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Alt 31.05.2004, 11:18     #29
Hermann   Hermann ist offline
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Großer Preis von Europa – RENNEN 30. Mai 2004

Wetter: trocken, Sonne, Wolken; 21-22°C Luft, 34-40°C Asphalt, 30-33% Luftfeuchtigkeit

Nürburg (DEU). Für beide Piloten des BMW WilliamsF1 Teams hatte eine Kollision in der ersten Kurve des GP Europa auf dem Nürburgring Konsequenzen: Für Ralf Schumacher war das Rennen beendet, Juan Pablo Montoya wurde durch den nötigen Reparaturstopp ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Er holte schließlich vom 18. auf den achten Platz auf.

Juan Pablo Montoya: 8.

Chassis: FW26 06

Schnellste Runde: 1.31,424 min in Rd. 43 (achtschnellste insg.)


Mein Start war zunächst gut. In der ersten Kurve hat Rubens dann recht früh gebremst. Ralf und ich mussten ebenfalls heftig bremsen, bei uns beiden haben die Räder blockiert. Ralf wählte die Außenbahn, ich blieb hinter Rubens. Im weiteren Kurvenverlauf tauchte Panis auf der Innenbahn auf. Er traf mein Vorderrad und hat mich so in Ralfs Auto geschickt. Eine Haarnadel unmittelbar nach dem Start ist immer problematisch. Danach war es hart, noch den einen Punkt zu erkämpfen, da wäre mehr drin gewesen.

Ralf Schumacher: Unfall und Ausfall in Runde 1

Chassis: FW26 07


In der ersten Runde aus dem Rennen zu sein, das wünscht sich keiner. Der Unfall mit Juan Pablo war sehr unglücklich. Er hat am Ende der Geraden einfach ein bisschen zu spät gebremst, weil er versucht hat, Positionen zu gewinnen. Ich bin hundertprozentig sicher, dass er den Zusammenstoß nicht beabsichtigt hat, und deshalb mache ich ihm auch keinen Vorwurf. Es war ein normaler Startunfall. Es tut mir leid, dass ich dann auch noch Cristiano Da Matta getroffen und mit aus dem Rennen gerissen habe. Aber ich hatte keine Chance, das zu verhindern, nachdem Juan mein Auto erst am Heck und dann an der Front getroffen hatte. Heute ist der Unfall frustrierend. Aber ich garantiere, dass wir weiter kämpfen werden.

Sam Michael (Technical Director, WilliamsF1):

Nach der ersten Kurve hatten wir schon ein Auto verloren, Ralf war draußen. Für mich sah die Situation aus wie ein klassischer Startunfall. An Juans Auto war der Frontflügel beschädigt, er kam nach der ersten Runde an die Box. Wir haben eine neue Fahrzeugnase montiert und das Rennen mit 35 Sekunden Rückstand fortgesetzt. Ab dann haben wir darum gekämpft, doch noch in die Punkte zu fahren, was ja auch geklappt hat. Aber ich bin sicher, dass wir heute sehr viel konkurrenzfähiger gewesen wären, wenn beide Autos die erste Kurve unbeschadet überstanden hätten.

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):

Die Startpositionen acht und neun waren nicht die beste Voraussetzung, das hat sich mit der Startkollision unserer Fahrer bestätigt. Eine solche Situation ist ärgerlich für das Team. Das passierte nach Indianapolis 2002 nun zum zweiten Mal, das ist zwei Mal zu viel. Andererseits muss man sehen, dass die erste Kurve hier geradezu dazu einlädt. Sie erlaubt vier bis fünf verschiedene Linien für die An- und Ausfahrt, nur an der engsten Stelle haben maximal zwei Autos nebeneinander Platz.

- Test in Silverstone: 1. Juni Marc Gené, 1.-3. Juni Antonio Pizzonia, 2. und 3. Juni Montoya

- Test in Monza: 1.-3. Juni Ralf Schumacher
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist
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