Oktober 2005

09.00 - 09.30 Uhr 1. freies Training
12.35 - 13.05 Uhr 2. freies Training
15.40 - 16.10 Uhr Qualifying


Sonntag, 02. Oktober 2005

09.35 - 09.50 Uhr Warm-up
15.10 - 15.35 Uhr 1. Rennen - 13 Runden (52,1 km)
16.15 - 16.40 Uhr 2. Rennen - 13 Runden (52,1 km)


Der Fernsehsender Eurosport überträgt die Rennen der FIA WTCC sowie jedes Warm-up live. Das ZDF fasst jedes Rennwochenende sonntags in der "ZDF Sportreportage" zusammen.
Rennkalender FIA WTCC 2005

Datum Rennen

10. April: Monza, Italien
01. Mai: Magny-Cours, Frankreich
15. Mai: Silverstone, Großbritannien
29. Mai: Imola, Italien
26. Juni: Puebla, Mexiko
30. Juli: Spa-Francorchamps, Belgien
28. August:Oschersleben, Deutschland
18. September: Istanbul, Türkei
02. Oktober: Valencia, Spanien
20. November: Macau, China
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Alt 05.10.2005, 08:07     #22
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WTCC - Läufe 17 und 18 - Valencia - Qualifikation (01.10.2005)

Dirk Müller legt im Kampf um die Tourenwagen-Weltmeisterschaft vor.

Valencia (Spanien), 01. Oktober 2005. Dirk Müller (Burbach) hat sich im Qualifying zum 17. Lauf der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Valencia den dritten Startplatz gesichert. Auf dem "Circuit de la Comunitat Ricardo Tormo" gelang dem Fahrer vom BMW Team Deutschland Pilot kurz vor Ende des 30-minütigen Zeittrainings die persönliche Bestzeit von 1:43,277 Minuten. Damit wird der 29-Jährige hinter den beiden SEAT-Piloten Jordi Gene (ESP) und Peter Terting (DEU) aus der zweiten Reihe starten. In Istanbul hatte Dirk Müller vor knapp zwei Wochen die WM-Führung an seinen Markenkollegen Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK verloren. Für die beiden Rennen in Spanien hat er nun jedoch eine exzellente Ausgangsposition, um das Titelrennen weiter spannend zu halten.

"Ich hätte nicht gedacht, so weit vorne stehen zu können", sagte Dirk Müller, der in Valencia mit 55 Kilogramm Zusatzgewicht antritt. "Der Platz in der zweiten Reihe ist ein fantastisches Ergebnis. Meine direkten Rivalen in der Fahrer-WM stehen im Mittelfeld, diese Chance will ich nutzen. Am Ende kann jeder Punkt entscheidend sein. Das Handling meines Autos war sehr gut, und ich habe für morgen noch einige Veränderungen im Kopf. Ich denke, dass wir zwei spannende Rennen sehen werden, in denen hart gekämpft wird."

Priaulx, mit dem maximalen Ballast von 60 Kilogramm unterwegs, klagte nach dem Qualifying über starkes Untersteuern an seinem BMW 320i. Der amtierende Tourenwagen-Europameister kam so nicht über den 15. Platz hinaus. Allerdings rückt Priaulx in der Startaufstellung für das erste Rennen am Sonntag eine Position auf, da Tom Coronel (NLD) nach einem Motorwechsel an seinem SEAT zehn Plätze zurückversetzt wird. Der schärfste Verfolger der BMW Fahrer Dirk Müller und Priaulx im Titelrennen, der WM-Dritte Fabrizio Giovanardi (ITA), startet für Alfa Romeo von der zwölften Position.

Auch Jörg Müller (Hückelhoven) vom BMW Team Deutschland und Lokalmatador Antonio Garcia (ESP), der für das BMW Team Italy-Spain antritt, können sich Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis auf der 4,005 Kilometer langen Strecke machen. Jörg Müller belegte im Qualifying den siebten Platz. In seiner sechsten Runde kam der 35-Jährige kurzzeitig von der Strecke ab und musste außerplanmäßig die Box ansteuern. Kurz vor Schluss gelang ihm aber doch noch eine Zeitenverbesserung. Garcia startet als Neunter in den 17. WM-Lauf des Jahres. Sein Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) hat hingegen eine Aufholjagd vor sich, will er zum fünften Mal in Folge in die Punkteränge fahren. Der momentan Zehnte der Fahrerwertung nimmt das Rennen vom 20. Platz auf. Auch er profitierte von Coronels Strafe.
Bester BMW Privatfahrer war Carl Rosenblad (SWE), der sich im BMW 320i auf dem 17. Rang platzierte. Der Führende der Independents Trophy, Marc Hennerici (Mayen), ebenfalls auf BMW unterwegs, qualifizierte sich für den 25. Startplatz. Der erste Lauf wird am Sonntag um 15.15 Uhr gestartet. Rennen zwei an der spanischen Mittelmeerküste folgt um 16.20 Uhr.


Ergebnisse

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport
Nr. 42 - Jörg Müller (DEU) 7. - 1:43,487 Minuten
Nr. 43 - Dirk Müller (DEU) 3. - 1:43,277 Minuten

BMW Team UK - RBM
Nr. 1 - Andy Priaulx (GBR) 15. - 1:43,880 Minuten

BMW Team Italy-Spain - ROAL Motorsport
Nr. 4 - Alex Zanardi (ITA) 21. - 1:44,394 Minuten
Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP) 9.. - 1:43,599 Minuten


BMW Privatteams


Crawford Racing
- Nr. 28 - Carl Rosenblad (SWE) 17. - 1:44,145 Minuten

Proteam Motorsport
- Nr. 30 - Stefano d'Aste (ITA) 24. - 1:44,946 Minuten
- Nr. 31 - Giuseppe Ciro (ITA) 26. - 1:45,072 Minuten

Wiechers-Sport
- Nr. 32 - Marc Hennerici (DEU) 25. - 1:45,007 Minuten


Ergebnis: 1. Jordi Gene (ESP/SEAT) 1:42,778 Minuten, 2. Peter Terting (DEU/SEAT) +0,315 Sekunden, 3. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) +0,499, 4. Robert Huff (GBR/Chevrolet) +0,517, 5. Rickard Rydell (SWE/SEAT) +0,548, 6. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo) +0,583, 7. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) +0,709, 8. Gabriele Tarquini (ITA/Alfa Romeo) +0,820, 9. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) +0,821, 10. Nicola Larini (ITA/Chevrolet) +0,917, ...15. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +1,102, ...21. Alessandro Zanardi (ITA/BMW 320i) +1,616 - Priaulx und Zanardi rücken in der Startaufstellung um je einen Platz auf.
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Alt 05.10.2005, 08:09     #23
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WTCC - Läufe 17 und 18 - Valencia - Rennen (02.10.2005)

Jörg Müller siegt für BMW in Spanien - WM-Entscheidung fällt in Macau.

Valencia (Spanien), 02. Oktober 2005. Bei den Läufen 17 und 18 der FIA World Touring Car Championship (WTCC) in Valencia hat Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Deutschland die WM-Führung von seinem BMW Markenkollegen Andy Priaulx (GBR) zurückerobert. Als Zweiter stand der 29-Jährige nach dem ersten Lauf neben Sieger Jordi Gene (ESP) und dessen SEAT-Teamkollegen Peter Terting (DEU) auf dem Podest. Im zweiten Lauf verfehlte Dirk Müller mit Rang vier zwar das Treppchen, dennoch hatte das BMW Team Deutschland Grund zur Freude: Jörg Müller (Hückelhoven) feierte vor 52.000 Zuschauen seinen dritten Saisonsieg. Alfa-Romeo-Fahrer Fabrizio Giovanardi (ITA) und Priaulx vom BMW Team UK belegten die Plätze zwei und drei.

Im zweiten Rennen sicherten sich die Fahrer der BMW Länderteams fünf der ersten sechs Plätze. Alessandro Zanardi (ITA) vom BMW Team Italy-Spain wurde Fünfter. Zuvor war er im ersten Lauf sensationell vom 20. auf den achten Platz vorgefahren und hatte sich damit die Poleposition für Rennen zwei gesichert. Sein Teamkollege Antonio Garcia (ESP) sammelte als Sechster ebenfalls drei Zähler.

In der Fahrer-Weltmeisterschaft liegt Dirk Müller mit 86 Punkten einen WM-Zähler vor Priaulx an der Spitze. Auch Giovanardi kann sich vor den abschließenden Rennen der Saison in Macau mit 81 Punkten noch Hoffnungen auf den Gewinn des ersten WM-Titels seit 1987 machen. Bereits in Valencia lieferte sich dieses Trio packende Duelle, enger könnte die Ausgangslage im Titelkampf vor dem Saisonfinale in der ehemaligen portugiesischen Kronkolonie kaum sein. In der Herstellerwertung hat BMW seine Führung gegenüber Alfa Romeo ausgebaut. Die Münchner haben nach 18 von 20 Rennen 244 Punkte auf dem Konto, Alfa folgt mit 219 Zählern auf dem zweiten Platz. SEAT liegt in dieser Wertung auf dem dritten Platz (170).

Reaktionen:
Jörg Müller (BMW Team Deutschland):
"Ich bin sehr glücklich über meinen dritten Saisonsieg. Ich muss zugeben, dass es mir Giovanardi im zweiten Rennen sehr leicht gemacht hat. Hinter ihm wurde gekämpft, ich konnte mich absetzen. In Macau muss ich nun viel Gewicht mit an Bord nehmen. Auf dem Stadtkurs geht es ständig auf und ab, so dass sich diese Tatsache negativ auswirken wird. Aber dennoch: 2004 habe ich dort gewonnen - und dies ist auch in diesem Jahr mein Ziel."

Dirk Müller (BMW Team Deutschland): "Natürlich freue ich mich sehr, dass ich die Führung in der Weltmeisterschaft zurückerobert habe. Nun trete ich die Reise nach Macau mit einer zusätzlichen Motivation und mit großem Selbstvertrauen an. Im vergangenen Jahr hatte ich vor dem Saisonfinale zwölf Punkte Vorsprung und habe es nicht geschafft. Diesmal liege ich nur mit einem Punkt vorn - und werde es schaffen."

Andy Priaulx (BMW Team UK): "Es ist nicht einfach, eine Weltmeisterschaft zu gewinnen. Das hat man auch heute wieder gesehen. Auf der Strecke ging es hart zur Sache. Es hat großen Spaß gemacht. Beides waren saubere Rennen. Mit dem EM-Titel des Vorjahres im Rücken verspüre ich vor dem Saisonfinale relativ wenig Druck. Nun gilt es, beide Läufe zu beenden und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Dann werden wir sehen, wer am Ende ganz oben steht. Spannend wird es allemal."



Rennen 1

Wetter: Sonnig - 27 Grad Celsius

Start: Dirk Müller erwischt einen guten Start und geht an Terting vorbei. Der BMW Werksfahrer greift auch Gene an, der ihn jedoch im Zweikampf auf die Randsteine drängt und die Führung verteidigt. Jörg Müller macht drei Positionen gut und nimmt die erste Runde als Vierter in Angriff. Auch die anderen Fahrer der BMW Länderteams verbessern sich: Priaulx rückt vom 14. auf den achten Platz vor, Zanardi fährt auf Rang 14. Garcia profitiert von einer Startkollision zwischen Augusto Farfus jr. (BRA) und Nicola Larini (ITA) und ist Fünfter.

1. Rd.: Terting holt sich den dritten Platz von Dirk Müller zurück, Priaulx geht an Jörg Müller vorbei. Garcia verliert einen Platz an Giovanardi, der am Ende der Runde auch einen Angriff auf Jörg Müller startet. Nach der Rangelei zwischen den beiden Autos fällt der BMW Pilot auf den neunten Platz zurück.

2. Rd.: Priaulx überholt Garcia und ist nun Sechster.

3. Rd.: Jörg Müller überholt Larini. Zanardi ist bereits Zwölfter.

4. Rd.: Zanardi überholt erst Stéphane Ortelli (MON) und wenig später auch Rickard Rydell (SWE). Er fährt auf dem zehnten Platz, direkt hinter seinem Teamkollegen Garcia. Dirk Müller rückt näher an Terting heran.

5. Rd.: Jörg Müller passiert Garcia, Priaulx überholt Gabriele Tarquini (ITA).

6. Rd.: Dirk Müller liefert sich einen Kampf mit Terting. Der BMW Pilot behält die Oberhand und erobert Platz zwei. Jörg Müller übernimmt den sechsten Rang von Tarquini.

9. Rd.: Erst überholt Priaulx seinen WM-Rivalen Giovanardi, dann geht auch Jörg Müller am Alfa-Romeo-Fahrer vorbei. Der kann jedoch kontern und sich Platz fünf von Müller zurückholen.

10. Rd.: Garcia fällt auf den zehnten Platz zurück und muss neben Larini auch Zanardi vorbei lassen, der damit Neunter ist.

11. Rd.: Nach einem packenden Duell überholt Jörg Müller erneut Giovanardi. Zanardi greift Tarquini an und holt sich den achten Platz von seinem Landsmann. Auch Garcia will seine Chance nutzen, kommt jedoch im Zweikampf mit Tarquini von der Strecke ab und fällt auf den 17. Platz zurück.

Ziel: Dirk Müller sieht als Zweiter die Zielflagge und übernimmt damit wieder die WM-Führung von Priaulx, der Vierter wird und seinerseits seinen Vorsprung auf Giovanardi in der Fahrwertung vergrößert. Hinter Priaulx kommt Jörg Müller als Fünfter ins Ziel, Garcia beendet das Rennen als 14. Die größte Aufholjagd gelang Zanardi, der sich als Achter die Poleposition für den zweiten Lauf sichert. Der 38-Jährige war vom 20. Platz gestartet.



Rennen 2

Wetter: Sonnig - 27 Grad Celsius

Start: Zanardi erwischt einen guten Start und verteidigt zunächst seinen ersten Platz. Dahinter überholt Jörg Müller Giovanardi und Larini. Damit ist Müller nun Zweiter. Priaulx folgt auf Rang drei, Dirk Müller ist Fünfter. Garcia verbessert sich vom 14. auf den zehnten Platz.

1. Rd.: Priaulx verliert den dritten Platz an Giovanardi. Am Ende der Runde gehen sowohl Jörg Müller als auch Giovanardi an Zanardi vorbei.

2. Rd.: Dirk Müller passiert Priaulx, der anschließend auf den siebten Platz zurückfällt und wenig später auch Zanardi. Der WM-Spitzenreiter ist damit Dritter. Priaulx rückt auf der Start-Ziel-Gerade an Larini vorbei auf den sechsten Platz.

3. Rd.: Terting verliert einige Positionen. Davon profitieren Priaulx und Garcia.

5. Rd.: Dirk Müller erhöht den Druck auf den vor ihm fahrenden Giovanardi, der auf dem zweiten Rang fährt. Ein spannendes Duell zwischen den WM-Konkurrenten zeichnet sich ab.

6. Rd.: Garcia macht weitere Plätze gut und fährt nun auf Position sechs. Priaulx überholt Zanardi. Er hat nun Dirk Müller und Giovanardi vor sich.

8. Rd.: Garcia erobert den fünften Platz von Zanardi. Priaulx geht an Dirk Müller vorbei.

9. Rd.: Ein fesselndes Duell: Dirk Müller kontert und holt sich den dritten Platz von Priaulx zurück. Er setzt nun Giovanardi unter Druck.

10. Rd.: Priaulx beweist seinen Kampfgeist und zieht weder an Dirk Müller vorbei. Bei dem Manöver kommt es zur Berührung zwischen den beiden BMW 320i. Dirk Müller fällt auf den fünften Platz hinter Garcia zurück.

11. Rd.: Dirk Müller kämpft sich an Garcia vorbei auf den vierten Platz zurück.

13. Rd.: Kurz vor Ende des Rennens überholt Zanardi seinen Teamkollegen Garcia.

Ziel: Jörg Müller feiert mit einem Vorsprung von 7,760 Sekunden auf Giovanardi souverän seinen dritten Saisonsieg. Priaulx fährt als Dritter auf das Podest, Dirk Müller wird Vierter. Zanardi und Garcia folgen auf den Positionen fünf und sechs. Damit beenden alle fünf Fahrer der BMW Länderteams das Rennen unter den ersten Sechs.



Ergebnisse:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport
Nr. 42 - Jörg Müller (DEU) Startplatz 7 - Rennen: 5. und 1.
Nr. 43 - Dirk Müller (DEU) Startplatz 3 - Rennen: 2. und 4.

BMW Team UK - RBM
Nr. 1 - Andy Priaulx (GBR) Startplatz 14 - Rennen: 4. und 3.

BMW Team Italy-Spain - ROAL Motorsport
Nr. 4 - Alex Zanardi (ITA) Startplatz 20 - Rennen: 8. und 5.
Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP) Startplatz 9 - Rennen: 14. und 6.


BMW Privatteams

Crawford Racing
- Nr. 28 - Carl Rosenblad (SWE) Rennen: Ausfall und 16.

Proteam Motorsport
- Nr. 30 - Stefano d'Aste (ITA) Rennen: beide 17.
- Nr. 31 - Giuseppe Ciro (ITA) Rennen: 12. und 10.

Wiechers-Sport
- Nr. 32 - Marc Hennerici (DEU) Rennen: Ausfall und 20.


Ergebnis Rennen 1:
1. Jordi Gene (ESP/SEAT) 22:48,757 Minuten, 2. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) +3,288 Sekunden, 3. Peter Terting (DEU/SEAT) +7,099, 4. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +8,417, 5. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) +10,928, 6. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) +15,506, 7. Nicola Larini (ITA/Chevrolet) +19,414, 8. Alessandro Zanardi (ITA/BMW 320i) +19,937, ...14. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) +42,743

Ergebnis Rennen 2:
1. Jörg Müller (DEU/BMW 320i) 23:00,510 Minuten, 2. Fabrizio Giovanardi (ITA/Alfa Romeo) +7,760 Sekunden, 3. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +8,245, 4. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) +8,480, 5. Alessandro Zanardi (ITA/BMW 320i) +9,166, 6. Antonio Garcia (ESP/BMW 320i) +9,364, 7. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo) +9,806, 8. Marc Carol (ESP/SEAT)

Fahrerwertung nach 18 von 20 Rennen:
1. Dirk Müller 86 Punkte, 2. Andy Priaulx 85, 3. Fabrizio Giovanardi 81, 4. Jörg Müller 59, 5. Gabriele Tarquini 55, 6. James Thompson 51, 7. Antonio Garcia 51, 8. Rickard Rydell 49, 9. Augusto Farfus jr. 49, 10. Alessandro Zanardi 31

Markenwertung nach 18 von 20 Rennen:
1. BMW 244 Punkte, 2. Alfa Romeo 219, 3. SEAT 170, 4. Chevrolet 57, 5. Ford 10
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Alt 21.11.2005, 07:50     #24
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WTCC - Läufe 19 und 20 - Macau - Qualifying (18.11.2005)

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2005
Läufe 19 & 20, Macau (China) - 18./20. November 2005 - Qualifying

Priaulx holt Poleposition mit Rundenrekord in Macau.


Macau (China), 18. November 2005. Im Qualifying zum 19. Lauf der FIA World Touring Car Championship hat Andy Priaulx (GBR) seine erste Poleposition in dieser Saison erzielt. Dem Fahrer vom BMW Team UK gelang gleich in seiner ersten Runde auf dem "Guia Circuit" die Bestzeit von 2:31,712 Minuten. Damit unterbot er den Rundenrekord auf dem 6,2 Kilometer langen Stadtkurs, den BMW Team Deutschland Pilot Jörg Müller (Hückelhoven) im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. "Das ist ein fantastisches Ergebnis", sagte Priaulx. "Von Beginn an kam ich hier sehr gut mit meinem Auto zurecht. Auch im Qualifying war die Balance gut. Es hat sich bezahlt gemacht, schon am Anfang voll anzugreifen, denn später war es durch die vielen Unterbrechungen schwierig, gute Zeiten zu fahren."

Die Konkurrenten des amtierenden Tourenwagen-Europameisters im Kampf um den WM-Titel sind jedoch keinesfalls außer Reichweite. Dirk Müller (Burbach) vom BMW Team Deutschland, der mit einem Punkt Vorsprung auf Priaulx die Fahrerwertung anführt und heute seinen 30. Geburtstag feiert, startet vom sechsten Platz ins vorletzte Rennen der Saison. Fabrizio Giovanardi (ITA), Dritter in der Meisterschaft, belegte für Alfa Romeo Rang neun.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen, der für die abschließenden Läufe der FIA WTCC nach Macau gereist ist, kommentierte den Ausgang des Qualfiyings: "Andy hat sich mit der Poleposition eine gute Ausgangsbasis für die Rennen am Sonntag erarbeitet und eine überragende Leistung gezeigt. Mit maximalem Zusatzgewicht von 60 Kilogramm über eine halbe Sekunde schneller zu sein als die Konkurrenz, das ist beeindruckend. Allerdings wissen wir, dass in Macau viel passieren kann. Schon im Qualifying hat sich gezeigt wie Unfälle und Ausrutscher hier das Geschehen beeinflussen können. Es bleibt also dabei: Erst nach den Rennen morgen wissen wir, wer Weltmeister ist."

Wie in Macau üblich erlebten die Fahrer ein turbulentes Qualifying, das mehrere Male unterbrochen wurde und vorzeitig endete. Nach zwei Roten Flaggen zu Beginn der Session kam es fünf Minuten vor dem Ende in der "R-Kurve" zu einer Kollision zwischen Gabriele Tarquini (ITA) und Rickard Rydell (SWE), woraufhin die Streckenposten erneut zur Bergung der Fahrzeuge ausrücken mussten. Wenige Sekunden vor Schluss kollidierten auch Augusto Farfus jr. (BRA) und Paul Poon (HKG). Abgesehen von Schäden an den Autos kamen alle beteiligten Piloten mit dem Schrecken davon.

Die weiteren Fahrer der BMW Länderteams konnten aufgrund der häufigen Unterbrechungen nicht das volle Potenzial ihrer BMW 320i ausschöpfen. BMW Team Deutschland Pilot Jörg Müller (Hückelhoven), den eine schwere Erkältung plagt, belegte den elften Platz, Antonio Garcia (ESP) vom BMW Team Italy-Spain wurde Zwölfter. Duncan Huisman (NLD), der für das BMW Team Holland antritt, klassierte sich nach technischen Problemen auf Platz 16. Garcias Teamkollege Alessandro Zanardi (ITA) startet am Sonntag vom 27. Platz.


Ergebnisse

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport
Nr. 42 - Jörg Müller (DEU) 11. - 2:33,896 Minuten
Nr. 43 - Dirk Müller (DEU) 6. - 2:33,062 Minuten

BMW Team UK - RBM
Nr. 1 - Andy Priaulx (GBR) 1. - 2:31,712 Minuten

BMW Team Italy-Spain - ROAL Motorsport
Nr. 4 - Alex Zanardi (ITA) 27. - 2:38,942 Minuten
Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP) 12. - 2:33,983 Minuten

BMW Team Holland - RBM
Nr. 41 - Duncan Huisman (NLD) 16. - 2:34,812 Minuten

BMW Privatteams
Crawford Racing
- Nr. 28 - Carl Rosenblad (SWE) 19. - 2:36,199 Minuten
Proteam Motorsport
- Nr. 30 - Stefano d'Aste (ITA) 22. - 2:36,781 Minuten
- Nr. 31 - Giuseppe Ciro (ITA) 14. - 2:34,459 Minuten
Wiechers-Sport
- Nr. 32 - Marc Hennerici (DEU) 26. - 2:38,686 Minuten
Engstler Motorsport
- Nr. 63 - Paul Poon (HGK) ohne Rundenzeit
- Nr. 64 - Peter Scharmach (DEU) 18. - 2:36,176 Minuten

Ergebnis:
1. Andy Priaulx (GBR, BMW 320i) 2:31, 712 Minuten, 2. Andre Couto (MAC, Alfa Romeo) 2:32,334, 3. Augusto Farfus jr. (BRA, Alfa) 2:32,466, 4. Gabriele Tarquini (ITA, Alfa Romeo) 2:32,524, 5. Nicola Larini (ITA, Chevrolet) 2:32,808, 6. Dirk Müller (DEU, BMW 320i) 2:33,062, 7. Rickard Rydell (SWE, SEAT) 2:33,238, 8. Alain Menu (SWI, Chevrolet) 2:33,572

Das 19. Rennen der FIA WTCC wird am Sonntag um 4.40 Uhr MEZ gestartet. Der Fernsehsender Eurosport berichtet live.
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Alt 23.11.2005, 12:52     #25
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WTCC - Läufe 19 und 20 - Macau - Rennen (21.11.2005)

FIA World Touring Car Championship (WTCC) 2005 Läufe 19 & 20, Macau (China) - 18./20. November 2005 - Rennen

Andy Priaulx gewinnt auf BMW 320i Tourenwagen-Weltmeisterschaft - BMW holt Herstellertitel - Doppelsieg im letzten Rennen.


Macau (China), 20. November 2005. Beim spannenden Saisonfinale der FIA World Touring Car Championship in Macau hat sich Andy Priaulx (GBR) vom BMW Team UK den Weltmeistertitel gesichert. Der 31-Jährige belegte in beiden Rennen auf dem "Guia Circuit" den zweiten Platz und verdrängte damit BMW Team Deutschland Fahrer Dirk Müller (Burbach), der als WM-Führender nach China gereist war, noch von der Spitze der Fahrerwertung. Priaulx hat nach 20 Rennen 101 Punkte auf dem Konto, Dirk Müller folgt mit 86 Zählern auf Rang zwei.

Auch in der Hersteller-WM machten die Fahrer der BMW Länderteams den Sieg perfekt. BMW verwies Alfa Romeo in dieser Meisterschaft mit 273 Punkten - und einem Vorsprung von 37 Zählern - auf den zweiten Platz. In der Wertung der Privatfahrer siegte ebenfalls ein BMW Pilot: Marc Hennerici (Mayen) genügte ein dritter Rang im ersten Lauf, um seine Führung in der Independents Trophy zu verteidigen. Nach 1987, als Roberto Ravaglia (ITA) auf einem BMW M3 den ersten WM-Titel im Tourenwagensport erringen konnte, gelang BMW somit auch bei der Neuauflage der WM ein Triumph.

Den ersten Lauf auf dem 6,2 Kilometer langen Stadtkurs gewann Augusto Farfus jr. (BRA) vor Priaulx und Rickard Rydell (SWE). Dirk Müller hatte Pech und fiel in der letzten Runde mit einer beschädigten Antriebswelle vom vierten auf den zehnten Platz zurück. Im zweiten Rennen siegte Duncan Huisman (NLD) vom BMW Team Holland vor Priaulx und Alain Menu (SUI). Da Dirk Müller bereits in der dritten Runde in Folge eines Unfalls ausgeschieden war, stand Priaulx vorzeitig als Weltmeister fest. Alfa-Romeo-Fahrer Fabrizio Giovanardi (ITA), der vor den Rennen in der ehemaligen portugiesischen Kolonie ebenfalls noch Chancen auf den Titel hatte, musste nach einem Unfall im ersten Lauf aufgeben.

Mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft hat BMW seine beeindruckende Bilanz im Tourenwagensport weiter verbessert: Neben den zwei WM-Titeln stehen insgesamt 24 Erfolge bei Europameisterschaften zu Buche. Der BMW 320i war 2005 das dominierende Auto und verhalf den BMW Fahrern in seiner letzten Saison zu insgesamt neun Siegen, vier Polepositions und elf schnellsten Rennrunden. 2006 wird der neue BMW 320si, die Rennversion des gleichnamigen Sondermodells, in der WTCC zum Einsatz kommen und soll die Erfolgsgeschichte des BMW 3er im Tourenwagensport fortschreiben.

Für Priaulx war die Konstanz der Schlüssel zum Erfolg. Er stand elf Mal auf dem Podest und nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um wertvolle WM-Punkte zu sammeln. In Oschersleben feierte er einen Laufsieg. Während Dirk Müller die Fahrerwertung lange anführte, blieb ihm der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey dicht auf den Fersen. In Istanbul zog Priaulx an seinem Markenkollegen vorbei, der aber in Valencia kontern und sich die Führung zurückholen konnte. Die Entscheidung fiel daher erst im Rahmen des 52. Macau Grand Prix.


Reaktionen:

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
"Gratulation an Andy Priaulx zum Gewinn des Weltmeistertitels. Aber auch Duncan Huisman hat mit seinem Sieg im zweiten Rennen ein tolles Resultat erzielt. Für BMW war es ein fantastisches Wochenende, an dem wir neben dem Fahrertitel auch den Sieg in der Hersteller- und der Privatfahrerwertung errungen haben. Ich bin froh darüber, dass wir in Roberto Ravaglia und Andy Priaulx den alten und den neuen Tourenwagen-Weltmeister bei uns haben."

Andy Priaulx (BMW Team UK): "Endlich fällt der Druck von mir ab. Nach der Poleposition am Freitag wusste ich, dass damit bestenfalls zehn Prozent meiner Aufgabe erledigt waren. Das erste Rennen war hart, Rickard Rydell war hinter mir schnell unterwegs, und ich lieferte mir ein Duell mit Augusto Farfus. Als ich dann im Verlauf des zweiten Rennens erfuhr, dass Dirk ausgeschieden war, konnte ich völlig befreit mit Duncan fighten. Diese Saison war insgesamt noch schwieriger als die ETCC 2004. Ich hatte das Gefühl, dass ich an meinen schlechten Tagen besser war als letztes Jahr, aber an meinen guten Tagen nicht ganz die Ergebnisse erzielt habe, die möglich gewesen wären. Ich habe es trotzdem geschafft. Mein Dank geht an BMW und das RBM-Team, dass mein Auto auch heute wieder perfekt vorbereitet hat."

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team UK): "Andy hat eine unglaubliche Saison hingelegt. Die Poleposition ist hier in Macau der sicherste Ort, an dem man sich als Fahrer aufhalten kann. So war er in der Lage, mit dem zweiten Platz im ersten Lauf den Grundstein für den Sieg zu legen. Aber auch Duncan hat mit seinem Erfolg gezeigt, dass er hier in Macau zu den besten Piloten gehört. Der Doppelsieg und Andys Titelgewinn sind ein großartiges Resultat für BMW und RBM - und der Lohn für unsere harte Arbeit."

Dirk Müller (BMW Team Deutschland): "Dieser Ausgang der WM ist sehr enttäuschend. Ich habe die Weltmeisterschaft im ersten Lauf verloren, als mich Nicola Larini getroffen hat. Daraufhin ist die Antriebswelle gebrochen - und damit war eigentlich alles vorbei. Herzlichen Glückwunsch an Andy, er hat eine tolle Leistung gezeigt. Unser Team hatte trotzdem ein tolles Jahr, aber nun freue ich mich einfach auf zuhause."

Duncan Huisman (BMW Team Holland): "In Macau war es meine Aufgabe, BMW beim Gewinn der Tourenwagen-Weltmeisterschaft zu unterstützen. Dass ich dies mit einem Sieg tun konnte, freut mich umso mehr. Es hat großen Spaß gemacht, hier wieder dabei zu sein. Zu Beginn des Wochenendes hatte ich viel Pech, und die Balance meines Autos war nicht optimal. Rechtzeitig zum zweiten Rennen konnte ich das Potenzial des Wagens aber voll ausschöpfen."


Ergebnisse:

BMW Team Deutschland - Schnitzer Motorsport

Nr. 42 - Jörg Müller (DEU) Startplatz 10 - Rennen: Ausfall/nicht am Start
Nr. 43 - Dirk Müller (DEU) Startplatz 5 - Rennen: 10. und Ausfall

BMW Team UK - RBM
Nr. 1 - Andy Priaulx (GBR) Startplatz 1 - Rennen: beide 2.

BMW Team Italy-Spain - ROAL Motorsport
Nr. 4 - Alex Zanardi (ITA) Startplatz 24 - Rennen: 13. und 5.
Nr. 5 - Antonio Garcia (ESP) Startplatz 11 - Rennen: 9. und nicht am Start

BMW Team Holland - RBM
Nr. 41 - Duncan Huisman (NLD)Startplatz 15 - Rennen: 6. und 1.

BMW Privatteams
Crawford Racing - Nr. 28 - Carl Rosenblad (SWE)Rennen: 12. und Ausfall
Proteam Motorsport - Nr. 30 - Stefano d'Aste (ITA) Rennen: 11. und Ausfall
- Nr. 31 - Giuseppe Ciro (ITA) Rennen: Ausfall und 9.
Wiechers-Sport - Nr. 32 - Marc Hennerici (DEU)Rennen: 14. und Ausfall
Engstler Motorsport - Nr. 64 - Peter Scharmach (DEU) Rennen: 16 und Ausfall


Ergebnis Rennen 1:
1. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo), 2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +0,496 Sekunden, 3. Rickard Rydell (SWE/SEAT) +1,202, 4. Nicola Larini (ITA/Chevrolet) +2,729, 5. Alain Menu (SUI/Chevrolet) +13,706, 6. Duncan Huisman (NLD/BMW 320i) +14,287, 7. James Thompson (GBR/Alfa Romeo) +14,440, 8. Peter Terting (DEU/SEAT) +15,172

Ergebnis Rennen 2:
1. Duncan Huisman (NLD/BMW 320i), 2. Andy Priaulx (GBR/BMW 320i) +0,257 Sekunden, 3. Alain Menu (SUI/Chevrolet) +1,253, 4. Augusto Farfus jr. (BRA/Alfa Romeo) +2,428, 5. Alessandro Zanardi (ITA/BMW 320i) +3,179, 6. Jordi Gene (ESP/SEAT) +3,575, 7. Peter Terting (DEU/SEAT) +4,193, 8. Rickard Rydell (SWE/SEAT) +4,969

Endstand Fahrerwertung:
1. Andy Priaulx 101 Punkte, 2. Dirk Müller 86, 3. Fabrizio Giovanardi 81, 4. Augusto Farfus jr. 64, 5. Jörg Müller 59, 6. Rickard Rydell 56, 7. Gabriele Tarquini 55, 8. James Thompson 53, 9. Antonio Garcia 51, 10. Alessandro Zanardi 35

Endstand Markenwertung:
1. BMW 273 Punkte
2. Alfa Romeo 236
3. SEAT 183
4. Chevrolet 73
5. Ford 13


Interview mit BMW Motorsport Direktor Mario Theissen.

Die Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2005 ist vorüber. Sind Sie mit dem Saisonverlauf zufrieden?
BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: "Die FIA WTCC hat ein erfolgreiches Comeback gefeiert. Dass die Meisterschaft erst beim Saisonfinale entschieden wurde und bis zuletzt drei Fahrer Chancen auf den Titel hatten, ist ein Beleg für die Ausgeglichenheit in dieser Serie. Im Vergleich zur Tourenwagen-EM der vergangenen Jahre konnte das Niveau erheblich gesteigert werden. Entsprechend ist auch die Resonanz beim Publikum gewachsen."

Was freut Sie mehr: der Gewinn des Fahrer- oder des Herstellertitels?
Theissen: "Für BMW ist es ein fantastisches Ergebnis, beide WM-Wertungen für sich entschieden zu haben. Nicht vergessen darf man auch Marc Hennerici, der in einem BMW 320i den Sieg in der Independents Trophy erringen konnte. Naturgemäß genießt der Fahrertitel unter den Piloten höchste Priorität. Umso mehr freut es mich, dass in Andy Priaulx einer unserer Fahrer das Rennen gemacht hat. Natürlich ist für uns auch der Herstellertitel von großer Bedeutung. Bereits in der ETCC 2003 und 2004 beendeten wir die Saison in dieser Wertung auf dem Spitzenplatz. Dass wir diesen Erfolg nun auch in der WM erreichen konnten, zeigt die Stärke des BMW 320i."

Wie beurteilen Sie die Leistung von Andy Priaulx?
Theissen: "Seit seinem ersten Start in der ETCC im Jahr 2003 hat uns Andy mit konstant guten Leistungen überzeugt. Im vergangenen Jahr sicherte er sich den EM-Titel und behielt wie auch in diesem Jahr im Kampf mit Dirk Müller die Oberhand. Er verfügt über ein großes technisches Verständnis und arbeitet mit seinen Ingenieuren unermüdlich an der Verbesserung seines Autos. Das zeichnet ihn aus. Gepaart mit seinem fahrerischen Können, seiner Konstanz und der Unterstützung des RBM-Teams hat ihm diese Eigenschaft verdient den Titel eingebracht."

Zwei Mal wurde bisher eine Tourenwagen-Weltmeisterschaft ausgetragen, jeweils gewann ein BMW…
Theissen: "Ja, 1987 fuhr Roberto Ravaglia auf einem BMW M3 den Titel ein. Seither hat sich im Tourenwagensport viel verändert, Roberto ist jedoch als Teamchef vom BMW Team Italy-Spain noch immer erfolgreich dabei. Er kann stolz auf das sein, was seine Fahrer Alessandro Zanardi und Antonio Garcia in diesem Jahr erreicht haben. Alessandro gewann in Oschersleben seinen ersten WM-Lauf - und hat damit für einen Höhepunkt des Jahres gesorgt."

Was erwarten Sie im kommenden Jahr von der FIA WTCC?
Theissen: "Wir sehen mit Spannung dem ersten Renneinsatz des neuen BMW 320si entgegen. Ich bin überzeugt, dass dieses Auto an die lange Erfolgsgeschichte des BMW 3er im Tourenwagensport anknüpfen wird. Aus organisatorischer Sicht wird sich Einiges ändern. So tritt die WTCC 2006 nicht mehr gemeinsam mit der FIA GT-Meisterschaft an. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Veränderung auswirkt. Insgesamt hat die Meisterschaft ein großes Potenzial, das es weiter auszuschöpfen gilt."


Porträt: Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx.

Nach dem Titelgewinn in der FIA ETCC 2004 hat Andy Priaulx auch in dieser Saison bewiesen, dass er zu den besten Tourenwagen-Piloten der Welt zählt: Der Fahrer vom BMW Team UK behielt im packenden Saisonfinale in Macau die Nerven und sicherte sich den Weltmeistertitel. Priaulx beerbt damit Roberto Ravaglia, der im Jahr 1987 auf einem BMW M3 die bis dato letzte Ausgabe eine Tourenwagen-WM für sich entschied.
Für den 31-Jährigen stellt der WM-Titel den vorläufigen Höhepunkt einer Bilderbuch-Karriere im Tourenwagensport dar. 2002 bestritt Priaulx in der Britischen Tourenwagenmeisterschaft (BTCC) seine erste komplette Saison und feierte auf Anhieb einen Sieg sowie drei Polepositions. Im folgenden Jahr startete er mit einem BMW 320i erstmals für das BMW Team Great Britain in der Europameisterschaft. Bis zuletzt kämpfte er um den Titel und beendete die Saison mit drei Laufsiegen auf dem dritten Platz. 2004 folgte schließlich der Titelgewinn in der FIA ETCC.

Das RBM-Team um Teamchef Bart Mampaey, das Priaulx' BMW 320i auch in der abgelaufenen Saison eingesetzt hat, schätzt die technischen Fähigkeiten und die Motivation des auf der Kanalinsel Guernsey lebenden Rennfahrers sehr. Noch lange nach den Trainings oder Qualifyings konnte man ihn mit den Ingenieuren über Verbesserungen an seinem Auto diskutieren sehen. Dabei lag Priaulx mit seinen Vorschlägen meist goldrichtig.

Im Verlauf seiner Karriere war der Familienvater nahezu auf allen erdenklichen Rennmaschinen unterwegs - vom Kart bis hin zu Power-Booten. Seit 2005 kann Priaulx auch für sich Anspruch nehmen, ein Formel-1-Auto am Limit bewegt zu haben. Im Verlauf des Jahres absolvierte er mehrere Tests für das BMW WilliamsF1 Team und beeindruckte auch dabei die Techniker mit detaillierten Angaben und präzisem Feedback.

Als wären der Weltmeistertitel und die erfolgreichen Einsätze im Formel-1-Rennwagen nicht genug, gewann Priaulx auf dem BMW M3 GTR im Mai auch noch die 24 Stunden vom Nürburgring. An der Seite von Duncan Huisman (NLD), Pedro Lamy (PRT) und Boris Said (USA) stellte der BMW Werksfahrer als Neuling auch auf der berüchtigten Nordschleife sein Talent unter Beweis. Somit ist es ganz sicher ohne Übertreibung festzuhalten, dass Priaulx die perfekte Motorsport-Saison hinter sich hat.


Geburtstag/-ort: 8. August 1974/Guernsey (Kanalinseln)
Wohnort: Guernsey
Familienstand: Verheiratet mit Joanne,
ein Sohn: Sebastian, eine Tochter: Daniella
Website: www.andypriaulx.com



1984 Kartsport auf den Kanalinseln
1985-1990Motocross
1990 1. Platz Motocross-250 ccm-Meisterschaft auf den
Kanalinseln
1991-1995Bergrennen
1995 1. Platz RAC MSA britische Bergmeisterschaft mit maximaler Punktzahl und 14 Siegen in zwei Saisons
1996 Einsätze in der Formel Renault
1997 Förderkandidat in der britischen Formel-3-Meisterschaft
1998 Einsätze im Renault Spider Cup, eine Poleposition und drei Podiumsplatzierungen
2. Platz Formel Palmer Audi Winterserie
1999 1. Platz Renault Spider Cup, 13 Siege von Poleposition;
BTCC-Testfahrer für Renault Williams, Vauxhall und Ford
Auszeichnungen: BARC President's Cup für außergewöhnliche Leistungen, Guernsey-Botschafter des Jahres
2000 Britische Formel-3-Meisterschaft für Renault UK,
drei Podiumsplatzierungen, Poleposition in Silverstone;
F3-Rennen in Macau und Korea für Manor Motorsport
2001 Britische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege, zwei Polepositions und zehn Podiumsplatzierungen;
2. Platz von der Poleposition beim F3 Super Prix in Korea;
F3-Grand-Prix in Macau;
2. Platz und Poleposition für Vauxhall in der BTCC
2002 5. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft für Honda
Teilnahme an den australischen Langstreckenrennen "Bathurst 1000" und "Queensland 500" (Holden TWR)
2003 3. Platz FIA ETCC (BMW 320i), drei Siege
2004 1. Platz FIA ETCC (BMW 320i), BMW Team Great Britain
2. Platz Macau Grand Prix - Guia Race
24h-Rennen Spa-Francorchamps (BMW M3 GTR)
2005 1. Platz FIA WTCC (BMW 320i), BMW Team UK
1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)


Porträt: BMW Team UK - RBM.

Als Andy Priaulx 2004 für das BMW Team Great Britain die Tourenwagen-Europameisterschaft gewonnen hatte, waren Fans und Experten gleichermaßen verblüfft. Das vergleichsweise kleine RBM-Team unter der Leitung von Teamchef Bart Mampaey (BEL) hatte sich gegen weitaus erfahrenere Konkurrenten durchgesetzt und seinen bis dahin größten Erfolg im Motorsport gefeiert. Unter dem neuen Namen BMW Team UK konnten Priaulx und seine Crew mit dem Sieg in der ersten Tourenwagen-Weltmeisterschaft seit 1987 die grandiose Leistung aus dem Vorjahr eindrucksvoll bestätigen.

Sein Debüt in der FIA ETCC feierte das im belgischen Mechelen beheimatete RBM-Team 2002. Damals war Mampaeys Mannschaft für den Einsatz von Fredrik Ekbloms (SWE) BMW 320i verantwortlich, der die Fahnen vom BMW Team Belgium vertrat. Ein Jahr später stieß Priaulx zum Team, das fortan unter dem Banner von BMW Team Great Britain um Punkte und Siege kämpfte. Und das mit großem Erfolg: Bereits in seinem Debüt-Jahr gewann Priaulx drei EM-Rennen. 2004 setzte sich der Fahrer, der auf der Kanalinsel Guernsey lebt, die europäische Tourenwagen-Krone auf.

Teamchef Mampaey hat seinen Rennstall binnen kürzester Zeit an die Spitze des internationalen Tourenwagensports geführt. Der Erfolg des Belgiers kommt nicht von ungefähr. Sein Vater Julian betrieb in den 70er und 80er Jahren das Juma Racing Team, das mit BMW unter anderem drei Mal bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps siegte. Mampaey junior war immer dabei und lernte früh, wie ein Rennstall geführt werden muss, um erfolgreich zu sein. 1998 feierte er mit dem RBM-Team in Spa seinen ersten großen Erfolg. Nach weiteren Stationen in der FIA GT-Meisterschaft, der American Le Mans Series, Schnitzer Motorsport und Ravaglia Motorsport schickte Mampaey 2002 schließlich sein eigenes FIA ETCC Team ins Rennen.

Aber nicht nur in der ETCC und in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft haben der erfolgreiche Teamchef und seine Mannschaft ihr Know-how unter Beweis gestellt: Unter anderem ist RBM auch für den Aufbau der Fahrzeuge verantwortlich, die in der belgischen MINI Challenge zum Einsatz kommen.

Der Zusammenhalt und das freundschaftliche Verhältnis unter den Teammitgliedern ist eine der Stärken von RBM. Priaulx und Mampaey bilden ein perfektes Gespann. Beide sind akribische Arbeiter, die erst dann zufrieden sind, wenn alle Probleme behoben und alle Herausforderungen erfolgreich gemeistert wurden. Dass diese Herangehensweise Früchte trägt, hat RBM in der abgelaufenen Saison einmal mehr unter Beweis gestellt.


Teamchef: Bart Mampaey
Anschrift: E. Walschaertstraat 2A, 2800 Mechelen, Belgien
Telefon/Fax: (+32) 15 42 30 00 / (+32) 15 42 11 08
E-Mail: bart.mampaey@juma.net.bmw.be
Teammitglieder: 9
Gründungsjahr: 1994


Größte Erfolge:
1994-1997BMW Compact Cup
1997 1. und 2. Platz Gruppe N 24 Stunden Spa (BMW)
1998 1. Platz 24 Stunden Spa (BMW Fina Bastos Team)
1999 4. Platz 24 Stunden Spa (Nissan)
2002 6. Platz FIA ETCC (Fredrik Ekblom, BMW 320i)
2003 3. Platz FIA ETCC Teamwertung (BMW 320i),
3. Platz Fahrerwertung (Andy Priaulx)
2004 1. Platz Fahrerwertung (Andy Priaulx)
3. Platz FIA ETCC Teamwertung (BMW 320i)
2005 1. Platz FIA WTCC Fahrerwertung (Andy Priaulx)
4. Platz FIA WTCC Teamwertung (BMW 320i)
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