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Alt 18.03.2004, 12:30     #1
Hermann   Hermann ist offline
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Sieger des BMW Kurzfilm Award nominiert

Auswahl aus über 140 phantasievollen Projekten fiel nicht leicht

Im Herbst 2003 schrieb BMW erstmals für 2004 den BMW Kurzfilm Award zum Thema "Freude" für Studierende deutschsprachiger Filmhochschulen aus. Über 150 Kandidaten bewarben sich mit 143 Kurzfilmprojekten für Preisgelder von insgesamt 100.000 Euro. Nach Ablauf der Einsendefrist am 29. Februar 2004 entschied eine hochkarätige Jury Anfang März über die Siegerinnen und Sieger in den vier Kategorien Mobilität, Technologie, Familie und Postmoderne Lebenswelten.

Bei den vielen phantasievollen Einsendungen fiel die Entscheidung nicht leicht.

Schließlich überzeugten folgende vier Projekte:
  • Kategorie "Mobilität"
    "Garage Love" (Arbeitstitel) von Tomasz Emil Rudzik, Student an der Hochschule für Fernsehen und Film, München.
  • Kategorie "Technologie"
    "Gone with the Wind oder Eine Ameise wie du und ich" (Arbeitstitel) von Charlotte Wetzel, Deutsche Film- und Fernsehakademie, Berlin.
  • Kategorie "Familie"
    "Flieg mich zum Mond" (Arbeitstitel) von Markus Dietrich und Nico Rehberg, Studenten an der Bauhaus-Universität, Weimar, gemeinsam mit Hanna Reifgerst.
  • Kategorie "Postmoderne Lebenswelten"
    "Daily Benefits" (Arbeitstitel) von Mehdi Benhadj-Djilali, Student an der Deutschen Film- und Fernsehakademie, Berlin.
Diese vier Projekte werden von Mitte März bis Ende April 2004 realisiert. Produziert werden die Filme von der Bavaria Film aus Geiselgasteig bei München (freie Produzentin: Elke Keck).

Die Siegerinnen und Sieger sind begeistert: "Ich bin total vom Hocker und finde es toll, in einem so professionellen Umfeld zu arbeiten", sagt Markus Dietrich. Auch Charlotte Wetzel freut sich: "Es war eine großartige Überraschung, bei einem so hoch dotierten Preis zu gewinnen. Besonders toll finde ich, dass mein Projekt nun in kürzester Zeit umgesetzt wird".

Die Gewinner erhalten am 30. April 2004 zeitgleich mit den 50. Internationalen Kurzfilmtagen in einer festlichen Abendveranstaltung in Oberhausen ihre Preise. Dort werden auch ihre fertig gestellten Filme vorgeführt. Danach sind diese Filme unter anderem im Internet für die Öffentlichkeit zugänglich.

Infos zum Veranstaltungsort Gasometer und eine Anfahrtsskizze finden Sie unter www.gasometer.de

Die Preisträger

"Mobilität"
"Garage Love" von Tomasz Emil Rudzik, Student an der Hochschule für Fernsehen und Film, München


Seine Geschichte: Der Jugendliche Heiko ist in Anna verliebt. Gerne würde er mit ihr ins Autokino, doch er hat noch keinen Führerschein. So baut er in der elterlichen Garage ein solches Kino nach und zeigt Anna dort in einem stillgelegten Auto einen an die Garagenwand projizierten Film. Die Atmosphäre ist perfekt, allein die besorgten Eltern machen der aufkeimenden romantischen Stimmung immer wieder den Garaus. Verzweifelt muss Heiko seine Angebetete schließlich verabschieden, aber sie hat ihn doch erhört.

Der Autor und Regisseur Tomasz Emil Rudzik wurde 1979 im polnischen Cieszyn geboren. Von 1999 bis 2001 studierte er Amerikanistik, Polinistik, Kultur- und Theaterwissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin, bis er 2001 sein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München aufnahm. Er schuf die vier Kurzfilme "Tote Indianer", "Flaschendreh", "Berlin Tokyo" und "Die Schattenboxer" als Drehbuch-Autor und Regisseur.

"Technologie"
"Gone with the Wind oder Eine Ameise wie du und ich" (Animation)
von Charlotte Wetzel, Deutsche Film- und Fernsehakademie, Berlin


Ihre Geschichte: Eine kleine Ameise hat einen einzigen Wunsch: Sie möchte einmal mit einem schnellen Auto mitfahren. Der Weg zur Erfüllung ist beschwerlich und gefährlich, aber er gelingt. So kann die Ameise den zwar kurzen, aber vielleicht glücklichsten Moment ihres Lebens genießen.

Charlotte Wetzel, Jahrgang 1972, schloss 1997 ihr Studium der Politikwissenschaft an der FU Berlin mit Diplom ab und studierte dort gleichzeitig Medienberatung. Seit 2003 ist sie Studentin an der Drehbuchakademie der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Bereits seit 1999 machte sie als Autorin, Regisseurin oder Kamerafrau mehrere Filme, darunter "Planet Alex" für das Kleine Fernsehspiel im ZDF sowie den Dokumentarfilm "Celluloid Baby".

"Familie"
"Flieg mich zum Mond" von Markus Dietrich und Nico Rehberg, Studenten an der Bauhaus-Universität, Weimar, gemeinsam mit Hanna Reifgerst


Die Geschichte des Teams: Ein kleines Mädchen und sein Bruder spielen im dunklen Kofferraum des Familienwagens den Countdown einer startenden Rakete nach. Ihre vom Einkaufen zurückkehrende Mutter reißt die beiden aus ihrem Traum – oder bietet sie gar eine noch interessantere Realität?

Markus Dietrich, geboren 1979 in Strausberg bei Berlin, studierte 2001 Theaterwissenschaften an der TU Berlin und wechselte 2002 für den Studiengang "Mediengestaltung" an die Bauhaus-Universität in Weimar. Nico Rehberg, Jahrgang 1979, studiert nach seinem Vordiplom in Informatik nun mit ihm im selben Studiengang. Die beiden fertigten verschiedene Kurzfilme und Animationen, darunter "Sag mir wo du stehst" und "Ritual". Hanna Reifgerst, Jahrgang 1984, arbeitet als Co-Autorin in diesem Team.

"Postmoderne Lebenswelten"
"Daily Benefits" von Mehdi Benhadj-Djilali, Student an der Deutschen Film- und Fernsehakademie, Berlin


Seine Geschichte: Der Ampeltechniker Marian hat mit seinem muffeligen, unfairen Kollegen zu kämpfen und muss alle Arbeit allein machen. Marian entschädigt sich, indem er Frauen an der Ampel genug Zeit gibt, sich zu schminken. Und schließlich hat er noch eine Überraschung für seinen fiesen Kollegen.

Mehdi Benhadj-Djilali wurde 1972 im algerischen Algier geboren. Von 1996 bis 2002 studierte er Architektur an der UP6 in Paris. Er schloss sein Studium anschließend an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen ab. Seit 2002 studiert er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. Er machte verschiedene Filme, darunter den Kurzfilm "3-1" und das Dokumentar-Portrait "Matthias Schubert".

Die Produktion
Die Bavaria Film in Geiselgasteig bei München gehört mit über 30 nationalen und internationalen Tochter- und Beteiligungsfirmen zu den führenden Produktions- und Dienstleistungsunternehmen in Europa. Von Jan S. Kaiser, Gesamtherstellungsleiter Bavaria Film Gruppe, werden die vier Sieger-Filme auf dem Gelände der Bavaria Film produziert. Für den BMW Kurzfilm Award 2004 stellt die Bavaria Film die Produktionseinrichtungen und -ausrüstung.

Die Produzentin
Die freie Produzentin Elke Keck produziert die vier Sieger-Filme des BMW Kurzfilm Award 2004. Sie kann neben ihrem Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München den Abschluss "Masters of Fine Arts" an der University of California Los Angeles (UCLA) vorweisen und arbeitet seit 1995 erfolgreich als Producerin und Produzentin.
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Viele Grüße Hermann

"Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft"Heinrich von Kleist

Geändert von Hermann (18.03.2004 um 12:34 Uhr)
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