Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 10.05.2004, 21:04     #5
Albert   Albert ist offline
Power User
  Benutzerbild von Albert

Threadersteller
 
Registriert seit: 06/2001
Ort: D-29227 Celle
Beiträge: 17.737

CE-
5. Sicherheit in allen Lebenslagen

Adam McNeill, verantwortlich für die Insassensicherheit bei MINI, zum Sicherheitspotenzial des MINI Cabrios: „Top-Sicherheit hatte bei der Entwicklung aller MINI Modelle höchste Priorität. Wir wollten deshalb auch bei unserer neuen Modellvariante ein vorbildliches Sicherheitskonzept umsetzen. Dass uns dies gelungen ist, haben wir in zahlreichen Versuchsreihen nachgewiesen. Neben der vorbildlich hohen Karosseriesteifigkeit sorgt ein umfangreiches Sicherheitspaket aus intelligenten Frontairbags, pyrotechnischen Gurtstraffern, Gurtkraftbegrenzern, Head-Thorax-Seitenairbags, verstärkter A-Säule und einem soliden Überrollbügel für optimalen Insassenschutz.“


Für den Ernstfall gerüstet

Die MINI Cabrio-Modelle sind serienmäßig mit vier Airbags ausgestattet. Neben den beiden intelligenten Frontairbags schützen zwei Seitenairbags die Passagiere auf den Vordersitzen. Die Luftsäcke (Head-Thorax-Airbags) verbergen sich in den Seitenteilen der Vordersitze und sind so dimensioniert, dass sie bei einem seitlichen Aufprall gleichzeitig Kopf und Oberkörper vor Verletzungen bewahren.

Eine bedeutende Rolle für den wirkungsvollen Insassenschutz spielt die zeitlich exakt aufeinander abgestimmte Aktivierung von Gurt und Airbag. Einsatz und Leistung der beiden Frontairbags werden in Abhängigkeit von der Unfallschwere gesteuert und sind so mit der Wirkung der pyrotechnischen Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer abgestimmt, dass die Spitzenbelastung und damit das Verletzungsrisiko so gering wie möglich ist. Gesteuert werden die Rückhaltesysteme über gemeinsame Crashsensoren, die unter anderem einen situationsgerechten und optimalen Einsatz der Airbags sicherstellen.

Natürlich geben auf allen vier Plätzen Dreipunktsicherheitsgurte den nötigen Rückhalt, wobei die Frontsitze serienmäßig mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern bestückt sind. Der Umlenkpunkt der vorderen Sicherheitsgurte ist in die B-Säule integriert, im Fond verläuft die Gurtführung über den Überrollbügel.


Vorbildlich steife Karosserie

Die Karosseriestruktur des neuen Cabrios ist so ausgelegt, dass bei einem Aufprall möglichst viel Energie absorbiert wird, um die Belastung für die Insassen so gering wie möglich zu halten. Andererseits ist die Struktur aber so steif, dass das Fahrverhalten keine Wünsche offen lässt.

Da bei einem Cabrio das Dach keine Kräfte aufnehmen kann, werden andere Strukturteile wie die Bodengruppe und die Seitenschweller wesentlich stärker beansprucht. Deshalb wurden sie im MINI Cabrio großzügiger dimensioniert und an den entscheidenden Stellen verstärkt. Dadurch ist sichergestellt, dass der offene MINI wie die Modelle mit festem Dach ein vorbildlich hohes Maß an Insassensicherheit und Fahrdynamik bietet.

Die Seitenschweller übernehmen beim Cabrio eine tragende Rolle. Deshalb wurden nicht nur die Wandstärken deutlich erhöht, sondern auch zusätzliche Schott- und Versteifungsbleche integriert. Diese Maßnahmen erhöhen die Steifigkeit und verhindern außerdem das Einknicken der Türschweller bei einem Frontalaufprall. Darüber hinaus wurde die Bodengruppe verstärkt, es wurden zusätzliche Quertraversen im Bereich der B-Säule und im Fond eingesetzt sowie Versteifungen am Unterboden angebracht. Der Vorderwagen des MINI Cabrios ist nahezu identisch mit dem der geschlossenen MINI Modelle, so dass das Fahrzeug bei einem Frontcrash ein vergleichbar gutes Ergebnis liefert.


Auch für den Seitenaufprall gut gerüstet

Auch beim seitlichen Aufprall sind die Passagiere im MINI Cabrio gut geschützt. Dafür sind neben den großvolumigen Head-Thorax-Seitenairbags unter anderem die verstärkten Seitenschweller, die verstärkte Bodengruppe, die zusätzlichen Quertraversen und die höheren Blechstärken an den kritischen Stellen verantwortlich.

Die crashrelevanten konstruktiven Maßnahmen verleihen der Karosserie zusätzlich eine so hohe Torsionssteifigkeit, dass das MINI Cabrio im direkten Wettbewerbsumfeld auch in dieser Disziplin führend ist. Dazu tragen neben den bereits genannten Modifikationen zusätzliche V-Streben zwischen Bodengruppe und Hinterachse sowie Streben zwischen Motorträger und Federbeindom bei. Die hohe Steifigkeit ist eine maßgebliche Ursache für das Gokart-ähnliche Handling des MINI Cabrios.


Rolle seitwärts

Auch für den seitlichen Überschlag ist das MINI Cabrio gerüstet. Der Frontscheiben-Rahmen ist zwar äußerlich mit dem der geschlossenen Karosserievarianten identisch, sein Innenleben unterscheidet sich aber ganz erheblich. In die A-Säule ist ein Rohr aus höchstfestem Stahl integriert, das die 1,5-fache Fahrzeugmasse tragen kann. Im Fond schützt der geschwungene Überrollbügel aus hochfesten Aluminiumrohren mit integrierten Kopfstützen die Fahrgäste. In Verbindung mit den verschiedenen Rückhaltesystemen ist so selbst bei einem Überschlag ein wirksamer Insassenschutz sichergestellt.


Aktive Sicherheit

Das MINI Cabrio überzeugt auch durch sein hohes Maß an aktiver Sicherheit. Die Bremsanlage mit hohen Sicherheitsreserven sorgt unter allen Bedingungen für eine hervorragende Bremsleistung. An der Vorderachse verzögern innenbelüftete Vollscheibenbremsen mit einem Durchmesser von 276 Millimetern, an der Hinterachse Vollscheiben mit 259 Millimetern Durchmesser den offenen MINI.

Elektronische Bremsregel- und Stabilitätssysteme garantieren auch in extremen Situationen Spurtreue und Fahrstabilität. Um das MINI Cabrio sicher auf Kurs zu halten, gehören ein Vierkanal-ABS, die elektronische Bremskraftverteilung (EBD) und die Cornering Brake Control (CBC) zur Serienausstattung. Optional kann auch die abschaltbare Schlupf- und Traktionskontrolle ASC+T oder die Dynamische Stabilitätskontrolle DSC geordert werden.


Wertvolle Hilfestellung

Die elektronische Bremskraftverteilung (EBD) regelt die Verteilung der Bremskraft zwischen den Vorder- und Hinterrädern. Dadurch wird unabhängig von der Beladung auch an der Hinterachse eine optimale Verzögerung sichergestellt. Die EBD wird, lange bevor das ABS eingreift, automatisch aktiviert und ist vom Fahrer nicht abschaltbar.

Die Cornering Brake Control (CBC) verhindert durch unterschiedlich hohe Bremsdrücke, dass das Fahrzeug bei Bremsmanövern in der Kurve durch die Verlagerung der Radlasten instabil wird. Bremst ein Fahrer beispielsweise in einer schnellen Kurve, kann dies schon bei leichtem Bremsdruck zu Übersteuern führen. Die CBC ermittelt aus den Signalen der ABS-Sensoren die Querbeschleunigung und erkennt, wenn das Fahrzeug in einer Kurve bremst. Durch den schnelleren Aufbau der Bremskraft am kurveninneren Vorderrad wirkt die CBC dann ggf. dem Übersteuern entgegen.

Die optionale Traktionskontrolle (ASC+T) verhindert ein Durchdrehen der Vorderräder und garantiert Spurstabilität. Das MINI Cabrio bleibt so auch bei unterschiedlicher Traktion an den Rädern stets beherrschbar und verhindert ein Blockieren der Räder, wenn sich der Reibwert der Straßenoberfläche plötzlich ändern sollte.


Steuergehilfe für kritische Situationen

Auf Wunsch ist auch die Dynamische Stabilitätskontrolle (DSC) lieferbar. Durch den gezielten Einsatz der einzelnen Radbremsen und den Eingriff in die Antriebssteuerung verhindert die DSC das Ausbrechen des Fahrzeugs im Grenzbereich.

Zusätzlich zu den ABS-Drehzahlsensoren an den Rädern überwacht die DSC den Bremsdruck, den Lenkradeinschlag und die auf das Fahrzeug wirkenden Querbeschleunigungen. Deshalb kann die DSC ermitteln, ob das Fahrzeug von der vorgesehenen Spur kritisch abweicht. Sollte dies der Fall sein, wird die Bremskraft an den einzelnen Rädern individuell angepasst und vom Motorsteuergerät das Motordrehmoment verändert.

Das System steuert so ohne Zutun des Fahrers instabilen Fahrzuständen beim Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren oder bei unvermittelten Lastveränderungen entgegen, die zu Über- bzw. Untersteuern führen können.


Vorbeugen ist besser

Mit der serienmäßigen Reifenpannenanzeige (RPA) kann der Fahrer auf einen Druckverlust in einem Reifen reagieren, bevor ein Pneu beschädigt wird oder es zu einer Gefahrensituation kommt. Sollte in einem Reifen der Luftdruck stark sinken, verringert sich der Reifenumfang; gleichzeitig erhöht sich dessen Rotationsgeschwindigkeit. Das System misst über die ABS-Sensoren die Raddrehzahlen, vergleicht die Durchschnittsgeschwindigkeit der diagonal zueinander angeordneten Räder und erkennt bei Abweichungen einen Luftdruckverlust. Eine Kontrolllampe im Tachometer zeigt dem Fahrer an, dass in einem oder mehreren Reifen der Druck sinkt. Weil durch die ständige Überwachung das Risiko eines Reifenschadens sehr gering ist, hat das neue Cabrio ab Werk das MINI Mobility System an Bord. Die Kombination von Dichtmittel und einem kleinen elektrischen Kompressor erlaubt in den meisten Fällen die problemlose Weiterfahrt zur nächsten Werkstatt.


Neuer Sicherheitsmaßstab

Ist das MINI Cabrio mit 16 oder 17 Zoll-Rädern bestückt, rollt es automatisch auf so genannten Runflat-Reifen mit Notlaufeigenschaften und setzt damit in seinem Marktsegment immer noch einen Maßstab.

Runflat-Reifen machen im Falle einer Reifenpanne einen Radwechsel vor Ort überflüssig, da sie die Weiterfahrt zur nächsten Werkstatt erlauben. Versteifungen in den Reifenflanken und hitzebeständige Gummimischungen verhindern, dass der drucklose Pneu von der Felge springt oder sich bis zum Reifenbrand erhitzt. Bei umsichtiger Fahrweise und Geschwindigkeiten bis maximal 80 km/h kann das Cabrio mit diesen Pneus auch ohne Luftdruck noch bis zu 150 Kilometer weit gefahren werden.
Mit Zitat antworten