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Alt 03.09.2004, 14:38     #28
2fast&2furios   2fast&2furios ist offline
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Hi,

ob es richtig oder falsch war, den 1er rauszubringen, kann man erst mit Sicherheit sagen, wenn die Baureihe einige Zeit läuft und sich die Nachfrage stabilisiert.

Jedoch glaube ich, es war richtig, ein Auto wie den Einser zu bringen. Als wir auf der Suche nach einem Ersatz für den C-Kadett meiner Freundin waren, haben wir uns Nissan Almera, Peugeot 307, Golf, A 3, Toyota Corolla und Alfa 147 angesehen. Das Problem war, dass bis auf den Nissan und den Alfa alle in die Richtung Van, also Raumkonzept gehen. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich, müsste ich mir aus dieser Klasse ein Fahrzeug auswählen, gar nicht wüsste, welches ich nehmen sollte. Die Japaner sind, wie auch der Golf irgendwie zu bieder, der Peugeot, naja, da hatte ich meine Zweifel an der Technik etwas, der Audi gefällt mir nicht, blieb der Alfa. Das Auto faszinierte mich einerseits vom aufregenden Design, andererseits riss mich der Gedanke der Anfälligkeit fast entzwei. Letztendlich hatte der Alfa auch einen "stolzen" Preis. Gefahren sind alle Autos brav, mit ingesamt wenig Unterschied im Fahrverhalten. Könnte man nicht einfach gutes Design, mit zuverlässiger deutscher Technik, einem guten Service und einem guten Image, also ein bisschen Alfadesign mit BMW verbinden?

Diese Erfahrung machte mir deutlich, es fehlt einfach die Alternative, welche BMW jetzt anbietet. Es gehört sicherlich eine Portion Mut dazu, in einer Zeit, die vom Van geprägt ist, ein "echtes" Auto zu bauen. Doch genau dafür, so ist zumindest meine Meinung, gibt es genug Käufer, denen der momentante Drift bei den Neuerscheinungen auf den Geist geht.

Man muss auch mal sehen, welche Leute in einem (typischen Fahrzeug der) Golf(klasse), neu oder gebraucht, herumfährt. Meinen Beobachtungen nach sind es nicht die (jungen) Familien, welche ein Universalauto für kleineres Geld kaufen, nein, es ist nicht mehr wie früher, in einem vereinigten Europa. Vielmehr wird in diesem Segment auf ReImport ausgewichen. Weiterhin sehe ich, dass sehr viele Golf als Dienstfahrzeuge eingesetzt werden, egal in welcher Branche. Vielmehr sehe ich, dass diese Klasse zum typischen Zweitwagen mutiert und konstruktiv versucht wird, an sich die ausgewogensten Fahrzeuge zu bauen. Und genau dieser Versuch, die eierlegende Wollmilchsau auf Rädern zu erschaffen, ist das Problem, da die Autos schlichtweg zu teuer, zu uniform, zu charakterlos werden.

BMW distanziert sich davon bereits konstruktiv und gibt klar an: Wir bauen das fahraktivste Auto in der Klasse mit Spaßfaktor, mit einem herausstechendem Design und zuverlässiger Spitzentechnologie. BMW versucht mit dem 1er nicht eine 100 %ige, undefinierte Zielgruppe zu erreichen, sondern eine definierte Zielgruppe 100 %ig zu erreichen. Diese Zielgruppe ist vorhanden und pfeift mit Sicherheit auf den Platz auf der Rückbank, solange man irgendwie einigermaßen hinten sitzen kann. Sicherlich hat diese Zielgruppe auch das Geld lockerer stecken, als junge Familien. Die Gebrauchten, gehen dann sowieso weg.

Übrigens, wir haben dann entschieden, dass meine Freundin noch meinen 528er für eine Weile fährt und ich den E60 bestelle.

cu

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