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Alt 22.07.2004, 12:17     #5
Albert   Albert ist offline
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CE-
4. Daten, Fakten und konstruktive Details
(Planungsstand: Juni 2004)
  • August 2003: Baubeginn
  • 12. Mai 2004: Erreichen der Grubensohle
  • 16. Juli 2004: Grundsteinlegung
  • Juni 2004: Beginn des Rohbaus
  • November 2004: Beginn der Fassaden- und Dacharbeiten
  • Juni 2006: Eröffnung zur Fußball WM
  • Grundstücksfläche rund 25 000 m2
  • Baukosten über 100 Mio. Euro
  • neue Arbeitsplätze ca. 200
  • durchschn. 170 Fahrzeugauslieferungen (maximal 250) pro Tag
  • Besucher 850 000 jährlich
  • max. Gebäudelänge: ca. 180 m
  • max. Gebäudebreite: ca. 130 m
  • min. Gebäudebreite: ca. 50 m
  • max. Gebäudehöhe: ca. 24 m
  • BGF Gesamt-Gebäude: ca. 73 000 m2 = 100%
  • davon BGF oberirdisch: ca. 28 500 m2 = 40%, davon BGF unterirdisch: ca. 44 500 m² = 60%
  • Anzahl der Geschosse:
    unterirdisch:
    Ebene – 3: ca. – 13,00 m
    Ebene – 2: ca. – 10,00 m
    Ebene – 1: ca. – 7,00 m
    oberirdisch:
    Ebene 0 0,00 m
    Ebene 1 ca. +5,00/+6,50/+7,50 m
    Ebene 2 ca. +15 m
    Ebene 3 ca. +19 m
  • Gebäudehöhe (bestehendes) BMW Museum: 25,0 m
  • Gebäudehöhe (bestehendes) BMW Hochhaus: 104,5 m

Weitere Baudaten:
ca. 2 000 Tonnen Stahlkonstruktion Dach
ca. 10 000 m² Glas
ca. 16 000 m² Dachfläche

Daten zur Baugrube:
Allgemein:210 Meter lang 120 bis 40 Meter breit
14 Meter tief
ca. 15 579 m² Grundfläche innerhalb der Baugrube
Bohrpfähle:
ca. 578 m Baugrubenumschließung durch überschnittene Bohrpfähle (insgesamt 775 Stk.) mit einer
Gesamtlänge von ca. 11 800 m
Sichtfläche Pfahlwand: ca. 5 147 m²
Sichtfläche Streckträgerverbau: ca. 1210 m²
Anker:
Ankerlänge insgesamt ca. 11458 m in 2 Ankerlagen
Aushub:
Insg. 158 400 m³, das entspricht einer Fahrtenzahl von 12 000 LKW-Bewegungen
Auftriebspfähle:
775 GEWI-Sohlauftriebsanker in einem Raster von ca. 4x4 m

Rohbau:
Ausführung Rohbau:
Beton Bodenplatte Weisse Wanne: ca. 19 500 m³
Beton Außenwand Weisse Wanne: ca. 3 200 m³
Bewehrung Insgesamt: 8 500 to
Beton Insgesamt: ca. 55 000 m³
entspricht einer Fahrtenzahl von 6100 Betonmischfahrzeugen.

Tragwerksbeschreibung

Dach:
Die Dachkonstruktion besteht in ihrem Grundsystem aus einer oberen und einer unteren Trägerrostlage mit einem Grundraster von 5,0 m x 5,0 m. Die obere Lage ist kissenförmig nach oben verformt. Die untere Lage erhält ihre Verformung durch simulierte Reaktionen auf die darunterliegenden Bereiche. Durch dazwischen eingefügte Raumstäbe werden die zwei Raster-lagen zu einem räumlichen Tragwerk gekoppelt.

Fassade:
Die Fassade ist ein modifiziertes Pfosten-Riegel-System. Durch einen Knick in dem Pfosten auf +7,50 m und bei größerer Höhe einer weiteren Absprießung auf +15,00 m werden die freien Spannweiten so reduziert, dass im Verhältnis zur Fassadenhöhe geringe Pfostenquerschnitte ausreichend sind. Ein weiterer Vorteil des Knicks besteht darin, dass Vertikalverformungen des Daches durch elastische Biegeverformungen der Pfosten aufgenommen werden können. Bewegungsfugen am Dach können so entfallen. Die Verglasung ist direkt auf die Riegel geklemmt und in den Stoßfugen geklebt.

Technische Anlagen:

Durchgängig bei dem Gebäude ist, dass die natürlichen Ressourcen eingesetzt werden sollen, um das Gebäude zu betreiben. Hieraus resultiert, dass das Gebäude mit geringstmöglichen Energieverbräuchen betreibbar ist und die natürlichen Ressourcen direkt und indirekt einsetzt, um allen Ansprüchen gerecht zu werden. Die gläsernen Hüllflächen mit durchgängig geringen Wärmedurchgangskoeffizienten führen dazu, dass einerseits die Ansprüche der Wärmeschutzverordnung eingehalten werden und andererseits thermisch behagliche Oberflächentemperaturen entstehen. Boden- und teilweise Wandstrukturen erhöhen die Speicherfähigkeit, wobei das Gebäude sehr große Innenzonen besitzt, die nur eine äußere Belastung (tiefe Temperaturen, Sonneneinstrahlung) erfahren. Thermische Aufwärtsströmungen wie auch Warmluftpolster werden größtenteils im Schichtenbereich des Daches direkt nach außen abgeführt und belasten somit nicht die darunter liegenden Nutzflächen. Das Gebäude ist so konzipiert, dass es über seine großen Wandflächen und z.T. Dachrandflächen direkt belüftet wird. Die nach Westen orientierten, großen Wandelemente lassen sich bei Außentemperaturen oberhalb +5 °C bis in den Sommer hinein (Außentemperaturen ca. +25 °C) sinnvoll öffnen, wobei bei tieferen Temperaturen eine gezielte Teillüftung erfolgt, bei Außentemperaturen über +20 °C Glasflächen großflächig geöffnet werden, um den Innenraum zum Außenraum zu machen. In dieser Zeit entstehen im Gebäude bei natürlicher Lüftung quellluftähnliche Strömungen, die durch die inneren Wärmequellen erwärmt werden. Hierdurch entsteht ein thermischer Durchlüftungseffekt von unten nach oben. Lediglich im tiefen Winter (Außentemperaturen unter +5 °C) sowie zu sehr heißen Jahreszeiten sollte das Gebäude weitestgehend geschlossen bleiben, um thermische

Unverträglichkeiten oder zu hohe Wärmeeinträge bzw. -verluste zu vermeiden. Die Solarenergie wird passiv genutzt, d.h. durch das Dach und die Fassade kann gezielt Solarenergie eingetragen werden, um an der Beheizung des Gebäudes mitzuwirken.

Die äußeren Begrünungen zum Olympiapark – insbesondere im Bereich der natürlichen Lüftungselemente – führen zu Staubbindungen und z.T. zu adiabaten Kühleffekten. Hierdurch tritt eine Entlastung für das Gebäude auf, zudem erhöht die Einbeziehung des äußeren Grüns in das Betreiben des Gebäudes die Akzeptanz der späteren Nutzer.
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