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Alt 05.06.2004, 17:21     #1
Hermann   Hermann ist offline
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M3 Extrem - Alle Details zum 24h-Rennen Nürburgring 2004.

BMW 24-Stunden-Siege

Interview mit Mario Theissen

Team und Fahrer

Technik des BMW M3 GTR

Zeitplan, Zahlen, Reglementauszüge

Eine Runde – 83 Kurven.

Exakt 38 Links- und 45 Rechtskurven auf einer einzigen Runde: Das gibt es nur auf dem Nürburgring, wenn Tradition und Moderne verschmelzen. Die Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und die legendäre Nordschleife bilden die schwierigste Rennstrecke der Welt. 24,427 Kilometer misst der Parcours für das 24-Stunden-Rennen, bei dem BMW Motorsport am 12./13. Juni 2004 zwei BMW M3 GTR einsetzt.

Einer der beiden 500 PS starken GT-Sportwagen wird pilotiert von den deutschen BMW Werksfahrern Dirk Müller und Jörg Müller an der Seite von Landsmann und Routinier Hans-Joachim Stuck. Das andere Cockpit teilen sich Duncan Huisman (NLD), Pedro Lamy (PRT) und Boris Said (USA).

BMW Partner beim Einsatz der bulligen M3 GTR ist die bewährte Crew von Schnitzer Motorsport aus Freilassing. Unter der Regie von Teammanager Charly Lamm haben BMW Tourenwagen bereits zwei Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring errungen. Hinzu kommen fünf Triumphe bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL) und einer, 1999, mit dem offenen Prototypen BMW V12 LMR, beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans (FRA).

BMW ist die mit Abstand erfolgreichste Marke bei dem Marathon durch die Eifelwälder. 16 BMW Gesamtsiege stehen zu Buche. Der jüngste datiert auf 1998 und schrieb Motorsportgeschichte: Damals gewann der BMW 320d als erster Tourenwagen mit Dieselmotor ein solches Rennen. Wie beim ersten BMW Sieg, errungen bei der Debütveranstaltung 1970, saß auch 1998 Hans-Joachim Stuck am Steuer des Siegerautos. 2004 wird die 32. Auflage des Langstreckenklassikers gestartet.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen: „Dieses Rennen ist eines der größten Motorsportereignisse Deutschlands – 194 000 Zuschauer haben die Veranstalter 2003 am gesamten Wochenende gezählt. Die Fan-Kulisse war einzigartig. Und auch das Wettbewerbsniveau ist mittlerweile wieder top.“

Die Nennungen von maximal 210 Fahrzeugen werden akzeptiert – vom Kleinstwagen mit Rennausrüstung bis zum reinrassigen GT-Boliden sind diese in 18 Klassen eingeteilt. Theissen: „Wir starten in der höchsten Klasse und wollen um den Gesamtsieg kämpfen. Bei den Piloten setzen wir auf Langstreckenerfahrung, Streckenkenntnis und Routine im Umgang mit Sportwagen vom Kaliber des BMW M3 GTR.“

BMW M3 GTR: 2001 in den USA Meister aller Klassen.

Der BMW M3 GTR debütierte 2001 in der American Le Mans Series (ALMS) und siegte dort auf Anhieb in allen Disziplinen: Jörg Müller gewann die Fahrermeisterschaft, BMW Motorsport siegte im Teamklassement, und BMW wurde Markenmeister.

Der Vierliter-V8-Motor des BMW M3 GTR leistet rund 500 PS – bei Steigungen von bis zu 17 Prozent zählt gerade auf der Nordschleife jede Pferdestärke. Ein eigens entwickeltes Fahrwerk, aerodynamische Optimierungen und gezielter Leichtbau mit Karosserieteilen aus Kohlefaser machen den M3 zu einem imposanten GT-Sportwagen.

Fahrer-Sextett: international und mit viel Erfahrung.

Dirk Müller (28) und Jörg Müller (34), als BMW Werksfahrer seit Jahren erfolgreich und mittlerweile in der FIA European Touring Car Championship (ETCC) für das BMW Team Deutschland am Start, waren schnell gesetzt. Außer Frage stand auch der Einsatz von Langstreckenroutinier Hans-Joachim Stuck (53), der in jahrzehntelanger BMW Verbundenheit ebenfalls viele Siege erzielte.

Pedro Lamy (32) ist eine BMW Neuverpflichtung. Wie Stuck ist der Portugiese ein ehemaliger Formel-1-Pilot, und ebenso wie der Wahlösterreicher errang Lamy schon zwei Gesamtsiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (2001 und 2002). Duncan Huisman (32) gewann 1997 in den Niederlanden seinen ersten von drei Tourenwagentiteln mit BMW, siegte drei Mal in Folge beim spektakulären Tourenwagenrennen in Macau und überzeugte 2003 in der FIA ETCC. Auch verfügt er über Erfahrung bei 24-Stunden-Rennen. Boris Said (41) ist für BMW seit Jahren in amerikanischen Sprint- und Langstreckenrennen erfolgreich. Zudem kennt er die Nürburgring-Nordschleife von seinem Vorjahreseinsatz bei den 24 Stunden.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (05.06.2004 um 18:24 Uhr)
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