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Alt 05.06.2004, 17:57     #4
Hermann   Hermann ist offline
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Team und Fahrer

Team BMW Motorsport.

Das Unvorhersehbare ist das Typische bei einem 24-Stunden-Rennen. In jeder Situation den Überblick zu behalten, ist die große Kunst. Verloren hat man erst, wenn man aufgibt. Wie im Vorjahr vertraut BMW bei dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf eine bewährte Kombination aus Münchener BMW Technikern und der Mannschaft von Schnitzer Motorsport. Schnitzer steht für Erfolg im Tourenwagensport wie kein anderer Name. Rund um den Globus haben Rennwagen unter der Regie von Teammanager Charly Lamm schon Rennen gewonnen.

Schnitzer Motorsport wurde vor vier Jahrzehnten in Freilassing in Süddeutschland, nahe der österreichischen Grenze, gegründet. Das Unternehmen begann 1936 mit einem Autohaus, das seit 1966 ein BMW Händlerbetrieb ist, und wurde später um „Schnitzer Automobile Technik“ mit Motoren-Tuning und BMW Zubehör erweitert.

Schnitzer hat im BMW Auftrag fast zwei Dutzend Titel gewonnen – darunter drei Tourenwagen-Europameisterschaften und Championate in Deutschland, England, Italien, Japan und Südostasien. Die Mannschaft beherrscht nicht nur das Tourenwagen-Metier: 1997 feierte das Team mit dem McLaren BMW F1 GTR Siege in der FIA GT-Meisterschaft, 1999 mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans und weitere Triumphe in der American Le Mans Series (ALMS). In der ALMS knüpfte Schnitzer 2001 mit dem BMW M3 GTR an die Erfolge an und gewann die GT-Klasse dieser Langstreckenmeisterschaft. Seit 2002 setzt das BMW Team Deutschland unter der Leitung von Schnitzer Motorsport zwei BMW 320i mit den Fahrern Dirk Müller und Jörg Müller in der FIA European Touring Car Championship (ETCC) ein und sorgte im Vorjahr mit für den Gewinn der Markenmeisterschaft. Jörg Müller verpasste den Europameistertitel um einen einzigen Punkt.

Langstreckenrennen sind eine Spezialität dieser Crew. Stellt Le Mans 1999 den größten internationalen Erfolg dar, zeugen noch weitere 24-Stunden-Siege von strategischen Meisterleistungen: Fünf Siege bei dem Marathon in Spa-Francorchamps stehen zu Buche (1985, 1986, 1988, 1990 und 1995). Und auch auf dem Nürburgring fuhr das Team schon zwei Mal als Gesamtsieger ins Ziel: 1989 und 1990.

Teamname: Team BMW Motorsport, München

Einsatzmannschaft: Schnitzer Motorsport, mit Unterstützung von BMW Motorsport Technikern

Teammanager: Charly Lamm, Schnitzer Motorsport

Technischer Leiter: Friedrich Nohl, BMW Motorsport

Websites: www.bmw-motorsport.com, www.schnitzer.de

Schnitzer Motorsport:
  • 1966 1. Platz Deutsche Meisterschaft (BMW 2002 ti)
  • 1975 1. Platz Formel-2-EM (Martini BMW)
  • 1976 2. Platz GT Markenweltmeisterschaft (BMW 3.5 CSL)
  • 1978 1. Platz Deutsche Rennsportmeisterschaft (BMW 320)
  • 1980–1998 Neun Siege Tourenwagenrennen in Macau (BMW 320,BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
  • 1983, 1986, 1988 1. Platz Tourenwagen-EM (BMW 635 CSi, BMW M3)
  • 1985, 1986, 1988 1. Platz 24h-Rennen Spa1990, 1995 (BMW 635 CSi, BMW M3, BMW 320i)
  • 1987 1. Platz Tourenwagen-Weltmeisterschaft (BMW M3)
  • 1989, 1991 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3)
  • 1989 1. Platz DTM (BMW M3)
  • 1989, 1990 1. Platz Italien-Tourenwagen-Meisterschaft (BMW M3)
  • 1993 1. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 318i)
  • 1994 1. Platz Asien-Pazifik-Meisterschaft (BMW 318is)
  • 1995 1. Platz Japanische Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i), 1. Platz ADAC Super-Tourenwagen-Cup (BMW 320i)
  • 1998 1. Platz Deutsche Supertourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i)
  • 1999 1. Platz 24h-Rennen Le Mans (BMW V12 LMR), 1. Platz 12h-Rennen Sebring (BMW V12 LMR)
  • 2001 1. Platz GT-Klasse American Le Mans Series (BMW M3 GTR)
  • 2002 2. Platz FIA ETCC Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege, 2. und 4. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung mit Jörg Müller und Dirk Müller
  • 2003 2. Platz FIA ETCC-Teamwertung (BMW 320i), sieben Siege, zwei Polepositions, acht schnellste Rennrunden, 2. und 5. Platz FIA ETCC-Fahrerwertung mit Jörg Müller und Dirk Müller; 24h-Rennen Nürburgring (BMW M3 GTR)
  • 2004 FIA ETCC (BMW 320i), Fahrer: Dirk Müller, Jörg Müller; 1. und 2. Platz Lauf BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (BMW M3 GTR); 24h-Rennen Nürburgring und Spa (BMW M3 GTR)
Duncan Huisman (NLD).

Der Rennsport prägte schon zu Duncan Huismans Kindertagen das heimische Familienleben. Doch obwohl sein Vater als Rennleiter tätig war und sein um fünf Jahre älterer Bruder Patrick seine Fahrerkarriere vorantrieb, ließ sich Duncan Zeit. Ihn packte die Rennleidenschaft erst als 20-Jährigen. Im Winter 1991/92 besuchte er einen Kurs in einer Rennfahrerschule. Einmal auf den Geschmack gekommen, startete er in Oldtimer-Rennen, Rallyes, Sportwagen- und Tourenwagenrennen.

1997 gewann er seinen ersten von drei Titeln in der holländischen Tourenwagen-Meisterschaft auf BMW 320i. Ebenfalls drei Mal, und zwar in Folge, siegte er mit dem BMW 320i bei dem spektakulären Tourenwagen-Rennen in Macau. Seit 1994 gehören 24-Stunden-Rennen zu Huismans Repertoire. Damals war er einer jener drei Fahrer, die das jüngste je in Spa gestartete Team bildeten.

Geburtstag/-ort: 11. November 1971/Doornspijk (NLD)

Wohnort: Vreden (DEU)

Familienstand: ledig

Website: www.duncanhuisman.com
  • 1992–1993 Squadra Bianca Cup, holländische Ferrari Porsche Challenge, zwei Siege
  • 1994 3. Platz holl. Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i), holl. Rallye-Meisterschaft (Mitsubishi)
  • 1995 2. Platz holl. GT-Meisterschaft (BMW M3 GTR), 5. Platz Maserati Ghibli Cup
  • 1996 10. Platz Porsche Super Cup
  • 1997 1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, sieben Siege (BMW 320i)
  • 1998 1. Platz Belcar Meisterschaft, vier Siege (Porsche), 5. Platz 24h Daytona, 2. Platz Kl. GT2 (Porsche), 5. Platz holl. Tourenwagen-Meisterschaft, zwei Siege (BMW 320i), 24h Spa (BMW 320i), 8. Platz belgische Procar Meisterschaft (BMW 320i)
  • 1999 11. Platz holl. Tourenwagen-Meisterschaft (BMW 320i)
  • 2000 1. Platz holländische Tourenwagen-Meisterschaft, vier Siege (BMW 320i), 24h Daytona (Porsche)
  • 2001 2. Platz FIA Super Production Meisterschaft, drei Siege, 1. Platz Guia Race in Macau (BMW 320i)
  • 2002 1. Platz holl. Tourenwagen-Meisterschaft, neun Siege,(BMW 320i), 24h Daytona (Marcos) 1. Platz Guia Race in Macau, FIA ETCC (BMW 320i);
  • 2003 1. Platz Independents’ Trophy in der FIA ETCC, (BMW 320i); 1. Platz Guia Race in Macau (BMW 320i)
Pedro Lamy (PRT).

Mancher erkennt den Sieger am Start. So etwa Schumacher-Manager Willi Weber, der Pedro Lamy 1992 in sein Formel-3-Team holte. Der junge Portugiese hatte bereits ein Dutzend Meistertitel in der Tasche, als er in die Deutsche Meisterschaft kam. Mit elf Siegen eroberte er den Titel im Sturm. Über die Formel 3000 schaffte Lamy schon 1993 den Sprung in die Formel 1. Einen Platz in einem Top-Team hatte er nie. 1995 erzielte er im australischen Adelaide dennoch einen WM-Punkt.

1997 wurden Sport- und Tourenwagen sein Metier, Langstreckenrennen eine Passion. Fünf Mal startete er bei den 24 Stunden in Le Mans, 1998 wurde er Gesamtvierter. Ein Mal trat er zu den 24 Stunden von Spa an und drei Mal auf dem Nürburgring, wo er 2001 und 2002 zum Siegerteam gehörte.

Geburtstag/-ort: 20. März 1972/Aldeia Galega (PRT)

Wohnort: Lissabon (PRT)

Familienstand: ledig, Freundin Carla

Website: www.pedrolamy.com
  • 1978–1981 Mini Motorbikes, drei Mal portugiesischer Rundstrecken- und Motocross-Meister, ein Mal iberischer Rundstrecken- und Motorcross-Meister
  • 1985–1986 2. Platz port. Kart-Meisterschaft (Spring Klasse)
  • 1987 2. Platz port. Kart-Meisterschaft (Green Klasse)
  • 1988 1. Platz port. Kart-Meisterschaft (Inter 100 Klasse)
  • 1989 1. Platz port. Formel-Ford-Meisterschaft
  • 1990 1. Platz Formel Opel Nations Cup
  • 1991 1. Platz Formel Opel Euroserie und Nations Cup
  • 1992 1. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft und 1. Platz Formel 3 Marlboro Masters
  • 1993 2. Platz Formel-3000-Europameisterschaft und Formel-1-Debüt, 4 GP (Lotus)
  • 1994 Formel 1, 4 GP (Lotus), Testfahrer (Mercedes)
  • 1995 Formel 1, 8 GP (Minardi), Testfahrer (Tyrrell, Arrows)
  • 1996 Formel 1 (Minardi)
  • 1997 FIA GT-Meisterschaft und 24h Le Mans (Porsche)
  • 1998 1. Platz FIA GT2-Meisterschaft (Chrysler Viper), 2. Platz 24h Le Mans (Chrysler Viper)
  • 1999 24h Le Mans (Mercedes), American Le Mans Series und ISRS (BMW V12 Le Mans)
  • 2000 13. Platz DTM (Mercedes)
  • 2001 11. Platz DTM (Mercedes), 1. Platz 24h Nürburgring (Chrysler Viper), 4. Platz 24h Le Mans (Chrysler LMP)
  • 2002 7. Platz V8 Star (Jaguar), 1. Platz 24h Nürburgring (Chrysler Viper), 5. Platz 24h Le Mans (Dallara Judd LMP)
  • 2003 1. Platz V8 Star (Jaguar), Start 24h Nürburgring (Dodge Viper), 5. Platz 24h Spa (Chrysler Viper)
Dirk Müller (DEU).

Der Siegerländer begann seine Laufbahn als 14-Jähriger im Kart. Später sammelte Dirk Müller sowohl im Formelsport als auch mit Sportwagen Erfolge. Genau wie im Fall seines Teamkollegen Jörg Müller zählt zu seinen jüngsten Erfolgen der Titel in der GT-Klasse der American Le Mans Series. Er gewann ihn im Jahr 2000. Ende 2002 ging für Dirk Müller ein Traum in Erfüllung: BMW belohnte sein Tourenwagen-Engagement mit 45 Testrunden im WilliamsF1 BMW FW24 in Barcelona.

2004 bestreitet der 28-Jährige seine dritte Saison mit dem BMW Team Deutschland in der FIA European Touring Car Championship (ETCC). Ein vierter und ein fünfter Platz in der Europameisterschaft waren für ihn keine befriedigenden Saisonresultate. 2004 will er mehr. Dass er einen langen Atem hat, bewies er auch schon bei zahlreichen 24-Stunden-Einsätzen. Seine besten Ergebnisse bisher sind zweite Plätze 1998 und 1999 in Daytona und 1999 in Le Mans. 2003 startete er mit dem Team BMW Motorsport erstmals zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring. Für die Wiederholung und für den Einsatz bei den 24 Stunden von Spa hat er sich viel vorgenommen.

Geburtstag/-ort: 18. November 1975/Burbach (DEU)

Wohnort: Monte Carlo

Familienstand: Verheiratet mit Daniela

Website: www.dirk-mueller.com
  • 1989, 1990 Einstieg in den Kartsport
  • 1991 3. Platz ADAC-Pop-Kartmeisterschaft
  • 1992 2. Platz Formel König
  • 1993 2. Platz Formel König, vier Siege; 12. Platz deutsche Formel Opel
  • 1994 3. Platz deutsche Formel Opel, zwei Siege
  • 1995 sporadische Einsätze Formel Opel Euroserie, erstes Formel-3-Rennen
  • 1996 Deutsche Formel-3-Meisterschaft, ein Sieg
  • 1997 Aufnahme im Porsche Junior Team, 5. Platz Porsche Carrera Cup, ein Sieg
  • 1998 1. Platz Porsche Carrera Cup, vier Siege; 2. Platz 24h Daytona (Porsche GT1)
  • 1999 2. Platz 24h Daytona (Porsche GT2), 4. Platz 12h Sebring (Porsche GT1), 2. Platz GT-Kl. 24h Le Mans (Porsche GT3R), 1. Platz GT-Wertung Petit Le Mans (Porsche GT3R)
  • 2000 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (Porsche GT3R)
  • 2001 6. Platz GT-Kl. ALMS, ein Sieg (BMW M3 GTR)
  • 2002 4. Platz FIA ETCC, drei Siege (BMW 320i)
  • 2003 5. Platz FIA ETCC, zwei Siege (BMW 320i), 24h Nürburgring (BMW M3 GTR)
Jörg Müller (DEU).

Scheinbar spielerisch machte Jörg Müller seinen Weg durch die verschiedenen Formelklassen: Er gewann Meistertitel in der Formel Ford, Formel Opel, Formel 3 und Formel 3000. In der Formel 1 blieb es bei Testfahrerverträgen, zunächst mit Arrows und Sauber. 1999 stand er als Testpilot in Diensten der BMW Vorbereitungen auf die Formel-1-Rückkehr.

Auch in Sport- und Tourenwagen gehörte er immer zu den Schnellsten. Der BMW V12 LMR, mit dem BMW 1999 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann, faszinierte Müller. Drei Siege in der American Le Mans Series (ALMS) erzielte er mit dem offenen Prototypen. Zum ALMS-Titelgewinn fuhr er 2001 mit dem BMW M3 GTR in der GT-Klasse. Seine Erfahrung mit 24-Stunden-Rennen ist vielfältig: In Le Mans startete er außer für BMW auch für Nissan und Porsche, außerdem bestritt er je einmal die 24 Stunden von Daytona und Spa. In Belgien siegte er 1996 mit BMW auf Anhieb. 2004 startet er mit dem BMW Team Deutschland in der FIA ETCC und zu seinem vierten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring sowie bei den 24 Stunden von Spa. Parallel ist er Chefinstruktor des Formel BMW Racing Centers in Valencia.

Geburtstag/-ort: 3. September 1969/Kerkrade (NLD)

Wohnort: Monte Carlo

Familienstand: Verheiratet mit Julia

Website: www.joerg-mueller.org
  • 1984–1987 Kartsport
  • 1988 1. Platz Deutsche Formel-Ford-Meisterschaft
  • 1989 1. Platz Deutsche Formel Opel Lotus Challenge
  • 1990 1. Platz Formel-Ford-Europameisterschaft, 5. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
  • 1991 1. Platz Formel-3-Grand-Prix in Monaco
  • 1992 7. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
  • 1993 Deutsche F3-Meisterschaft, 1. Platz F3-GP Macau
  • 1994 1. Platz Deutsche F3-Meisterschaft
  • 1995 BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup
  • 1996 1. Platz Formel-3000-Europameisterschaft, BMW Werksfahrer im ADAC Supertourenwagen-Cup, 1. Platz 24h Spa (BMW 318is)
  • 1997 Formel-1-Testfahrer für Arrows, 24h Le Mans (Nissan)
  • 1998 Formel-1-Testfahrer für Sauber, 2. Platz 24h Le Mans (Porsche GT1)
  • 1999 BMW Werks- und F1-Testfahrer: ein ALMS-Sieg, 24h Le Mans (BMW V12 LMR)
  • 2000 5. Platz ALMS, zwei Siege (99er BMW V12 LMR)
  • 2001 1. Platz GT-Kl. ALMS, vier Siege (BMW M3 GTR)
  • 2002 2. Platz FIA ETCC, vier Siege (BMW 320i)
  • 2003 2. Platz FIA ETCC, fünf Siege (BMW 320i), 24h Nürburgring (BMW M3 GTR)
Boris Said III. (USA).

Bis 1985 interessierten ihn ausschließlich Motorräder. Dann besuchte er sein erstes Autorennen, den Großen Preis der Formel 1 in Detroit, und beschloss, selbst Rennfahrer zu werden. 1,90 Meter groß, fühlte er sich nie zum Formelsport berufen, ließ aber ansonsten wenig aus. Zwar hat er Meistertitel gewonnen, doch liegt ihm das akribische Punktesammeln nicht sehr am Herzen. Interessante Rennen in möglichst kraftvollen und vielen verschiedenen Fahrzeugen – das ist seine Leidenschaft. Bis zu 40 Rennen pro Jahr sind kein Problem für ihn. Ob Sprint oder Langstrecke, Oval oder Straßenkurs, in Amerika, 1993 im Deutschen ADAC Cup, im belgischen Spa, im französischen Le Mans oder sonstwo auf der Welt.

Eine der wenigen Konstanten in seiner Karriere sind Einsätze für das amerikanische PTG Team von Tom Milner. Mit dieser Mannschaft hat Boris Said mehr Siege mit dem BMW M3 erzielt als jeder andere Profipilot in amerikanischen Sportwagenrennen. Einige davon mit seinem Freund Hans-Joachim Stuck als Partner. Stuck war es auch, der Said vor dessen erstem Einsatz auf der Nordschleife im Vorjahr in die Geheimnisse der schwierigsten Rennstrecke der Welt einführte.

Geburtstag/-ort: 18. September 1962/New York (USA)

Wohnort: Carlsbad, Kalifornien (USA)
  • 1989 1. Platz SCCA Showroom Stock GT National Championship, SCCA Corvette Challenge Rookie of the Year
  • 1990 und 1991 1. Platz SCCA Showroom Stock GT National Championship
  • 1992 1. Platz IMSA Endurance Challenge Sports-Class Championship
  • 1993 8. Platz Deutscher ADAC GT-Cup
  • 1994 Auszeichnung SCCA Trans-Am-Serie „Rising Star of the Year“, 24h Le Mans (GT2-Poleposition), 24h Spa (GT2-Poleposition und Klassensieg)
  • 1994 bis 1996 Trans-Am-Serie – ein Sieg, elf Mal unter den ersten Fünf, 23 Mal unter den ersten Zehn
  • 1995 1. Platz Firestone Firehawk
  • 1996 1. Platz 24h Daytona und 3. Platz GTS-Klasse (18 Stunden gefahren)
  • 1996 bis 2001 Teilnahme in amerikanischen Meisterschaften auf BMW M3 (BMW Team PTG), mind. ein Sieg pro Jahr
  • 2002 1. Platz Trans-Am Fahrermeisterschaft, acht Siege
  • 2003 Zwei Rennen NASCAR Winston Cup, eine Poleposition, 24h Nürburgring (BMW M3 GTR), 9. Platz Speed GT in den USA (BMW M3)
Hans-Joachim Stuck (DEU).

1969 fuhr Hans-Joachim Stuck sein erstes Autorennen mit einem BMW 2002 auf dem Nürburgring. Nach 300 Kilometern Renndistanz kam er als Dritter ins Ziel. Es war der Anfang einer Karriere, die ihresgleichen sucht.

1974 wurde er auf March BMW Zweiter der Formel-2-Europameisterschaft und gab sein Formel-1-Debüt. In sechs Jahren fuhr er 74 Grands Prix und sammelte 29 WM-Punkte. Einmal schaffte er als Drittplatzierter den Sprung aufs Podest. Später siegte Stuck in der amerikanischen IMSA-Serie und wurde 1985 Sportwagen-Weltmeister. Zwei Mal hat er die 24 Stunden von Le Mans gewonnen, drei Mal die 12 Stunden von Sebring, ein Mal die 24 Stunden in Spa und zwei Mal die 24 Stunden auf dem Nürburgring; das erste Mal 1970 auf BMW 2002 ti, das bisher letzte Mal 1998 mit einem BMW 320d – mit moderner Dieseltechnik von BMW. In der American Le Mans Series (ALMS) setzte er mit BMW das Siegen fort. Er hat bereits 51 Starts bei 24-Stunden-Rennen auf dem Tacho.

Hans-Joachim Stuck, Sohn des legendären König der Bergrennen, ist für BMW viel mehr als ein noch immer schneller Rennfahrer. Der 53-Jährige fungiert auch als Markenbotschafter des Unternehmens. Außerdem sorgen seine Arbeit als Formel-1-Experte für den TV-Sender Premiere World und eine Vielfalt anderer Aufgaben für einen atemberaubenden Lebensrhythmus. Das taugt ihm. Er ist die personifizierte Unternehmungslust.

Geburtstag/-ort: 1. Januar 1951/Garmisch-Partenkirchen (DEU)

Wohnsitz: Ellmau/T., Österreich

Familienstand: verheiratet mit Sylvia, 2 Söhne

Website: www.hansstuck.com
  • 1969 erste Tourenwagen-Rennen
  • 1970 Sieg 24h Nürburgring (BMW 2002 ti)
  • 1972 Sieg 24h Spa, Deutscher Rennsport-Meister (Ford)
  • 1973 Formel-2-Europameisterschaft (March BMW)
  • 1974 2. Platz Formel-2-EM (March BMW), Formel-1-Debüt
  • 1975 3. Platz IMSA-GT-Serie/USA (BMW), fünf Siege
  • 1976 Formel 1 (March)
  • 1977 11. Platz Formel 1 (Brabham), zwei dritte Plätze
  • 1978–1979 Formel 1 (Shadow/ATS)
  • 1979 1. Platz Procar-Serie (BMW)
  • 1981 u. ’83 2. Platz Deutsche Rennsport-Meisterschaft (BMW)
  • 1984 2. Platz Tourenwagen-EM (BMW), zwei Siege Sportwagen-WM (Porsche)
  • 1985 1. Platz Sportwagen-WM, 2. Platz DM (Porsche), 2. Platz Sportwagen-DM (Porsche)
  • 1986 2. Platz Sportwagen-WM, Siege 24h Le Mans und 12h Sebring (Porsche)
  • 1987 Sieg 24h Le Mans, 1. Platz ADAC-Supercup (Porsche)
  • 1988 Sieg 12h Sebring, 2. Platz 24h Le Mans (Porsche), 3. Platz Trans-Am-Serie (Audi), vier Siege
  • 1989 4. Platz IMSA-GTO-Serie/USA (Audi), sieben Siege; 3. Platz 24h Le Mans (Porsche)
  • 1990 Deutscher Tourenwagen-Meister (Audi)
  • 1991 3. Platz DTM (Audi), IMSA-Supercar-Serie (Porsche)
  • 1992 DTM (Audi), IMSA-Supercar-Serie (Porsche)
  • 1993 IMSA-Supercar-Champion, acht Siege; Sieg 12h Sebring (Porsche)
  • 1994/1995 3. und 6. Platz in Le Mans (Porsche); 8. und 4. Platz ADAC-Tourenwagen-Cup (Audi), IMSA (Porsche)
  • 1996 9. Platz International Touring Car Championship (Opel), zwei Siege in Helsinki; 3. Platz 24h Le Mans
  • 1997 17. Platz FIA GT-Meisterschaft, 24h Le Mans (Porsche),
  • 1998 24h Le Mans, Team BMW Motorsport (BMW V12 Le Mans), Entwicklungsprogramm BMW V8-Rennmotor, Sieg 24h Nürburgring (BMW 320d)
  • 1999 ALMS (BMW M3 GT, BMW Team PTG), Sieg in Sears Point, USRRC-Sieg in Lime Rock
  • 2000 ALMS (BMW M3 GT, BMW Team PTG), Sieg in Laguna Seca
  • 2001 8. Platz GT-Klasse ALMS (BMW Team PTG M3 GTR), Siege in Portland und Road Atlanta
  • 2002 BMW Einsätze in den USA (BMW Team PTG M3), 24h Nürburgring (BMW M3)
  • 2003 BMW Einsätze in den USA (BMW Team PTG M3), 24h Nürburgring (BMW M3 GTR)
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (05.06.2004 um 18:06 Uhr)
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