Thema: Der BMW 1er.
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Alt 24.06.2004, 21:18     #4
Hermann   Hermann ist offline
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Fahrwerk.

Das BMW typische Fahrwerks- und Antriebskonzept – die perfekte Formel für Dynamik, Komfort und Sicherheit.


Handlich wie ein Fahrzeug der Kompaktklasse, dynamisch wie ein BMW – das ist die neue Formel für Freude am Fahren in diesem Segment. Als einziges Modell seiner Klasse bringt der BMW 1er die Kraft seiner Motoren über die Hinterräder auf die Straße. Dieses Prinzip – Motor vorn, Antrieb hinten – ermöglicht eine besonders ausgewogene Gewichtsverteilung und eine optimale Traktion. Darüber hinaus sind jegliche Antriebseinflüsse auf die Lenkung ausgeschlossen. Nicht umsonst ist der Hinterradantrieb das Erfolgsrezept in höheren Fahrzeugsegmenten, im Motorsport – und jetzt auch in der Kompaktklasse. Dort markiert der BMW 1er mit seinem Antriebsprinzip das Höchstmaß an Dynamik, Komfort und nicht zuletzt auch Sicherheit.

Idealmaße für mehr Fahrspaß: dank Hinterradantrieb konsequent genutzt.

Fahrzeuge der Kompaktklasse sind auf Grund ihres geringen Gewichts und ihrer vergleichsweise kurzen Außenabmessungen für Fahrfreude und dynamisches Handling geradezu prädestiniert. Beim BMW 1er kommen der extrem kurze vordere Karosserieüberhang und ein besonders langer Radstand (2,66 Meter) bei breiter Spur als Voraussetzungen für agiles und dennoch spurstabiles Fahrverhalten hinzu. Diese Vorteile kann der BMW 1er konsequent ausspielen, weil er darüber hinaus über einen weiteren, entscheidenden Trumpf verfügt. Als einziges Fahrzeug seiner Klasse vereint der BMW 1er die Pluspunkte der kompakten Abmessungen mit den positiven Eigenschaften der Kraftübertragung auf die Hinterräder. Optimale Traktion und eine ausgewogene Gewichtsverteilung sind typische Qualitäten eines Hecktrieblers, die nun auch Einzug in die Kompaktklasse halten. Trotz des aufwändigen Konzepts gehört der BMW 1er keineswegs zu den Schwergewichten in seiner Klasse. Im Gegenteil: konsequenter Leichtbau durch Einsatz hochfester Stähle und – wo sinnvoll – Aluminium verhilft ihm zu einem Leergewicht, das unter dem Durchschnittswert seiner Klasse liegt. So bringt der BMW 116i lediglich 1205 Kilogramm (DIN; ohne Fahrer) auf die Waage.

Mit all diesen Eigenschaften sorgt der BMW 1er für Fahrvergnügen in einer neuen Dimension. Sein Antriebskonzept sichert ihm die Spitzenstellung auf dem Gebiet der Fahrdynamik.

Die optimale Fahrerposition für mehr Freude am Fahren.

Dass der BMW 1er von Beginn an auf die Bedürfnisse des aktiven Fahrers zugeschnitten wurde, ist bereits am Platz hinter dem Lenkrad erkennbar. Die Lenkradposition ist über einen großen Verstellbereich sowohl horizontal als auch vertikal verstellbar. Eine optimal positionierte und stabile Fußstütze entlastet den linken Fuß. Außerdem sind Gas-, Brems- und Kupplungspedal mittig zum Fahrersitz angeordnet – keineswegs selbstverständlich in der Kompaktklasse. Denn in frontgetriebenen Fahrzeugen sind die Pedale aus konstruktionsbedingten Gründen zumeist von der Idealposition aus leicht nach rechts verschoben. Im BMW 1er dagegen leistet bereits die ergonomisch optimale Sitzposition einen wichtigen Beitrag zur Freude am Fahren.

Eine neue Erfahrung in der kleinen Klasse: Dynamik entsteht an der Hinterachse.

Nie zuvor war die Fortbewegung in einem Fahrzeug des Kompaktsegments mit so viel Fahrvergnügen verbunden wie beim BMW 1er. Und die Erklärung dafür ist verblüffend einfach: Motorleistung lässt sich auf vielfältige Weise in Vortrieb umsetzen, Dynamik entsteht jedoch nur bei der Kraftübertragung an die Hinterachse. Die Überlegenheit des Hinterradantriebs resultiert zu einem wesentlichen Teil aus physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Ihre Auswirkungen sind bei jedem Tritt aufs Gaspedal spürbar. Die beim Beschleunigen auftretenden Trägheitsmomente belasten vor allem die Hinterachse. Frontgetriebene Fahrzeuge verzeichnen beim Anfahren aus dem Stand größere Schwierigkeiten in der Kraftübertragung, weil der Vorderwagen entlastet wird, so dass sich der Fahrbahnkontakt der angetriebenen Vorderräder verringert. Auf heckgetriebene Fahrzeuge wirkt sich die durch die dynamische Achslastverlagerung verursachte Belastung der Hinterräder dagegen positiv aus.

Optimale Traktion dank ausgewogener Gewichtsverteilung.

Der BMW 1er spielt die Vorzüge seines Antriebskonzeptes auf jedem Kilometer aus – ganz gleich, ob beim sportlichen Ausflug über die Landstraße, im Stadtverkehr oder auch auf der Autobahn. Der bis zur Hinterachse führende Antriebsstrang und das auf der Vorderachse ruhende Motor- und Getriebeaggregat verhindern eine „Kopflastigkeit“ des Fahrzeugs. Statt dessen entsteht eine ausgewogene Gewichtsverteilung mit jeweils 50 Prozent des Gesamtgewichtes auf Vorder- und Hinterachse. In schnell durchfahrenen Kurven wirken die Seitenkräfte gleichmäßig auf alle vier Räder. Dies verhilft dem BMW 1er zu einer überzeugenden Fahrstabilität, die wesentlich zu seinem sportlichen Charakter beiträgt. Die Tendenz zum Untersteuern, wie sie bei Frontantriebskonzepten vorherrscht, besteht im BMW 1er auch in engen Kurven und bei höheren Geschwindigkeiten nicht, der Fahrbahnkontakt bleibt selbst auf schwierigem Untergrund erhalten.

Bei voller Beladung des Fahrzeugs verstärken sich die positiven Auswirkungen des Hinterradantriebs noch. Dagegen führt hohe Beladung bei Fronttrieblern dazu, dass sich zu Ungunsten der Traktion die Tendenz zur Entlastung der Vorderachse verstärkt – ein Effekt, der beim BMW 1er keine Rolle spielt.

Mehr Präzision auch im Grenzbereich.

Auch bei sportlicher Fahrweise ist sichergestellt, dass der BMW 1er selbst dort noch mit höchster Präzision seinen Kurs hält, wo herkömmliche Fahrzeuge der Kompaktklasse bereits den Grenzbereich der Fahrstabilität erreichen. Darüber hinaus sorgt die neutrale Auslegung des Fahrwerks dafür, dass auch kritische Situationen souverän gemeistert werden können. In extremen Fällen – beispielsweise beim Ausweichen vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis – hilft das Fahrstabilitätssystem DSC (Dynamische Stabilitäts Control), das Fahrzeug sicher zu beherrschen. Die beim BMW 1er serienmäßige Fahrdynamikregelung trägt dazu bei, auch bei abrupten Lenkmanövern und ungewöhnlich schnellen Richtungswechseln den Fahrbahnkontakt zu halten. Ein Ausbrechen des Fahrzeugs wird mit gezieltem Abbremsen einzelner Räder und Reduzierung der Motorleistung unterbunden. Der Eingriff des DSC erfolgt behutsam und erst dann, wenn eine Überschreitung der fahrphysikalischen Grenzen droht. Der fahrdynamische Charakter des BMW 1er wird dabei nicht beeinträchtigt.

Fünflenker-Hinterachse: aufwändige Neuentwicklung für mehr Agilität.

Die vollkommen neu konzipierte Fünflenker-Hinterachse ist im Wesentlichen von einer Doppelquerlenker-Hinterachse abgeleitet, deren oberer und unterer Dreieckslenker durch je zwei Einzellenker substituiert wurden. Hieraus ergibt sich der Vorteil, unabhängig von den Bauraumverhältnissen, den wirksamen virtuellen Kinematikpunkt frei festlegen zu können. Ergebnis ist eine Elastokinematik, die über einen großen Federwegbereich exakt die Radführung sicherstellt, die für die gewünschten Fahreigenschaften notwendig ist. Zudem reagiert sie aufgrund kleiner wirksamer Hebelarme kaum auf Störungen. Sowohl die radträgerseitige große Abstützbasis für Spur- und Sturzkräfte, als auch die äußerst steifen Lenker, der steife Hinterachsträger und die Anbindung zur Karosserie über Schubstreben sorgen für eine äußerst präzise Radführung, was wiederum eine Voraussetzung dafür ist, dass bei der Gesamtabstimmung des Fahrzeugs eine hohe Agilität erreicht wird. Die große Hinterachsabstützbasis ist sowohl für die Fahreigenschaften, als auch für die akustische Isolation von großer Bedeutung. Somit werden sowohl der Einsatz leistungs- und drehmomentstarker Motoren als auch der Einsatz von Reifenkonzepten mit Notlaufeigenschaften konzeptionell berücksichtigt.

Vorderachse: geringes Gewicht, höchster Komfort.

Auch bei der Konstruktion der Vorderachse wurde ein in der Kompaktklasse einzigartiges Niveau erreicht. Die Doppelgelenk-Federbein-Zugstrebenachse mit Stabilisator ist weitgehend aus Aluminium gefertigt. Damit wurde eine optimale Kombination aus hoher Steifigkeit und geringem Gewicht erzielt. Weil auch die Lenker und die Schwenklager aus Aluminium bestehen, wurden die ungefederten Massen erheblich reduziert. Insgesamt wirkt sich das Leichtbauprinzip positiv auf die Gewichtsverteilung aus – neben der hohen Stabilität von Lenkern und Streben sowie der exakten Radführung ist dies ein weiterer Beitrag zur Fahrdynamik des BMW 1er. Für einen außergewöhnlich hohen Schwingungs- und Akustik-Komfort sorgen die hydraulisch gedämpften Motorlager.

Der Motorsport liefert das Vorbild.

Den eindrucksvollsten Beleg für die prinzipielle Überlegenheit des Hinterradantriebs liefert der Motorsport. Traditionell dominieren heckgetriebene Fahrzeuge nahezu jede Disziplin im Automobilsport. Im Gegensatz zum Rallye-Sport, in dem sich der Allradantrieb weitgehend durchgesetzt hat, bleibt vor allem bei Rundstreckenrennen auf festem Belag die Kraftübertragung auf die Hinterräder die erste Wahl. Je höher die Anforderungen an Traktion und Motorleistung sind, desto deutlicher wird der Vorteil dieses Antriebsprinzips – bis hin zur Formel 1. Doch auch beim sportlichen Kräftemessen zwischen seriennahen Fahrzeugen werden die Vorteile des Hinterradantriebs augenfällig. In Einzelfällen gehen Hersteller von frontgetriebenen Fahrzeugen sogar dazu über, die Rennversionen ihrer Serienmodelle auf Hinterradantrieb umzurüsten.

Keine Antriebseinflüsse, perfekte Lenkpräzision.

Durch moderne Fahrwerktechnik konnten im Laufe von Jahrzehnten die konstruktionsbedingten Nachteile des Vorderradantriebs im Alltagsverkehr erheblich reduziert werden. Gleichwohl sind die negativen Auswirkungen von Antriebseinflüssen auf die Lenkung im Alltagsbetrieb spürbar. Vor allem auf nassem oder glattem Untergrund kann der Frontantrieb die Lenkpräzision beeinträchtigen. Auch mit aufwändigen Regelsystemen lassen sich derartige Einschränkungen im Fahrkomfort nur bedingt ausgleichen. Aus diesem Grund steht das Prinzip des Hinterradantriebs beim BMW 1er für eine konsequente Optimierung von Fahrdynamik, Komfort und aktiver Sicherheit. Die klare Trennung der Funktionsbereiche Antrieb und Lenkung ermöglicht ein Fahrerlebnis, das von keinerlei Kompromissen getrübt wird und den dynamischen Charakter des BMW 1er unterstreicht.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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